Logo weiterlesen.de
Dr. Stefan Frank - Folge 2254

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Entscheide dich für mich!
  4. Vorschau

Entscheide dich für mich!

Warum Senta zwischen zwei Männern wählen musste

Wie schön sie doch ist! Gabriel kann seinen Blick kaum von der atemberaubend attraktiven Senta abwenden. Ihr dunkles Haar wallt lang über ihren Rücken hinab, und der samtweiche Blick aus ihren braunen Augen trifft ihn bis ins Mark. Und diese Figur … Nein, so weit darf er nicht denken. Er darf sich auf gar keinen Fall in sie verlieben. Denn dummerweise ist Senta ausgerechnet die Tochter seines neuen Chefs. Und der hat Gabriel unmissverständlich klargemacht, dass die junge Frau tabu für ihn ist. Doch auch ohne diese Ermahnung hätte Gabriel nie gewagt, sich Senta zu nähern, denn ständig wird sie von anderen Männern umschwärmt. Vor allem der Sprössling der größten Brauerei Münchens, Thilo Bruck, legt sich mächtig ins Zeug, um das Herz der Schönen zu erobern. Wie soll ein einfacher Friseur wie Gabriel gegen diese Konkurrenz ankommen?

„Ich will aber nicht!“ Der rothaarige Junge stemmte beide Füße fest in den Boden.

Seine ebenfalls rothaarige Mutter seufzte. „Und ich will nicht, dass du dir die Haare mit der Bastelschere schneidest, Luca. Jetzt haben wir den Salat. Na los, rein mit dir.“

„Nein!“ Luca riss sich von der Hand seiner Mutter los und rannte in die Richtung, aus der er gekommen war. Als er um die Ecke biegen wollte, prallte er gegen einen Mann und landete auf dem Hosenboden.

„Hoppla.“ Dr. Stefan Frank erkannte seinen jungen Patienten und streckte ihm eine Hand hin. „Alles in Ordnung, Luca?“

„Nein!“ Der Junge warf einen Blick nach hinten, rappelte sich hoch und umklammerte den nächsten Laternenpfahl, kurz bevor seine Mutter ihn erreichte.

„Entschuldigen Sie bitte, dass mein Sohn Sie umgerannt hat, Dr. Frank.“

Ich bin hingefallen, nicht der Doktor!“, brüllte Luca. „Mich musst du fragen!“

„Sei vernünftig, Luca. Du siehst aus wie ein gerupftes Huhn. Wenn du deine Haare nicht schneiden lässt, lachen dich die Kinder am Montag in der Schule aus.“

„Dr. Frank lacht aber auch nicht! Und ich seh gar nicht aus wie ein gerupftes Huhn, gell, Dr. Frank?“

Der Arzt räusperte sich. „Willst du meine ehrliche Meinung hören?“

Luca nickte knapp.

„Frau Seidel, darf ich wohl kurz unter vier Augen mit Ihrem Sohn sprechen?“

„Sicher. Ich gehe schon mal vor. Dorthin, wo wir in zwei Minuten einen Termin haben.“ Frau Seidel blickte ihren Sohn vielsagend an und entfernte sich.

Stefan Frank ging neben dem Jungen in die Hocke.

„Du bist ja schon in der zweiten Klasse, also kann ich mit dir von Mann zu Mann reden“, begann er bedeutsam.

„Logisch.“

„Gut. Ich finde deine Frisur ziemlich mutig.“

„Mutig“, wiederholte Luca gedehnt. „Und cool?“

„Cool fände ich sie, wenn deine Haare auf der linken Seite auch kürzer wären. So wie auf der rechten Seite. Aber vielleicht bin ich einfach nicht modern genug.“

„Der Alex aus meiner Klasse ist auch nicht modern. Und beim Flori bin ich mir nicht sicher.“ Er seufzte. „Eigentlich wollte ich die Frisur von Justin Bieber. Kennen Sie den?“

„Nur aus der Zeitung. Gerade heute ist ein Foto von ihm abgedruckt.“

„Jedenfalls hab ich erst nur ein bisschen rumgeschnippelt, aber das sah gar nicht so aus wie bei Justin Bieber.“

„Deshalb musstest du noch etwas mehr abschneiden?“

Luca nickte. „Dann ist die Mama reingekommen, und jetzt soll ich zu Frau Fuchs. Aber die ist ja noch unmoderner als Sie. Die weiß bestimmt nicht, was für ’ne Frisur Justin Bieber hat.“

„Vielleicht doch. Und falls nicht, weiß ihre Tochter es bestimmt.“

Luca lockerte den Griff um den Laternenpfahl ein wenig.

