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Die Sprache des Herzens

1. KAPITEL

„Bitte, Herr Saalfeld – keine Polizei!“ Das war alles, was Elena herausbrachte, aber Werner bedachte sie nur mit einem wütenden Blick.

„Sie haben einen Gast bestohlen!“, rief er vorwurfsvoll.

„Ich habe das Portemonnaie gefunden!“, beteuerte sie. „Und wusste zuerst nicht, wem es gehört.“

„Sparen Sie sich die Ausreden!“ Der Senior wandte sich an Dr. Erhardt. „Es tut mir sehr leid“, sagte er. „Da war unser Chefkoch in der Wahl seiner Mitarbeiter wohl ein wenig nachlässig.“

„Ist schon in Ordnung“, meinte der Schönheitschirurg abwiegelnd.

„Ich kann erklären, warum ich das Geld erst am nächsten Tag zurückgegeben habe“, sagte Elena unter Tränen.

„Das können Sie gleich der Polizei erzählen“, entgegnete Werner ungerührt.

„Bitte nicht!“ Elena war bleich geworden.

Dr. Erhardt begriff erst jetzt, was er ausgelöst hatte. „Ehrlich gesagt – ich habe keine Lust, mich im Urlaub mit einer polizeilichen Anzeige herumzuschlagen.“

Elena atmete auf.

„Ihre Nachsicht ehrt Sie.“ Trotzdem wollte der Senior noch mit Elena sprechen und forderte sie auf, ihn in sein Büro zu begleiten.

„Und dann wollte er mir Geld geben, aber ich will ja gar kein Geld!“ Atemlos hatte Elena die ganze Geschichte herausgesprudelt.

„Schön und gut.“ Werner musterte sie forschend. „Aber was hat das alles mit diesem Mann im Krankenhaus zu tun?“

„Das habe ich doch schon gesagt“, erwiderte sie. „Er hatte einen schweren Unfall und benötigt dringend eine Operation.“ Sie hatte Dr. Erhardt darum gebeten, diese Operation durchzuführen. Kostenlos. Es gab niemanden, der finanziell dafür aufkommen konnte.

„Das klingt alles ziemlich an den Haaren herbeigezogen“, stellte der Senior fest.

„Aber es ist wahr.“ Verzweiflung lag in ihrer Stimme.

„Und jetzt hat Doktor Erhardt Ihnen plötzlich freiwillig Geld angeboten?“

Sie nickte.

„Und warum?“

Das konnte Elena ihm doch nicht sagen, aber Werner ließ nicht locker.

„Ich habe etwas gesehen, was ich nicht hätte sehen sollen.“ Sie wand sich unter seinem Blick.

Dem Senior reichte das nicht – er wollte wissen, was genau sie gesehen hatte.

„Also gut“, sagte sie seufzend und berichtete von der Szene in der Pianobar. Dr. Erhardt hatte dort Charlotte geküsst.

Werner reagierte empört. „Das ist ja allerhand!“, rief er entrüstet. „Der Mann ist seit Langem verheiratet! Und nicht genug, dass dieser Promiarzt meine Exfrau vor versammeltem Personal küsst – anschließend will er sich auch noch mit einem Bestechungsgeld Ihr Schweigen erkaufen. Was glaubt der, wo der ist? In einem Stundenhotel?“ Plötzlich blickte er Elena freundlich an. „Sie haben absolut richtig reagiert.“

Sie wusste gar nicht, wie ihr geschah, und schüttelte verständnislos den Kopf.

„Indem Sie sein Schmiergeld abgelehnt haben, natürlich. Und auch, dass Sie ihm den Geldbeutel aus freien Stücken zurückgegeben haben – wenn auch ein bisschen spät. Wir machen alle mal Fehler. Wenn Sie damit einverstanden sind, betrachte ich den Vorfall damit als erledigt.“

„Und ich darf weiterhin hier arbeiten?“, fragte sie zaghaft.

Er nickte.

Am liebsten wäre sie ihm um den Hals gefallen, doch sie bremste sich in letzter Sekunde. „Danke, vielen Dank!“

Charlotte sprach Dr. Erhardt unterdessen noch einmal auf die verunglückte Tangostunde an.

„Ich bin übers Ziel hinausgeschossen“, entschuldigte sich der Arzt sofort. „Kommt nicht mehr vor.“

„Das bedeutet, Sie haben mich nur aus, sagen wir – Langeweile geküsst?“, bohrte Charlotte nach.

Er seufzte. „Ich halte Sie für eine äußerst bezaubernde und attraktive Frau“, meinte er schließlich.

„Aber im letzten Moment ist Ihnen eingefallen, dass Sie ein verheirateter Mann sind?“

Er suchte nach einer Ausrede. „Ich hatte gerade ein sehr seltsames Erlebnis mit einer Ihrer Angestellten, deswegen bin ich vielleicht etwas durcheinander …“

Charlotte runzelte die Stirn.

