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Die REGULUS-Botschaften Band V

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
1. Die Völker der Erde
Die Sprachen dieser Welt
Deutsch – Die Sprache der Klarheit
Französisch – Die Sprache der Musik
Englisch – Die Sprache der Freiheit
Spanisch – Die Sprache der Schönheit
Russisch – Die Sprache der Ehre
Arabisch – Die Sprache der Treue
Niederländisch – Die Sprache der Toleranz
Die Seele der Hautfarben
Die Seele der ›weißen‹ Epidermis – Das Prinzip des Vertrauens
Die Seele der ›dunklen‹ Epidermis – Das Prinzip des Loslassens
Die Seele der ›gelben‹ Epidermis – Das Prinzip der Demut
Die Seele der ›roten‹ Epidermis – Das Prinzip der Einheit
2. Fauna und Flora
Unsere Haustiere
Hund – Das Prinzip der Treue
Katze – Das Prinzip der Selbstgenügsamkeit
Pferd – Das Prinzip der Schönheit
Rind – Das Prinzip der Friedfertigkeit
Ziege – Das Prinzip der Lebensfreude
Schaf – Das Prinzip der Genügsamkeit
Schwein – Das Prinzip der Wissbegier
Esel – Das Prinzip der Dienstbarkeit
Die Gehölze
Ahorn – Der Baum des Wohlstands
Buche – Der Baum des Lebens
Eiche – Der Baum der Ewigkeit
Birke – Der Baum der Anmut
Die Textilfasern
Baumwolle – Der Stoff der Anpassung
Schurwolle – Der Stoff der Wärme
Leinen – Der Stoff der Stärke
Seide – Der Stoff der Schönheit
3. Die Gaben der Erde
Die Werkstoffe der Natur
Holz – Der Werkstoff des Lebens
Stein – Der Werkstoff der Beständigkeit
Perlmutt – Der Werkstoff des Schutzes
Sand – Der Werkstoff der Leichtigkeit
Horn – Der Werkstoff des Stolze
Ton – Der Werkstoff der Hingabe
Kristall – Der Werkstoff der Klarheit
Stroh – Der Werkstoff der Behutsamkeit
Porzellan – Der Werkstoff der Reinheit
Salz – Der Werkstoff der Verbindung
Leder – Der Werkstoff der Harmonie
Gras – Der Werkstoff der Ruh
Getreide – Der Werkstoff der Eleganz
Die geistigen Attribute der Metalle
Gold – Das Metall der Liebe
Silber – Das Metall des Vertrauens
Messing – Das Metall der Schönheit
Kupfer – Das Metall der Hoffnung
Bronze – Das Metall des Glaubens
Platin – Das Metall der Handlung
Titan – Das Metall des Wandels
Zinn – Das Metall des Mutes
Quecksilber – Das Metall des Reichtums
Blei – Das Metall der Kommunikation
Zink – Das Metall des Geistes
Eisen – Das Metall der Materie
Aluminium – Das Metall der Dienstbarkeit
Palladium – Das Metall der Gnade
Die 4 Edelsteine der Weisen
Saphir – Der Stein des Glaubens
Smaragd – Der Stein der Hoffnung
Rubin – Der Stein der Liebe
Diamant – Der Stein der Vollendung
4. Die spirituelle Essenz der Farben
Gelb – Die Farbe des Glücks
Rot – Die Farbe der Liebe
Blau – Die Farbe der Freiheit
Grün – Die Farbe der Schöpfung
Orange – Die Farbe der Leidenschaft
Violett – Die Farbe der Heilung
Weiß – Die Farbe des Friedens
Schwarz – Die Farbe der Nacht
Braun – Die Farbe der Erde
Farblosigkeit – Die ›Farbe‹ des Lebens
5. Die Welt der Düfte
Die 3 Düfte der Demokratie
Sandelholz – Der Duft der Freiheit
Ylang-Ylang – Der Duft der Gerechtigkeit
Vanille – Der Duft der Brüderlichkeit
Die 4 Düfte der Weisheit
Heu – Der Duft der Fülle
Weißer Flieder – Der Duft der Sinnlichkeit
Wildrose – Der Duft der Liebe
Weihrauch – Der Duft des Himmels
Nachwort
Über die Autorin
Quellenverzeichnis


Mit einem ganz großen Dankeschön widme ich dieses Buch meiner geschätzten Verlegerin Diana Schulz.
 
