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Die REGULUS-Botschaften Band VII

Inhalt

Einleitung
1. Teil
Vom Liebreiz der Liebe
Anmut
Süße
Feuer
2. Teil
Meilensteine der Selbstfindung
Fairness
Langmut
Selbstvertrauen
Lust am Selbst
Freigiebigkeit
Zuversicht
3. Teil
Freunde fürs Leben
Das Zünglein an der Waage
Wo das Herz Heimat hat
Die Nadel im Heuhaufen
4. Teil
Wes Geistes Kind
Unbefangenheit
Treuherzigkeit
Albernheit
5. Teil
Die 7 Lebensprinzipien
Urvertrauen
Unschuld
Persönlichkeit
Hingabe
Manifestation
Sinnlichkeit
Verschmelzung
6. Teil
Des Lebens Ruf
Beruf und Berufung
Vater und Mutter
Freundschaft
7. Teil
Körper, Geist und Seele
So wachse und gedeihe!
Wie Phönix aus der Asche
Da capo
8. Teil
Liebe ist …
Eine Frage der Entscheidung
Eine Frage der Ehre
Eine Frage der Größe
9. Teil
Noch mehr Liebe
Stille
Klarheit
Wachsamkeit
Zuflucht
10. Teil
Das Gottesprinzip
Schöpfung
Ausdehnung
Bewahrung
11. Teil
Dem Leben auf der Spur
Der freie Fall
Kür und Pflicht
Siedler und Wanderer
Vom geborgten Glück
Die Bürgschaft
Entlang der Leitlinie
Die gute Partie
12. Teil
Traum, Illusion und Wirklichkeit
Der Traum vom großen Glück
Der Traum von der großen Freiheit
Der Traum von der großen Liebe
13. Teil
In Deinem Interesse
Der menschliche Makel
Das Gute, das Du Dir getan
Schall und Rauch
Alles oder nichts
14. Teil
Wenn die Zeiten stille steh'n
Zurück in die Vergangenheit
Komme, was da wolle
15. Teil
Der Exitus der Angst
Wenn möglich, bitte wenden!
Meine Angst und ich
16. Teil
Lebenshilfen
Der rettende Engel
Die helfende Hand
17. Teil
Grußworte aus dem Licht
Auf dass es Dir wohl ergehe
Der Vorhang fällt
Nachwort
Über die Autorin


Mit einem herzlichen Dankeschön
für seine geistreiche Inspiration und
tatkräftige Unterstützung widme ich 
dieses Buch meinem geschätzten Freund 
Reini Hilgers.

Liebe ist ...


... Gott und Gott ist Liebe. Liebe ist gänzlich offenbar und dennoch gänzlich Geheimnis.


Liebe ist der Stoff, aus dem alles gemacht ist, was jemals nach ihr fragen kann und gleichwohl das größtmögliche aller Mysterien. Sie genügt sich selbst vollkommen und ist dennoch in ewiger Ausdehnung begriffen.

Liebe ist nicht teilbar. Sie gibt sich ganz und gar hinweg und bleibt indes ganz und gar bei sich selbst.

Liebe ist wahrhaft wunderbar, denn sie ist selbst das Wunder. Sie ist die unendliche Faszination des Göttlichen von sich selbst. Sie ist der Kniefall des Schöpfers vor seinem eigenen Spiegelbild. Sie ist die ewige und einzige Antwort Gottes auf seine Frage nach sich selbst. Sie ist die Wahr-nehmung von Vollkommenheit.

Liebe ist die heilige Selbstwahrnehmung Gottes.


