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Die kein Gewissen haben, Teil 2 (FBI Special Agent)

Pete Hackett

Die kein Gewissen haben, Teil 2 (FBI Special Agent)

Ein Fall für Agent Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

FBI Special Agent Owen Burke

Die kein Gewissen haben (Band 2)

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

 

Die Special Agents Owen Burke und Ron Harris hatten am Nachmittag Darrell Bigalow festgenommen. Er hatte sich auf seiner Yacht verkrochen, nachdem er in der 119th Street für blutige Furore gesorgt hatte, und die beiden G-men ihm bei Jonathan Murphy zuvorgekommen waren, der ihn erpressen und den er umbringen wollte.

Den Tipp hatten Burke und Harris von Robert Dunn erhalten, dem Killer Bigalows, den ein Mexikaner niedergestochen hatte, der in die Staaten gekommen war, um seine verschleppte Tochter zu suchen. Das Girl war in der 119th Straße ums Leben gekommen.

Dunn war der Mörder von Steven Lewis, dem Rechtsanwalt, der zusammen mit Jonathan Murphy, seines Zeichens Detektiv, Bigalow erpresste.

Nach einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den Agents anlässlich seiner Verhaftung lag Bigalow mit durchschossener Schulter und einem Kugelloch im Oberschenkel im Gefängnishospital.

Robert Dunn hatte zwischenzeitlich ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Vernehmungsspezialisten des FBI hatten ihn in der Nacht noch in die Mangel genommen. Er bestätigte, dass hinter Bigalow, Dunn und Konsorte ein Mädchenhändlerring stand.

Am folgenden Morgen traten Owen Burke und Ron Harris pünktlich um 8 Uhr den Dienst im Federal Building an.

Das Vernehmungsprotokoll lag in doppelter Ausfertigung auf den Schreibtischen der Agents.

„Da taucht ein weiterer Name auf“, knurrte Ron Harris, nachdem er eine ganze Weile die Niederschrift studiert hatte. „Dean Jordan. Er war so etwas wie der Kurierdienst für Bigalow. Dunn hat zu Protokoll gegeben, dass gestern wieder drei Girls auf dem La Guardia Airport eintreffen sollten. Jordan sollte sie in Empfang nehmen und in die 119th bringen.“

„Ja“, sagte Owen Burke grimmig, „den Burschen werden wir uns auch noch schnappen.“ Er hatte seinen Blick auf den Bericht geheftet. „Die Girls kommen von Corpus Christi herauf. Ein gewisser Brad Spencer übernimmt sie, nachdem sie per Schiff aus Mexiko angekommen sind, zwingt sie in die Drogensucht, und wenn sie bereit sind, für einen Schuss Heroin ihre Seele dem Satan zu verkaufen, verteilt er sie an die Endabnehmer.“

„Da ist auch die Rede von einem Beamten aus dem Harlemer Polizeirevier, der Bigalow jedes Mal warnte, wenn im Club Sixty-nine eine Razzia durchgeführt werden sollte. Leider kennt Dunn den Namen dieses Nestbeschmutzers nicht.“

„Ihn herauszufinden überlassen wir dem Police Departement“, murmelte Owen Burke.

„Wo mag Jordan mit den Girls gelandet sein, die gestern ankamen?“, sinnierte Ron Harris laut. „Der Club Sixty-nine ist geschlossen, das Versteck in der 119th ist nur noch ein Schutthaufen.“

„Zunächst sollten wir mal die Kollegen in Corpus Christi auf Brad Spencer ansetzen“, murmelte Burke. „Der Bursche muss aus dem Verkehr gezogen werden, ehe er noch mehr Unheil anrichtet. Außerdem müssen wir die Polizei in Mexiko City einschalten, damit sie diese dubiose Vermittlungsagentur hochnimmt.“

Ron Harris schaute skeptisch. „Ich hab schon eine Menge von der Polizeiarbeit in Mexiko gehört, Partner. Ob die Ordnungshüter dort unten mit der erforderlichen Härte und Konsequenz durchgreifen, erscheint mir fraglich. Gegen ein gutes Trinkgeld soll der eine oder andere mexikanische Polizist sehr schnell beide Augen zudrücken.“

„Dennoch müssen wir sie einschalten“, beharrte Burke auf seinem Standpunkt. „Eine andere Chance haben wir nicht.“

Er rief im Police Departement an und erkundigte sich, ob die Fahndung nach Dean Jordan schon angelaufen wäre.

