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Die Reitschule

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Erstes Kapitel
  5. Zweites Kapitel
  6. Drittes Kapitel
  7. Viertes Kapitel
  8. Fünftes Kapitel
  9. Sechstes Kapitel
  10. Siebtes Kapitel
  11. Achtes Kapitel
  12. Neuntes Kapitel
  13. Zehntes Kapitel
  14. Elftes Kapitel
  15. Zwölftes Kapitel
  16. Dreizehntes Kapitel
  17. Vierzehntes Kapitel
  18. Fünfzehntes Kapitel

Erstes Kapitel

Was Penny von Ariadne hörte, war eine Herausforderung, der sie nicht ausweichen konnte.

»Du erhältst seine Unterstützung«, sagte Ariadne und warf ihre blonde Mähne schwungvoll zurück, während sie ihre Brust umfasste. Von dort strich sie mit der Hand über die schlanke Taille und weiter über die geschwungene Hüfte. Die Hand streichelte, und der Körper bog sich der Hand entgegen, wogend und wallend, als ob die Hand einer anderen Person gehörte. Es war eine verführerische Geste, einladend und selbstbefriedigend zugleich. »Du erhältst seine Unterstützung«, wiederholte Ariadne, »aber nicht ihn.«

Ariadnes Augen schienen ihren Blick zu meiden, und für einen Moment nahm Penny eine Atmosphäre der Unaufrichtigkeit wahr. Das hatte nichts mit Enttäuschung zu tun, aber Ariadne hasste es, zurückgewiesen zu werden.

Penny strich mit ihren Fingern wie mit einem Rechen durch die Haare, die dunkel glänzten und gut zur zarten Cremefarbe ihrer Haut passten. Sie fragte sich, worauf sie sich einließ, wenn sie den Vertrag mit Alistair Beaumont unterschrieb. Die Antwort war leicht: Springreiten kostete Geld. Jeder suchte wohlhabende Sponsoren, und er hatte ihr ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen konnte. Außerdem sah Beaumont auf klassisch-maskuline Weise, die von Seidenhemden und maßgeschneiderten Anzügen geprägt wurde, wirklich gut aus.

Sie musste natürlich Rücksicht auf Mark nehmen. Sie lebte mit ihm zusammen, und die berauschenden Tage und Wochen der frühen Leidenschaft hatten sie überzeugt, dass sie für immer bei ihm bleiben würde. So trödelte sie im alten Trott, bis sich das Gefühl einschlich, dass sie bei ihm nichts mehr zu erwarten hatte. Ihr Drang, sich zu verändern, wurde unwiderstehlich.

Ariadne hatte geholfen, Alistair Beaumonts Unterstützung zu erhalten, und dafür war sie ihr dankbar.

Penny kannte Ariadne seit der Kindheit. Einmal hatte sie die Freundin überrascht, wie sie bei einem der eigenen Brüder Fellatio probierte, während der andere Bruder seinen unreifen, aber drängenden Penis von hinten in die golden behaarte Spalte stieß.

Sie kannten sich alle recht gut, obwohl Ariadne die Freundin oft genug damit aufzog, dass sie sich selbst überhaupt nicht kannte.

Penny hatte das kaum zur Kenntnis genommen. Sie war schön, bislang auch recht erfolgreich, und nun hatte sie auch noch die Unterstützung von Alistair Beaumont. Ariadnes Wette hatte sie verblüfft. Was hatte Penny schon zu verlieren? Letztendlich würde Ariadnes schwarzer Hengst ihr gehören. Ariadne würde ihr schönstes Tier kaum vermissen. Sie besaß viele Dinge, und es waren noch mehr geworden, seit sie Alistair Beaumonts Ställe verlassen hatte. Auf diese Weise hatte Penny seine Unterstützung erhalten - Ariadne hatte alles für sie arrangiert.

Hohe Brüste, blonde Haare und lange Beine waren Ariadnes Attribute, aber das waren längst nicht alle. Penny wusste, dass Ariadne eine schöne Frau war, aber sie wusste auch, dass sie anspruchsvoll war, einen Hang zu Intrigen hatte und einen ungezügelten Appetit auf Männer. Nicht, dass Penny das hätte verurteilen können - denn sie selbst war auch keine Kostverächterin.

»Also, die Wette gilt«, sagte Ariadne. »Wenn du bei Alistair erfolgreich einsteigst und ihn rumkriegst, hast du Daedalus gewonnen - ein Hengst für den anderen. Sonst gehören deine Pferde mir.«

Penny stimmte zu. Die Vorstellung allein, dass Alistair den Verlockungen von Ariadne widerstanden hatte - und sie hatte eine Menge, womit sie locken konnte -, erstaunte sie. Ihre Freundin hatte ihr erzählt, dass ihr Gönner nur seinen Spaß daran hatte, wenn er Pärchen beobachten konnte. Das allein erfüllte sie mit einer Entschlossenheit, von der sie gar nicht wusste, dass sie sie in sich hatte.

Sponsoren fand man nicht leicht für den Reitsport, und wenn jemand wie Beaumont ein Angebot machte, spitzte jeder Reiter die Ohren. Der Unterhalt der Pferde war teuer, und die Teilnahmegebühren stiegen die ganze Zeit. Keiner der erfolgreichen Springreiter konnte auf die Firma verzichten, die Doppelverglasungen herstellte, oder auf die nationale Baugesellschaft oder auf die multinationale Gesellschaft.

Als sie Beaumont das erste Mal gesehen hatte, war sie von seinem Aussehen sehr angetan. Macht und Reichtum verfehlten ihre Wirkungen nicht und erhöhten die Anziehungskraft eines Mannes. Er bewegte sich wie eine Katze, und seine Augen schossen pfeilschnell und wie nackte Flammen über ihren Körper. Wie eine Motte wurde sie von diesen Flammen angelockt. Sie hatte ihn nur bekleidet gesehen, aber der Körper unter dem leichten Blau eines Armani-Pullovers, den maßgeschneiderten Breeches und den hohen Lederstiefeln wirkte hart und war gut gebaut.

Ariadne war eine Saison bei ihm gewesen. Sie sagte nichts darüber, warum es nur bei einer Saison geblieben war, deshalb nahm Penny an, dass Ariadnes Versagen, Beaumont zu verführen, der Grund für die kurze Zusammenarbeit war. Ein Fehlschlag bei Männern konnte Ariadne kaum ertragen.

»Jeder reitet hart, jeder spielt hart, aber keiner ist wie er«, erklärte Ariadne mit einer Stimme, die sich nach Schmollen anhörte. »Er steht da und schaut einfach zu, was du machst, als könnte er durch deine Kleider schauen.« Sie senkte die Lider - wie immer, wenn sie eingeschnappt war. »Er sieht eben gern zu.« Dabei lachte sie katzig.

