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Dr. Stefan Frank - Folge 2228

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Werde bald wieder gesund, Mama!
  4. Vorschau

Werde bald wieder gesund, Mama!

Zu Herzen gehender Roman um eine fürsorgliche Tochter

Die achtjährige Kim Theisen macht sich Sorgen um ihre Mutter Verena. Schon seit einer ganzen Weile ist sie immer so blass, und Hunger hat sie auch keinen mehr. Bestimmt liegt das daran, dass ihre Mama sich so viele Sorgen macht. Kim weiß ja selbst, dass sie es nicht leicht haben, seit ihr Papa weg ist. Immer ist das Geld alle, und sie müssen gucken, wie sie über die Runden kommen. Trotzdem darf ihre Mama den Kopf nicht so hängen lassen!

Mit allen Mitteln versucht Kim, ihre Mutter aufzuheitern, doch so recht will ihr das nicht gelingen. Erst als der nette Arzt Elias Kamp in ihrer beider Leben tritt, fängt Verena wieder an zu lächeln. Kim gefällt das ausgesprochen gut, doch ihre Oma Helga scheint etwas dagegen zu haben. Warum nur? Elias ist doch nett – oder etwa nicht?

Bange stieg Verena Theisen aus der Straßenbahn und steuerte das Café an, in dem ihr Exmann sie treffen wollte.

Bitte nicht wegen des Sorgerechts!, dachte sie zum tausendsten Mal, seit Ralf vor einer Woche telefonisch um ein Gespräch gebeten hatte.

Ebenfalls zum tausendsten Mal sagte sie sich, dass es Ralf bestimmt nicht um das Sorgerecht ging. Seit der Scheidung vor vier Jahren tat er sich nicht gerade als Vorzeige-Vater hervor. Er schickte Kim Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke, manchmal auch Postkarten aus dem Urlaub, doch dabei beließ er es. Auf Besuche verzichtete er, weil er Kims Alltag nicht durcheinanderbringen wollte, wie er sagte.

Anfangs hatte sein Desinteresse Verena gekränkt, doch inzwischen war sie froh, dass Ralf durch Abwesenheit glänzte. So fand Kim es ganz normal, mit ihrer Mama und Oma Helga, aber ohne Papa unter einem Dach zu wohnen.

Woher rührte Ralfs plötzliches Interesse an einem Treffen? Hatte er seinen Job verloren und konnte keinen Unterhalt mehr zahlen?

Unwahrscheinlich. Die Computerfirma, für die er arbeitete, stand glänzend da.

Vielleicht war er ja krank? Schwer krank?

Verena hatte sich vorgenommen, keine Spekulationen anzustellen, doch es gelang ihr nicht. Seit Ralfs Anruf brachte sie kaum einen Bissen herunter. Warum hatte er nicht einfach gesagt, was los war? Sein Hinweis, er wolle es unter vier Augen besprechen, machte sie nur noch nervöser.

Sie holte tief Luft, stieß die Tür zum Café auf und blickte sich um. Komisch, Ralf war doch sonst immer pünktlich …

Falsch!, korrigierte sie sich in der nächsten Sekunde. Er war immer pünktlich gewesen. Früher. Bevor er sie wegen seiner Kollegin verlassen hatte.

An einem Zweiertisch erhob sich ein Mann und winkte. Verena stockte. Die Größe stimmte, die Figur auch, aber die welligen Haare waren länger, und Ralf trug jetzt einen Dreitagebart. Seine dezente randlose Brille hatte er durch ein auffälliges Exemplar mit schwarzem Rahmen ersetzt.

Höflich lächelnd ging Verena auf ihren Exmann zu.

„Hallo.“

„Hallo.“ Ralf schien unsicher zu sein, wie er sie begrüßen sollte. Schließlich streckte er ihr die rechte Hand entgegen.

Verena ergriff sie kurz und ließ sie sofort wieder los.

Krank sah Ralf nicht aus. Im Geiste hakte sie einen Stichpunkt auf der Liste möglicher Gründe für dieses Treffen ab.

