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Dr. Stefan Frank - Folge 2271

Glück im Unglück

Bewegender Roman um einen Unfall und seine unerwarteten Folgen

In der Notaufnahme der Waldner-Klinik ist die Hölle los, denn durch ein Unwetter hat es viele Unfälle gegeben. Unter den Patienten ist auch Katharina Becker. Die junge Mutter wurde von einem umstürzenden Baum getroffen, als sie gerade mit ihrer kleinen Tochter Lili vom Einkaufen kam. Erst im Krankenhaus kommt Katharina wieder zu sich. Verzweifelt fragt sie nach ihrer Tochter, doch niemand weiß, wo das Kind geblieben ist …

Lili ist zum Glück unverletzt geblieben. Der charmante Tischler Oliver Behnke hat das verstörte Mädchen gefunden, kann es aber wegen des Sturmes nicht zur Polizei bringen. Da auch die Telefonverbindungen gestört sind, kann er niemandem Bescheid geben, und so nimmt er Lili mit zu sich nach Hause. Von der ersten Minute an sind die beiden ein Herz und eine Seele. Aber was wird Lilis Mama dazu sagen?

„Na, junge Dame, möchtest du einen Lolli?“, fragte die Verkäuferin des Tante-Emma-Ladens freundlich. Sie hielt Lili ein Bonbonglas hin, das bis zum Rand mit bunten Lutschern gefüllt war.

Das kleine Mädchen strahlte über das ganze Gesicht und streckte seine Hand aus. Aber dann zögerte Lili und sah ihre Mutter bittend an.

„Nimm nur, aber vergiss nicht, dich zu bedanken“, ermahnte Katharina Becker lächelnd ihre Tochter.

„Such dir einen aus“, forderte die Verkäuferin sie auf und beugte sich zu ihr herunter. „Wie heißt du denn?“

„Lili.“ Das Mädchen hatte ihre kleine Hand ganz tief in die Bonbonniere gesteckt und wühlte darin herum, denn den besten Lutscher vermutete Lili auf dem Grund des Glases.

„Und wie alt bist du?“

„Schon fast sechs, dann komme ich in die Schule. Hier in der neuen Stadt“, sagte Lili stolz und steckte sich den geangelten Lutscher in den Mund.

Katharina beugte sich zu ihrem Kind und flüsterte ihm etwas ins Ohr.

„Vielen Dank“, sagte Lili gehorsam und machte einen Knicks in Richtung Verkäuferin. „Mama, darf ich mir die Heftchen ansehen?“

„Ansehen darfst du sie dir, aber ich kaufe heute keines.“

„Ich will auch nur schauen, Mama, ganz wirklich“, flötete Lili und hüpfte auf einem Bein zum Zeitschriftenständer.

„Sie haben ja eine ganz bezaubernde Tochter“, meinte die Verkäuferin lächelnd. „Das ist so ein wunderbares Alter. Meine Enkelin ist auch fast sechs und ein solcher Schatz. Leider sehe ich sie selten. Meine Tochter und ihr Mann leben in Rostock.“

„Das ist hart“, sagte Katharina mitfühlend. „Meine Mutter hat auch immer geklagt, dass sie Lili so selten zu sehen bekommt. Aber jetzt sind wir nach Grünwald gezogen und wohnen ganz in der Nähe von Lilis Großmutter.“

„Sie sind neu hier?“

„Ja.“ Katharina nickte. „Wir sind vor einer Woche umgezogen.“

„Oh, dann muss ich Sie ja ganz besonders gut behandeln, damit ich nicht eine neue Kundin verschrecke. Ich heiße Hannelore Elbenbach, und mir gehört der Laden. Meine Stammkunden nennen mich Hanne. Also, wenn Sie möchten, können Sie auch Hanne zu mir sagen.“

„Das mache ich gern“, sagte Katharina und sah die freundliche Frau lächelnd an. „Ich bin Katharina und werde ganz bestimmt häufiger bei Ihnen einkaufen.“

„Das würde mich freuen. Wo haben Sie und Ihre Familie denn vorher gelebt?“, fragte Hanne neugierig.

