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Dr. Stefan Frank - Folge 2273

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Irgendwann verlässt du mich
  4. Vorschau

Irgendwann verlässt du mich

Eine junge Frau zweifelt an ihrer großen Liebe

Veronika ist verliebt, zum ersten Mal in ihrem Leben. Seit sie dem smarten Personal Trainer Julius begegnet ist, kann sie an nichts anderes mehr denken. Und auch er scheint echtes Interesse an ihr zu haben, obwohl Veronika das kaum glauben kann. Was will denn ein so attraktiver Sportler wie er mit einer einfachen Hauswirtschafterin wie ihr?

Die Wochen vergehen, und Veronika und Julius treffen sich immer öfter. Schnell wird aus der anfänglichen Verliebtheit eine tiefe, aufrichtige Liebe. Doch immer noch ist Veronika davon überzeugt, dass sie nicht gut genug für Julius ist. Immerhin ist er tagein, tagaus von hübschen, sportlichen Frauen umgeben. Als er dann eine seiner Kundinnen nach Indien begleitet, scheint ihr schlimmster Albtraum wahr zu werden. Veronika ist überzeugt: Jetzt hat Julius sie verlassen …

Vor einem halben Jahr …

„Gute Nachricht, Chef: Feierabend!“ Sichtlich zufrieden stand Martha Giesecke mit ihrer jüngeren Kollegin Marie-Luise Flanitzer im Türrahmen des Sprechzimmers.

„Schon?“ Erstaunt blickte Dr. Stefan Frank von den beiden Arzthelferinnen auf seine Armbanduhr und wieder zurück. „Die Sprechstunde dauert doch noch zwanzig Minuten.“

„Ja, aber der letzte Patient des Tages ist eben gegangen“, erklärte Marie-Luise. „Heute ist es gelaufen wie am Schnürchen.“

„Wunderbar. Sie beide haben den Terminplan wirklich gut im Griff“, sagte Dr. Frank anerkennend.

„Ach, det liegt ja nicht nur an uns beiden“, wiegelte Schwester Martha ab. „Wenn die Patienten unpünktlich sind oder Notfälle dazwischenkommen, ist auch der ausgefeilteste Plan nichts wert.“

„Stimmt, aber ich kenne Kollegen, die fast täglich Überstunden machen müssen, weil es mit der Planung hapert. Damit habe ich zum Glück überhaupt kein Problem. Es hilft mir sehr, dass ich mich auf Sie verlassen kann.“

Marie-Luise strahlte. „Freut mich.“

„Mich auch“, bestätigte Schwester Martha. „Aber wir wollen doch nicht vergessen, det es nur so gut läuft, weil Sie selbst gut organisiert sind und nicht herumtrödeln. Eine Kollegin von mir – ick nenne keine Namen – ist neulich ins Sprechzimmer ihres Chefs gegangen, weil det Wartezimmer fast aus den Nähten geplatzt ist. Wissen Sie, womit der Mann beschäftigt war? Die Fußnägel hat er sich geschnitten!“

„Das gibt es doch nicht!“ Marie-Luise Flanitzer schaute ihre Kollegin entgeistert an.

„Wenn ick es dir doch sage!“

Dr. Frank schmunzelte. „Das ist allerdings ungewöhnlich.“

„Jawoll. Er brauche eine kleine Pause, hat er gesagt. Meine Bekannte war natürlich sprachlos. Ick habe ihr geraten, sich schleunigst nach einer neuen Stelle umzugucken. Wenn der Arzt so eine Arbeitsmoral hat, kann det ja nichts werden.“ Resolut zog Martha Giesecke ihren weißen Schwesternkittel glatt. „Jedenfalls bin ick froh, dass Marie-Luise und icke es mit Ihnen besser getroffen haben, Chef.“

„Viel besser“, ergänzte Marie-Luise.