„Erst behält das Mädel meinen Geldbeutel – gibt ihn dann aber zurück und fleht mich förmlich um Hilfe an.“

Charlotte hakte nach, um wen es sich handelte.

„Ich glaube, Sie arbeitet in der Küche. Eine junge Ausländerin.“

Damit konnte nur Frau Majoré gemeint sein.

„Jedenfalls kam Ihr Ex dazu und … Ja, das war es wohl für sie.“

Nun wollte Charlotte die ganze Geschichte hören. Er erzählte ihr die Geschichte von dem unbekannten Patienten in der Klinik.

„So, wie Sie davon sprechen …“ Nachdenklich sah Charlotte den Arzt an. „Das Schicksal dieses Mannes lässt Sie auch nicht ganz kalt, oder?“

Er zuckte die Achseln. Als Arzt und besonders als Chirurg stumpfte man ab, schon aus Selbstschutz. „Aber so etwas … Ein junger Mann, für immer entstellt …“

Sie schlug ihm vor, sich den Patienten wenigstens einmal anzusehen. „Ich weiß, Sie sind jemand, der gerne hilft“, fügte sie hinzu. „Ihre großzügigen Spenden für meine Stiftung beweisen das immer wieder.“

„Das ist etwas völlig anderes“, wehrte er ab.

„Aber Sie wissen, wie es sich anfühlt, Gutes zu tun“, beharrte sie und lächelte ihn warmherzig an.

„Eine Gesichtsrekonstruktion ist keine Brustvergrößerung.“ Seine Stimme war leise geworden. „Früher, ja, da war ich im Bereich der wiederherstellenden Chirurgie einer der Besten, aber heute? Da ein Pölsterchen entfernen, da fehlende Pölsterchen anbringen …“ Vermutlich konnte er das andere gar nicht mehr.

„So etwas verlernt man doch nicht“, sagte sie ermutigend.

„Aber man kommt aus der Übung.“

Sie schwieg eine Weile. „Es klingt so, als würde Sie das, was Sie momentan tun, nicht ausfüllen“, stellte sie dann fest.

„Selbst wenn es so wäre – ich habe gar keine Zeit.“ Mit seiner Klinik war Dr. Erhardt vollkommen ausgelastet.

„Und trotzdem denke ich, Sie sollten sich den jungen Mann ansehen.“

Tanja hielt es noch immer für falsch, dass Xaver allen vorspielte, er sei immer noch taub. Und auch für Xaver war das ganze kein Zuckerschlecken: Weil er mit seiner „Behinderung“ nicht mehr als Portier arbeiten konnte, war er in die Wäschekammer abkommandiert worden. Bügeln zählte nun nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen.

„Wann begreifst du endlich, dass du für solche Geschichten nicht clever genug bist?“, fragte Tanja, als sie ihm einen Besuch abstattete. „Aus dir wird kein großer Betrüger mehr. Das Wollen wäre zwar da, aber das Können …“

„Ich hab’s kapiert.“ Er seufzte. „Wenigstens hat Sibylle jetzt ein bisschen Startkapital für ihre Zucht und ihren Trainer.“ Er hatte das Schmerzensgeld, das er von Charlotte Saalfeld erhalten hatte, gleich an seine Freundin weitergereicht.

„Lange hältst du das hier doch sowieso nicht durch.“ Tanja grinste.

„Niemand sagt, dass ich das muss“, gab er zurück. Er hatte nicht die Absicht, bis an sein Lebensende „taub“ zu bleiben …

Sibylle beschäftigte sich unterdessen damit, herauszufinden, wie Xaver sich das Leben erleichtern könnte. In einer Gehörlosenzeitschrift stieß sie auf eine Annonce, die eine Schulung für Gehörlose anbot. Lippenlesen und psychologische Betreuung. Das war genau das, was Xaver jetzt brauchte. Und dafür sollte sein Schmerzensgeld investiert werden. Nicht für Rodrigo.

Xaver fiel aus allen Wolken, als Sibylle ihm mitteilte, dass sie einen Therapeuten für ihn gefunden hatte. Das Geld für die Sitzungen hatte sie auch schon überwiesen.

„Und was wird aus dem Rennen?“, fragte Xaver laut – er musste ja auch ihr gegenüber so tun, als könnte er nichts hören, auch sich selbst nicht. „Deiner Zucht?“

‚Du bist jetzt das Wichtigste‘, schrieb sie auf einen Zettel.

„Das Geld war aber für dich gedacht.“

Sibylle schüttelte den Kopf. Das konnte sie einfach nicht annehmen. Sie hatte schon für heute Abend einen Termin für Xaver bei dem Therapeuten ausgemacht. Am liebsten hätte er sich die Haare gerauft. Das Geld für die Therapie würde er sich zurückholen – das stand fest.

