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Dokumentation in der Betreuungsarbeit

Bettina Greb-Kohlstedt, Ute Kammeyer, Ramona Rücker

Dokumentation in der Betreuungsarbeit

Chancen nutzen mit PSG, Strukturmodell und NBI

Bettina Greb-Kohlstedt, Ute Kammeyer, Ramona Rücker

Dokumentation in der Betreuungsarbeit

Chancen nutzen mit PSG, Strukturmodell und NBI

Inhalt

Vorwort

Einführung

Zum Aufbau des Buches

Grundlagen der Betreuungsarbeit

1.1 Das Sozialgesetzbuch XI

1.2 Die UN-Behindertenrechtskonvention

1.3 Die Pflegecharta

Die acht Artikel

1.4 Menschenbilder

Integration eines geeigneten Menschenbildes in den Arbeitsalltag

1.5 Das Betreuungskonzept

Die Selbstverpflichtungserklärung

1.6 Umdenken in der Angebotsentwicklung

1.7 Prävention nach § 5 SGB XI

1.8 Dokumentationsaufgaben der Betreuungsarbeit

Das Strukturmodell

2.1 Die Expertenstandards

2.2 Arbeitsstrukturen überdenken

2.3 Der Personzentrierte Ansatz

2.4 Umgang mit der SIS®

Der Begleitende Dienst und die 6 Themenfelder der SIS®

2.5 Der individuelle Maßnahmenplan

2.6 Die Sicherstellung der Individualität

2.7 Die Tagesdokumentation

Der „Immer-so-Beweis“

Wohlbefinden und Aktivitätsbereitschaft

2.8 Das Berichteblatt

2.9 Die Evaluation/Fallgespräch

2.10 Die Biografiearbeit

2.11 Das Integrationsgespräch

Das QM-Handbuch für die Betreuungsarbeit

3.1 Wochen-, Monats- und Jahresplanung

3.2 Verfahrensanweisungen als Grundlage des „Immer-so-Beweises“

3.3 Praktische Beispiele für handlungsleitende Verfahrensanweisungen

Andacht

Kaffeekränzchen

Spaziergang

Zimmerbesuch – Einzelbetreuung

Wohnbereich – Märchenstunde

Kleingruppe Männertreff

Wohnbereichsübergreifend: Jahreszeitliche Feste

Gedächtnistraining – Fit im Kopf

Spielerunde

Kreativ- und Bastelgruppe-Maßnahme

Sitzgymnastik „Fit in den Tag“

Frühstücksgruppe

Einzelbetreuung

Die QPR-Fragen für den sozialen Dienst und die Betreuung

4.1 Befragung der Bewohner

4.2 Prüfanleitung zum Erhebungsbogen zur Befragung der Bewohner

Fragen an den Bewohner

Fallbeispiele

Frau Frühling – psychisch und somatisch erkrankte Bewohnerin

Herr Sommer – psychisch und somatisch erkrankter Bewohner

Frau Herbst – somatisch erkrankt

Herr Winter – somatisch erkrankter Bewohner

Frau Kurz – psychisch und somatisch erkrankte Bewohnerin – mit Mann, Kurt Kurz

Herr Kurz – somatisch erkrankter Bewohner – Mann von Käthe Kurz

Frau Lenz – somatisch erkrankte Bewohnerin

Herr Müller – somatisch und psychisch erkrankter Bewohner

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und das NBA (NBI)

6.1 Die Module als Begutachtungsgrundlage

6.2 Mit Begriffen aus den Gesetzen arbeiten

6.3 Erkennen von Phänomenen bei geistigen und psychischen Erkrankungen

6.4 Feststellung eines Pflegegrades

6.5 Erläuterungen zu den allgemeinen Kriterien

6.6 Vertiefende Erläuterungen zu den betreuungsrelevanten Modulen mit Anmerkungen

Modul 2 – Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Modul 3 – Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

Modul 6 – Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Die Sterbebegleitung

Anhang

8.1 Selbstverpflichtungserklärung

8.2 Biografiebögen

8.3 Arbeitshilfe SIS®

8.4 Jahrespläne

8.5 Wochenpläne

8.6 Liste Heimeinzug

Quellenangaben

Über die Autorinnen

Ihr exklusiver Bonus an Informationen!

Ergänzend zu diesem Buch bietet Ihnen Altenpflege Bonus-Material zum Download an. Besuchen Sie uns unter www.altenpflege-online.net/bonus und erhalten Sie Zugang zu Ihren persönlichen kostenfreien Materialien!

