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Dreiunddreißig und das Jahr der Ziege

Vorwort

Die Zahl Dreiunddreißig hat in meinem heutigen Leben eine große Bedeutung und führte im Oktober 2012 eine entscheidende Wende in meinem Leben als schizophrener Mensch herbei.

Die Schizophrenie äußert sich in Panikattacken, Angstzuständen, Verfolgungswahn, akustischen oder visuellen Halluzinationen, Größenwahn und Manien. Ausgelöst wird die Krankheit durch positiven oder negativen Stress. Bei mir war es Beides. Zum Einem Verliebtheit und zum Anderen zu viel Arbeit. Dadurch entwickeln sich bei Betroffenen zu viele Botenstoffe im Gehirn, welche von den gegenüberliegenden Nervenzellen nicht aufgenommen werden können. Es treten aber auch tief betrübte Phasen, Depressionen, auf, meist nach Manien, also Himmel hoch jauchzenden Phasen. In dem Fall fehlen bestimmte Botenstoffe im Gehirn. Ich hatte oft mit Manien zu tun und darauf folgenden Depressionen. Im Übrigen werden die Symptome meiner Behinderung auch unter dem Oberbegriff Psychose zusammen gefasst. Sie kann einige wenige Male auftreten und wieder verschwinden oder chronisch werden, wie bei mir. Allerdings ist die Erklärung mit den Botenstoffen, wie Dopamin und Serotonin, noch nicht hundertprozentig erwiesen.

Nun denn, genug der leicht wissenschaftlichen Erklärungen. Mein Werk soll zeigen, dass auch nach Ausbruch einer psychischen Erkrankung das Leben weiter gehen kann.

Es kann ein langer steiniger Weg werden oder auch relativ schnell gehen. Mein Glück im Unglück war noch, dass meine psychische Behinderung erst kurz nach meinem 35. Geburtstag ausbrach, also Ende Mai 2002. Es führt in dem Alter eher zu einer Verbesserung im Umgang mit dem seelischen Leiden als bei einem Ausbruch in sehr viel jüngeren Jahren. Bis dato hatte ich eine unbeschwerte Kindheit, immer einen Job und die meiste Zeit viel Spaß am Leben. Ab dem ersten Aufenthalt in der Walsroder Psychiatrie änderte sich alles und ich musste mein Dasein komplett neu sortieren. Darauf komme ich in meinem Buch noch zu sprechen und auch, ob meine Bemühungen um ein `` normales `` Leben letztendlich von Erfolg gekrönt waren und bis heute sind. Zunächst möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf eine Reise durch mein Leben ohne die Krankheit mitnehmen, bevor ich das moderne psychiatrische System ausführlich beleuchte. Es gibt hierbei gute und schlechte Einrichtungen und gute und schlechte Pillen. Meine Tabletten sind super. Seinen Humor, die Fähigkeit zu lieben und sich gegenüber Vertrauenspersonen komplett zu öffnen, seine Freunde und einen guten Kontakt zu seiner Familie sollte Frau oder Mann jedenfalls nie verlieren. Vor allen Dingen die Liebe, ja die Liebe, das schönste Gefühl der Welt, kann zur besten Therapie werden. Mehr möchte ich im Moment auch nicht verraten. Viel Spaß beim Lesen meines autobiographischen Erlebnisromans und Ratgebers in speziellen Lebenslagen!!!

Endlich Angekommen

Es war der 17.05.1967, als ich nach einem Kaiserschnitt die Welt erblickte und mit ca. 56 cm Größe und einem Gewicht von ca. 4200 g recht gut gebaut war. Ich erinnere mich kaum bis gar nicht an meine Kindergartenzeit in Hamburg. Meine Mutter erzählte später nur, dass ich gut und gerne gegessen habe. Das trug zu einem perfekten Gedeihen meiner Person bei. Als ich ca. drei Jahre alt war, verließen wir Hamburg und zogen in ein kleines Nest namens Wrist in Schleswig-Holstein. Wrist besteht aus einigen Wohn - und Miethäusern und hat immerhin noch eine Kneipe, eine Tankstelle und einen Landhandel. Vor allem hat Wrist einen Bahnhof und die Gleise verbinden Hamburg mit Kiel mit Zwischenstopp in Neumünster. Später nannte ich es das Tor zur Welt, obwohl Frau oder Mann dies eher von Hamburg sagt.

Aber weiter im Text. Von Wrist aus zogen wir nach Kellinghusen in der Nähe vom schleswig-holsteinischem Itzehoe. Dort verbrachten wir noch zwei weitere Jahre. Zwei Dinge überlebte ich glücklicherweise. Zum einen den Unfall mit einem Auto und zum anderen den Sturz von der Steintreppe unseres damaligen Nachbarn. Am Ende des üppigen Grundstücks unseres damaligen Mietobjekts befindet sich der große Rensinger See und gleich dahinter der Fluss Stör. Wir lebten in der Altbauvilla im kompletten Erdgeschoss. Alles in allem eine schöne Ecke. Ich liebte die Zeit, wenn mein Vater mit mir bei gutem Wind den Drachen steigen ließ. Auch liebte ich mein Meerschweinchen, das leider einige mit ihm mit meinen Händen veranstaltete Saltos nicht überlebte, but I was still alive and my red haired and older brother too. Doch bevor wir weiter ins Englische abgleiten, nenne ich noch zwei Sachen, die ich an diesem Ort liebte. Den Quittenbaum, aufgrund seines großen Ertrags, dessen Früchte meine finnische Mutter in gesüßtem Essig einlegte und lecker mit Zimt würzte und den kleinen Kaufmannsladen um die Ecke, in dem ich mir manchmal etwas Süßes kaufen durfte.