Regulus

Einleitung


Liebe Leserin, lieber Leser, ein jeder Mensch auf Erden sucht sein Glück zu finden, so auch Sie und ich. Wenn dem nicht so wäre, dann würden Sie diese nunmehr 7. Botschaften von Regulus nicht in Händen halten. Tatsächlich ist Glückszugewinn die mächtigste Triebfeder in jedes Menschen Leben. 
Wie Regulus uns lehrt, ist dieses ersehnte Glück ausschließlich und ausnahmslos in der Liebe zu finden. Damals, als er mich erstmalig zum Diktat von Band I berief, war ich mir der tiefen Wahrheit seiner Worte nur bedingt bewusst. Heute – viele Buchdiktate später – denke ich, dass es wohl kaum einen Menschen auf Erden gibt, der sich über die unermessliche Tragweite und alles entscheidende Bedeutung der Liebe im Klaren ist, denn sie übersteigen jedes menschliche Fassungsvermögen.
Dieser 7. Band ist das Buch vom Glück und so kann es also auch hier nur um Liebe und um nichts als Liebe gehen. Auf meine bange Frage zu Diktatbeginn, was es denn nach 6 Bänden noch alles über die Liebe zu sagen gäbe, antwortete Regulus: »Wir könnten alle Bibliotheken dieser Welt mit Büchern über die Liebe füllen, wir würden ihr in keiner Weise gerecht, es wäre nichts gesagt.« Letztlich kann die Bedeutung der Liebe niemals gelehrt werden, dies betont auch der Kurs in Wundern, den Regulus so gerne zitiert. Liebe kann nur erfahren werden und wen sie einmal gepackt hat, den lässt sie nie wieder los.
Die Bedeutung der Liebe kann niemals gelehrt werden. Warum ich es dennoch unaufhörlich versuche, ist mir selbst ein unerklärliches Rätsel. Dies ist und bleibt wohl eines der großen Geheimnisse der Liebe selbst. 