Buch-Code: AH1028

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

dieses Buch richtet sich an alle diejenigen Menschen, die in stationären Einrichtungen der Altenhilfe tätig sind und für pflege- und betreuungsbedürftige Personen professionelle Betreuungsangebote vorhalten und diese ausüben.

Es soll eine Arbeitshilfe sein für die sinnvolle Nutzung der Nachweispflichten innerhalb der im Rahmen der Pflegestärkungsgesetze veränderten Strukturen und der daraus abzuleitenden Möglichkeiten.

Dieses Buch soll Ihnen dabei helfen, sich innerhalb der vielen Veränderungen auf der Basis gesetzlicher Vorgaben (SGB XI) und Handlungshilfen (Strukturmodell Ein-STEP) zu orientieren.

Die Menge an Veränderungen und die hohe Geschwindigkeit, mit der diese eingeführt werden, führen zu Verunsicherungen in der Bewältigung der alltäglichen Anforderungen hinsichtlich Struktur und Dokumentation erbrachter Leistungen.

Von Pflegeanbietern, die konsequent die Möglichkeiten der neuen Dokumentation ausgeschöpft haben, wird berichtet, dass ihre MDK-Prüfungen positiv ausgefallen sind und die Mitarbeiterzufriedenheit zugenommen hat.

Allerdings herrscht im Rahmen der Betreuungsarbeit immer noch große Unklarheit, wie zu dokumentieren ist, und oft ist nicht bekannt, dass die Betreuungsarbeit viele Anforderungen an die Nachweise mit weniger Aufwand umsetzen kann.

Einführung

Neben der Erbringung von Betreuungsleistungen gehören auch die Planung und die Dokumentation der Angebote, die Erfassung besonderer Geschehnisse und deren Auswirkung auf den Maßnahmenplan (alt: Betreuungsplanung oder Pflegeplanung) sowie die gemeinsamen Absprachen mit Betroffenen, Angehörigen und anderen an der Versorgung beteiligter Personen zu einer professionellen Betreuungsarbeit.

Mit der Einführung des Strukturmodells Ein-STEP (SIS®) und dem neuen Begutachtungsverfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit (NBA) werden der professionellen Pflege und Betreuung zum einen eine andere Sicht auf den Bedarf des Hilfesuchenden ermöglicht und zum anderen eine deutliche Verschlankung der zu dokumentierenden Leistungen.

Auch die Herangehensweise zur Feststellung des Hilfebedarfs lässt sich mit neuen Strukturen wie der SIS® fachlich anders gestalten.

Wichtig ist hierbei, die Möglichkeiten der einzelnen Instrumente in ihrem ganzen Umfang zu erkennen und zu nutzen.

Wir möchten Sie bei der Umgestaltung Ihrer Dokumentationsstrukturen und bei der Ausarbeitung eines neuen Konzeptes begleiten und unterstützen.

Wir wünschen uns, dass Sie genau so viel Freude an einer anderen Sicht auf und einem anderen Umgang mit Bewohnern haben wie wir. Schöpfen Sie mit uns gemeinsam die Möglichkeiten aus, die Ihnen zur Verfügung stehen, und nutzen Sie die gewonnene Zeit für die Dinge, die immer zu kurz kommen.

Damit dieses Buch wirklich praxisnah und tauglich ist, haben Ute Kammeyer und Ramona Rücker alle Ideen und Formulare in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft. Bettina Greb-Kohlstedt stellt den theoretischen Hintergrund zur Verfügung.

Wir hoffen, dass Sie Freude an der Schaffung neuer Strukturen haben und im Alltag froh über viele Erleichterungen sind.

Ihr Autorinnenteam

Zum Aufbau des Buches

Wir empfehlen Ihnen, dieses Buch als Ganzes zu lesen; es verfolgt einen logischen Aufbau. Sie erarbeiten sich damit die ethisch-rechtlichen Grundlagen allen weiteren Handelns, damit sie sich grundsätzlich so ausrichten, dass alle weiteren Anforderungen an die Gestaltung und Ausübung der Betreuungsarbeit für Sie nachvollziehbar sind.

Einleitend befasst sich das Buch mit den Grundlagen der Betreuungsarbeit, zuerst einmal mit den rechtlichen Grundlagen, also der Richtlinie nach § 53 c SGB XI (ehemals § 87 b SGB XI), dem § 43 b und den §§ 84,85 Abs. 8, in denen die Betreuungsarbeit definiert ist. Des Weiteren erklären wir anhand der UN-Menschenrechtskonvention und der Pflegecharta, woher die betreuerische und pflegerische Grundhaltung in der Arbeit kommt. Wir überprüfen unser Menschenbild und befassen uns im Allgemeinen und im Speziellen mit der Frage: „Was bedeutet die Arbeit mit dem Personzentrierten Ansatz und der Verwirklichung von Selbstbestimmung und Individualität?“ Praktische Lösungen sind beispielsweise die Vorstellung verschiedener Empfehlungen zur Gesprächsführung oder eines Betreuungskonzeptes, welches einen Teil der QPR-Fragen (MDK-Prüfung) beantwortet.

