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Dorian Hunter - Folge 012

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. DAS MÄDCHEN IN DER PESTGRUBE
  4. Kapitel 1
  5. Kapitel 2
  6. Kapitel 3
  7. Kapitel 4
  8. mystery-press
  9. Vorschau

Auf Schloss Lethian an der österreichisch-slowenischen Grenze gerät der Reporter Dorian Hunter in ein Abenteuer, das seinen Verstand übersteigt. Die acht Männer, die seine Frau Lilian und ihn begleiten, sind seine Brüder – gezeugt in einer einzigen Nacht, als die Gräfin von Lethian, selbst eine Hexe, sich mit dem Teufel Asmodi vereinigte! Dorians Brüder nehmen die Offenbarung euphorisch auf. Nur Dorian will sein Schicksal nicht akzeptieren. Er tötet seine Mutter und eröffnet die Jagd auf seine Brüder. Danach steckt er das Schloss in Brand und flieht mit seiner Frau. Aber Lilian ist nicht mehr sie selbst. Sie hat bei der Begegnung mit den Dämonen den Verstand verloren. Übergangsweise bringt Dorian sie in einer Wiener Privat­klinik unter, die auf die Behandlung psychischer Störungen spezialisiert ist – und begegnet kurz darauf der jungen Hexe Coco Zamis, die von ihrer Familie den Auftrag erhalten hat, Dorian zu töten. Doch Coco verliebt sich in den Dämonenkiller und wechselt die Seiten, wodurch sie nicht nur ihre magischen Fähigkeiten verliert, sondern da­rüber hinaus aus der Schwarzen Familie ausgestoßen wird.

Coco wie auch Dorian sind nun gleichzeitig Jäger und Gejagte, denn Dorian hat sich geschworen, seine Brüder, die das Feuer auf Schloss Lethian offenbar allesamt überlebt haben, zur Strecke zu bringen. In London tötet er Roberto Copello, nachdem dieser den Secret-Service-Agenten Donald Chapman auf Puppengröße geschrumpft hat. Mit Hilfe des Secret Service gründet Dorian die »Inquisitionsabteilung«, der nicht nur er selbst, sondern auch Coco und der Puppenmann Chapman fortan angehören. Ein weiteres »inoffizielles« Mitglied ist der geheimnisvolle Hermaphrodit Phillip, dessen Adoptiv­eltern von Dämonen getötet wurden. Zum Hauptquartier der Inquisi­tions­abtei­lung wird die Jugendstilvilla in der Baring Road, in der Phillip aufgewachsen ist, doch gleichzeitig stöbert Dorian Hunter weiter in der Bibliothek seines alten Reihenhauses in der Abraham Road nach Hinweisen auf dämonische Umtriebe – und stößt auf das Tagebuch des Barons Nicolas de Conde, der auf dem Eulenberg nahe Nancy im Jahr 1484 seine Seele dem Teufel verkaufte. De Conde bereute, wurde zum Hexenjäger und Mit­autor des »Hexenhammers« und starb als angeblicher Ketzer. Der Fluch erfüllte sich. Seither wird de Condes Seele nach jedem Tod in einem neuen Körper wiedergeboren, in dem er zunächst mühsam seine verschütteten Erinnerungen freilegen muss – zuletzt als Dorian Hunter!

Damit bekommt Dorians Kampf gegen Asmodi eine neue Dimension! Doch zunächst gilt es Lilian zu schützen, die in der O’Hara-Stiftung von zwei mörderischen Schwestern bedroht wird – den »Todesengeln« Hercy und Mercy, die ebenfalls eine Geschichte mit Asmodi verbindet. Sie reicht zurück ins Wien des Jahres 1713, als die Pest in der Stadt wütete …

DAS MÄDCHEN IN DER PESTGRUBE

von Neal Davenport

Die riesige Baugrube ganz in der Nähe vom Haupteingang des Stephansdoms war alles andere als ein hübscher Anblick. Die Touristen hatten einige Mühe, den Dom auf ihre Filme zu bannen, ohne allzu viel von den störenden Kränen und Baumaschinen draufzubekommen. Hinzu kam der schier ohrenbetäubende Krach.