„Die Senta ist aber auch schon ganz schön alt“, gab er zu bedenken.

Stefan Frank lächelte. „Ich mach dir einen Vorschlag: Falls niemand in der Frisierstube Justin Bieber kennt, laufe ich schnell nach Hause und hole das Zeitungsfoto. Abgemacht?“

Der Junge überlegte. Dann ließ er die Arme an die Seiten fallen.

„Abgemacht“, gab er sich geschlagen.

„Wir haben übrigens dasselbe Ziel. Nur, dass mein Termin bei Herrn Fuchs ist.“ Dr. Frank schlenderte Richtung Frisierstube.

Luca folgte. Ungläubig betrachtete er seinen Hausarzt.

„Ihre Haare sind doch schon voll kurz“, stellte er fest.

„Findest du? Mir kommen sie ganz schön lang vor – jedenfalls für meine Verhältnisse.“

„Hm. Und von wem wollen Sie die Frisur?“

„Ich möchte die behalten, die ich habe, bloß ein bisschen kürzer.“

Luca verkniff sich den Hinweis, dass er diesen Plan langweilig fand.

„Dann erkennt Frau Schubert Sie wenigstens gleich wieder“, meinte er mit einem tröstenden Unterton.

„Stimmt.“

„Sonst will die vielleicht nicht mehr Ihre Freundin sein, weil Sie so komisch aussehen um den Kopf rum.“

„Das wäre mir allerdings gar nicht recht“, stimmte Stefan Frank dem Jungen zu. Vor der Glastür der Frisierstube blieb er stehen.

„Tausend Dank, Dr. Frank.“ Frau Seidel sah ihn erleichtert an.

„Keine Ursache.“ Er zog die Tür auf und ließ Luca mit seiner Mutter vorgehen.

„Da sind Sie ja!“, rief Wolfgang Fuchs, Gründer und Inhaber der Frisierstube, erfreut. „Noch fünf Minuten, und ich hätte bei Ihnen angerufen, um sicherzugehen, dass Ihnen nichts zugestoßen ist.“

Stefan Frank schüttelte die Hand des Friseurmeisters.

„Gut zu wissen, dass Sie nicht dachten, ich hätte Sie versetzt.“

„Niemals.“ Der korpulente, grauhaarige Mann schüttelte den Kopf. „Ich kann die Uhr nach Ihnen stellen. Jeden ersten Samstag im Monat um 9.30 Uhr sind Sie hier, und wenn es mal wegen Notdienst oder Urlaub nicht klappt, geben Sie Bescheid. Man soll sich ja nicht selbst loben, aber mit meinem Haarschnitt sehen Sie top aus, und menschlich stimmt es zwischen uns beiden auch. Warum also sollten Sie den Friseur wechseln?“

Dr. Frank hängte seine Jacke an die Garderobe und folgte Wolfgang Fuchs zu dem Sessel, auf dem er seit neun Jahren einmal im Monat Platz nahm.

„Grüß Gott“, sagte er im Vorübergehen zu Emmi Fuchs, der Frau des Besitzers.

Sie erwiderte seinen Gruß fröhlich und wandte sich dann ihrem jungen Kunden zu.

„Toll, dass du dich für Frisuren interessierst, Luca. Wenn das so bleibt, kommst du vielleicht in ein paar Jahren als Lehrling zu uns? Bald wird Senta hier Chefin sein, die bringt dir dann alles bei, was du wissen musst.“

„Nee, ich werde doch Polizist.“ Luca kletterte auf einen Sessel. „Kennen Sie Justin Bieber?“

„Ist das nicht ein Musiker?“, fragte Emmi Fuchs und legte ihm einen bunten Frisierumhang um die Schultern.