„In Kiel“, antwortete Katharina knapp, und ihr Gesichtsausdruck verdüsterte sich. „Aber meine Mutter wohnt schon seit sechs Jahren in Grünwald.“

„Hat Ihr Mann eine neue Stelle in München gefunden, oder warum sind Sie hierher gezogen?“, bohrte Hanne weiter, die nicht gemerkt hatte, dass Katharina dieses Thema lieber nicht vertiefen wollte.

„Ich bin alleinerziehend“, murmelte die junge Frau.

Jetzt bemerkte Hanne, dass sie offensichtlich Salz in eine Wunde gestreut hatte. Sie beschloss, schnell über etwas anderes zu reden.

„Heute ist ja ein scheußliches Wetter. Im Radio haben sie gesagt, dass erst ein orkanartiger Sturm über uns hinwegfegt und dann ein Kälteeinbruch mit heftigem Schnee folgt. Als ob der Dauerregen der letzten Tage nicht schon genug gewesen wäre! Bei meiner Nachbarin ist der Keller vollgelaufen, da musste sogar die Feuerwehr kommen“, plapperte Hanne.

„Mama, Mama, schau mal“, rief Lili und zeigte aufgeregt aus dem Fenster.

Die beiden Frauen gingen zu ihr herüber und starrten ungläubig auf die Straße, über die tischtennisballgroße Hagelkörner hüpften. Mit großem Getöse schlugen sie Dellen in die Dächer und Motorhauben der am Straßenrand geparkten Autos.

„Ach du liebe Güte! Haben Sie Ihren Wagen hier geparkt?“, fragte Hanne besorgt.

„Nein, wir sind zu Fuß gekommen. Der Wagen steht sicher in der Tiefgarage.“

„Was halten Sie davon, wenn ich uns einen Kaffee koche? Sie können jetzt sowieso noch nicht nach Hause gehen, und ich werde wohl bei diesem Wetter auch keine weitere Kundschaft mehr bekommen.“

„Das ist sehr nett von Ihnen, Hanne, aber ich denke, der Hagelschauer wird schnell vorbeigehen. Lili muss noch etwas essen und dann schnell ins Bett. Sie hat morgen ihren ersten Tag im neuen Kindergarten.“

„Ach, kommen Sie! Der Kaffee ist sofort fertig, und sobald das Wetter sich bessert, gehen Sie. Ich kann Lili auch ein Brot schmieren. Was isst sie denn gern?“

„Ich mag am liebsten Leberwurstbrot“, piepste Lili, die sich den beiden unbemerkt genähert hatte.

„Na, sehen Sie“, freute sich Hanne. „Ich mache dir gleich das Brot, Lili. Willst du helles oder dunkles?“

Lili legte den Zeigefinger auf ihre Lippen und setzte eine Denkermiene auf.

„Ist egal“, sagte sie schließlich.

Die drei gingen in ein winziges Hinterzimmer, das Hanne gemütlich mit einem Sofa und einem bequemen Sessel eingerichtet hatte.

Hanne kochte Kaffee und schmierte das Leberwurstbrot für Lili, das sie mit großem Appetit aß.

„Willst du dir noch einen Lolli zum Nachtisch holen?“, fragte Hanne.

„Darf ich, Mami?“

Katharina nickte. „Ausnahmsweise.“

Lili rannte strahlend in den Verkaufsraum zum Bonbonglas.

„Lili wird darauf bestehen, dass wir nur noch bei Ihnen einkaufen“, prophezeite Katharina lachend.

