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Dr. Stefan Frank - Folge 2276

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Du bist meine wahre Liebe
  4. Vorschau

Du bist meine wahre Liebe

Als die schöne Wanda lernte, auf ihr Herz zu hören

Uff, ganz schön anstrengend, dieser Yoga-Kurs. Erschöpft lehnt sich die hübsche Anwaltsgehilfin Wanda Obermayer gegen die Wand. Kleine Sternchen tanzen vor ihren Augen, und ihr Herz flattert unruhig in ihrer Brust. Was ist nur mit ihr los? Normalerweise ist sie doch recht sportlich, keinesfalls bringen sie ein paar einfache Übungen an ihre Grenzen. Ob es daran liegt, dass sie privat so viel Stress hat? Immerhin vermutet sie schon seit Wochen, dass ihr Verlobter Benedikt sie betrügt …

Nach ein paar Minuten ist der Schwächeanfall wieder vorbei, und Wanda kann nach Hause gehen. Doch die Herzrhythmusstörungen treten immer häufiger auf und werden jedes Mal heftiger. Zum Glück hat Wanda einen guten Hausarzt: Dr. Stefan Frank. Und der rät ihr, unbedingt auf ihr Herz zu hören – in jeder Hinsicht …

„Es wird auch wirklich Zeit, dass ich mal wieder etwas für meine Fitness tue“, sagte Wanda Obermayer zu ihrer Freundin. „Drei Monate Pause, und ich bin total schlapp.“

Sie zog sich ihren grauen Kostümrock aus und schlüpfte in bequeme Sport-Leggins. Die weiße Bluse tauschte sie gegen ein rosafarbenes, eng anliegendes Funktionsshirt, das ihre schlanke Figur betonte. Die halblangen blonden Haare bändigte sie mit einem blauen Stirnband; weiße Turnschuhe mit einer violetten Luftpolstersohle rundeten ihr Outfit ab.

„Aussehen tust du jedenfalls wie die Fitness-Queen von Grünwald“, fand Jessica Treube, ihre Freundin. „Wenn ich so eine Figur hätte wie du, würde ich mich nicht in dem Yoga-Kurs quälen“, ergänzte sie seufzend.

„Ach, komm schon: Sei nicht so kritisch mit dir.“ Wanda knuffte ihre Freundin neckend in die Seite. „Deine drei, vier Kilo zu viel sitzen doch genau an den richtigen Stellen. Außerdem meckerst du erst über deine Figur, seit der neue Arzt bei dir auf der Station angefangen hat.“

„Quatsch! Das hat mit Dr. Wildgruber gar nichts zu tun“, sagte Jessica und senkte den Kopf, damit Wanda nicht sah, dass sie errötete. „Ich wäre eben gern etwas schlanker. Aber bei dem Schichtdienst im Krankenhaus ist es gar nicht so einfach, auf seine Ernährung zu achten. Du hast es da leichter; immerhin hast du regelmäßige Arbeitszeiten.“

„Normalerweise schon. Aber in der nächsten Zeit werde ich wohl auch häufiger Überstunden machen müssen. Ein neuer Anwalt fängt nächste Woche in unserer Kanzlei an, und mich haben sie dazu auserkoren, ihm so lange zur Seite zu stehen, bis er sich eingearbeitet hat.“

Wanda lächelte geschmeichelt. Sie war seit vier Jahren in der Kanzlei „Broderheim und Partner“ als Anwaltsgehilfin beschäftigt und wurde von den Anwälten wegen ihrer sorgfältigen und effizienten Arbeit hoch geschätzt. Dass sie nun den neuen Anwalt unterstützen sollte, war eine Auszeichnung, auf die sie mit Recht stolz war.

„Was ist denn das für einer? Auch so ein langweiliger Schlipsträger wie die anderen Anwälte?“, fragte Jessica neugierig.

„So genau weiß ich das auch noch nicht. Ich habe ihn bisher nur einmal gesehen. Er ist Anfang dreißig, sieht gut aus, scheint sehr nett zu sein und ist unverheiratet.“

„Du hast ihn nur einmal gesehen und weißt schon, dass er nicht verheiratet ist?“ Jessica schaute erstaunt.

