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Die richtige Selbstmotivation

•    WICHTIG: Scheitern gehört dazu

Sie sind nicht allein. Motivationsprobleme kennen wir alle. Jeder von uns kennt Situationen, in denen es an Motivation hapert. Halten Sie sich das ruhig manchmal vor Augen. Oft fühlt man sich schon ein bisschen besser, wenn man nicht als Einziger immer wieder an den Erwartungen an sich selbst scheitert. Wir nehmen uns etwas vor, wollen etwas anfangen, beenden oder verändern und dann bleibt doch alles, wie es ist mangels Motivation.

Wie kommen wir überhaupt auf die Idee, etwas Neues beginnen, mit etwas Altem aufhören oder etwas verändern zu wollen? Meistens weil wir meinen, dass ein verändertes Verhalten ein besseres Leben für uns wäre. Wir meinen, dass wir dann irgendwie glücklicher, zufriedener oder erfolgreicher wären. In jedem Fall aber ahnen wir: Da geht mehr.

Diesen Gedanken geht in der Regel voraus, dass man sich schon eine ganze Weile maßlos über das eigene Verhalten ärgert. Und nun wollen wir endlich diese Verhaltensweise ändern. Und obwohl wir wissen, dass es gut wäre, ist es dann komischerweise aber gar nicht so einfach, das auch zu tun. Und dies, obwohl es so viele Bücher und Artikel zum Thema Selbstmotivation gibt. Das hört sich immer alles ganz einfach und leicht umsetzbar an. Angesichts dessen, vielleicht auch nach Lesen dieses Buches, denken Sie: was die können, kann ich doch auch! Sie krempeln die Ärmel hoch, machen sich gute Vorsätze, setzen sich ein Ziel und machen einen Plan und … und trotzdem klappt es schon wieder nicht!

Verflixt noch mal! Nun wollen Sie schon an Ihrem Verhalten und Ihrer Motivation arbeiten–und dann schaffen Sie es einfach nicht? Veränderungen sind für uns alle eine große Herausforderung. Sie kosten Energie und Aufmerksamkeit im Alltag, die man erst mal aufbringen können muss. Deshalb empfinden viele Menschen genau das, was Ödön von Horvath so schön auf den Punkt gebracht hat: „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.“ Sprich: sein Verhalten zu verändern, ist häufig verdammt schwer. Dass die eigenen Pläne nicht mit leichter Hand umgesetzt werden können, gehört dazu.

Das Schlimmste, was Sie trotz dieser Rückschläge tun können, ist zu resignieren. Zu denken „Ich hab einfach zu wenig Disziplin … “, „Mein Wille ist nicht stark genug …“ oder gar „Ich kann das eben nicht!“. Diese Selbstzweifel sind alles andere als nützlich. Sie sind der Motivationskiller Nummer Eins. Verabschieden Sie sich also von allen Patentrezepten und goldenen Regelbüchern, was Motivation angeht. Was bei dem Einen funktioniert, muss noch lange nicht bei Ihnen funktionieren. Jeder hat seine individuelle Art, sich zu motivieren. Schauen Sie also nicht so sehr auf andere. Schauen Sie mehr auf sich. Denn wer kennt Sie besser als Sie selbst? Na also!

Wenn Sie nun also dieses Buch lesen, denken Sie dran: Selbstmotivation heißt nicht, sich mit lautem „Tschakka!“ auf anstehende Aufgaben zu stürzen und die Realität zu ignorieren. Sie bedeutet vielmehr, Aufgaben, die man sonst gerne mal liegen lässt, bewusster und mit positiven, frischen Gedanken anzugehen. Und, ganz wichtig: Selbstmotivation bedeutet nicht, immer und an allen Tagen motiviert zu sein. Es ist ganz natürlich, dass es Arbeiten gibt, die einem mehr Spaß machen und besser liegen als andere. Und schlechte Laune gehört manchmal auch dazu. Sprich: bleiben Sie realistisch.

