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Die widerwillige Prinzessin

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Die widerwillige Prinzessin
  5. Prolog - Es war einmal eine Prinzessin ...
  6. 1 - Die Versuchung
  7. 2 - Auf Abwegen
  8. 3 - Und der Haifisch, der hat Zähne ...
  9. 4 - Daddy Cool in der Hochzeitsnacht
  10. 5 - Das Las Vegas Ballett
  11. 6 - Quickie am Lagerfeuer
  12. 7 - Neues Spiel, neues Glück
  13. 8 - Zeit für Veränderungen
  14. 9 - Tanz der Teufelin
  15. 10 - Anschleichmanöver
  16. 11 - Wenn der Postmann zweimal klingelt ...
  17. 12 - Danke, Herr, für kleine Jungs!
  18. 13 - Verbannung in die Wüste
  19. 14 - Alles, was das Herz begehrt
  20. 15 - Und wenn sie nicht gestorben sind ...

Die widerwillige Prinzessin

Lees Mund suchte küssend, knabbernd und leckend seinen Weg über ihren Bauch abwärts zu ihrer Pussy. Seine großen, derben Hände folgten der Fährte und arbeiteten sich streichelnd über ihre Hüften gleichfalls nach unten. Mit einem Finger prüfte er, ob sie nass genug war. Oh Baby, das war sie. Und mehr als das.

Seine groben Hände fühlten sich so gut an. Dieser geile Mistkerl mit seinem göttlichen Körper.

»Du wirst genau tun, was ich dir sage«, knurrte er.

Um seiner Anweisung Nachdruck zu verleihen, versetzte er ihrer linken Brust einen derart scharfen Schlag, dass sie laut keuchen musste.

Er schlug sie auch auf die andere Brust und rollte dann mit den Fingerspitzen die harten Spitzen beider Nippel. Autsch!

Der boshafte Krieger unterbrach seinen Angriff nur, um seine Finger abzulecken. Dann kniff er erneut ihre Brustwarzen. Verdammt, das schmerzte!

Sie kreischte protestierend vor Schmerz. Als Antwort spreizte er wortlos ihren Körper und drückte sie mit seinem ganzen Gewicht nach unten. Er würde seinen Willen bekommen. Und es gab rein gar nichts, was sie dagegen hätte unternehmen können oder wollen.

Prolog
Es war einmal eine Prinzessin …

Die Prinzessin fühlte sich verloren und schutzlos bei diesem blöden Dantes Inferno in diesem verfluchten Tal. Scheiße. Sie hasste dieses verdammte Tal bis zum Abwinken. Sie hatte es schon immer gehasst.

»Das ist einfach die Hölle!«, beschwerte sich Martha lautstark bei der teilnahmslosen Sommernacht. Die Hitze des kalifornischen San Fernando Valleys und der drückende Smog machten ihren lausigen Gemütszustand und Katzenjammer auch nicht gerade besser. Sie fühlte sich absolut schrecklich. Aber noch schlimmer als ihre psychische Qual und die Sorge um den Gesundheitszustand von Big Gus war die neue finanzielle Krise in ihrem Leben.

Zum ersten Mal in ihrem verhätschelten Dasein war Martha völlig pleite. Kein reicher Daddy. Kein Big Gus. Kein Liebhaber. Kein Freund. Kein Geld für ihren extravaganten Lebensstil. Niemand und nichts. Sie war allein. Kein Plastikgeld, nicht einmal Kleingeld. Und wem verdankte sie all das? Ihrer scheinheiligen Schwester, die auf der Beute saß.

Verdammtes Miststück. Wenn der moralische Purismus der Mormonen ein Parfüm verströmte, dann müsste ihre Schwester danach stinken.

Martha schloss die brennenden Augen und rieb ihre pochenden Schläfen. Sie fühlte sich wie ein Stück Scheiße und stank wie der Teufel.

»Das überlebe ich nicht«, flüsterte sie gebetsmühlenartig.

Big Gus' Schlüssel, die sie noch immer in der Hand hielt, waren vielleicht die Lösung. Mit schweren Schritten ging sie über den Parkplatz des St. Joseph Hospitals im schönen Stadtzentrum von Burbank.

Die Lichter der gegenüberliegenden Buena Vista Disney Studios fluteten mit riesigen Scheinwerfern den Parkplatz. Später würde der donnernde Applaus der NBC Tonight Show aus dem Westblock gegenüber dem Bob Hope Drive herüberschallen. Martha starrte auf ihr Spiegelbild in der Windschutzscheibe des alten Cadillacs. Und es gefiel ihr überhaupt nicht. Bis kurz vor Mitternacht saß sie zitternd hinter dem Lenkrad des klassischen Oldtimers. Schließlich zwang sie sich dazu, etwas zu unternehmen und fuhr zurück zu Gus' Privatdetektei in North Hollywood. In seinem Büro hätte sie zumindest für die Nacht ein sicheres Plätzchen …

Es musste doch mit dem Teufel zugehen, wenn ihr in seinem Büro nichts einfiele. Mit ein wenig Glück hätte sie bis zum Morgen einen Plan, bevor Gus' Sekretärin, diese Tussi, sie rauswarf.

Alles, was sie brauchte, waren Geld für ein heißes Bad, Essen, Schlaf, Kleidung, ein kleiner Joint und die Welt wäre wieder in Ordnung. Dann konnte sie ihre stinkenden Kleider wegwerfen und etwas Weiblicheres, Gerüschtes anziehen. Hübsch und kühl, schmeichelnder Seidenstoff auf ihrer brennenden Haut. Genau so! Der Prinzessin verlangte es nach Seide und einer Party.

Martha ließ die Bürobeleuchtung aus. Die Lampen des Lankersheim Boulevard und die Lichter der Television Arts and Science Academy von gegenüber schimmerten durch die hohen, abgedunkelten Fenster und erhellten die Bürosuite mehr, als ihr recht war. Martha eilte in Gus' Privatbad und setzte sich auf die grünen, erstaunlich kühlen Bodenfliesen. Die Prinzessin war ein armes Opfer in der Hölle auf Erden, auch besser bekannt als das San Fernando Valley. Zusammengerollt wie ein Knäuel, die Knie fest mit den Armen an ihren Brustkasten gepresst, lag Martha stundenlang auf den kühlen Fliesen und lauschte auf den Verkehr und die Geräusche der Nacht, die zu ihr hochschallten. Ja, in North Hollywood konnte man Samstagnacht die Sau rauslassen. Guten und sündigen Zeitvertreib gab es mehr als genug in der Nachbarschaft: Nachtclubs, Theater und Sexshops.

Genau das brauchte Martha jetzt. Und ein paar Drogen.

Die unterschiedlichsten Sünden passierten da draußen in den Straßen von NoHo. Drogen machten sie immer glücklich. Das einzige Problem war, dass sie sich nicht in der Lage fühlte, durch irgendeine Betrügerei das dafür nötige Kleingeld zu beschaffen. Aber vielleicht gelang es ihr, an Geld zu kommen, um mit der U-Bahn bis zum Pfandhaus in Van Nuys kommen.

Erfahrungsgemäß trieben sich immer ein paar Typen herum, die irgendwelchen illegalen Stoff bei sich hatten. Sie würde sich ein oder zwei Tütchen kaufen, ein paar saubere Kleider und ein bescheidenes Zimmer finden. Das ging schon in Ordnung.

Ganz bestimmt sogar. Ein paar nette Drogen. Sünde zur Gesellschaft war ganz nach ihrem Geschmack.

Martha erhob sich wieder auf die Füße. Sie hatte plötzlich einen Plan. Vorwärts, stehle, verpfände etwas und amüsiere dich. Verschaffe dir eine kurzzeitige Erleichterung am dunklen Abgrund deiner finanziellen Krise. Vielleicht fanden sich sogar ein paar einheimische Typen für einen One-Night-Stand am Wochenende.

Beweg dich, Prinzessin.

Erfolgreiches Abgreifen verlangte Strategie und höchste Konzentration. Einkreisen und zuschlagen. Verpfänden erforderte Beweglichkeit. Austricksen und Abhauen. Und Drogen? Ding-Dong. Eigentlich hatte sie sich gerade aus der Drogenszene verabschiedet. Aber der Weg einer Prinzessin ist niemals gradlinig.

Klauen schien in dieser Nacht zu aufwändig zu sein. Um es sich leichter zu machen, würde die Prinzessin etwas verpfänden. Ein Gang ins Pfandhaus konnte eine Menge Bargeld einbringen und eine saubere Hotelsuite. Das klang gut. Die Prinzessin hatte einen Plan.

Big Gus hätte ihren Schatz natürlich gerettet. Das machte er immer. Sie musste nur das Büro durchsuchen und ihn finden. Irgendwo hier musste der Schmuck versteckt sein.

Aber sie brachte es einfach nicht fertig.

Stattdessen ließ sie sich auf das gepolsterte Ledersofa gegenüber von Gus' großem Schreibtisch fallen und schluchzte bis zum Morgengrauen vor sich hin. Es war immer fürchterlich, wenn sie keinen Stoff hatte.

Und gerade jetzt war sie schrecklich auf Entzug.

Mist.

Sie war erbberechtigt, nachdem ihr Daddy gestorben war. Big Gus kämpfte in der Notaufnahme um sein Leben. Aber ihre Schwester Margaret saß auf dem gesamten Familienvermögen und war nicht gewillt, mit ihr zu teilen, wenn sie ihren Lebensstil nicht grundlegend änderte. Aber sie würde sie schon drankriegen. Margaret, diese Hexe. Und ihren kleinen Hund auch. Ihr könnt mich mal.

1
Die Versuchung

Die aufgehende Sonne brachte neue Hoffnung mit sich. Aus der Ferne hörte sie Glockengeläut. Die dickbauchigen Glocken von St. Charles Catholic Borromeo Church weiter unten an der Straße bekamen Gesellschaft vom Gebimmel der Lutheraner westlich in Laurel Hall Chapel.

Martha liebte den frommen Klang der Glocken. Die Konfession spielte keine Rolle, sie war da nicht pingelig. Erhabenheit und Tradition des Klangs zwangen sie, sich aufzusetzen. Eine Gelegenheit, um tief durchzuatmen.

Oh Gott, was war das denn?

Martha erschrak vor ihrem eigenen Gestank.

Zu ihren Kopfschmerzen gesellte sich Schwindel.

Sie kroch zur Dusche im Badezimmer, zog ihr schmutziges, weißes Shirt aus und warf es in den Mülleimer. Sie wartete das warme Wasser nicht ab, sondern sprang unter den harten, kalten Wasserstrahl. Seine Kraft warf sie rücklings an die Wand der Duschkabine.

Verdammt, war das kalt. War das gut.

Das kalte Wasser löschte ummittelbar ihren aufgeheizten Körper, kühlte ihn ab. Sie öffnete weit den Mund, schloss fest die Augen und atmete tief durch. Oh ja!

Sie spürte, wie ihre Kräfte zurückkehrten. Von diesem Scheißdreck ließ sie sich nicht unterkriegen.

Niemals. Denn wenn sie keine wahre Lebenskünstlerin war, wer dann? Okay, offiziell war sie pleite. Und die Einsamkeit war die Hölle. Aber sie würde es überleben.

»Dumm gelaufen, so als alternde Prinzessin ohne Gönner«, schimpfte sie laut mit sich. »Scheiße, wirklich dumm gelaufen.«

Aber immerhin hatte sie eine große Schwester.

Noch mehr Pech. Denn bedauerlicherweise knüpfte diese starke und angesehene Schwester Bedingungen an ihre Unterstützung. Martha hasste Margarets Bedingungen. Darüber hinaus hatte sie gegenüber ihrer achtbaren Schwester ständig Schuldgefühle. Schuld war ein gewaltiger Dämon, gegen den man schwer ankämpfen konnte. Am besten war es daher für ein ungezogenes Mädchen, der ehrbaren Margaret auszuweichen. Sollte diese konservative und sittsame Schlampe doch das Familienimperium regieren.

Es war schmerzhaft, aber Martha musste einsehen, dass sie nicht mehr Daddys kleine Prinzessin war und niemals die respektable Schwester sein würde, die Margaret verdiente. Denn Martha liebte ihre ältere Schwester. Schon immer. Obwohl es wirklich nicht einfach war, sie zu lieben. Es war schwer, jemanden zu lieben, der so völlig perfekt war. Und leider litt Margaret unter großer Perfektion. Martha war im Schatten ihrer schrecklich frommen Schwester aufgewachsen. Sie hatte oft mit Gus darüber gelästert, dass Margaret die Tugendhafte in der Familie sei und sie die Lasterhafte.

Hin und wieder hatte sich Martha gewünscht, alles richtig zu machen und Prinzessin Perfekt abzugeben. Aber genau dann erschienen stets alle inneren und äußeren Dämonen. Außerdem gefiel sie sich in der Rolle des ungezogenen Mädchens. Martha hatte es immer an Courage, Überzeugung und Stärke gefehlt, die Gute zu sein.

Als sie neun Jahre alt war, starb ihre Mutter. In den darauf folgenden Jahren hatten all diese Seelenklempner ihrem Daddy weisgemacht, sie sei böse, gefühllos und zu keinen Emotionen fähig. Aber das stimmte nicht.

Es lebte sich nur einfacher, wenn man all diese Klischees von einem achtbaren Leben aufgab, diesen ganzen emotionalen Scheiß vergaß und nur für den Augenblick lebte. Das allein zählte. Und wenn man es genau nahm, war das Leben nicht eine billige, Nerven raubende Achterbahnfahrt? Nur ein Thrill?

Martha liebte billige Thrills.

Mit einem Stück Badeseife wusch sie ihre Designerjeans und ihre rote Spitzenunterwäsche direkt auf ihrem Körper. Anschließend zog sie die nassen Klamotten aus und warf sie ins Waschbecken, bevor sie anfing, ihren Körper zu schrubben.

Ihre vollen Brüste schmerzten kaum merklich mit einem dumpfen Pochen. Sie massierte die Seife in die dunklen Konturen ihres getrimmten Schamhaares und dachte kurz daran, es sich selber zu machen. Vielleicht fühlte sie sich danach körperlich besser. Sie glitt mit den Fingern zwischen ihre Schamlippen und suchte ihren Lustpunkt. Aber sie fühlte sich nicht geil. Scheiße, vielleicht bekam sie keinen Orgasmus?

Wenn sie beim Masturbieren nicht zum Höhepunkt kam, fühlte sie sich immer völlig wertlos. Auch an diesem Morgen fehlte die nötige erfolgreiche Stimulation. Deshalb gab sie ihr Vorhaben auf. Auf einen weiteren unerfüllten Moment in ihrem Leben konnte sie gut verzichten.

Sie wrang ihre Kleidung aus, hängte sie in die warme Sonne, die nun durch das große Fenster schien und machte sich in Big Gus' Büro auf die Suche nach einem Feigenblatt. In der unteren Schublade seines Schreibtischs fand sie ein paar saubere blauweiß gestreifte Boxershorts. Sie zog die Männerunterwäsche über ihre schmalen Hüften und vollen Pobacken. Plötzlich wurde ihr bewusst, wie dünn und schwach ihr schlanker Körper wirklich war. Sie brauchte wirklich neue Kleidung und durchsuchte den Schreibtisch der Tussi-Sekretärin.

Aus einer der Schubladen kramte sie ein tiefblaues Kopftuch hervor und knotete es um ihren üppigen Busen. Nicht, dass es dabei ihre Titten bedeckte. Keineswegs. Margaret hatte die langen Beine der Familie geerbt, aber sie, Martha, hatte diese umwerfend vollen Brüste und diesen herrlichen Arsch geerbt.

»Danke, dass Sie gestern das Leben meines Partners gerettet haben.«

Die tiefe, volle Stimme schreckte Martha hoch. Sie sah einen großen Farbigen mit langem, schwarzem, wallendem Haar und in der Kleidung eines Bikers. Er verharrte ruhig in der Türöffnung des Büros. Plötzlich fühlte Martha sich nackt, blieb deshalb sitzen und durchsuchte weiter den Schreibtisch der Tussi.

»Wer sind Sie?« Sie schnauzte die Frage geradezu.

»Joaquin Xavier Lee. Der Name steht an der Tür.«

Martha nahm es zur Kenntnis. Sicher prangte sein Name genauso wie der von Big Gus und den anderen Büroschwänzen auf der Tür. Er war einer dieser Sicherheitstypen. Ein Warrior. Das war nicht gut! Diese Typen machten immer Ärger. Warriors waren von Natur aus aggressiv. Nicht gerade, was sie im Moment brauchte.

Nervös und ein wenig ängstlich leckte sich Martha über die Lippen und sah ihn lammfromm an.

»Hast du eine Zigarette für mich, großer Junge?«

Er schloss geräuschlos die Türe hinter sich.

»In Julies Schreibtisch wirst du keine finden. Sie ist Nichtraucherin.«

Martha knallte die Schublade zu und beschloss, nach ihren gewaschenen Klamotten zu sehen. Sie konnten unmöglich inzwischen trocken sein. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass sie nasse Unterwäsche und feuchte Jeans anzog. Ihre Überlebensinstinkte warnten sie, dass sie in Gegenwart dieses Mannes nicht nur mit dem Kopftuch des Büromäuschens und Gus' Unterhosen bekleidet herumlaufen sollte. Sie fuhr erneut mit der Zunge über ihre Lippen und versuchte Blickkontakt mit ihm herzustellen, um ein wenig aggressiver zu erscheinen.

Als ob er ihre Gedanken erraten habe, grinste er amüsiert und kommentierte: »Dein Modestil gefällt mir.«

»Ach Chief, was sind Sie doch für ein Süßholzraspler.«

Sein Grinsen verschwand, als er eine dunkle Segeltuchtasche auf den Boden stellte.

»Wie viele Indianer mit dem Namen Lee hast du schon in deinem Leben kennen gelernt?«

Er streckte sich auf der Ledercouch im Empfangsbereich aus und seufzte hörbar erleichtert.

»Ich könnte wetten, dass du nach den Schlüsseln zum Königreich suchst, Prinzessin. So nennt dich Gus doch, oder? Prinzessin!« Er winkte mit einem großen, braunen, wattierten Briefumschlag in ihre Richtung.

Ihre Angst verflog. Kein Zweifel, der Kerl war zu erschöpft, um ihr Schwierigkeiten zu machen. Sie wurde ein wenig mutiger und ein wenig unverschämter.

»Nun, wenn die Schlüssel meinen Katzenjammer heilen, mich ein wenig high machen oder mir ein Frühstück besorgen …«

»Gus hat mir aufgetragen, deinen Schmuckplunder abzuholen. Ich glaube, der Inhalt gehört dir.«

Gedankenlos warf er ihr das Päckchen zu und begann, seine schwarzen Kampfstiefel aufzuschnüren.

War er irgendein super Warrior-Retter oder der noble Postbote, der ihr den Familienschmuck zurückbrachte? Er musste ein Warrior-Knecht sein. Gut so!

Die Glocken!

Glocken brachten ihr immer Glück.

Wie jetzt. Denn gerade zog ein erprobter Knecht vor ihren Augen seine staubigen, schweren Stiefel aus. Ausziehen war gut. Interessant. Zweifellos gab es an diesem Morgen doch noch Lichtblicke.

Diese aggressiven, natürlichen Warrior-Typen, egal, ob männlich oder weiblich, trieb es fast immer ins Fitnessstudio. Muskeltypen mit gebräunten Körpern. Eine echte Prinzessin stand auf beeindruckende Sixpacks.

Halleluja! Alle Glocken läuteten. Vielleicht konnte dieser Warrior etwas für ihre lüsterne Natur tun?

Boogie Nights.

Kurz von ihren sexuellen Gedanken abgelenkt schaffte es Martha, die fliegenden Juwelen aufzufangen, ohne dabei ihre Nippel völlig zu entblößen. Sie zeichneten sich hart unter dem dünnen Kopftuchstoff ab. Nur ruhig. Verdammt, sie musste sich von dem Gedanken verabschieden, jeden Mann zu ficken, den sie weniger als sechzig Sekunden kannte.

Ungezogene Prinzessin.

Nicht gut.

Aber warum nur fühlte sie sich in der Rolle der Ungezogenen so gut?

Sie stemmte beide Füße gegen den Schreibtisch und zog die Knie an ihren Körper. Die Prinzessin kontrollierte ihren Schatz. Klasse! Die Familienerbstücke waren wieder sicher bei ihr gelandet. Die gnädige Prinzessin schaute auf und dankte ihrem treuen Diener.

»Ich weiß das zu schätzen.« Sie wollte vermeiden, dass ihre Stimme aggressiv klang, wegen der geilen, wilden Fantasien, die sie über ihn hegte. »Aber«, sie hielt einen Moment inne, unfähig, ihre versauten Gedanken zu stoppen, »verstecke sie weiterhin an einem sicheren Ort und sage Big Gus, dass ich in seiner Schuld stehe.«

Alle Prinzessinnen hassen es, Unzulänglichkeiten zu zeigen, denn die könnten ausgenutzt werden. Meistens zur unpassenden Zeit. Martha verachtete ihre Fehler. Sie hasste es, zugeben zu müssen, dass sie charakterschwach war. Warum war es für eine Prinzessin so verdammt hart, zugeben zu müssen, dass man ihr den Familienschatz nicht anvertrauen konnte?

Hätte sie in der vergangenen Nacht die Juwelen bei sich gehabt, so wären sie für immer verloren gewesen und sie total high irgendwo auf dem Hollywood Boulevard herumgeirrt. Es war eine große, bekannte, kurvenreiche Straße, auf der jede Menge Stolperfallen lauerten, böse, dunkle Dämonen und alle möglichen billigen Thrills.

Die Hölle. Sie musste das Valley unbedingt verlassen, bevor sie in den verdammten Hügeln von Hollywood endete oder, genauso schlimm, in der Stadt der verlorenen Engel.

Niemals.

Diesmal musste sie das Richtige tun und das Familienerbe für Margaret sichern. Ihre gute Schwester hatte die Juwelen verdient. Wenn Martha die böse, kleine Prinzessin war, dann war ihre Schwester die göttliche, königliche Regentin.

»Sperr sie weg. Meine Schwester wird für die Rückgabe bezahlen.«

Sie brachte genügend Frechheit auf, um dem treuen Warrior den Familienschmuck wieder zuzuwerfen. Er saß entspannt und ohne seine Stiefel auf der dunklen Ledercouch. Sie erwiderte seinen Blick und musterte ihn.

Er war einfach wie dafür geschaffen, schmutzigen Fantasien ihren Lauf zu lassen. Aber war er wirklich so gut?

Den dunklen Ton seiner glatten Haut hatte die Sonne vertieft. Er war eindeutig ein Halbblut, irgendwo in seinen Genen floss das Blut eines weißen Mannes. Er war groß und muskulös, sein dunkles, dickes Haar war natürlich gelockt. Er sah wie ein merkwürdiger Mix verschiedener Rassen aus. Mit den mandelförmigen Augen eines Asiaten, aber in grüner Farbe. Verdammt, er war ein Adonis!

Dass Asiaten klein waren, sah man ihm überhaupt nicht an.

»Lee, hm …? Ist das nicht der am meisten verbreitete Name in China?«

Adonis lächelte und zeigte eine Reihe ebenmäßiger weißer Zähne. Verdammt auch. Jeder der mit Gus zusammenarbeitete, hatte großartige Zähne. Die Agentur musste einen genialen Zahnarzt haben.

Herrlich, davon gebissen zu werden, meine Liebe.

Sie betrachtete ihn weiter mit zunehmend lüsternem Interesse.

Aber etwas schien nicht zu stimmen. Sein sonorer Ton und seine Körpersprache schrien zwar nach Sex, aber seine Antwort enthielt einen gehässigen Unterton, den sie nicht richtig einordnen konnte.

»Als uneheliches Kind entwickelt man schon in jungen Jahren alle möglichen Fähigkeiten und Talente, um überleben zu können. Nicht alle von uns können sich glücklich schätzen, einen reichen Vater und eine Ahnentafel zu haben, Prinzessin.«

Aha, auf die Mitleidstour also? Süß. Armes, ungewolltes Kind. Keine Kultur. Keine Probleme. Kein Ärger. Pech auch. Er war nur eine weitere Schlange im Gras.

Martha hasste Schlangen. Ganz gleich, wie schön sie auch sein mochten.

Aber am meisten war sie davon angepisst, in welch tiefem, sexy Ton er sie Prinzessin nannte. Irgendwie klang es bei ihm schlimmer als Nutte, Schlampe oder noch Schlimmeres.

Oh, er war ja so charmant.

Eine Art bezaubernde Anakonda.

Martha zog am Taillengummi ihrer zu großen Männerunterhosen und bedachte ihn mit einem sinnlichen Augenaufschlag. Sie senkte geziert ihre langen Wimpern und ließ ihre Hüften schwingen, als sie sich an ihm vorbei zurück in den Bürobereich trollte. Was für ein Abgang. Ihr Schauspiellehrer wäre bei ihrem Auftritt in Ohnmacht gefallen.

Die schwüle Hölle des Valleys heizte sich wieder auf, aber leider waren ihre Feigenblätter noch feucht. Sie prüfte die feuchte Wäsche und überschlug die restliche Trockenzeit.

Verdammt noch mal! Noch mehr Pech! Sie saß in der Falle. Fast nackt war sie mit dieser Schlange sicher noch für eine Stunde gefangen, weil ihre Kleidung so langsam trocknete. Sie fühlte sich unbehaglicher und nackter, als sie zugeben mochte. Martha rieb ihre geschwollenen Augen und eilte ins Badezimmer. Okay. Auch das konnte sie überleben.

»Also, du armes, uneheliches Kind, dann berichte mir, wie es Gus heute Morgen geht.« Sie nickte ihm aufmunternd zu, bevor sie den Wasserhahn aufdrehte.

Es war Zeitverschwendung mit ihm. Keine verwandte Seele zu sehen.

Er klang wie ein Latino, wenn auch nicht wirklich.

»Wir werden wohl eine Zeitlang ohne den großen Jungen auskommen müssen. Für morgen haben sie irgendwelche besonderen Operationen am Herzen geplant, aber es sieht nicht gut aus.«

Als seine Worte zur ihr durchdrangen und sie ihr Spiegelbild über dem Waschbecken sah, spritzte sich Martha Wasser in ihre hellblauen Augen. Sie massierte sie behutsam und rieb sich den Schlafsand aus den Ecken. Mist. Immer, wenn sie heulte, sah sie anschließend so beschissen aus.

Immerhin. Ihr gebleichtes, blondes Haar ließ noch den kürzlichen Schnitt erkennen und war frisch und sauber vom Duschen. Sie plusterte es mit den Fingern auf. Langsam nahmen ihr geschwollenes Gesicht und ihre geröteten Augen wieder normale Züge an. Sie fühlte sich wieder wunderschön. Martha liebte ihre Schönheit, denn sie verschaffte ihr im Leben Vorteile. Hübschen Prinzessinnen wurde jeder Herzenswunsch erfüllt, damit sie sich danach noch besser fühlten.

Aber in ihrer jetzigen Situation fühlte sie sich überhaupt nicht besser.

Nein. Sie saß in diesem verdammten Valley fest und war durch die dämlichen Hügel von Hollywood von Los Angeles abgeschnitten. Gus befreite sie immer aus dem Tal. Sie hatte keine Ahnung, wie sie ohne ihn hier wegkommen sollte. Sie brauchte Big Gus so sehr.

Sie hatten sich vor etlichen Jahren kennen gelernt, als sie aus einem New Yorker Internat eine Woche vor ihrem vierzehnten Geburtstag mit einem kriminellen Biker aus Jersey türmte. Was für eine glorreiche Zeit war das gewesen. Der Hammer.

Natürlich hatte sie sich von Daddy einen Vortrag anhören müssen. Er hatte sie ausgeschimpft und ihr gedroht und sie danach in die nächste Schule abgeschoben und dann in die übernächste. Und jedes Mal machte er einen Riesenplan für ihre Zukunft.

Die abtrünnige Prinzessin, ihr Daddy und Gus hatten das ganze Rettungsprogramm drauf. Bis zum Abwinken. Big Gus brachte sie zurück nach Utah, und Daddy stellte - wie immer - neue Regeln für sie auf. Sie hörte gehorsam zu, stimmte dem jeweils neuen Plan zu, versprach, ihr Bestes zu geben, sich ordentlich zu benehmen und regelmäßig zur Kirche zu gehen. Und bei jeder Gardinenpredigt dachte sie nicht im Entferntesten daran, ihr abgefahrenes Leben zu ändern.

Je nachdem, welche neue Umgebung er für sie ausgesucht hatte, strengte sich Martha manchmal wirklich an. Nachdem sie jedoch von sechs versnobten Schulen geflogen war, hatte Daddy die tolle Idee gehabt, dass ihre weitere Ausbildung vielleicht besser außerhalb der Mauern von angesehenen, akademischen Instituten zu bewerkstelligen sei. Er hatte sie auf Hauswirtschaftsschulen geschickt, Kunst- und Designerschulen, Modelschulen und eine ganze Reihe von Schauspielschulen. Dazwischen hatte er ihr drei Skiferien in exklusiven Winterresorts finanziert und namhafte Olympiatrainer engagiert, um ihr Selbstdisziplin für ein seriöses Sportlerleben einzutrichtern. Oh, war das lächerlich gewesen. Die Chance, sich endlich zu ändern. Ausgerechnet dort???

Disziplin gehörte nicht zu ihrem Vokabular.

Nicht einmal annähernd.

Manchmal hatte es ihr Spaß gemacht, eine gute, kleine Prinzessin zu spielen, bis sie alle mit ihren Marotten nervte und sie sich langweilte. Dann kratzte sie die Kurve, ließ es krachen und schlug sich mit Betrügereien durch. Bis sie versuchte, den Familienschmuck zu verpfänden. Dann tauchte jedes Mal Big Gus auf und brachte sie heim zu Daddy. Martha bewunderte Big Gus, weil sie auf ihn zählen konnte. Die Erinnerung daran, wie er letzte Nacht in ihren Armen eine Herzattacke erlitt, ging ihr nahe. Sie versuchte, nicht mehr dran zu denken.

Martha musste nach vorne sehen und ihren eigenen Weg gehen. Ihr kam in den Sinn, dass sie die letzte Maniküre in Miami hatte, während sie darauf wartete, dass Big Gus sie befreite. Oh, wie hatte sie den schnellen Drogenrausch genossen, den ihr diese Latino-Gangster besorgten, die erstmals in Amerika dealten.

Alles gut in Amerika!

Viva Zapata!

Sie bewunderte ihre scharlachroten Nägel und hätte dazu gerne einen passenden Lippenstift gehabt. Sie fühlte sich zu mager, um sexy zu sein, wie immer, wenn sie zu viel Kokain genommen hatte. Es versaute einem den Appetit. Das war ihr größter Absturz gewesen, als sie mit diesen Gangstertypen abhing. Ein wahrer Drogensturm.

Es hatte geradezu geschneit in Miami, und sie hatte weit über ihrem Limit eingepfiffen. Insgesamt hatte sie dabei zwanzig Pfund verloren.

Hatte sie den Salat im Reitclub mit Margaret gestern gegessen? Sie konnte sich einfach nicht erinnern. Wenn es so gewesen war, dann war das ihre erste feste Nahrung seit Tagen.

»Ich habe Hunger«, verkündete sie laut, erhielt aber von dem Warrior im anderen Zimmer keine Antwort.

Keine Drogen, kein Geld, kein Gönner, der sie hätte retten können. Martha betrachtete ihren mageren Körper unter einem neuen Gesichtspunkt. Sie sah schrecklich aus. Das war nicht gut. Überhaupt nicht gut.

Sie trollte sich zurück zum Türdurchgang und lehnte sich an den Rahmen.

»Ich nehme nicht an, dass du Frühstück mitgebracht hast.«

Lee hatte hinter dem Schreibtisch Platz genommen, den Computer angestellt und setzte sich gerade das Headset seines Telefons auf. Er schüttelte den Kopf.

»Tut mir leid. Aber ich speise nicht die Hungernden.«

Ein lüsterner Blick taxierte ihren Körper. Zu ihrer Enttäuschung wandte er sich aber sofort uninteressiert ab.

Was zum Teufel sollte das?

Martha war überrascht, dass dieser starke Warrior ihren Reizen widerstehen konnte. Sie fuhr mit der Zunge über ihre Zähne und analysierte sorgfältig ihre missliche Lage. Normalerweise fanden alle Männer sie sexy. Das zumindest war eine Konstante in ihrem Leben. Verdammtes Kokain.

»Harvey, was gibt's?« Lee bearbeitete die Tastatur des Computers, während er über das Headset mit jemandem namens Harvey am anderen Ende sprach. »Gute Nachrichten?«

Martha beobachtete, wie sich sein Gesichtsausdruck während des Gesprächs veränderte. Dieser Kerl hatte ernsthafte Probleme.

Oh prima!

Sie schmunzelte in sich hinein. Die Dinge schienen sich für die Prinzessin zum Besseren zu wenden. Vielleicht konnten sie sich gegenseitig helfen.

»Hast du es geschafft, ins Haus zu kommen?« Aus jedem seiner Worte klang Stress.

Martha setzte ihre niedliche Miezekätzchen-Ausstrahlung auf und schlich sich näher, um über seine breiten, männlichen Schultern einen Blick auf den PC-Bildschirm werfen zu können. Er sah sie vernichtend an. Martha ließ ihn in Ruhe und widmete sich dem Verkehr unten auf der Straße.

NoHo war zum Leben erwacht. Starbucks gegenüber war überfüllt. Ihr Magen knurrte. Essen. Sie musste etwas in den Bauch bekommen.

»Nein, das ist nicht gut! Was ist mit dem Schnellrestaurant? Auch kein Glück?« Lee schien aufgebracht. Nach einer kurzen Pause hörte sie sein energisches »Nein«.

Martha musste lächeln. Oh ja, der tapfere Warrior schien erheblichen Ärger zu haben. Auf seinem Gesicht zeichnete sich ansteigende Frustration ab. Er war kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Jetzt war er verletzlich.

Wunderbar.

»Geht es den Mädchen gut? Hast du sie gesehen?«

Katzen strecken sich. Miezekatzen schmusen und schnurren. Rollige Muschis machen es vorsätzlich.

Gähnend, die Arme über dem Kopf ausgestreckt und mit schlängelndem Rücken drehte sich Martha in die Mitte des Zimmers und präsentierte ihren fast nackten Körper vor seiner Nase.

Hi ho, Geliebte, schnell weg. Die Prinzessin musste schnell per Anhalter zum nächsten Schloss. Zusammen mit diesem neuen Anakonda-Warrior. Er wusste es zwar noch nicht, aber sie war seine neue Schlachtenbummlerin. Sie musste seine Heldin spielen. Sie musste ihn reizen. Sie musste mit ihm reiten. Den ganzen Weg zum nächsten Schloss. Mochte ihr Körper auch vorübergehend sehr mager sein, er war dennoch gut, das wusste sie. Nebenbei gesagt, sexy zu sein war ihr Mantra. Leck mich, es war ihr Lebenswerk.

Sie spielte ihm ihre neckische Rolle vor, verdrehte ihre Arme hoch über dem Kopf und räkelte ihren staksigen Körper wollüstig in der Morgensonne. Dabei warf sie ihm ihr einmaliges Komm-näher-Lächeln zu. Es funktionierte. Es funktionierte immer.

Sie schnurrte perfekt. Ihre kleine, sexy Kätzchen-Routine lenkte seine visuelle Aufmerksamkeit auf sie, während er weiter mit diesem Harvey telefonierte.

»Okay, schicke deine Papiere direkt auf meinem PC. Kommunikation ab sofort nur noch per Web. Wir machen das North Hollywood Office zu. Zumindest bis wir wissen, was mit Gus ist.« Er hörte Harvey zu, nickte selber zu sich und beendete das Gespräch mit: »Ich auch«. Lee widmete sich ganz seinem Computer. Dann sprach er wieder in diesem barschen Ton mit ihr.

»Zieh dich an, Prinzessin. Wir ziehen diese Agentur um. Julie wird jeden Moment hier sein und die Akten einpacken.«

»Ich habe kein Shirt.«

»Das habe ich bemerkt. Geh und kauf dir eins.« Sein Mund verzog sich zu einem boshaften, dünnen Lächeln.

Oh, er machte auf gemeinen Warrior. Auch gut.

»Ich habe kein Bargeld.«

»Dann verpfände die Diamanten und Perlen deiner verstorbenen Mutter. So geht doch dein Spiel, Prinzessin, oder?«

Eine Prinzessin konnte man nicht provozieren. Sie sah ihn missbilligend an und legte ihr linkes Bein dreist auf den Schreibtisch, beugte sich nach vorne zu ihren Zehen und ließ ihre zu großen Boxershorts so weit zur Seite rutschen, dass er ihre Pussy sehen konnte. Sie schnurrte.

»Sei kein Arschloch. Gib mir fünfzig Dollar.«

»Nein.«

Sie war geplättet von so viel Frechheit. Und während ihr das Blut in den Adern vor Wut kochte, vergaß sie kurz ihre geile Katzennummer.

»Warum nicht?«

»Weil ich Frauen kein Geld gebe. Das wäre gegen meine Grundsätze.«

»Dann …« Sie verstummte und kaute an ihrer Unterlippe. Mit ihm war nicht gut Kirschen essen. Wahrscheinlich hatte er irgendwo ein blödes Boxenluder versteckt. Oder sollte sie ihm für ein wenig Geld einen blasen? Sie versuchte es auf eine andere Tour.

»Gib mir einen Job.«

Er lachte sich halb tot.

Hallo?

Böser Warrior.

Die Prinzessin funkelte ihn an.

»Ich brauche einen Job. Und du hast zu wenig Personal, jetzt wo Gus im Krankenhaus liegt. Wir können einander helfen. Du und ich.«

»Das allerdings glaube ich nicht, Prinzessin.« Er lachte erneut. Dieses Mal länger und gehässiger. Er war wirklich gemein.

»Und warum nicht?«, antwortete sie schmollend wie Lolita. Ihr Bein lag weiterhin auf dem Schreibtisch, sie drückte das Knie durch und drehte mit einem Schwung ihren üppigen Busen aufreizend in seine Richtung.

Oh ja, jetzt hatte sie seine volle Aufmerksamkeit.

Kein Mann konnte ihren Scheinwerfern widerstehen. Sie hatte unglaubliche Titten, groß, voll und mit kecken, kleinen, rosa Nippeln, die von Natur aus in den Himmel zeigten.

»Warum magst du mir keinen Job geben?«

Oh, er bewunderte ihre Möpse. Aber leider klang seine sonore Stimme trotzdem hart und abweisend.

»Weil du nur eine verwöhnte Prinzessin ohne Berufserfahrung bist und es an dir wirklich nichts gibt, was einigermaßen zuverlässig wäre.

»Oh, du magst meinen Körper?« Affektiert legte sie die Fingerspitzen auf ihre Lippen.

»Überall steht Nutte drauf. Und ich treibe es nicht mit Nutten. Erst recht nicht mit Nutten auf Drogen.« Er grinste süffisant.

Sie brachte ihr bestes hungriges Nuttengehabe zustande und kicherte dümmlich.

»Jeder Schwanz treibt es mit Nutten. Jeder Schwanz.«

Martha bewegte ihre Zehen und bemerkte zufrieden, dass ihre tiefrot lackierten Nägel seinen Blick anzogen. Dann seufzte sie tief und ließ ihren großartigen Busen auf- und niedersinken. Sie nahm das Bein vom Schreibtisch und entzog mit einer beleidigten Drehung ihre Titten seinem direkten Blick. Zum großen Finale zeigte sie ihm ihre wunderbare hintere Fassade, die nur noch mit den gestreiften, durchhängenden Boxershorts bedeckt war. Dann tänzelte sie aufreizend zum Ledersofa im Büro.

Dieses Spiel hatte sie schon oft genug gespielt. Sie war schließlich ein Profi.

Komm zu Mama, kleiner Junge.

Oh ja, das Geld war auf der Bank.

Obwohl er vorgab, sich nur auf den Bildschirm zu konzentrieren, wusste sie, noch bevor sie sich auf dem warmen, weichen Leder niederließ, dass sie seine ungeteilte Aufmerksamkeit hatte. Sie ließ den Zwickel der Unterhose auffallen, schlug die Beine übereinander und präsentierte die dünne Linie ihres Schamhaares. Er tat weiterhin uninteressiert, aber aus Erfahrung wusste sie, dass es anders war. Sie leckte ihre Fingerspitzen wie ein kleines Mädchen, und ließ dann ganz nebenbei den Mittelfinger zwischen ihre Lippen dort unten gleiten. Die Prinzessin warf den Kopf nach hinten und stöhnte genussvoll, als sie begann, langsam hin- und herzustreichen.

»Hör zu, du harte Nuss - Nutte hin oder her, ich brauche einen Job. Einen stinknormalen Job.«

»Dann versuch es mal auf der Straße.«

Nervig, dieses Arschloch.

»Du raffst es wohl nicht«, knurrte sie. »Du musst mir wirklich helfen.«

Seine grünen Augen verließen den Bildschirm. Er fletschte sein weißes Gebiss und wieherte: »Ich weiß nicht, was du willst. Du weißt doch offensichtlich am besten, wie du dir selber helfen kannst.«

Dieser bekackte Warrior mit seinem blöden Gehabe und seinem smarten Mund kotzte sie langsam an und ließ sie ihr königliches Benehmen vergessen. Die Prinzessin war hungrig und brauchte Stoff.

»Du musst mir glauben. Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, mich zum Miststück auszubilden. Hilf mir hier raus. Ich brauche dich, und ich brauche einen richtigen Job. Hilf mir jetzt. Du wirst es nicht bereuen. Sie krümmte den Rücken leicht und atmete noch ein wenig liederlicher.

»Nicht bereuen, ich?« Dieses Mal lachte er nicht ganz so gemein. »Was willst du mir denn Gutes tun, Prinzessin?« Die Art und Weise, wie er Prinzessin aussprach, klang jetzt nicht mehr feindselig. »Vielleicht möchtest du eine Kleinigkeit in meine Richtung werfen?«

Sie wusste genau, dass ihr niemand etwas wegnahm, was sie nicht auch freiwillig hergab. Die Prinzessin bearbeitete ihren Lustpunkt aggressiver.

»Meine Schwester Margaret gibt mir eine Million Dollar, wenn ich einen Job durchhalte und es hinbekomme, ein Jahr lang clean zu bleiben und nicht verhaftet zu werden. Wir könnten teilen. Du und ich.«

Na klar. Geld war das Zauberwort. Kein Wunder. Sex und Geld, eine Kombination, der kein Schwanz widerstehen konnte.

Sie sah, wie seine grünen Schlitzaugen blitzten.

Dieser Blödmann drehte doch einfach den Spieß um, während er nachdenklich den Computer ausstellte und ihr antwortete.

»Ich habe irgendwas läuten hören von dem Angebot deiner Schwester. Diese Vereinbarung scheint eine Menge Kleingedrucktes zu beinhalten.«

Sie war zwar überrascht, dass er womöglich mehr über die Vereinbarung wusste, zog es aber vor, darauf nicht zu reagieren.

»Du bist also interessiert.« Sie warf die Schultern nach vorn und keuchte ein wenig sinnlich.

Ja, das gefiel ihm.

Und sie mochte ihn dafür, dass es ihm gefiel.

Lee fuhr mit seinen großen Händen durch sein schulterlanges, dunkles Haar, grinste sie dabei begierig an und beobachtete ihre Reaktion.

»Kann schon sein.«

Komm zu Mama, du ungezogener Junge. Schweiß machte sich auf seiner strengen Unterlippe breit. Kein Zweifel mehr. Er war interessiert. Noch kein Grund zu lächeln, Prinzessin. Sie machte es sich selbst, bis genügend Nässe abwärts in ihre feuchten Boxershorts rieselte. Ihr Atem beschleunigte sich.

»Hilf mir«, flehte sie süß. »Selbst eine versaute Prinzessin benötigt manchmal Hilfe.«

Er konnte seinen Blick nicht von ihrer Pussy wenden, was ihm aber schließlich doch gelang.

»Hälfte.«

»Hälfte? Was?«

»Ich will die Hälfte deiner Erbschaft. Sie beläuft sich auf zirka einhundert Millionen Dollar. Bin ich richtig informiert?«

Dieser gierige, kleine Bastard! Sie leckte sich über die Lippen und ließ sich ihre Verärgerung nicht anmerken.

»Tut mir leid, aber das ist zu viel. Hör zu: Du besorgst mir einen Job und gibst mir jetzt ein wenig Taschengeld. Dafür bekommst du von mir genau in einem Jahr eine Million Dollar.«

Zunächst schien er ihr Angebot ernsthaft zu überdenken, aber dann schüttelte er den Kopf.

»Ich gebe mich nicht mit unberechenbaren Frauen ab. Und willenlose Prinzessinnen wie du machen einem Kerl wie mir nur Ärger. Darüber hinaus bist du ein wirklich verdorbenes Mädchen. Ich kenne zu viele deiner ehemaligen Gefährten, um auf deine babyblauen Augen, deinen Schmollmund oder deine tollen Titten hereinzufallen. Aber der Trick mit der Selbstbefriedigung war ein netter Versuch.«

Sie nahm ihre feuchten Finger von ihrer Klit und strich damit über ihre Lippen. Probierte ihre eigenen Säfte.

»Dann behalte doch den Familienschmuck als Sicherheit.«

»Hast du nicht soeben gesagt, dass er deiner Schwester gehört?«

Eindeutig unbeeindruckt von ihren feinen Talenten gelang ihm doch ein geiles Grinsen.

»Nicht, wenn ich ein Jahr lang clean bleibe.«

Sie lächelte ihn hoheitsvoll an und strich dabei mit den Fingerspitzen über den dünnen, blauen Stoff, den sie straff um ihren Brustkasten geschlungen hatte. Ihre Nippel standen stramm.

Er war so niedlich, und Martha war bereit. Ihr Selbstvertrauen kehrte zurück.

Oh, Baby. Wie gerne würde sie es ihm jetzt besorgen. Seine sexy, breiten Schultern würden genau zwischen ihre Beine passen, wenn sie seinen selbstgefälligen Mund in ihre heiße, nasse Pussy drückte.

Aber dummerweise hatte sich seine Aufmerksamkeit von ihrer Pussy zu ihrem Geld verlagert.

»Aber ist es nicht so, dass du einen Blut- und Urintest machen musst, um deine Drogenfreiheit zu beweisen?«

Offenbar kannte er wirklich jedes Vertragsdetail von Margaret. Obwohl ihr zunehmend nagender Hunger sie ein wenig wuschig im Kopf machte, versuchte sie, nicht völlig die Kontrolle zu verlieren und nur Scheiße mit dem Arschloch zu reden. Denn er schien ernsthaft über ihr Angebot nachzudenken.

Er beugte sich nach unten, um seine dicken Stiefelsocken auszuziehen. Dann rollte er sie zu einem kleinen Knäuel und warf sie in Richtung der Tasche auf den Boden. Er war sehr sexy, grob, gemein und zwielichtig.

Lecker, lecker. Die Prinzessin würde ihn schon kriegen.

Er antwortete ihr mit seiner sexy, tiefen Stimme, aber als ob er mit einem dummen Kind spräche.

»Hör zu, Prinzessin. Ich möchte dich nicht beleidigen, aber wir beide wissen, dass du ein böses Mädchen bist ohne jegliche Skrupel oder Moral. Ich werde dir ein Shirt geben, und dann nimmst du deine verdammten Juwelen und verschwindest wie der Teufel aus meinem Leben.«

Er lehnte ab?

Auf keinen Fall.

»Bitte.« Martha flehte flüsternd. »Es stimmt, ich habe einige miese Typen in der Vergangenheit ausgenommen, warum auch nicht? Sie haben das Gleiche mit mir gemacht.« Sie machte eine Kunstpause und leckte sich wieder über die Lippen. »Aber bei Gus ist das anders. Du kannst mir trauen, weil du sein Partner bist. Habe ich mich gestern etwa nicht vertrauenswürdig benommen, als er mich brauchte?«

Ihr Vortrag schien ihn zu beeindrucken. Er sah sie ernst an. Aber ihre Worte allein schienen ihn nicht zu überzeugen. Lee schüttelte den Kopf und sprach wieder mit diesem tiefen, mächtigen, belehrenden Ton.

»Anerkennenswert, was du für Gus getan hast. Das sehen wir alle so. Trotzdem ist die Antwort nein. Selbst wenn du die Sache seriös und aufrichtig angingst, wissen wir doch beide, dass du zu haltlos und egoistisch für einen normalen Job bist. Davon ganz abgesehen, kann ich nicht ein ganzes Jahr meines Lebens damit verschwenden, für dich den Babysitter zu spielen.«

Es war ihr egal, was er sagte, denn er schien langsam weich zu werden. Deshalb wollte sie ihm die Sache noch schmackhafter machen.

»Nicht einmal bei all den Juwelen, einer Million Dollar und einer großartigen Nummer?«

Wenn sie seine Miene richtig deutete, dann hatte sie ihn im Sack.

Aber dann schüttelte dieses willensstarke Arschloch schon wieder den Kopf.

»Nein.«

Er stand auf, streckte sich und ging zu seiner Tasche. Lee öffnete sie, nahm ein reines, schwarzes Baumwollshirt heraus und warf es ihr zu.

»Das war's, Prinzessin. Und jetzt mach, dass du hier rauskommst. Adios.«

Wenn Martha etwas in ihrem Magen gehabt hätte, wäre es ihr hochgekommen. Da das nicht der Fall war, verabschiedete sie sich von ihrer Sextour und eilte in Gus' Büro, um ihre Kleider einzusammeln.

Verdammtes Kokain. Es machte sie zu dünn, ruinierte sie. Aber zum Teufel! Sie brauchte ihn nicht. Sie brauchte niemanden … niemals. Sie war eine Prinzessin.

Ihre Spitzenunterwäsche war nahezu trocken. Sie stieg aus den Boxershorts und schlüpfte in ihre roten Höschen. Es war ihr scheißegal, dass die Tür zwischen ihr und Lee offen stand und sie seine grünen Augen in ihrem Rücken spürte. Die Feilscherei mit diesem Trottel war zwecklos. Sollte dieser zwielichtige Verlierer ruhig einen Schluck von dem nehmen, was er nie bekommen würde. Sie strippte mit dem blauen Kopftuch und streichelte ihre nackten, exquisiten Brüste, um ihn zu ärgern. Dann schlüpfte sie in das Shirt.

Sie hatte Probleme, sich in die klammen, kühlen Jeans zu zwängen. Sie entdeckte ihre roten Peeptoes, stopfte ihren Spitzenbüstenhalter in ihre Tasche und eilte zur Eingangstür des Büros. Jetzt hatte sie absolut nichts mehr. Gar nichts. Sie musste sich zusammenzureißen, wenn sie überleben wollte.

Der Weg zum nächsten Schloss konnte ein sehr steiniger werden.

»Du hast etwas vergessen.« Lee hielt den Umschlag hoch, mit all den Edelsteinen und Juwelen von Generationen mütterlicherseits.

Das war ein wirklich bekackter Test.

Sie wollte keine Emotionen zeigen oder gar am Ende den Schmuck doch noch nehmen. Deshalb senkte sie die Augen auf den Boden, schüttelte den Kopf und öffnete die Tür.

»Behalt das Zeug. Sie sind mehr wert als dein ganzes verdammtes, blödes Geschäft. Wenn ich in einem Jahr nicht zurück bin, kannst du sie meiner Schwester schicken. Gus kennt die Adresse«, zischte sie giftig, setzte ihre Sonnenbrille auf und verließ, aus jeder Pore schwitzend, den Ort ihrer Niederlage.

2
Auf Abwegen

Die Prinzessin holte nur kurz Luft und begab sich auf die Straßen von NoHo. Da ihr Hunger inzwischen unerträglich war, überlegte sie, irgendeinen Kerl anzumachen und sich von ihm Kaffee und Muffins bei Starbucks gegenüber spendieren zu lassen, entschied sich dann aber dagegen. Für heute Morgen war ihr Bedarf an Männern gedeckt, sie hatte keine Lust, ihr Ego völlig zu zerstören. Martha begab sich langsam zur U-Bahn-Station Chandler und überlegte, ob sie in der Bahn eine Brieftasche stehlen oder jemanden um etwas Kleingeld anhauen sollte. Es ergab sich, dass sie auf ein geschwätziges, schwules Pärchen traf, dass ihr großzügig eine Zigarette vor dem alten La Porta Kino anbot und eine Freikarte für einen neuen Film, wenn sie an einer Meinungsumfrage teilnahm. Da sie nichts drängte, stimmte sie zu, rauchte die Zigarette zu Ende und betrat das klimatisierte Kino.

Die kühle Luft fühlte sich großartig an. Sie atmete sie in tiefen, langen Zügen ein und segnete den Augenblick.

Martha liebte Kinos, insbesondere die alten mit ihren Balkonen und ihrem Art-deco-Interieur. Sie waren ihre Lieblingsverstecke. Die Wirklichkeit war so verdammt schmerzhaft. Die Fantasie war viel besser. Imitiertes Leben war besser als das richtige. Fantasiepersonen waren netter, sexier und viel symphatischer als die authentische Version. Imitation war ein Credo ihres Lebens. Kinos waren einfach perfekt, um kurzfristig der Realität zu entfliehen.

Während ein Typ am Erfrischungsstand sein Popcorn mit Butter salbte, stahl sie ihm sein Getränk und seinen Hot Dog. Im Kino setzte sie sich in eine der hinteren Reihen und verschlang den Hot Dog. Leider war er mit zu viel Senf bestrichen. Aber zumindest hatte sie wieder etwas im Magen. Das geklaute Getränk war ein Eistee. Martha setzte ihre Sonnenbrille ab und machte es sich ein paar Mußestunden lang in ihrer Fantasiewelt bequem.

Sie vergaß die Welt um sich herum und versank für zwei Stunden in der cineastischen, sicheren Scheinwelt, bis ihr Zeitlimit abgelaufen war, die Beleuchtung langsam wieder anging und sich der hässliche Kopf der Realität erhob. Der Zauber verflog, und sie fühlte sich hundeelend.

Der Besuch auf der Damentoilette rettete ihr das Leben. Sie hatte wirklich Glück, als sie in einer offenen Tasche eine volle, rezeptpflichtige Flasche Vicodin entdeckte und entwenden konnte, während sich die abgelenkte Eigentümerin die Hände wusch.

Sie wartete darauf, dass die Frau den Waschraum verließ und fuhr sich durch ihr modisch gestyltes Haar. Oh, sie war so verdammt gut. Das Leben kam zurück. Ein Hot Dog, ein paar Stunden gute, alte Muße in klimatisierter Dunkelheit, eine Flasche Pillen, und das Leben war wieder lebenswert. Sie war wieder im Spiel. Lebend, es ging ihr gut, sie würde es schon schaffen.

Sobald ihr ahnungsloses Opfer gegangen war, hielt sie ihren Mund unter den Wasserhahn und schluckte eine Hand voll Pillen. Es gab einen Gott, und heute hieß er Vicodin! Es war zwar nicht ihre absolute Drogenwahl, aber heute wirkte es wie eine Wunderdroge.

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