„Na ja, das weiß ich nicht von ihm.“ Wanda grinste. „Ich habe seine Bewerbungsunterlagen gelesen.“

Die Tür zur Umkleidekabine flog auf, und drei junge Frauen traten, laut lachend, ein.

„Los Mädels, jetzt aber schnell umziehen, in fünf Minuten fängt der Kurs an“, sagte die eine und suchte sich einen freien Spint.

„Wollt ihr beide auch zum Yoga-Kurs?“, fragte eine andere, an Wanda und Jessica gewandt.

Die beiden nickten.

„Ihr seid heute das erste Mal da, nicht?“, fragte die junge Frau weiter.

„Nein“, antwortete Wanda. „Wir sind eigentlich alte Yoga-Hasen. Nur in den letzten drei Monaten hatten wir beide so viel zu tun, dass wir es nicht geschafft haben zu kommen.“

„Dann kennt ihr ja schon Sonja, unsere Yoga-Lehrerin. Sie ist wirklich gut, nicht wahr?“

„Sie ist so gut, dass ich noch drei Tage nach dem Kurs Muskelkater habe“, stöhnte Jessica. „Ich hätte nie gedacht, dass Yoga so anstrengend sein kann.“

„Immerhin machen wir ja auch Power-Yoga“, ergänzte Wanda.

Die beiden Freundinnen nahmen ihre Wasserflaschen und gingen in den Übungsraum, in dem Sonja gerade dabei war, für ihre Schüler Matten auszulegen.

„Wie schön, dass ihr auch wieder da seid“, sagte sie erfreut.

„Und wir haben uns fest vorgenommen, ab jetzt wieder regelmäßig zu kommen“, beteuerte Wanda.

„Das ist gut. Seid bitte so nett und helft mir, die Decken zu verteilen“, bat Sonja. „Ich muss noch den CD-Player holen.“

Fünf Minuten später begann der Kurs mit einer Entspannungsübung. Sonja hatte das Licht gedimmt und eine Duftkerze in den Raum gestellt. Als alle Kursteilnehmer auf ihren Matten lagen, stellte Sonja den CD-Player an, und leise, beruhigende Musik erklang.

Mit sanfter Stimme wies Sonja ihre Yogaschüler an, ein Körperteil nach dem anderen zu entspannen und den Stress des Tages von sich abfallen zu lassen.

„So“, sagte sie nach ein paar Minuten. „Ich hoffe, ihr seid alle angekommen und wir können loslegen.“

„Ich wäre fast eingeschlafen“, raunte Wanda ihrer Freundin zu. „Wenn es nach mir ginge, würde ich liegen bleiben.“

„Faulpelz“, raunte Jessica zurück.

In der nächsten Dreiviertelstunde folgte Übung auf Übung. An sich waren die Übungen gar nicht so anstrengend, aber durch das lange Halten einer Position oder die ständige Wiederholung einer Bewegung brach einem dennoch schon nach kurzer Zeit der Schweiß aus, und der Atem ging schwer. Beim „Dreibeinigen herabschauenden Hund“ konnte Wanda nach der zweiten Wiederholung nicht mehr und ließ sich erschöpft auf die Matte sinken.

„Geht es dir nicht gut?“, fragte Jessica besorgt. „Sonst bin ich doch immer diejenige, die schlappmacht.“

„Es ist nichts“, beruhigte sie Jessica. „Ich bin einfach nicht mehr in Form.“

„Zum Abschluss dürft ihr euch noch einmal so richtig entspannen“, kamen endlich die erlösenden Worte von Sonja. „Legt euch bitte auf die Matten, und wer möchte, kann sich eine Decke überlegen.“

Nach dem Kurs setzten sich Wanda und Jessica an die kleine Bar im Fitness-Studio, um noch etwas zu trinken.