Aufgewühlt tigerte Theresa durchs Büro der Brauerei. Frau van Norden musste sich irren: Sie war Moritz’ große Liebe gewesen! Und er ihre. Aber Konstantin hatte schon recht – die Zeit, die sie mit ihm verbracht hatte, war auch schön gewesen. Zumindest, bis sie erfahren hatte, wer er wirklich war. Bis dahin hatte es sich nicht falsch angefühlt. Er war romantisch und zärtlich – genau wie Moritz … Was sollte sie jetzt nur tun? Sie wusste überhaupt nicht mehr, was richtig war und was nicht. Überfordert ließ sie sich auf einen Stuhl sinken.

„Wie kannst du ihr einreden, ich würde sie mehr lieben als Moritz?! Du weißt doch gar nicht, wie stark seine Gefühle waren.“ Konstantin machte seiner Mutter schwere Vorwürfe. Er wollte einfach nicht, dass Doris Theresa noch mehr wehtat.

„Sie wird darüber wegkommen“, sagte Doris gleichmütig. „Siehst du denn nicht ein, dass das jetzt deine Chance ist? Mehr kann ich wirklich nicht tun. Den Rest musst du schon allein erledigen.“ Wie man eine Frau für sich gewann, wusste er ja wohl.

„Nicht mit Tricks, Lügen und Täuschungen!“, ereiferte er sich.

„Denkst du, Theresa kommt freiwillig zu dir zurück?“, spottete Doris. „Mach dich nicht lächerlich!“

„Ich weiß selbst, dass es nicht leicht ist.“ Aber Tricksen war nun mal nicht sein Ding. „Ich werde sie nicht manipulieren. Sie muss von mir als Mensch überzeugt sein. Von meiner Ernsthaftigkeit. Bisher hält sie mich doch für einen Irren.“

Der Zufall kam Konstantin zu Hilfe. Einer der Barkeeper hatte sich krankgemeldet, und André Konopka suchte nun händeringend eine Aushilfe. In Buenos Aires hatte Konstantin sich als Barkeeper durchgeschlagen. Das erzählte er dem Chefkoch natürlich nicht. Stattdessen behauptete er, dass er – Moritz van Norden – sein Studium mit Jobs in Bars finanziert habe. Und dass er nach seinem Burn-out große Lust habe, wieder einmal hinter dem Tresen zu stehen. André reagierte zunächst skeptisch: Ein Stararchitekt sollte Cocktails mixen? Aber eigentlich hatte ja niemand etwas zu verlieren. Also ließ er Moritz van Norden die Schicht des kranken Barkeepers übernehmen.

Doris hielt natürlich überhaupt nichts davon.

„Ich werde Theresa auf meine Art zeigen, dass ich der Richtige für sie bin“, erklärte Konstantin, während er die ersten Cocktails zubereitete. „So sieht sie, dass ich hier bleibe, dass es mir ernst ist. Dass ich um sie kämpfen werde.“

Julius hatte noch eine Nacht über Theresas Vorschlag, er solle wieder ganz bei Burger Bräu einsteigen, geschlafen.

„Ich gehe wieder“, sagte er nun zu Gitti. „Das hier, das ist nichts für mich.“

Verwundert verzog sie das Gesicht. Burger Bräu war doch früher sein Ein und Alles gewesen!

Er seufzte. „Das ist alles zu unsicher. Wenn die Leute unser Bier nicht wollen, stehe ich auf der Straße. Und dann?“ Dafür konnte er doch keinen sicheren Arbeitsplatz aufgeben. Aber das war nicht der einzige Grund. Auch wegen Gitti konnte er nicht bleiben. „Als dein Vater bin ich schließlich für dich verantwortlich.“

„Und deshalb willst du weg?“ Was war denn das für eine Logik?

„Du hast einen guten Arbeitsplatz gehabt, bei der Unternehmensberatung in München“, begann Julius. „Und jetzt arbeitest du als Kellnerin.“

„Ich habe dir doch erklärt, warum“, meinte sie.

„Aber dafür hast du dein Studium nicht gemacht“, meinte er. „Und das hier, das ist nichts. Keine Sicherheit.“

Lächelnd schüttelte sie den Kopf. „Das ist lieb gemeint, aber um mich brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich bin die letzten Jahre ganz gut zurechtgekommen – und werde das auch in Zukunft schaffen. Es ist deine Entscheidung.“ Sie würde sich jedenfalls freuen, wenn ihr Vater in ihrer Nähe bliebe.

„Hast du schon einen Ersatz für mich gefunden?“, fragte Julius, als er kurz darauf zu Theresa in die Brauerei kam.

Die lachte nur auf. Dass es schier unmöglich war, in so kurzer Zeit einen adäquaten Ersatz für Herrn König aufzutreiben, musste ihm doch wohl klar sein.