•    1 Frustration und Motivation

Motivation ist das Eine. Aber ich vermute, dass Sie sich mit diesem Thema nicht nur auseinandersetzen, weil Sie motiviert sein möchten. Sie sind vielleicht vor allem manchmal frustriert über Ihr eigenes Verhalten. Und diese Frustration treibt Sie dazu, sich mit Selbstmotivation auseinanderzusetzen. Aber was ist eigentlich Frust? Das Wort Frustration kommt aus dem Lateinischen: frustra heißt übersetzt „vergeblich“.Frustra ist eine Wunschversagung. Das meint, dass man einen Wunsch oder ein Ziel hatte, ohne es zu erreichen. Man hat sich vergeblich bemüht.

Mit Frustration ist oft ein Ohnmachtsgefühl verbunden. Man fühlt sich wie das Kaninchen vor der Schlange, unternimmt nichts und fühlt sich deshalb noch schlechter. Reaktionen auf Frustration erfolgen im Wesentlichen in zwei Richtungen:

1    Die Frustrationsursachen werden nach außen abgeschoben, zum Beispiel auf andere Personen oder die äußeren Umstände. Kurzum: alle anderen oder die Welt an sich sind schuld.

2    Die Ursachen werden in der eigenen Person erkannt. Sie denken also, Sie selbst seien schuld.

Die Mehrheit der frustrierten Menschen macht die äußeren Umstände oder andere für ihren Frust verantwortlich. Wer übernimmt schon gerne die Verantwortung für seine eigene Enttäuschung? Gibt man allerdings den anderen die Schuld, dann fühlt man sich der bösen Welt ausgeliefert. Wenn die anderen Schuld sind, begibt man sich in völlige Abhängigkeit von außen, was noch frustrierender ist und so entsteht ein Teufelskreis. Man glaubt, gar nichts mehr gegen den Frust tun zu können. Nur die anderen müssen sich ändern, damit es einem wieder besser geht. Dabei vergisst man völlig, dass man doch eigentlich selbst der Boss ist und Veränderungen aktiv angehen kann.

Frust darf jedoch nie Grund für anhaltende Frustration sein. Eine produktive Möglichkeit, mit Frust umzugehen ist, den Frust als Anschub-Energie für eine Veränderung zu nutzen. Das ist das Gute am Frust. Jawoll: Sie können Frust zum Partner Ihres Veränderungswunsches machen! Eben so, wie erlebter Frust über sich selbst Sie vielleicht dazu getrieben hat, dieses Buch in die Hand zu nehmen.

Und hier kommt die Motivation ins Spiel. Motivation stammt ebenfalls aus dem Lateinischen, von motivare, was übersetzt „bewegen“ heißt. Ohne Motivation bewegen wir nichts, denn uns fehlt dann der Beweggrund, das Motiv. Das Blöde an der Motivation ist: Sie vergeht. Jede Motivation, jede Begeisterung, und sei sie anfangs noch so groß, verliert mit der Zeit an Antriebskraft. Und dann?

Zig Ziglar hat einen Tipp: „Natürlich hält Motivation nicht ewig waschen aber auch nicht. Beides sollte man daher regelmäßig betreiben.“ Und betreiben heißt, dass man selbst aktiv etwas dafür tun sollte. Wenn Sie sich also motivieren wollen, müssen Sie sich in Bewegung setzen. Sie müssen ins Tun kommen, anstatt über den wenig zufriedenstellenden Ist-Zustand zu grübeln.

Aber was ist Motivation eigentlich? So banal diese Frage vielleicht klingt, lohnt es sich doch sehr, darüber nachzudenken. Denn wenn wir Motivation als Konzept begreifen, das man verstehen, erlernen und für sich nutzen kann, sind die Hinweise auf den kommenden Seiten viel leichter umsetzbar.

Wenn motivare „bewegen“ heißt, ist ein Motiv also ein Beweggrund. Also der Grund, warum wir uns bewegen, oder eben etwas tun. Motive sind immer auf Bedürfnisse ausgerichtet und je mehr Motive man hat, oder je stärker ein Motiv ist, desto größer ist die Motivation. Genau genommen müsste Motivation also Motiv-Aktion heißen. Sie haben einen Beweg-Grund, der Sie zur Aktion motiviert. Ein Beispiel: Sie haben Hunger, also ein Bedürfnis nach Essen und das ist Ihr Motiv, Ihr Beweg-Grund, an den Kühlschrank zu gehen und sich einen Joghurt zu nehmen. Man kann also sagen, unsere Motive werden durch Bedürfnisse geweckt und sind unser Antrieb für unser Verhalten.