Dann fingen meine geliebten Eltern im etwa drei Kilometer entfernten R. an, ein Haus für uns alle zu bauen. An die Bauzeit erinnere ich mich noch ganz gut. Wir hatten damals, nachdem der Keller und das Dachgeschoss standen, einen Maurer engagiert, der es schaffte, während der Arbeit, eine Kiste Holsten zu trinken. Natürlich hätte es auch eine andere Sorte sein können, aber er liebte Holsten. Trotz dieses immensen Konsums leichter Alkoholika, schaffte er es, perfekt zu mauern. Es war Routine für ihn, so wie auch viele andere von uns in der Lage sind, in einem oder mehreren Bereichen routiniert zu arbeiten und jede oder jeder Erwachsene von uns sollte auf jeden Fall nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben. Bei allem, was kommt, wie z.B. Krieg, Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Tod, der Tod gehört zum Leben, Geburt, Hochzeit, Taufe, Konfirmation, der Erste Sex etc., etc., etc., das Leben lohnt sich, wenn sie oder er auch den Sinn erkennt.

Wie auch immer. Die Baustelle war für uns Kinder eine aufregende Angelegenheit. Wir sahen Bagger, Kräne, viele Helfer und Anlieferungen von Material. Ein reges bzw. lebhaftes Treiben. Nach und nach entwickelte sich unser eigenes Heim vom Keller bis zum Dach zu einem rundum schönen Haus mit ausreichend Platz. In einem der Kellerräume errichtete mein Vater eine finnische Sauna mit Duschbereich. Im Erdgeschoss entstand ein weiteres Badezimmer neben der geräumigen Küche. Im Erdgeschoss entwickelten sich noch neben dem großen Wohnzimmer der L - förmige Flur und ein weiteres Zimmer gen Süden ausgerichtet. Im Obergeschoss entstanden noch drei weitere Zimmer. So hatten in Zukunft alle genügend Lebensraum und der tausend Quadratmeter große Garten sollte viel Raum zum Spielen bieten. Dort baute mein Vater noch ein Carport mit zwei Pkw - Stellplätzen. Unser Traum mit dem Haus auf dem Hügel wurde perfekt und wir hatten Ausblick auf das Flusstal. Später wurde die Sicht durch nachfolgende Häuser versperrt.

Zwischen dem Spielen

Der sogenannte Ernst des Lebens begann bei mir 1974 mit dem Beginn der Grundschulzeit. Ich mochte unsere kleine Dorfschule und fühlte mich unter meinen Mitschülern wohl. Es machte mir nie etwas aus, in der kleinen Gruppe von Mitschülern zu verweilen und den Worten unseres einzigen Lehrers, Herrn Q., zu lauschen. Spielerisch beherrschte ich alle Unterrichtsfächer. Nach der Schule spielte ich oft und gerne allein mit meinen Autos im Sand und baute mir Straßensysteme. In den Sommerferien ging es dann endlich wieder nach Finnland, der Heimat meiner Mutter. Mein Bruder und ich freuten uns riesig darauf. Allein die Fahrt über Dänemark und Schweden war jedes mal ein Abenteuer. Im finnischen Sommerhaus, nach der herzlichen Begrüßung unserer Großeltern, angekommen, begaben Gerry und ich uns an den traumhaften See und genossen den Ausblick. Ansonsten angelten, ruderten wir oder spielten irgendein Spiel. Unser liebstes Spiel bestand darin, Geldstücke auf die nahegelegenen Gleise der Bahnstrecke zu legen, um sie platt fahren zu lassen. Der erste Sommer nach meinem ersten Schuljahr verging wie im Flug. Ich glaube, es war auch der finnische Sommer, in dem ich vom Bootssteg fiel und kurzfristig die Unterwasserwelt als Nichtschwimmer betrachtete und mein Bruder mich an den Schultern herauszog. Ein heftiges, aber auch lehrreiches Erlebnis, da ich ab diesem Zeitpunkt vorsichtiger auf den Holzbohlen spielte.

Kaum ein Sommer war so abenteuerlich wie dieser und warm war es noch dazu. Nach der Rückkehr nach Deutschland ging es kurze Zeit später mit dem Schulalltag weiter. Es entwickelte sich sehr gut für mich, weil ich mit dem Unterrichtsstoff keine Probleme hatte. Ab und zu gab es in den Pausen warmen Apfelkuchen, gebacken von der Frau des Schuldirektors. Alles in allem beinhaltete die Schule keine große Belastung, bis ich nach dem zweiten Schuljahr, die Schule wechseln musste, denn die Dorfschule wurde aufgelöst. Ein echtes Kleinod wurde vernichtet. Einfach so.

Die Konsequenz war, dass ich in eine viel größere Schule mit deutlich größeren Klassen kam und von Anfang an irgendwie unterging, da ich eher schüchtern war und die Menge der Mitschüler mir Unbehagen bereitete. Ein neues, anderes Leben lag vor mir. Den größten Ehrgeiz legte ich beim Sport an den Tag. Detlev, ein weiterer Bewohner von R. und Mitschüler, begann schon mit den Mädchen zu flirten. Mich interessierte das herzlich wenig, da ich erst einmal mit dieser Menschenmasse zurecht kommen musste. Meine Zensuren verschlechterten sich. Da ich nach jeder geschriebenen Arbeit, eine Unterschrift von einem Erziehungsberechtigten, in diesem Fall meine Mutter, brauchte, fälschte ich diese bei den schlechten Arbeiten, was leider aufflog, so dass ich manchmal nachsitzen musste.

Trotz allem bekam ich eine Empfehlung für die Realschule. Langsam hatte ich mich an die Klassengrößen gewöhnt und kam auch im Unterricht wieder mit. Besonders Englisch gefiel mir. Sport nahm ich eher als gegeben hin, weil ich mich in meiner Freizeit schon viel beim Fußball bewegte. Die Zeiten mit Cowboy und Indianer spielen war langsam vorbei, denn die Hausaufgaben beanspruchten ja auch noch einen Teil meiner Freizeit. Ich widmete mich der Angelei wie schon in den finnischen Sommern. Beim Fußball stand ich immer im Tor, da ich dort mit hervorragenden Leistungen glänzte.

