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Solange wir uns lieben …

Solange wir uns lieben …

Meisterwerk um eine große Leidenschaft

Zum ersten Mal in seinem Leben lernt Dr. Matty Corden die wahre Liebe kennen. „Libellchen“, wie er das bezaubernde Mädchen zärtlich nennt, bedeutet ihm alles. Doch Matty ist verheiratet, und seine Frau ist todkrank. Nur wenige Monate bleiben ihr noch, dann ist ihre Lebensuhr abgelaufen.

Matty ist kein Schuft, aber er kann es nicht verhindern, dass er heimlich schon von einer Zukunft mit seinem „Libellchen“ träumt. Da entdeckt Dr. Cordens Assistent plötzlich ein neues, an Menschen noch unerprobtes Serum gegen die tückische Lungenerkrankung seiner Frau – ein Serum, das sie retten oder aber töten könnte …

Als sie sich kennenlernten, ahnte Prilia Kerksen nicht, dass er verheiratet war. Vieles wäre dann anders gekommen …

Es begann im Theater. Das Mädchen saß auf dem Platz, den ihr die Freundin geschenkt hatte, und nahm anfangs keine Notiz von dem Mann im eleganten Smoking, der neben ihr saß.

Und vielleicht hätten sie sich niemals kennengelernt, wenn ihr nicht das Programmheft vom Schoß geglitten wäre. Dr. Matty Corden bückte sich, bevor sie es greifen konnte, und reichte es ihr mit einem Lächeln.

Das Lächeln, das bezaubernde, etwas arrogante Lächeln, erstarrte auf seinem Gesicht, als er zum ersten Mal Prilia in die Augen schaute. Er konnte seinen Blick nicht abwenden, so schön war das junge Antlitz unter der Fülle des blonden Haares.

Auch Prilias Lächeln verschwand. Es kostete sie eine gewaltige Anstrengung, den Kopf zu senken. Ihre Hände, die das Programmheft entgegennahmen, zitterten leicht.

„Ich danke Ihnen“, sagte sie mit heiserer Stimme.

So fing es an. Ganz harmlos und ganz zufällig.

Matty Corden trug keinen Ring. Als Arzt störte er ihn bei der Arbeit, und Prilias Herz schlug schneller, als sie es bemerkte. Vergeblich versuchte sie sich dann auf das Geschehen auf der Bühne zu konzentrieren.

Matty Cordens Mund war trocken geworden, während sich die Innenflächen seiner Hände mit kaltem Schweiß bedeckten. Er war verheiratet mit einer reizenden Frau, aber er wusste nicht, was Liebe war. Er mochte Saryn gern, er hatte sie geheiratet, weil er damals mehr für sie empfunden hatte als für irgendeine andere Frau und weil er gespürt hatte, dass er für sie alles war.

Matty schloss die Augen und versuchte seine Gedanken auf Saryn zu konzentrieren.

Anstelle ihres Gesichtes schob sich ein Röntgenbild vor sein geschlossenes Auge, das er heute Morgen hatte anfertigen lassen. Er war Lungenfacharzt, er wusste, was die Schatten auf dem Bilde bedeuteten.

Sie waren ein Todesurteil. Niemand konnte ihr helfen, den Verfall ihres Körpers zu stoppen. Sie war unrettbar verloren, und nur er wusste es.

Bald würde er frei sein …

Gewaltsam versuchte er diesen Gedanken zurückzudrängen. Er wünschte ihr das Leben, an dem sie hing, er wünschte, dass sie der kleinen Helga erhalten blieb. Doch ihr würden nur noch wenige Monate bleiben.

An seiner Seite saß ein Mädchen, dessen Gesicht das Saryns verdrängte, das er Zug um Zug kannte, obwohl er es nur ein einziges Mal für Sekunden angeschaut hatte. Es war das Bild einer Sehnsucht, die er verborgen in seinem Herzen getragen und von der er nichts geahnt hatte.

Matty begann zu träumen, während die Klänge der Musik an seinem Ohr vorüberrauschten. Er träumte von einem gemeinsamen Leben mit diesem fremden Mädchen.