Und du hast es genossen, dachte Penny, als sie den heißen Atem von Ariadnes roten Lippen auf ihrem Hals spürte. »Ein Voyeur? Willst du mir das sagen?«

Ariadne warf die Haare zurück über ihre nackte Schulter. Sie nickte. »Dann gilt unsere Wette?«, vergewisserte sich Ariadne wieder. Ihre Augen leuchteten verwegen. »Du hast meinen neuen Hengst gesehen …«

Penny nickte wieder. »Keiner kann jetzt noch einen Rückzieher machen«, sagte sie und sah die Freundin lange und intensiv an.

Kein Rückzieher, dachte sie. Sie hatte damals keinen Rückzieher gemacht, und heute auch nicht. Ihr Vorstellungsgespräch mit Alistair Beaumont hatte ganz normal begonnen; die Namen der Wettbewerbe, an denen sie teilgenommen hatte, die einzelnen Erfolge bis heute. Dann hatte er sie gefragt, wie wichtig ihr seine Unterstützung wäre und was sie bereit war, dafür zu tun.

»Alles«, hatte sie gesagt.

Er hatte sie beim Wort genommen, und da stand sie nun und trug nichts als Schuhe, schokoladenfarbene Strümpfe sowie einen Strumpfhalter mit Rüschen besetzt - zum Glück alles bedeckt vom weichen Kaschmirmantel. Neben ihr schritt Alistair Beaumont.

»Wie fühlt es sich an?«, fragte er mit einer heiseren, sinnlichen Stimme. Seine stahlgrauen Augen wandten sich nie ab von den Käufern und den Büroangestellten auf dem Weg zu ihrem Mittagessen.

Irgendwie wollte Penny gar nichts sagen. Was sie tat, was ihr geschah, ging nur sie etwas an; es war ein Einzel-Happening. Ihr stockte der Atem. Sie würde gern ihre Ekstase herausstöhnen, aber sie konnte es nicht. Sie befand sich in der Öffentlichkeit, und obwohl es sie erregte, wollte sie ihre Lust für sich behalten, auch wenn ihre Augen funkelten und die Haut prickelte. Ihr Geschlecht wurde gequält. Sie sehnte sich nach einer kühlen Brise, die wenigstens ihre erhitzten Beine und die Stelle dazwischen hätte lindern können.

»Wie meinen Sie das?« Ihre Stimme klang provozierend, aber leise und so weich wie das Mantelfutter, das ihren nackten Körper und ihre Sinne reizte.

»Wie ich es gesagt habe. Beschreibe mir, was du fühlst.« Er hob die Stimme nicht. Er schaute sie immer noch nicht an. »Nun?«

»Ich versuche zu denken«, antwortete sie, entschlossen, sich Zeit zu lassen. Sie genoss, was sie empfand, auch wenn sie das ihm zu verdanken hatte.

Sie atmete tief ein und vergegenwärtigte sich, was sie fühlte - nicht nur wegen der Nacktheit unter dem rauschenden Mantel. Daran konnte sie sich laben wie an einem Stück Kuchen mit dicker Schlagsahne.

Sie hatte nicht mit dieser Entwicklung gerechnet, die sich so völlig anders darstellte als alles, was sie bisher erlebt hatte. Sie konnte nicht verdrängen, dass Alistair neben ihr schritt. Er hatte eine Präsenz, der man nicht entkam, und nach den Gesichtern seiner Sekretärinnen zu urteilen, die in die Pause schwirrten, wurde er geschätzt und sogar bewundert.

Ariadne hatte ihn auch bewundert. Ariadne hatte ihn gewollt, aber nach dem, was sie Penny gesagt hatte, war nichts daraus geworden. Warum sollte sie erfolgreich sein, wenn Ariadne es nicht geschafft hatte?

»Du hast immer noch nicht geantwortet«, hörte sie ihn sagen.

»Erotisch.« Das war das erste Wort, das ihr in den Sinn kam. Wie konnte sie sonst erklären, was sie tat und was sie dachte? Köstliche Schauer der Erregung und der sinnlichen Lust ließen ihre Nippel wachsen, und sie schmerzten fast, so sehr sehnten sie sich nach Berührung. Nässe sickerte aus den warmen Lippen. »Sehr erotisch. Erregend.«

Unter der Deckung des Mantels schwankten ihre Hüften, als sie versuchte, das letzte Gramm sexueller Lust aus dem kühlen Seidenfutter herauszulocken. Sie zitterte, und alle ihre Hemmungen schienen davonzuschweben. Gefühle und Emotionen, die sie nie gekannt hatte, sprudelten an die Oberfläche. Sie wusste, dass sie sie in der Vergangenheit unterdrückt und ihre heimlichen Wünsche und Phantasien mit etwas übertüncht hatte, was sie als Feminismus bezeichnete. Das war keine ehrliche Bezeichnung, denn was sie jetzt empfand, gehörte ihr allein, und ganz egal, was dieser Mann aus ihrem Erlebnis gewann - sie holte für sich mehr heraus.

»Das ist keine gute Beschreibung«, hörte sie ihn sagen. »Ich sagte, du sollst mir deine Gefühle beschreiben.«

Sie hörte eine Forderung in der Stimme. Sie ahnte, dass es für ihn wichtig war, ihre eigenen Gefühle aus ihr herauszupressen. Aber es war nicht seine Erfahrung, sondern ihre. Die neuen Emotionen sagten ihr das, und die neuen Wünsche würden es ihr zeigen.

Sie warf ihre Haare nach hinten und sah ihn von der Seite an. Die sanfte Dunkelheit der Wimpern bildete einen scharfen Kontrast auf den cremigen Wangen. Die pinkfarbenen Lippen ihres breiten Mundes lächelten.

Unter der undurchdringlichen Barriere ihres Mantels standen die Brustwarzen steil hervor und stießen gegen das Seidenfutter; ihre Pobacken zitterten, als würden sie von den Fingerspitzen eines unsichtbaren Liebhabers gestreichelt. Ihre Nervenenden prickelten, als stünden sie unter Strom. Sie steckte die Hände tief in ihre Taschen und schmiegte ihr Kinn an den Kragen.

»Es ist sehr schwierig, es hier … zu tun.« Sie leckte sich die Lippen, während der Blick über die Gesichter in der Menge huschte. Wer in ihre Richtung schaute, nahm nur ihr gutes Aussehen wahr, die dunklen Haare und die dunkelblauen Augen, und nicht, wie sie darunter aussah. Sie konnten sich nur ihren flachen Bauch, die seidigen Schenkel sowie das herzförmige Gewirr der dunklen krausen Schamhaare vorstellen.

Sie trug Strümpfe, Schokolade gegen die milchige Creme ihrer Haut. Die Waden waren gespannt, die Knöchel schlank über den schwarzen Riemchen ihrer Stöckelschuhe.

Sie war gut gebaut, sie war sexy, und sie liebte jede Minute dieses Erlebnisses. Wenn sie schritt, konnte sie die Bewegungen des schwarzen Strumpfgürtels mit der gesäumten Spitze spüren und das flüsternde Schaben der hauchdünnen Strümpfe hören, wenn sie gegeneinander rieben. Sie genoss die ansteigende Sensation, die von der größeren Verletzlichkeit ausging. Ihr Geschlecht war nackt, und es gab nichts mehr zwischen ihr und der öffentlichen Entrüstung - außer dem Mantel.