Ihre Bettina Büx

1. Teil

Vom Liebreiz der Liebe

Anmut



Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, Liebe ist schön! Wir wiederholen es gerne, damit es Dir bis auf den Bodengrund Deines Herzens sinken möge: Liebe ist schön. Liebe ist unermesslich schön! 
Tatsächlich beruht alle Schönheit, derer Du gewahr werden kannst, auf Liebe. Wie wir wissen, ist Liebe die Wahrnehmung von Vollkommenheit. Und so kannst Du in allem, was Du mit den Augen der Liebe ansiehst, die ihm innewohnende Schönheit erblicken, die ein gottgegebenes Attribut der gesamten Schöpfung ist. Über diese sehend machende Befähigung der Liebe sprachen wir des Öfteren an anderen Stellen. 
Hier geht es nun um einen anderen Aspekt der Liebe, nämlich um die Schönheit der Liebe selbst. Wie die der Liebe innewohnende Süße und ihr Feuer, so ist auch die ihr inhärente Anmut letztlich jenseits des Beschreibbaren. Der Liebreiz eines liebenden Herzens entzieht sich dessen, was uns in Worte zu fassen möglich ist. Mag die Anmut der Liebe unter irdischen Bedingungen auch mit dem Auge nur bedingt sichtbar sein, mit Euren Herzen könnt Ihr sie sehen. Nichts ist der Anmut zweier im Gleichklang schwingender Seelen vergleichbar. Oh, Ihr Lieben, könntet Ihr Euch doch nur mit den Augen der Liebe wahrnehmen, mit unseren Augen, mit den Augen des Schöpfers von allem, was da ist! Eure Verzückung wäre grenzenlos.
Wie wir wissen, ist die Liebe die größte Macht in der Schöpfung. Und im Grunde und in Wahrheit ist sie die einzige. Die Macht der Liebe ist unbegrenzt – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir wissen, dass Liebe Dualität aushebelt und dimensionsübergreifend ist, in Band VI unserer Botschaften sprachen wir davon. Sie ist allgegenwärtig, denn nichts kann es jemals geben, kein ›Ort‹ kann jemals sein, an dem Alles-was-Ist nicht wäre. Und so überwinden die Wirkungen der Liebe Zeit und Raum und jede denkbare Hürde mit spielerischer Leichtigkeit. 
Die Übermittlung dieser Botschaften legt sichtbares und greifbares Zeugnis davon ab. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Liebe dazu in der Lage ist, ringt auch uns immer noch und immer wieder tiefe Ehrfurcht und sprachlose Anbetung ab. (Anm. der Verfasserin: An dieser Stelle legt Regulus einen Augenblick tiefer Ergriffenheit ein, einen Moment stiller Verehrung.)
Liebe ist der ›schwerwiegendste‹, weil machtvollste aller Seinszustände. Dennoch ist sie leicht wie eine Flaumfeder, leicht, sanft und unendlich zart. Liebe ist von beispielloser, leichtfüßiger Eleganz, wie sie nur der Liebe zu eigen ist. Dies bedarf der Erläuterung: Liebe ist vollkommen mühelos! Dieser Mühelosigkeit liegt ihre samtweiche Leichtigkeit zugrunde. Liebe geschieht, Liebe ist. Sie kann weder provoziert noch in irgendeiner Weise ›hergestellt‹ werden. Sich ewig speisend und erneuernd aus den Tiefen des Göttlichen, ist sie in unendlicher Ausdehnung begriffen. Hier hat die Liebe ihr Sein: ewig, göttlich und unantastbar. Liebe ist immer und überall. Sie ist allgegenwärtig. Und so ist sie in ihrer unvorstellbaren Gewichtigkeit doch ebenso vollkommen schwerelos. Was immer es an Schwere geben kann, das muss schlussendlich an der ureigenen Essenz der Liebe vorbeigehen. 