♥♥♥

Am nächsten Morgen galt Matty Cordens erster Blick in seinem Arbeitszimmer wieder den Röntgenaufnahmen, die ihm alles über den Gesundheitszustand seiner Frau verrieten. Lange hielt er sie gegen das helle Tageslicht, und als er sie wieder in den großen gelben Umschlag schob, drang ihm unwillkürlich ein tiefer Seufzer aus der Brust.

Sein Assistent Dr. Winter, ein Mann von dreißig Jahren, horchte bei diesem Geräusch auf. Als er die Aufschrift auf dem Kuvert sah, ahnte er den Zusammenhang. Er war nicht neugierig, doch trotzdem zog er nach dem Fortgang Mattys den Film ans Licht.

Seine schlimmsten Befürchtungen wurden noch überboten, als er die Röntgenaufnahmen prüfte. Jetzt verstand er, weshalb der sonst ausgeglichene Corden in den letzten Monaten manchmal so gereizt war, weshalb es ihm sichtlich schwerfiel, stets seine Ruhe und Gelassenheit zu bewahren!

Er lebte an der Seite einer Frau, die dem Tode verfallen war, und musste ihr doch stets ein fröhliches Gesicht zeigen.

Dr. Winter war erschüttert. Wie viele Menschen, die Saryn kannten, hatte er eine tiefe Achtung vor der Frau seines Chefs.

Ob sie ganz ahnungslos war oder vielleicht doch irgendwie spürte …? Wenn es nur ein wirksames Heilmittel geben würde!

Bei der Vormittagsvisite forderte Matty ihn ganz nebenbei auf, die Mittagsmahlzeit in seiner Gesellschaft einzunehmen. Das war eine große Auszeichnung, denn Matty liebte die Stunde der Besinnung, die dem Essen zu folgen pflegte.

Dr. Winter kannte jetzt den Grund der Einladung und staunte auch nicht, als sein Chef ihm vorschlug, doch jeden Mittag mit ihnen zu essen.

„Meine Haushälterin kocht besser als die große Küche“, gab er als Begründung an, aber Ernst Winter spürte, dass er sich fürchtete, mit seiner Frau allein zu sein.

Es musste unsagbar schwer sein, an der Seite einer Todkranken zu leben und Fröhlichkeit zu heucheln, ohne dass sie die Täuschung durchschaute. Und bisher war sie noch ahnungslos, das glaubte Winter zu erkennen, als er in ihre gelassenen Augen schaute.

„Von dem Wohltätigkeitsball wird ja schon viel geschrieben“, meinte Frau Saryn. „Dabei dauert es doch noch Monate, bis es so weit ist.“

„Freuen Sie sich auch schon darauf, gnädige Frau?“, fragte Winter mit etwas verzerrtem Lächeln.

„Ich werde den Ball nicht besuchen, Doktor Winter“, erwiderte Frau Saryn. „Vielleicht …“

Die beiden Männer hoben gleichzeitig den Kopf und blickten sich den Bruchteil einer Sekunde stumm an. Was weiß sie?, stand in ihren Augen.

Ein schmerzlicher Zug legte sich über das Gesicht der jungen Frau, der das Augenspiel durchaus nicht entgangen war.

„Bis dahin sind Sie ganz bestimmt gesund“, versicherte Winter mit etwas hastigem Eifer. „Noch zwei oder drei Monate, was kann bis dahin alles geschehen!“

„Sie müssen es besser wissen als ich“, meinte Frau Saryn vielsagend.

„Ich kenne Ihren Befund und weiß deshalb, dass …“, sagte er und stockte kurz, was der Aufmerksamkeit der jungen Frau nicht entging, „… dass Sie bestimmt daran teilnehmen werden.“

„Es wäre schön.“ Ein träumerischer Glanz trat in die Augen der kranken Frau. Sie dachte an die Feste, die sie an der Seite des Gatten erlebt hatte, an die Tänze, an den Frohsinn und das Lachen, das auf seinem Gesicht gewesen war.

Doch das lag drei Jahre zurück. Seit Langem hatte sie keinen Ball mehr besucht und im Bett gelegen, wenn Matty in Erfüllung seiner gesellschaftlichen Pflichten allein gegangen war.

