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Drachengefährten

Celia Williams

Drachengefährten

Gay Romance / Fantasy


Liebe Jessica, liebe Iris, ich möchte hier die Möglichkeit nutzen, euch ganz besonders zu danken. Ohne euch wäre dieses Buch bei weitem nicht so gut geworden. Vielen Dank und ich hoffe, dass ich euch noch öfter so etwas "antun" darf. Eure Celia


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Wichtige Hinweise:

Sämtliche Personen dieser Geschichte sind frei erfunden und Ähnlichkeiten daher nur zufällig.

 

E-­Books sind nicht übertragbar und dürfen auch nicht kopiert oder weiterverkauft werden.

 

Dieses Buch enthält homoerotische Handlungen und ist für Leser unter 18 Jahren und für homophobe Menschen nicht geeignet. Im wahren Leben gilt ein verantwortungsbewusster Umgang miteinander und Safer‐Sex!

 

 

Alle Bände der Drachengefährten-Reihe:

Band 1: Drachenfeuer – Liebe ist universell

Band 2: Drachenglut – Liebe bedeutet Freiheit

Band 3: Drachenhitze – Liebe überwindet alles

Band 4: Drachensiegel – Liebe findet ihren Weg

Band 5: Drachenmagie – Von Liebe erweckt

Band 6: Drachengefährten

Band 7: Drachensohn – Liebe bracht ihre Zeit

Band 8: Drachenzauber – Die Liebe des Magiers

Band 9: Drachenseele – Die Liebe des Bewahrers

Bonusbände: Drachenreise (kostenlos bei allen Shops) und Perlen für den Drachen (bei BookRix lesen)

 

Heraldin und Margot

Wie hatte ihr das nur passieren können? Mit ihren fast fünfzig Jahren hätte sie doch ahnen müssen, dass genau dieser Fall eintreten würde, aber sie hatte blind an das Gute im Menschen geglaubt. Dabei kannte sie ihren Ehemann ausnehmend gut und ebenso seine Schlechtigkeiten. Nun stand sie hier, gefesselt auf einen Scheiterhaufen, und wartete auf ihr Ende. Frust, Angst und Traurigkeit lösten sich in Margot ab. Sie schwankte zwischen diesen zwiespältigen Gefühlen, wie ein Betrunkener über die Straße. Tränen liefen langsam aber stetig über ihre Wangen. Ihr ganzes Leben war ein Albtraum.

Wobei – eigentlich stimmte das nicht, denn sie verbrachte eine wunderschöne Kindheit und Jugend in ihrem Elternhaus. Erst seit ihrer Vermählung lief alles schief. Gutgläubig hatte ihr Vater sie, als sie achtzehn wurde, mit Rigoberth, dem Tuchhändler aus der nächsten Stadt, verlobt. Margot schwebte damals im siebten Himmel. Ihr zukünftiger Gatte hatte eine stattliche Statur und war nur etwas älter als sie selbst. Die Verlobungszeit dauerte nur wenige Monate, da sich die jungen Leute ungeduldig zeigten und die Eltern keine Vorkommnisse riskieren wollten. Direkt nach der Heirat ging dann alles den Bach runter. Ihr Mann und sie verstanden sich nicht wirklich, kamen einfach nicht miteinander aus, zudem fehlte ihnen die Kompatibilität im Bett. Sex mit Rigoberth war grauenhaft. Er nahm keinerlei Rücksicht. Ob Margot erregt war oder nicht, interessierte ihn einfach nicht. Trotzdem beschlief er seine Frau beharrlich, mit dem Ziel für Nachwuchs zu sorgen. Aber jeden Monat setzten bei der schlanken, jungen Frau erneut Blutungen ein, niemals trug der Samen Früchte und Rigoberth wurde immer verbitterter. Im gleichen Maß stieg auch sein Jähzorn an, dem er Luft in Gewaltausbrüchen machte. Anfangs schlug er Möbel und Geschirr kurz und klein, doch nach wenigen Jahren ließ er seinen Frust an seiner Frau aus. Jeden Monat beschlief er sie in ein bis zwei Nächten und prügelte sie, wenn sie anfing zu bluten. Margot dankte Gott, als vor wenigen Jahren ihre Wechseljahre einsetzten, woraufhin die Blutungen dauerhaft endeten. Seither fasste er sie nicht mehr an, außer er hatte schlechte Laune und benötigte eine Möglichkeit sich abzureagieren. Aber zumindest sexuell trat er ihr nicht mehr zu nahe. Mit diesem Schicksal hätte sie sich ja arrangieren können, doch dann kam die alles verändernde Nacht.

 