Im Anschluss daran stellen wir Ihnen das neue Pflegeprozessmodell von Ein-STEP vor, in dem Sie auch die SIS® wiederfinden werden und erläutern Ihnen, welche Instrumente dazugehören und wie sie zu nutzen sind. Hier tauchen auch Vorschläge für eine vernünftige Biografiearbeit und eine Anleitung zur Fallarbeit auf.

Damit Sie den Anforderungen von Ein-STEP überprüfungssicher standhalten können, haben wir in den darauffolgenden Kapiteln „QPR-Fragen“ und „QM – in der Betreuungsarbeit“ für Sie die grundsätzlichen Aussagen zum „Immer-so-Beweis“ und Beispiele für „Handlungsleitende Verfahrensanweisungen“ zusammengetragen. Die QPR-Fragen sind mit den entsprechenden Hinweisen zur argumentativen Unterstützung Ihrer Betreuungsarbeit ergänzt worden.

Durch das beschriebene Vorgehen sind Sie in der Tagesdokumentation vom Leistungsnachweis entbunden. Damit ist gemeint, dass Sie nicht mehr nachweisen müssen, wer an der Gruppenveranstaltung teilgenommen hat, wie es ihm dabei ergangen ist und ob es der Person gefallen hat oder nicht.

Damit Ihnen das gesamte Prozedere des Strukturmodells vom Erstgespräch über die Erstellung der SIS® bis zur Maßnahmenplanerstellung und der Führung des Berichteblattes, der sinnvollen Anwendung biografischer Daten und der Fallarbeit deutlich wird, stellen wir im Folgenden acht Fallbeispiele vor. Es handelt sich um Männer und Frauen, somatisch und psychisch-geistig erkrankte Menschen, die Sie kennenlernen werden.

Daran anschließend bekommen Sie einen Einblick in die Module des NBA, die für Betreuungskräfte aufgrund ihres Kontaktes zu den Bewohnern besonders relevant sind.

Um Ihnen die Organisation der Betreuungsarbeit in Form von Jahres- und Wochenplänen zu erleichtern, finden Sie im Anhang Beispiele dafür.

Wir hoffen, mit dieser Anleitung eine Hilfe gegeben zu haben, die es Ihnen ermöglicht, auf ein Rundumpaket an Materialien zurückzugreifen, die sie mit wenig Aufwand an die Gegebenheiten Ihres Unternehmens anpassen können.

Grundlagen der Betreuungsarbeit

1.1 Das Sozialgesetzbuch XI

Die sogenannte „zusätzliche Betreuungsarbeit“ wurde aus pflegefachlichen Erkenntnissen von „besonderen Bedarfen“ bei Bewohnern stationärer Pflegeeinrichtungen entwickelt und im Jahr 2009 erlassen. Zu dieser Zeit wurde erklärt, dass Menschen mit „eingeschränkter Alltagskompetenz“ (ehemals erfasst im Kriterienkatalog nach § 45a SGB XI) einen besonderen Bedarf an Beaufsichtigung und Betreuung haben. Darunter fielen Menschen mit demenziellen Erkrankungen, geistigen Behinderungen und schweren psychischen Erkrankungen. Bis zum Jahr 2014 wurde deutlich, dass alle Bewohner einer stationären oder teilstationären Einrichtung einen solchen Bedarf haben und mit der Novellierung der Richtlinie nach § 87b wurde zum 29.12.2014 dieser Bedarf um die Bewohnergruppe der körperlich erkrankten Bewohner erweitert. Im Rahmen des PSG III wurde dieser Anspruch nun auf alle Menschen mit Pflegebedarf ausgeweitet und definiert. Erfüllt wird dieser Anspruch im ambulanten, stationären und teilstationären Bereich in Form eines Entlastungsbetrages bzw. Anspruchs auf Betreuungsleistungen in Höhe von 125 € pro Person und Monat. Damit haben auch Menschen Zugang zu diesem Angebot, die bisher davon ausgeschlossen waren. Der Anspruch muss im Rahmen der neuen Feststellung der Pflegebedürftigkeit bzw. bei Vorliegen der Pflegebedürftigkeit mit beantragt werden.