Auch wir werden nimmer müde, das grenzenlose Mysterium der Liebe zu ergründen und zu erforschen. Die Liebe erkunden bedeutet, Gott selbst zu erforschen und zu suchen. Liebe ist Gott und Gott ist Liebe. Die anmutige Schönheit Gottes ist der Schönheit der Liebe gleich und hier versagen alle Worte. Und so ist es denn auch mit allem und jedem: Liebe ist Schönheit, nur Liebe ist Schönheit – ausschließlich. Liebe macht schön! Schönheit ist immer und ausnahmslos eine Frage des Liebesbewusstseins. 
Wenn Ihr Euch Eure Welt anseht, Eure schöne Erde mit all ihren Geschenken und Segnungen, dann könnt Ihr einen Hauch dieser Schönheit erhaschen. Das feine, kunstvoll gewebte Gespinst einer kleinen Spinne, die tänzelnde Eleganz eines edlen Pferdes, das lustvolle Spiel des Windes in einer prachtvollen Baumkrone, der erhabene Segelflug eines stolzen Greifvogels, das geheimnisvolle Lichtspiel in einem morgendlichen Tautropfen: All dies legt Zeugnis ab von der Anmut der Liebe, die aller Schöpfung zugrunde liegt. Und all dies geschieht vollkommen mühelos! Liebe ist der tiefste Wesenskern von allem, was da geschaffen ist, der Urstoff alles Wirklichen. Liebe, Leben, Gott, die Begriffe bezeichnen ein und dasselbe und sind beliebig austauschbar – des Öfteren verwiesen wir darauf. Und so steht die anmutige Grazie des Lebens selbst und als solches immer im Verhältnis zur Liebe, die gelebt wird. 
Liebe wird da und dort gelebt, wo sie wahrgenommen wird, sowohl in sich selbst als auch im anderen und in allem, was da ist. Sie will erkannt, sie will erschaut sein! Vollkommen unaufdringlich ist sie einfach da und harrt dem, der bereit und willens ist, sie zu erkennen. Wir sagten es bereits: Liebe ist drängend. Wie das Leben selbst, so ist sie frei geschenkt und wartet darauf, freudig angenommen und ergriffen zu werden. In der Liebe reicht Gott selbst uns die Hände und führt uns ins gelobte Land. Der Weg zurück in Deine ewige himmlische Heimat führt über die Liebe und nur hier kann er gefunden werden – immer und ausnahmslos – für Dich, für uns, für die ganze Schöpfung. 
Die Schönheit der Liebe, ihre göttliche Anmut, ist letztlich für alles und für jeden von unwiderstehlicher Anziehung, denn die Unschuld der Liebe ist wahrhaft grenzenlos. Liebe ist Unschuld und wie wir in Band I unserer Botschaften gesehen haben, kann nichts je weiter vom illusionären Konzept der Schuld entfernt sein als die Liebe selbst. In dem Maße, in dem Du Dich auf die wahre Essenz Deiner Seele besinnst und Dich zurückerinnerst an den Stoff, aus dem Du gemacht bist, kannst Du zum Bewusstsein Deiner gottgegebenen, natürlichen Unschuld erwachen. Hier – und nur hier – erkennst Du schließlich die wundervolle Anmut Deines eigenen Seins, so, wie Dein Schöpfer sie Dir dereinst schenkte und verlieh, am Anbeginn aller Tage.