„Danke, meine Damen.“

„Nun wollen wir es aber gut sein lassen mit dem gegenseitigen Loben und hübsch auf dem Boden bleiben, nicht wahr?“ Schwester Martha fuhr fort, ohne auf eine Antwort zu warten: „Ick schlage vor, det Marie-Luise schon mal Feierabend macht. Die paar Minuten halt ick am Empfang die Stellung, für den Fall, dass auf den letzten Drücker noch jemand anruft.“

„Gehen Sie doch bitte beide“, sagte Stefan Frank. „Stellen Sie Ihr Telefon einfach auf meinen Apparat um, dann gehe ich ran.“

Martha Giesecke zögerte. Sie war eine Arzthelferin der alten Schule.

„Ick weiß nicht, Chef. Wenn nun jemand anruft und gleich den Arzt in der Leitung hat … Was macht det denn für einen Eindruck?“

„Im Zweifelsfall einen guten, weil meine Mitarbeiterinnen wegen ausgezeichneter Arbeit ein paar Minuten früher gehen konnten. Ich wünsche Ihnen beiden einen schönen Feierabend. Bis morgen.“

„Ja, bis morgen!“ Marie-Luise zog ihre Kollegin am Ärmel Richtung Ausgang.

Dr. Frank drehte seinen Stuhl zum Computer und sah ein paar Patientenunterlagen für den nächsten Tag durch. Dann stellte er die zentrale Telefonleitung der Praxis wieder auf den Empfang um und schloss die Eingangstür zu.

Er ging die Holztreppe hoch, die seine Praxis mit dem Wohnbereich des Doktorhauses verband. Oben angekommen, hielt er überrascht inne.

„Grüß Gott, Frau Quandt. Legen Sie heute eine Nachtschicht ein?“

Seine Haushälterin, die um diese Zeit normalerweise längst wieder weg war, stand mit einem Lappen in der rechten und einer Flasche Möbelpolitur in der linken Hand im Wohnzimmer.

„Grüß Gott, Herr Dr. Frank. Ich habe heute ein bisschen später als sonst angefangen, und jetzt muss ich unbedingt noch Ihren Kirschholztisch polieren, der hat es bitter nötig. Hoffentlich stört Sie das nicht?“

„Nein, ganz und gar nicht. Im Gegenteil, ich finde es schön, Sie mal wieder zu sehen. Das letzte Mal ist ja schon eine ganze Weile her, weil Sie kommen, wenn die Sprechstunde schon läuft, und nicht mehr hier sind, wenn sie endet. Geht es Ihnen und Ihrem Mann gut?“

„Passt schon, danke der Nachfrage.“ Sie schüttelte die Flasche, während sie zu dem runden Tisch ging.

Stefan Frank betrachtete seine Haushälterin aufmerksam, denn sie bewegte sich steif, ganz anders als sonst.

„Haben Sie Schmerzen im rechten Bein, Frau Quandt?“

„Ich?“ Sie spritzte etwas Politur auf die Holzplatte und ließ den Verschluss der Flasche zuschnappen. „Ach, das ist nichts. Wie geht es Ihnen denn, Herr Dr. Frank? Und Frau Dr. Schubert? Letzten Samstag habe ich Sie zufällig gesehen, auf dem Wochenmarkt, als ich mit meinem Mann vorbeigefahren bin. Sie sind wirklich ein reizendes Paar.“

„Danke, nur …“

„Was für ein glücklicher Zufall, dass Frau Dr. Schubert von Hamburg nach Bayern gezogen ist.“ Energisch polierte Frau Quandt die Tischplatte. „Ich meine, theoretisch hätte sie ja nach Hessen oder ins Saarland ziehen können, dann wären Sie sich nie begegnet. Ich sage Ihnen, das war Schicksal.“

„Ich bin auch sehr froh, dass Alexandra als Partnerin in Frau Brauns Praxis eingestiegen ist. Aber könnte es sein, dass Sie vom Thema ablenken möchten?“, erkundigte sich Dr. Frank.

„Unsinn. Meine Gesundheit ist bloß nichts, worüber man lange reden muss.“ Seine Haushälterin betrachtete die Tischplatte kritisch. Dann nickte sie. „So können wir ihn lassen. Ich stelle jetzt noch schnell die Putzmittel weg, dann räume ich das Feld.“

Sie wandte sich von Dr. Frank ab. Der sah ihr an, dass sie sich bemühte, möglichst normal zu laufen, doch es gelang ihr nicht.