„Ja. Von dem hätt ich gern die Frisur.“

„Von Justin Bieber?“ Fragend blickte Emmi Fuchs Frau Seidel an.

Die nickte. „Luca ist eingefleischter Fan. Wenn seine Haare es jetzt noch hergeben, soll es mir recht sein.“

„Ich fürchte, ich bin in der Hitparade nicht auf dem Laufenden. Was hat dieser Justin Bieber denn für eine Frisur?“

Hilfesuchend schaute sich Luca nach Dr. Frank um.

„Vorn eine Tolle und an den Seiten kurz.“ Senta Fuchs kam mit einem Stapel türkisfarbener Handtücher aus dem Lager. „Grüß Gott, allerseits.“

„Eine Tolle.“ Nachdenklich betrachtete Emmi Fuchs Lucas Haare. „Also, eine kleine Tolle kriegen wir hin. Damit sie sitzt, müsstest du allerdings mit etwas Gel oder Spray nachhelfen.“

„Davon hat meine Mama voll viel. Gibst du mir was ab, Mama?“

„Na gut. Aber du lässt dir von den Fachleuten hier genau zeigen, wie das geht.“

„Logisch. Soll ja gut aussehen.“

„Eben. Und solltest du an der Frisur, die Frau Fuchs dir gleich macht, wieder mit der Bastelschere herumschnippeln, verpasse ich dir den nächsten Haarschnitt.“

Senta legte die Handtücher auf den Tresen, ging zur Warteecke und nahm eine Zeitschrift vom Tisch.

„Na also. Gut, dass Justin Bieber so berühmt ist und es auf die Titelseiten schafft. Schau, Mama, da kann man seine Frisur gut erkennen.“

„Ach, der ist das. Ja, der junge Mann ist mir natürlich ein Begriff.“ Sie musterte Lucas Kopf. „Das lässt sich machen. Wird an den Seiten ein bisschen kürzer ausfallen als auf dem Foto, weil du ja schon Vorarbeit geleistet hast und ich beide Seiten gleichmäßig schneiden muss, Luca. Aber in einem Monat gehst du glatt als Zwilling von Herrn Bieber durch.“

Der Junge strahlte.

„So modebewusst waren wir als Kinder ja nicht“, bemerkte Wolfgang Fuchs missbilligend und griff zur Schere. „Wie immer, Herr Dr. Frank?“

„Ja, bitte.“

„Und nach allem, was ich höre, ist dieser Sänger auch kein Vorbild in Sachen Manieren. Aber wenn es nur um die Frisur geht … Die sieht ja ganz adrett aus.“

„Wieso?“, fragte Luca neugierig. „Was stimmt denn nicht mit den Manieren von Justin Bieber?“

„Misch dich bitte nicht in die Unterhaltung der beiden Herren ein“, wies Frau Seidel ihren Sohn zurecht. „Du kannst dich mit Frau Fuchs unterhalten. Zum Beispiel über die Sommerferien.“

„Och. Na gut. Wir waren in den Ferien in Österreich, bei meiner Tante. Die hat einen Hund, und ich darf mit ihm Gassi gehen.“

„Wenn unsere Senta ihren Meistertitel hat, wollen meine Frau und ich auch mehr reisen“, erzählte Wolfgang Fuchs, während er Stefan Franks Haare schnitt. „Das ist bei uns zu kurz gekommen. Wenn man ein Geschäft aufbaut und Stammkunden gewinnen – und behalten – will, kann man nicht alle Naselang schließen. Das ist wie bei Ihrer Praxis.“

„Wann ist Ihre Tochter denn fertig mit der Meisterschule?“

„In drei Monaten. Das Pensum ist gewaltig, aber von nichts kommt nichts, wie ich immer sage. Zum Glück ist unsere Senta ehrgeizig. Beim Färben neulich hat sie die Bestnote bekommen.“

„Lass doch, Papa“. Verlegen strich sich Senta ihre langen dunklen Haare hinter die Ohren und begann, die Handtücher ins Regal zu legen.