Quälende Bilder standen dann vor ihren Augen, sie sah ihn andere Frauen im Arm halten, und sie sah sein Lächeln, das nicht mehr ihr, sondern jetzt anderen galt.

„Du wirst die schönste Frau sein“, verhieß Matty lächelnd und strich über ihren Handrücken. „Ich freue mich schon darauf!“

Der Blick Frau Saryns schien in seinem Herzen lesen zu wollen, und der Mann fühlte sich sehr unbehaglich in seiner Haut.

Ahnte sie etwas? Die Frau hatte sich gut in der Gewalt, aber trotzdem war ihr Lächeln jetzt anders geworden. Es lag ein Zug der Wehmut darin, der Matty verriet, dass sie ihm nicht glaubte.

Ich werde ihr ein Kleid schenken, nahm er sich in diesem Moment vor, das wird sie besser als Worte von der Aufrichtigkeit meiner Behauptung überzeugen.

Matty wusste nicht, dass Prilia Kerksen Schneiderin im ersten Modehaus des Städtchens war, in dem Frau Saryn ihre Kleider zu kaufen pflegte. Er versuchte, das Mädchen zu vergessen, aber mehr als einmal ertappte er sich dabei, dass er neben dem blassen Gesicht Saryns ein anderes erblickte, das voller Leben und Wärme war.

Am nächsten Nachmittag machte Matty Corden sich auf, um im Modesalon Köhler persönlich ein Kleid für seine schwer kranke Frau auszusuchen.

War es Zufall, oder war es tatsächlich mehr, dass er als Trost für seine todkranke Frau ausgerechnet in dieses Haus kam?

♥♥♥

Prilia Kerksen dachte oft an den interessanten Mann, mit dem sie nur wenige Worte gewechselt hatte.

„Reiß dich zusammen, Prilia!“, rief sie sich zur Ordnung, als sie sich zwei Tage nach dem Theaterabend wieder einmal beim Träumen ertappte. Schließlich war sie kein Backfisch mehr und wusste, dass Märchenprinzen für sie nicht infrage kamen.

Noch immer lag das weiche Lächeln auf ihren Zügen, als die Leiterin des Geschäfts eintrat und sie bat, in den Verkaufsraum zu kommen.

„Fräulein Holzinger wird mit dem Kunden nicht fertig und ich, ehrlich gestanden, auch nicht. Versuchen Sie doch einmal, ihn zu beraten.“

Prilia nickte und legte die Schere aus der Hand.

Im Eingang erstarrte sie. Dem Mann erging es ähnlich. Ein aufmerksamer Beobachter hätte sogar bemerken können, dass ihm eine leichte Röte ins Gesicht gestiegen und ein neuer Glanz in seine Augen getreten war.

„Sie?“, fragten beide wie aus einem Mund. Und dann begrüßten sie sich unwillkürlich mit einem warmen Lächeln.

„Sie kennen sich?“, fragte die Chefin und kam lächelnd näher. „Das ist ja sehr schön, Sie werden dem Herrn Doktor sicherlich das Richtige empfehlen können.“

Matty sagte gar nichts. Die unverhoffte Begegnung freute ihn wie selten ein Ereignis. Ihr Gesicht war noch viel reizvoller, als er es in Erinnerung hatte. Was für schöne ausdrucksvolle Augen besaß sie.

„Sie wünschen?“

„Ein Kleid. Für … für meine Schwester. Sie hat ungefähr Ihre Größe, nur dunkleres Haar.“

Die Inhaberin des Modehauses schüttelte den Kopf. Vor wenigen Minuten noch hatte er von einem Kleid für seine Frau gesprochen, und jetzt sollte es für eine Schwester sein, obwohl er gar keine hatte …

Mit reizendem Lächeln legte Prilia ihm einige Modell vor, und Matty zeigte auf das dritte in der Reihe.

„Das nehme ich. Schicken Sie es mir in die Klinik.“

Als Matty an der Kasse bezahlte, war Prilia schon in den hinteren Räumen verschwunden. Es nützte ihm nichts, dass er unschlüssig seine Handschuhe an- und auszog, einmal musste er doch den Modesalon verlassen.

