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Dumm gelaufen

Totkp.tif

Inhalt

  1. Cover
  2. Inhalt
  3. Über die Autorin
  4. Titel
  5. Impressum
  6. Widmung
  7. Danksagungen
  8. Einleitung
  9. Kapitel 1: Ups
  10. Kapitel 2: Unausweichliches Schicksal
  11. Kapitel 3: Gefallene Helden
  12. Kapitel 4: Des Todes feine Ironie
  13. Kapitel 5: So sexy, dass es weh tut
  14. Kapitel 6: Wenn Engel Amok laufen
  15. Kapitel 7: Hätt’ ja klappen können
  16. Kapitel 8: Sport ist Mord
  17. Kapitel 9: Vielleicht nächstes Mal
  18. Kapitel 10: Tierische Todesfälle
  19. Kapitel 11: Einfach nur schräg
  20. Kapitel 12: Tod mit Ansage
  21. Kapitel 13: Hmm
  22. Quellennachweise

Über die Autorin

Cynthia Ceilán verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Essays und Kurzgeschichten. Sie lebt so unauffällig wie möglich in New York City.

Cynthia Ceilán

Dumm gelaufen

Totkp

600 Missgeschicke
mit Todesfolge

Aus dem amerikanischen Englischen von
Sylvia Strasser

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Danksagungen

Danke, Holly Rubino von The Lyons Press, dass du deinen inneren Dämon zum Spielen rausgelassen hast.

Danke, Mom, dass du mir nicht wie angedroht die Polizei auf den Hals gehetzt hast, als ich zum College durchbrannte.

Danke, Dad, für die Gabe des Lachens und dafür, dass du einfach immer da warst.

Danke, Mike und Jeff, dass ihr meine kleinen Brüder seid. Ich konnte eure Seltsamkeit viele Jahre aus nächster Nähe beobachten. Mehr als irgendjemand sonst auf der Welt gebt ihr mir das Gefühl, normal zu sein.

Und danke dir, Christopher, für deine Unterstützung, deine Ermutigung, deine Liebe und – ganz besonders – dafür, dass du dir immer große Mühe gibst, nicht auf Pee-Pee Petie zu treten.

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Einleitung

Ich möchte im Schlaf sterben wie mein Großvater, nicht schreiend und heulend wie seine Beifahrer im Wagen.

Will Shriner

Diejenigen unter uns, die eine gewisse Faszination für besonders seltsame Todesarten hegen, weisen Andeutungen bezüglich unseres vielleicht nicht völlig ausgeglichenen Geisteszustandes gerne weit von sich. Heimlich fürchten wir jedoch, unsere Freunde und Liebsten könnten recht haben. Nichtsdestotrotz empfinden wir Trost und auch ein wenig Stolz angesichts der Tatsache, dass wir inmitten normaler Leute leben und arbeiten können – und dabei meistens nicht einmal weiter auffallen. Wir haben Familien, Jobs, Hypotheken, und bisweilen dienen wir als Geschworene.

Der Tod gehört für die meisten von uns zu den Dingen, die nur anderen Leuten zustoßen, nämlich den besonders dummen, den besonders verrückten und den besonders vom Pech verfolgten. Wir sind natürlich nicht wie die anderen Leute. Wir sind schlau, und wir haben definitiv alle Tassen im Schrank. Wir werden ewig leben. Und dann, eines Tages, wenn wir 117 Jahre alt sind, werden wir uns für lange, lange Zeit schlafen legen, und wenn wir aufwachen, ist der eklige Teil vorbei.

Alle anderen nennen wir verrückt: unsere heißgeliebten Agoraphobiker, die Panischen, die Hypochonder, die medizinisch Unterversorgten, die unerklärlich Aufbrausenden und jene Typen, die Alufolie auf dem Kopf tragen, um außerirdische Todesstrahlen abzuwehren.

Aber überlegen wir mal einen Moment. Sind das nicht in Wirklichkeit die Leute, die besser als jeder andere wissen, dass sie höchstwahrscheinlich nicht hochbetagt im Schlaf sterben werden?

Wer ist hier also verrückt?

Natürlich ist nicht jeder Tod witzig. Manche sind traurig. Manche sind unheimlich. Und manche sind dazu da, uns zu bestätigen, dass wir tatsächlich in einem gerechten Universum leben. Der Tod kann auf eine Art fair sein, wie es das Leben häufig nicht ist.

Ich? Ich hoffe, ich sterbe lachend.

Cynthia Ceilán

New York City

April 2007

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Ups

Wenn alle Stricke reißen, lässt sich Unsterblichkeit immer noch durch einen spektakulären Irrtum erlangen.

John Kenneth Galbraith (1908–2006)

Ich frage mich, wie häufig wir alle im Laufe jedes stinknormalen Tages haarscharf an einer Begegnung mit Gevatter Tod vorbeischrammen, ohne es überhaupt zu merken.