„Setz dich doch.“ Er deutete auf den freien Stuhl. „Was darf ich dir bestellen? Pfefferminztee?“

„Nein. Cappuccino, bitte.“ Es ärgerte Verena, dass Ralf davon ausging, sie wäre noch derselbe Mensch mit denselben Gewohnheiten wie während ihrer Ehe.

Er rief dem Kellner hinter dem Tresen die Bestellung zu und nahm Platz.

„Gut siehst du aus“, sagte er anerkennend.

„Danke.“ Verena wusste, dass sie gut aussah. Schließlich trug sie das grüne Kostüm, das ihre Mutter ihr zu Weihnachten geschenkt hatte. Beim Friseur war sie auch gewesen, um sich hübsch zu fühlen, wenn sie dem Mann gegenübersaß, mit dem sie fünf Jahre verheiratet gewesen war.

Leider übertrug sich ihr souveränes Äußeres nicht auf ihr Inneres. Mit einem Anflug von Trotz verzichtete Verena darauf, das Kompliment zu erwidern, obwohl es durchaus angebracht gewesen wäre.

„Kim geht es gut?“, erkundigte sich Ralf. „Und Helga?“

„Ausgezeichnet. Beiden. Du wolltest mich unter vier Augen sprechen?“ Er sollte sich nicht der Illusion hingeben, Verena würde irgendetwas an der Zeit mit ihm liegen.

„Ja, genau.“ Ralf wartete, bis der Kellner den Cappuccino auf den Tisch gestellt hatte, und nippte an seiner Apfelschorle. „Ich werde wieder Vater. Im September.“

Verena sah ihn wortlos an. Eigentlich hätte ihr die Nachricht nichts ausmachen sollen, denn Ralf und sie waren längst geschieden. Trotzdem verstärkte sich in diesem Moment ihr mulmiges Gefühl.

„Gratuliere“, sagte sie automatisch.

„Vielen Dank. Yvonne und ich freuen uns sehr.“

Yvonne. Also war er nicht mehr mit der wasserstoffblonden Ines zusammen, mit der er Verena betrogen hatte.

„Eine größere Wohnung haben wir schon gefunden. Mit Baby brauchen wir ja mehr Platz. Nächsten Monat ziehen wir um.“

„Aha.“ Verena fragte sich, was Ralf von ihr wollte. Mehr Kontakt zu seiner Tochter, nun, wo Kim ein Halbgeschwisterchen bekam? Oder sollte Kim auf der Hochzeit Blumenmädchen sein?

„Damit sind natürlich Kosten verbunden, zumal Yvonnes Gehalt wegfällt. Sie will mit der Arbeit pausieren, bis unser Kind in den Kindergarten kommt. So wie du damals.“

Das ist sicher die einzige Gemeinsamkeit zwischen mir und deiner – derzeitigen – Partnerin, dachte Verena ungnädig.

Ralf schien auf eine Reaktion zu warten. Als die ausblieb, räusperte er sich.

„Yvonne und ich heiraten im Juni. Damit ändert sich die Lage ja auch für dich.“

Verena strich sich eine dunkle Haarsträhne aus der Stirn.

„Inwiefern?“, fragte sie vorsichtig.

Er sah sie an, als wäre diese Frage vollkommen überflüssig.

„Bei meiner Wiederheirat kommt die Arbeitsfähigkeit meiner ersten Ehefrau – also deine – auf den Prüfstand“, erklärte er. „Du kennst bestimmt die aktuellen Gerichtsurteile zu diesem Thema.“

Panik kroch in Verena hoch. Wenn sie das Wort „Unterhaltsrecht“ las oder hörte, schaltete sie geistig ab. Sie wollte nicht daran erinnert werden, dass ihre mit so vielen Hoffnungen begonnene Ehe gescheitert war.

„Was genau meinst du?“

„Nun, für Kim zahle ich selbstverständlich weiterhin Unterhalt. Für dich nach meiner Hochzeit allerdings nicht mehr. Kim ist aus dem Gröbsten raus, du kannst also ganztags arbeiten und entsprechend mehr verdienen.“

„Du willst mir keinen Unterhalt mehr zahlen?“, fragte Verena ungläubig.