a. Die Betreuungskräfterichtlinie (ehem. § 87b) § 53c SGB XI im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes III mit Inkrafttreten zum 01. Januar 2017

Die Betreuungskräfterichtlinie definiert den Bedarf an sogenannter „zusätzlicher Betreuungsansprüche für alle Personen in stationären Einrichtungen der Altenpflege“. Sie beschreibt die Aufgaben und Grenzen der Tätigkeit der Betreuungskräfte und deren Persönlichkeitsprofil, welche Eigenschaften sie also mitbringen sollten, um für die Ausübung dieses Berufes geeignet zu sein. Zusätzlich werden in der Richtlinie die Ausbildung und die Weiterbildung dieser Berufsgruppe geregelt.

b. Der § 43b SBG XI im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes III mit Inkrafttreten zum 01. Januar 2017

Die Neuregelung dieses § definiert den Rechtsanspruch aller Pflegebedürftigen (Pflegegrad 1 – 5) auf Maßnahmen zur zusätzlichen Aktivierung und Betreuung in stationären und teilstationären Einrichtungen.

c. In den §§ 84 und 85 SGB XI

sind die Pflegesatzverfahren und die Vergütungsvereinbarungen zur Finanzierung und personellen Ausstattung hinsichtlich der Versorgungsleistungen definiert, auch die der Betreuungsarbeit.

Die Aufgaben der Betreuungsarbeit zielen auf eine Aktivierung und Begleitung der pflegebedürftigen Menschen ab. Sie sollen motiviert und orientiert werden, jemanden haben, der ihnen in ihren Sorgen und Nöten zur Seite steht, sie bei der Ausübung von Alltagsaktivitäten unterstützt, für Gemeinschaft sorgt und die Teilhabe am sozialen Leben und den Austausch mit anderen Menschen sicherstellt.

Die Ausbildungsschwerpunkte beziehen sich auf bestimmte Krankheitsbilder (Demenz, psychische Erkrankungen und alterstypische Erkrankungen), auf kommunikative Kompetenzen und auf Aktivierungsmaßnahmen und deren Durchführung. Zwei Praktika ergänzen den theoretischen Unterricht.

ANMERKUNG: Für die Ausübung eines Berufs mit einem Tätigkeitsprofil einer therapeutisch arbeitenden Fachkraft ist die festgelegte Ausbildungsdauer von 160! Stunden als viel zu gering zu bewerten. Dies spiegelt sich teilweise in der Qualität der Angebote wider, aber auch im Unverständnis gegenüber der Situation der Bewohner und in einer Hilf- und Sprachlosigkeit gegenüber herausforderndem Verhalten. Dies sind allerdings allgemeine pflegerische Probleme. Eine berufsbegleitende Weiterqualifikation ist empfehlenswert, um mit den zunehmenden Ansprüchen an die Betreuungsarbeit mithalten zu können.

Die Weiterbildungspflicht, die in der Betreuungskräfterichtlinie vorgeschrieben wird, beträgt mindestens 16 Stunden jährlich und soll gelernte Inhalte auffrischen und vertiefen sowie die berufliche Praxis reflektieren.

Aus einer anfänglichen Wahrnehmungskultur von Betreuungsarbeit als „Kaffeetrinken“ und „Bespaßen“ ist heute eine hochprofessionelle und durchorganisierte Betreuungsarbeit geworden, die sich als immer noch junger Berufszweig etabliert hat. Betreuungskräfte organisieren Gruppenangebote für Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen und Bedürfnissen, sie gestalten den Alltag mit, führen persönliche Gespräche, spenden Trost, begleiten Sterbende, sorgen für Abwechslung und knüpfen Kontakte mit Angehörigen. Sie schlichten Streit, helfen umherirrenden Bewohnern sich zurechtzufinden und halten den Kontakt zur Gemeinde aufrecht. Ohne Betreuungskräfte würden sich Heimbewohner oft alleingelassen und hilflos fühlen.

Woher die Arbeitsaufträge kommen und wie die Arbeitsinhalte definiert sind, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln.

Die grundlegende Art und Weise, wie professionell Tätige mit Hilfebedürftigen umgehen sollen, wird in verschiedenen Empfehlungen bzw. Anweisungen schriftlich festgelegt. Wenn Gesetze und Verordnungen oder Empfehlungen erlassen werden, ordnen sie sich, je nach der aussprechenden Stelle, in Hierarchien ein.