»Niemand kann was sehen«, sagte er plötzlich, als könnte er ihre Gedanken lesen. »Nur du und ich wissen, wie du unter diesem Mantel aussiehst, aber nur du weißt, wie er sich anfühlt. Beschreibe mir das. Ich möchte dieses Gefühl mit dir teilen.«

Sein Seufzen filterte sich in ihre Gedanken. Sie leckte sich die Lippen und sah ihn wieder von der Seite an. Sie betrachtete die krausen dunklen Augenbrauen und den dunklen Haarschopf. Er sah gut aus, das musste sie zugeben. Aber er schien in Gedanken immer ein bisschen weg zu sein. Seine Augen starrten geradeaus in die Ferne.

»Ich will genau wissen, was du fühlst«, sagte er irgendwie ungeduldig.

Ungeduld, dachte sie, war aber auch zu erwarten. Alistair Beaumont war ein Mann von Einfluss, ein Mann mit Geld, der es gewohnt war, Befehle zu erteilen und sicher sein konnte, dass sie befolgt wurden.

Sie wählte ihre Worte sorgsam, als sie zu antworten begann. Vieles hing davon ab. Sie nahm einen tiefen Atemzug. »Hm«, murmelte sie, als die kühle Seide ihre Haut koste, »die Seide ist sehr kühl, wahnsinnig glatt. Sie reibt meine Nippel. Sie sind größer geworden. Sie sind steif und tun auch ein bisschen weh. Kalte Luft zirkuliert zwischen meinen Beinen. Ich kann fühlen, wie sie meine Schamhaare zerwühlt.«

Das hört sich fast poetisch an, dachte sie. Meine Worte klingen poetisch. Sie hatte sich selbst mit ihrer Schilderung erregt. Komisch, dachte sie, ganz egal, wie kühl die Luft ist, meine Spalte bleibt nass und heiß.

Ihre Stimme klang heiser und tief. In ihrem Körper saß die Knospe der Leidenschaft verstohlen zwischen den pinkfarbenen Lippen und erinnerte sie daran, dass sie noch lebte, erinnerte sie aber auch an ihre verwegenen Gedanken. Flüchtig sah sie zu den anderen Leuten, die über den Gehweg hasteten.

»Was würden diese Menschen denken, wenn sie wüssten, was sie sehen könnten?«

Sie warf einen Blick auf den Mann, der sein Geld nutzen konnte, um sie als Reiterin zu unterstützen, und vielleicht konnte er auch ihre sexuellen Erfahrungen erweitern. Oder ihr auch einen der rassigen Vollbluthengste überschreiben. Einer von ihnen hatte schon in diesem Jahr mehr als zwanzig Stuten gedeckt. Sie schickte ein stummes Gebet hinauf, dass er seine Entscheidung heute noch bekräftigte.

Ihr Körper kribbelte vor Spannung. Wieder zog ein Schwall kühler Luft herein, die ihre schlanken Schenkel streichelte, aber nichts gegen die Hitze zwischen ihren Beinen ausrichten konnte.

»Sie sehen nichts, und sie hören nichts«, sagte er wieder. »Erzähle weiter.«

Irgendwie wusste sie, was sie jetzt sagen musste, was er von ihr hören wollte. Die Worte schienen irgendwo in ihr eingraviert zu sein, zusammen mit der neuen Erkenntnis ihrer Lüste. Ihr Körper zitterte, als sie fortfuhr.

»Es erregt mich, als hätte ich irgendeine Macht über sie. Ich tue etwas, was strikt tabu ist, und wenn die Menschen mich sehen könnten, würden sie mich verdammen. Aber ich tue es, ihnen zum Trotz.«

Sie sagte nicht, dass er auch einer von ihnen war. Vielleicht dachte er, das gäbe ihm Macht über sie, als täte sie es nur zu seiner Freude. Aber das stimmte nicht. Dies war für sie allein.

Wird diese kleine Aussage schon reichen, um seinen Körper zu gewinnen? Hatte Ariadne sich geweigert, das zu tun? Und dann hatte sie ihn trotzdem eine Saison lang als Sponsor gehabt. Ariadne hätte diesen Mann nicht abgelehnt. Hinter der Sache musste noch etwas anderes stecken.

Er räusperte sich, drehte sich um und lächelte sie an. »Das ist sehr gut zu hören, meine Liebe. Ja, sehr gut. Ich glaube, du bist genau die, nach der ich suche.« Er streckte einen Arm aus und legte ihn um ihren Rücken, während er sie durch das Gedränge in der Mittagspause zur Bank führte. Ein gewöhnliches Vorkommnis. Leute gingen täglich zur Bank. Nur nicht so gekleidet wie sie. Nicht mit glänzenden braunen Strümpfen, mit einem Strumpfgürtel aus schwarzer Spitze und mit einem Kaschmirmantel.

»Erzähle weiter, wie du dich fühlst.«

Das Seidenfutter, das nur leicht gegen ihren nackten Rücken und die runden Pobacken geraschelt hatte, nestelte jetzt wegen seines Arms höher. Sie presste die birnenförmigen Backen zusammen, eine gegen die andere. Es fiel ihr schwer, den Impuls zu unterdrücken, den Schoß nach vorn zu rucken. Ihre Beine und die geheimen Lippen teilten sich, als sie ihre Schritte vergrößerte. Es würde nicht lange dauern, bis ihre Säfte zu rinnen begannen.

Er wiederholte seine Aufforderung.

Sie atmete tief durch, bevor sie sagte: »Ich fühle mich heiß, als wäre ich in Not.« Es war eine ehrliche Antwort, die sie herauskeuchte, leise und nur für seine Ohren bestimmt. Für einen kurzen Moment fing sie sein Lächeln ein. Sie erwiderte es und wusste spontan, dass sie seine Gönnerschaft für die kommende Saison - mit allem, was dazugehörte - gewonnen hatte.

Die Augen glänzten, und das Herz schlug aufgeregt, als sie ihn beobachtete, wie er sich in die Schlange auf dem kalten Marmorboden der Bank stellte.

Für sein Alter sah Alistair Beaumont gut aus. Ende vierzig, dunkle Haare mit den ersten grauen Fäden und ein tiefes Grübchen, das sein kantiges Kinn fast spaltete.

Er war gut gebaut, nicht wie die übereifrigen Athleten, besonders die Gewichtheber, aber doch mit einer glatten Festigkeit, zu der das Zutrauen zum eigenen Körper sehr gut passte. Seine Körpergröße war nur Durchschnitt; seine Stellung konnte aufs Überragen verzichten, denn daran war nichts durchschnittlich. Seine Kleider verrieten schon, was er war. Sein Hemd aus sich kräuselnder Baumwolle, seine Jacke aus Highland-Wolle mit einem schönen karierten Muster, seine Hose in einem absichtlich schwindenden Grün, wie es zur englischen Freizeitkleidung passte, wenn auch von einem führenden italienischen Modehaus hergestellt.