Uns Menschen sind im Lauf der Evolution wahrscheinlich jene natürlichen Fähigkeiten oder jene animalischen Instinkte abhandengekommen, die uns einst vor drohenden Gefahren warnten, bevor wir sie überhaupt kommen sahen, rochen oder hörten. Ich habe gehört, dass sich Nutz- und Haustiere sehr seltsam benehmen, lange bevor eine Naturkatastrophe tatsächlich eintritt, zum Beispiel bei Erdbeben und Tornados. Ich hingegen habe einmal ein gewaltiges Unwetter verschlafen, mit Sturmböen und allem Drum und Dran, nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass der zehn Meter hohe Baum im Vorgarten meines Nachbarn entwurzelt und auf das Dach meines Hauses gefallen war. »Wow«, dachte ich, als ich sah, dass ein Großteil des Baums direkt über meinem Schlafzimmer gelandet war, »das hätte ins Auge gehen können.«

Wie oft wohl habe ich mich auf einem überfüllten Bahnsteig der New Yorker U-Bahn an genau dem falschen Fremden vorbeigedrängelt, jemandem, der fast verrückt genug war, mich direkt auf die Gleise zu schubsen, nur um mir eine Lektion in Sachen gutes Benehmen zu erteilen? Oder bin in Beinahe-Hypnose über den Highway gebrettert, während Bob Segers »Hollywood Nights« volle Kanne aus den Lautsprechern dröhnte, und merkte, dass ich gerade die Spur gewechselt hatte, ohne in den Rückspiegel zu schauen? Oder habe versehentlich die Kaffeemaschine statt des Toasters ausgestöpselt, bevor ich eine Gabel reinsteckte, um mein English Muffin herauszuangeln?

Ich bin sicher, dass ich öfter Glück gehabt habe, als ich je erfahren werde. Dasselbe trifft vermutlich auf die meisten Leute zu. Auf andere dagegen weniger.

John Lewis aus Minsterworth, England, wollte eines schönen Tages im Sommer 1999 nur ein wenig gärtnern. Er stutzte ein paar Sträucher, jätete Unkraut und harkte den Abfall zu einem mittelgroßen Haufen zusammen. Er goss etwas Benzin darüber, um ein schönes Feuerchen zu machen, und riss ein Streichholz an. Die folgende Explosion setzte Johns Kleidung lichterloh in Brand. Er schaffte es zum Glück, zu einem nahe gelegenen Fluss zu rennen, um sich selbst zu löschen. Schwimmen konnte er aber leider nicht. John ertrank und trieb mehrere Meilen flussabwärts. Seine Leiche wurde zwei Wochen später gefunden, nur mit Socken und Schuhen bekleidet.

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Der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams hegte, unter anderem, eine besondere Vorliebe für Nasenspray. Während eines Aufenthalts in einem New Yorker Hotel erstickte er 1983 am Flaschendeckel, der ihm beim Inhalieren aus der Hand in den Mund gefallen war.

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Nazari Omar Baki war ein erfahrener malaysischer Filmstuntman. Bei den Dreharbeiten zu einer Szene für den Film Jangan Pandang Belakang von 2007, in der er von einem Geist verfolgt wurde, sprang Omar aus dem dritten Stock eines Hauses und verfehlte komplett den unten aufgetürmten Matratzenstapel. Er starb beim Aufprall.

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Vor der Erfindung der Anästhesie kam es bei Operationen vor allem auf Schnelligkeit an. Dr. Robert Liston (1794–1847) führte das wohl flinkste Skalpell aller Zeiten. Angeblich konnte er Gliedmaßen in schlappen 30 Sekunden amputieren und vernähen. Leider genoss Akkuratesse für den guten Doktor nicht die gleiche hohe Priorität. Einmal amputierte er einem Mann das Bein – und die Geschlechtsteile – mit einem einzigen Schnitt.

Listons schwärzestes Ruhmesblatt ist jedoch, dass er wohl der einzige Chirurg aller Zeiten war, der bei einer einzigen Operation eine Sterblichkeitsrate von 300 Prozent erzielte. Er schnitt seinem Assistenten versehentlich die Finger ab, worauf dieser später an septischem Schock starb. Außerdem schlitzte Liston einem Kollegen, der die Operation beobachtete, die Rockschöße auf; dieser starb daraufhin auf der Stelle vor Schreck, im Glauben, Liston habe ihm lebenswichtige Organe abgetrennt. Der Patient überlebte die Prozedur, starb jedoch später an Wundbrand.

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An Bord der RMS Queen Mary beschloss der zweite Offizier William Stark im Jahre 1949, sich ein Schlückchen aus dem geheimen Schnapsvorrat des Kapitäns zu genehmigen. Wie Stark ein wenig zu spät herausfand, benutzte der Kapitän seine alten Gin-Flaschen zur Aufbewahrung von Tetrachlormethan, einer wirksamen, aber ausgesprochen giftigen Reinigungslösung.