In der Weise dieser Hierarchien sind auch die folgenden Kapitel aufgebaut und gehen vom Weltgesetz (UNMenschenrechtskonvention) über das Bundesgesetz (SGB XI) und die verschiedenen rechtlichen Empfehlungen (Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen) bis hin zur Umsetzungshilfe (Ein-STEP). Dazwischen finden Sie ergänzende wichtige Inhalte.

Die UN-Menschenrechtskonvention für behinderte und pflegebedürftige Menschen

Im Jahr 2006 (2008) haben sich die UN (Vereinten Nationen) auf eine Menschenrechtskonvention für behinderte und pflegebedürftige Menschen geeinigt. Gemeinsam haben die unterzeichnenden Staaten darin enthaltenen Punkte erarbeitet und mit Ihrer Unterzeichnung versprochen, die Inhalte in geeigneter Weise in ihren Ländern umzusetzen. Das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (Convention on the Rights of Persons with Disabilities – CRPD).

1.2 Die UN-Behindertenrechtskonvention

DEFINITION: Der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ wird in Artikel 1 Satz 2 der UN-Behindertenrechtskonvention definiert. Danach bezieht sich der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ auf Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.

ZWECK: Der Zweck der UN-Behindertenrechtskonvention: Artikel 1 Satz 1 der UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt den Zweck des Übereinkommens. Danach will das Übereinkommen den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch Menschen mit Behinderungen fördern, schützen und gewährleisten.

ZUSÄTZLICHES: Progressive Realisierung: Die Staaten dürfen die vollen Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen nach und nach (progressiv) umsetzen.

Allgemeine Grundsätze: Diese allgemeinen Grundsätze des Übereinkommens sind im Einzelnen:

– die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner individuellen Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit im Sinne von Selbstbestimmung,

– die Nichtdiskriminierung,

– die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft,

– die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit,

– die Chancengleichheit,

– die Zugänglichkeit,

– die Gleichberechtigung von Mann und Frau,

– die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität.

Einzelne Punkte der Konvention als Arbeitsgrundlage kennenlernen

Teilnahme am kulturellen Leben: Menschen mit Behinderungen sind gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilhaben zu können, dies betrifft zum Beispiel die Verständlichkeit (vereinfachte Sprache, Gebärdensprache), aber auch die Zugänglichkeit (Rampen in die Oper, Theater, U-Bahn).

Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben: Im aktiven Wahlrecht wird festgelegt, dass Wahlverfahren, Wahleinrichtungen und Wahlmaterialien geeignet, zugänglich sowie leicht zu verstehen und zu handhaben sein müssen. Auch, dass sich Menschen mit Behinderungen im Bedarfsfall auf ihren Wunsch bei der Stimmabgabe durch eine Person ihrer eigenen Wahl unterstützen lassen.

Soziale Sicherheit: Gegen eine mögliche Verarmung Betroffener und ihrer Familien soll ein geeignetes Vorgehen festgelegt werden, geeignete Unterstützungsangebote und bezahlbare Dienstleistungen für Betroffene sollen entwickelt und vorgehalten werden.

Arbeit und Beschäftigung: beschreibt das Recht behinderter Menschen auf Arbeit auf der Grundlage der Gleichberechtigung mit anderen. Dieses Recht auf Arbeit schließt die Möglichkeit ein, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die frei gewählt oder frei angenommen wird.

Rehabilitation: beschreibt die staatliche Pflicht, umfassende Rehabilitationsdienste und Rehabilitationsprogramme zu organisieren, zu stärken und zu erweitern, insbesondere auf dem Gebiet der Gesundheit, der Beschäftigung, der Bildung und der Sozialdienste. Behinderte Menschen sollen so in die Lage versetzt werden, ein Höchstmaß an Unabhängigkeit im Sinne von Selbstbestimmung, umfassende körperliche, geistige, soziale und berufliche Fähigkeiten sowie die volle Einbeziehung in alle Aspekte des Lebens und die volle Teilhabe an allen Aspekten des Lebens zu erreichen und zu bewahren.

Gesundheitssorge: beschreibt das Recht behinderter Menschen auf den Genuss des erreichbaren Höchstmaßes an Gesundheit ohne Diskriminierung aufgrund von Behinderung. Im Rahmen dieser Gesundheitssorge ist durch geeignete Maßnahmen zu gewährleisten, dass behinderten Menschen Zugang zu Gesundheitsdiensten, einschließlich gesundheitlicher Rehabilitation, die die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern berücksichtigen, haben.

Bildung: Ausgehend vom Prinzip der Gleichberechtigung gewährleistet die UN-Behindertenrechtskovention damit ein einbeziehendes (inklusives) Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen. Dabei ist sicherzustellen, dass behinderte Menschen nicht aufgrund einer Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden.