„Mir soll das recht sein. Ich bin für jeden Kunden dankbar. Die großen Supermärkte machen mir doch spürbar Konkurrenz.“

„Es ist wirklich schade, dass durch die Discounter so vielen kleinen Läden die Existenzgrundlage entzogen wird. Ich kaufe lieber in einem Laden ein, in dem ich bedient werde“, meinte Katharina. „Meine Mutter hat Sie mir übrigens wärmstens empfohlen. Wahrscheinlich kennen Sie sie. Franziska Becker?“

„Ach, die Franzi ist Ihre Mutter! Natürlich kenne ich sie. Hätte ich auch drauf kommen können. Sie hat genauso strahlende blaue Augen wie Sie. Es geht ihr doch gut, oder? Ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen.“

„Ja, es geht ihr gut. Sehr gut sogar. Sie ist seit drei Wochen auf Mallorca und macht einen Sprachkurs. Ein bisschen schlechtes Timing, dass der Kurs gerade dann stattfindet, wenn wir umziehen. Aber sie hatte schon vor Monaten gebucht, und ich wollte nicht, dass sie unseretwegen ihren Urlaub absagt.“

„Ein Sprachkurs auf Mallorca? Davon hat sie mir gar nichts erzählt. Wenn sie wieder da ist, muss ich aber mit ihr schimpfen! Wann kommt sie denn zurück?“

„In zwei Wochen.“

Katharina erhob sich aus dem Sessel und schob die Gardine des Fensters beiseite.

„Es hat aufgehört zu hageln, aber der Sturm scheint angekommen zu sein“, stellte sie fest. „Sehen Sie mal, wie die Bäume sich biegen.“

Hanne trat zu ihr. „Wenn Sie wollen, Katharina, können Sie gern noch hierblieben. Bei dem Wetter jagt man ja keinen Hund vor die Tür.“

„Das ist ein sehr nettes Angebot, aber wir haben es nicht weit. Wenn wir uns beeilen, sind wir zu Hause, ehe es zu schneien beginnt, dann kommt meine Kleine noch rechtzeitig ins Bett. Vielen Dank für alles“, sagte Katharina. Sie zog ihren Mantel an und rief nach Lili, um auch sie anzuziehen.

„Vergessen Sie Ihre Einkäufe nicht“, mahnte Hanne und deutete auf den Korb, der neben dem Sessel stand, „und seien Sie vorsichtig! Gehen Sie nicht zu dicht an den Häusern entlang, wegen der runterfallenden Dachziegel … und auch nicht unter Bäumen“, rief sie den beiden noch hinterher, aber der tosende Wintersturm verschluckte ihre mahnenden Worte.

Katharina Becker hielt ihre kleine Tochter fest an der Hand und trieb sie zur Eile an. Die Straßen waren menschenleer, und noch nicht einmal ein Auto begegnete den beiden. Der peitschende Wind zerrte an Katharinas langen Haaren, die ihr immer wieder vor die Augen flogen und ihr die Sicht nahmen.

„Wir machen eine kleine Pause hier an dem Baum“, sagte sie zu Lili. „Mama muss sich die Haare zusammenbinden.“

Sie stellte sich in den Windschatten eines Baumes und fingerte in ihrer Handtasche nach einem Haargummi.

Lili, deren Hand sie losgelassen hatte, sah einen Stoffteddy, der vom Wind durch die Straße getrieben wurde, und hüpfte hinter dem Spielzeug her.

„Lili! Komm sofort zurück“, schrie Katharina, aber das Mädchen hörte sie nicht oder wollte sie nicht hören.

Katharina ließ den Einkaufkorb stehen und rannte ihrer Tochter nach. In dem Moment knirschte und krachte es laut über ihrem Kopf. Ein unangenehmes Geräusch, das sie nicht einordnen konnte. Was war das?

Katharina blickte hoch und sah einen dicken Ast des Baumes, unter dem sie gestanden hatte, wie in Zeitlupe auf sich zufallen. Instinktiv sprang sie einen Schritt zur Seite, aber das reichte nicht, um aus der Gefahrenzone zu entkommen: Katharina wurde unter dem abgebrochenen Ast begraben. Sie spürte noch einen stechenden Schmerz im Rücken, dann verlor sie das Bewusstsein.

„Mama, Mama, Mami, wo bist du?“, rief Lili panisch.

Sie stand vor dem Astgewirr, unter dem ihre Mutter lag. Nur ein Bein lugte darunter hervor. Lili zog und rüttelte an dem Bein, heiße Tränen rannen ihr über die Wangen.