Lassen Sie uns kurz einen genaueren Blick auf die Bedürfnisse werfen, die unserer Motivation zugrunde liegen. Abraham Maslow hat Mitte des 20. Jahrhunderts die Bedürfnisse des Menschen in fünf grundlegende Kategorien eingeordnet und diese in seiner berühmten Bedürfnispyramide in einer Hierarchie dargestellt.

Die unterste, also grundlegende Stufe dieser Bedürfnispyramide stellt die Grundbedürfnisse eines Menschen dar. Dazu gehören alle lebenserhaltenden Bedürfnisse, wie beispielsweise Nahrung und Schlaf.Wenn die Grundbedürfnisse alle erfüllt sind, strebt der Mensch auf der nächsten Stufe nach Sicherheit, um nicht dauernd um seine Existenz bangen zu müssen. Sind auch die Sicherheitsbedürfnisse erfüllt, strebt der Mensch nach sozialen Kontakten und Kommunikation. Freundschaften und Partnerschaften sind wichtig. Auf der nächsten Stufe der Bedürfnispyramide ist der Mensch dann bestrebt, Anerkennung von anderen zu bekommen. Es geht darum, Einfluss zu gewinnen, Karriere zu machen, ein größeres Auto zu fahren und so weiter. Kurz: Die Bedürfnisse nach Statussymbolen wollen befriedigt werden.

Die Spitze der Pyramide ist dann das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Da oben an der Spitze ist die Luft am dünnsten, denn nicht viele Menschen können sich beispielsweise in ihrem Beruf selbst verwirklichen. Selbstverwirklichung heißt, dass man das tut, was einem Freude macht und was seinen Talenten entspricht – und dass man zur persönlichen Entfaltung genug Gestaltungsspielräume hat.

Die einzelnen Bedürfnisstufen nach Maslow bauen aufeinander auf. Je grundlegender die Bedürfnisse sind, desto wichtiger ist deren Befriedigung. Anders ausgedrückt: Wenn ein Mensch nichts zu essen hat, strebt er wohl kaum nach Anerkennung oder gar Selbstverwirklichung. Sein gesamtes Verhalten ist nur darauf ausgerichtet, etwas zu essen zu finden.

Wenn Sie sich motivieren wollen, ist also die Grundvoraussetzung, dass Sie Ihre Bedürfnisse und Motive gut kennen. Das ergibt, gemeinsam mit produktiv umgemünzter Frustration, eine ziemlich gute Grundlage für gelungene Veränderungen Ihres Verhaltens.

Ihre Motivation hängt also immer von zwei Faktoren ab:

•    Von Ihren Bedürfnissen, Wünschen und Werten

•    Vom Umfeld, d. h. den Möglichkeiten, die Ihnen das Umfeld bietet, diese Bedürfnisse auszuleben.

Wenn Sie demotiviert sind, können Sie an genau diesen beiden Stellschrauben drehen:

•    Sie verändern Ihre Bedürfnisse und Werte, schrauben z. B. Ihre Erwartungen und Ansprüche runter oder

•    Sie verändern das Umfeld und verbessern damit die Möglichkeiten, Ihre Bedürfnisse besser ausleben zu können.

Fazit

Sie können an vielen Stellschrauben drehen, um Ihre Motivation zu stärken oder zu schwächen. Ihre Motivation hängt nicht so sehr davon ab, wie das Leben mit Ihnen spielt–sondern vielmehr damit, wie Sie auf Ihr Leben schauen, welche Einstellung Sie dazu haben und wie Sie es bewerten.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einige Tipps und Werkzeuge dazu an die Hand.

•  Nachdenkübung: Was sind Ihre Motivationsknöpfe?

Damit Sie das Konzept der Motivation noch besser für sich nutzen können, helfen vielleicht ein paar kurze Gedanken. Denken Sie mal nach: Warum gehen Sie jeden Morgen zur Arbeit? Warum bleiben Sie nicht einfach im Bett? Ihre Motive können ganz unterschiedlich sein:

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