Margot schreckte aus dem Schlaf auf. Ein brennender Schmerz bohrte sich in die Haut, direkt mittig auf ihrem Schlüsselbein unterhalb ihrer Kehle. Wimmernd krümmte sie sich zusammen und versuchte den Schmerz auszuhalten. Schlagartig verging er genauso schnell, wie er gekommen war. Jedoch wusste die Frau, dass dies nicht einfach eine unerklärliche Begebenheit war. Tief durchatmend stand sie aus ihrem warmen Bett auf und ging, nur beschienen vom hellen Mondlicht, zum Nachttisch. Da sie die Angewohnheit hatte, noch vor dem Sonnenaufgang aufzustehen, hatte sie keine Probleme damit, mit dem Flintstein die kleine Kerze im Halter zu entzünden. Schwach flackerte das Licht und warf gespenstische Schatten an die Wand ihres Zimmers. Langsam, beinahe fühlte es sich an, als hätte ihr jemand Gewichte an die Arme gebunden, schnürte sie ihr Schlafhemd auf und zog den Ausschnitt auseinander. Sie entdeckte genau das, was sie erwartet hatte: Ein kleiner Ring aus blau-schwarzen Flammen mit einem geheimnisvollen Symbol in der Mitte zeigte sich an genau der Stelle, die ihr vorhin solche Pein verursacht hatte. Wimmernd hob sie die Hand und strich sachte mit den Fingern darüber. Natürlich wusste sie, was es damit auf sich hatte. Margots Mutter stammte aus dem Drachenreich, weswegen ihr die Gefährtenerweckung bekannt war. Die Letzte hatte ein Jahr vor Margots Geburt stattgefunden. Natürlich – fünfzig Jahre waren um, also hatten die Drachen das Ritual erneut durchgeführt, wodurch nun auch sie die sichtbare Markierung trug, die sie als Drachengefährtin auswies. Rigoberth würde sie totschlagen. Es war allgemein bekannt, dass Drachengefährten nur mit ihren Feuerspuckern fruchtbar werden konnten. Alle Bemühungen ihres Ehemanns waren von vornherein zum Scheitern verurteilt. Sie hatte dies ganz umsonst Monat für Monat und Jahr für Jahr erlitten. Sie hatte das Gefühl schreien zu müssen. Im gehämmerten Metall betrachtete sie das kleine Symbol und dachte über die Konsequenzen nach. Rigoberth würde sich ihrer auf jeden Fall entledigen. Es blieb nur eine Frage: Wie? Tränen liefen über ihr Gesicht und sie überlegte, was sie tun konnte. Lange dachte sie nach und kam letzten Endes zu lediglich einer Lösungsmöglichkeit: Sie musste fortlaufen und zwar so schnell wie möglich. Wenn ihr lebendig gewordener Nachtmahr erkannte, dass er versehentlich eine Drachengefährtin geehelicht hatte, würde er versuchen, sie auf dem schnellsten Wege loszuwerden. Ihr Tod wäre in diesem Fall gewiss. Sie blies die Kerze aus und kauerte sich nachdenklich auf ihr Bett. Ihre Gedanken rasten. Wie sollte sie es machen? Gleich morgen Abend würde sie sich ein Bündel packen und verschwinden, sobald Rigoberth sich schlafen legte. In der nächsten Nacht hätte sie wegen des Vollmondes immer noch genug Licht, um ihren Weg problemlos finden zu können. Direkt nach Osten musste sie, Richtung Drachengebiet. Hoffentlich kam sie gut voran. Seufzend legte sie sich wieder hin und versuchte zu schlafen, sie würde jedes Quäntchen Kraft benötigen.

 

Doch sie kam in der Nacht nicht sehr weit. Ein betrunkener Wirtshausgänger erwischte sie, wie sie die Siedlung verlassen wollte und schleppte sie kurzentschlossen zu ihrem Heim zurück. Nach der lautstarken Weckaktion durch den Trunkenbold hatte Rigoberth eh schon enorm schlechte Laune und als er erkannte, warum er aus dem Schlaf gerissen worden war, rastete er vollkommen aus. Mit fliegenden Fäusten attackierte er Margot und sie dankte Gott, dass sie bereits beim dritten Schlag bewusstlos zu Boden ging. Die restlichen Prügel bekam sie nicht mehr mit, aber der Schmerz weckte sie am nächsten Morgen. Sie lag zusammengerollt auf dem kalten Küchenboden und ihre Arme und Beine waren zusammengebunden. Hilflos, wie ein Marienkäfer auf dem Rücken, lag sie auf dem Steinboden und versuchte eine Position zu finden, in der sie weniger Schmerzen hatte. Was hatte er nun mit ihr vor? Warum hielt er sie auf diese Art fest? Warum brachte er es nicht einfach zu Ende?

 

Wenig später erhielt sie die Antwort auf diese Fragen. Der Kirchenrat erschien in ihrer Küche und entblößte ihr Dekolleté. Der Kirchenvorstand nickte bedächtig und wandte sich direkt an Rigoberth. „In der Tat, ihr habt recht. Sie trägt ein Drachensiegel. Diese Täuschung ist ungeheuerlich.“

Margot sah blinzelnd zu den Männern auf. Täuschung? Sie hatte es doch gar nicht wissen können. Erst mit dem Erscheinen des Mals kannte sie ihr Schicksal. Noch bevor sie den Mund öffnen konnte, um sich zu rechtfertigen, sprach ihr Ehemann: „Das Verschulden für die Kinderlosigkeit dieser Ehe liegt bei meinem Weib. Mit etwas Ehrlichkeit wäre es nie so weit gekommen. Natürlich hätte ich mich auch niemals mit ihr vermählt, wenn sie verraten hätte, dass sie eine Drachenhure ist.“ Die Stimme Rigoberths klang schneidend und kalt.

Wimmernd erkannte Margot, worauf das hinauslief. Ihr Mann würde es so hinstellen, als verberge sie das Siegel schon ihre ganze Ehe lang. Dass dies absurd war aufgrund der bestehenden Tatsache, dass das letzte Ritual noch vor ihrer Geburt durchgeführt worden war, musste sie den Kirchenmännern begreiflich machen, denn ihr Leben hing davon ab.

„Meine Herren, ich habe nicht…“ Doch weiter kam sie nicht. Ein fester Schlag auf ihre Schläfe schickte sie erneut ins Reich der Träume.