Sie war die Frau der ersten Stunde. Weil sie mit dem Herzen liest, hat sie als Erste die überwältigende Bedeutung und drängende Wichtigkeit der Botschaften erkannt und deren Verbreitung zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht. 
Nur mit dem Herzen sieht man gut!

Liebe ist ...


... Gott und Gott ist Liebe. Liebe ist gänzlich offenbar und dennoch gänzlich Geheimnis. 


Liebe ist der Stoff, aus dem alles gemacht ist, was jemals nach ihr fragen kann und dennoch das größtmögliche aller Mysterien. Sie genügt sich selbst vollkommen und ist dennoch in ewiger Ausdehnung begriffen. 


Liebe ist nicht teilbar. Sie gibt sich ganz und gar hinweg und bleibt dennoch ganz und gar bei sich selbst. 


Liebe ist wahrhaft wunderbar, denn sie ist selbst das Wunder. Sie ist die unendliche Faszination des Göttlichen vor sich selbst. Sie ist der Kniefall des Schöpfers vor seinem eigenen Spiegelbild. Sie ist die ewige und einzige Antwort Gottes auf seine Frage nach sich selbst. Sie ist die Wahrnehmung von Vollkommenheit. 


Liebe ist die heilige Selbstwahrnehmung Gottes.


Regulus

Vorwort


Liebe Leserin, lieber Leser, in seinen vierten Botschaften thematisierte Regulus die Macht des Wortes und der Tat und bezeichnete sie als Verbündete der Liebe. Da beide in ihrer Kraft gar nicht zu überschätzen sind, werden wir uns in Anlehnung daran erneut diesem unerschöpflichen Thema widmen und uns auf eine wundervolle ›Weltreise‹ durch die Vielfalt irdischer Sprachen begeben. Viel Spannendes wird es hier zu erkunden und zu entdecken geben. Wie wir es von Regulus gewohnt sind, gehen wir den Dingen auf den Grund und werfen einen Blick hinter die Fassade der äußeren Erscheinungen der Dinge. Da jede Sprache als solche uns viel zu sagen hat über die Menschen, die sie sprechen, werden wir germanische, romanische, slawische und semitische Sprachen unter die Lupe nehmen. Wir werden ›ganz genau hinhören‹. 
Neben dem Wort ist die Tat die zweite Verbündete der Liebe. Wie die Macht des Wortes uns zu einem Ausflug in die Vielfalt irdischer Sprachenwelten führt, so lenkt die Macht der Tat uns direkt zu einem genaueren Blick auf die Menschen selbst und damit auf die herrliche Vielfalt menschlicher Volksgruppen und Hautfarben. 
Von hier aus ist es nur ein kleiner, sehr vergnüglicher Schritt zu unseren liebsten und treuesten Gefährten, den Haustieren, die sich uns Menschen seit grauer Vorzeit angeschlossen haben und uns auf unserem Lebensweg begleiten. Unser gemeinsamer Streifzug durch die wundervolle Welt der herrlichen Gaben Gottes führt uns von der Fauna über die Flora und zahlreiche Stoffe und Elemente unterschiedlichster Art bis hin zu den vielfältigen Metallen und schließlich in die bunte Welt der Farben. 
Als besonderes Highlight wenden wir uns abschließend der wunderbaren, betörenden Welt der Düfte zu und spüren den ›3 Düften der Demokratie‹ wie auch den ›4 Düften der Weisheit‹ nach. 
Wir dürfen also gespannt sein und uns auf neue Sichtweisen und erstaunliche Einblicke freuen. Hier ist zweifellos für jeden etwas dabei, bleiben Sie neugierig!  