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Zur Linderung ihrer Hals- und Rückenprobleme suchte Lana Dale Lewis aus Toronto im September 1996 ihren Chiropraktiker zu einer Routinebehandlung auf. Nach dem »Einrenken« ihres Genicks erlitt sie gleich mehrere Schlaganfälle. Der letzte Anfall erwies sich als tödlich.

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Die Clownsnummer von Jo-Jo und Mr. Ollie war zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine beliebte Zirkuseinlage. Ein großer, fieser Typ (Jo-Jo) terrorisiert einen kleinen, hilflosen Typ (Mr. Ollie).

Im wahren Leben waren Jo-Jo und Mr. Ollie gute Freunde. Und sie waren außerdem unersättliche Saufkumpane. Eines Abends, nach ein paar Gläschen zu viel vor der Vorstellung, vergaß Jo-Jo, seine Holzperücke aufzusetzen. Auf dem Höhepunkt der Nummer, wenn Mr. Ollie seine Nemesis besiegt, indem er ihm eine Axt auf den Kopf haut, fiel Jo-Jo tatsächlich tot ins Sägemehl.

Sofort stürzten Zirkusclowns aus allen Ecken des Zelts in die Manege, um Jo-Jo auf einer Bahre herauszutragen, bevor irgendjemandem im Publikum der tragische Fehler des Duos auffiel. Unglücklicherweise handelte es sich bei der Bahre, die sie versehentlich erwischten, um ein Zirkusrequisit. Als sie die Stangen fassten und losrannten, blieb Jo-Jo auf dem Boden liegen, immer noch mit bluttriefendem Kopf, immer noch tot.

Der verzweifelte Mr. Ollie rannte um die Manege des großen Zelts, weinend und schreiend, und stolperte über seine eigenen übergroßen Schuhe. Beim Sturz zog er sich nur kleinere Verletzungen zu.

Der geheime Code, auf den hin die Platzanweiser im Zirkus in Notfällen das Zelt räumen ließen, bestand darin, dass die Kapelle »Stars and Stripes Forever« spielte. Sie stimmten aber stattdessen »Strike Up the Band« an. Alle erhoben sich von ihren Plätzen und brachen in frenetischen Jubel aus.

Es war der mit Abstand größte Augenblick in der Geschichte der Clownslaufbahn von Jo-Jo und Mr. Ollie.

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Der 16-jährige Li Xiao Meng aus China träumte davon, ein Rockstar zu sein. Als er mit seiner Luftgitarre auf dem Bett auf und ab sprang, katapultierte er sich versehentlich aus seinem Schlafzimmerfenster im zweiten Stock. Diesen Höhenflug überlebte er nicht.

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2006 wurde Sharffe Williams aus dem kalifornischen Oakland beim Überfall auf einen Spirituosenladen auf Video aufgenommen. Beinahe wäre er sogar davongekommen. Als er seine Knarre wieder in seinen Hosenbund steckte, schoss er sich aber versehentlich selbst ins Bein. Die Polizei fand seinen Leichnam am Ende einer Blutspur, nicht weit vom Schauplatz des Raubüberfalls entfernt.

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Jean-Baptiste Lully war ein leidenschaftlicher Komponist und Dirigent des 17. Jahrhunderts. Bei einem Konzert mit geistlicher Musik ließ er sich beim Dirigieren etwas zu sehr mitreißen. Lully stach sich mit seinem Dirigentenstab, der damals eher einem Spazierstock ähnelte, selbst in den Fuß und starb später am Wundbrand.

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François Faber aus Luxemburg und Hugh Munro aus England hatten vieles gemeinsam, es deutet jedoch nichts darauf hin, dass sie einander persönlich kannten. Faber wurde als Sieger der Tour de France berühmt, Munro durch seine Romane, die er unter dem Namen Saki verfasste. Beide kämpften im Ersten Weltkrieg, beide fielen in der Schlacht, und beide wurden von deutschen Heckenschützen getötet. Bemerkenswerterweise machten beiden denselben dummen Fehler. Faber bekam 1915 ein Telegramm, in dem stand, dass seine Frau eine Tochter zur Welt gebracht hatte. Voller Begeisterung sprang er jubelnd in die Höhe und wurde prompt erschossen. Rund ein Jahr danach, weit, weit weg in einem anderen Graben, stand Munro auf und schrie einen seiner Offizierskollegen an: »Mach die verdammte Zigarette aus!« Dito.

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Am Wahltag 2006 gewann Sam Duncan mühelos einen Sitz im Gemeindeparlament von Monroe, North Carolina, und das trotz eines kleinen Schönheitsfehlers: Er war seit über einem Monat tot. Die Wahlhelfer wussten zwar, dass Duncan tot war, sagten es den Wählern aber nicht. »Man hat uns angewiesen, dass das nicht unsere Aufgabe ist«, erklärte Wahlleiterin Shirley Secrest.

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Péter Vályi, Finanzminister von Ungarn, wusste so gut wie nichts über die Stahlproduktion. Trotzdem besuchte er 1973 ein Stahlwerk und nahm eine Inspektion vor, die weitgehend Formsache war. Als er nähertrat, um sich einen Hochofen genauer anzusehen, fiel er hinein.