 

Als sie das nächste Mal erwachte, stand sie bereits am Pfahl angebunden und die Dorfbewohner schichteten Brennholz und Reisig um sie herum auf. Einer der Kirchenältesten rezitierte Psalm um Psalm, pausierte nie und ließ auch nicht zu, dass man ihre Rechtfertigungen anhörte. Er übertönte sie gekonnt, sodass Margot irgendwann mit wunder Kehle aufgab. Sie hatte geahnt, dass es so enden würde. Ihr Leben verging auf derart unrühmliche Weise. Traurig erkannte sie, dass sie nicht nur auf extrem schmerzhafte Art dahinscheiden sollte, sondern dazu auch noch vollkommen alleine. Der Aberglaube der Dorfbewohner trug daran die Schuld. Nur ein schlechter Mensch betrog, log, stahl oder mordete. Wenn diese Person aus dem Leben schied, suchte sich der böse Geist eine neue Heimat, einen neuen Wirt und wechselte einfach zum nächsten Menschen, der anwesend war. Dem beugten sie vor, indem niemand hierblieb. Mit einer Harke wurde eine Rille vom aufgetürmten Reisig bis zum Dorfrand gezogen, dann gossen sie Lampenöl in die Furche. Der Henker musste nun nur noch einen Funken am Dorfrand entfachen und der Tod brannte auf sie zu. Hier konnte man wortwörtlich von einem Lauffeuer sprechen. Weinend akzeptierte Margot ihren Tod. Niemand konnte ihr jetzt noch helfen. Wer wusste, wie weit sie mit den Vorbereitungen waren? Wann rasten die Flammen auf sie zu? Jetzt, erkannte die Gefesselte. Die Rille brannte und die Flammen züngelten immer näher. Wütend warf Margot ihren Kopf in den Nacken und schrie gellend ihre Wut und ihre Verzweiflung hinaus.

 

Heraldin flog zurück zur Ältestenstätte. Das Ritual gefiel der Drachendame jedes Mal aufs Neue. Das Spektakel erhellte den Himmel und zauberte wunderschöne Muster aufs nachtschwarze Firmament. Dieses Mal hatte sich ihre Teilnahme an der Erweckung erst in allerletzter Minute entschieden. Als neueste und somit jüngste Drachenälteste hatte sie sehr viele Verpflichtungen, welche eine Menge ihrer Zeit forderten. Trotzdem hatte sie es rechtzeitig zum Steinkreis in der Steppe geschafft. Der Rückflug dauerte etwas mehr als zwei Tage und sie näherte sich zügig der Ältestenstätte. Im Moment wohnte dort nur der Älteste der Alten. Venec zählte mittlerweile mindestens tausend Jahre, genau wusste es niemand, nicht einmal er selbst. Heraldins Aufgabe war es, ihm die Neuigkeiten vom Drachenkönig zu überbringen. Der letzte Drachenkrieg lag noch nicht lange zurück und ein reger Kommunikationsaustausch musste gewährleistet werden. Dieser gestaltete sich oftmals schwierig, da Venec durch eine Kriegsverletzung seine Stimme verloren hatte und somit nicht sprechen konnte. In diesem Jahr übernahm Heraldin die Botenflüge, worauf sie sich freute. Sie lernte gerne neue Drachen kennen und hoffte, dabei auf ihren Gefährten zu treffen. Viele Jahre lebte sie jetzt schon auf dieser Welt und sah bei ihren Artgenossen, die ihren Seelenverwandten gefunden hatten, wie erfüllt solch ein Leben sein konnte. Das wollte sie auch, obwohl sie nicht wirklich erfassen konnte, wie es sich anfühlen würde. Drachen litten unter einer gewissen Gefühlskälte, sie entwickelten nur tiefe und innige Gefühle für ihren Nachwuchs und selbst zur Entstehung desselben benötigten sie keinerlei Nähe oder Zweisamkeit. Die Drachenvermehrung erfolgte asexuell. Der Vorgang beschränkte sich auf einen Austausch von Erbgut, indem ein Drachenweibchen ein Ei legte und ein anderer Drache es in seine Flammen hüllte und so befruchtete. Hier wählten die Drachen immer praktisch und rational aus. Maßgebend waren ausschließlich die Fähigkeiten des Erbgutspenders, das Geschlecht spielte keine Rolle.