„Mama, steh doch auf, Mama. Mamiiiiiiiiiiii!“

***

„Alexa kommt nicht mehr“, sagte Dr. Stefan Frank, als er das kurze Telefongespräch mit seiner Freundin beendet hatte.

„Schade, aber das ist auch vernünftig. Bei diesem Sauwetter“, bestätigte Ruth Waldner. „Dann müssen wir heute ohne sie essen.“

Dr. Stefan Frank und seine Partnerin, die Augenärztin Alexandra Schubert, waren an diesem Abend bei ihren Freunden, den Waldners, eingeladen. Stefan, der noch einen Patienten in der Waldner-Klinik besucht hatte, war schon am späten Nachmittag – kurz vor dem Orkan – von seiner Grünwalder Praxis zur Klinik am Englischen Garten gefahren. Nun saß er mit Ulrich, dem Klinikchef, und seiner Frau in deren gemütlicher Penthouse-Wohnung über dem Klinikgebäude.

„Ich kann mich nicht erinnern, schon mal ein solches Unwetter erlebt zu haben“, sagte Ulrich Waldner, der am Fenster stand und über den Englischen Garten blickte. „Es sind schon mehrere Bäume umgeknickt. Was für ein Schauspiel!“

Ruth zeigte auf das Telefon. „Das wird dann wohl gleich klingeln“, mutmaßte sie. „Vermutlich wird es viele Unfälle geben. Ausgerechnet heute hat sich Dr. Friedrichs krank gemeldet, und die Unfallambulanz ist unterbesetzt.“

„Dann hoffen wir mal, dass die meisten Menschen die Unwetterwarnung ernst genommen haben und zu Hause geblieben sind“, sagte Dr. Frank.

In dem Moment klingelte das Telefon.

„Ich habe es geahnt“, seufzte Ruth. „Es ist die Klinik“, fügte sie nach einem Blick auf das Display hinzu.

In der Unfallambulanz der Waldner-Klinik war die Hölle los. Viele, zum Glück meist leicht verletzte, Personen waren in der letzten Stunde eingeliefert worden, und nun war noch ein Rettungswagen mit einer Schwerverletzten angemeldet worden. Eva Körner, die Leiterin der Ambulanz, wusste sich nicht anders zu helfen, als Ruth und Ulrich Waldner um Unterstützung zu bitten.

„Ich komme mit. Ich kann mich bestimmt nützlich machen“, sagte Dr. Frank ganz selbstverständlich, als Ruth das Telefongespräch mit Eva kurz wiedergegeben hatte.

„Danke, Stefan. Wir können jetzt jede Hilfe gebrauchen“, sagte Ulrich Waldner und klopfte seinem Freund dankbar auf die Schultern.

Fünf Minuten später meldeten sich die drei Ärzte bei Eva Körner. Die Anästhesistin Ruth Waldner wurde sofort in den Operationssaal beordert, in dem der komplizierte Beinbruch eines jungen Mannes gerichtet werden musste. Ulrich Waldner kümmerte sich um eine ältere Dame, die vom Orkan umgerissen worden war und sich den Oberschenkelhals gebrochen hatte.

Dr. Stefan Frank sollte auf die schwerverletzte Patientin warten, die der Rettungswagen in wenigen Minuten bringen würde.

Die Tür zur Ambulanz wurde aufgestoßen, und zwei Sanitäter rollten im Laufschritt eine Trage herein. Sofort war Stefan Frank bei ihnen und ließ sich auf dem Weg zum Schockraum informieren, was mit der Patientin los war.

„Weibliche Patientin, etwa Mitte zwanzig, nicht beatmet. Schockzustand. Die Feuerwehr hat sie unter einem umgestürzten Baum hervorgezogen. Sie war bei Bewusstsein, trübte dann aber kurz wieder ein, jetzt ist sie orientiert. Der Notarzt hat 0,1 mg Fentanyl verabreicht. Vermutlich eine Rückenverletzung; sie hat Empfindungsstörungen an den unteren Extremitäten“, fasste einer der Sanitäter zusammen.