„Du bist ganz blass“, stellte Jessica fest. Sie nahm Wandas Hand und tastete nach dem Puls ihrer Freundin. „Was ist los mit dir? Du bist doch sonst immer so fit. Ich kenne das gar nicht, dass du beim Yoga schwächelst.“

„Ach, Schwester Jessica, ich weiß auch nicht, was im Moment mit mir los ist“, witzelte Wanda und überließ Jessica ihre Hand. „Seit einer Woche bin ich ständig schlapp und habe oft Kopfschmerzen. Was sagst du als erfahrene Krankenschwester dazu? Schlägt mein Herz noch?“

Wanda sah lächelnd auf Jessicas Finger, die immer noch ihr Handgelenk umfasst hielten.

„Schwester Jessica kann dich beruhigen. Dein Herz schlägt noch, und sogar regelmäßig. Aber du solltest dich mal durchchecken lassen. Vielleicht brütest du irgendetwas aus.“

Wanda schwieg und blickte düster vor sich hin.

„Was hast du?“ Jessica merkte, dass ihrer Freundin etwas auf der Seele lag.

„Ich glaube nicht, dass ich krank werde. Ich meine, nicht krank so im üblichen Sinne. Mit mir und Beni … ich meine, es ist im Augenblick alles ganz schwierig“, sagte Wanda leise.

„Hat er schon wieder eine andere?“, fragte Jessica schärfer, als sie es beabsichtigt hatte.

Sie war mit Benedikt Specht, dem Lebensgefährten ihrer Freundin, nie warm geworden. Sie hielt ihn für einen Egoisten und Schnorrer. Beni tat nur das, was er wollte. Er lebte von Wandas Geld und arbeitete selten.

Schon zweimal hatte Wanda herausgefunden, dass er sie betrog. Aber immer wieder hatte ihre gutherzige Freundin ihm verziehen, was Jessica gar nicht verstehen konnte.

„Nun? Hat er eine andere?“, wiederholte sie ihre Frage, diesmal nicht ganz so scharf.

„Er sagt Nein.“ Wanda zuckte mit den Schultern. „Aber ich spüre, dass etwas nicht stimmt. Er ist so abweisend zu mir. Ich komme gar nicht an ihn heran. Außerdem sehen wir uns kaum. Wenn er überhaupt nach Hause kommt, dann so spät, dass ich schon schlafe. Und morgens schläft er, bis ich aus dem Haus bin“, klagte sie der Freundin ihr Leid.

„Dann musst du ihn zwingen, mit dir zu reden. So geht das doch nicht“, empörte sich Jessica. „Wo verbringt er denn die Nächte? Was sagt er dazu?“

Wanda lachte bitter. „Wie soll man jemanden zum Reden zwingen, der nicht will?“

„Setzt ihm die Pistole auf die Brust. Sag ihm, dass du dich von ihm trennst.“

„So ähnlich habe ich das schon versucht. Wir sind dann vorletztes Wochenende zusammen weggefahren. An den Ammersee, zum Wandern, um mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Aber das war ganz schrecklich. Ich habe mir den Fuß verstaucht, mir vier Zecken eingehandelt, und Beni hat mich behandelt wie eine Fremde.“

„Was willst du denn von ihm? Liebst du ihn noch?“, fragte Jessica einfühlsam.

„Wir hatten eine so schöne Zeit, die möchte ich wiederhaben“, antwortete Wanda ausweichend.

„Du hast meine Frage nicht beantwortet. Liebst du ihn noch?“

Wanda schwieg und drehte den schmalen Goldring an ihrem Finger.

„Ich weiß es nicht“, antwortete sie rau. „Aber ich kann doch nicht alles einfach hinwerfen. Immerhin wollen wir in einem halben Jahr heiraten!“

Verzweifelt sah sie ihre Freundin an, und Tränen schossen ihr in die Augen.

***

„Herzlich willkommen, Herr Halberstadt. Ich hoffe, Sie werden sich bei uns in der Kanzlei wohlfühlen“, begrüßte der Seniorpartner Franz Broderheim den neuen Anwalt.

„Danke, Herr Dr. Broderheim. Ich bin sicher, dass es mir hier gefällt, und schon ganz gespannt auf die Arbeit“, erwiderte Lasse Halberstadt, und seine braunen Augen funkelten vor Energie.