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Nach allgemeiner Ansicht war der französische Komponist Charles-Valentin Alkan (1813–1888) ein sehr gläubiger Mensch. Um das zu beweisen, schrieb er phänomenal schwierige Klavierstücke. Als er nach einem Band ganz oben in seinem Bücherregal griff, verlor er das Gleichgewicht, wodurch das Regal um- und auf ihn stürzte. Er überlebte den Sturz. Die anschließende Bücherlawine allerdings nicht.

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Der Regisseur Boris Sagal war bei Dreharbeiten zur TV-Miniserie World War III so in seine Arbeit vertieft, dass er nicht merkte, wie sehr er sich in Gefahr begab. Er ging rückwärts, während er seine Vorstellung von einer bestimmten Szene erläuterte, und lief direkt in die Rotorblätter eines Hubschraubers. Er wurde in Stücke gehackt.

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Matthew Miller, ein Farmer aus Minnesota, verschmolz völlig mit seiner Arbeit, als er sich in seinem eigenen Heubinder verfing. Zum Zeitpunkt des Unfalls war eine Verwandte bei ihm. Sie sagte, sie sei ziemlich sicher, dass Miller tot war, bevor er merkte, wie ihm geschah.

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Im November 2006 geriet eine Frau namens Selvaradha aus dem indischen Vasanthanagar beim Essenkochen in Brand. Ihr Mann, Natrayan, griff sofort ein und schlug auf die Flammen ein, die den Sari seiner Frau verzehrten. Auch er ging in den Flammen zugrunde.

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Gäbe es im Guinness-Buch einen Rekord für die unfallträchtigsten Menschen, wären Frances und Michael Mosey aus Schottland bestimmt aussichtsreiche Titelanwärter. Frances’ Pechsträhne begann im Alter von fünf Jahren, als sie vom Tisch fiel und sich einen Bambusstab in den Gaumen rammte. Zur Unfallserie in Frances’ erstaunlich langem Leben gehörten unter anderem ein Zusammenstoß zwischen ihrem Fahrrad und einem Betonlaternenpfahl, ihre Beine verfingen sich hinten im Traktor ihres Vaters, sie fiel in ein zwei Meter tiefes Schlagloch und brach sich beide Beine, brach sich einen Zeh, als sie eine Nähmaschine darauf fallen ließ, erlitt einen Schädelbruch, als ihr im Krankenhaus nach einer Operation eine Deckenplatte auf dem Kopf fiel, brach sich den Knöchel, als sie für ihre Enkelin Eis kaufte, und schnitt sich einen Finger ab – den prompt ihr Hund fraß.

Bis Michael Mosey Frances kennenlernte, hatte er ein recht normales Leben geführt. Das änderte sich nun. Im Lauf der Jahre fiel Michael durch ein Gewächshaus – bei drei verschiedenen Gelegenheiten. Außerdem schnitt er sich an einem Glascouchtisch in die Stirn, fiel vom Stuhl und brach sich das Rückgrat, brach sich das rechte Bein, nachdem er versehentlich auf einen Welpen getreten war, erblindete teilweise, nachdem er eine Flasche verdorbenen Schwarzmarkt-Wodka getrunken hatte, und wurde von einem Auto überfahren, als er auf seinem neuen Motorrad nach Hause fuhr. Am Steuer des anderen Wagens saß, wie könnte es anders sein, seine Gattin Frances.

Wäre er Single geblieben, hätte Michael vielleicht noch lange gelebt und sich von vielen weiteren Unfällen erholt. Leider endete seine Glückssträhne 2003, als er 57 Jahre alt war. Ein Eindringling brach in sein Haus ein und erschlug ihn.

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Einer der Gründe, warum Teenager als Hochrisikogruppe gelten, ist: Sie sind oft schwer davon zu überzeugen, dass Warnschilder nur selten zu ausschließlich dekorativen Zwecken aufgestellt werden. Unter genau so einem Schild vor einer staatlichen Ölgesellschaft in Jakarta lungerten 2006 drei junge Leute herum, identifiziert als Okri Susilo, Harianto und Marianto, und sprengten sich selbst in die Luft, als einer von ihnen mit dem Handy telefonieren wollte. Auf dem Schild stand, dass Funksignale von einem Handy eine Explosion in den mit hoch entflammbarem Gas gefüllten Riesentanks auslösen könnten. Das Schild war in diesem Fall zwar nutzlos, aber immerhin absolut zutreffend.

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Im Juni 1988 starb ein Ukrainer nach dem Genuss von verdorbenem Schnaps, den er auf dem Schwarzmarkt erstanden hatte. Bei seiner Beerdigung starben zehn seiner Trauergäste ebenfalls. Sie hatten sich alle einen Schluck aus demselben Alkoholvorrat genehmigt.