»Die Anmut ist der Widerschein der Liebe
auf dem Grunde der Reinheit.«
Jules Michelet

Süße



Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, wo es bei der Anmut um ein ›optisches‹ Attribut der Liebe ging, da geht es bei ihrer Süße um ein ›geschmackliches‹. 
Euch allen dürfte klar sein, dass wir hier in Bildern und Metaphern sprechen und sprechen müssen, wenn wir das Unbeschreibliche beschreiben und das Unfassbare greifen wollen. Wenden wir uns also nun dem ›Aroma der Liebe‹ zu – zugegeben, ein verwegenes Unterfangen! (Anm. der Verfasserin: Scherzhaft gesagt.)
Jeder Mensch, der liebt, weiß um diesen süßen Nektar, der einzig in der Lage ist, Leben zu spenden und einzuhauchen. Wenn wir von der Süße der Liebe berichten, dann sprechen wir über den wohl sinnlichsten Aspekt der Liebe. Liebe ist süß! Sie ist deshalb süß, weil sie vollkommen harmlos ist. Und genau hier liegt das Geheimnis ihrer unvergleichlichen Süße begründet. Dies bedarf der weiteren Ausführung und an dieser Stelle ziehen wir das Wörterbuch zurate, das den Begriff ›Harm‹ mit einem zehrenden, großen innerlichen Schmerz, mit Kummer und Gram beschreibt. Liebe ist harmlos! Niemals, nie und nimmer, kann sie Leid hervorbringen, mag der irdische Anschein auch noch so sehr trügen. Die Dinge sind oftmals nicht das, was sie scheinen, und unter irdischen Bedingungen, die der Dualität unterworfen sind, schon gar nicht. Liebe ist Glück und so kann sie ewig nur Glück zeitigen, denn nichts anderes kann sie jemals wollen. Liebe will das Glück des anderen und nichts als sein Glück.
Das, was ist, das belässt sie in seinem Sosein und so ist jede Art von Bloßstellung der Liebe völlig fremd. Da Liebe die Wahrnehmung von Vollkommenheit ist, will sie nichts verändern – sie behütet, beschützt und bewahrt. So vereint sie absolute Anspruchslosigkeit mit dem höchsten Anspruch, den es geben kann. So vollkommen wie sie selbst, ist es die Liebe ebenso in ihrer Diskretion. Liebe ist unbedingt diskret, denn sie lässt dem Selbst wie auch dem anderen die gottgegebene, heilige und unantastbare Würde des eigenen Soseins. Von vollkommenem Taktgefühl durchdrungen, ist sie niemals invasiv. Liebe kommt immer ›auf Zehenspitzen‹ daher, mit unvorstellbarer Sanftmut und Umsicht streichelt sie die Seele, die eigene, wie auch die des Geliebten. Was könnte jemals süßer sein? 
Der Nährwert der Liebe ist wahrlich vortrefflich und unübertroffen und so stimmt es in einem sehr realen und konkreten Sinne, wenn wir sagen, dass nur Liebe Nahrung ist, denn ohne Liebe kann nichts sein. Liebe ist ›das Brot des Lebens‹. Du brauchst das, was Du bist, und so nährt und erhält Dich unser aller Schöpfer mit der Essenz seines eigenen Seins, die auch die Deine ist. Das ist die Liebe, wie sie sich ganz und gar hinweg gibt und gleichwohl gänzlich bei sich selbst bleibt. 
Über die Wahrhaftigkeit der Liebe sprachen wir bereits in Band IV unserer Botschaften. Hier begegnet sie uns nun erneut, wenn auch in anderem Zusammenhang. Liebe ist die Wahrnehmung von Vollkommenheit – wir werden nimmer müde, es zu betonen. Warum liegt uns dies so sehr am Herzen? Nun, Ihr Lieben, in einer Welt, die allen Ernstes behauptet, Liebe mache blind, kann diese ewige Wahrheit gar nicht oft genug wiederholt und betont werden, denn größer und schwerwiegender kann eine Wahrnehmungsverzerrung kaum sein. Liebe ist die Wahrnehmung von Vollkommenheit! Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass nur Liebe in der Lage ist, den anderen wie auch sich selbst so zu sehen und wahrzunehmen, wie Gott sie schuf und somit, wie sie sind. 
Alles, was Du ohne Liebe ansiehst, das magst Du mit physischen Augen sehen, doch eine der göttlichen Wirklichkeit entsprechende Wahrnehmung (Anm. der Verfasserin: man beachte die der Sprache innewohnende Weisheit!) ist ohne Liebe allzeit unmöglich. 
Das, was Ihr gemeinhin als Idealisierung bezeichnet, hat mit Liebe nichts zu tun und entspringt den Forderungen des menschlichen Ego. Liebe, wahre Liebe, braucht keine Idealisierung! Warum auch? Wohin sie sich auch drehen und wenden mag, sie kann nur Vollkommenheit erblicken. Liebe liegt jenseits jeder Idealisierung und geht doch auch weit darüber hinaus. Sie ist die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Idealisierung mag immer blind machen, Liebe tut es nie. Liebe macht sehend und im Grunde und in Wahrheit hat einzig die Liebe Augen. Alles andere sind Trugbilder des Ego, gegeben, Dir die Augen zu öffnen. Und hier schließt sich der Kreis und wir sind wieder bei der Wahrhaftigkeit der Liebe, von der vorhin die Rede war. 
Wer einmal vom süßen Nektar wahrer Liebe gekostet hat, der kann nie wieder von ihm lassen, denn der Ruf Gottes ist allzeit unwiderstehlich. Ihr seht, dass auch wir den unermesslichen Liebreiz der Liebe in all seinen Aspekten, ob in seiner Anmut, seiner Süße oder in seinem Feuer, auf das wir des Weiteren zu sprechen kommen, nur umschreiben und nicht letztgültig begründen können. In Band VI unserer Botschaften gingen wir auf die Tatsache ein, dass die Liebe sich letztlich aller Worte entzieht. Liebe kann nicht erklärt, sie kann nur erschaut werden. Sie ist weit jenseits dessen, was mit den Möglichkeiten jedweder Sprache vermittelt werden kann. Und so können wir uns dem Göttlichen in uns, dem Göttlichen in allem, immer nur annähern. Doch das soll Dich nicht schrecken und entmutigen, denn, um es in den weisen Worten des Graham Greene zu sagen: »Wer Gott sucht, hat ihn bereits gefunden.« 
Liebe ist immer und überall und der Schöpfer treibt kein qualvolles Versteckspiel mit seinen geliebten Kindern. Die Liebe, das größtmögliche aller Mysterien, bleibt letztlich das süße Geheimnis Gottes, das auch das Deine ist. 


»Du kannst die Liebe nicht berühren.
Du fühlst aber ihre Süße, die auf alles tropft.«
Anne Sullivan