Fritz Heller hatte sich jedoch schon vor vielen Jahren an den Lärm gewöhnt. Er hielt den vibrierenden Pressluftbohrer in seinen riesigen Pranken und setzte ihn immer wieder an, ohne mit seinen Gedanken sonderlich bei der Arbeit zu sein. Er war ein bulliger Mann von etwa fünfzig Jahren, trug einfache blaue Hosen und ein schmutziges weißes T-Shirt. Auf seinem gewaltigen Schädel saß ein gelber Schutzhelm. Heller war ein einfacher Mann. Er liebte ein kühles Bier zum Essen, ging gern zum Heurigen und beschäftigte sich kaum mit Politik.

1. Kapitel

Die riesige Baugrube ganz in der Nähe vom Haupteingang des Stephansdoms war alles andere als ein hübscher Anblick. Die Touristen hatten einige Mühe, den Dom auf ihre Filme zu bannen, ohne allzu viel von den störenden Kränen und Baumaschinen draufzubekommen. Hinzu kam der schier ohrenbetäubende Krach.

Fritz Heller hatte sich jedoch schon vor vielen Jahren an den Lärm gewöhnt. Er hielt den vibrierenden Pressluftbohrer in seinen riesigen Pranken und setzte ihn immer wieder an, ohne mit seinen Gedanken sonderlich bei der Arbeit zu sein. Er war ein bulliger Mann von etwa fünfzig Jahren, trug einfache blaue Hosen und ein schmutziges weißes T-Shirt. Auf seinem gewaltigen Schädel saß ein gelber Schutzhelm. Heller war ein einfacher Mann. Er liebte ein kühles Bier zum Essen, ging gern zum Heurigen und beschäftigte sich kaum mit Politik. Deshalb war es ihm auch egal, dass eine angeblich historische Häuserzeile mitten in der Wiener Innenstadt zur Hälfte abgerissen worden war, um Platz für den Prunkbau irgendeines Versicherungskonzerns zu schaffen, für den er gerade mithalf, das neue Fundament auszuheben. Immerhin sicherte der Großauftrag seinen Arbeitsplatz in der angeschlagenen Baubranche, und das war alles, was für ihn zählte.

»Verdammt noch mal!«, rief er wütend, als er ein Stück eines Oberschenkelknochens freilegte.

Vor vielen hundert Jahren hatte sich rund um den Dom der sogenannte St. Stephans Freithof befunden. Das war in jener Zeit gewesen, als die innere Stadt noch eine Mauer umgab und sich jeder innerhalb der Stadtmauer hatte bestatten lassen wollen. Während der Pestepidemien hatte man die Toten ganz einfach in riesige Gruben geworfen und zugeschüttet. Daher stieß man jetzt immer wieder auf Knochen und Schädel, die gesammelt und in den Katakomben des Doms bestattet wurden. Schon als vor vielen Jahren die Wiener U-Bahn gebaut worden war, hatte es ähnliche Probleme gegeben, wie er aus den Schilderungen älterer Kollegen wusste.

Heller stellte den Presslufthammer ab und griff nach einer Schaufel. Es war gegen fünfzehn Uhr und verdammt heiß. Mit dem Handrücken wischte er sich den Schweiß von der Stirn, dann machte er sich brummend daran, den Knochen freizulegen.

Als er vor einigen Tagen das erste Mal auf einen Totenschädel gestoßen war, hatte er sich ziemlich unbehaglich gefühlt, doch inzwischen hatte er schon mehr als ein Dutzend Knochen freigelegt; er ärgerte sich nur noch über die Unterbrechung seiner Arbeit.

»Was ist los, Fritz?«, rief ihm einer seiner Kollegen zu.

»Ich bin wieder auf einen Knochen gestoßen.«

»Viel Spaß damit!« Der andere lachte. »Pack ihn hübsch ein und nimm ihn deinem Hund mit!«

»Lass deine blöden Späße!«, schimpfte Heller.