Ihre Bettina Büx
 

Einleitung

»Wem Gott will rechte Gunst erweisen …«


Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, in unseren vier vorangehenden Botschaften haben wir uns ausführlich mit Dir, mit dem Wesen und Sein des Menschen, wie auch mit dem Wesen und der Natur Gottes beschäftigt. Unsere nunmehr fünften Schriften befassen sich im Gegensatz dazu in der Hauptsache mit Deiner Außenwelt. Wir werden die Dinge um Dich herum erforschen und untersuchen.  
Im Grunde und in Wahrheit ist diese sogenannte Außenwelt natürlich keine, denn es gibt kein Außen, alles ist Teil von Alles-was-Ist und eingebettet in Gottes Wirklichkeit. Alles ist Teil der großen, endlosen Einheit des All-Einen, dessen gültiger und integraler Bestandteil Du ebenso bist wie all Deine Mitmenschen und Deine ganze lebendige Umwelt. Was auch immer wir erkunden, wir können letzten Endes doch immer nur uns selbst und unseren Schöpfer erforschen und zu verstehen versuchen. So gehen wir denn neue Wege, wenn wir uns der Schöpfung widmen, und doch auch wieder die alten, denn immer sind wir Gott und unserer eigenen Natur auf der Spur. 
»Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt«, sang einst Joseph von Eichendorff. Meine Lieben, dem ist so, denn die Potenziale für Glückszugewinn und Selbsterkenntnis sind unter irdischen Bedingungen geradezu grandios. Trotz aller Herausforderungen, Probleme und Nöte ist dennoch kein Mensch auf Erden, der sich nicht freudig auf seine selbstgewählte Inkarnation eingelassen hätte: Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt Er¹ in die weite Welt. Wer jedoch Gott will rechte Gunst erweisen, der feiert sein Leben und genießt es in vollen Zügen. Wer Gott will rechte Gunst erweisen, der dankt Ihm für sein Geschenk des Lebens, indem er es freudig mit beiden Händen greift, es in seinen vollen Potenzialen nutzt und Gott dient, indem er sich seiner Gaben bedient. 
Um diese Gaben, die Gott für Euch alle in Hülle und Fülle bereitgestellt hat, wird es in diesen unseren nun folgenden Betrachtungen gehen. Es geht um die Natur und die Umwelt, um die Erde, also um Euer natürliches Lebensumfeld und die Bedeutung der Dinge darin. Trotz aller irdischen Herausforderungen, für deren Brisanz wir volles Verständnis haben, will das Leben nicht erduldet, ertragen oder gar erlitten werden. Vielmehr will das Menschenleben gelebt, ja, mehr noch, es will gefeiert und zelebriert werden! Wie wir noch sehen werden und auch schon in unseren vorherigen Botschaften angeschnitten haben, gab Gott alles, was es dazu braucht. Wer könnte sich denn anmaßen, wissen zu können, was Du brauchst, wenn nicht Dein eigener Schöpfer? 
Wir werden also gemeinsam sozusagen eine ›Weltreise‹ der besonderen Art antreten, eine spirituelle Reise mit Blick hinter die äußere Fassade der Dinge und ihre Offensichtlichkeiten. Je mehr Du das Leben und die Welt liebst, umso erfreulicher und spannender wird diese ›Reise‹ für Dich. Wenn Du begeisterungsfähig bist für die Dinge um Dich herum, haben sie Dir viel zu sagen und noch mehr zu geben. So gab und gibt Gott denn alle Dinge, sie zu Deinem Segen zu nutzen und Dich selbst und Deinen Schöpfer in ihnen wiederzuerkennen. 
Das Prinzip der Schönheit wird sich, mehr als jedes andere, wie ein roter Faden durch diese Botschaften ziehen. Wie wir an früherer Stelle einmal sagten, ist Schönheit allgegenwärtig. Wo sie nicht wahrgenommen wird, ist der Blick für die Wirklichkeit getrübt. Für den Menschen, der die Welt und all ihre Erscheinungen mit den Augen der Liebe ansieht, hat sie nichts von ihrer gottgegebenen Schönheit eingebüßt. Alles ist eine Frage der Klarheit und des offenen Herzens. Die Natur und all ihre Phänomene sind das Synonym für Schönheit schlechthin. Dies wird niemand ernsthaft abstreiten wollen. Das Streben des Menschen nach Schönheit ist ein zutiefst im Herzen angelegtes Grundbedürfnis. 
Alles, was der Mensch als schön empfindet, lässt sein Herz höher schlagen und verleiht seiner Lebensenergie einen frischen Schub. Schönheit als solche hat immer heilerische Kräfte und setzt Potenziale frei, denn sie erneuert, belebt und erquickt den Menschen auf allen Ebenen. Schönheit regt den Intellekt an, erfreut das Gemüt und erfrischt die Physis. Wenn Dein Blick auf etwas trifft, das Dir den Ausruf »Ist das schön!« entlockt, dann bist Du in der göttlichen Wahrnehmung der Dinge. So ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Schönheit immer auch ein Gradmesser für Weisheit. Je mehr Du Dir der Allgegenwart der Schönheit bewusst bist und sie ganz real und praktisch in Dein Leben einbeziehst, desto weiser bist Du. Wer Schönheit zu genießen weiß, kann enormen praktischen und lebensnahen Nutzen aus ihr ziehen.
Das ›Phänomen Schönheit‹ zu definieren, ist nicht ganz einfach. Nicht etwa, weil der Sinn für Schönheit individuell wie auch kollektiv sehr verschieden sein kann und jeder etwas anderes darunter versteht, das macht keinen Unterschied, weil es um das Empfinden von Schönheit als solches geht. Es ist vielmehr deshalb schwierig, weil Schönheit eine sehr komplexe Angelegenheit ist. Vielleicht lässt sie sich am besten mit den Begriffen ›Harmonie‹ und ›Einklang‹ beschreiben, am treffendsten aber umschreiben wir die Empfindung von Schönheit mit der Wahrnehmung von Vollkommenheit. Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters, sie ist gottgegebenes, unabhängiges und aus sich selbst heraus existentes Seinsattribut der gesamten Schöpfung. Das Auge des Betrachters jedoch ist blind oder sehend für die allem innewohnende natürliche Schönheit. 
Es ist die Annahme der Gunst Gottes und damit aller Freuden, die Dir das Leben zu bieten hat, die Gott ehrt und Deine Beziehung zu Ihm auf ein solides, gesundes und höchst kreatives Fundament stellt. Wer das göttliche Geschenk des Lebens anzunehmen und auszukosten versteht, bricht schon durch die Art seiner Lebensführung als solche eine Lanze für Gott und ist seinen Mitmenschen leuchtendes Vorbild. Wer Gott will rechte Gunst erweisen, der akzeptiert und genießt die Gunst, die Gott ihm erweist.
 