Mit weit ausholenden Schwingenbewegungen flog Heraldin über das leicht hügelige Land. Reflexmäßig suchten ihre Augen den Boden nach möglicher Beute ab, sie hatte schon ein wenig Hunger. Dabei fiel ihr Blick auf eine etwas seltsame Szene. Unter ihr stand eine Frau, gefesselt an einen Holzpfahl und um sie herum Brennmaterial aufgeschichtet. Blinzelnd versuchte die Flugechse zu verstehen, was sie da sah. Da erkannte sie, dass durch eine schmale Rille Flammen auf den Scheiterhaufen zurasten. Sie sollte verbrannt werden! Wie konnten Menschen nur so grausam sein? Für einen Menschen war der Flammentod der schlimmste, den es gab. Doch nicht solange ein Drache in der Nähe war! Heraldin setzte zum Sturzflug an. Kurz über dem Scheiterhaufen schlug sie kurz Gegenwind, reduzierte damit rapide die Geschwindigkeit und packte mit den Vorderklauen den Pfahl oberhalb des Kopfes der Angebundenen und riss ihn aus dem Boden. Sachte schloss sie ihre Hinterklauen um den Körper der Frau und trug sie mit sich in die Höhe, weg von den Flammen. Mit raschen Flügelschlägen überquerte Heraldin den nächsten Hügel und setzte zur Landung an, durch den Baumstamm und der daran gefesselten Gefangenen kein leichtes Unterfangen. Sie nutzte hierbei ihre beachtliche Größe, bewegte ihre Flügel fast waagerecht und schaffte es so, zumindest für einen kurzen Moment, auf der Stelle zu schweben. Fest packte sie den oberen Teil des Stamms, rammte ihn in den weichen Untergrund und sprang dann regelrecht nach hinten. Vorsichtig balancierte sie ihr Gewicht aus und senkte sich wieder auf alle viere. Neugierig betrachtete Heraldin ihre mutmaßliche Beute. Der braungelockte Kopf lag nach vorne gekippt auf der schmalen Brust und das Haar ergoss sich bis fast zur Taille. Eine wunderschöne und extrem üppige Lockenpracht. Sanft stupste die Drachenlady die Frau an. Dabei drang ihr ein einladender Duft nach Veilchen und frisch gemähtem Gras in die empfindlichen Nüstern und löste in ihrem Inneren ein wahres Feuerwerk aus. Hitze pulsierte durch Heraldin und Verlangen überwältigte sie beinahe. Mein! Laut schrien ihr Herz und ihr Verstand nach der Gefährtin. Gott sei Dank, sie hatte sie gerade noch rechtzeitig gerettet, etwas später und sie wäre in Flammen aufgegangen. Ein Zittern durchlief den mächtigen Drachenkörper und es kostete sie alles, nicht zusammenzubrechen. Ihre Gefährtin brauchte sie jetzt. Vorsichtig schob Heraldin mit einer Kralle das füllige Lockenhaar beiseite und legte die Fesseln frei. Langsam und mit Bedacht durchtrennte sie die Seile und fing die Menschenfrau auf. Liebevoll bettete sie sie in das trockene Herbstlaub und betrachtete sie. Wellen von Schüttelfrost und Gänsehaut überliefen die schlanken Glieder. Ihre Seelenverwandte fror, dem musste sie unbedingt Einhalt gebieten. Heraldin legte sich direkt neben die Bewusstlose und schob sie mit Hilfe ihres starken Drachenschwanzes fest an ihre warme, geschuppte Seite. Mit stark gebogenem Hals, den Kopf so abgelegt, dass sie ihren Menschen gut im Auge behalten konnte, legte sie sich hin und spannte ihren Flügel über die Ohnmächtige. Seufzend betrachtete sie die Frau, keine klassische Schönheit aber eine interessante Kombination. Ihr langes, lockiges Haar passte perfekt zu der sanft gebräunten und mit Sommersprossen gesprenkelten Haut. Das schlanke Gesicht wurde von einer schmalen, fast schon spitzen Nase und einem ebensolchem Kinn dominiert. Die dunkelbraunen, schmalen Augenbrauen spannten sich, wie sanfte Vogelschwingen, über die geschlossenen Augen. Ein wirklich einnehmendes Gesicht, auch wenn viele es nicht als schön sondern als interessant bezeichnen würden. Der Körper passte zum Gesicht, schlank, langgliedrig und biegsam. Der perfekte Kontrast zu Heraldin. Die Drachenfrau hatte einen großen, amazonenhaften Menschenkörper und ihr langes, glattes und schwarzes Haar mit den blauen Spitzen unterstrich diesen Kriegerinnen-Charakter noch. Sie hoffte, dass ihre Gestalt ihrer Gefährtin gefallen würde.

 

Margot stöhnte. Bei jeder Bewegung pulsierte der Schmerz durch ihre Glieder, aber wenigstens war ihr angenehm warm. Die Wand an ihrer rechten Seite strahlte eine angenehme Hitze ab und durchdrang ihren ganzen Körper. Seufzend presste sie sich noch etwas stärker an das harte Mauerwerk, wobei sie etwas Außergewöhnliches fühlte. Die Wand bewegte sich, zwar nur minimal, aber trotzdem tat sie es. Margot verhielt ganz starr und linste vorsichtig unter den fast geschlossenen Lidern hindurch. Was sah sie da? Es half nichts, sie riss die Augen auf und inspizierte ihr Umfeld. Neugier gehörte zu ihren größten Schwächen, stellte aber oft auch ihre größte Stärke dar. Über ihr spannte sich eine durchscheinende Lederhaut, die von einem solchen blau war, das so dunkel wie Lapislazuli erschien. Ein Blick auf die warme Fläche neben sich offenbarte auch schwarze Schuppen mit ebenso blauen Rändern. Hier lag sie, warm und sicher an die Seite eines Drachen gekuschelt. Wie war es dazu gekommen? Langsam, um keinen zusätzlichen Schmerz auszulösen, drehte sie den Kopf und sah sich um. Ihr Blick wurde von dem des Drachen eingefangen. Wunderschöne, dunkelblaue Augen sahen Margot neugierig an. Die Lippen der Flugechse hoben sich leicht und sie zwinkerte neckend. Sofort fühlte sich die geschundene Frau sicher und wohl. Das Gefühl pulsierte durch ihr Innerstes und breitete sich einnehmend in ihrem Brustkasten aus. Diese so einfache Geste löste das in ihr aus?