„Gut.“ Er zog zwei Flaschen Bier aus seinem Parka und hielt eine davon Theresa hin. „Stößt du mit deinem neuen und alten Mälzer an?“

Ein Strahlen ging über ihr Gesicht – Julius würde bleiben!

Elena saß gerade am Bett des Unbekannten im Krankenhaus. Da kamen zu ihrer großen Überraschung Dr. Erhardt und Charlotte Saalfeld herein. Der Arzt trat sofort ans Bett und stellte sich vor.

„Ich habe mit Ihrem behandelnden Arzt Doktor Huber gesprochen“, erklärte er dann. „Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich Sie mir gerne einmal anschauen.“

Moritz lächelte unter seinen Verbänden überrumpelt. Dr. Erhardt bat Elena und Charlotte, nach draußen zu gehen.

Die Schwester entfernte die Bandagen. Dr. Erhardt presste die Lippen zusammen. Das sah wirklich schlimm aus. Mehr als schlimm.

Xaver behauptete Sibylle gegenüber, er sei bei der Therapiesitzung gewesen und habe schon angefangen, das Lippenlesen zu üben. Er hatte den Therapeuten auch wirklich aufgesucht – allerdings nur, um das Geld zurückzuverlangen. Xaver hatte gesagt, dass er nicht vollkommen taub sei, sondern nur schwerhörig. Und dass er deshalb keine Therapie benötige. Der Therapeut hatte das Geld, das Sibylle ihm bereits überwiesen hatte, nur ungern wieder rausgerückt.

Theresa war zwischendurch an ihrem Schreibtisch im Brauereibüro eingenickt. Und sie träumte von Konstantin. Sie lag mit ihm im Bett.

„Ich liebe dich“, flüsterte er, und sie erwiderte sein Geständnis. „Und es stört dich gar nicht mehr, dass ich nicht er bin?“

Anstelle einer Antwort zog sie ihn an sich. Da erschien plötzlich Moritz neben dem Bett. Erschrocken ließ sie von Konstantin ab. Aber Moritz lächelte nur.

„Es ist alles gut“, sagte er. „Ich verzeihe dir.“

„Ich habe wirklich schon viel gesehen. Kinder, die ohne Nase zur Welt kommen, Unfallopfer … Aber so was wie heute …“ Dr. Erhardt saß bei Konstantin an der Bar und ließ sich einen Cocktail mixen. Der Besuch bei dem unbekannten Patienten im Krankenhaus beschäftigte den Arzt noch immer. „Wirklich ein armer Teufel. Da ist vom Gesicht nichts mehr zu erkennen. Die Zeit, die man da für eine Rekonstruktion bräuchte … eher eine Neukonstruktion … Und das alles kostenlos?“

Konstantin lauschte professionell – Barkeeper waren es gewohnt, als Kummerkasten für ihre Gäste zu fungieren. In Gedanken war er bei Theresa. Und da betrat sie auch schon die Pianobar.

„Was machst du hier?“, fragte sie irritiert.

„Arbeiten“, erklärte er.

Wie erstarrt stand sie da. Das hieß also, er blieb hier. Irgendwie war sie tatsächlich erleichtert – das musste an ihrem Traum liegen. Aber es ging einfach nicht. Das konnte und durfte sie Moritz nicht antun. Das würde sie sich niemals verzeihen.

Auch Moritz hatte in dieser Nacht im Krankenhaus einen Traum: Er sah Theresa in der Situation vor sich, in der sie sich kennengelernt hatten. Sie war nass gewesen, weil sich der Wasserschlauch selbstständig gemacht hatte. Und sie hatte gelacht. Moritz schreckte hoch.

„Vom erfolgreichen Architekten zum Barmann auf Probe?“ Gitti spottete am nächsten Morgen über Moritz van Nordens „berufliche Veränderung“.

„Ich kenne auch eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, die neuerdings als Kellnerin unterwegs ist“, hielt Theresa dagegen.

Aber Gitti fand, das sei etwas vollkommen anderes. „Ich habe den Typen von Anfang an für einen Poser gehalten“, stellte sie fest. Und der Job als Barmann war für ihn sicher nur so attraktiv, weil man dabei problemlos Frauen aufreißen konnte. Sie wusste ja immer noch nicht, warum Theresa und Moritz sich getrennt hatten. Doch sie vermutete, dass er ihre Freundin betrogen hatte.

„Er ist kein Poser!“, rief Theresa. „Und – was spricht dagegen, nach einem Burn-out mal was ganz anderes zu machen? Um abzuschalten und sich neu zu orientieren?“

Gitti grinste ihr ins Gesicht. „Dafür, dass ihr nicht mehr zusammen seid, verteidigst du ihn noch ganz ordentlich“, meinte sie.

Theresa schluckte.

Elena hatte darum gebeten, Charlotte Saalfeld das Frühstück in die Wohnung bringen zu dürfen. Charlotte begrüßte sie freundlich.