Alistair Beaumont sah wohlhabend aus und war wohlhabend. Er hatte es nicht nötig, sich hier mit der ganzen Herde anzustellen. Er hatte mehr als genug Leute beschäftigt - sie waren ihm für seine Wohltätigkeit dankbar -, um sie zu dem einen oder anderen Botengang zu schicken.

Aber heute hatte Alistair George Beaumont ein ganz besonderes Motiv, selbst zur Bank zu gehen. Heute hatte er sie einem Test unterzogen. Wenn sie ihrer Karriere so sehr verpflichtet war, wie sie behauptet hatte, würde sie es tun. Was würde sie tun, hatte er sie gefragt, um sich seine Unterstützung zu verdienen. Alles, hatte sie geantwortet, absolut alles.

Sie lebte jetzt schon eine Weile mit Mark zusammen. Er war nicht sehr glücklich gewesen, dass sie sich dem Beaumont Hof anschloss, und schließlich hatte es einen heftigen Streit gegeben. Bitterkeiten brachen aus, wo es vorher nur Worte der Lust und Leidenschaft gegeben hatte. Sie würde ihn verlassen. Inzwischen akzeptierte er das.

Ein Moment der Unsicherheit ließ sie ihre Hand heben und das dichte elastische Haar zurückschieben; es war nicht richtig braun und nicht richtig schwarz, aber es hatte die Farbe des kräftigsten Brandys. Ihre Hände fühlten sich kalt an, obwohl sie sie auf dem Weg in die Manteltaschen gesteckt hatte.

Sie sah auf ihre langen Finger; fein, schlank und doch sehr kräftig, wenn sie in einem Reithandschuh steckten. Kräftige Hände, die brauchte man bei einem anstrengenden Drei-Tage-Springturnier.

Ihre blauen Augen glänzten, als sie an das Glied dachte, das diese Hand erst kürzlich losgelassen hatte. Mark würde auf dem Hof ihres eigenen Stalls auf sie warten; darauf warten, ob sie gewonnen hatte, was sie haben wollte. Er würde gereizt sein. Wenn sie erfolgreich war, würde er sie verlieren. Ihre Zeit mit Mark war gut gewesen, aber jetzt war sie im Grunde vorbei. Trotzdem würde sie ihn vermissen, ihn und seinen kräftigen, starken Schwanz, der sich so machtvoll in ihrer Hand erhob, wenn sie seine Bälle drückte oder verspielt mit einem Fingernagel in die feuchte Öffnung rieb. Aber sie musste weiter. Bisher hatte sie in ihrem Leben noch nicht das gefunden, was sie suchte.

»Du bist unverbesserlich«, hatte er ihr gesagt. »Ruhelos. Nichts ist dir je gut genug.«

Stimmte das? Das war nicht die Botschaft, die sie von den vulkanischen Eruptionen erhielt, die sie in ihrem Innern fühlte. Bisher verstand sie sie noch nicht richtig. Sie wusste nur, dass sie nach diesem Tag, an dem sie halbnackt durch ein Einkaufszentrum in einer großen Stadt gelaufen war, nie wieder dieselbe sein würde.

Während sie auf Beaumonts Rückkehr wartete, wechselte sie das Standbein. Feuchtigkeit bildete kleine perlende Tropfen, die sich in den schwarzen Haaren zwischen ihren Schenkeln fingen. Vage nahm sie wahr, dass die Tropfen auf den Innenseiten der Schenkel nach unten rannen. Sie wünschte sich eine heiße Zunge, die sie bis hinauf zur Quelle auflecken könnte. Und wenn sie erst einmal oben war, könnte die Zunge in sie eindringen und das seidige Pink ihrer Vulva schlecken, bevor die Spalte von einem härteren Material gefüllt wurde.

Während sie in diesen Gedanken schwelgte, drehte sie sich leicht auf einem Absatz, und die weiche Weiße der Innenseiten ihrer Schenkel rieb sich behutsam am dichten Busch ihrer kitzligen Scham.

Ein Bankangestellter beäugte sie hinter dem dicken Sicherheitsglas, auf dem GELDWECHSEL in großen grünen Lettern stand. Sie lächelte ihn an. Er errötete und senkte den Kopf.

»Alles erledigt«, sagte Alistair schließlich und schob sein Scheckbuch in die Innentasche seiner gut geschnittenen Tweed-Jacke. Er lächelte sie dabei an, und sie erwiderte das Lächeln. Für die zufälligen Beobachter ein ganz normaler Austausch von Höflichkeiten von zwei gut aussehenden Menschen. Aber für sie und wahrscheinlich auch für ihn, nahm sie an, hatte die Szene eine größere Bedeutung. Instinktiv wusste sie, dass sie den Test bestanden hatte. Er war ihr Sponsor, und ihr Engagement galt nun ihm. Ihre Aufregung über das, was folgen würde, überwältigte sie beide.

Zurück in seinem Büro - nur sie beide in einem Raum mit sehr hohen Fenstern und dicken Teppichen - gab er sich plötzlich in sich gekehrt. Es war, als wollte er sie so schnell wie möglich aus dem Haus haben. Das verstand sie nicht.

Verärgert über sein geschwundenes Interesse an ihr ließ sie sich viel Zeit mit dem Anziehen. Übermütig stellte sie sich vor die hohen Fenster, die sich vom tiefen blauen Teppich zur weiß-goldenen Decke erstreckten. Sie wusste, dass die Sonne auf ihre Brüste und den Bauch scheinen würde.

Aber Alistair hatte schon einen Füllfederhalter in die Hand genommen und schien sich auf die Papiere zu konzentrieren, die er aus einer Briefmappe mitten auf dem Schreibtisch gezogen hatte.

Der Schreibtisch war groß und sah unglaublich überladen und verschnörkelt aus; er war größer als der Esstisch der meisten Leute, und außerdem bildete er eine kaum zu überwindende Barriere zwischen ihm und ihr.

Nur die Dekorationen der Einlegearbeiten in Ahorn und Blattgold bezeugten, dass er doch ein Interesse an den Betätigungen der Menschen seit Urzeiten hatte - an Sex und Liebe.

Satyre mit übergroßen Phalli jagten aufdringliche Nymphen, die stolz ihre Hintern präsentierten, absolut nicht verängstigt, eher auf die Penetration wartend.

Eine Nymphe, die zentral in einem Paneel des Schreibtischs gezeigt wurde, wie sie einen Satyr mit dem Mund bediente, während ein anderer Satyr sie ritt, die Hände wie Astgabeln über ihren Brüsten, die Nippel im harten Griff zwischen Daumen und Zeigefinger. Ein weiterer Satyr kam von hinten heran, sein Phallus schon halb verborgen zwischen ihren Backen.

Penny war verdutzt. Nicht wegen der lüsternen Satyre oder der bereitwilligen Nymphen, sondern wegen Beaumont. Warum hatte er sie nicht längst auf den dicken blauen Teppich geworfen und sich das genommen, was sie ihm nur allzu gern gegeben hätte?