„Danke, dass du mich gerettet hast.“ Margots Stimme klang total kratzig, angegriffen vom vielen Schreien. Da sie aber nicht nach Rauch stank, hatten sie die Flammen wohl nie erreicht.

„Gerne, immer doch, Kleines“, erwiderte die Drachendame.

Ah, ein weiblicher Drache, erkannte Margot und lächelte leicht: „Wie heißt du?“

„Ich bin Heraldin. Und du?“

„Margot.“

Dieses eine Wort schickte Wonneschauer durch den großen Drachenkörper und löste eine unbändige Freude in Heraldin aus. Dieses einmalige Geschöpf gehörte zu ihr! Die raue, heisere Stimme reizte ihre Nerven und erzeugte ein wohliges Erschaudern.

„Margot, ein wunderschöner Name! Es freut mich dich kennenzulernen“, antwortete die Feuerspuckerin.

Margots Mund wollte sich stärker zu einem Lächeln verziehen, doch sie zuckte schmerzerfüllt zusammen. Ihre Unterlippe hatte einen Riss und begann wieder zu bluten. Stöhnend leckte die Frau sachte darüber, um den Schmerz zu lindern und sah erneut in die blauen Augen ihrer Gesprächspartnerin.

„Danke, ich freue mich auch, hier bei dir zu sein.“ Welche Freude sie der Drachendame mit diesen Worten machte, konnte sie gar nicht ahnen.

„Erzählst du mir, was passiert ist?“, fragte Heraldin sanft nach.

Margot seufzte traurig, nickte aber bestätigend: „Ich bin verheiratet, noch. Meine Ehe ist oder war ein einziges Desaster. Meine Eltern haben mich mit achtzehn mit Rigoberth, dem Tuchhändler, vermählt. Wir passen aber überhaupt nicht zusammen. Er ist despotisch und sehr bestimmend. Ich hingegen bin neugierig und freiheitsliebend. Wie du siehst, nicht gerade Eigenschaften, die sich gut vertragen. Unsere Unstimmigkeiten gipfelten dann in meinem Unvermögen Kinder zu bekommen. Nach einer gewissen Zeit ließ er mich seinen Unwillen mit seinen Fäusten spüren.“

Hätte Margot in diesem Moment bereits gewusst, dass sie dies alles ihrer Drachengefährtin erzählte, hätte sie sich wahrscheinlich anders ausgedrückt, hätte mehr geschönt und sicher vieles weggelassen. Doch sie wusste es nicht und erzählte daher frei von der Leber weg, wie es gewesen war.

„Mit jedem Jahr wurde es schlimmer und seit ich keine Blutungen mehr habe und zu alt bin, überhaupt Kinder zu bekommen, hat mein Göttergatte nach einer Möglichkeit gesucht, mich zu ersetzen. Dank eures Rituals ist ihm dies nun gelungen. Er hat die Kirchenältesten davon überzeugt, dass ich schon immer das Siegel trage und es erfolgreich verheimlicht habe.“

Mit zusammengebissenen Zähnen lauschte Heraldin dieser Erzählung und malte sich in den schillerndsten Farben aus, was sie mit diesem Heuchler von Ehemann anstellen würde, wenn sie ihn unter die Pranken bekäme. Tief durchatmend beruhigte sie sich und sah wieder konzentriert zu ihrer Gefährtin. „Wie alt bist du, Kleines?“

Margot musste erneut lächeln. Die Drachenlady nannte sie Kleines, dabei war sie so groß wie die meisten Männer. Trotzdem fand sie es einfach süß. „Ich werde in wenigen Wochen fünfzig.“

Heraldin stöhnte geplagt. Wenn das Schicksal gnädiger gewesen wäre oder einfach nur das Timing besser, hätte sie schon vor Jahrzehnten mit ihrer Gefährtin vereint sein können. Sie trennte nur wenige Wochen von der Erweckung von vor fünfzig Jahren. Wäre sie ein paar Wochen früher geboren worden, hätte dies einen riesigen Unterschied für ihr Leben bedeutet, doch ändern konnte man es nicht mehr. Sie mussten beide mit dem Ergebnis leben und nun das Beste daraus machen. „Es tut mir leid, dass du erst jetzt feststellen konntest, dass du zu einem Drachen gehörst. Freust du dich darauf?“

Margot zuckte leicht mit den Schultern und veränderte ihre Lage, schob sich etwas dichter an die warme Seite der Drachendame, suchte unbewusst ihre Nähe. „Es braucht dir nicht leid zu tun, du kannst ja nichts dafür und ich weiß nicht, ob ich mich darauf freue. Ich habe gehört, dass Drachen ihre Seelenverwandten in den Himmel heben, sie hüten und immer zuvorkommend behandeln. Das wäre schon eine enorme Verbesserung im Vergleich zu bisher. Wie ist es, einen Gefährten zu haben?“, erkundigte sie sich bei dem Drachenweibchen.