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Ein kleines Flugzeug Marke Piper Aerostar, an Bord Pennsylvanias Senator John Heinz und sechs weitere Passagiere, bekam 1991 Probleme mit dem Fahrgestell. Zur Rettung wurde ein Hubschrauber in die Luft geschickt, der prompt mit dem Flugzeug kollidierte. Alle Insassen kamen ums Leben, zudem wurden einige Leute auf dem Boden erschlagen.

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Ormer Locklear war Schauspieler und furchtloser Stuntpilot zu Zeiten, als sowohl die Luftfahrt als auch das Kino noch in den Kinderschuhen steckten. Einmal marschierte er mitten im Flug seelenruhig auf seinem Flugzeug herum, um einen Lappen in die Kühleröffnung zu stopfen. Die Verschlusskappe war weggeflogen und das musste schließlich gefixt werden. Bei Dreharbeiten für eine Nachtszene in dem Stummfilm The Skywayman machte er 1920 eine Bruchlandung auf einer Gruppe von Öllastern, die auf dem kalifornischen Flugplatz DeMille geparkt waren. Die Filmcrew hatte vergessen, die Rollfeldbeleuchtung einzuschalten.

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Dag Hammarskjöld, UN-Generalsekretär, befand sich 1961 mit 15 anderen Personen in einem Flugzeug. Sie waren auf dem Weg zu einer Friedensmission im Kongo. Beim Überflug über Sambia (das frühere Nordrhodesien) feuerte jemand am Boden einen Warnschuss ab, um den Piloten vor einem möglichen Angriff durch Katanga-Rebellen zu warnen. Die Kugel traf das Flugzeug, sodass es im Dschungel abstürzte.

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Daniel Wright aus Gary, Indiana, legte eine kugelsichere Weste an und bat einen Freund, mit einer 5-mm-Flinte auf ihn zu schießen. Die Weste stellte sich zwar als kugelsicher heraus, war jedoch nicht gegen diese Munition gefeit.

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Nguyen Van Hung aus Kambodscha kannten Millionen Menschen als den berühmten »Elektrischen Hung«. Hung trat in zahlreichen Fernsehsendungen auf und demonstrierte seine Fähigkeit, starke Stromschläge auszuhalten. 2006 starb er zu Hause, weil er vergessen hatte, den Strom abzustellen, bevor er einen Generator reparierte.

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Nachdem ihre Familie seit einigen Tagen nichts von Marina Weber gehört hatte, meldeten sie die zierliche 38-jährige Frau als vermisst. Elf Tage nach der Vermisstenmeldung bemerkten Marinas Mutter und Schwester einen seltsamen Geruch im Haus. Sie gingen der Nase nach und fanden Marina festgeklemmt hinter einem 1,80 Meter hohen Bücherregal. Sie war kopfüber hinter das Regal gefallen und dort stecken geblieben, als sie ihren Fernseher auf dem obersten Regalbrett einzustellen versuchte.

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Ein Obdachloser aus New York entdeckte in Brooklyn einen abgelegenen Kanalschacht, der ihm eine gewisse Privatsphäre bot, weshalb er ihn regelmäßig als Toilette benutzte. Eines Tages verlor er bei einem solchen Toilettengang das Gleichgewicht und wurde später tot in der Kloake liegend aufgefunden.

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Marie Roses Ehemann war beunruhigt, als er eines Morgens im Jahre 2006 aufwachte und seine Frau nirgends finden konnte. Als die Polizei kam, sah sie, dass die Roses praktisch jeden Zentimeter ihres Heims in Shelton, Washington, vom Boden bis zur Decke mit Stapeln von Kleidung, Geschirr, Schachteln, Zeitungen, Büchern und diversem Kleinzeug vollgestopft hatten. Ganze zehn Stunden dauerte die Suche. Schließlich fanden die Polizisten Marie unter einem riesigen Müllhaufen begraben, ein Telefon in der Hand. Mr. Rose konnte sich nun zusammenreimen, was wahrscheinlich passiert war: Marie hatte diverse gesundheitliche Probleme und wollte höchstwahrscheinlich Hilfe herbeirufen, als einer der Müllberge über ihr zusammenbrach.

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John J. Taylor aus Wisconsin hielt sich für einen ausgesprochenen Glückspilz. Während seiner Armeezeit im Zweiten Weltkrieg wurde sein Flugzeug von den eigenen Leuten abgeschossen. Er erlitt dabei schwere Verbrennungen, konnte aber sich selbst und drei weitere Männer auf ein Floß ziehen. Alle wurden gerettet. Nach dem Krieg entwickelte sich Taylor zum Frischluftfanatiker. Beim Skispringen brach er sich einen Rückenwirbel, dasselbe passierte ihm später beim Sprung über ein Tennisnetz. Auf der Jagd fiel einmal die Gans, die er geschossen hatte, vom Himmel und traf ihn an der Brust, wodurch sich ein Knorpel an seinem Brustbein löste. Danach hatte er ein Jahr lang mit Atemproblemen zu kämpfen. Ein anderes Mal, bei einem Angelausflug, rutschte er aus und fiel in den Missouri, wurde aber wieder gerettet. In fortgeschrittenem Alter führte Taylor ein kleines Geschäft und verkaufte Kaminholz an seine Freunde. Die Geschäfte liefen gut, bis eines Tages, im Jahre 2005, ein Baum auf ihn fiel. Hier endete seine Glückssträhne. Nach 85 langen, wunderbaren Jahren hatte John Taylor schließlich seinen letzten Unfall.