Sie war tief enttäuscht, gab sich aber große Mühe, das nicht zu zeigen. Sie war davon überzeugt gewesen, dass er sie begehrte, und sie war nass und bereit für ihn gewesen.

Ihre Enttäuschung blieb auch, als sie die breite, gewundene Treppe hinunterging und weiter durch das grün-weiße Dekor der riesigen Empfangshalle, die groß genug für ein ganzes Orchester gewesen wäre.

Sein Verhalten hatte sie verwirrt und bei ihr ein Gefühl der Verunsicherung ausgelöst. Mochte er ihren Körper nicht? Das konnte sie nicht glauben. Sie hatte einen guten Körper, vielleicht sogar einen schönen. Das hatten die Männer ihr gesagt - viele Männer. Und welchen Sinn ergab es, sie wie eben durch die Straßen zu schicken? Das musste ihn erregt haben. Sie war sich dessen sogar sicher. Sie hatte seine Lust in seinen Augen gesehen, auch wenn sie kein Anzeichen einer Erektion in der Hose wahrgenommen hatte.

Natürlich könnte sie den ersten Schritt tun, aber irgendwie war sie sicher, dass dieser Schritt bei ihm nicht gut angekommen wäre.

Dann eben nicht, sagte sie sich, als sie aus der breiten Haustür trat und zu den palladianischen Säulen aufblickte, strahlend weiß, und in der abendlichen Herbstsonne mit einem Hauch Pink versehen. Die Zeit ist auf meiner Seite.

Jetzt kam ihr die Wette noch spannender vor als vorher. Es ging nicht nur um Ariadnes Preishengst. Es war auch ein Fall, der ihr verletztes Ego heilen mochte.

Auf der Fahrt nach Hause kurbelte sie das Fenster hinunter. Ihr Gesicht war leicht gerötet und ihr Mund trocken, als sie mit sich kämpfte, um ihre Erregung und die Verwirrung unter Kontrolle zu bringen - beide Gefühle verursacht von ihrer Erfahrung mit Alistair Beaumont.

Sie hätte an den Straßenrand oder auf einen verdeckten Parkplatz fahren, ihr Höschen ausziehen und sich selbst einen Orgasmus verschaffen können, aber das tat sie nicht. Sie brauchte einen Mann, und Mark würde jetzt in den Ställen sein.

Die aufgestaute Erregung, die schmerzende Geilheit, das würde alles noch viel belebender sein, wenn sie Mark mit einbezog. Und außerdem hatte sie was zu feiern.

Zweites Kapitel

»Du hast was tun müssen?« Mark konnte es nicht glauben, und auch wenn ihn ihr Geständnis erregt erregt hatte, hatte ihn doch die Eifersucht gepackt.

Sie mied es, ihn anzuschauen. Sie hasste es, wenn er eifersüchtig war, aber egal, was sie zu Beginn ihrer Beziehung an Regeln festgelegt hatten - diese eine Emotion hatte er nicht im Griff.

Mark versuchte, nicht zu besitzergreifend zu wirken, und er wollte auch seine maskulinen Nöte nicht über ihre stellen. Aber er musste zugeben, dass er darin ein Versager war. Deshalb musste sie von Zeit zu Zeit deutlich werden: Sie erinnerte ihn, dass sie nicht sein Besitz war und auch nie sein würde und dass sie in ihrem Leben noch eine Menge ausprobieren wollte.

Bisher hatte sie ihm nichts über die Wette mit Ariadne erzählt. Das würde alles nur noch komplizieren, sagte sie sich. Warum sollte sie ihm den falschen Eindruck geben, dass ihr Eintritt in die exklusive Einrichtung nur den Zweck hatte, einen wertvollen Hengst zu gewinnen?

Sie lächelte vor sich hin, strich mit den Händen durch ihre Haare und bewunderte die lohfarbene Reflexion im mannshohen Schlafzimmerspiegel. Sie hob ihre Arme und türmte ihre langen schwarzen Haare auf. Ihre Nippel richteten sich auf, und ihre Brüste hoben sich an, als wollten sie willige Hände einladen, ihre Sanftheit zu fühlen.

Heute Nacht brauchte sie einen Mann. Durch halb geschlossene Lider schaute sie seitlich über die Schulter und registrierte die Wirkung, die ihr Geständnis auf Mark gehabt hatte. Ihr Blick fiel auf die saftige Reaktion, die im Schoß seiner Jodhpurs auszumachen war. Zuviel Druck, nahm sie an und lächelte zufrieden, als Mark den Reißverschluss aufzog.

»Du hast mich richtig verstanden«, sagte sie in ihrer verlockendsten Stimme. Sie wusste, dass er ihr nicht widerstehen konnte, wenn er diesen Klang hörte. Dann schwoll sein Penis fast schmerzlich gegen den Stahl des Reißverschlusses an. »Ich bin mit ihm zur Bank gegangen und hatte kaum mehr an als den Kaschmirmantel. Es war geil«, sagte sie und senkte die Stimme, bis sie kaum mehr als ein weiches Schnurren war, so glatt und so dunkel wie ihre Haare.

Die Lippen geöffnet und ein ungläubiger Blick in den Augen, so stand Mark von seinem Platz auf dem Pinienbett auf, das sie schon oft geteilt hatten. Er zog seine Hose aus. Er stand nackt da, hart, die Haut bronzefarben und unbehaart, jeder Muskel angespannt.

Mit ungezügelter Lust nagten seine heißen Lippen an der konkaven Bucht zwischen Hals und Schulter. Seine blonden Haare hatte er meistens mit einem Streifen aus schwarzem Leder zusammengebunden, aber diesmal fielen sie nach vorn und über ihre Brüste. »Ich habe gehört, was du gesagt hast«, gab er zu.

Die Süße des Shampoos mit Apfelduft vermischte sich mit frischem Schweiß in seinen Haaren. Der Geruch drang in seine Nase ein.

Die Augen geschlossen, der Mund offen, begannen die Hüften sich in einem langsamen Rhythmus zu bewegen; sie schwangen vor und zurück und von Seite zu Seite. Ihre Backen glitten gegen die ansteigende Härte, die sich immer mehr ausbreitete.

Sein Brustkorb lag warm und fest an ihren Schulterblättern. Seine rauen Hände kosten ihre Haut, als sie über den Körper strichen und sich um ihre Brüste legten. Seine Lippen saugten an ihrer Schulter.

Im Spiegel konnte sie seine Augen sehen, die ihren Körper abtasteten. Er konnte ihr nicht widerstehen, nicht wie Alistair Beaumont.

Als sie an Beaumont erinnert wurde, wollte sie die Stirn in Falten legen, aber sie kontrollierte diesen Drang. Sie hatte bei ihm versagt, deshalb waren diese Erinnerungen nicht willkommen. Wie Ariadne konnte auch Penny eine Niederlage nicht ausstehen. Sie verfolgte sie noch in den Träumen und bedrohte ihre Selbstsicherheit.

Heute Abend, beschloss sie, würde sie toben vor Wut, sie würde Mark verschlingen wie noch nie, und er konnte sie in jeder erdenklichen Stellung nehmen.