„Damit Sie sich vernünftig einarbeiten können, stellen wir Ihnen für die ersten Wochen unsere erfahrene Frau Obermayer aus dem Sekretariat an die Seite. Natürlich stehen auch ich und die anderen Partner Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung“, fuhr Dr. Broderheim fort.

Ohne auf eine Erwiderung von Lasse zu warten, betätigte er die Gegensprechanlage auf seinem imposanten Schreibtisch und bat Wanda, in sein Büro zu kommen.

Wanda und Lasse gaben sich höflich die Hand und bestätigten sich gegenseitig, dass sie sich freuten, in der nächsten Zeit zusammenzuarbeiten.

„Gut, wenn Sie im Augenblick keine Fragen mehr haben, dann lassen Sie sich von Frau Obermayer erst einmal durch unsere Räumlichkeiten führen. Sie zeigt Ihnen auch Ihr Büro“, sagte der Seniorpartner und griff schon nach einer dicken Akte, die auf einem hohen Stapel auf seinem riesigen Schreibtisch lag.

Wanda und Lasse verließen das Büro des Seniorchefs, der dies aber gar nicht mehr zu bemerken schien – er hatte sich sofort wieder in seine Unterlagen vertieft.

„Dr. Broderheim wirkt manchmal sehr kurz angebunden, aber das dürfen Sie nicht persönlich nehmen“, riet Wanda. „Er ist einfach nicht der Typ für Smalltalk.“

„Das habe ich bei meinem Vorstellungsgespräch schon gemerkt“, erklärte Lasse lächelnd. „Damit kann ich umgehen. Ich schätze seine fachliche Kompetenz. Schließlich hat er ja als Fachanwalt für Wirtschaftsrecht einen guten Ruf weit über München hinaus. Ich bin sicher, ich kann hier viel lernen.“

„Bestimmt“, bestätigte Wanda. „Dr. Broderheim hat manchmal wirklich geniale Einfälle.“

„Ich habe von dem Fall ‚Risterhelm‘ – dem Bauunternehmer, der wegen angeblich illegaler Preisabsprachen im Fokus der Ermittlungen stand – in der Zeitung gelesen. Waren Sie darin involviert? Können Sie mir dazu Details erzählen?“

„Ja, in dem Fall habe ich Dr. Broderheim zugearbeitet“, antwortete Wanda stolz. „Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gern einiges dazu sagen. Das geht aber nicht in fünf Minuten.“

„Das ist mit klar. Wie halten Sie es denn hier mit der Mittagspause? Vielleicht darf ich Sie zum Essen einladen? Wann machen Sie Pause?“

„Oh“, entfuhr es Wanda überrascht. Offensichtlich wahrte der junge Anwalt nicht so viel Distanz zu den Mitarbeitern der Kanzlei wie seine älteren Kollegen.

„Wie viel Uhr ist denn oh?“, fragte er nun grinsend.

Oh bedeutet, dass wir gegen eins eine Pause von etwa einer Stunde machen“, erwiderte Wanda schlagfertig. „Ich muss die genaue Zeit allerdings mit meinen beiden Kolleginnen absprechen. Das Telefon muss durchgehend besetzt sein.“

„Und? Haben Sie Lust, eine Kleinigkeit mit mir zu essen und mir von dem interessanten Fall zu erzählen?“

„Ich weiß nicht … Eigentlich bringe ich mir immer etwas mit. Ich verbringe die Mittagspause meist in der Kanzlei.“

Doch Lasse Halberstadt ließ nicht locker.

„Ach, kommen Sie, Frau Obermayer! Heute ist doch mein erster Tag, da dürfen Sie mir nichts abschlagen“, befand er und sah Wanda mit einem so herzzerreißenden Dackelblick an, dass sie lachen musste.

„Wie lange haben Sie denn für diesen Blick geübt?“, fragte sie schelmisch.

„Wieso geübt? Das ist mein Naturell!“, behauptete Lasse grinsend.

„Wenn das so ist, dann kann ich Ihr Angebot nicht ablehnen.“

Der junge attraktive Anwalt erstaunte Wanda mehr und mehr. Von den anderen Anwälten in der Kanzlei war sie einen zwar freundlichen, aber doch sehr knappen, geschäftsmäßigen Umgang gewohnt. Scherze machte niemand – und schon gar nicht mit den Mitarbeiterinnen im Büro.