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David Frazer überlebte, weil er aus seinem Wagen geschleudert wurde, als der sich auf einem neuseeländischen Highway mehrmals überschlug. Er lag ausgestreckt mitten auf der Straße, froh, noch am Leben zu sein. Die Freude währte nicht lange. Er wurde von einem Lastzug überrollt, der versucht hatte, Frazers umgestürztem Wagen auszuweichen.

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Nachdem sie von besorgten Freunden benachrichtigt worden waren, verschafften sich Polizisten 1903 Zutritt zum Haus von William und Emily Shortis im englischen Liverpool. Dort fanden sie den mageren William an der Schwelle des Todes, festgeklemmt unter seiner Zwei-Zentner-Frau Emily. Drei Tage zuvor war William hinter seiner Frau die Treppe hochgegangen, als sie das Gleichgewicht verlor und rückwärts fiel. Emily erlag auf der Stelle ihren schweren Kopfverletzungen. Kurz nach seiner Rettung starb auch William.

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1989 veranlasste ein Fehlalarm, der Maschinenversagen meldete, die Crew, ihr sowjetisches MiG-23-Kampfflugzeug zu verlassen, mit dem sie gerade aus Polen entkommen war. Die Insassen aktivierten den Autopiloten, legten die Fallschirme an und sprangen heraus. Dabei vergaßen sie unglücklicherweise, den belgischen Teenager, den sie gerade gerettet hatten, mitzunehmen.

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Der brillante Autor, Gesellschaftskritiker und religiöse Führer Thomas Merton hielt 1968 einen Vortrag in Bangkok. Ermattet durch die drückende Hitze und sein fortgeschrittenes Alter, zog er sich direkt nach dem Vortrag auf sein Zimmer zurück. Nach einer erfrischenden Dusche schickte er sich, noch immer triefend nass, an, einen kleinen elektrischen Ventilator neben seinem Bett einzuschalten. Etwa eine Stunde später fand eine Nonne ihn nackt auf dem Boden liegend. Der Ventilator surrte auf seiner Brust. Merton knisterte immer noch von dem Stromschlag, der ihn umgebracht hatte.

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1997 studierte Karen Wetterhahn, eine junge Wissenschaftlerin, die in aller Stille großen Erfolg und Respekt auf ihrem Fachgebiet errungen hatte, eine synthetische Chemikalie namens Dimethylquecksilber. Sie traf alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen: Handschuhe, Schutzbrille, ein keimfreier Arbeitsplatz. Ein Tropfen der Chemikalie fiel auf ihre behandschuhte Hand, und sie wusch ihn sofort ab und fuhr mit ihrer Arbeit fort. Ms. Wetterhahn hatte noch keine Gelegenheit, zu entdecken, dass die Chemikalie durch Latex dringen konnte, ohne ein sichtbares Loch zu hinterlassen. Sie starb ein Jahr später an Quecksilbervergiftung.

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Jane McDonald, eine frisch geschiedene Priesteramtsstudentin, wohnte 2003 im Haus eines Pfarrers im schottischen Lanarkshire. Eines Abends rutschte sie beim Abwaschen auf dem Küchenboden aus, fiel kopfüber in die Geschirrspülmaschine und spießte sich auf einem Küchenmesser auf.

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Baptistenpfarrer Kyle Lake aus dem texanischen Waco wurde 2005 durch einen Stromschlag getötet, als er zum Mikrofon griff, während er im Taufbecken der Kirche stand.

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Als 2006 ein holländisches Krankenhaus durch Feuer zerstört wurde, hatte das Operationsteam bei seiner Flucht keine Zeit, irgendetwas mitzunehmen – nicht einmal die 69-jährige Frau, die sie gerade auf dem OP-Tisch festgeschnallt hatten. Die Frau hatte ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen, war aber noch hellwach, als der Letzte des OP-Teams schreiend aus dem Raum rannte.

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Ellen Shannon aus Girard in Pennsylvania starb 1870. Sie wurde bei einer Explosion getötet, als sie ihre Öllampe anzündete, die randvoll von R.E. Danforths nicht explodierender Brennflüssigkeit war.

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1927 stieg die berühmte Tänzerin und Liebhaberin langer Schals Isadora Duncan in ein Cabrio und sagte: »Lebt wohl, meine Freunde! Ich werde berühmt!« Der Schal, den sie trug, verfing sich auf der Fahrt in einem Rad des Wagens, erdrosselte sie und brach ihr das Genick.