In Heraldins Kopf herrschte Leere. Sie konnte und wollte ihre Gefährtin nicht belügen, aber wie würde sie es aufnehmen, wenn sie ihr jetzt einfach so sagte, dass sie die besagte Seelenverwandte war. Tief durchatmend schöpfte sie Mut und erklärte leise: „Ich weiß nicht, ich habe meine zweite Hälfte erst vor drei Stunden gefunden, daher kann ich dazu noch nichts sagen.“

Normalerweise konnte man Margot nicht vorwerfen, schwer von Begriff zu sein, aber in diesem Moment, angeschlagen und geschunden, konnte sie einfach nicht die fehlenden Verbindungen herstellen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Blinzelnd sah sie Heraldin an und schluckte. Eine maßlose Enttäuschung rollte über sie hinweg. Wie eine Flutwelle begrub diese Empfindung sie und gab ihr das Gefühl zu ersticken. Krampfhaft blinzelte sie, versuchte die aufsteigenden Tränen zurückzuhalten. Warum störte es sie so sehr, dass diese Drachendame gebunden war? Sie hatte doch gar kein Interesse an einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. „Wo ist dein Gefährte überhaupt? Sollte er nicht bei dir sein?“

Heraldin lächelte sanft und freute sich über den gekränkten und fast schon beleidigten Ton. Margot hatte nicht eins und eins zusammengezählt, schien sie aber schon zu vereinnahmen, zumindest gefühlsmäßig. „Sie. Meine Gefährtin liegt mit heftigen Blessuren unter meinem Flügel und kuschelt sich an meine warme Seite.“

Diese Bombe schlug bei Margot ein wie ein Brandsatz und entflammte all ihre Empfindungen. Angst, Freude, Heiterkeit, Panik und Sorge lösten sich ab, kämpften in ihrem Inneren zu gleichen Teilen. Sie hatte einen weiblichen Drachen vom Schicksal erhalten. Konnte sie damit umgehen? Bisher hatte sie nur Erfahrung mit Rigoberth, doch der zählte nicht. Sie kannte trotzdem nur seine grobe Hand und seine unzulänglichen Zuwendungen. Ängstlich leckte sie sich über die Lippen und sah Heraldin an.

Diese stöhnte leise und meinte mit rauer Stimme: „Bitte, tu so etwas nicht. Ich habe auch Bedürfnisse und du kannst sie im Moment nicht erfüllen. Da stellt sich mir übrigens eine wichtige Frage: Willst du sie irgendwann erfüllen? Ich bin durchaus bereit zu warten.“

Die Frage und die Bereitschaft zu warten verrieten Margot alles, was sie wissen musste. Heraldin verfügte über eine immense Stärke, würde diese aber nie gegen sie richten. Egal, wie ihr Leben mit der Drachenlady aussehen würde, es konnte nur besser sein als ihr bisheriges. Doch Margot beschäftigte noch etwas ganz Anderes. In ihrer Vorstellung fanden Drachen ihre Gefährten immer im passenden Alter, aber sie sah vermutlich Jahrzehnte älter aus als ihre Partnerin, da Feuerspucker bekanntermaßen erst im hohen Alter alterten. Fand diese sie überhaupt attraktiv? „Ich werde sie erfüllen, wenn es mir besser geht. Aber willst du überhaupt, dass es zwischen uns zu Intimitäten kommt? Ich bin alt!“

Ein leises Lachen kündigte Heraldins Antwort an: „Schatz, ich bin zehnmal so alt wie du. Außerdem wirst du, sobald wir verbunden sind, nicht mehr sichtbar altern, sondern im Gegenteil wieder jünger werden. Dein Körper erhält die Straffheit und das Aussehen einer Zwanzigjährigen zurück. Natürlich passiert das nicht über Nacht, sondern in derselben Geschwindigkeit, in der du gealtert bist. Doch für uns Drachen und ganz speziell für mich spielt es keine Rolle. Ich finde dich anziehend und sehr attraktiv, schon jetzt! Wenn ich dir nur zeigen könnte, wie sehr du mich erregst!“

Darüber dachte Margot kurz nach und meinte dann herausfordernd: „Na los, zeig es mir!“ Sie wollte es wirklich wissen.

Heraldin blinzelte. Gott, was hatte sie da nur angeboten. Sie würde sich extrem beherrschen müssen, um nicht über ihre Gefährtin herzufallen. Tief durchatmen und los. Zügig wandelte sie ihre Gestalt und lag nun nackt direkt neben Margot. Blinzelnd sah ihre Menschenfrau in ihr Gesicht und schnappte nach Luft. Gefiel ihr nicht, was sie sah?

Margot schluckte und flüsterte ergriffen: „Du bist wunderschön! So viel schöner als ich.“

Dabei hob sie ihre Hand und strich sanft mit den Fingerspitzen von Heraldins Nasenspitze über den Nasenrücken, über die Stirn, zu den Schläfen und glitt dann mit den Fingern durch das lange, blau-schwarz schimmernde Haar. Groß und athletisch, wie eine Kriegerin, präsentierte sich ihre Drachendame. Ihre vollen, großen Brüste pressten sich an Margots schlankeren und weniger üppigen Brustkorb.

„Nichts ist schöner als du“, widersprach Heraldin und ergriff die tastende Hand. Diese führte sie zuerst zu ihrer üppigen Brust, presste die suchenden Finger auf die steil aufgerichtete und verhärtete Spitze. „Meine Nippel sehnen sich nach deinem Mund, dass du daran leckst, sie fest einsaugst und mit den Zähnen daran knabberst.“

Margot schnappte nach Luft und fühlte irritiert, wie sich ihr Schoß zusammenzog und wellenartige Hitze davon ausging. Dieses Gefühl kannte sie nicht, hatte sie noch nie empfunden.