„Wegen der Sache mit dem Geldbeutel von Doktor Erhardt …“, begann Elena langsam.

Charlotte fiel ihr ins Wort. „Mein Exmann hat das mit Ihnen geklärt, und damit ist es gut.“ Sie hatte bereits mit Werner darüber gesprochen und hielt es für richtig, dass Frau Majoré nicht gekündigt worden war. „Ich erwarte, dass so etwas nie wieder vorkommt.“

„Vielen Dank!“ Elena strahlte. „Auch dafür, dass Sie Doktor Erhardt überredet haben, ins Krankenhaus zu fahren.“

„Im Endeffekt waren es Sie, die ihn dazu gebracht hat“, wehrte Frau Saalfeld ab. „Ich habe ihn nur noch ein klein bisschen schubsen müssen.“

„Glauben Sie, er macht die Operation?“

Charlotte zuckte die Schultern.

„Ich hoffe es so sehr. Der junge Mann ist so verzweifelt. Dann hätte er vielleicht wieder ein klein wenig Hoffnung.“

Charlotte hatte das Schicksal des Unbekannten auch sehr berührt. „Ein junger Mann, aus dem Leben gerissen. Kein Mensch weiß, wer er ist und wo er herkommt.“ Es war wirklich furchtbar. „Warum liegt Ihnen dieser Mann eigentlich so am Herzen?“

„Wie?“ Elena wirkte ertappt.

„Sie kennen ihn doch gar nicht?“

Elena suchte nach Worten. „Jedes Mal, wenn ich ihn besuche, fühlt es sich so gut an“, gestand sie schließlich. „Mit ihm zu reden, ihm von meinem Tag zu erzählen, ihm Hoffnung zu geben. Ich spüre, dass da etwas ist. Eine Art unsichtbarer Verbindung.“

Danach machte sich Elena wieder auf den Weg ins Krankenhaus. Der Unbekannte hatte noch nichts von Dr. Erhardt gehört.

„Ich weiß, er wird die Operation machen“, sagte Elena euphorisch. „Und Frau Saalfeld glaubt das auch.“

„Wer?“, fragte er abwesend.

„Die Frau, die gestern kurz da war. Sie kennt Doktor Erhardt besser. Und wollte noch mal mit ihm reden. Ihre Geschichte hat sie sehr bewegt.“

Er nickte nur.

„Wäre das nicht großartig? Ein neues Gesicht? Ein neues Leben?“

Er blieb stumm.

„Was ist denn los? Freuen Sie sich denn gar nicht? Sie bekommen ein neues Gesicht!“

Er drehte ihr den Kopf zu und sah sie aus leeren Augen an.

„Mein altes Gesicht wäre mir lieber“, erklärte er tonlos. „Und mein altes Leben.“

„Aber – Sie können sich doch an all das gar nicht erinnern“, wandte sie ein. „Wer weiß, wie Ihr altes Leben war? Vielleicht ganz furchtbar, traurig und unglücklich. Und jetzt haben Sie die Chance, noch einmal neu anzufangen. Das ist doch wunderbar!“

„Ich hatte heute Nacht einen Traum. In meinem früheren Leben gab es eine Frau.“

Elena schluckte.

„Und ich habe sie sehr geliebt.“

Für Elena brach eine Welt zusammen.

2. KAPITEL

Sibylle hatte einen Anruf erhalten – von Xavers Therapeuten. Nun kannte sie die Wahrheit. Und war außer sich vor Wut. Sofort stellte sie ihren Freund zur Rede.

„Wie lange machst du mir schon etwas vor?“, fauchte sie.

Er versuchte, sich herauszureden, begriff dann aber, dass es zwecklos war.

„Lüg mich nicht an!“, giftete sie und hielt ihm dann vor, auch Frau Saalfeld betrogen zu haben.

„Das Schmerzensgeld steht mir zu“, protestierte er. Am Anfang war er schließlich wirklich taub gewesen.

„Und dann hast du gedacht, wie praktisch, daraus mache ich noch Geld?“ Sie schnaubte.

„Das habe ich alles nur für dich getan“, verteidigte er sich. „Damit Rodrigo an dem Rennen teilnehmen kann.“ Dabei hatte sie ihr Pferd schon wieder abgemeldet. Weil Xavers Schmerzensgeld für die Therapie gebraucht wurde.

„Du hättest doch nur sagen müssen, dass du wieder hören kannst.“

Xaver seufzte. Dann hätte sie mit Sicherheit darauf bestanden, dass er Frau Saalfeld die fünftausend Euro zurückgab. Das wäre auf dasselbe hinausgelaufen.

„Glaubst du vielleicht, mein Pferd ist mir wichtiger als du? Wie konntest du mir das antun?“ Sibylle starrte ihn fassungslos an.

„Ich wollte dir nur helfen“, beteuerte er.

„Immer machst du alles kaputt!“ Mit Tränen in den Augen rannte Sibylle davon.