„Ich war in den letzten Jahren mehr als großzügig“, rechtfertigte er sich. „Das hat mir auch mein Anwalt bestätigt. Jetzt heirate ich wieder und werde noch einmal Vater. Du siehst gewiss ein, dass sich die Dinge dadurch ändern.“

„Ja, aber Kim ist erst acht. Sie braucht mich.“

Schon acht, Verena.“ Ralf leerte sein Glas. „Sie ist ein großes Mädchen mit guten Zeugnissen.“

„Richtig. Die Zeugnisse sind gut, weil ich Kims Hausaufgaben kontrolliere und mit ihr übe. Ganz abgesehen davon, dass Kim Zuwendung braucht. Jemanden, der mit ihr Quartett spielt, Radtouren macht oder einfach nur zuhört.“

„Spielen und Rad fahren kann sie mit anderen Kindern. Schließlich ist gerade für Einzelkinder der Kontakt zu Gleichaltrigen wichtig. Um die Hausaufgaben könnte sich deine Mutter kümmern, als Rentnerin hat Helga ja Zeit. Und was das Zuhören angeht: Du bist doch nicht aus der Welt, wenn du ganztags arbeitest. Es gibt schließlich Abende, Wochenenden und Ferien.“

„Ich will nicht ganztags arbeiten, sondern für mein Kind da sein!“ Verena ballte die Hände im Schoß zu Fäusten. „Damit warst du früher immer einverstanden.“

„Früher musste ich auch nicht für zwei Familien sorgen. Das Geld wächst nun mal nicht auf Bäumen. Ich bin kein Millionär und muss sehen, wie ich meinen Verpflichtungen gerecht werde.“

„Das hättest du dir vielleicht überlegen sollen, bevor du ein weiteres Kind gezeugt hast“, platzte es aus Verena heraus.

Ralf blickte sie gekränkt an. „Es kann doch nicht sein, dass ich keine neue Familie gründen darf, nur weil du nicht mehr Stunden arbeiten willst, obwohl du es könntest. Erzieherinnen sind gefragt. Man wird deine Arbeitsstunden mit Kusshand aufstocken. Sei nicht egoistisch, Verena. Wenn du dich an Kim klammerst, ist das schlecht für euch beide.“

Sie reckte das Kinn vor. „Ich glaube kaum, dass dir ein Urteil darüber zusteht.“

„Siehst du“, seufzte Ralf. „Immer fühlst du dich gleich angegriffen. Deshalb wollte ich die Sache eigentlich durch meinen Anwalt regeln lassen. Yvonne hat darauf bestanden, dass ich das Gespräch mit dir suche. Sie möchte eine gütliche Einigung.“

„Die so aussieht, dass du dich durchsetzt und ich mich füge?“, fragte Verena spitz.

„Die so aussieht, dass du Vernunft annimmst. Dem gesunden Menschenverstand kannst du dich nicht verschließen. Übrigens auch nicht den Gerichtsurteilen, die in letzter Zeit zu Fällen wie meinem ergangen sind. Das Recht ist auf meiner Seite, wie dir jeder halbwegs gute Anwalt bestätigen wird.“

Verena zählte stumm bis zehn.

„Möchtest du mit mir noch über irgendein anderes Thema als den Unterhalt sprechen?“, fragte sie dann kühl.

„Nein.“

„In dem Fall ist jetzt wohl alles gesagt.“ Mit fahrigen Händen zog sie den Geldbeutel aus ihrer Handtasche und legte ein paar Münzen auf den Tisch. „Alles Gute für euer Kind. Leb wohl.“

***

„Nein, Pia, diese Schaufel hat sich der Nico geholt“, stellte Verena klar. „Gib sie ihm zurück.“

Feindselig starrte die fünfjährige Pia den ein Jahr jüngeren Nico an. Mit der rechten Hand umklammerte sie die gelbe Plastikschaufel, die sie ihrem Kindergartengefährten entrissen hatte.

„Ich brauch die aber“, behauptete sie.

„Wenn Nico das Loch tief genug gebuddelt hat und die Schaufel nicht mehr möchte, darfst du sie haben. Jetzt ist Nico an der Reihe. Gib ihm die Schaufel wieder.“

Pia zögerte. Es war gar zu verlockend, die Schaufel zu behalten. Zu dumm, dass ausgerechnet die strenge Verena heute Aufsicht auf dem Spielplatz hatte.