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Es sprach sich herum, dass England 1993 für das Begräbnis der Königinmutter probte, worauf die australische Presse ein wenig voreilig berichtete, sie sei bereits gestorben. Tatsächlich erlebte die Queen Mum noch das neue Jahrtausend und starb im Alter von 101 Jahren friedlich in ihrem Bett. Begräbnisproben wurden rund alle sechs Monate abgehalten, damit das echte Spektakel später vollkommen spontan wirkte. Für die langlebige Königinmutter wurde jahrzehntelang geprobt.

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Zeitungen in aller Welt druckten im August 2001 Nachrufe auf Dorothy Southworth Ritter. Der Star aus Westernfilmen der 1940er, auch unter dem Namen Dorothy Fay bekannt, war die Witwe des singenden Cowboys Tex Ritter und die Mutter des Schauspielers John Ritter. Ms. Ritter lebte nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim. Als ein Freund zu Besuch kam, sagte man ihm, Ms. Ritter sei »dahingegangen«. Der Freund benachrichtigte die Medien, und die warfen die Nachrufmaschine an. Ms. Ritter war wirklich »dahin gegangen« – in ein anderes Zimmer des Heims. Im November 2003 druckten alle Zeitungen ihren Nachruf noch einmal, nachdem sie sich vergewissert hatten, dass die alte Dame dieses Mal tatsächlich dahingegangen war.

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Während der Dreharbeiten zu dem Film Vampire in Brooklyn musste die von Angela Bassett gespielte Figur in einer Szene von einem Haus springen. Ihr Stuntdouble Sonja Davis sprang im passenden Moment ein und machte einen wunderschönen Kopfsprung rückwärts auf die Straße, fünfzehn Meter tief. Sie verfehlte das Luftkissen nur knapp.

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2003 gab es im kalifornischen Santa Monica zehn Tote und über siebzig Verletzte, als der Wagen des 89-jährigen George Russell Weller durch einen stark besuchten Bauernmarkt preschte. Seine Anwälte sprachen von »verwechselten Pedalen«. Die Anklage behauptete, Weller habe sich angesehen, was er angerichtet hatte, mit den Schultern gezuckt und »Ups« gesagt.

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Unausweichliches Schicksal

Ich würde mir doch lieber in der Wildnis das Hirn rausblasen lassen als in Todesangst im Schlachthaus zu warten.

Craig Volk

Ein sehr lieber Freund hat einmal zu mir gesagt: »Jedes Denken ist schöpferisch; du erschaffst, was du denkst.« Also habe ich mich sehr bemüht, nicht an Zeitungsschlagzeilen à la AUTORIN DES BUCHS ÜBER SELTSAME TODESFÄLLE STIRBT BEI IRREM UNFALL zu denken.

Ich weiß nicht, ob es so etwas wie Schicksal wirklich gibt oder ob es einfach daran liegt, dass genau unsere größten Ängste zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen werden. Sigmund Freud behauptete, es gebe so etwas wie Zufälle nicht, und jede Handlung sei beabsichtigt, ob wir uns dessen nun bewusst seien oder nicht. Viele religiöse Menschen glauben, dass jedes Leben schon bis ins letzte Detail vorherbestimmt ist, bevor es überhaupt beginnt. Die Selbsthilfegurus von heute behaupten, jeder von uns habe die Macht, den Lauf des eigenen Lebens zu bestimmen oder zu verändern.

Vielleicht meinen sie alle dasselbe. Vielleicht liegen sie alle falsch. Aber vielleicht, nur vielleicht, werden einige von uns am Ende auf genau die Art getötet, die wir unser ganzes Leben lang gemieden haben.

Ich finde das irgendwie lustig.

Joseph Roffignac floh 1789 nach Amerika, nachdem er in Frankreich zum Tod durch die Guillotine verurteilt worden war. Dreißig Jahre danach wurde er Bürgermeister von New Orleans. Im hohen Alter, geplagt von der Sehnsucht nach seinem Heimatland und sicher, dass sein Todesurteil mittlerweile so ziemlich in Vergessenheit geraten war, kehrte er nach Frankreich zurück, wo er 1846 einen Schlaganfall erlitt. Genau in diesem Moment fiel das Gewehr, das er in der Hand hielt, zu Boden, ging los und schoss ihm in den Kopf.

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Hollywoodstar Natalie Wood hatte zeitlebens panische Angst davor zu ertrinken. 1961 musste der Regisseur Elia Kazan bei den Dreharbeiten zu Splendor in the Grass (deutsch: Fieber im Blut) Wood beschwatzen, beruhigen und sogar belügen, dass sie in einigen Szenen, in denen Wasser vorkam, nicht in Gefahr sei. 1981 fiel die Schauspielerin nahe der kalifornischen Küste von einer Yacht ins Wasser und ertrank. Der Name der Yacht lautete The Splendor.