Nach wenigen Minuten hatte er den Knochen ausgebuddelt. Er warf ihn zur Seite, griff wieder nach dem Pressluftbohrer, stutzte aber plötzlich und beugte sich vor. Nein, er hatte sich nicht geirrt. Zwischen den Steinen schaute grüner Stoff hervor. Er kniete nieder. Der Stoff fühlte sich brüchig an. Entschlossen richtete er sich wieder auf und griff nach der Schaufel. Vorsichtig grub er weiter. Immer mehr Stoff kam zum Vorschein.

Das sollte ich eigentlich melden, dachte er, grub jedoch weiter.

Bald war ein Bein zu sehen. Er betastete es mit den Fingern und zuckte zurück. Die Haut war eiskalt. Jetzt war seine Neugier geweckt. Nach fünf Minuten stieß er auf das zweite Bein. Der grüne Stoff fühlte sich seltsam steif an. Es war ein langer Rock, der an einigen Stellen zerrissen war. Heller legte als nächstes die Füße frei. Sie steckten in kleinen braunen Schuhen. Irgendetwas zwang ihn, die Leiche immer weiter auszugraben. Er ging dabei sehr vorsichtig vor, um den Leichnam nicht zu beschädigen. Schließlich war die Frau bis zu den Hüften sichtbar. Sie lag auf dem Rücken, die Beine etwas angewinkelt. Heller grub weiter. Ein schlanker Arm kam zum Vorschein. Die kleinen Finger waren zu Fäusten geballt. Dann sah Heller ein zerrissenes Hemd, das halb aus dem Rock hing. Sekundenlang hielt er inne. Er gierte nach einer Zigarette und einem Bier, doch er konnte einfach keine Pause machen. Bald hatte er auch den Oberkörper freigelegt. Feste, hohe Brüste zeichneten sich unter dem zerfetzten Hemd ab. Heller warf die Schaufel zu Boden und buddelte mit den Händen weiter. Er arbeitete wie ein Besessener. Sein Gesicht war mit Schweiß bedeckt. Staub wirbelte auf. Er musste niesen. Seine Finger berührten langes, korngelbes Haar. Deutlich spürte er unter der dünnen Erdschicht die Konturen des Gesichtes. Seine Bewegungen wurden langsamer. Ein Kinn kam zum Vorschein, dann tauchten der verzerrte kleine Mund, eine winzige Nase, eingefallene Wangen und schließlich die Augen, die weit geöffnet waren, auf. Er konnte die Farbe der Augen nicht erkennen und blies die Erdkrumen fort. Es waren die ausdrucksstärksten Augen, die Heller je gesehen hatte. Sie waren dunkelbraun und schienen durch ihn hindurchzusehen.

Er richtete sich auf. Die Tote war höchstens zwanzig. Ein unwahrscheinlich hübsches Mädchen. Heller war einige Sekunden ganz versunken in ihren Anblick. Es sah so aus, als würde sie nur schlafen. Nochmals kniete er nieder und streckte zögernd die rechte Hand aus, zog sie aber gleich wieder zurück. Ihr Gesicht war eiskalt.

In diesem Augenblick bewegte sich die Tote. Sie hob den rechten Arm hoch, dann den linken. Heller hielt den Atem an, riss den Mund auf, und seine Augen weiteten sich. Die Tote setzte sich auf. Ihre Augen waren noch immer starr. Sie schüttelte den Kopf, und das lange Haar wehte um ihre schmalen Schultern. Ein eisiger Hauch griff nach Hellers Herz. Mit beiden Händen griff er sich an die Brust und keuchte. Das Mädchen sah Heller in die Augen. Seine Brust hob sich heftiger. Der Schmerz wurde unerträglich. Er röchelte, dann setzte sein Herz aus. Wie ein gefällter Baum fiel Heller um und blieb tot liegen.

Das Mädchen stand auf. Langsam wurden seine Bewegungen natürlich. Es klopfte sich den Staub vom Rock, stopfte das zerfetzte Hemd hinein und fuhr sich durchs Haar. Mehr als eine Minute blieb es unbeweglich stehen, dann machte es zögernd einen Schritt.

Zwei Arbeiter blickten ihr verwundert entgegen.

»Schau dir mal die an!«, sagte der eine.