Achtung der Privatsphäre: behinderte Menschen dürfen keinen willkürlichen oder rechtswidrigen Eingriffen in ihr Privatleben, ihre Familie, ihre Wohnung, ihren Schriftverkehr oder andere Arten der Kommunikation oder ihre Ehre oder ihren Rufes ausgesetzt werden. Gegen rechtswidrige Eingriffe gewährt die Behindertenrechtskonvention den hiervon betroffenen behinderten Menschen einen Anspruch auf rechtlichen Schutz.

Meinungsfreiheit und Informationszugang: das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit, einschließlich der Freiheit, sich Informationen und Gedankengut zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.

Persönliche Mobilität: So sollen die Vertragsstaaten die persönliche Mobilität zu erschwinglichen Kosten und mit Wahlmöglichkeiten, die sich auf die Art und Weise sowie den Zeitpunkt beziehen, erleichtern. Weiterhin soll der Zugang zu hochwertigen Mobilitätshilfen, Geräten, unterstützenden Technologien, menschlicher und tierischer Hilfe sowie zu Mittelspersonen erleichtert werden; auch dadurch, dass die vorgenannte Unterstützung zu erschwinglichen Preisen erfolgt. Für Menschen mit Behinderungen und für Fachkräfte, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten, sollen Schulungen in Mobilitätsfertigkeiten angeboten werden. Hersteller von Mobilitätshilfen, Geräten und unterstützenden Technologien sollen ermutigt werden, alle Aspekte der Mobilität für Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.

Unabhängige Lebensführung: UN-Behindertenrechtskonvention erkennt das Recht von Menschen mit Behinderungen an, mit den gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben. Dabei ist unabhängige Lebensführung im Sinne von selbstbestimmter Lebensführung zu verstehen.

Körperliche Unversehrtheit: Nach den Prinzipien des Übereinkommens darf eine Behandlung ohne Einwilligung nicht allein aufgrund einer Behinderung erfolgen.

Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch: Die Konventionsstaaten sind verpflichtet, mit dem Ziel der Verhinderung von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch sicherzustellen, dass alle Einrichtungen und Programme, die für Menschen mit Behinderungen bestimmt sind, von unabhängigen Behörden überwacht werden.

Freiheit und Sicherheit der Person: Nach Artikel 14 Absatz 1 Buchstabe b der UN-Behindertenrechtskonvention darf Menschen mit Behinderungen die Freiheit nicht rechtswidrig oder willkürlich entzogen werden, jede Freiheitsentziehung darf nur im Einklang mit dem Gesetz erfolgen.

Bewusstseinsbildung: Artikel 8 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten zu sofortigen, wirksamen und geeigneten Maßnahmen der Bewusstseinsbildung. Ziel ist es, in der Gesellschaft das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zu schärfen und die Achtung ihrer Rechte und ihrer Würde zu fördern. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Klischees, Vorurteile und schädliche Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen, auch aufgrund des Geschlechts oder des Alters, in allen Lebensbereichen bekämpft werden und dass das Bewusstsein für die Fähigkeiten und den Beitrag von Menschen mit Behinderungen gefördert wird.

Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung: Betonung darauf, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln sind und das Verbot der Diskriminierung aufgrund von Behinderung, das bereits in Artikel 4 Abs. 1 der Konvention verankert ist und einen gleichen und wirksamen rechtlichen Schutz vor Diskriminierung verlangt, unabhängig davon, auf welchem Grund sie beruht.

Staatenverpflichtungen: Artikel 4 Absatz 1 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten, die volle Verwirklichung aller Menschenrechte und Grundrechte für alle Menschen mit Behinderungen ohne jede Diskriminierung aufgrund von Behinderung zu gewährleisten und zu fördern. (gekürzte Fassung)

→ Die kostenfreie Bezugsquelle für den Download der ausführlichen Behindertenrechtskonvention finden Sie hier: Hrsg.: www.behindertenrechtskonvention.info

1.3 Die Pflegecharta

Aus den Verpflichtungen der UN-Menschenrechtskonvention ist in der Bundesrepublik Deutschland die „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ entstanden. Das Wesen dieser Charta ist, dass Sie eine Anleitung zum Handeln für alle an der Versorgung beteiligten Menschen darstellt und zusätzlich als Wegweiser für alle damit zusammenhängende Entscheidungen gilt, wie beispielsweise die dazugehörige Gesetzgebung. Sie sollte also nicht als eine „Kann-Empfehlung“, sondern als eine verpflichtende Leitlinie begriffen werden! Die Inhalte der Charta beziehen sich auf acht Artikel; die sogenannte Pflegecharta ist also eine Art Grundgesetz für alle an der Versorgung beteiligten Personen. Sie ermuntert uns dazu, hilfebedürftigen Menschen zu ihrem Recht auf Individualität, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung zu verhelfen.