„Jetzt“, wiederholte Verena in dem bestimmten Ton, der Pia signalisierte, dass sie kurz davor war, auf die Bank geschickt zu werden. Das wollte sie denn doch nicht riskieren. Wütend warf sie die Schaufel in den Sand.

„So nicht“, sagte Verena. „Du hast Nico die Schaufel aus der Hand gerissen, also gibst du sie ihm auch in die Hand zurück.“

Widerwillig hob Pia das Objekt der Begierde auf und klatschte es in Nicos Hand. Dann stapfte sie missmutig davon.

Verena seufzte leise. Nun stand ihr sicher ein Gespräch mit Pias Mutter bevor. Wieder mal. Pia beklagte sich daheim bitterlich, wenn ihr ein vermeintliches Unrecht geschah. Ihre Mutter hatte schon oft kritisiert, die Kindergärtnerinnen würden dem Mädchen nicht genug Freiraum lassen. Dass es in Pias Elternhaus nur Freiräume und keine Grenzen gab, konnte Verena der Frau schlecht sagen.

Plötzlich tauchte eine ihrer Kolleginnen auf.

„Die Grundschule hat eben angerufen“, sagte sie. „Kim ist auf der Treppe gestürzt und klagt über Schmerzen im rechten Knie. Du sollst sie abholen.“

„Ach du Schande!“ Verena erhob sich schnell. Prompt wurde ihr schwindelig. „Kannst du hier die Stellung halten?“

„Klar, deine Schicht ist ja sowieso gleich zu Ende. Fahr nur.“

„Danke.“ Verena eilte zum Haus. „Dafür bleibe ich morgen länger, und du machst früher Schluss!“, rief sie über die Schulter zurück – und prallte gegen einen großen Mann, der gerade um die Hecke bog.

Leons Onkel, registrierte sie flüchtig. Dann und wann holte er seinen Neffen vom Kindergarten ab. Leon würde begeistert sein, denn sein Onkel unternahm immer etwas Besonderes mit ihm.

„Verzeihung“, stieß Verena im selben Moment wie der Mann hervor und hastete weiter.

Eine halbe Stunde später trug sie ihre Tochter in die Praxis von Dr. Frank.

„Grüß Gott, Schwester Martha“, sagte sie zu der grauhaarigen Dame am Empfang. „Ich platze ungern herein, aber Kim ist auf der Schultreppe hingefallen. Das rechte Knie tut ihr weh. Es ist auch ziemlich geschwollen. Könnten Sie uns bitte dazwischenschieben?“

Die Arzthelferin schätzte es nicht, wenn ihr ausgeklügelter Terminplan über den Haufen geworfen wurde, doch nach einem Blick auf das Knie und einem zweiten auf das blasse Gesicht des Kindes nickte sie.

„Geht in Ordnung. Herr Dr. Frank hat gerade einen Patienten, aber danach sind Sie dran.“

„Herzlichen Dank.“ Verena ging in das Wartezimmer, setzte sich mit Kim auf dem Schoß hin und versuchte, wieder zu Atem zu kommen. Wenn man nicht gefrühstückt hatte, war man schlecht gerüstet, um achtjährige Kinder durch die Gegend zu tragen.

„Eigentlich ganz kuschelig“, meinte Kim.

„Stimmt. Trotzdem wollen wir das jetzt nicht öfter machen, jedenfalls nicht in einer Arztpraxis. Zu Hause gern. Okay?“

„Okay, Mama.“

Verena fragte sich, ob es jemals aufhören würde, dass sie fast einen Herzinfarkt bekam, wenn Kim sich verletzte. Ihre Tochter hatte im Laufe der Jahre doch nun wirklich genügend Beulen und Schrammen gehabt. Zum Glück war dem Kind nie etwas Ernsthaftes zugestoßen. Und wenn sie Kim so ansah, glaubte sie auch nicht, dass es heute anders war.

„Oma wird staunen, wenn ich einen Verband kriege“, überlegte Kim laut.