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Das junge Filmsternchen Linda Darnell entwickelte eine krankhafte Angst vor Feuer, nachdem sie sich bei Dreharbeiten in den 1940er Jahren gleich mehrmals verbrannt hatte. Etwas später erlitt sie bei einem Autounfall wieder schwere Verbrennungen. Im Alter von 41 Jahren sah sie sich einen ihrer alten Filme im Spätprogramm an, als ihr Haus in Brand geriet. Darnell zog sich dabei schwere Brandwunden am ganzen Körper zu. Sie starb am darauffolgenden Tag.

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The Flying ELVI ist eine tollkühne Fallschirmspringermannschaft von Elvis-Presley-Imitatoren, die bei großen Eröffnungsfeiern und allen möglichen ausgeflippten Anlässen auftreten. Ihre Show besteht aus einem umwerfenden Mix aus Rauchschwaden, Feuerwerk, Präzisionsmanövern und dem einen oder anderen toten Elvis.

1996 kam einer vom ELVI-Team vom Kurs ab, als die Truppe über dem Bostoner Hafen absprang. Dieser Elvis starb an seinen Verletzungen. Während einer Show in Montana brach sich ein anderer Elvis 2006 fast sämtliche Knochen, darunter das Becken (lateinisch Pelvis), als er die Landestelle falsch einschätzte und mit 50 Meilen pro Stunde auf einen asphaltierten Parkplatz donnerte. Wieder ein anderer Elvis, der dem Team den Rücken gekehrt hatte, weil er die Arbeit zwar aufregend, aber doch ein klein bisschen zu gefährlich fand, starb 2003 in Ohio. Bei einem Flugzeugabsturz.

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Ein Pilot stürzte 1996 im Südwesten Kolumbiens mit seinem Hubschrauber ab. Er überlebte und war überglücklich, als endlich das Rettungsteam eintraf, um ihn vor dem sicheren Tod zu bewahren. Leider fiel er wenige Minuten später aus dem Rettungshubschrauber und starb.

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Ein 60-jähriger Mann, ein gewisser Czeslaw B. aus dem polnischen Dorf Kosianka-Trojanówka, litt unter einer fürchterlichen Angst vor Einbrechern. Er präparierte alle Ein- und Ausgänge seines Hauses mit Sprengsätzen, einschließlich der Garage, die er mit zwei selbstgebastelten Schusswaffen ausrüstete. Seine Sicherheitsvorkehrungen wurden ihm schließlich zum Verhängnis. 1996 kam er ums Leben, als er versuchte, sein Garagentor zu öffnen.

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Der texanische Pionier Josiah P. Wilbarger wurde 1833 von Komantschen skalpiert, überlebte den Angriff aber. Trotz seines freiliegenden Schädels freute er sich noch elf Jahre des Lebens, bis er sich an einem niedrigen Balken seiner Entkörnungsmaschine den Kopf stieß.

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Während des Zweiten Weltkriegs flüchtete der Komponist Anton von Webern aus Wien, weil er sich im österreichischen Mittersill sicherer wähnte. Als er nichtsahnend auf der Veranda im Haus seines Schwiegersohnes stand, wurde er aus Versehen von einem betrunkenen amerikanischen Soldaten erschossen.

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Francis Gary Powers war ein U-2-Pilot, der1960 einen Abschuss über der UdSSR überlebte. Später arbeitete er als Verkehrsreporter fürs Fernsehen. Er starb 1977, als sein Hubschrauber im kalifornischen Chatsworth abstürzte.

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Nachdem er 1961 in dem Film König der Könige Jesus Christus verkörpert hatte, war es für Schauspieler Jeffrey Hunter ein echtes Problem, an andere Rollen zu kommen. Er spielte meist in kleinen europäischen Produktionen und in Fernsehfilmen. In dieser Zeit erlitt er gleich mehrere Kopfverletzungen. Erst wurde er von einem explodierenden Requisit getroffen, dann verpasste ihm jemand versehentlich einen Karateschlag gegen den Kopf und darüber hinaus erlitt er auch mindestens einen Schlaganfall. Einige Tage, nachdem man bei ihm einen ausgerenkten Rückenwirbel diagnostiziert hatte, brach er zusammen, als er zu Hause eine Treppe hinaufstieg. Beim Sturz stieß er sich wieder den Kopf, dieses Mal mit tödlichem Ausgang. Er starb mit nur 42 Jahren.

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Bob Cartwright konnte kaum fassen, wie haarscharf er im Oktober 2006 dem Tod entronnen war. Sein Freund Tyler Stanger hatte ihm einen Platz in seinem kleinen Flugzeug angeboten, um sich in New York ein Baseballspiel der Yankees anzusehen. Stanger und der Yankees-Pitcher Corey Lidle waren auf der Stelle tot, als besagtes Flugzeug in ein Wohnhaus in Manhattan krachte. Nur einen Monat später nutzte Cartwright eine Mitfluggelegenheit mit zwei anderen Freunden. Der Flieger stürzte am Ufer des Big Bear Lake in Kalifornien ab, alle drei Insassen kamen ums Leben.

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