Kommen wir nun zum Thema Mädchen. Die interessierten mich als erstes gar nicht sonderlich. Ein Mädchen aus unserem Dorf, Bettina, mit der ich vorher gerne Indianer spielte, befasste sich plötzlich intensiver mit mir. Sie erschien sogar in meinem Elternhaus. Dann wollte sie unbedingt zum Angeln mitkommen und ich fragte mich mit ca. dreizehn Jahren, warum ich das tun sollte. Also ließ ich meine erste vermeintliche Freundin im Regen stehen und ging weiter alleine zum Angeln.

Die Jugendzeit

Mit vierzehn Jahren hatte ich einen heftigen Alkoholabsturz nach dem Genuss von elf Flachmännern im Elternhaus von Ralfs Eltern, einem anderen Dorfjungen. Da er selbst sturztrunken war, machte es ihm nichts, als ich kurzfristig, noch bevor mein alarmierter Vater eintraf, den Garten der Nachbarn seines Elternhauses verwüstete. Ich fiel für ca. vier Tage in der Schule aus. Danach trank ich zwei Jahre nichts. In der Schule zurück verlief alles ganz gut. Ich merkte, dass ich bei den Mädchen ganz gut ankam und als ich ca. 15 Jahre alt war, machte mir Martina, eine sehr hübsche Mitschülerin, in der großen Pause ein unwiderstehliches Angebot und sagte, zwei weitere Mädchen im Schlepptau :,,Ich möchte mit Dir gehen."

Die Geburtsstunde meiner ersten Beziehung war da, denn ein Nein kam für mich nicht in Frage. Schon am folgenden Wochenende machte ich mich auf den Weg in ihr Zuhause. Mit meinem Fahrrad fuhr ich die drei Kilometer voller Aufregung nach Kellinghusen. Ein großes gelbes Haus erwartete mich und ich erklomm die wenigen Stufen bis zur dunkelbraunen hölzernen Haustür. Daraufhin klingelte ich. Nach wenigen Sekunden öffnete Martina und ließ mich eintreten. Schüchtern betraten wir wie scheue sich zart beäugende Rehe die große Stube des Hauses und setzten uns aufs geräumige Sofa. Erst fielen uns ein wenig die Worte als wir fast keusch nebeneinander saßen. Doch dann packte mich der Übereifer und ergriff das Wort, indem ich um ein Blatt Papier bat und einen Bleistift. Sie stand auf und brachte mir die gewünschten Dinge. Ich bot ihr an, ihr etwas zu zeichnen. Sie freute sich sehr, glaube ich zumindest. So legte ich los und malte ihr eine Hafenlandschaft. Ich hoffe, sie war damit zufrieden. Ich für meinen Teil war hoch zufrieden, das der Bann gebrochen war und eine persönliche Ebene geschaffen wurde. Der Nachmittag ging schnell vorbei und ich machte mich auf den Rückweg, da ich zum Abendessen zu Hause sein sollte. Zum Abschied sagten wir nur einander Tschüss und grinsten. Ich war das erste Mal in meinem Leben anders glücklich. Ein gutaussehendes Mädchen interessierte sich für mich. Das Gefühl war nicht komisch, es stellte sich nur ein Gefühl der Erleichterung ein. Plötzlich waren nicht nur meine Eltern und meine zehn Jahre jüngere Schwester und mein fast zwei Jahre älterer Bruder, der Rest der Familie und meine männlichen Freunde da, nein es gab diese anfangs fremde weibliche Person, die mich mindestens zwei Köpfe größer werden ließ, obwohl ich damals nur knapp über 1,60 Meter groß war.

Meine besorgte Mutter ging deswegen eines Tages mit mir in die Uniklinik nach Kiel, um mich dort untersuchen zu lassen. Die Ärzte stellten nur eine langsame aber keine Unterentwicklung fest und vermuteten ein Wachstum auf bis zu 1,80 Meter, was später auch eintrat. Mir war es nur peinlich, dass ich noch keine Scham Behaarung besaß. Wir machten, planten noch, mit der Klasse eine Fahrt nach Sylt in eine Jugendherberge mit Gruppenduschen und Gruppenzimmern, mir graute es aufgrund meiner sexuellen Unterentwicklung davor. Der Gedanke, dass Klassenkameraden schon Scham Behaarung hätten haben können und ich nicht, machte mich leicht verrückt, doch zuvor genoss ich die Zeit mit Martina. Sie hatte schon einen sehr gut entwickelten Körper mit üppigen Brüsten. Einmal stand sie in ihrem Zimmer nach vorne gebeugt und sich mit den Händen auf der Fensterbank des Dachfensters abstützend, um sich die Sterne anzuschauen. Ich stand direkt dahinter und in meiner Phantasie entwickelte sich die Idee, ihr von hinten mit den Händen über den schlanken Bauch zu gleiten und ihre Brüste sanft zu erfassen und zu streicheln, aber ich traute mich nicht, da ich noch keine Schamhaare besaß und eh nicht gewusst hätte, wie es hätte weitergehen können, wenn wir uns eventuell nackt gegenüber gestanden hätten.

Ansonsten tat ich alles für sie. Ich nahm es nach einer Weile sogar in Kauf im Dunkeln zurück durch den einen von zwei nächtlichen Wäldern, mit dem Fahrrad zu fahren, um zurück nach Hause zu kommen. In einem der Wälder gab es sogar mal eine Leiche im Auto, abseits der Straße. Eine Stunde bevor der Leichenwagen dort erschien, waren mein Vater und ich dort vorbei geradelt, um eine Fahrradtour zu machen. Wir wunderten uns über das ein Stück von der Straße entfernt stehende rote Auto. Als wir auf dem Rückweg an der Stelle vorbeifuhren, stand dort ein Leichenwagen. Immer, wenn ich nach dem Besuch meiner Angebeteten durch dieses Waldstück fuhr, brach ich mit Sicherheit alle Rekorde, was die gefahrene Geschwindigkeit mit einem durchschnittlichen Fahrrad betraf. Na, ja, so durchschnittlich war es gar nicht. Ich bekam es zu meinem 16. Geburtstag. Wir fuhren dafür extra nach Neumünster. In einem großen bekannten Kaufhaus wollten wir uns, meine Mutter, mein Bruder und ich uns auf die Suche machen. Ich war sehr aufgeregt an diesem Tag, obwohl wir Kinder eh schon verwöhnt waren, da wir mit unseren Eltern in einem großen Haus mit Sauna leben durften und jedes Jahr Urlaub in Finnland machten.