»Wo kommt sie her?«, fragte der andere. »Fräulein, wo …«

Das Mädchen beachtete ihn nicht. Es ging an den beiden Männern vorbei, die ihr verdutzt nachsahen.

Einer der Vorarbeiter lief auf die Frau zu. »Wo kommen denn Sie her?«, herrschte er sie an. »Können Sie nicht lesen? Es ist verboten, die Baustelle zu betreten. Ich werde …«

Mit ihrem starren Blick erstickte sie seine Worte. Sie ging an ihm vorbei, und die Starre fiel von ihm ab.

»Fräulein«, sagte er und griff nach ihrer Schulter, doch seine Hand zuckte zurück; es kam ihm so vor, als hätte er einen Eisblock berührt.

Die Arbeiter musterten die Frau interessiert, und wie nicht anders zu erwarten gewesen war, wurden einige recht anzügliche Bemerkungen gemacht. Doch sie ging unbeirrt weiter und stieg aus der Baugrube. Dann war sie plötzlich verschwunden.

Der Taxifahrer war sehr gesprächig, doch ich hatte so getan, als würde ich ihn kaum verstehen, und rasend schnell Englisch mit ihm gesprochen. Er war jetzt verstummt. Ich lehnte bequem im Fond des Wagens, rauchte eine Zigarette und hing meinen Gedanken nach.

Norbert Helnwein würde sicherlich überrascht sein, mich zu sehen. Ich hatte ihn vor fast einem halben Jahr das erste Mal getroffen: hier in Wien. Damals war es November gewesen, kalt und unfreundlich, jetzt war es Ende Mai und heiß, viel heißer, als ich es aus London kannte.

Wir kamen nur sehr langsam voran. Die Straßen waren verstopft, und es war ein ganz schönes Stück von Wien-Schwechat in den 13. Bezirk. Nur ein Mann wusste, dass ich nach Wien geflogen war: Olivaro, der mir seine Unterstützung im Kampf gegen Asmodi, das Oberhaupt der Schwarzen Familie, zugesichert hatte. Weder Coco noch der O. I. wussten Bescheid. Ich hatte einfach einen Koffer gepackt, den nächsten Flug nach Wien gebucht – und nun war ich hier.

Der Fahrer überquerte die Lainzer Straße und fuhr die Jagdschlossgasse entlang. »Welche Nummer?«, fragte er.

»231«, sagte ich knapp.

Helnweins Haus lag am Ende der Straße. Der Fahrer bremste. Ich holte meine Brieftasche heraus und zahlte. Der Mann stieg aus, öffnete den Kofferraum und holte meinen Koffer hervor. Ich nickte ihm zu und wartete, bis er abfuhr. Dann sah ich mir das Haus an.

Es hatte sich nichts verändert. Ein kleines, einstöckiges Häuschen mit einem winzigen Vorgarten. Ein paar Stufen führten zum Eingang hinauf. Ich drückte auf den Klingelknopf. Deutlich hörte ich das Schrillen der Glocke. Routinemäßig blickte ich mich um. Ein engumschlungenes Pärchen kam an mir vorbei, das aber so mit sich beschäftigt war, dass es mir keine Beachtung schenkte. Ich läutete nochmals. Endlich wurde die Tür geöffnet. Helnwein blickte mir entgegen. Er war an die Siebzig. Sein Haar war voll und dicht, schneeweiß und wirkte wie gefärbt. Die schwarzen, buschigen Brauen bildeten einen starken Kontrast zum Haar. Sein Gesicht war sehr faltig, die Nase leicht gekrümmt. Seine Augen weiteten sich, als er mich erkannte.

»Sehe ich recht?«, fragte er überrascht und riss die Augen noch weiter auf.

»Sie sehen recht, Herr Helnwein«, erwiderte ich fröhlich. »Ich bin es, Dorian Hunter.«

»Das ist aber eine Überraschung!«

Er lächelte. Sein Lächeln gefiel mir nicht. Es wirkte irgendwie verkrampft. Ich trat ein, stellte den Koffer ab und sah Helnwein wieder an. Er wirkte nervös.

»Hoffentlich komme ich nicht ungelegen«, sagte ich.