Feuer



Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, kommen wir nun zum Feuer der Liebe und somit zu ihrem ›sensorischen‹ Aspekt. Wie die Liebe selbst, so ist auch das Feuer das mysteriöseste der Euch bekannten Elemente. Dennoch ist es in gewisser Weise der ›greifbarste‹ Aspekt der hier genannten. Dies aus gutem Grunde, denn wenn Ihr liebt, dann liebt Ihr mit allen Sinnen. 
Nichts ist der Sanftmut und der Achtsamkeit der Liebe vergleichbar, dennoch ist sie von unerreichter Stoßkraft. Ihre Wirkungen sind göttlichen Ursprungs und daher unermesslich in ihrer Macht. Wie das Feuer, dieses seltsam faszinierende Element, so ist auch die Liebe hochgradig verzehrend. Liebe verzehrt alles, was nicht wirklich ist. Sie zehrt und fegt es einfach hinweg durch die pure Macht ihrer Anwesenheit und sie tut es mit unvorstellbarer Leichtigkeit und anmutiger Eleganz. Liebe verzehrt alles Unwirkliche, gerade so, als sei es nie gewesen. Dies bedarf der näheren Betrachtung. 
Wie wir wissen, ist nur Liebe wirklich, nichts anderes kann es jemals geben, das da Wirklichkeitsgehalt hätte, denn Gott ist Liebe und nichts als Liebe. Und so hat Er auch nichts als Liebe hervorgebracht. Wie wir ebenfalls wissen, ist Angst nichts anderes als die mangelnde Wahrnehmung der göttlichen Liebes-Allgegenwart. Was, wenn nicht Angst, könnte also von der Liebe verzehrt und hinweggefegt werden? Die Liebe enttarnt die Angst als das, was sie ist: nichts als Illusion, Fehlwahrnehmung und somit Irrtum über Dich selbst.
Weil Liebe in ewiger Ausdehnung begriffen ist, will sie sich ständig mehren, das ist ihre Natur und das Geheimnis der nie endenden Evolution. Liebe ist ein Feuer, das niemals erlischt und somit der Garant ewigen Lebens. Hier, in ihrem Feuer, zeigt sich der Liebreiz der Liebe erneut in seiner ganzen prachtvollen Schönheit. 
Wir sagten Euch, Liebe ist schön. Wir sagten Euch, Liebe ist süß. Und nun sagen wir Euch, Liebe ist brennend. Liebe ist leidenschaftlich. Fasziniert von sich selbst, ist die Liebe ewig lodernd, sie endet nie. In ihrem Feuer zeigt sich die Liebe von ihrer tätigen, rührigen Seite, die keine Auszeiten kennt. Liebe ist allzeit und immer Liebe oder aber sie ist es nie gewesen. Liebe ruht niemals, das braucht sie nicht, ist sie doch die einzige, sich aus sich selbst heraus erneuernde Energie. Liebe ist allgegenwärtig, es gibt nichts anderes, nichts was da Wirklichkeitsgehalt hätte. Und so kann es für die Liebe kein ›Außen‹ geben. Was aber kein Außen kennt, das speist sich aus sich selbst heraus.
Das Feuer der Liebe nährt sich aus seiner ureigenen Natur. Liebe ist die pure Verheißung. Liebe ist verheißungsvoll, sie kann und darf das – und nur sie –, denn nur die Liebe ist in der Lage, das Versprechen unverbrüchlicher ewiger Treue zu halten. Da sie sich ständig mehrt, steigert sie auch das Glück, das immer und unfehlbar mit ihr einhergeht und ihr auf dem Fuße folgt. Liebe verheißt Glück und dieses Glück ist von keinem Geringeren als vom Schöpfer selbst verbürgt. Was, wenn nicht vollkommene Glückseligkeit könnte unser aller liebender Vater wollen und bezwecken?
Liebe ist Widerspruch! Sie widerspricht allem, was nicht sie selbst ist, und enttarnt somit jegliche Angst und deren Ausgeburten wie Egoismus, Eifersucht, Missgunst, Habgier oder Zorn. Im Angesicht und Feuer wahrer Liebe werden sie sich nicht lange halten können und entschwinden schließlich ins Reich der Illusionen und damit in das Nichts, aus dem sie einst hervorkrochen. Das ist das Feuer der Liebe, das jeden Schmerz auszulöschen vermag und jeden Irrtum berichtigt. Was bleibt, ist Liebe – und nichts als Liebe. Sie ist die schöpferischste Macht im Universum und im Grunde und in Wahrheit die einzig schaffende. Sie schafft und erschafft sich dabei ständig neu, dennoch bleibt sie sich selbst ewig vollkommen gleich. Was wäre der Vollkommenheit hinzuzufügen? Die dem Feuer der Liebe innewohnende Schönheit ist so unübersehbar wie unwiderstehlich.