„Ich möchte Ihnen nicht auf die Nerven gehen, aber Sie humpeln“, beharrte er. „Mit Ihrem rechten Bein stimmt doch etwas nicht.“

Seufzend drehte sich Frau Quandt zu dem Arzt um.

„Nur etwas Muskelkater“, behauptete sie. „Wir waren gestern nach Ewigkeiten mal wieder im Hallenbad. Ich sollte nicht jammern, schließlich war es meine Idee. Ich dachte, Schwimmen wäre eine gute Sache.“

„Ist es ja auch. Ähnlich wie Radfahren schont es die Gelenke. Und Sie haben trotzdem Schmerzen?“

„Muskelkater, wie gesagt. Nicht der Rede wert.“ Frau Quandt winkte ab. „Im Ofen steht ein schöner Leberkäs, den mögen Sie doch so gern. Muss noch gute vierzig Minuten backen. Ich habe den Küchenwecker gestellt. Erschrecken Sie bitte nicht, wenn er losschrillt, der Ton geht einem ja durch Mark und Bein. Das sollte mal jemand erfinden: einen Küchenwecker mit einem melodischen Klingeln.“

Dr. Frank merkte, dass seine Haushälterin partout nicht über ihr Bein reden mochte. Er machte sich Sorgen, wollte Frau Quandt aber nicht in eine unangenehme Situation bringen.

„Vielen Dank, auf den Leberkäs freue ich mich jetzt schon“, sagte er deshalb nur.

„Ja, dann noch einen schönen Abend. Bis bald.“

„Warten Sie, die Haustür ist schon zugesperrt, Frau Quandt. Ich gehe schnell mit Ihnen runter.“

„Kein Problem, ich habe doch einen Schlüssel. Servus!“

Weg war sie. Stefan Frank blieb nachdenklich zurück.

Das Ehepaar Quandt wohnte in der Nachbarschaft und arbeitete seit vielen Jahren für ihn. Frau Quandt kümmerte sich um seinen Haushalt, ihr Mann um den Garten. Es war keine schwere körperliche Arbeit, aber mit Anfang sechzig machten sich bei vielen Menschen Verschleißerscheinungen bemerkbar.

Vielleicht auch in diesem Fall? Dr. Frank beschloss, Frau Quandt im Auge zu behalten.

***

Drei Tage später setzte er seinen Vorsatz in die Tat um. Er hatte Schwester Martha gebeten, ihm vormittags ein bisschen Luft zu lassen, damit er etwas erledigen konnte.

Die Berlinerin blickte ihren Chef überrascht an, verkniff sich aber die Frage, was denn während der Sprechstunde so wichtig sei.

Als sie ihm sagte, der nächste Patient komme erst in einer halben Stunde, verließ Stefan Frank die Praxis und ging in seine Wohnung. Um diese Zeit musste seine Haushälterin noch hier sein.

In der Küche lief das Radio. Frau Quandt saß mit gesenktem Kopf auf einem Stuhl, beide Hände auf der Tischplatte gefaltet. Daneben standen eine Rolle Haushaltspapier und eine Flasche Glasreiniger.

„Frau Quandt?“, fragte Stefan Frank leise.

Abrupt hob sie den Kopf und stand auf. Vor Schmerz verzog sie das Gesicht.

„Dr. Frank! Grüß Gott. Was machen Sie denn um diese Zeit hier?“

„Grüß Gott. Ich muss etwas aus meinem Arbeitszimmer holen.“

„Nicht, dass Sie mir darüber Rechenschaft ablegen müssten, warum Sie in Ihrer eigenen Wohnung sind.“ Frau Quandt verlagerte ihr Gewicht auf das linke Bein und stützte sich mit beiden Händen auf die Stuhllehne. „Ich war bloß so überrascht, weil Sie doch Sprechstunde haben.“

„Ja.“

„Denken Sie bitte nicht, ich würde während der Arbeitszeit auf der faulen Haut liegen. Ich habe mich nur gerade nicht ganz auf dem Posten gefühlt, deshalb wollte ich mich kurz hinsetzen. Und das Radio habe ich eingeschaltet, um mich abzu …“ Sie brach ab.

