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Die Wilden Fußballkerle - Band 11

INHALT

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Gold

Auf der falschen Seite der Straße

Der Flugzeugpropeller-Ringelsocken-Klapperschlangen-Mann

Ein Nilpferd träumt vom Känguru

Das Höllentor

Cinderellazauber

Die Reise in eine andere Welt

Im Teufelstopf

Der Besen-Schrubber-Wasserbomben-Geheimampullen-Parcours

Ein Tag im Märchenschloss

Hallo Willi, was ist dein Problem?

Der Lancelot-Test

Gegen jede Chance

Ruckedigu, Blut ist im Schuh

Im goldenen Käfig

Die Flucht vor der Flucht

Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft

Der mit dem Regen tanzt

Aus und vorbei

Camelots Horn

Das Geheimnis der Vier

Der Hottentottenalptraumtag

Sternenstaub

Die Wilden Fußballkerle stellen sich vor

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Gold

Es war der Sonntag vor Pfingsten und wir feierten unseren Triumph. Wir feierten Rocce und Marlon. Die beiden strahlten vor Glück. Sie liefen Arm in Arm durch den Garten und die Kirschblütenblätter wirbelten um sie herum. Sie glitzerten golden im Sonnenlicht.

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„Wie Weihnachtskonfetti“, dachte ich ehrfurchtsvoll.

Aber Marlon und Rocce schienen den Goldregen überhaupt nicht zu sehen. Für die beiden zählte nur eins: Sie waren wieder zusammen.

Marlon war aus der Eiswüste zurückgekehrt. Er hatte seinen Knochenbruch, seinen Kreuzbandanriss und sein Selbstmitleid überwunden – und die Wut und den Hass auf seinen besten Freund. Ja, verdammich noch mal! Rocce war Schuld an Marlons Unfall gewesen. Er hatte ihn aus der Form seines Lebens direkt in die Hölle katapultiert. Aber dann hatte er um Marlon gekämpft. Rocce, der Zauberer, ließ nichts unversucht, bis Marlon seine Intuition wieder fand und die wildeste Nummer 10 wurde, die es auf der ganzen Welt gab. Ja, und dafür hatte sich Marlon bei ihm revanchiert. Er hatte mit Rocces Vater, dem brasilianischen Fußballstar, geredet und so lange trainiert, bis dieser bereit und wieder gut genug war, um beim FC Bayern zu spielen. Ja, und deshalb blieb Rocce bei uns. Deshalb zog er in kein anderes Land. Deshalb durfte er ein Wilder Fußballkerl bleiben, und deshalb waren wir wieder komplett.

Nein, das stimmt nicht: Wir waren noch mehr. Wir waren besser und stärker als je zuvor. Wir hatten den schlimmsten Feind besiegt, den es gab: den Hass. Und nichts auf der Welt konnte uns trennen. Jetzt und in alle Ewigkeit nicht. Davon waren wir fest überzeugt. Deshalb feierten wir, und wir feierten am schönsten Ort, den es für mich gab: für mich, Jojo, der mit der Sonne tanzt. Für den Waisenhausjungen mit der Mutter, die viel zu viel trinkt.

„O-O-la-laah! Ihr Tel-löör macht aber ein sehr trauröges Gesischt!“ Edgar, der Pinguin, seufzte. Der Butler von Markus’ Eltern trug eine schneeweiße Rüschenschürze über dem Frack und sah aus wie Mary Poppins mit Glatze.