Liebe ist wagemutig! Sie gibt sich einfach hinweg, ohne Wenn und Aber. In gewissem Sinne könnte man sagen, wahre Liebe ist wie ein Nichtschwimmer, der ohne zu zögern in unbekanntes Gewässer springt. Weil Liebe alles wagt, riskiert sie nichts. Wo ist das Risiko? Was könnte es zu verlieren geben für den, der nichts will? 
Liebe will nichts, Liebe hat nichts, Liebe ist alles. Sie lebt von dem unermüdlichen Bestreben, sich zu verschenken, denn nur dadurch kann Liebe sich erschauen. Um bei der Metapher unseres wagemutigen Nichtschwimmers zu bleiben: Was wird ihm im Wasser widerfahren? Im Sprung erkennt er sich selbst als das, was er wirklich ist. Er wird schwimmen wie ein Fisch, denn Wasser ist sein Element und ist es immer schon gewesen. Liebe kennt keine ›Zukunft‹, nie weiß sie, ›wie es weitergeht‹, und das muss sie nicht kümmern, denn ewig sie selbst seiend, kann sie auch immer nur sich selbst hervorbringen und zeitigen, also nichts als noch mehr Liebe. Daher ist Liebe immer siegreich. Dass diese unumstößliche Wahrheit für Euch nicht immer ersichtlich ist, ist dem dualen Zeitempfinden geschuldet, dem Ihr unterworfen seid. Aus Eurer irdischen Sichtposition heraus würdet Ihr mehrheitlich sagen, dass die Liebe letztlich siegen wird. Doch das hat sie schon! Die ganze wundervolle Schöpfung legt sichtbares, lebendiges Zeugnis davon ab, denn ohne Liebe wäre Schöpfung unmöglich. Nichts und niemand wäre da. Diese Zeilen, die Du in Händen hältst, es gäbe sie nicht und auch niemanden, der sie lesen könnte. 
Liebe fragt nicht, Liebe antwortet. Sie ist die ewige Antwort auf jede nur denkbare Frage, die ewige Lösung jedes Problems, die ewige Heilung jeglichen Schmerzes, die ewige Erfüllung jeglicher Sehnsucht. Die brennende Begeisterung der Liebe für sich selbst ist beispiellos und erhellt die ganze Schöpfung. Im Lichte der Liebe könnt Ihr sie sehen, denn Licht ist Liebe und Liebe ist Licht. Hell und leuchtend erstrahlt sie immer und überall dort, wo sie regiert, in unvergleichlicher Schönheit und magischer Anziehung. Wohlige Wärme ist ihr zu eigen und nichts lässt die Seele so sehr vor Glück erschauern wie ein flammendes Herz. Wo ein liebendes Herz in lodernden Flammen steht, da erbebt die Seele und erkennt sich selbst im Spiegelbild ihres Schöpfers. 


»Die Liebe ist ein nie
verlöschendes Feuer.«
Hildegard von Bingen

2. Teil

Meilensteine der Selbstfindung

Fairness



Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, was ist Fairness? Die meisten unter Euch werden das Konzept der Fairness in direkter und spontaner Weise mit Gerechtigkeit assoziieren und dies völlig zu Recht, denn beide Konzepte sind eng miteinander verwandt. Im Zusammenhang mit der Illusion der Schuldfähigkeit war bereits die Rede davon. Wenn wir an dieser Stelle erneut darauf zurückgreifen, dann weil wir uns der gewichtigen und entscheidenden Bedeutung der Fairness für und in jedes Menschen Leben bewusst sind. 

Tatort: Irgendwo.
Tatzeit: Irgendwann.
»Wo waren Sie zur Tatzeit?«
»Haben Sie ein Alibi?«


Wie fühlst Du Dich bei diesen Worten?

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Viel Spaß!



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