„Warum denn? Du brauchst dich doch nicht zu verstecken. Deine Mutter und ich sind jedenfalls froh, dass du dich so wacker schlägst. Wissen Sie, Herr Dr. Frank, Senta hat in der Schule sogar ein Jobangebot bekommen. Eine der Meisterinnen sucht eine tüchtige Kraft, und da ist ihr meine Tochter aufgefallen. Natürlich hat Senta abgelehnt, schließlich wird sie mal diesen Salon übernehmen, aber die Anerkennung freut einen schon.“

„Papa, bitte.“ Senta rollte mit den Augen. „Ich bin sicher, das interessiert Dr. Frank nicht.“

„Ach, ich höre immer gern, wenn jemand etwas aus seinem Leben macht“, meinte Stefan Frank. „Freut mich, dass Sie so gut vorankommen.“

„Genau.“ Wolfgang Fuchs legte die Schere aus der Hand und rieb sich die rechte Schläfe. „Heutzutage liest man so viel Schlechtes über junge Leute. Da muss man doch auch mal die positiven Beispiele erwähnen.“ Er kniff die Augen zusammen und öffnete sie wieder.

„Geht es Ihnen nicht gut, Herr Fuchs?“, erkundigte sich Dr. Frank, dem auffiel, wie rot sein Friseur im Gesicht war.

„Doch doch, nur ein bisschen Kopfschmerzen. Liegt sicher am … am Wetter.“ Die letzten Worte kamen undeutlich heraus.

„Mach lieber kurz Pause, und nimm eine Tablette“, schlug Senta vor. „Ich kann für dich übernehmen. Wäre das in Ordnung, Herr Dr. Frank?“

„Sicher.“

„Kommt nicht in die Tüte“, wollte Wolfgang Fuchs protestieren – und hörte selbst, dass er kaum zu verstehen war.

Er schluckte und öffnete den Mund, um einen neuen Anlauf zu machen. Plötzlich schwankte er und hielt sich mit beiden Händen an der Sessellehne fest.

Stefan Frank stand auf und bugsierte seinen Friseur auf den Sessel.

„Papa!“ Erschrocken beugte sich Senta über ihren Vater.

Auch Emmi Fuchs kam dazu. „Wolfgang?“

Er starrte mit vor Angst geweiteten Augen in den Spiegel. Sein linker Mundwinkel hing herunter. Dr. Frank fühlte seinen Puls.

„Mein Mann hat schon seit Stunden Kopfschmerzen“, erzählte Emmi Fuchs besorgt. „Er schiebt es aufs Wetter, dabei war er nie wetterfühlig.“

„Rufen Sie bitte einen Krankenwagen“, sagte Stefan Frank.

Weil ihre Mutter wie versteinert stehen blieb, lief Senta zum Tresen und schnappte sich das Telefon.

„Können Sie mich hören, Herr Fuchs?“, fragte Stefan Frank.

Der Friseur nickte beinahe unmerklich.

„Gut. Sie wirft ja so leicht nichts um, deshalb weiß ich, dass Sie auch jetzt die Ruhe bewahren werden. Ist Ihnen schwindelig?“

Wieder nickte Wolfgang Fuchs stumm.

„Verstehe. Haben Sie Sehstörungen?“

„Ja“, stieß der Patient hervor. Dann sagte er noch etwas Unverständliches, ächzte und hielt zwei Finger hoch.

„Sie sehen doppelt?“, riet Dr. Frank.

„Ja.“

„In Ordnung. Sie machen das sehr gut, Herr Fuchs. Bleiben Sie sitzen, und atmen Sie ganz ruhig weiter. Gleich wird ein Krankenwagen hier sein. Der bringt Sie in die Klinik, und dort wird man herausfinden, was los ist.“

„Ich fahre mit!“, rief Emmi Fuchs, die ihre Sprache wiedergefunden hatte.

„Nein“, sagte der Friseur undeutlich. Er schüttelte den Kopf und zeigte auf den Boden.

„Ich glaube, Ihr Mann möchte, dass Sie sich um den Laden kümmern“, meinte Stefan Frank.

Wolfgang Fuchs nickte.