Seine Lider zuckten leicht, und er lächelte wieder verkrampft. »Aber nein!«, log er. »Ganz im Gegenteil. Es freut mich, Sie zu sehen.«

Helnwein war mehr als einen Kopf kleiner als ich. Ein schmalschultriger, schlanker Mann mit O-Beinen.

»Kommen Sie bitte mit ins Wohnzimmer«, sagte er und ging vor.

Das Zimmer faszinierte mich erneut. Für einige Minuten versank die Welt um mich herum. Ich blieb vor den Masken stehen und betrachtete sie genau.

»Sie haben ihre Sammlung vergrößert«, stellte ich schließlich fest.

Helnwein schüttelte den Kopf. »Nein, die Masken sind nicht neu. Ich wechsle monatlich. Es ist ja langweilig, immer dieselben Masken anzusehen.«

Ich nickte und setzte mich. »Ich bin froh, dass es Ihnen gutgeht. Etwas Neues von der Familie Zamis?«

Er schüttelte den Kopf. »Nichts«, sagte er und stellte zwei Gläser auf den Tisch, öffnete eine Flasche Rotwein und schenkte die Gläser voll. »Auf Ihr Wohl! Sie haben mir sicherlich eine Menge zu erzählen, Herr Hunter.«

»Allerdings«, sagte ich. Es hatte sich einiges ereignet, seit wir uns zum letzten Mal getroffen hatten. Ich erzählte ihm von meinen zwischenzeitlichen Auseinandersetzungen mit den Dämonen.

»Wir haben eine Abteilung aufgebaut, die sich der Vernichtung der Dämonen widmet, und wir haben auch schon einige recht schöne Ergebnisse erzielt, aber bis jetzt ist es uns nicht gelungen, Asmodi, das Oberhaupt der Schwarzen Familie, zu töten. Ich traf einige Male mit ihm zusammen und bin ziemlich lästig für ihn geworden. Er setzt alles dran, mich auszuschalten.« Ich machte eine kurze Pause und fügte dann hinzu: »Außerdem habe ich etwas ganz Bedeutendes über mich selbst erfahren. Ich bin mehr oder minder unsterblich.«

»Wie bitte?«, fragte Helnwein, und seine Hände zitterten.

»Sie haben schon richtig gehört«, sagte ich. »Ich entdeckte in meiner Bibliothek ein interessantes Tagebuch. Es wurde von einem Baron de Conde 1484 geschrieben. Dieser Baron ging einen Pakt mit dem Teufel ein und erlangte so Unsterblichkeit. Conde war später dann einer der Verantwortlichen bei den brutalen Hexenverfolgungen.« Ich schwieg und schloss die Augen. Zu deutlich war noch alles in mir lebendig. »Ich habe einen mächtigen Verbündeten im Kampf gegen die Dämonen gefunden«, fuhr ich schließlich fort. »Olivaro, ein reicher Bankier und ein einflussreiches Mitglied der Schwarzen Familie. Durch Olivaro erfuhr ich, dass ich dieser Baron de Conde gewesen war. Ich wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Mein Körper starb, aber meine Seele lebte weiter. Ich wurde wiedergeboren – in der Gestalt des Dorian Hunter.«

Helnwein hatte mir kopfschüttelnd zugehört. »Das ist ja unglaublich«, sagte er leise. »Und es gibt keinen Zweifel, dass Sie dieser Baron de Conde gewesen sind?«

»Keinen Zweifel«, bestätigte ich grimmig. »Es wäre natürlich durchaus denkbar, dass meine Seele im Laufe der Jahrhunderte auch noch in anderen Körpern lebte, aber daran habe ich keine Erinnerung.«

»Der Tod kann Ihnen also nicht wirklich schaden«, sagte Helnwein nachdenklich. »Aber Ihr Körper ist verwundbar?«

Ich nickte.

Helnwein trank einen Schluck, und ich folgte seinem Beispiel. Er blickte mich ständig an. »Aber Sie sind sicherlich nicht nur gekommen, um mir diese Geschichte zu erzählen«, sagte er schließlich.

Ich nickte und erzählte ihm von den Hinweisen, die ich von den Schwestern Hercy und Mercy erhalten hatte. Helnwein hörte interessiert zu.

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