Sie schnurrte vor Lust, und auch ihre Blicke zogen über den eigenen Körper. Sie genoss den Anblick, liebte den Gleichklang zwischen Körper und seinen Sinnen. Die Hüften begannen in sanften Wellen zu schwingen. Sie spreizte die Beine ein wenig, ihre Nippel erhoben sich und nahmen eine dunklere Farbe an, verursacht von der Hitze ihrer tief sitzenden ungestillten Lust.

Ich sehe gut aus, sagte sie sich, und ihr Lächeln galt mehr ihrem Spiegelbild als ihm. Ich sehe wirklich gut aus, wiederholte sie in Gedanken. Ihre Augen sahen, was Männer sahen; schlanke Taille, runde feste Brüste, fein gerundete schmale Hüften. Ein Nest voller Haare, dunkel wie Mitternacht, sah in dem Delta wie ein Keil aus sanftem Moos aus, das man anfassen will.

Seine Hände glitten von ihren Brüsten zum Bauch und stießen wie ein Pfeil in das tiefe ›V‹. Sie seufzte vor Lust, als seine Finger sich in der seidigen Weichheit ihrer Schamhaare aufhielten und dann behutsam in den ansteigenden Teich ihrer Flüssigkeiten eintauchten.

Langsam zeigte sich ein samtenes Pink, das sich unter dem Büschel der Haare allmählich ausbreitete. Sie ächzte und stöhnte und öffnete die Beine noch ein bisschen weiter, dabei neigte sie die Hüfte, damit sie beide ihre Klitoris sehen konnten, die anschwoll wie der Kopf einer kleinen Blume.

»Ich will dich«, murmelte er. Seine Worte wurden von seinem eigenen Atem fast verschluckt.

»Ich will, dass du mich willst«, hechelte sie zurück. »Ich will dich so sehr, ich will dich streicheln, ich will dich lutschen, ich will dich in mir spüren.«

»Du bist schön«, brachte er heraus, ein wenig unbeholfen, aber glücklich, als er hörte, was sie alles mit ihm anstellen wollte. Sein Penis schwoll noch stärker an.

»Findest du nicht, dass meine kleine Knospe schön ist?«, fragte sie ihn und spielte mit seinem dicker werdenden Schwanz, der seinen eigenen Beat gegen ihre Backen gefunden hatte. Sie neigte die eine Hüfte noch mehr und stellte dann einen Fuß auf den rosa gepolsterten Hocker, damit er alles sehen konnte.

»Sehr, sehr hübsch«, murmelte er. »Unglaublich schön.«

Als wollte das scheue Wesen, das so heimlich blühte, einfangen, strich er mit einem Finger durch die schwarzen Haare und berührte dann die aufragende Spitze in Pink. Sie reagierte sofort und begann zu zittern. Er zog den Finger zurück, aber nur für einen Moment, dann landete er wieder auf dem saftigen Hügel, leicht wie ein Schmetterling.

Sie keuchte vor Lust, als ein Finger an dem Schlitz entlang wanderte, während die anderen Finger das heiße Fleisch der Lippen zu den Seiten zogen. Jedes Blütenblatt ihres Geschlechts war zu sehen, aber nur kurz, denn die Nässe sammelte sich rasch und ertränkte den Versuch, noch mehr von der Vulva in Augenschein zu nehmen. Er schob den Finger weiter hinein in die Furche.

Ihre Muskeln umklammerten den Finger und zogen ihn tiefer hinein.

Sie hörte sein schweres Atmen, als ihre Pobacken gegen ihn pressten. Mit schamloser Entschlossenheit rieb sie die Backen gegen seine Waffe, die heiß pulsierend in ihre Kerbe drängte, zunächst bis zum Anus, dann aber auch weiter, vor und zurück.

Sie konnte ihr Entzücken und ihre Hitze nicht länger ertragen, deshalb drehte sie sich um und sah ihm ins Gesicht. Ihr Venusberg begann einen langsamen Rhythmus gegen die samtene Härte seines Schafts zu schlagen, während seine Hüften unaufhörlich zuckten.

»War es so geil?«, fragte er zwischen zwei keuchenden Atemzügen. »Dass du über eine belebte Straße gegangen bist, sodass deine Brüste sich an deinem Mantel rieben, und dann ohne Höschen?«

»Und die Brise in meinen Haaren«, fügte sie hinzu und sah schelmisch auf zu ihm. »Ich spreche von den Schamhaaren.«

Wie aufs Stichwort krabbelten seine Finger durch die kurzen krausen Härchen.

Obwohl seine weißen Zähne in einem Lächeln aufleuchteten, wusste sie, dass er noch etwas fragen wollte.

Sie stillte seine Neugier nicht. Ihm bestimmte Informationen vorzuenthalten, gab ihr ein Gefühl der Macht. Er hielt sie umschlungen, presste seinen Körper gegen seinen und wollte doch nur Einzelheiten über ihre Begegnung mit Beaumont hören.

Allmählich ließ sie sich nach unten sinken und streichelte mit den Händen über seine Schultern und die Brust.

Dann befand sich ihr Gesicht auf einer Höhe mit seinem Männerstolz. Wie stark er aussah, wie samtweich die purpurne Spitze, wie pulsierend und voller Lebenskraft. Der Stamm des Lebens, dachte sie, der Spender aller guten Dinge.

Er pulsierte mit der Präzision eines Metronoms. Die Spitze berührte leicht ihre Wange, ihre Nase und ihre Lippen.

»So weich«, gurrte sie. »So kräftig und doch so sanft.«

Als ob es eine Antwort auf ihre Lobpreisung sein sollte, drückte sich ein erster perlender Tropfen durch die Öffnung in der Eichel. Zögernd schnellte die Zunge heraus, einmal, zweimal, dann war der Tropfen verschwunden und lag salzig und süß auf ihrer Zunge. Sein Penis streckte sich nach jedem Lecken.

Mit beiden Händen strich sie über die perfekt geformten festen Oberschenkel, gestählt von den harten Muskeln, die ein Mann erwirbt, wenn er Berufsreiter ist.

Sie konnte die Wärme dort riechen. Ihr Atem wehte gegen die krausen Härchen seiner Scham; sie umkreisten die Wurzel seines Schafts, während der Hodensack von weichen Daunen umgeben war. Sie kitzelten ihr Kinn, die Nase und den Mund, wenn ihre Zunge quälend langsam über seinen Schwanz leckte. Sie hörte Mark stöhnen.

Während eine Hand die köstliche Frucht streichelte, die reif zwischen seinen Beinen baumelte, packte die andere Hand den prallen Stamm. Er reckte sich voller Entzücken, als ihre Finger ihn umschlossen. Wie heiß er war, wie weich, wie stark!

Einen Moment lang labte sie sich an den Konturen seiner Venen und der Röhre unter der stärker werdenden Röte des Schafts. Ihr Mund küsste die Spitze, ihre Zunge bohrte sich in die Öffnung hinein und holte weitere salzige Perlen heraus. Dann teilten sich die Lippen und saugten den ersten Saft aus seiner Erektion.