  —————————— ¹Entgegen der Rechtschreibreform wird auf die Großschreibung der direkten Anrede zurückgegriffen. Dies ist ebenso der Fall bei allen Anreden, die sich unmittelbar auf Gott beziehen. 

1. Die Völker der Erde 

Die Sprachen dieser Welt 


Deutsch – Die Sprache der Klarheit

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, an erster Stelle schenken wir unsere Aufmerksamkeit der deutschen Sprache, der Sprache der Klarheit. 
Deutsch gehört zu den germanischen Sprachen. Es ist eine von mehreren ›gesprochenen‹ Sprachen, im Gegensatz zu den eher ›gesungenen‹, auf die wir an späterer Stelle zu sprechen kommen. Deutsch ist eine ausgesprochen präzise Sprache. Die Präzision ist ihr ureigenes und tiefstes Wesen und ihre augenfälligste Eigenart. Kaum eine andere Sprache ›übersetzt‹ geistig-emotionale Bewusstseinsinhalte so deutlich und originalgetreu wie Deutsch. Deutsch ordnet die Gedanken. 
Klarheit ist die Mutter der Gerechtigkeit und geht ihr immer und ausnahmslos voraus. Aus diesem Grunde lieben Menschen des deutschen Sprachraumes die Führungsposition, die logische Konsequenz der Gerechtigkeit. Hier fühlen sie sich wohl und in ihrem Element. Ein tiefer Sinn für Individualität ist der deutschen Sprache eigen: schnörkellos, deutlich und klar. 
Die deutsche Sprache zeichnet sich aus durch einen regelrecht überschwänglichen Reichtum an Wortschatz, der seinesgleichen sucht. Dies ermöglicht die bezeichnende Präzision und Klarheit des Ausdrucks. Da Deutsch zu den ›gesprochenen‹ Sprachen gehört, ist sein Klang eher fest und von einer leichten Härte gekennzeichnet. Der Sprachrhythmus ist bestimmt von einem, verglichen mit anderen Sprachen, mittleren Tempo. 
Das Wort ›Deutsch‹ bedeutet so viel wie ›zum Volk gehörig‹ und bezeichnet die tiefe Verbundenheit jedes Volkes mit seiner ureigenen Sprache. Menschen, die diese Sprache lieben, haben oftmals nicht nur einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Individualität, sondern auch für Autorität, die sie sowohl für sich selbst in Anspruch nehmen als auch sich ihr unterzuordnen verstehen. Sie lieben Ordnung. Sie wissen gerne, woran sie sind, und lieben die Klarheit auch in ihrem Leben. 
Warum sagen wir Euch das alles? Damit Ihr Euch selbst kennen- und verstehen lernt. Jeder Mensch ist seiner Muttersprache zutiefst verbunden und das ist kein Zufall. Auf sehr tiefer, subtiler Ebene ist die Muttersprache des Menschen ›geistige Heimat‹. Und so, wie der Mensch mit seiner ureigenen Färbung seine Sprache prägt, so prägt die Sprache den Menschen. 
So ist den Menschen des deutschen Sprachraums eine gewisse Strenge sich selbst gegenüber eigen, die den Menschen des ›gesungenen‹ Sprachraumes abgeht. Wo diese Strenge sich in hohem Anspruch an sich selbst zeigt, da ist sie dem Menschen und seiner Entwicklung förderlich und hilfreich. Artet sie in Unnachgiebigkeit und Rücksichtslosigkeit sich selbst gegenüber aus, wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. 
Jede Sprache birgt ganz besondere und spezielle Chancen und Möglichkeiten für diejenigen, die sie sprechen und sich ihrer bedienen. Und ebenso birgt jede Sprache ihre ganz besonderen Herausforderungen, so z. B. da und dort, wo es darum geht, sich selbst und dem anderen mit Verständnis und Milde zu begegnen. Da Deutsch die Sprache der Klarheit ist, ist sie der Farbe Weiß zugeordnet. Das Wort der Worte ist ›Liebe‹. 