„Abzulenken?“, beendete Dr. Frank den Satz.

Die Haushälterin wurde rot.

„Ja“, sagte sie schließlich leise.

„Von den Schmerzen in Ihrem Bein?“

Sie holte tief Luft. Dann nickte sie. „Ich bin nicht aus Zucker, und ich wollte aus einer Mücke keinen Elefanten machen.“

„Ich weiß doch, dass Sie kein Jammerlappen sind, Frau Quandt. Dafür kenne ich Sie inzwischen lange genug. Aber wenn man Schmerzen hat, sollte man etwas dagegen unternehmen.“

„Genau das sagt mein Mann auch“, brummte Frau Quandt. „Er liegt mir ständig damit in den Ohren, dass ich mich untersuchen lassen soll. Ich dachte, es ist ein Zipperlein, das geht vorüber. Aber das tut es wohl leider doch nicht. Am besten lasse ich mir von Schwester Martha einen Termin bei Ihnen geben.“

„Nicht nötig“, meinte Stefan Frank. „Kommen Sie mit in die Praxis, ich kann Sie jetzt gleich untersuchen.“

„Jetzt gleich?“ Die Haushälterin sah ihn mit großen Augen an. „Lieber nicht. Ich habe keinen Termin, und Schwester Martha mag es gar nicht, wenn man unangemeldet hereinplatzt. Ich bin ja auch kein Notfall.“

„Sie platzen nicht herein, sondern begleiten mich. Ich habe im Moment ohnehin ein bisschen Freiraum, machen Sie sich also bitte keine Gedanken über Schwester Martha. Alles ist in bester Ordnung.“

„Na gut, wenn Sie das sagen …“

Als sie vor Dr. Frank in die Praxis ging, sah er, wie schwer ihr das Treppensteigen fiel. Irgendetwas stimmte mit der rechten Hüfte nicht.

„Nanu, Frau Quandt“, sagte Martha Giesecke, als die beiden zum Empfang kamen. „Sie sind ja ganz blass um die Nase. Und Sie humpeln. Sind Sie etwa gestürzt?“

„Grüß Gott, Schwester Martha. Nein, gestürzt bin ich nicht. Halb so wild.“

„Wir sind im Untersuchungszimmer“, informierte Stefan Frank seine Mitarbeiterin.

„Jawoll, Chef.“

Fünf Minuten später lag Frau Quandt auf der Untersuchungsliege. Dr. Frank hatte ihr eine Schmerztablette gegeben. Jetzt hob er ihr rechtes Bein an, beugte und streckte es und drehte es dann vorsichtig.

„Erst tat es nur weh, wenn ich die Beine ungewohnt belastet habe“, erzählte die Patientin. „Wenn mein Mann und ich zum Beispiel einen Ausflug in die Berge machen und wandern. Aber inzwischen kommen die Schmerzen sogar nachts, obwohl ich ganz ruhig im Bett liege und tagsüber gar nichts Besonderes tue.“

„Können Sie problemlos aus dem Auto steigen?“, erkundigte sich Stefan Frank.

„Nicht wirklich. Mir ist schon klar, dass ich keine dreißig mehr bin, aber wenn ich aus dem Auto klettere, fühle ich mich manchmal wie achtzig. Und ganz so alt bin ich doch nun auch wieder nicht!“

„Verstehe.“ Der Arzt ließ Frau Quandts rechtes Bein sinken und untersuchte nun das linke.

„Sie haben mich an einem besonders schlechten Tag erwischt, Dr. Frank. Normalerweise sind die Schmerzen nur am Anfang so stark. Wenn ich mich eine Weile bewege, geht es besser. Aber heute tut sich in der Hinsicht leider gar nichts.“

„Was Sie beschreiben, sind die sogenannten Anlaufschmerzen“, erklärte der Arzt. „Die sind typisch für Beschwerden im Hüftgelenk. Ich kann mir gut vorstellen, welche Schmerzen Sie haben, Frau Quandt. Ihr rechtes Bein ist im Bewegungsumfang deutlich eingeschränkt, wenn ich es mit Ihrem linken vergleiche. Verschleißerscheinungen, schätze ich.“

„Verschleiß? Das klingt ja, als wäre ich doch schon achtzig“, grummelte die Haushälterin.