Heraldin führte die schlanke Frauenhand tiefer und schob die langen, eleganten Finger zwischen ihre heißen, weiblichen Falten. Dort empfingen sie Hitze und Nässe. Das Drachenweibchen schwelgte in ihrer Erregung. Pulsierend ergoss sich ihre lustvolle Gier in ihrem Schoß und sie wünschte sich instinktiv mehr, als sie im Moment bekommen konnte. „Fühlst du mich? Ich bin nass und heiß für dich. Ich sehne mich danach, dass deine Finger mit meinem kleinen Lustpunkt spielen, dass du deine ganze Hand in mein Innerstes schiebst und mir mehr Lust bereitest als alles jemals zuvor.“

Diesen schmutzigen und doch so einladenden Worten konnte Margot einfach nicht widerstehen. Sie drehte sich etwas seitlicher, um mehr Platz zu haben und schob ihre Finger energisch tiefer. Nun rieben ihre Fingerknöchel auf der geschwollenen Klitoris ihres Drachen.

Stöhnend bog Heraldin den Rücken durch und bot sich regelrecht an. Das obere Bein stellte sie auf, verschaffte ihrer Menschenfrau einen besseren Zugang. Gleichzeitig drückte sie ihre Brüste auffordernd heraus.

Diesem Wunsch kam Margot mit einem breiten Grinsen nach. Sie senkte ihren Kopf und lutschte an den dunkelroten Brustspitzen, saugte sie ein und leckte sie lasziv. Dabei rieb sie immer fester über den kleinen Lustknubbel zwischen den heißen, weichen Schamlippen.

Heraldins Körper verspannte sich, der Orgasmus wälzte sich wie ein Flutwelle auf sie zu und überrollte sie, ertränkte sie in ihrer eigenen Lust und ließ sie hemmungslos schreien. Sie ergab sich vollständig der Zärtlichkeit ihrer menschlichen Partnerin.

Margot staunte und triumphierte gleichermaßen. Das Schicksal hatte perfekt gewählt. Noch nie, niemals zuvor, hatte sie etwas Vollkommeneres erlebt oder auch nur gesehen. Heraldin war wunderschön in ihrer Lust und es bereitete Margot ein unbändiges Vergnügen, da sie ganz genau wusste, dass nur sie ihr diese verschaffen konnte. Die Natur hatte die Flugechsen so konzipiert, dass sie Glück, Lust und Partnerschaft nur bei ihren Gefährten fanden. Diese Drachendame gehörte ihr. Ihr alleine!

 

Erschöpft kuschelte sich Heraldin an Margot, genoss die Nachwehen ihres Höhepunktes und fühlte sich rundum glücklich. Blinzelnd sah sie ihre braungelockte Süße an. Wie ging es ihr dabei? Es empfing sie ein liebevolles Lächeln und dazu die Worte: „Ich wünschte, ich wäre gesund und du könntest das Gleiche mit mir tun.“

Sie konnte, doch die Prüderie der Menschen hatte ihre Gefährtin bisher sehr eingeschränkt, daher kannte sie die weiblichen Fähigkeiten nicht. Drachen wussten instinktiv, wie sie ihren Körper einsetzen konnten und das in jeder Hinsicht, im Kampf, bei der Jagd und auch beim Sex.

„Vertraust du mir, Kleines? Ich würde dir auch gerne Lust bereiten“, erkundigte sich die Feuerspuckerin vorsichtig.

Margot nagte ängstlich an ihrer Unterlippe. Sie wollte es auch gerne erleben, aber konnte sie sich so gehen lassen? Doch wenn sie es nicht wagte, würde sie es nie wissen. Also nickte sie resolut. Keine Angst mehr, keine Unsicherheit, so konnte sie nie ihr Potential erkunden.

Heraldin kniete sich über ihre liegende Menschengefährtin und öffnete vorsichtig die Verschnürung ihrer Bluse. Die Mode dieser Zeit kam der Drachendame sehr zugute, denn die modernen Oberteile hatten eine weite Passform und einen tiefen Ausschnitt, der durch eine Kreuzschnürung zusammengehalten wurde. Die Röcke trug man im Moment knöchellang und ebenfalls weit. Die Blusen steckten im Bund und wurden leicht nach oben gezogen, damit sie sich ansehnlich bauschten. Doch der interessanteste Aspekt war die fehlende Unterbekleidung, nichts unter den Röcken und nichts unter den Blusen. Erwartungsvoll zupfte sie das Band aus den Ösen und schob den weiten Ausschnitt auseinander. Die kleinen aber festen Brüste luden regelrecht zum Liebkosen ein. Liebevoll stupste Heraldin mit ihrer Zungenspitze gegen die braunen Nippel, knabberte und leckte daran. Sachte blies sie Luft darüber und ergötzte sich an dem wohligen Stöhnlaut, den ihre Gespielin nicht unterdrücken konnte. Forsch zupften ihre Finger den Rock nach oben und legten so ihren Intimbereich frei. Reflexartig wollte Margot ihre Beine schließen und die Schenkel zusammenpressen, aber Heraldin hatte damit gerechnet und ihr Knie dazwischen geschoben. Verstecken und verbergen – unmöglich. Offen und gut zugänglich lag Margot für ihre Drachenlady da. Sachte und neckend zupfte sie an dem krausen, gelockten Schamhaar und entlockte ihrer Gefährtin ein überraschtes Keuchen. Ja, Schätzchen, das fühlt sich gut an, nicht wahr? Langsam, um Margot nicht zu erschrecken, rutschte sie abwärts und näherte sich immer weiter der heißen Mitte ihrer kleinen Menschenfrau. Bevor diese merken konnte, was sie vorhatte, erreichte sie ihr Ziel. Nachdrücklich spreizte sie die weichen, nassen Schamlippen ihrer Gefährten, hielt mit ihren Schultern ihre Beine offen und leckte genussvoll an dem heißen, geröteten Fleisch. Sie trank den überraschten Aufschrei und ergötzte sich an dem total überraschten Gesichtsausdruck. Ja, das kennst du nicht. Dieses prüde Schwein von Ehemann hat dir nie Lust bereitet. Warte nur ab, was noch kommt! All diese Versprechungen spiegelten sich in ihrem Blick, während sie anfing ihre Zungenspitze über den kleinen, erhabenen Lustknoten tanzen zu lassen.