Trotzdem war jede Neuheit bei mir willkommen. Also begaben wir uns auf die Rolltreppe, weil die Fahrräder sich in der oberen Etage befanden. Kurz vor dem Ende der Rolltreppe wollte ich die Strecke verkürzen und rannte los. Dabei kam ich ins Stolpern und fiel mit dem rechten Knie genau in eine der Zacken der Treppenkante. Ich spürte keinen richtigen Schmerz und rappelte mich schnell wieder auf, um dann mit der Suche fortzufahren. Plötzlich meinte mein Bruder zu mir: "Du blutest!" und deutete auf eben mein rechtes Knie. Ich schaute an mir runter und sah das Unglück. Blut drang an einer kleinen Stelle aus meiner blauen Jeans. Danach schaute ich wieder weg und ging noch wenige Schritte. Auf einmal wurde mir schwarz vor Augen und ich kippte langsam um. Jemand fing mich auf und setzte mich auf einen Stuhl. Es war mein Bruder. Als ich erwachte, sah ich besorgte Personen um mich herum, unter anderem auch eine Verkäuferin. Sie gab mir ein Glas Wasser. Kurze Zeit später konnte ich wieder aufstehen. Daraufhin verließen wir das Kaufhaus und begaben uns zu einem Arzt. Dieser desinfizierte die Wunde und klammerte sie, so dass wir uns wieder auf den Weg machen konnten. Jetzt wurde es Zeit, meinen Vater von der Arbeit abzuholen, was wir auch taten. Er war erschrocken über den Vorfall und versprach mir sofort ein sehr schönes Fahrrad. Erneut betraten wir, fast komplett, unsere kleine Schwester war bei Nachbarn im Dorf geblieben, das Kaufhaus und ich suchte mir ein goldfarbenes Markenrad aus. Alle waren wir erfreut und verließen Neumünster Richtung Heimat.

Dort angekommen, besuchte ich sofort meinen besten, direkt gegenüber wohnenden Freund und Schulkameraden Marc, um von meinem ereignisreichen Tag zu berichten. Marc kannte ich noch nicht sehr lange. Er war neu zugezogen, aus Nordrhein-Westfalen. Sein Vater, seines Zeichens Berufssoldat, wurde damals nach Kellinghusen versetzt. Seine Mutter arbeitete als Verkäuferin.

Marc spielte in der kennen lernen Phase auf einer Mauer unseres Nachbarn sitzend mit einem Zauberwürfel stumm vor sich hin, als ich ihn einfach ansprach und ihm vorschlug, mit den anderen Dorfjungen und mir Fußball zu spielen oder wir, er und ich, mal zum Angeln zu gehen. Marc freute sich riesig darüber, da er bis dato niemanden im Dorf kannte und auch keine Geschwister hatte. Ich hieß ihn sozusagen in der Dorfgemeinschaft willkommen. Schnell entwickelte sich eine enge Freundschaft und Marc trat auch dem Kellinghusener Angelverein bei. Beim Fußball standen wir beide gern im Tor. In der Schule blieben wir beide in der siebenten Klasse hängen, weil uns beiden die Gestaltung der Freizeit wichtiger war als die Anfertigung der Hausaufgaben. Mit Martina war schon längst Schluss und mein Freund und ich kamen auf die Idee, einen Mofa Führerschein zu machen. Kam mir ganz recht, da mein schönes Fahrrad mittlerweile Schrott war. Das kam so, weil ich mit einem anderen Freund namens Nils, Gymnasiast von einem Lehrerelternpaar, auf dem Weg zur Disco in Kellinghusen war. Wir radelten gerade bei starkem Regen im Eiltempo, den Kopf nach unten gebeugt, bergab die Lindenstraße in Kellinghusen runter, als ich plötzlich einen dumpfen Schlag auf dem ganzen Körper spürte. An einer unbeleuchteten Stelle am Straßenrand stand ein Auto, welches ich mit voller Wucht rammte. Beide waren wir erschrocken. Zum Glück befanden wir uns auf Höhe einer Kneipe und betraten diese. Alle sahen uns erstaunt an. Nachdem Nils von dem Vorfall berichtete; kam der Wirt auf mich zu und forderte mich sanft auf, mich auf eine der gepolsterten Bänke zu legen. Ein Gast rief zuvor, dass es sich um sein Fahrzeug handele. Schließlich rief der Gastwirt telefonisch einen Krankenwagen. Dieser traf kurze Zeit später mit den Sanitätern ein. Mein Disco Abend war gelaufen und auch der von Nils, da er unter Schock stand. Mit dem Krankenwagen wurde ich ins Itzehoer Krankenhaus gebracht und gleich untersucht. Es war soweit alles okay. Nur Prellungen und einen leichten Schock trug ich davon. Nach dem Wochenende ging es wieder zur Schule. Dort befand ich mich mittlerweile mit sehr gemischten Gefühlen. Das Interesse ging mehr und mehr in Richtung Freizeitgestaltung und weibliches Geschlecht. Meine schulischen Leistungen interessierten mich nicht mehr sonderlich. Nur in Sport, Kunst und Englisch sowie Hauswirtschaft war ich noch mit einer gewissen Begeisterung aktiv. In Kunst malte ich z.B. einen Van Gogh nach, der mir eine eins einbrachte und auch eine von mir bearbeitete Figur aus Ytong ergab das gleiche Ergebnis. Darauf war ich sehr stolz. Nur die Kunstlehrerin bezweifelte damals, dass ich die Figur, einen sitzenden Mann, alleine gestaltet hatte, da ich diese hauptsächlich in Heimarbeit fertigte. Der Lehrerin blieb aber nichts anderes übrig, als mir gerechtfertigter Weise eine eins zu geben.