„Wie kann er mir das antun? Mich noch mal so täuschen?“ Vollkommen aufgelöst saß Sibylle kurz darauf vor Tanja. Schon bei Jacob hatte Xaver getrickst, um sie und ihn auseinanderzubringen.

„Er liebt dich wirklich“, meinte Tanja, der das schlechte Gewissen im Nacken saß. Immerhin wusste sie schon eine ganze Weile, dass Xaver gar nicht mehr taub war.

„Liebe heißt auch vertrauen.“ Sibylle war verzweifelt. Es war ihr so schwergefallen, dieses Vertrauen wiederaufzubauen. „Und nach dieser Aktion jetzt …“

„Manchmal will man Gutes tun und merkt gar nicht, dass es das Falsche ist“, sagte Tanja.

Sibylle verzog das Gesicht. Plötzlich betrachtete sie ihre Freundin forschend. „Du hast es gewusst!“, platzte sie dann heraus.

Tanja biss sich auf die Unterlippe.

„Du steckst mit Xaver unter einer Decke! Eine tolle Freundin bist du!“ Sibylle sprang auf. „Das werdet ihr mir büßen! Alle beide!“

Tanja benachrichtigte Xaver telefonisch darüber, dass Sibylle gedroht hatte, ihn auffliegen zu lassen. Schnell rannte er an die Rezeption, um Herrn Sonnbichler mitzuteilen, dass er plötzlich wieder hören konnte. Alfons umarmte ihn vor Freude. Das war nun wirklich eine gute Nachricht! Dann würde Xaver ja wieder als Portier arbeiten können!

Sibylle hatte tatsächlich vorgehabt, Herrn Sonnbichler in Xavers Betrug einzuweihen. Aber als sie nun an die Rezeption kam und sah, dass Xaver ihr quasi zuvorgekommen war, hielt sie den Mund.

„Du hättest mich verpfeifen können. Warum hast du es nicht getan?“

Wütend funkelte Sibylle Xaver an. „Freu dich bloß nicht zu früh“, sagte sie dann abweisend.

„Na gut, wenn es sein muss …“ Er ging vor ihr auf die Knie. Mitten im Personalraum. „Ich neige mein Haupt und bitte inständig um Verzeihung.“

„Und das Schmerzensgeld von Frau Saalfeld?“, fragte Sibylle kühl.

„Gebe ich selbstverständlich zurück.“ Treuherzig sah er sie an. „Ich liebe dich, Sibylle.“

Ihre Augen wurden feucht. Er erhob sich und wollte sie in seine Arme ziehen, doch da machte sie sich plötzlich los.

„Und das Schaf Sibylle soll wieder mitspielen, als wäre nichts gewesen? Nein, dieses Mal nicht!“ Damit rannte sie hinaus.

„Wie kann eine so integre Person wie Sibylle nur auf dich reinfallen …“ Nils hatte nicht das geringste Mitgefühl mit Xaver.

„Moment mal, was heißt hier reinfallen?“, protestierte der sofort. „Ich liebe Sibylle – und sie liebt mich.“

„Mag sein, aber auch wenn man verliebt ist, lässt man nicht alles mit sich machen. Bei deinen ganzen Lügen …“

Doris hatte Theresa gesucht und fand sie im Park. Sie hatte gerade einen Strauß Rosen geschnitten – für Moritz’ vermeintliches Grab. Doris bat darum, sie begleiten zu dürfen.

„Es ist bitter, einen Menschen zu verlieren und dann nicht mal richtig um ihn trauern zu können“, meinte sie und warf Theresa einen lauernden Seitenblick zu. „Für Sie ist das schwer, für mich und auch für Konstantin. Er trauert sehr um seinen Zwillingsbruder.“

„Er hat ihn ja nicht mal gekannt“, entgegnete Theresa brüsk.

„Er ist hergekommen, um ihn kennenzulernen. Und dann ist dieser tragische Unfall passiert, für den er sich verantwortlich fühlt.“ Wieder schielte Doris zu Theresa. „Die Behörden würden das sicher ähnlich sehen und ihm Brudermord unterstellen. Auch meinen zweiten Sohn zu verlieren – das würde ich nicht verkraften.“

Theresa verdrehte die Augen. „Warum fragen Sie mich nicht einfach direkt?“ Es war doch sonnenklar, dass Frau van Norden wissen wollte, ob sie weiterhin schweigen würde.

„Vor allem interessiert mich, wie es mit Ihnen und Konstantin weitergeht“, sagte Doris.

„Eine gemeinsame Zukunft steht nicht zur Debatte“, erklärte Theresa schneidend.

„Sie waren doch auf dem besten Weg“, gab Doris zu bedenken.