Margot schrie auf. Oh Gott, noch nie hatte sich etwas so fantastisch angefühlt. Hitze rann durch ihre Adern, sammelte sich in ihrem Bauch und pulsierte dort wellenartig, presste sich scheinbar der liebkosenden Zunge entgegen. Wimmernd bog sie den Rücken und wünschte sich das Ziel zu erreichen, auch wenn sie gar nicht wusste, was sie erwarten würde. Diese Gefühle kannte sie nicht, hatte sie noch nie erlebt.

Heraldin erkannte ganz genau, was in Margot vorging. Dafür würde sie diesen Schlappschwanz von Ehegespons verprügeln. Nachdrücklich schob sie zwei Finger in den engen Lustkanal ihrer Geliebten und bog die Finger leicht aufwärts. Lasziv schloss sie die Lippen um die Klitoris ihrer Geliebten und saugte ganz leicht daran. Wieder züngelte sie aufreizend über das kleine Nervenbündel.

Das Zungenspiel und Penetrieren lösten in Margot den Orgasmus aus. Der Höhepunkt raste durch ihre Nervenbahnen und katapultierte sie in luftige Höhen. Ihr Körper krümmte sich, dann streckte sie sich wieder. Lustvolle Schauer schüttelten ihren Körper. Sie fühlte sich, als würde sie auf einer Welle der Lust dahintreiben und nur Heraldins heiße, aber ruhige Finger in ihrem Inneren hielten sie an Ort und Stelle fest. Blinzelnd öffnete sie die Augen und erklärte mit leiser Stimme aber nachdrücklichen Worten: „Ich gehöre dir. Mach mit mir, was immer du willst.“

Lächelnd blickte Heraldin am Körper entlang nach oben ins Gesicht ihrer Gefährtin und erklärte feierlich: „Und ich gehöre dir. Mach du mit mir, was du willst.“

Ja, sie waren sich einig, ohne Frage. Kein Zaudern, kein Zweifeln, beide fanden in der anderen Heimat, Frieden und Glück. Niemand konnte ihnen das nehmen.

 

Noch in derselben Nacht verbanden sie sich, Blut wurde getauscht und sie schliefen eng aneinander gekuschelt ein. Friedlich schlummerten sie und erwachten erfrischt am nächsten Morgen.

„Deine Verletzungen sehen viel besser aus“, erklärte Heraldin und strich sachte über Margots Gesicht. Die Schwellung war komplett zurückgegangen und der Bluterguss verfärbte sich bereits gelb. Morgen würde man von den Blessuren nichts mehr sehen. Nichtsdestotrotz musste jemand dafür bezahlen und die Drachendame wusste auch schon wer.

„Es geht mir auch viel besser. Ich habe fast keine Schmerzen mehr. Was machen wir nun als nächstes?“ Gespannt wartete Margot auf eine Antwort, doch Heraldin blickte zu dem Hügel in ihrem Rücken.

Natürlich wusste sie, was getan werden musste. Margot war immer noch verheiratet und dieser Zustand musste beendet werden, unbedingt. Sie gehörte ihr und sie teilte nicht, schon gar nicht mit einem solchen Untier. Fest sah sie ihrer Gefährtin in die Augen und verkündete in nachdrücklichem Ton: „Wir werden heute Morgen deinen Ehemann besuchen. Diese Ehe muss geschieden werden.“

Margot schnappte nach Luft und begann vehement den Kopf zu schütteln. Auf keinen Fall, das wollte sie nicht tun. Keine zehn Pferde brächten sie zu Rigoberth zurück!

Heraldin griff die Hände ihrer Menschenfrau und streichelte sanft mit den Daumen über ihre Handrücken. Sie verstand sie ja, konnte es nachvollziehen. Sie war ihm endlich entkommen und nun wollte Heraldin sie zurückschleifen. Seufzend lächelte das Drachenweibchen und erklärte sich: „Du wirst dich niemals frei fühlen, wenn wir nicht einen glatten, sauberen Schlussstrich ziehen. Vertrau mir! Ich werde auf dich aufpassen. Niemand wird dir zu nahe treten oder dir gar Schmerzen bereiten. Bitte, versteh mich doch. Wir werden erst wirklich frei sein, wenn das beendet ist und dazu gibt es nur zwei Wege: Scheidung oder Tod. Soll ich ihn töten?“ Diese Frage wies keine besondere Betonung auf. Heraldin sprach es aus, als fragte sie nach dem Wetter von morgen.

Margot hielt die Luft an und erwiderte den Blick ihrer Drachendame. Machte sie Scherze? Nein, scheinbar nicht. Musste es wirklich sein? Führte daran denn kein Weg vorbei? Ihre Ehe hatte Bestand, solange er lebte und so lange hatte er auch Ansprüche auf sie. Nein, das durfte auf keinen Fall sein. Sie wollte absolut nichts mehr mit ihm zu tun haben.

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