Was ich noch an der Schule mochte, war der Französisch Unterricht. Nur den Giftzwerg von Lehrerin konnte ich nicht ausstehen. Keiner konnte sie ausstehen. So setzte ich mich eines Tages für alle ein und schoss ihr mit einem Gummiband eine Papier Krampe auf den Hintern. Sie fand heraus, dass ich dies tat. Resultat der Aktion war, dass ich für den Rest der Schulzeit aus dem Unterricht verbannt wurde und in einen Biologie Leistungskurs wechseln musste. Bei einer anderen Aktion gegenüber unserer Religionslehrerin bekam ich in Anführungsstrichen nur einen Tadel. Damals gab es gerade aktuell diese Aufkleber und Buttons mit der Aufschrift "Atomkraft Nein Danke". Ich malte dieses Zeichen auf einem Blatt Papier perfekt nach und schrieb "R....... Nein Danke" drauf. Dieses Blatt Papier hielt ich in der Klasse für jeden sichtbar hoch. Keine witzige Idee, aber damals hatten wir alle Spaß daran. Für meine Klassenkameraden war ich der Held und wurde indirekt gefeiert.

Aber Feiern ist das Stichwort. Das tat ich zu gern und die Kellinghusener Disco wurde zu meiner zweiten Heimat. Mit Marc betrat ich das erste mal diesen Ort. Wir überlegten damals lange, ob wir das Lokal betreten sollten oder nicht. Wir waren gerade mal 16 Jahre alt und kannten solche Musiktempel nur vom Hörensagen. Also betraten wir ehrfürchtig die "Heiligen Hallen" und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Es sah innen aus wie in einem Western Salon und eine große Spiegelkugel drehte sich und glitzerte über der Tanzfläche. Diverse Spielautomaten lockten im hinteren Bereich. Marc und ich setzten uns damals an einen der Tische. Eine Bedienung kam. Ich denke, wir sahen beide noch sehr jung aus, so dass uns die Peinlichkeit, unsere Ausweise vorzeigen zu müssen, als wir ein Bier bestellten, nicht erspart blieb. Trotzdem genossen wir die Zeit. In der Folgezeit hielt ich mich zwei bis dreimal die Woche im High Chaperal auf. Viele Farbige aus der nahegelegenen amerikanischen Kaserne kamen dort hin, so dass viel Soul und Funk aufgelegt wurde. Mir war das ganz recht. Nur gegen Mitternacht wurde Heavy Metal aufgelegt und ein langhaariger Klassenkamerad namens Thorsten begab sich mit Begeisterung auf die Tanzfläche, um headbanging zu betreiben. Gekonnt schwang er seinen Kopf hin und her. Seine langen, schwarzen Haare flogen nur so durch die Gegend. Ein faszinierendes Schauspiel.

Aber kommen wir mal zu den Mädchen. Ich lernte unter anderem die niedliche rothaarige Ina kennen. Sie lebte in einem gut situiertem Haus und ihr Papa fuhr Jaguar. Eines Tages befanden wir uns alleine in ihrem geräumigen Zimmer. Es stellte sich raus, dass ich nicht wusste, wie ich es anstellen sollte, sie zumindest zu einem Kuss zu bewegen. Schüchtern unterhielten wir uns ein wenig, mehr nicht. Gern hätte ich mehr bei dieser schnuckeligen Gymnasiastin erreicht, aber wie? Ina sah ich nach diesem Tag nie wieder. Wahrscheinlich war es besser so.

Wann jetzt genau Ute ins Spiel kam, weiß ich heute nicht mehr. Wir trafen uns häufiger und sie nahm mich auch einmal mit zum Reiten, aber im Grunde habe ich ein wenig Schiss vor Pferden. Ihr zu Liebe schwang ich mich auf ihr Pferd und drehte eine Runde in der Halle. Es war eine schöne Zeit mit Ute, aber ich schaffte es nicht, in ihr Elternhaus zu kommen. Irgendwann war auch mit ihr Schluss. Noch im gleichen Winter gab mein Klassenkamerad Rudi eine Party auf dem Bauernhof seiner Eltern. In dem Hof befand sich auch ein Gasthof. Schön und gut. Als ich eintraf, waren schon viele Schülerinnen und Schüler meiner Klasse dort. Unter anderem auch die sexy Claudia, die Tochter unserer Nachbarn. Na ja , was soll ich sagen, der Alkoholpegel stieg im Laufe des Abends und ich küsste mich das erste Mal in meinem Leben. Mit Claudia. zusammen verließen wir gegen 23.00 Uhr das Gehöft. Kaum einer bekam dies mit. Wir hatten auch keine Mitfahrgelegenheit organisiert und es lagen ca.6 bis 7 km vor uns, bei Minusgraden, doch das war uns egal. Nach kurzer Zeit verließen wir die Straße zur linken Seite hin und krochen hinter einen kahlen Busch. Kaum eine Sekunde verging ohne Zungenkuss. Dieser Spaß verging, als wir plötzlich Rudi von der Straße aus nach uns rufen hörten. Er war verständlicher Weise besorgt, weil wir zu Fuß die Party in die Kälte verließen. So ließen wir uns ohne großen Widerwillen von seiner Mutter nach R. fahren, aber nicht bis vor die Tür, sondern bis zur einzigen Telefonzelle an der Hauptstraße neben der Einmündung zum Taterberg. Claudia und ich wollten weiter knutschen und ich kann mich gut daran erinnern, dass sie traumhaft weiche Lippen hatte. Nun gut. Wir verabschiedeten uns von Rudi und seiner Mutter und erklommen den Taterberg in westlicher Richtung. Zuerst kamen wir am Eichenweg , meiner damaligen Heimat, vorbei. Dann folgte die Gartenstraße, Claudias damalige Heimat. Auch an ihr zogen wir vorbei, denn wir konnten zu dieser nächtlichen Stunde auf keinen Fall zu ihr oder zu mir. Unsere jeweiligen Eltern wären bestimmt wach geworden und dann wäre es mit dem wilden Küssen vorbei gewesen. Das wollten wir beide nicht. An der Ecke Kastanienallee/Taterberg befand sich gegenüber eine Parkbank, die wir schnell erreichten. Dort setzen wir uns nebeneinander und ich glitt mit meiner linken Hand über ihren Schoß. Sie ließ mich gewähren. Es entwickelte sich trotz der Kälte eine enorme Hitze bei uns. Schließlich durfte ich ihre Hose öffnen und unter ihren Slip fassen. Ihre zarte Haut war warm und ich spürte ihre Schamhaare unter meinen Fingern. Ich glitt weiter runter, während sich unsere Zungen in unseren Mündern begegneten und umschlangen. Mein Atem wurde schwerer und schwerer und mein Mittelfinger erreichte ihre wohltemperierten Schamlippen. Meine Erektion hatte ihren Höhepunkt erreicht und meine Hose drohte zu platzen. Okay, ist jetzt ein bisschen übertrieben und zu schmutzig möchte ich jetzt auch nicht werden. Kurz um, Claudia und ich hatten halt spitzen mäßiges Petting. Irgendwann gingen wir schließlich in unserer jeweiliges Zuhause. Mich machte der Abend sehr glücklich, obwohl wir uns, als wir uns den Montag danach am Schulbus begegneten, neutral begrüßten. Es gab keine Beziehung. Sozusagen mein erster One – Night - Stand mit Softsex.