»Das Leben ist zu kurz, 
um Deutsch zu lernen.« 
Oscar Wilde
 

Französisch – Die Sprache der Musik 

Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, Französisch ist eine romanische Sprache und gilt als Weltsprache. Französisch gehört nicht nur zu den ›gesungenen‹ Sprachen, sondern ist die Sprache der Musik schlechthin. 
Der Singsang des Französischen ist ein sehr viel weicherer als derjenige der deutschen Sprache. Die Übergänge von Wort zu Wort sind sehr viel sanfter, fließender und harmonischer. Wo beim deutschen Wort die Klarheit und somit auch die deutliche Abgrenzung zwischen den einzelnen Wörtern im Vordergrund stehen, da ist es im Französischen die Sprachmelodie. Französisch steht für leichtfüßigen Tanz und pure Lebensfreude. Hier steht die Leichtigkeit des Seins im Vordergrund. Dem Französischen zugeordnet ist die Farbe Blau, die Farbe des Himmels. 
Menschen dieses Sprachraumes sehen die Dinge nicht so eng. Leben und leben lassen ist ihre Devise und hier gibt es allerhand zu lernen und zu verstehen. Die französische Sprache steht für warmherzige Offenheit, Liebenswürdigkeit und spielerischen Umgang mit dem Leben schlechthin. Der Sprachrhythmus ist schneller als bei der deutschen Sprache, da es hier weniger um Klarheit geht. Die Worte schleifen ineinander und verschmelzen miteinander zu einer wundervollen Sprachmelodie. Die Präzision, die der deutschen Sprache eigen ist, ist nicht die Stärke des Französischen. Wenn die französische Sprache auch heute noch als Weltsprache gilt, so deshalb, weil sie nichts von ihrer Faszination aus früheren Zeiten eingebüßt hat. Dieser Sprache haftet ein gewisses Flair des Geheimnisvollen an, das sich aus dem Mangel an Klarheit ergibt. Dies zeigt sich deutlich in der Schreibweise, die sehr von der Aussprache abweicht, was bei der deutschen Sprache ganz und gar nicht der Fall ist. 
Jeder Sprache ist zu Recht ein besonderer Stolz eigen. Genau genommen hat jede Sprache Persönlichkeit basierend auf ihrer ganz spezifischen Färbung und aufgrund ihrer Charakteristika. Dies trifft auch auf die Menschen zu, die die jeweilige Sprache sprechen und sich ihr zutiefst verbunden fühlen. So ist das Identitätsgefühl des Menschen nicht von seiner Muttersprache zu trennen. Mensch und Sprache sind auf tiefster Ebene miteinander verwoben und verbunden. Einen Menschen seiner Muttersprache zu berauben, bedeutet nicht weniger, als ihn seiner Identität zu berauben, seiner tiefen Identifikation mit dem eigenen Sosein. 
Will man Menschen verstehen, dann muss man – im wahrsten Sinne des Wortes – ihre Sprache sprechen. Das Erlernen einer Fremdsprache ist sehr viel mehr und tiefgreifender, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Es erfordert ein tiefes Sicheinfühlen in das Sosein des anderen Volkes und die jeweilige ›Gastsprache‹. Wer eine Fremdsprache lernt, der erweitert sich selbst um sehr viel mehr als um fremdartig klingende Worte und Schreibweisen. Die Erweiterung findet auf sehr viel tieferer Ebene statt. Die jedem Volk ureigene, individuelle Mentalität, die herrliche Vielfalt der volkstypischen kollektiven Eigenheiten, erschließt sich nur demjenigen, der die jeweilige Sprache beherrscht. Das französische Wort für Liebe ist ›amour‹.  