Doch der Neue hatte Humor. Außerdem sah er noch richtig gut aus: schwarzes, sehr dichtes Haar, markante Gesichtszüge und schalkhaft blickende dunkle Augen. Seinen nachtblauen Anzug trug er mit lässiger Eleganz, und dazu hatte er einen Schlips gewählt, der für die renommierte Kanzlei geradezu gewagt schien: grau mit schmalen, orangefarbenen Streifen.

„Aber jetzt zeige ich Ihnen erst einmal unsere Räume und Ihr eigenes Büro“, sagte Wanda und nickte ihm auffordernd zu, ihr zu folgen.

In der nächsten Stunde führte Wanda den jungen Anwalt durch die Kanzlei, die in einem schönen Altbau in der Münchner Innenstadt zwei Stockwerke belegte.

„So, das hier ist Ihr Reich …“ Wanda öffnete die Tür zu einem großen Raum. In der Mitte stand ein gläserner Schreibtisch mit Telefon, Computer und einem Stapel Akten. Außerdem gab es noch einen Tisch mit vier bequem aussehenden Stühlen in einer Ecke des Raumes.

Lasse Halberstadt pfiff anerkennend durch die Zähne.

„Mein Büro ist größer als meine Übergangswohnung in München“, stellte er fest. „Ich sollte hierher ziehen.“

„Dann müssen Sie aber ins Schwimmbad zum Duschen!“ Wanda lachte. „Ein Badezimmer haben wir hier nicht.“

„Kein Problem. Zum Duschen komme ich dann eben zu Ihnen.“

„Ich glaube, damit wäre mein Freund nicht einverstanden.“

Es entstand eine Pause.

„Entschuldigung“, sagte Lasse leicht betreten. „Ich wollte Ihnen nicht zu nahetreten. Mir ist die Bemerkung einfach so herausgerutscht.“

„Ist schon gut“, wiegelte Wanda ab. „Ich bin froh, dass man mit Ihnen auch mal scherzen kann. So schnell bin ich nicht beleidigt.“

Lasse sah sie dankbar an und schenkte ihr ein erleichtertes Lächeln.

„Dr. Broderheim meint, dass Sie sich Bilder und was Sie sonst noch als Dekoration haben wollen, selbst aussuchen sollen“, sagte Wanda und schritt durch den Raum. „Auch Regale und Schränke sollen Sie sich selbst besorgen. Ich gebe Ihnen später einen Katalog. Sagen Sie mir, was Sie brauchen, und ich bestelle es.“

„Das ist ja wie im Schlaraffenland!“, meinte Lasse. „Von Bildern und Kunst habe ich leider wenig Ahnung. Können Sie mich da beraten?“

„Gern“, sagte Wanda erfreut, denn Kunst war ihr Steckenpferd. „Es gibt in München so viele interessante Galerien mit wirklich tollen Kunstwerken. Da kann ich Ihnen einige empfehlen.“

„Das besprechen wir dann alles beim Essen, nicht? Ich glaube, ich muss mich jetzt mal in die Akten vertiefen, die man mir schon auf den Schreibtisch gelegt hat. Holen Sie mich zur Mittagspause ab?“

Wanda nickte.

„Unsere interne Telefonliste liegt in der obersten Schreibtischschublade. Für interne Gespräche wählen Sie nichts vor; für externe Gespräche müssen Sie zuerst die Null wählen“, erklärte sie noch, bevor sie die mit dunkelrotem Lederimitat gepolsterte Tür schloss.

Lasse setzte sich auf den bequemen Bürostuhl, rollte ihn ein wenig vom Schreibtisch weg und drehte sich dann ganz langsam um die eigene Achse. Er hatte es tatsächlich geschafft, als einziger von vielen Bewerbern die begehrte Stelle bei „Broderheim und Partner“ zu bekommen!

Zufrieden ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen. Hier war jetzt sein Büro. Sein Reich, wie Wanda gesagt hatte.

Wanda … Die hübsche junge Frau hatte ihn sofort in ihren Bann gezogen.

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