„Ja“, erklärte der Kollege. „Wir wurden in der Nacht noch von eurer Dienststelle informiert und haben sofort reagiert. Wenn sich Jordan noch in New York aufhält, haben wir ihn sicher bald. Jeder Streifenpolizist ist instruiert.“

Owen Burke bedankte sich, legte auf und wandte sich wieder an Ron Harris. „Sprechen wir mit Bigalow. Er kann uns sicherlich einige nützliche Hinweise in Bezug auf diesen Brad Spencer in Corpus Christi liefern.“

„Gute Idee“, meinte Ron Harris und stemmte sich am Schreibtisch in die Höhe.

Da dudelte Owen Burkes Telefon. Der Agent schnappte sich den Hörer. Es war der Kollege vom Police Departement, mit dem er eben telefoniert hatte. Er sagte: „Sie werden es nicht glauben, Agent, aber wir haben Jordan. Allerdings befindet er sich in einem recht jämmerlichen Zustand. Der Bursche lag übel zusammengeschlagen auf dem Rücksitz seines Chevy, und der war auf einem Fußgängerweg im Tompkins Square Park abgestellt.“

„Hat Jordan etwas erzählt?“, fragte Burke. „Was ist mit den Mexikanerinnen, die er am Flughafen in Empfang nehmen sollte? Wer hat ihn so übel zugerichtet?“

„Er ist nicht ansprechbar.“

„Wo ist er?“

„Die Kollegen haben ihn ins Veteranen Hospital gebracht. Wer immer es auch war, der es ihm gegeben hat: Der oder die haben ganze Arbeit geleistet.“

„Gut“, stieß Burke hervor. „Wir fahren sofort hin. Vielen Dank für den Hinweis.“

Wenig später rollte der Dodge Avenger mit den beiden G-men aus der Tiefgarage des Federal Building …

Auf dem Flur vor dem Zimmer Dean Jordans waren zwei Cops postiert. Burke und Harris wiesen sich aus und konnten das Zimmer betreten.

Dean Jordan lag im Bett wie eine Mumie. Nur die unterlaufenen Augen und der Mund mit den aufgeplatzten Lippen waren von seinem Gesicht zu sehen. Man hatte ihm ein Beruhigungsmittel gegeben. Völlig apathisch lag er da.

Die Agents bauten sich am Fußende des Bettes auf. „Guten Tag, Mister Jordan“, grüßte Burke. „Wie geht's?“

Jordan starrte Owen Burke mit erloschenem Blick an. In seinen Augen war kein Leben.

„Sind Sie ansprechbar?“, fragte Burke, als Jordan schwieg.

Jordan bejahte mit einem Senken seiner Lider. Seine Lippen formten tonlose Worte, dabei verzog er das Gesicht.

„Wer hat Sie so zugerichtet?“, fragte Burke.

„Shraders Schläger“, nuschelte Jordan und Burke musste genau hinhören, um seine Worte zu verstehen. Wahrscheinlich fehlten Jordan einige Zähne.

Owen Burke und Ron Harris wechselten einen viel sagenden Blick. „Shrader – Richard Shrader!“, brach es dann aus Burke heraus.

Wider senkte Jordan die Lider.

„Wie sind Sie denn an Shrader geraten?“, kam es von Ron Harris.

Rich Shrader war der Polizei alles andere als ein Unbekannter. Er kontrollierte das Geschäft mit den Drogen, der Prostitution und der Schutzgelderpressung in Midtown South und Kips Bay. Aber er war nicht nur ein skrupelloser Mafioso, er war auch höllisch clever. Bis jetzt hatte er es erfolgreich verstanden, sich dem Zugriff durch die Polizei zu entziehen.

Ohne auf die Frage einzugehen murmelte Jordan kaum verständlich: „Kips Bay, 29th Street, Nummer 132, 2. Etage rechts. Es - es waren zwei Kerle.“

„Haben sie die Girls übernommen?“, fragte Ron Harris.

Dean Jordan senkte zum Zeichen der Bejahung wieder die Lider.

„Erzählen Sie uns etwas über Spencer“, wechselte Owen Burke das Thema. „Ich spreche von Brad Spencer aus Corpus Christi.

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