Ziellos wanderte er durch die Straßen. Obwohl das Wetter recht unfreundlich war, hatte er den Hut abgenommen und genoss fast den Regen, der ihm ins Gesicht peitschte.

Der Mann stöhnte qualvoll auf. Er war kein Schuft, er war ein feinfühliger Mensch, der sich in andere Menschen hineindenken konnte.

Doch jetzt hatte ihn ein Gefühl übermannt, das alle Bedenken zurückwies und das ihn nur fürchten ließ, dass es in einigen Monaten vielleicht schon zu spät war und dass ein anderer das erlangt haben würde, was ihm jetzt noch verboten war.

Noch lebte seine Frau.

Er stand vor der Tür des Modehauses, ohne zu wissen, wie er überhaupt dorthin gekommen war. Erst der bekannte Name auf der Scheibe erinnerte ihn daran, wo er sich befand.

Prilia kam als Erste. Einen Moment stand sie im Eingang und spannte den Regenschirm auf, bevor sie dann mit ihrem schwingenden Gang die Straße hinunterging.

Mit Herzklopfen folgte ihr Matty. Er war plötzlich schüchtern wie ein Schüler und konnte sich nicht aufraffen, das vor ihm gehende Mädchen anzusprechen.

Dann prallte er auf sie. Er war nur zwei Meter hinter ihr gegangen und nicht darauf gefasst gewesen, dass sie so plötzlich stehen blieb.

„Entschuldigen Sie!“

Prilia erbleichte bis in die Lippen. Die Hand, die den Schirm hielt, begann zu beben. Es war ein Akt der Höflichkeit, dass er ihr den Griff aus der Hand nahm.

Stumm schauten sich die beiden Menschen, die spürten, dass das Schicksal Fäden zwischen ihnen wob, in die Augen.

„Ich begleite Sie“, sagte Matty nach einer langen Pause und schob seinen Arm unter ihren.

Prilia schluckte. Der Einwand, der ihr schon auf der Zunge lag, kam nicht über ihre Lippen.

Im wunderbaren Gleichmaß schritten sie dahin.

„Ich glaube, ich habe ganz vergessen, mich Ihnen vorzustellen“, fiel Matty ein. „Es ist sonderbar, aber Sie waren mir vom ersten Sehen an so vertraut, als ob wie uns schon lange kennen würden. Und dabei weiß ich noch nicht einmal Ihren Namen!“

Das Mädchen errötete. Auch ihr war der Mann seltsam vertraut.

„Was bedeuten schon Namen?“, entgegnete sie. „Dadurch lernen wir uns nicht besser kennen.“

Der Arzt schaute sinnend auf das Pflaster.

„Sie haben recht, Fräulein … Ich werde Sie Libelle nennen.“

Prilia lächelte. Ihr Sinn für Romantik fühlte sich durch seine Worte angesprochen. Libelle … ein poetischer Vergleich. Es war seltsam, denn auch ihr Vater hatte sie manches Mal übermütig Libellchen gerufen, wenn sie wie ein Irrwisch durch das große Haus gelaufen war.

„Und ich werde Sie Falke nennen“, schlug sie vor. „Hoffentlich fressen Sie mich arme Libelle nicht einmal auf.“

Ihre Worte waren als Scherz gesagt, und doch spürte das Mädchen, dass es wie ein Zusammenzucken durch den Körper des Mannes ging.

„Ich werde Ihnen nie ein Leid antun, Libellchen, niemals“, gelobte er.

Prilias Augen schauten in sein erregtes Gesicht. Ein weiches Lächeln glitt über ihre Züge.

„Das weiß ich“, sagte sie leise.

„Ich danke Ihnen, Libellchen. Sie werden es nie zu bereuen haben. Und damit Sie sich ein wenig an meine gefährliche Nähe gewöhnen, schlage ich Ihnen vor, mit mir am nächsten Sonntag einen kleinen Ausflug zu machen. Wir fahren mit meinem Wagen irgendwohin, wo es schön ist und wo wir keine Menschen sehen. Ich möchte gern allein sein mit Ihnen, Libellchen.“

„Und nun, Falke, muss ich mich verabschieden. Wir sind angelangt. Hier wohne ich.“

„Schon da?“

Prilia lachte hellauf.