„Allerdings.“ Verena streichelte ihrer Tochter über die Wange.

„Und wenn ich mir das Knie gebrochen habe – rufst du dann Papa an?“

„Ich hoffe, du hast dir nichts gebrochen“, wich Verena aus. Sie redete ungern über ihren Exmann, erst recht vor fremden Leuten, auch wenn die beiden älteren Herren im Wartezimmer in Zeitschriften vertieft waren.

„Aber wenn doch?“, beharrte Kim. „Vielleicht krieg ich einen Gips, da könnte Papa seinen Namen draufschreiben. Außerdem will er doch bestimmt wissen, wenn was Besonderes mit mir ist.“

„Lass uns erst einmal hören, was Dr. Frank sagt“, beendete Verena das Thema mit einem schmalen Lächeln.

In den vier Jahren seit der Scheidung hatte sie gelernt, dass ihre Vorstellung darüber, was etwas Besonderes war, nicht mit der von Ralf übereinstimmte. Beispielsweise fielen Zeugnisse und Schwimmabzeichen für ihn nicht in diese Kategorie. Wenn Kim ihn deswegen freudestrahlend anrief, beendete er die Telefonate schnell.

„Jetzt bist du dran, Kim.“ Schwester Martha stand im Türrahmen.

Verena trug ihre Tochter ins Sprechzimmer. Es wurmte sie, dass sie noch immer an Ralf dachte und an die bittere Enttäuschung, mit der die Ehe für sie geendet hatte. Keine Sekunde ihrer Lebenszeit sollte sie an diesen Mann verschwenden.

„Grüß Gott, Frau Theisen.“ Stefan Frank kam um seinen Schreibtisch herum und half Verena, das Kind auf die Untersuchungsliege zu heben. „Grüß dich, Kim. Du bist auf einer Treppe gestürzt, sagt Schwester Martha?“

„Grüß Gott, Herr Dr. Frank. Ja, in der Schule.“

„Zieh doch bitte die Jeans aus, damit ich mir dein Bein ansehen kann.“

„Wegen Jenny bin ich gefallen“, erläuterte Kim, während sie die Hose auszog.

Vorsichtig tastete Dr. Frank ihr Knie ab.

„Hat Jenny dich geschubst?“, wollte er wissen.

„Nö. Wir sind gerade zur großen Pause gegangen. Die Jenny war ein paar Stufen hinter mir. Sie hat gerufen, dass Paul in mich verliebt ist“, schilderte Kim empört. „Ich hab mich umgedreht, und da hab ich das Gleichgewicht verloren. Wenn sie das noch mal sagt, wisch ich ihr eine.“

„Dieser Paul muss ja schrecklich sein“, mutmaßte Stefan Frank schmunzelnd.

„Nö, schrecklich nicht.“ Kim zögerte. „Aber er ist nicht in mich … Sie wissen schon.“

„Verstehe. Das ist ein ordentlicher Bluterguss. Der Aufprall muss sehr wehgetan haben.“

„Ich hab aber nicht geweint.“

„Das war tapfer von dir. Ich werde dein Bein jetzt beugen und strecken. Sag mir, wenn es wehtut.“

„Mhm.“ Interessiert schaute Kim zu, wie der Arzt ihren Unterschenkel anhob. „Autsch!“

Behutsam ließ Stefan Frank das Bein wieder auf die Liege sinken.

„Du hast dir beim Sturz das Knie geprellt, Kim. Deshalb schmerzt es, und du kannst es im Moment auch nicht so gut bewegen wie sonst. Aber keine Sorge, das wird schon wieder.“

Er holte eine Kältekompresse aus einem kleinen Gefrierfach, wickelte sie in ein dünnes Tuch und gab sie Kim.

„Diese Kompresse drückst du leicht auf dein Knie. Es soll kühl werden, aber nicht wehtun. Wenn die Kälte unangenehm wird, nimm das Päckchen herunter, mach eine kurze Pause, und kühle dein Knie danach noch einmal. Die kleinen Adern unter deiner Haut sollen sich zusammenziehen, damit der Bluterguss nicht ganz so arg wird.

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