Mittlerweile war ich 17 Jahre alt und befand mich zum wiederholten Mal in der neunten Klasse. Es stand zum Ende des Schuljahres eine Klassenfahrt nach Menzenschwand im Schwarzwald an. Die Übernachtungen fanden in einer Jugendherberge statt und die Mädchen bekamen einen eigenen Trakt. Nur eine verschlossene Tür trennte uns vom weiblichen Geschlecht. Wie dem auch sei. Mit zwei Mitschülern machte ich mich auf den Weg, das Dorf zu erkunden. Es gab einen Kaufladen und einige Restaurants und Kneipen. Der Ort war umgeben von Bergen. Nun dachten wir , dass es dort im Süden nur Dünnbier mit geringer Wirkung gab. Also kehrten wir in eine Kneipe ein, um diesem Mythos nachzugehen. Das Ende vom Lied war, dass wir irgendwann sturzbetrunken in unsere Unterkunft zurück kehrten. Besoffen wie wir waren, brachen wir die Tür zu den Mädchen auf und stürmten deren Gemächer. Die Mädels begrüßten es. Ich lag kurze Zeit später im Bett, im eigenen. Mir war extrem übel, so dass mir das weibliche Geschlecht egal war. Hinzu kam, dass unser Klassenlehrer, Herr P., wütend in unserem Flur auftauchte und unverzüglich alle ins Bett schickte. Am nächsten Tag überlegte Herr P., einen Klassenkameraden und mich als vermeintliche Hauptanstifter nach Hause zu schicken, doch er ließ Gnade vor Recht ergehen und wir waren erleichtert. Schließlich war diese gemeinsame Fahrt und das Zusammenleben in der Herberge für uns alle ein großes Ereignis. Die Mädchen hatten es uns Jungs sehr angetan. Jeder von uns war um weibliche Kontakte bemüht. Ich war am Tag nach dem Saufgelage mit einem Klassenkameraden und drei Mädchen abends im Ort unterwegs als es sich plötzlich ergab, dass eine rothaarige Klassenkameradin und ich Arm in Arm die Straße entlang wanderten. Ich spürte den Speck um ihre Hüften und erwähnte dies ihr gegenüber auch. Also gingen wir auf einmal nicht mehr Arm in Arm. Ist ja auch verständlich. Am dritten Tag knutschte ich abends mit einer Anderen aber Schlanken in einer Bushaltestelle herum und streichelte ihre super zarten Brüste. Dann ging die Affäre mitten vor den Augen des Herrn P. im Gemeinschaftsraum der Jugendherberge weiter. Wir knutschten extrem wild und ich hatte Schwierigkeiten meine Erektion vor den Augen der anderen zu verbergen. Das ging solange, bis unser Klassenlehrer uns in unsere getrennten Betten schickte. Aus die Maus! Am vierten Tag unseres Daseins in Menzenschwand lernte ich unerwartet eine schnuckelige Dorfbewohnerin kennen. Mit ihr verschwand ich kurzerhand auf den Hang eines Berges. Es dauerte nicht lange und wir lagen dicht nebeneinander im Gras. Noch kürzere Zeit später küssten wir und streichelten wir uns wild. Dann erreichte meine rechte Hand ihren linken Oberschenkel und ihre Wade als sie im Schwarzwälder Dialekt sagte:" Net die Haxen!". Damit hatte ich nicht gerechnet und meine Erregung ließ plötzlich nach und wir gingen später, nach der Einnahme eines Bierchens in einer Gaststätte, friedlich auseinander. In meiner Heimat hatte ich noch eine Liebelei mit einer rothaarigen Teenagerin. Sie war okay und besaß ein Kleinkraftrad. So waren wir mobil. War nicht verkehrt. Das ganze hatte nur einen Haken. Sie war die Ex eines aggressiven Skin Heads. Ich hasse diese braunen Wichser, aber sie waren deutlich in der Überzahl als sie mir eines Abends vor meiner Stammdisco auflauerten, um mir eventuell körperliche Gewalt zukommen zu lassen, da ich ein leichtes Stelldichein mit der eigentlichen Ex - Skinbraut hatte. Zumindest wollte mir der Ex der Rothaarigen und seine Truppe gerade klar machen, dass ich das Mädel in Ruhe zu lassen hätte, als ich mich entschloss die Beine in die Hand zu nehmen und zu flüchten. Mann war ich schnell! In einiger Entfernung hinter mir hörte ich das Getrampel der Springerstiefel. Aber wohin? Die Polizeistation war nicht besetzt, da es schon spät war. Aber dann sah ich die Leuchtreklame der italienischen Eisdiele. Sie hatte noch auf. Erleichtert sprintete in diesen Zufluchtsort und bat den italienischen Ladenbesitzer völlig außer Atem, meine Eltern anzurufen, nachdem ich ihm die Nummer gab und kurz die Situation schilderte. Vor der Tür lauerten die wütenden Rechten. Vom Besitzer des Ladens erfuhr ich dann, dass meine Mutter sich auf den Weg machen würde, um mich zu retten. Ah, meine Rettung! Und so war es auch, als der rote Nobelschlitten vor dem Eiscafe auftauchte. Ich bedankte mich extrem freundlich bei dem hilfsbereiten Italiener und ging aus dem Laden. Meine Mutter nahm mich in Empfang und geleitete mich zur Beifahrertür. Ich stieg ein, meine geliebte finnische Mama stieg ein und wir machten uns aus dem Staub. Die Neonazis wagten es nicht, uns anzugreifen. Der Eisdielenbesitzer ist für mich bis heute ein Held. Unverantwortlich finde ich es, dass bis heute nicht alle Polizeistationen rund um die Uhr besetzt sind. Ging aus diesem Grunde damals fast in die Hose und es war Schade um die süße Rothaarige, aber nach dem Erlebnis ließ ich die Finger von ihr.