Die acht Artikel

Artikel 1:
Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf Unterstützung, um ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben führen zu können. Fragen danach, ob jemand etwas darf, sollten oder müssten hiermit weitgehend hinfällig werden. Der Einzug als Bewohner in eine Einrichtung bedeutet für den Einziehenden keine Entmündigung!

Artikel 2:
Körperliche und seelische Unversehrtheit, Freiheit und Sicherheit

Jeder hilfe- und pflegebedürftige hat das Recht, vor Gefahren für Leib und Seele geschützt zu werden. Das Recht darauf, vor Bevormundung, Bestrafung, Vernachlässigung und Verunglimpfung geschützt zu werden, ist ein Aspekt des Rechtes auf Schutz vor Gewalt.

Artikel 3:
Privatheit

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wahrung und Schutz seiner Privat- und Intimsphäre. Das gemietete Zimmer ist der Privatbereich der Pflegebedürftigen, sie gestalten es nach ihren Vorstellungen und bitten Mitarbeiter und andere Besucher herein oder verwehren ihnen den Zutritt. Niemand hat das Recht, öffentlich über ihre Belange, Daten oder Probleme zu sprechen, besonders nicht vor anderen Bewohnern.

Artikel 4:
Pflege, Betreuung und Behandlung

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf eine an seinem persönlichen Bedarf ausgerichtete, gesundheitsfördernde und qualifizierte Pflege, Betreuung und Behandlung. Allerdings sind die Auftraggeber für pflegerische oder betreuerische Handlungen immer die Betroffenen selbst, sie entscheiden, was sie möchten, wann und ich welcher Weise sie es möchten. Sie haben ein Recht auf individuell passende und notwendige Behandlung.

Artikel 5:
Information, Beratung und Aufklärung

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf umfassende Informationen über Möglichkeiten und Angebote der Beratung, der Hilfe, der Pflege sowie der Behandlung. Menschen sind keine Pflegeobjekte, an denen ohne weitere Aufklärung Handlungen vorgenommen werden dürfen. Sie haben das Recht, qualifiziert informiert zu werden und aufgrund dieser Informationen zu wählen und abzulehnen.

Artikel 6:
Kommunikation, Wertschätzung und Teilhabe an der Gesellschaft

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wertschätzung, Austausch mit anderen Menschen und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für die Umsetzung dieses Artikels ist im Besonderen die Betreuungsarbeit zuständig.

Artikel 7:
Religion, Kultur und Weltanschauung

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, seiner Kultur und Weltanschauung entsprechend zu leben und seine Religion auszuüben.

Artikel 8:
Palliative Begleitung, Sterben und Tod

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.

→ Die kostenfreie Bezugsquelle für den Download bzw. die Broschürenbestellung der ausführlichen Charta:
Hrsg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, https://www.bmfsfj.de

1.4 Menschenbilder

Gerade in der sozialen und pflegerischen Arbeit ist die Überprüfung der „persönlichen Menschenbilder“ wichtig. Wer mit anderen Menschen arbeiten möchte, der sollte sich fragen, wie er diese Menschen eigentlich sieht:

– Erleben Sie besonders stark deren Hilflosigkeit und möchten Sie behilflich sein und umsorgen? (nach dem Defizitmodell und dem damit verbundenen Helfersyndrom).

– Sehen Sie den vollständigen Menschen, der nur in einigen Situationen Ihre Unterstützung benötigt?

– Oder sehen Sie vielleicht einen Menschen, der zwar ganz anders lebt (und leben möchte), als es Ihren Vorstellungen entspricht, dem Sie jedoch mit Neugier und Respekt in seinen Lebenslösungen zur Seite stehen wollen?

Das Defizitmodell

Die sogenannten und bis vor einiger Zeit noch gelehrten Defizitmodelle des Alterns wurzeln in Vorstellungen, die sich stark biologisch am Alterungsprozess orientiert haben. Altern wurde dementsprechend als unumkehrbarer Funktionsverlust des Organismus gesehen, welcher schließlich im Tod mündet.