Auf und ab bewegte sich der Kopf in konstantem Rhythmus; ihre Lippen glitten nach unten, zogen sich zurück, öffneten sich etwas mehr und kehrten zur Wurzel zurück. Wie der Kopf sich bewegte, so bewegten sich auch ihre Hände. Eine kurvte um den kräftigen Muskel, wobei eine Fingerspitze unter dem Schaft auf der Röhre lag, durch die seine Erleichterung herausschießen würde. Die andere Hand streichelte die hängenden Hoden, hob sie von außen an und sondierte die innere Härte.

Wie sie den Stamm saugte und küsste, konnte man fast den Eindruck haben, sie wollte ihn verzehren. Gleichzeitig stiegen auch ihre eigenen Nöte an; ihre Nässe bildete sich um das bebende Zentrum ihres Geschlechts.

Mark spielte mit den Fingern in ihren Haaren und bewegte ihren Kopf auf seinem Schaft auf und ab. Als er sie losließ, küsste sie die zuckende Eichel noch mal, dann erhob sie sich und folgte ihm zur blau-weiß gestreiften Chaiselongue.

Er legte sich darauf, die Beine hingen zu beiden Seiten hinab. Seine Schultern nahmen die ganze Breite ein. Am schmalsten Punkt seines Körpers ragte der Penis hoch, stark, stolz und zur Aktion bereit. Er nahm ihn kurz in die Hand und rieb ihn einige Male.

Als sie seine Erektion betrachtete, blieben ihre Hände auch nicht faul. Eine Hand glitt zwischen ihre Schenkel und rieb kräftig über die fordernde Klitoris. Mit der anderen Hand massierte sie die Brüste; zuerst manipulierte sie die eine Warze, dann die andere zwischen Daumen und Zeigefinger. Es war ein schönes Gefühl, aber es war nicht genug. Sie wusste, was sie wollte, und aus alter Vertrautheit wusste er es auch.

Noch bevor die Worte ausgesprochen waren, ahnte sie schon, was er sagen würde.

»Ich bin bereit«, sagte er. »Reite mich.«

Sie lächelte, die Augen groß und strahlend, als sie die Schönheit ihres Reittiers in sich aufnahm. Sein Schaft war steif und stand aufrecht da.

Als ob sie ein Pferd besteigen wollte, schwang sie ein Bein über ihn. Einen Moment verharrte sie über ihm und sah, wie der pochende Schwanz sie so gerade erreichte. Die Spitze berührte ihr feuchtwarmes Portal.

Mit einer Hand langte sie unter sich. Ihre Finger streichelten über die Krone des Schafts. Wie stark er war, wie voller Kraft, und wie er sich so stolz aus dem Wald der Schamhaare erhob. Er war heiß, hart und voller Blut, und bei jeder Berührung zuckte er. Aus ihrer Kehle drangen schnurrende Geräusche, als sie den Penis zwischen ihre Labien rieb. Sie waren nass und glitschig von ihren Säften, die sein Glied wie eine Silberscheide überziehen würden.

Die Reibung bei seiner Reise von der Klitoris zur Vulva ließ sie schwerer atmen. Sie schloss die Augen und genoss die Erfahrung, über diesem Mann zu sein und seinen Körper zu benutzen, um ihr Verlangen zu befriedigen.

Während ihr Atem sich beschleunigte, zwickte sie eine Brust. Ihr Kopf fiel nach vorn, und ihre Hand umfasste die Brust höher. Mit der Zunge leckte sie über das weiche Fleisch. Sie liebte dieses Gefühl, die seidige eigene Haut zu kosen. Sie stöhnte in eigensüchtiger Verzückung und rutschte ihm langsam entgegen, um sich von ihm pfählen zu lassen. Ihre Vulva saugte den Mann in ihr heißes Innere.

Zuerst waren ihre Bewegungen langsam, denn ihre inneren Lippen mussten sich erst an den Eindringling gewöhnen. Sie presste ihre Pobacken zusammen und spannte ihre Bauchmuskulatur an, wohl wissend, dass er auch das Ziehen ihrer Muskeln spüren würde. Sie hörte ihn stöhnen, der Atem kam immer schwerer, und sie ritt ihn immer schneller. Ihre Brüste hüpften, fast aus eigenem Antrieb, und Penny keuchte vor Lust.

Plötzlich, als sie ihrem Pferd gerade die Fersen in die Seiten stieß, um es anzutreiben, erhöhte sie die Geschwindigkeit, hüpfte auf und ab auf ihm, als befände sie sich im heißen Galopp. Sie blieb auf ihm gepfählt, und ihre Pussy gab saugende Geräusche von sich, weil ihre Säfte zur Flut wurden.

Sie hatte den Kopf in den Nacken geworfen, hielt die Augen geschlossen und riss den Mund weit auf, um mehr Luft zu schnappen. Sie stellte sich vor, wie sie ausritt und der Wind in ihr Gesicht klatschte. Und die ganze Zeit blieb sie gepfählt und eins mit ihrem Reitpferd.

Sie erhöhte das Tempo und fiel nach vorn, die Hände um seinen Hals gewunden. Sie presste ihre Lippen auf seine.

Ihre Brüste schwangen vor und zurück, und seine Hände hielten sie umschlungen, wiegten und streichelten sie. Seine Daumen stießen gegen die harten Nippel.

Sie fühlte, wie seine Hüften sie anhoben, dann fühlte sie die ersten Wogen eines bevorstehenden Orgasmus. Es war, als würde ein elektrischer Strom sich auf eine Stelle konzentrieren. Die Spannung sammelte sich da und wurde zur Hochspannung, und sie konnte nur darauf warten, in einem gewaltigen Energieschub zu explodieren.

Sein Gesicht nahm sie nur verschwommen wahr, sie hatte sogar seine Existenz vergessen. Er war jetzt nur ihr Reittier, das ihr zu ihrer Erleichterung verhelfen sollte. Sie musste ihre eigenen Gelüste befriedigen.

Als ihre Erleichterung einsetzte, explodierte die Stimme vor Lust. Sie schrie ihren Orgasmus an die Decke, kurze schrille Schreie der Ekstase. Er stieß ein letztes Mal tief in sie hinein, und sie spürte ihn zittern; zuerst konnte er das gar nicht kontrollieren, aber dann nahm das Beben ab, bis er sich verausgabt hatte. Sie fielen übereinander.

Ein leichter Schweißfilm klebte auf ihnen fest. Sie lagen fast reglos nebeneinander. Seine Finger streichelten über ihr Rückgrat. Sie lächelte still vor sich hin und wartete auf die Frage, die er noch nicht gestellt hatte,

»Bist du mit ihm ins Bett gegangen?« Er hastete mit den einzelnen Worten, und sie entdeckte Eifersucht.

»Mit wem?« Sie lächelte, als sie nachfragte. Ihr Mund und die Augen waren hinter einer Haartolle verborgen. Es machte ihr Spaß, ihn hinzuhalten. Ihrer Meinung nach hatte er kein Recht, diese Frage zu stellen. Sie gehörte ihm nicht. Sie gehörte nur sich selbst. Sie ahnte seine Irritation.