„Das fehlt gerade noch“, widersprach Emmi Fuchs. „Ich bleibe bei dir, und wenn du dich auf den Kopf stellst.“

„Ich halte hier schon die Stellung, Papa“, versprach Senta. Die junge Frau war blass, zwang sich aber zu einem Lächeln.

„Da ist der Krankenwagen!“, rief Luca aufgeregt, sprang vom Sessel und riss die Tür auf.

Gleich darauf eilte ein Mann mit einem Arztkoffer herein.

Dr. Frank richtete sich auf.

„Ich bin Arzt“, erklärte er. „Der Patient, Wolfgang Fuchs, ist mein Friseur. Kopfschmerzen, Schwindel, Doppelbilder, verwaschene Sprache. Vermutlich Schlaganfall.“

***

Dr. Frank blieb in der Frisierstube und ging Senta zur Hand. Trotz ihrer Proteste versorgte er die Kunden mit Kaffee und Mineralwasser, stopfte die gebrauchten Handtücher in die Waschmaschine und fegte die abgeschnittenen Haare zusammen, wenn Senta wieder einen Kunden verabschiedete.

„Heute ist Samstag, und Sie verbringen Ihre knappe Freizeit hier im Laden“, meinte die junge Friseurin nervös. „Das brauchen Sie wirklich nicht zu tun, Herr Dr. Frank.“

„Ich weiß, aber ich möchte Sie und Ihre Eltern unterstützen. Beim Haareschneiden kann ich es beim besten Willen nicht, da sind Sie auf sich allein gestellt. Also versuche ich, mich anderweitig nützlich zu machen.“

Drei Kunden erklärten, sie würden sich nach dem Wochenende wegen eines neuen Termins melden, und gingen wieder. Die übrigen blieben.

Senta war heilfroh, dass Stefan Frank ihnen erklärte, was passiert war, und mit ihnen plauderte. Smalltalk hätte sie jetzt überfordert.

Immer wieder spähte sie auf das Handy, in der Hoffnung, ihre Mutter möge anrufen und sagen, wie es Wolfgang Fuchs ging.

Um dreizehn Uhr verabschiedete sie den letzten Kunden – und tippte sich an die Stirn.

„Ach du Schande! Ich weiß ja gar nicht, in welchem Krankenhaus Papa liegt.“

„Der Notarzt wollte ihn in die Waldner-Klinik fahren. Ulrich Waldner, der Leiter der Klinik, ist ein guter Freund von mir. Ich habe vorhin kurz durchgerufen und mich nach Ihrem Vater erkundigt. Da wurde er gerade auf der Intensivstation untersucht. Einzelheiten konnte man mir noch nicht sagen.“

Senta schwankte zwischen Erleichterung und Angst. Wenn ihr Vater untersucht wurde, lebte er also. Andererseits klang Intensivstation alles andere als harmlos.

Sie zog den Schrank hinter dem Tresen auf.

„Mamas Handtasche liegt noch hier. Ich dachte mir schon, dass sie sie in der Hektik vergessen hat. In der Tasche steckt auch ihr Handy, also kann sie mich nicht anrufen.“

„Keine Sorge, man würde Ihre Mutter ein Kliniktelefon benutzen lassen“, beruhigte Stefan Frank die junge Frau. „Vermutlich meldet sie sich nicht, weil sie noch nichts Näheres weiß. Ich hole rasch meinen Wagen und fahre Sie zur Klinik.“

„Nein, danke. Sie haben schon mehr als genug für uns getan, also …“ Senta brach ab, weil ihre Stimme zitterte. In Anwesenheit der Kunden hatte sie sich zusammengerissen. Aber jetzt, nach getaner Arbeit, traf es sie mit voller Wucht: Ihr Vater war mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht worden, und sie hatte keine Ahnung, wie es um ihn stand!

„Ich möchte doch auch wissen, wie es Ihrem Vater geht. Sie sperren den Laden zu, und ich hole Sie in fünf Minuten ab.“

Diesmal widersprach Senta nicht. Erstens, weil sie ihrer Stimme nicht traute, und zweitens, weil sie dankbar war, nicht allein zu sein.

***

Dr. Frank fuhr mit Senta von Grünwald nach ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Dr. Stefan Frank - Folge 2254" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen