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Die Wahre Bedeutung Der Kommunion

DIE WAHRE BEDEUTUNG DER KOMMUNION

Kommunen als Modell zur spirituellen Weiterentwicklung der Gesellschaft

TRISTAN NOLTING

Wir leben in einer verwirrenden Zeit. Wörter, wie etwa die Kommunion (lat. communio „Gemeinschaft“), verlieren ihren Wert und stehen nicht mehr für die Vereinigung von Menschen in Freiheit untereinander, sondern für die Ausgrenzung einer religiösen Gruppe gegenüber einer anderen. Umso dankbarer bin ich, dass es in unserer Moderne umso mehr Möglichkeiten gibt, dem Licht dieser Welt Ausdruck zu verleihen, da es Menschen gibt, die jeden Tag für mehr Toleranz in unserer Gesellschaft arbeiten. Einige dieser Menschen möchte ich zum Dank erwähnen: Dazu zählen mein bester Freund Dominik Gremmels, meine Freundin Celine Thiemann und meine Eltern (Kerstin und Torsten Nolting). Und auch an meine anderen Freunde: Danke, dass ihr stets für mich da seid und mir bei der Umsetzung meiner verrückten Ideen helft. So prophezeie ich für unsere Zukunft: Solange die praktische Arbeit an uns selbst nicht zum Erliegen kommt, haben wir eine Chance, dem Ideal des versprochenen Paradieses näherzukommen, ohne in einer, durch Zwang und Überzeugung geschaffenen, Dystopie zu verwahrlosen. Wenn wir erkennen, dass alleine unsere Vorstellungskraft ausreicht, um Dinge vom Negativen ins Positive zu verändern, so auch unsere gesellschaftliche Situation, erscheint uns nicht mehr unmöglich. Und an jeden Leser: Erkenne dein Potenzial.

Inhaltsverzeichnis

VORWORT

EINFÜHRUNG IN DIE AUSGANGSSITUATION

GESELLSCHAFTLICHER WANDEL

VISIONEN EINER GEMEINSCHAFT

GESETZMÄßIGKEITEN ZUR ÜBERPRÜFUNG

ERSTE EIGENSCHAFT - SCHÖPFUNG

ZWEITE EIGENSCHAFT - DUALITÄT

DRITTE EIGENSCHAFT - SCHWINGUNG

VIERTE EIGENSCHAFT - HARMONIE

FÜNFTE EIGENSCHAFT - URSACHE & WIRKUNG

SECHSTE EIGENSCHAFT - RESONANZ

SIEBTE EIGENSCHAFT - ENTSPRECHUNG

FRIEDEN ENTSTEHT DURCH SPRITITUELLE ENTWICKLUNG

GRUNDWERTE

VEREINIGUNG

GRUPPENGRÖßE

KOMMUNIKATION

AUFGABENVERTEILUNG

DERl ÖKONOM

DERl HAUSWIRTSCHAFTLER

DERl INGENIEUR

DERl TISCHLER

DERl SCHMIED

DERl GELEHRTE

DERl ORGANISATOR

DERl PLANER

DERl NATURFORSCHER

DERl HEILKUNDLER

ERFOLGSAUSSICHT

UMSETZUNG: DAS WANN UND WO

NACHWORT: EINE KLEINE RICHTLINIE

GIB MIR KRAFT

ANMERKUNGEN

LITERATURVERZEICHNIS

Vorwort

Dass du dieses Buch gekauft hast, hat einen Grund. Alles, was du tust, hat einen Grund, der auf deine individuelle Lage, also dein Wesen, inklusive deiner erworbenen Kenntnisse, sowie deine Glaubenssätze, zurückzuführen ist. Ich möchte zu Beginn dieses Buches zwei Dinge vorausstellen: Erstens bin ich nicht dafür verantwortlich, was du aus meinem Werk interpretierst, sondern nur dafür, was ich tatsächlich gesagt habe. Je nachdem, welche Vorerfahrungen wir besitzen, nehmen wir unsere Umwelt anders wahr. So auch mit Worten und erst recht bei Schriftwerken. Deine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit bestimmen dein Weltbild und erlauben dir deine Perspektive. Du als Individuum wirst differente Kenntnisse aus diesem Buch entnehmen, als jemand anderes. Zweitens ist es wichtig, eine Grundintention des Buches zu verinnerlichen, die da lautet: Traue dich, deine Fähigkeiten auszubauen, die es dir erlauben unabhängiger vom Geldsystem zu sein. Heutzutage haben wir den Drang, fast alles zu kaufen, auch wenn wir es vielleicht sogar selbst machen könnten. Jeder Handgriff wird unbewusst aber gekonnt ausgelagert. Das schränkt uns unheimlich ein und macht uns noch abhängiger von äußeren Faktoren, als wir es sowieso schon sind. Bedenke nun: Ich verfolge keines Falls das Ziel, bestimmten Personen auf dieser Welt einen Vorwurf zu machen und absichtliche Schuldzuweisungen zu formulieren. Wie ich bereits erwähnte, geschieht alles aus einem Grund und hat damit seine, von Beurteilungen unabhängige, Existenzberechtigung. Was wir als Menschen zu dem Schicksal und Wohle aller Lebewesen beitragen können, ist die Gewährleistung des kontinuierlichen Wachstumsprozesses im Leben, wie es auch in der Natur eindeutig zu finden ist. Wir als Lebewesen mit Verstandesseele (im Sinne der aktiven Einflussnahme auf eigene Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse) sind jedoch die Einzigen, die mit der Gabe des freien Willens ausgestattet wurden. Somit ist es uns nicht nur möglich, Liebe und Fürsorge in dieser Welt zu verbreiten, sondern das komplett gegensätzliche Extrem von Hass und Gewalt.

Die Geschichtsschreibung weist uns darauf hin, dass in der Vergangenheit hauptsächlich Zeiten der Probleme, des Krieges und der Turbulenzen geherrscht haben. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass es nicht lohnenswert ist, den Frieden schriftlich festzuhalten, denn der Genuss selbst kann nicht in schriftlicher Form vermittelt werden. Was sehr wohl weitergegeben werden können, sind Lektionen und Lehrmeinungen über Glück und Unglück, über Fehler, die der Mensch gemacht hat und wie er sie besser machen kann. Es liegt aber an niemand anderes als uns selbst, mit all unseren Kenntnissen und Fähigkeiten, diese Probleme zu erkennen, überwinden und Frieden zu stiften. Jeder Einzelne kann und wird hierzu seinen Beitrag leisten, ob nun praktisch oder theoretisch, gewollt oder ungewollt - davon bin ich fest überzeugt.

So stand auch ich vor der Entscheidung, zu handeln, etwas in dieser Welt zu bewegen und vor der Frage, in welcher Form dies geschehen soll. Welchem höheren Ziel soll ich meinem Leben widmen? Denn ist es nicht eben jenes höhere, dass uns dazu bringt, die kurzlebigen Probleme zu überwinden, anstatt sie zu ignorieren und zu stapeln? Rückblickend hat mich also mein damaliger Wissensstand dazu geführt, eine Tätigkeit als Schriftsteller zu beginnen und an die Herzen und den Verstand von Menschen zu appellieren. Auch wenn ich den Pragmatismus immer der Theorie vorziehen würde, sowie das gesprochene Wort und die Handlung der Literatur, so ist es in unserem Zeitalter wesentlich leichter, das Wort durch Publikationen zu verbreiten. Hierzu sind in unserer Moderne unzählige Möglichkeiten gegeben worden. Als Grundlage für den weiteren Lebensweg bieten Bücher ungeahnte Schätze an Weisheit zur Überwindung materieller Konzepte und Dogmen.

Wer sich selbst erkennen möchte („gnothi seauton“ —Inschrift am Apollon-Tempel von Delphi), der tut gut daran, sich selbst zu belesen und seine Ansichten mit anderen Menschen in altruistischer Form zu teilen. Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir erstmals Zugang zu Wissen haben, dass seit Jahrtausenden geheim gehalten wurde. Dies sollte uns bewusst sein und folglich zu einem gemeinsamen Konsens führen, anstatt zu Streitgesprächen - und zu Toleranz, anstatt zu Missionierungen. Sollten wir uns nicht unserem Verantwortungsbewusstsein über unsere Macht in der Welt dazu bringen, dass wir selbst uns auf den Weg des Vertrauens und der Wertschätzung miteinander begeben? Letztlich ist es das, was jeder Ratgeber, den man für zehn Euro im Buchhandel kaufen kann, uns verklickern möchte.

Ich möchte hier schon einmal vorab betonen, dass ich für all das, was die Menschheit bisher an Wissen erreicht hat, und dies umschließt auch alle Schattenseiten kultureller Praktiken und technologischer Erfindungen, unendlich dankbar bin. Trotz der unzähligen Verbrechen, die tagtäglich begangen werden, hätten wir es auch wesentlich schlimmer treffen können, was unser Zusammenleben betrifft. Dazu braucht man nur einen Blick in die Geschichtsschreibung des 18. Jahrhunderts werfen. Ich sehe die Menschheit nicht als ein Problem an, oder als eine Plage, wie manche behaupten mögen, sondern als eine Chance. Eine Chance, etwas zu erreichen, was Anderen uns bekannten Lebensformen nicht möglich ist. Und das haben wir auch schon längst getan - wie beispielsweise durch die Erhaltung von Kulturen und Traditionen. Daher möchte ich die Vergangenheit als Appell in das Gedächtnis der Menschen rufen. Erst das Bewusstsein über die begangenen Fehler, ohne sich in ihr zu verirren und auf ihr zu beharren, kann zur Lösung der eigens geschaffenen Probleme beitragen. So stimmen auch die weisesten Philosophen und Gläubigen (darunter Platon, Aristoteles, Pythagoras, Laotse, Konfuzius, Buddha, Meister Eckhart uvm.) der Geschichte überein, dass alles so kommen wird, wie es kommen soll, auch wenn der reine Verstand dies niemals vollständig ergründen wird. Aus dieser Wertschätzung für alle Lebewesen und dem Vertrauen gegenüber dem Schöpferprinzip, namentlich dem Karma, dessen Existenz ich mir selbst aus tiefster Seele bewusst bin, möchte ich dieses Werk als Geschenk an die Nachwelt kommender Generationen überlassen. Auch wenn die angesprochenen Ideen in diesem Buch radikal und utopisch wirken mögen, so ist es niemals als wertende, absolute oder anklagende Meinung gegenüber unserer Gesellschaft gedacht. Jeder wird genau das bekommen, was er verdient, dessen bin mir nicht nur sicher, sondern ich erlebe es jeden Tag aufs Neue durch meine Erfahrungen und behaupte so es zu wissen. Auch wenn wir unserer eigenen Verzweiflung längst überdrüssig sind, so wisse, es gewinnt doch die Hoffnung auf das Gute im Leben (wie man auch das Gute letztendlich interpretieren mag).

Ist es utopisch, daran zu glauben, dass der Mensch in Eintracht leben kann? Ich glaube sogar daran, dass es unser unausweichliches Schicksal ist. Lasst uns also versuchen, diesen für uns geebneten Weg ergründen, den wir wohl in letzter Instanz einschlagen müssen, da wir langfristig nur in einer Gemeinschaft überleben können, in der jeder sein ganz eigenes Heil erkennen, Frieden mit sich finden und mit der Welt teilen kann. Dort, und nur dort, wo die Utopie nicht bloß Rebellion bedeutet, wird sich die mächtige Illusion der Trennung der Liebe unterwerfen und unser Leben wird zum einst geglaubten Traum werden.

„Der wahre Verstand kann alle Lügen und Illusionen durchschauen, ohne sich zu verirren. Das wahre Herz kann das Gift des Hasses überstehen, ohne Schaden zu nehmen. Seit Anbeginn der Zeit hat die Finsternis in der Leere existiert, aber sich immer vor dem reinigendem Licht gebeugt.“ —Zitat aus „Avatar - Der Herr der Elemente“. Namasté, Tristan.

Einführung in die Ausgangssituation

Besonders emotionale Anteilnahme und Leidenschaft für geschichtliche Ereignisse waren mir in meinem bisherigen Leben von zweiundzwanzig Jahren nicht zu eigen. Während ganze Wissenschaften versuchen, den Code antiker Sprachen, die Kultur und damit verbundenen Geheimnisse und Eigenheiten vergangener Völker zu entschlüsseln, ist meine persönliche Denkweise seit jeher eher auf die Zukunft ausgerichtet gewesen. Sowohl wissenschaftliche, als auch philosophische und religiöse Praktiken bin ich in meinem bisherigen Leben sehr rational und zweckorientiert angegangen. Nicht, dass ich nichts aus der vergangenen Zeit habe lernen können - natürlich habe ich mich auch den Erkenntnissen und Lebensformen antiker Kulturen und Denker gewidmet, jedoch vornehmlich um logische Argumentationsketten für heutige Probleme aufzubauen und nicht, um Einfühlsamkeit in die Leiden der Menschen aus vergangenen Zeiten zu entwickeln. Kaum verwunderlich ist es, dass ich ein Mensch bin, der, trotz seiner recht guten Auffassungsgabe, kein gutes Gedächtnis aufweist. Denn um sich an ein Ereignis zu erinnern, muss man vor allem erst mal eine erlebte Emotion mit dem Geschehenen in Verbindung bringen können. Körper und Geist können sich nur durch die wiedererlebten Gemütszustände, Bedürfnisse und Ängste an die Vergangenheit erinnern. Jede rationale Unternehmung bestrebt die Ausrichtung auf die Zukunft zur Erlangung des Höchsten und des Besten (z.B. Wohlstand, zeitliche Effizienz), um die Planung der eigenen Sicherheit zu maximieren. Geradezu außergewöhnlich und neuartig für mich, dass ich nach meiner Lektüre über Madam Flora Tristan erstmals ein emotionales Interesse an historischen Ereignissen des 19. Jahrhunderts entwickelt habe und mich so emotional in die Lage der damaligen Menschen hineinversetzen konnte. Um ein ganzheitliches Weltbild zu entwickeln, das wirkliche Lösungen für die fortwährenden Probleme der Menschheit bietet, sind beide Seiten, die emotionale und die rationale, aber auch die wissenschaftliche und religiöse, von essentieller Bedeutung.

Flora Célestine Thérèse Henriette Tristán-Moscoso (* 1803, † 1844) war eine französisch-peruanische Schriftstellerin, die sich mit den Themen des frühen Sozialismus und Feminismus beschäftigte und so, als eine der ersten Frauen in ihren Schriftwerken, eine Befreiung der Frauen und Arbeiter aus ihren sklavenähnlichen Lebensweisen forderte. Für das beginnende 19. Jahrhundert war diese Unternehmung ein Spiel mit dem Feuer, denn damals waren Frauen in ihrer persönlichen Freiheit, durch die auf den Mann ausgelegten Gesetze, sehr stark eingeschränkt. Floras prägnante Beschreibungen über das damalige Dasein von Arbeitern und den Elendsvierteln in Frankreich, England und Peru waren nicht nur äußerst erschreckend, sondern wecken auch heute noch tiefes Mitgefühl. Sie geben nicht nur Denkanstöße für unsere heutige festgefahrene Sichtweise über Themen, die uns in der Schule als eindeutig und wahrhaftig beigebracht werden, sondern ermöglichen eine ungeahnte Dankbarkeit für den heute vielzählig als so selbstverständlich erachteten Lebensstandard.

Eines ihrer bedeutendsten Themen war die Gegenüberstellung der Proletarier und Sklaven. Während der Sklave einen Lohn (Nahrung) für eine Dienstleistung erhält, an die er ausweglos gebunden ist, sind Proletarier in dem Glauben frei zu sein, da sie in ihrer Arbeit niemandem gehören, jedoch in den engen und unhygienischen Verhältnissen der Stadt mit ihrem Lohn für die Familie nur sehr geringe Überlebensmöglichkeiten haben und dadurch in ihrer Existenzangst der fortwährenden Apathie (Gleichgültigkeit) unterworfen sind. Flora Tristan beschreibt es als eine agonische Lebensweise (allmählicher Sterbeprozess), denn die Umstände der Proletarier des 19. Jahrhunderts lassen sich nicht mehr nur als Armut beschreiben, sondern vielmehr als grausames Elend.

Es kommt nicht selten vor, dass Flora Tristan bei ihren Expeditionen auf Großfamilien trifft, die nicht nur kein Geld für Grundbedürfnisse wie Nahrung und Wasser haben, sondern auch bis auf einige Stofffetzen keine Kleidung besitzen, sich nicht waschen können und letzten Endes unter unhygienischen Bedingungen versterben, ohne den Nachkommen Überlebenschancen zu bieten. Müssten wir heutzutage, als aufgeklärte Menschen, unter diesen genauen Beschreibungen des bürgerlichen Elends, nicht die Schuldfrage stellen? Gab es jemanden, der bewusst die Arbeiter unterdrückt und sie glauben lässt, dass diese Zustände unvermeidlich seien? Auch wenn die damaligen Verhältnisse für die Bürger westlicher Zivilisationen kaum noch ersichtlich und nachvollziehbar sind, so hat sich ganz augenscheinlich, und von jedem im tiefsten Inneren bewusst, das Leid lediglich, wie ein Symptom, von unserer Gesellschaft in die Dritte Welt Länder verschoben, auf deren Leiden unser Wohlstand heutzutage gipfelt. Damit ist die einzig logische Schlussfolgerung, dass die Probleme der Menschheit, die sich in Symptomen wie Armut und Hunger zeigen, durch die Politik nur unterdrückt werden, anstatt, dass sie tatsächlich weltweit gelöst werden. Politik hat nicht das Bestreben den Wohlstand aller zu gewährleisten, sondern den, bestimmter Anspruchsgruppen.1

Laut Floras Erfahrungen sind es die Angehörigen der Aristokratie, die sich nicht um das Wohl des Arbeitervolkes kümmern, obwohl sie, die hart arbeitenden Menschen des Volkes, den Wohlstand der Herrschenden überhaupt erst ermöglichen. Auch in unserer heutigen Zeit ist dies noch immer nachvollziehbar. Wenn man bedenkt, dass inzwischen laut Oxfam ca. 1% der reichsten Deutschen so viel Vermögen angehäuft haben, wie 87% der ärmsten Bevölkerung, dann muss man sogar davon ausgehen, dass sich die Zustände weiter verschlimmert haben. Deutschland zählt, trotz des errichteten Sozialsystems, im internationalen Vergleich zu den Ländern mit der höchsten sozialen Ungleichheit. Aber auch auf internationaler Ebene sieht es nicht besser aus, denn im Jahr 2019 besitzen 8 der reichsten Menschen so viel, wie die Hälfte (50%) der ärmeren Weltbevölkerung.2 Und dies dürfte nur die Spitze des Eisberges sein, wer weiß schon, wie hoch die Dunkelziffer an Vermögenswerten ist. Man selbst sollte immer davon ausgehen, dass man einen Großteil dessen, was auf der Welt passiert, nicht mitbekommt und auch keinen Zugriff darauf hat, denn das Einzige, was man tatsächlich mitbekommt, sind mediale Präsentationen dessen, was gezeigt werden soll. Es ist keine Verschwörungstheorie, dass man die gesellschaftlichen Missstände hinterfragt, wie etwa die immer weiter steigenden Krankheitszahlen, die Armut, sowie die mediale Denunzierung. So gehören beispielsweise die meisten einflussreichen Zeitungen und Verlage demselben Besitzer. Komisch, oder? In den meisten Kreisen würde ich nun schon als Verschwörungstheoretiker deklariert werden. Dabei wusste dies sogar schon die allseits bekannte und beliebte Management-Trainerin Vera F. Birkenbihl und vertrat diese Meinung auch in ihren Vorträgen.3

Kurz vorab, bevor wir weiter auf die gesellschaftlichen Missstände eingehen - wir alle kennen bestimmte Begriffe, die gekonnt medial benutzt werden, um Menschen mit ihrem Denken auszugrenzen. Dazu zählt zum Beispiel die Verschwörungstheorie, der Populismus, aber auch der bekannte Begriff rechtsradikal. Woran liegt es, dass diese Wörter so eine Macht der Verbannung ausüben? Laut Prof. Rainer Mausfeld neigen wir zum Wortaberglauben.4 Sobald wir auf ein unbekanntes Wort treffen, versuchen wir es in unser Wissensnetz über bereits bekannte Begriffe einzuordnen. Solange wir allerdings noch keine Vorprägung über unbewusste Begriffe besitzen, wird die Meinung des Autors über den Begriff dann zur allgemeingültigen Wahrheit erhoben. Warum? Na, weil wir naiv sind, solange wir nicht ständig versuchen, alles kritisch zu hinterfragen! Eben wie ein Kleinkind, das alles unterbewusst übernimmt, was die Eltern vorleben. Damit wird die Nutzung eines Begriffes in Verstärkung durch die Körpersprache in unserem Umfeld automatisch durch das Netzwerk an Spiegelneuronen zur absoluten Wahrheit. Spiegelneuronen sind für die in der Natur auffindbare Lernstrategie des Kopierens verantwortlich. Jedes Kind, jedes Tier, ja alle Lebewesen kopieren Verhalten, damit sie sich an ihre Umwelt anpassen können. Solange wir nicht kritisch hinterfragen und schlussfolgern, sind auch wir nicht davon ausgenommen. Wie oft wir wohl automatisch Wörter übernommen haben, ohne uns über dessen wirkliche Bedeutung klar zu sein? Das ist wohl ziemlich einfach zu beantworten: Immer. Unser ganzes Weltbild beruht auf dem Lehrer, der es uns beigebracht hat. Erst, wenn wir selbst anfangen, die Begriffe zu hinterfragen oder eine zweite Meinung erhalten, können wir uns von der Verklammerung über das Image (Bild) des Wortes lösen. Also nun die einfache Frage: In unserer heutigen Zeit der Sprachverwirrung, in denen wir die meisten Nachrichten aus vorgekauten Medien erhalten, glauben wir da wirklich, alles sofort über den Begriff zu wissen, der uns gerade über den Weg läuft? Ich schlage vor, erst einmal demütig versuchen zu lernen, wie man den neuen Begriff wirklich verwendet. Denn vielleicht ist dann plötzlich gar nicht mehr der, über den ich mich aufrege, der Populist, sondern ich verhalte mich wie einer. Und nun müssen wir uns mit noch mehr Vorurteilen beschäftigen, die mit der Zeit in den Kopf gepflanzt wurden.

Also, die erste und gleichzeitig eine der wichtigsten Fragen, die wir uns stellen müssen, ist, woran liegt es, dass die Superreichen, die elitäre Klasse, die ganz offensichtlichen Probleme dieser Welt gekonnt ignorieren? Ist es auf die eigene Untugendhaftigkeit zurückzuführen, bedingt durch den eigenen Hass oder aber ist es einfach nur bewusstes Desinteresse und Verleumdung? Laut Berechnung von Oxfam würde…

„Eine weltweite Vermögenssteuer von nur 0,5 Prozent – die das reichste Prozent in ...

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