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Die Wilden Fußballkerle - Band 13

 

Für Hamm und insbesondere Bockum-Hövel.

Für das alte Haus an der Hammer Straße 93.

Für den Zechenhausblock zwischen Bodelschwingh-, Stefan- und Rautenstrauchstraße, in dem ich meine Kindheit verbracht habe, und in dem mir mein Vater und mein Großvater beigebracht haben, die Welt mit wilden Augen zu sehen.

Joachim Masannek, März 2005

INHALT

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Wilder als wir

Ein Jahr in der Hölle

Donnerschlag

Biestige Biester

Beim dampfenden Teufelsdreck!

Der Kriegsrat von Camelot

Der Alptraum beginnt

Südbrasilianische-Feuerameise-auf-Streichholz-in-Ozean-einsam

Bei Nacht und Nebel

Ja oder nein

Durch den Finsterwald und die Steppe bis ans Ende der Welt

Wild und vogelfrei

Gute und schlechte Nachrichten

Der Sommer gehört dem, der am wildesten ist

Hubschrauber-Heißluftballon-und-Trampolin-Salto-Mortale-glückliche Leichtsinnigkeit

Im Tal der langen Messer

In den Höhlen von Radbod

Verraten! Verkauft!

Winusch, der Hauer

Die Natternhöhle

Das längste Fußballspiel aller Zeiten

Mitternacht – Geisterstunde

Revolvermännerdämmerung

Der Elbenhügel von Bockum-Hövel

Die Wilden Fußballkerle stellen sich vor

Willis Gang, Die Fantastischen Vier

Weitere Gegenspieler der Wilden Fußballkerle

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Wilder als wir

Beim dampfenden Teufelsdreck! Wir hatten es doch wirklich geschafft. Wir waren nicht nur Hallenstadtmeister, nein, wir waren Meister geworden: Meister in der Dimension Acht, in der wildesten Liga des Landes. Wir hatten den TSV Turnerkreis gleich zweimal hintereinander in die Hölle geschickt. Wir hatten die wildeste Party gefeiert, die es jemals im Wilde Fußballkerle-Land gab und noch ein paar Wochen später tanzten wir barfuß über Himmelsglückswolken: über Himmelsglückswolken, die laut Joschka, der siebten Kavallerie, aus defi-terroristisch-nitiv nichts anderem als aus Fischstäbchen-Sandwichs mit Ketschup bestanden.

Beim brodelnden Hexenkessel! Wir fühlten uns wie nach unserem ersten entscheidenden Match, wie nach unserem Sieg gegen die Unbesiegbaren Sieger. Daran könnt ihr euch doch noch erinnern? Damals fing alles an. Damals wurden die Wilden Fußballkerle geboren. Unser Bolzplatz wurde zum Teufelstopf, unser Baumhaus zu Camelot, der uneinnehmbaren Festung, und wir wurden zu dem, was wir sind: Mann-oh-Mann-oh – zu der wildesten Fußballmannschaft, die es auf der ganzen Welt gibt.

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Beim kochenden Höllenschlund! Das war eine prächtige Zeit und ich könnte euch Tage lang davon erzählen. Ich, Markus, der Unbezwingbare, der wilde Mann zwischen den Pfosten. Aber so viele Tage hab ich nicht Zeit. Die Welt dreht sich weiter und das jeden Tag. Jede Stunde und jede Sekunde. Das Einzige, was bleibt, ist, dass sich alles verändert. Vom Gipfel der Meisterschaft in der Dimension Acht fällt man urplötzlich direkt in die Hölle. Und weil das so ist, fielen wir in unser größtes Abenteuer hinein. In ein Abenteuer, von dem eure Eltern hoffen, dass ihr es niemals erlebt. Und wisst ihr warum? Es wär ein Alptraum für sie. Für sie und für euch. Glaubt mir, ich weiß wovon ich hier rede: denn ich war bei dem Alptraum dabei.

Also, was ist? Traut ihr euch weiterzulesen?

Na, kommt schon! Ich warte.

Verflixt! Dann halt nicht. Ich hab es mir fast schon gedacht. Da kann man nichts machen. Wisst ihr, wir hätten um ein Haar nämlich selber gekniffen. So viel Angst hatten wir, und ich ganz besonders. Oh, mein Gott, hatte ich eine Angst.

Doch für den Fall, dass ich mich jetzt irre, für den Fall, dass ihr doch mutiger und wilder seid, als ihr es euch wünscht, für den Fall, dass ihr glaubt, träumt oder hofft, dass ihr vielleicht oder ganz eventuell – Mann-oh-Mann-oh! –, dass ihr noch wilder sein könntet als wir, nun, falls dieser Fall eintreten sollte, dann lest doch ruhig weiter und dann wünsche ich euch jetzt schon mal einen mörder- und monstermäßigen Spaß! Ha! Denn später werd ich dazu nicht mehr kommen.