„Legen wir sie auf die Untersuchungsliege“, sagte Dr. Frank. „Auf drei. Eins, zwei, drei.“

Kaum war die junge Frau umgebettet, da verabschiedeten sich die Sanitäter schon wieder. „Wir müssen, Doktor, der nächste Einsatz.“

„Ich bin Dr. Stefan Frank“, stellte sich der Arzt seiner Patientin vor. „Und das ist Schwester Barbara. Ich werde Sie jetzt untersuchen. Haben Sie Schmerzen?“

Die junge Frau schüttelte leicht den Kopf. Verwirrt sah sie sich im Untersuchungsraum um.

„Wo bin ich hier?“

„Sie sind in der Waldner-Klinik. Sie hatten einen Unfall. Erinnern Sie sich?“

„Ja“, kam es rau und zögernd aus der Kehle der Verletzten. „Da kam der Baum auf mich zu, und dann …“

Sie hielt inne und versuchte sich aufzusetzen, Panik stand ihr ins Gesicht geschrieben.

„Meine Tochter. Wo ist Lili? Ist sie auch hier? Geht es ihr gut? Ich will zu Lili.“

„Bleiben Sie ganz ruhig liegen, bitte.“ Sanft drückte Dr. Frank die aufgeregte Frau wieder auf die Liege. „Sie waren mit Ihrer Tochter unterwegs?“

„Ja, Lili war bei mir. Wo ist sie?“ Flehend sah Katharina den Arzt an. „Sagen Sie mir, dass es ihr gut geht.“

„Ich werde mich sofort darum kümmern, was mit Ihrer Tochter ist. Wie heißen Sie?“

„Katharina Becker, meine Tochter heißt Lili, Lili Becker. Sie ist doch erst fünf.“

Dr. Stefan Frank gab leise der Krankenschwester einen Auftrag, die daraufhin den Untersuchungsraum verließ.

„Schwester Barbara wird sich nach Ihrer Tochter erkundigen. Machen Sie sich keine Sorgen. Es ist bestimmt alles gut“, sagte der Arzt und versuchte, viel Zuversicht in seine Stimme zu legen. „Jetzt müssen wir uns aber um Sie kümmern.“

„Lili“, flüsterte Katharina, und Tränen rannen ihr über die Wangen. „Wo ist Lili?“

Schwester Barbara kam zurück und zuckte bedauernd mit den Schultern. Sie flüsterte Dr. Frank ein paar Worte ins Ohr.

Katharina hatte das Eintreten der Schwester nicht bemerkt, aber als diese zu ihr trat, um ihr die Elektroden für das EKG anzulegen, griff sie nach ihrer Hand.

„Was ist mit Lili?“

Barbara räusperte sich und sah hilfesuchend zu Dr. Frank.

„Wir wissen noch nicht, wo Ihre Tochter ist, Frau Becker. Aber es besteht kein Grund zur Sorge. Die Telefonverbindungen sind zusammengebrochen. Das bedeutet, dass uns im Augenblick niemand informieren kann, wo Lili ist.“

„Ich muss meine Lili suchen“, schluchzte Katharina und riss sich die Elektroden von der Brust, ehe Arzt oder Schwester reagieren konnten.

Sie versuchte, von der Liege zu kommen. Entsetzt hielt Katharina inne; mit angstgeweiteten Augen starrte sie auf ihre Beine.

„Ich kann meine Beine nicht bewegen. Was ist mit meinen Beinen?“

„Das werden wir gleich herausfinden, Frau Becker. Ich gebe Ihnen jetzt eine Spritze zur Beruhigung. Bitte seien Sie vernünftig. Es wird alles getan, um Ihre Tochter zu finden; Sie müssen sich jetzt erst einmal um sich kümmern.“

Dr. Stefan Frank zog eine Spritze auf und verabreichte sie Katharina, die in eine Art Starre gefallen war und an die Decke starrte.

„Schwester Barbara, bitte bereiten Sie alles für ein CT vor“, ordnete der Arzt an. „Ich werde jetzt Ihre Beine untersuchen, Frau Becker. Bitte sagen Sie mir, wenn Sie etwas spüren.“

Dr.&

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