»Der Geist einer Sprache 
offenbart sich am deutlichsten 
in ihren unübersetzbaren Worten.« 
Marie von Ebner-Eschenbach
 

Englisch  Die Sprache der Freiheit  

Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, kommen wir nun zu einer weiteren germanischen Sprache, zu Englisch. Obwohl der Klang dieser Sprache recht melodiös ist, gehört Englisch zu den ›gesprochenen‹ Sprachen. Englisch ist weich, rund und vollmundig. Der Sprachrhythmus ist in etwa dem der deutschen Sprache vergleichbar, also von mittlerem Tempo. Wie Deutsch und Französisch, so wird auch die englische Sprache mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. So wie Deutsch die Sprache der Klarheit und Französisch die Sprache der Musik ist, so ist Englisch die Sprache der Freiheit. Ähnlich wie die französische Sprache steht auch die englische für die Leichtigkeit des Seins. Mehr als jede andere steht sie jedoch für Freundschaft, Leichtlebigkeit und vor allem für Ebenbürtigkeit. Die englische Sprache steht für das Motto: »Große Dinge sind immer einfach.« Es ist die Sprache des Dabei-belassens und der Akzeptanz von Individualität und Andersartigkeit. 
Menschen, die diese Sprache lieben, sind weltoffen, tolerant und oftmals reisefreudig. Das tiefe Verständnis von Ebenbürtigkeit, das sich in dieser Sprache offenbart, macht Englisch zur Sprache der Freiheit. Nur im Erkennen der Ebenbürtigkeit kann Freiheit gefunden und gelebt werden. 
Englisch zeichnet sich aus durch einen reichhaltigen Wortschatz, ist aber eher bescheiden im grammatikalischen Bereich. Hier finden wir einen deutlichen Hinweis auf die Seele dieser Sprache, die da sagt, dass große Dinge immer einfach sind. Bezeichnend für das Englische ist auch, dass es in dieser Sprache keine Höflichkeitsform gibt. Hier zeigt sich die Ebenbürtigkeit aller Menschen in ihrer schönsten Form und in direkter Weise. 
Englisch entwickelte sich zur Weltsprache und ist heute weiter verbreitet als jede andere Sprache. Nur Chinesisch wird von mehr Menschen auf der Welt gesprochen. Was könnte diese Welt mehr brauchen als Freiheit? Was könnte diese Welt dringender brauchen als Ebenbürtigkeit, die nur ein anderes Wort ist für Brüderlichkeit? Freiheit und Brüderlichkeit: An späterer Stelle werden wir erneut auf diese beiden Aspekte menschlicher Grundbedürfnisse eingehen, wenn wir uns mit den ›3 Düften der Demokratie‹ beschäftigen. 
Es mag Dich wundern, dass wir im Zusammenhang mit Sprache von Seele sprechen. Die Sprache hat Seele, sie hat die Seele der Menschen, die sie sprechen und lieben. Sie hat die Seele der Menschen, die sie auf tiefster Ebene ›verstehen‹ als das, was sie ist. Verstanden sein kann aber immer nur, was geliebt ist. Du kannst unmöglich in das tiefe Verständnis einer Sprache hineinwachsen und eintauchen, die Du nicht liebst. 
Sprache will erspürt und gefühlt sein. Und so ist es mit dem Erlernen einer Sprache nicht anders als mit allem und jedem. Nur in der Liebe allein und durch sie kann Verständnis gefunden werden. Du kannst unmöglich verstehen, was Du nicht liebst. Liebe öffnet nicht nur das Herz, Liebe öffnet Augen und Ohren ebenso und gleichermaßen. Liebe macht hellhörig, Liebe macht hellsichtig. Englisch ist der Farbe Rot zugeordnet. Das englische Wort für Liebe ist ›love‹.
 
»Wer fremde Sprachen nicht kennt, 
weiß nichts von seiner eigenen.« 
Johann Wolfgang von Goethe
 

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