„Mir scheint, Sie haben mit offenen Augen geschlafen. Wissen Sie, dass wir mehr als eine Stunde gegangen sind? Wenn Sie mit der Straßenbahn zurückfahren, werden Sie Ihr blaues Wunder erleben, Sie stolzer Falke.“

Das Mädchen klappte den Schirm zu und streckte ihm die Hand hin.

„Bis Sonntag, kleines Libellchen, ich hole Sie um neun Uhr ab.“ Tief neigte sich der Mann über ihre Hand, und dann fühlte Prilia, wie sich zwei warme Lippen auf ihre Finger pressten.

Errötend machte sie sich frei und lief ins Haus.

♥♥♥

„Ich möchte mitfahren!“ Saryn richtete sich in den Kissen auf und legte Matty bittend die Hand auf den Arm. „Sei doch nicht so hart zu mir, mache heute einmal eine Ausnahme von der strengen Regel. Du ahnst nicht, wie ich mich danach sehne, einmal wieder Menschen zu sehen, wenn es auch nur vom Sitz eines Autos aus ist.“

„Nein, so eine Fahrt im Auto ist zu anstrengend für dich“, erwiderte Matty.

Sie verstand, dass er sich mal ausspannen musste, dass es ihn bedrückte, stets in seinen vier Wänden eingesperrt zu sein. Oh ja, sie verstand es sogar sehr gut. Lebte sie nicht selbst wie eine Gefangene?

Frau Saryn verstand jedes Mienenspiel seines Gesichtes zu deuten. Und sie wusste, dass seine Gedanken jetzt nicht bei ihr, sondern bei einer anderen Frau waren.

Das bittere Gefühl, das sich in ihrem Herzen regte, wurde sofort von ihrer Vernunft zurückgedrängt. Er war ja gesund, und sie konnte nicht verlangen, dass er wie ein Mönch lebte.

Aber dieses Lächeln! Das galt nicht einer flüchtigen Bekanntschaft, einem Mädchen, das er bald vergessen würde.

„Auf Wiedersehen, Matty.“ Diese Worte kosteten Saryn große Anstrengung. Behutsam strichen ihre weichen Finger über seinen Handrücken.

Langsam ging Matty Corden zur Tür. Bevor er die Klinke herunterdrückte, zögerte er einen Moment.

Noch war es Zeit!

Da schlug die Uhr der benachbarten Kirche drei hallende Schläge. Eine Viertelstunde vor neun, er musste sich beeilen. Automatisch setzte er sich wieder in Bewegung, und sein Schritt führte ihn hinaus und nicht wieder zurück.

Er konnte seine Libelle doch nicht warten lassen! Aber er nahm sich vor, ihr zu sagen, dass sie sich niemals wiedersehen durften.

Natürlich würde er ihr nicht gestehen, dass er verheiratet war, aber dieses erste Treffen sollte auch das letzte sein. Und wenn er heute Abend von dem Ausflug zurückkam, dann konnte er seiner Frau wieder offen in die Augen schauen und würde wissen, dass er ein anständiger Mensch geblieben war.

Er würde seine Ehre behalten!

Die Libelle war heute noch schöner, als Matty sie in Erinnerung hatte. Nur ein schlichtes Leinenkleid umschloss ihre schlanke Gestalt. Mit einem Lächeln führte er ihre Hand an seine Lippen.

Der Augenblick der Befangenheit nach der Begrüßung zog sich recht in die Länge. Matty saß mit ernstem Gesicht hinter dem Steuer seines Wagens. Wie sollte er dem Mädchen nur sagen, dass er sie nicht wiedersehen wollte, ohne sie in ihrem Stolz zu verletzen?

Es würde nicht ganz einfach sein. Doch irgendwie musste sich schon eine Möglichkeit finden, ihr die Notwendigkeit mit plausiblen Gründen darzulegen.

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