„Er ist aber nicht Moritz.“ Theresas Stimme klang bitter. „Aber, keine Sorge – von mir wird keiner die Wahrheit erfahren.“

„Danke.“ Doris atmete auf. „Das rechne ich Ihnen hoch an. Und Sie müssen Ihre Trauer nicht allein bewältigen, Frau Burger. Wenn Sie reden möchten – ich bin immer für Sie da.“

Theresa wurde das alles zu viel. Sie wollte nur noch allein sein.

Nachdem sie sich verabschiedet hatte, ging sie zu Moritz’ Grab und legte dort die Blumen nieder. Egal, was Frau van Norden hatte andeuten wollen – sie wusste, dass Moritz sie aus ganzem Herzen geliebt hatte. Und er fehlte ihr entsetzlich. Warum waren sie nur auf eine so schreckliche Weise auseinandergerissen worden? Sie konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen.

„Während du sinnlos die Zeit verplemperst, pilgert Frau Burger allein ans Grab!“ Doris machte ihrem Sohn, der gerade die Bar aufräumte, Druck.

„Theresa will Abstand“, erklärte Konstantin. „Und ich respektiere das.“

„Mit Abstand wirst du sie nicht zurückgewinnen“, entgegnete sie. „Sie scheint sich in ihrem Kummer zu vergraben. Und das halte ich – gelinde gesagt – für ein wenig riskant.“

„Und was schlägst du vor?“ Sarkasmus lag in seiner Stimme. „Soll ich so tun, als wäre nichts?“ Sie selbst hatte ihn schließlich von Anfang an gewarnt. Und sie hatte recht gehabt: Theresa liebte Moritz. Und nicht ihn.

„Wolltest du mir nicht beweisen, dass sie auch dich liebt?“, konterte sie. „Eine bessere Gelegenheit wird sich kaum bieten. Sie fühlt sich einsam in ihrem Kummer. Geh hin und teile ihn mit ihr.“

Er zögerte.

„Du enttäuschst mich“, provozierte sie ihn. „Moritz hätte nicht gezögert. Dein Bruder hätte nicht tatenlos mit angesehen, wie sein Glück gefährdet wird.“

„Das reicht!“ Er explodierte förmlich. „Ich tanze garantiert nicht nach deiner Pfeife!“

Dennoch machte er sich nach einer Weile auf den Weg in die Brauerei und bat Theresa um ein Gespräch unter vier Augen.

„Ich gehe nicht nach Argentinien zurück, ich bleibe hier. Als Moritz van Norden.“

Ungläubig starrte Theresa ihn an.

„Dank Herrn Saalfeld kann ich am Fürstenhof arbeiten und mein eigenes Geld verdienen“, fuhr er fort. Werner war mit seinem Einsatz als Barmann äußerst zufrieden gewesen und hatte ihm einen festen Vertrag in Aussicht gestellt.

„Wie dreist bist du eigentlich?!“, empörte sie sich. „Glaubst du wirklich, du erreichst etwas bei mir, nur weil du dich wie eine Zecke hier festbeißt?! Warum haust du nicht einfach ab?“

„Weil ich wissen will, wer mein Bruder war“, antwortete er ernst.

„Damit du die anderen noch besser täuschen kannst?“, giftete sie. „Egal, was du versuchst – du bist nicht Moritz. Und wirst es niemals sein.“

„Verdammt, das weiß ich doch!“ Er tat einen Schritt auf sie zu, aber sie wich vor ihm zurück. „Theresa, ich habe erst vor Kurzem erfahren, wo meine Wurzeln sind. Dass ich einen Zwillingsbruder habe.“ Er hatte sich Geld geliehen, um nach Deutschland reisen zu können. „Ich wollte nur eins – meine Familie finden. Und meinen Bruder kennenlernen. Ich würde so gern mehr über ihn erfahren.“

„Von mir?“ Sie konnte es einfach nicht fassen.

„Sonst kann ich doch niemanden fragen.“ Alle anderen glaubten doch, dass Konstantin Moritz war.

„Frag deine Mutter!“ Es fiel Theresa inzwischen schwer, so abweisend zu bleiben.

„Die benutzt Moritz nur, um mir eins auszuwischen“, klagte er. „Wie war er wirklich? Bitte, erzähl mir von ihm …“

Nach einigem Zögern tat sie es. Sie erzählte, wie Moritz ihr nur einen Schuh zurückgegeben und behauptet hatte, der andere wolle etwas von der Welt sehen. Erst wenn sie ihn nach Schanghai begleite, würde auch der andere Schuh wieder zu ihr zurückkommen. Sie lächelte bei dieser Erinnerung.

„Er war ganz schön kreativ“, stellte Konstantin fest. „War er darum so gut als Architekt?“

„Er war sehr erfolgreich“, bestätigte sie. „Hat deine Mutter dir denn gar nichts von ihm erzählt?“

„Doch! Aber immer nur, dass Moritz in allen Sachen besser war als ich.“ Man konnte spüren, wie sehr ihn das verletzte. „Erzähl weiter“, bat er dann.