Aber jetzt sei an dieser Stelle erwähnt, dass Sie denken könnten, dass ich eine Art Casanova bin, aber das ist nicht so. Ich war jung und wollte mir die Hörner abstoßen, normal. Bis dato hatte ich ja noch nicht mal richtigen Sex. Wenn ich heute höre, also 2015, dass teilweise 14 jährige Mädchen von etwa gleichaltrigen Jungs geschwängert werden, war ich damals ein Waisenknabe. Aber bleiben wir bei meinen Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht. ich blieb ohne Sex bis ich knapp über 18 Lenze erreicht hatte. Ilse tauchte in meinem Leben auf. Wir lernten uns bei Freunden in Bad Bramstedt kennen. Sie war Gymnasiastin. Kein absoluter Traum, aber irgendwie niedlich. An dem Tag befanden wir uns in einem riesigen Haus einer Freundin meines Freundes Nils. Der Vater dieser Freundin war Architekt und hatte diese ehemalige Privatklinik gekauft. Abends legten wir uns dann gemeinsam und nebeneinander in das große Bett des elterlichen Schlafzimmers, um von dort aus den Film "The Wall" von Pink Floyd über Video anzuschauen. Wir hatten schon eine Weile diesen genialen Film gesehen als Ilse und ich uns plötzlich in die Augen schauten und begannen, uns zu küssen. Mit Unterbrechung ging diese Aktion den restlichen Film über weiter. Tage später trampte ich dann zu Ilse in ihr Elternhaus. Wir setzten uns vor den Fernseher und schauten Arm in Arm mit gelegentlicher Küsserei verbundenen fern. Wir waren glücklich. Irgendwann im Laufe des Tages eröffnete sie mir, dass sie mit mir schlafen möchte. Ich war verblüfft und aufgeregt zugleich. Mir stand der erste Sex bevor. Eine Woche später war ich wieder bei ihr und ihre spießigen Eltern waren nicht anwesend. Über ihre ältere Schwester hatte Ilse die Pille besorgt, also konnte dieses einmalige Ereignis gestartet werden, Aktion erster Sex. Genauere Beschreibungen lasse ich jetzt mal außen vor. Auf jeden Fall waren wir beide endlich entjungfert. Als wir uns abends zusammen in der Kellinghusener Disco befanden ‚meinte sie nur, dass sie unten herum Schmerzen hätte. Ist wohl so beim ersten Mal oder mein bestes Stück ist zu groß. Verzeihung, das war jetzt schmutzig, obwohl Sex eine natürliche Sache ist und zum Leben gehört wie Essen und Trinken und wenn es keinen Spaß machen würde, hätten wir Menschen uns logischerweise nicht vermehrt. Außerdem gibt es eben Größenunterschiede beim männlichen Penis. Ilse war halt noch eng. Wären wir länger zusammen geblieben hätte sich ihre Vagina ja noch geweitet. Doch dazu kam es nicht, denn ca. drei Wochen später war aus mir unerklärlichen Ursachen Schluss. Vielleicht gefiel ihren Eltern die Tatsache nicht, dass ich "nur" Realschüler war und Ilse ließ sich davon beeinflussen. Reine Spekulation. Ab und an sah ich sie noch in meiner Stammdisco High Chaperal, aber irgendwann nie wieder. Also freue ich mich einfach an dieser Stelle für diese sexuelle Befreiung. Besser damals mit ihr als nie.

Die Lehrzeit

Alles in allem gab es bis zum Ende der Schulzeit keine Frauengeschichten mehr. Entscheidend war nur, dass ich letztendlich versäumt hatte den schulischen Stoff ausreichend zu lernen. Eine fünf zu viel, brachte mir schließlich nur ein Abgangszeugnis, gleichbedeutend mit einem Hauptschulabschluss, ein. Nun hielten meine Eltern trotzdem zu mir und machten mir auch keinen Vorwurf. Zum Abschlussfest hätte ich aufgrund der Tatsache, dass ich schon 18 Lenze zählte, mit dem Auto kommen können. Ich war halt alles in allem der Älteste Schüler der Realschule Kellinghusen bevor ich abging. Trotz dieser eigentlich schlechten Voraussetzungen für den Start ins Berufsleben bekam ich einen Ausbildungsplatz als Industriemechaniker in Neumünster, denn mein Vater, der im gleichen Ort in einer anderen, erheblich größeren Firma, seinem Job nachging, drehte an der Vitamin B Schraube, ließ also die Kontakte bzw. Beziehungen spielen und organisierte mir glücklicherweise diese Lehre, zumindest sah ich das damals so. Fakt ist letztendlich, dass ein vermeintlicher, wenn man nach der Schullaufbahn geht, Dummkopf, wie ich, doch noch was erreichte. So schien die Welt perfekt. Mutter Hausfrau, Vater Betriebsmittelkonstrukteur, ältester Sohn Student für Russisch und Slawistik und das Nesthäkchen, Birte, mit Erfolg in der Grundschule.