Genauer gesagt gehen die Defizitmodelle davon aus, dass der Mensch bis etwa zum dreißigsten Lebensjahr eine Zunahme seiner Fähigkeiten erlebt. Im Anschluss daran bis etwa zum vierzigsten Lebensjahr stellt sich eine stabile Phase ein, die dann jedoch in einen unaufhaltsamen und unumkehrbaren Verfall der Leistungsfähigkeit umkehrt und schließlich mit dem Tod endet. Der unterstellte stetige Abbau soll alle menschlichen Leistungsebenen betreffen, die intellektuellen wie die affektiven (emotionalen) und die körperlichen Leistungen.

Bekannt ist die sehr eingängige Defizit-Kurve, die bis heute ein überwiegend negatives Alternsbild prägt.

Das Kompetenzmodell

Das Kompetenzmodell geht davon aus, dass im Alter Kompetenzen durch Trainings erhalten bleiben und nicht zwangsläufig durch den reinen Alterungsprozess verloren gehen.

Ebenso sieht das Kompetenzmodell, dass Fähigkeiten nicht nur durch Übung, sondern auch durch Lebenserfahrung gesteigert und durch Integration bewahrt werden können.

Man spricht hier von den:

psychischen Kompetenzen

Wissensvorräte werden bspw. durch Kreuzworträtsel lösen trainiert und erhalten. Motivation zur Lösung von sich stellenden Problemen durch mit Lebenserfahrung gesammelten günstigen Herangehensweisen an Problematiken.

physiologischen Kompetenzen

Die körperliche Beweglichkeit wird erhalten durch die Ausführung von alltäglichen Handlungen wie sich selbst zu waschen oder Kartoffeln zu pellen. Sie kann aber auch durch Sitztanz oder andere Bewegungsangebote trainiert und regeneriert bzw. erhalten bleiben.

sozialen Kompetenzen

Die Fähigkeiten, sich in Gesellschaft zu bewegen, sich zu behaupten und Rücksicht zu nehmen und einen geeigneten Umgang mit anderen Menschen zu haben, benötigen wiederkehrendes Training durch Kontakte und werden durch gezielte Integration in die Gesellschaft gefördert.

Nach der Frage, was eigentlich Intelligenz oder Fähigkeitserwerb ausmacht, stoßen wir auf ein lebensnahes Intelligenzmodell, welches die Intelligenz von Menschen in acht Kategorien zuordnet.

Gardners acht Intelligenzen

Intelligenztyp

Endzustand

Kernkomponenten

Logisch-Mathematisch

Wissenschaftler, Mathematiker, Buchhalter, Professor, technischer Zeichner, Raumgestalter, Projektmanager, Hausfrau

Gespür für logische und numerische Muster und die Fähigkeit, diese zu unterscheiden; Fähigkeit, mit langen Ketten von Schlussfolgerungen umzugehen

Linguistisch

Dichter, Journalist, Bibliothekare, Buchhandlungsmitarbeiter, Autoren, Lehrer, Nachrichtensprecher

Gespür für die Laute, Rhythmen und Bedeutung von Wörtern; Gespür für die unterschiedlichen Funktionen der Sprache

Naturalistisch

Biologe, Umweltforscher, Bauer, Viehzüchter, Gärtner

Gespür für die Unterschiede zwischen verschiedenen Spezies; Fähigkeiten im diskreten Umgang mit Lebewesen

Musikalisch

Komponist, Violinist, Musikant, Musikalienverkäufer; Instrumentenbauer

Fähigkeiten zur Produktion von Rhythmik, Tonhöhe und Klangqualität; Wertschätzung der Formen musikalischen Ausdrucks

Räumlich

Steuermann, Bildhauer, Handwerker, Designer, Ausstatter, Maler

Fähigkeit zur akuraten Wahrnehmung der visuellräumlichen Welt und zu Transformationen der ursprünglichen Wahrnehmungen

Kinästhetisch

Tänzer, Athlet, Kellner, Handwerker, Schneider, Techniker, Gymnastiklehrer, Physiotherapeut

Fähigkeit, die Bewegungen des eigenen Körpers zu kontrollieren und geschickt mit Objekten umzugehen

Interpersonal

Therapeut, Verkäufer, Erzieherin, Krankenschwester, Altenpflegerin, Betreuungskraft, Sekretärin, Mütter, Pastoren

Fähigkeit, die Stimmungen, Charaktereigenschaften, Motive und Sehnsüchte anderer Menschen zu erkennen und angemessen zu reagieren

Intrapersonal

Person mit detailliertem und zutreffendem Wissen über sich selbst.

Lebenskünstler, Firmengründer, Visionäre, Philosophen

Zugang zu den eigenen Gefühlen und die Fähigkeit, diese zu unterscheiden und zur Verhaltenssteuerung einzusetzen; Wissen über die eigenen Stärken, Schwächen, Sehnsüchte und Intelligenzen

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