„Ich weiß noch, als wir zum ersten Mal Tango getanzt haben …“, fuhr sie versonnen fort. „Moritz hatte extra die Pianobar sperren lassen. Der Pianist spielte nur für uns.“ Konstantin stutzte. „Wir waren eins. Es war irgendwie – magisch.“

„Du meinst uns!“, platzte er da heraus. „Wir zwei haben Tango miteinander getanzt.“ Theresa wurde blass. Sie hatte also Konstantin mit Moritz verwechselt?

„Lass mich in Ruhe“, flüsterte sie. „Zerstör mir nicht meine Erinnerungen. Bitte nicht.“

Elena fragte Michael, ob er etwas von Dr. Erhardt gehört habe.

„Der Kollege hat noch nichts verlauten lassen“, antwortete Dr. Niederbühl bedauernd.

„Das ist kein gutes Zeichen, oder?“, fürchtete sie.

„Warten wir’s ab.“

Sie war sichtlich enttäuscht.

„Hören Sie, Frau Majoré … Ich finde es bewundernswert, wie Sie sich um diesen Mann kümmern, aber … Er weiß nicht, wer er ist, hat eine Reihe schwerer Operationen vor sich. In seiner Welt herrschen Chaos und Angst. Da ist für Liebe und Romantik noch lange kein Raum. Erwarten Sie nicht zu viel.“

Elena war rot geworden. Michael hatte den Nagel also auf den Kopf getroffen. Voller Mitgefühl sah er sie an.

„Ich wollte mal hören, ob Sie sich schon entschieden haben“, hakte Charlotte zur gleichen Zeit bei dem Schönheitschirurgen nach. „Der Mann ohne Gesicht – werden Sie ihn operieren?“

„Auch wenn es natürlich ein hochinteressanter Fall ist …“, druckste Dr. Erhardt herum. „Meine Klinik ist dermaßen überlaufen … Die vielen Anfragen für Schönheits-OPs … Ich kann denen terminlich kaum gerecht werden.“

„Und da lässt sich nichts verschieben?“, bohrte sie weiter.

„So gern ich geholfen hätte – aber ich habe meine Verpflichtungen.“

Sie musterte ihn forschend. „Ich bitte Sie inständig“, sagte sie dann. „Denken Sie an den jungen Mann. Sie haben doch einmal vor Leidenschaft gebrannt für Ihren Beruf. Ich bin mir sicher, ein Flämmchen gibt es noch …“

Der Arzt war nachdenklich geworden.

Charlotte fuhr fort: „Ich verstehe Sie schon: Misslingt dieser Eingriff, verlieren Sie einen Teil Ihrer berühmten Klientel.“ Seine Miene war ihr Antwort genug – sie hatte richtiggelegen. „Das ist zwar möglich – aber ich bin überzeugt, dass Sie ausgezeichnete Arbeit leisten werden. Oder wollen Sie Ihre hervorragenden Fähigkeiten für immer an Stupsnäschen und pralle Dekolletés verschwenden? Nehmen Sie die Herausforderung an! Und nicht nur Sie werden gewinnen.“ Mit seinem Können würde er dem Patienten die Chance auf ein lebenswertes Leben ermöglichen. „Sie sind seine letzte Hoffnung!“

Dr. Erhardt gab sich geschlagen. „Ich mach’s“, erklärte er. „Ich werde diesem armen Teufel ein neues Gesicht verpassen.“

Dankbar legte sie eine Hand auf seinen Arm. „Ich weiß, Sie werden Erfolg haben.“

Theresa war mit Gitti zum Mittagessen verabredet, aber sie brachte keinen Bissen herunter.

„Was ist denn los?“, fragte ihre Freundin, konnte sich die Antwort aber schon denken: Moritz.

„Ständig läuft er mir über den Weg.“ Theresa seufzte. „Ich will ihn nicht mehr sehen.“

„Dann komm nicht in den Fürstenhof“, riet Gitti. „Zumindest in der nächsten Zeit.“

„Ich habe kein Zuhause mehr, schlafe auf einem Feldbett in der Brauerei, und jetzt darf ich nicht mal mehr ins Hotel?“, brach es aus Theresa heraus.

„Warum ziehst du nicht einfach wieder zu mir?“, schlug Gitti da vor.

„Danke, aber … Noch kann ich das nicht.“ Im Augenblick war Theresa einfach nur vollkommen durcheinander.

Am Abend beobachtete Gitti, wie eine attraktive Dame in der Bar mit Moritz van Norden flirtete. Und in Gittis Augen wirkte es so, als würde sich Moritz auch auf diesen Flirt einlassen. Die Dame steckte ihm fünfzig Euro und einen Zettel zu und verschwand dann.

„So ist das also!“ Wütend baute sich Gitti vor dem verdutzten Konstantin auf.

„Sie erlauben?“

Sie griff nach dem Zettel.

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