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Die Schattengruft, Teil 1 von 3 (Romantic Thriller Serial)

Alfred Bekker

Die Schattengruft, Teil 1 von 3 (Romantic Thriller Serial)

Cassiopeiapress Spannung





BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Die Schattengruft Teil 1 von 3

von Alfred Bekker

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

Kapitel 1

Ein Leuchter mit fünf Kerzen war die einzige Lichtquelle in der dunklen Gruft. Die Kerzen flackerten leicht in der kühlen Zugluft, während der dürre Mann den Leuchter auf den mittleren der fünf großen Steinsarkophage stellte, die sich in diesem gespenstischen Raum befanden.

"Die Kraft der Toten", flüsterten die blutleer wirkenden Lippen des dürren Mannes und er lächelte matt. "Was wären wir ohne sie."

"Beginnen wir!", sagte eine andere Stimme aus der Dunkelheit heraus.

Der dürre Mann drehte sich halb herum. In seinem Gesicht zuckte ein Muskel, dann bekam es einen harten, entschlossen wirkenden Zug.

Schritte hallten durch die Gruft. Dunkle Gestalten, die nach und nach in den weichen Schein des Kerzenlichts traten, bildeten einen Halbkreis um die Sarkophage.

Sie fassten sich bei den Händen und begannen seltsame Worte vor sich hinzumurmeln.

Der dürre Mann nahm indessen ein in kostbares Leder gebundenes Buch hervor, auf dessen Einband kalligraphisch verzierte Worte in arabischer Sprache aufgestickt waren. Er schlug das Buch auf und begann, eine bestimmte Wortfolge immer wieder zu sprechen. Seine Stimme klang zunächst leise und wispernd, dann wurde sie lauter und schwoll an. Das Gesicht des dürren Mannes veränderte sich. Es wurde angespannt. Die Augen traten hervor, so als würde er unter einer großen Anstrengung stehen. An seiner Schläfe war das Pulsieren einer dicken Ader zu beobachten. Sein Mund verzog sich zu einer raubtierhaften Grimasse, während er immer lauter sprach.

Schließlich schrie er fast, während der Chor der anderen kaum mehr als ein leises Summen geworden war.

Der dürre Mann hielt jetzt das Buch mit einer Hand, während er mit der anderen begann, eigentümliche Zeichen in die Luft zu malen, was an der kalten Steinwand in Form von tanzenden Schatten sichtbar war.

Fünf Kreise waren dort so in den Stein hineingeritzt worden, dass sie ihrerseits wiederum einen Kreis bildeten. Der Blick des dürren Mannes war wie gebannt auf diese Stelle gerichtet, während seine Lippen unablässig vor sich hin murmelten.

Ein phosphoreszierendes Leuchten bildete sich dann um den ersten der großen Steinsarkophage und ließ die Anwesenden schaudernd einen Schritt zurücktreten.

Nur der dürre Mann blieb ungerührt wo er war.

In seinen Augen blitzte der Triumph, denn nun wusste er, dass ihm sein Vorhaben gelingen würde.

Das leicht grünlich wirkende Leuchten breitete sich auch auf die anderen Steinsärge aus und innerhalb weniger Augenblicke war es in der Gruft derart hell, dass die Anwesenden ihre Gesichter schützen mussten.

Dies ist der Augenblick, ging es dem dürren Mann durch den Kopf. Die Energie der Totengeister war aktiviert und stand zur Verfügung. Eine der stärksten Kraftquellen, die es gibt, dachte der dürre Mann schaudernd. Aber es gibt noch stärkere Mächte... Noch viel Stärkere! Und eine dieser Mächte kenne ich beim Namen!

"Quarma'an!", rief er dann aus vollem Halse und der gespenstische Ruf hallte in dem düsteren Gemäuer wieder.

"Quarma'an!" Dann folgte noch eine Folge schier unaussprechlicher Worte in einer Sprache, die sich aus dunkler Vergangenheit in das Hier und Jetzt gerettet haben musste. Das Leuchten, das die steinernen Särge dieser Gruft umgab, ließ dann langsam nach. Es war jetzt nicht mehr grell, sondern wurde matter und matter. Schließlich wirkte der kalte Stein der Särge kaum noch beeindruckender als ein Ausstellungsstück aus einem Fluoreszenz-Kabinett, wie es jedes naturkundliche Museum enthielt.

Dafür tat sich um so mehr an der Wand...

Etwas Dunkles - dunkler noch, als die Nacht - hatte sich dort inmitten der fünf Kreise gebildet und wurde rasch größer. Nicht lange und es überragte die Größe eines Menschen. Ein Schatten von etwa zwei Meter fünfzig war zu sehen und bewegte sich.

Jetzt wich sogar der dürre Mann ein kleines Stück zurück.

"Mein Gott", flüsterte er - und es war schon lange her, dass diese Worte über seine Lippen gegangen waren. "Quarma'an..." Der Schatten hob den Arm und eine riesenhafte Hand war als Umriss zu erkennen. Ein tierhaftes, dumpfes Geräusch erschütterte die Gruft und fuhr allen Anwesenden durch Mark und Bein. Das nur schemenhaft sichtbare Schattenwesen wandte den Kopf, an dem sich die Umrisse übergroßer, spitz zulaufender Ohren abzeichneten.

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