Na ja, wie sich das entwickelte, stelle ich noch ausführlich dar. Wichtiger ist zunächst mein Weg zum Führerschein, dem Weg zur Freiheit auf vier Rädern, denn bis dato war ich auf meine damalige Mofa oder auf meine Eltern angewiesen, um kürzere oder längere, bis sehr lange Fahrten zu machen. Ich bin mir heute nicht mehr sicher, ob es ein Geburtstagsgeschenk meiner Eltern sein sollte oder, ob sie mir den Führerschein eh bezahlt hätten. Die Kohle dafür war jedenfalls da und das Abenteuer Fahrschule konnte beginnen. Durch die Schwarzfahrten nach Feierabend mit meines Vaters rotem Saab auf Schleichwegen und später auch Landstraßen hatte ich bereits Fahrpraxis und beherrschte zumindest Papas Auto. Dann kam der Tag der Wahrheit. Die erste Fahrstunde . Es war ein weißer Golf Diesel, der mir die Chance zu mehr Selbstständigkeit eröffnen sollte. Mir war die Marke relativ Wurst, obwohl mir der Porsche des Fahrschulleiters besser gefallen hätte. Soweit ich weiß, hatten später die Lieblinge des Chefs, das Privileg erhalten, eine Autobahnfahrt mit seinem Sportwagen zu machen. Ich gehörte eben nicht dazu. Was soll ´ s. Sich in Bescheidenheit ergebend, pflanzte ich mich mit meinem knackigen Hintern nach einem aufgeregten Öffnen der Tür in die Wolfsburger Stoffsitze. Der Fahrlehrer, ein freundlicher, bartloser Mittvierziger, nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Die erste Frage seinerseits an mich war, wir waren per Du, " Na, bist Du schon mal gefahren?" Erschrocken, wegen der Frage nach etwas Verbotenem und doch irgendwie stolz wegen der Spitzenausbildung durch meinen geliebten Vater, antwortete ich doch irgendwie gelöst: " Ja, mit dem Wagen meines Vaters." Mein Fahrlehrer meinte daraufhin nur: "Dann kennst Du Dich ja aus. Lass uns losfahren!"

Gut, an einer Kreuzung am Ortsausgang Kellinghusens schaffte ich es tatsächlich, den Selbstzünder beim Anfahren abzuwürgen. Shit happen ´ s.

Kam danach nie wieder vor. Natürlich nervte es ein wenig und meine von mir damals noch nicht so ganz entdeckte Perfektionistenseele litt, aber das Leben ging weiter. Nach und nach beherrschte ich auch die einzelnen Verkehrszeichen durch den parallel verlaufenden theoretischen Unterricht im geräumigen Unterrichtsraum für nach Beweglichkeit auf Rädern lechzenden Weiblein und Männlein der Ausbildungsstätte. Mit Erfolg meisterte ich letztendlich die theoretische Prüfung. Nun sollte nach den Fahrstunden über Land, über die Autobahn oder die Schnellstraße, zwischendurch noch die obligatorischen Einparkübungen, die praktische Prüfung folgen. Vor dieser hatte ich weniger Schiss als vor der Theoretischen und war mir sicher, dass ich locker bestehen würde. Aber es kam anders.

Am Morgen der Prüfung freute ich mich sogar auf die Fahrt unter Kontrolle des Prüfers, den ich nach dem Eintreffen in Bad Bramstedt, dem Prüfungsort und im Übrigen der Ort, in dem mein geliebter Bruder auf das Gymnasium ging, freundlich aber sachlich zugleich begrüßte. Keineswegs waren meine Eltern bis dato je ungerecht zu mir, auch haben sie mich nie geschlagen, selbst für miese Zensuren nicht. Ich befand mich aber meiner damaligen Einstellung und Meinung nach lang genug unter der sanften Kontrolle der Beiden und wollte vor allen Dingen selbstständig und mobil genug sein, um auch andere, selbst ausgewählte Gegenden aufzusuchen. Nicht immer hauptsächlich das High Chaperal, nicht immer nur Kellinghusen und zurück oder trampender Weise nach Bad Bramstedt oder Itzehoe. Nein, dies sollte nach der Überprüfung meiner Fahrkünste, unter Beachtung der jeweiligen Regelungen und Gesetze der Straßenverkehrsordnung, wie zum Beispiel das nicht Überfahren dürfen von Stopp Schildern, ein Ende haben. Vor allen Dingen stand damals der Umzug meines besten Freundes, Marc, nach Kiel an, da er dort eine Ausbildung zum Industriebuchbinder anfangen sollte und sein Vater dort in seiner neuen Dienststelle, in die er versetzt wurde, zukünftig aktiv werden musste. Diese Tatsache hatte ich schon vor Augen und sah mich im Geiste über die Autobahn düsen, um ihn zu besuchen. Ein gutes Argument, die Prüfung zu bestehen. Doch der Grundstein musste am besagten Tag erst gelegt werden. Arrogant wie ich manchmal bin, stieg ich lässig in das Prüfungsfahrzeug. Mein Fahrlehrer und der Prüfer stiegen fast gleichzeitig ein. Der Entscheidungsträger für Erfolg oder Misserfolg stieg wie üblich hinten ein. Vor ihm, auf dem Beifahrersitz, der fahrtechnische Pädagoge. Nun, denn. Der Prüfer bat mich, das übliche Prozedere vor Fahrtbeginn bzw. vor dem Starten des Motors zu vollziehen, sprich Sitzposition, Seitenspiegel und Rückspiegel einzustellen. Fehlte noch das Anschnallen mit dem sogenannten Sicherheitsgurt. Nachdem ich letztendlich locker und flockig diesen leichten Anforderungen Genüge tat, startete ich den Motor der Blechkiste auf Rädern. Nach Ansagen des Prüfers fuhr ich nach und nach, Straße für Straße ab. Erst über Land, über die A7 und abschließend durch die Kleinstadt mit einer dort ansässigen Kurklinik mit gutem Ruf.

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