»Mit ihm. Alistair Dingsbums.«

Der Anflug eines Seufzers kam aus ihrem Mundwinkel. Es fiel ihr schwer, ihre Enttäuschung zuzugeben, auch Mark gegenüber.

»Wir haben kaum etwas gemacht.«

Es folgte eine kurze Pause. Wieder wusste sie, was er dachte und was er danach fragen würde.

»Hast du ihn gelutscht? Oder ihm einen runtergeholt?«

Sie hob den Kopf, und ihre Blicke trafen sich. Er hatte blaue Augen wie sie auch, aber seine Wimpern waren nicht so lang und so dunkel wie bei ihr.

Seine Mund zuckte ein wenig in den Winkeln. Falten bildeten sich auf seiner Stirn. Plötzlich tat er ihr leid. Sie würde ihn verlassen. Er wollte nicht, dass sie ging, aber sie musste. Sie würden Freunde bleiben, aber wenn sie ihre Karriere verfolgen wollte, musste sie gehen.

Sanft küsste sie seine Nasenspitze. Die Nasenflügel blähten sich auf - er konnte sich selbst riechen - sein Geruch auf ihren Lippen.

Sie lächelte. »Nichts, absolut nichts. Nicht mal ein Kuss. Alles lief sehr höflich ab, sehr geschäftsmäßig.«

Seine Unterlippe sackte hinab. Er war so überrascht, wie sie gewesen war.

Aber das sagte sie ihm nicht, denn es war nicht wichtig. Ihr Weg war vorgezeichnet. Sie hatte einen Vertrag unterschrieben. Sie brauchten beide neue Weiden.

Sie legte sich auf den Rücken, starrte eine Weile an die Decke und bereitete sich auf Marks nächste Frage vor, die bestimmt kommen würde.

»Glaubst du, dass er schwul ist?«

»Typisch!«

Ihrer Erfahrung nach war das die erste Mutmaßung eines heterosexuellen Mannes. Mark, wusste sie, würde nie eine Chance verstreichen lassen, mit ihr oder einer anderen Frau zu schlafen. Deshalb fiel es ihm schwer zu glauben, dass andere Männer nicht auch so reagierten.

Trotzdem dachte sie einen Moment darüber nach, bevor sie antwortete. Im Nachhinein erinnerte sie sich an Alistair Beaumonts Augen, als sie ihre Kleider ausgezogen hatte. Die stahlgrauen Augen waren größer und heller geworden, als sie ein Kleidungsstück nach dem anderen ablegte.

»Nein«, sagte sie leise, fast geheim. »Ich glaube nicht.«

Drittes Kapitel

Sie empfand keine Schuldgefühle, dass sie Mark verlassen würde und auch die Wohnung, in der sie ein Jahr lang zusammengelebt hatten. Die Liebe war zur Gewohnheit geworden, und der Sex, obwohl immer noch ein Vergnügen, näherte sich dem Zustand, in dem ihre Vertrautheit die heißblütige Leidenschaft ersetzte.

Die Anspannung höhlte ihre Konzentration aus, als Gorgeous Sir Galahad, der braune Wallach, und Flamboyant Flame, ihre Apfelschimmel-Stute, in die Box geschoben wurden. Bald würden alle drei, sie und ihre zwei Pferde, im neuen Zuhause sein.

Seit dem frühen Morgen hatte die Aufregung ihre Vorbereitungen bestimmt. Egal, wie Mark über ihren Abschied denken würde, sie konnte ihren Enthusiasmus darüber nicht verhehlen, dass sie nun zum angesehenen Team von Beaumont Place gehörte. Die Einrichtungen dort waren besser als irgendwo sonst, wenn man sich auf das verlassen konnte, was Ariadne ihr erzählt hatte.

Steife Glieder zeugten von einer stürmischen und anstrengenden Nacht und erinnerten sie daran, dass sie Marks harten Körper auf ihrem vermissen würde. Aber, sagte sie sich, unersetzbar war er nicht.

Immer noch nagte es an ihrem Selbstbewusstsein, dass Beaumont sexuell nichts von ihr wissen wollte. War sie ihm nicht gut genug?

Aber er hatte auch Ariadne nicht angefasst. Wer konnte ihren reifen Apfelbrüsten und der bereitwilligen Pussy schon widerstehen? Aber jetzt lief die Wette, und außerdem war ihre Neugier geweckt. Jetzt lag es an ihr, die Herausforderung anzunehmen. Was für ein Mann musste das sein, der anderen Paaren beim Sex zuschaute, ohne selbst aktiv zu werden? Nun, wenn es wirklich so war, dann musste sie sich eben was Neues einfallen lassen.

Vielleicht, dachte sie, war sein Geschmack fade geworden, überflutet von zu viel Sinnlichkeiten, durchaus möglich bei einem Mann, der sich alles erlauben konnte.

Beaumont besaß ein Geschäftsimperium, das sich von London nach Boston und New York erstreckte, und außerdem gab es Filialen in Australien, Südafrika und Südamerika. Er gehörte zu den Männern, deren Leben von ihren geschäftlichen Interessen dominiert wurde. Und doch fand er noch Zeit, einen Reitstall zu gründen und auszubauen, und sich in der Welt des Springreitens zu etablieren.

Ein letztes Mal sah sie sich auf ihrem Hof um. Mäuse hatten an den Holzgattern genagt, und gelbes Unkraut schoss durch die Ritze des betonierten Bodens.

Auf Wiedersehen zu all dem, sagte sie sich und schaute ein letztes Mal zum Holunderbaum, der den Hof schon fast übernommen hatte. Alles ein bisschen seltsam, dachte sie und erinnerte sich gern daran, wie sie und Mark sich das erste Mal vor dem Baum geliebt hatten. An der Rinde waren zwei oder drei Fingernägel abgebrochen, und ihren nackten Po hatte sie sich wund gerieben.

Egal. Mark und all das lag hinter ihr, aber sie hatte trotzdem ein Lächeln für den Mann übrig, der sie glücklich gemacht hatte und das vielleicht auch später noch mehrmals tun würde. Wie jeder andere zurückgewiesene Mann zeigte auch Mark ein tapferes Gesicht, aber sie konnte nicht sagen, ob er traurig war oder nur ungeduldig darauf wartete, dass sie verschwand, damit er mit der Suche nach einem Ersatz beginnen konnte.

Sie wandte sich ab. Ihre Erinnerungen bewahrte sie auf wie kostbare Steine. Ihr Leben würde einen ganz neuen Kurs nehmen, obwohl sie bereute, seinen harten Körper und den befriedigenden Penis im Stich zu lassen.

Die Ladeklappe war endlich geschlossen. Die Pferde wieherten leise und schnauften, als sie Heu aus den Netzen zogen. In ihren Ohren hörte es sich so an, als wollten die Tiere sie antreiben und ihr sagen, dass sie sich auf frische Weiden freuten, und ihre zarten Gaumen auch.

Sie wandte sich an Mark.

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