Dr. Frank lächelte. „Die Zeit hinterlässt nun mal bei uns allen ihre Spuren. Wenn Ihnen das Wort Gelenkverschleiß nicht behagt, können wir aber auch den Fachbegriff nehmen: Arthrose.“

Das ist also Arthrose“, meinte Frau Quandt verblüfft. „Davon habe ich schon oft gehört, aber ich wusste nie genau, was es eigentlich ist.“

„Ja, Arthrose ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung.“ Stefan Frank zog ein Fachbuch aus dem Regal und zeigte seiner Patientin eine Abbildung. „Hier sieht man gut, wie dünn die Knorpelschicht Ihres Hüftgelenks im Laufe der Jahre geworden ist. Dadurch reiben die Knochen gegeneinander und verursachen Schmerzen. Allerdings ist diese Form des Verschleißes nichts Ungewöhnliches bei Patienten in Ihrem Alter, Frau Quandt.“

„Dann habe ich also nichts Schlimmes?“

„Nichts Lebensgefährliches, falls Sie das meinen, aber die Schmerzen können heftig sein und Sie erheblich beeinträchtigen.“

„Stimmt.“ Die Haushälterin seufzte. „Das habe ich gerade in den letzten Tagen gemerkt. Also gut, dann weiß ich jetzt, was ich habe. Und was muss ich tun, damit die Arthrose wieder verschwindet?“

„Sie wird nicht verschwinden. Arthrose kann man leider nicht heilen.“

„Nicht? Diese Krankheit kommt so häufig vor, und es gibt nichts dagegen? In der Medizin werden doch dauernd bahnbrechende Fortschritte gemacht.“

„Es gibt kein Arzneimittel gegen Arthrose“, stellte Stefan Frank klar. „Verschleißerscheinungen lassen sich nicht rückgängig machen. Natürlich kann man Tabletten gegen die Schmerzen einnehmen. So, wie Sie es vorhin getan haben.“

Frau Quandt überlegte. „Dann müsste ich ja jeden Tag Tabletten schlucken. Kein schöner Gedanke.“

„Es kommt darauf ein, wie stark man sich durch die Folgen des Verschleißes eingeschränkt fühlt. Manche Patienten spüren nur ab und zu ein leichtes Zwicken. Ihnen reicht dann eine Schmerztablette. Andere Patienten schwören auf Krankengymnastik oder einen Gehstock.“

„Gehstock? So weit kommt es noch!“, rief Frau Quandt entrüstet.

Dr. Frank lächelte. „Damit werden die Beschwerden vielleicht gelindert, aber der Verschleiß schreitet weiter voran. Einige Patienten leiden sehr unter der Arthrose und büßen so viel an Lebensqualität ein, dass sie sich für ein künstliches Gelenk entscheiden.“

„Eine künstliche Hüfte?“

„Genau. Der erste Schritt muss allerdings das Röntgen sein, um die Diagnose abzusichern. Haben Sie tatsächlich Arthrose, probiert man es zunächst ungefähr ein halbes Jahr lang mit Schmerztabletten und Physiotherapie. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie mit ihrer Erkrankung gut leben können.“

„Und wenn nicht? Wenn ich eine künstliche Hüfte brauche? Dafür muss man operiert werden, oder?“, vergewisserte sie sich.

„Ja. Das verschlissene Gelenk wird operativ entfernt und durch ein neues Gelenk ersetzt.“

„Fühlt sich das hinterher denn wirklich an wie neu?“, fragte Frau Quandt misstrauisch. „So ein Ding ist doch immerhin ein Fremdkörper.“

Stefan Frank nickte. „Wenn das Implantat fachgerecht eingesetzt wird, stehen die Chancen gut, dass man nach einer Weile wieder schmerzfrei leben kann und gar nicht mehr an die künstliche Hüfte denkt. Es gibt Orthopäden, die entsprechend erfahren sind.

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