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Die Nacht der Krähen

René Grigo

Die Nacht der Krähen


Für Miguel, die größte Krähe aus unserem Nest. Natürlich darf ich an dieser Stelle auch meine treusten Leser, Manu und Nina nicht vergessen. Ich bedanke mich für euer Interesse.


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

1.

In der Kal`ari, dem lebensfeindlichsten Ort dieser Welt, schleppte sich eine Gruppe ausgemergelter Männer durch die Hitze der Salzwüste. Ihre geschundenen, vom Salz verkrusteten Leiber waren notdürftig mit Lumpen bedeckt, während die Sonne unbarmherzig auf sie niederbrannte.

Man konnte zehn aneinander gefesselte Gestalten zählen, die von sechs bewaffneten Wächtern vorangetrieben wurden. Drei Gefangene hatte man kurz nach Antritt der Reise verloren, vier weitere sollten im Laufe der Zeit folgen, wodurch sich die Zahl der zukünftigen Sklaven mit jedem Schritt dezimierte. Die Reise zur Salzmine forderte einen hohen Preis.

Korwin Aberia, ein verurteilter Trickbetrüger aus Gyrdos, ahnte seit Beginn der beschwerlichen Reise, was ihm und dem kläglichen Rest von Männern bevorstand. Sie würden bis an ihr Lebensende Salz aus den Schächten der Mine befördern. Korwin konnte sich angenehmere Arbeiten vorstellen. Dummerweise hatte man ihn bei einer Gaunerei ertappt, vor den Richter gezerrt und einen Atemzug später verurteilt. Ehe sich Korwin versah, stand er in Reih und Glied und marschierte als Gefangener durch die Hitze der Einöde. Ihm blieb auf dem ausgiebigen Marsch genügend Zeit, um einen Plan auszuarbeiten. Er würde bestimmt nicht zwischen Salz und Sand sterben.

Den Toten löste man nach kurzer Begutachtung die Fesseln und ließ sie an Ort und Stelle zurück. In der Mine hatte man an einem gepökelten Leichnam nicht den geringsten Bedarf. Hier benötigte man kräftige Sklaven, die ununterbrochen schufteten, Salz aus den Stollen hackten und schwer beladene Körbe schleppten.

Korwin hatte jeden seiner Schritte sorgfältig bedacht. Sobald man ihm den Strick vom Hals lösen würde, wäre die Freiheit in greifbarer Nähe. Er musste seinen Tod glaubhaft vortäuschen. Niemand durfte etwas von seiner List bemerken. Stöhnend brach Korwin in sich zusammen.

››Beeil dich gefälligst!‹‹, herrschte ihn ein braun gebrannter Wächter an. Der Kerl trug einen weißen Turban, weit geschnittene Kleidung und einen Säbel, den er den Gefangenen bei jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase hielt.

Korwin musste ihn glaubhaft von seinem Ableben überzeugen. Er bäumte sich mit weit aufgerissenen Augen auf, schnappte nach Luft und langte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Brust.

››Was stimmt nicht mit dir? Bis zur Mine sind es noch wenige Meilen. Willst du kurz vor dem Ziel aufgeben?‹‹

Korwin blinzelte verwirrt ins Sonnenlicht. Woher kam diese Stimme? Er sah eine schemenhafte Gestalt, die sich zu ihm hinab beugte und ihm die Hand reichte. Korwin öffnete die Augen und erkannte den Kerl, der seit einer Weile hinter ihm marschierte.

››Schaff dich auf die Beine!‹‹, befahl der Wächter.

Korwin verrollte die Augen und ließ sich kraftlos auf den salzigen Untergrund fallen.

››Was ist mit dem Kerl?‹‹, wollte der überhebliche Turbanträger wissen.

››Er ist tot‹‹, murmelte Korwins Hintermann.

››Davon werde ich mich selbst überzeugen. Geh mir aus dem Weg!‹‹, blaffte der Wächter und schob den Gefangenen mit seiner gebogenen Klinge zur Seite. Die Sklavenkette stoppte.

Der Wächter mit den buschigen Augenbrauen, der Hakennase und den dunkelbraunen Augen schnaubte und trat Korwin spürbar in die Seite. Korwin rührte sich nicht, obwohl der Schmerz beinahe unerträglich durch seinen Körper schoss. Misstrauisch beugte sich der Wächter zu ihm hinab und prüfte den Atem des Gefangenen.

››Er ist tot!‹‹, rief er für alle gut verständlich. Mit einem Hieb durchtrennte er die Fessel, die Korwin am Hals mit seinem unbekannten Gefolgsmann verband.

Vor wenigen Tagen hatte Korwin unfreiwillig die Führung des Trupps übernommen, da drei seiner Vorderleute unerwartet das Zeitliche segneten. Sie waren den Belastungen der Reise einfach nicht gewachsen.

››Die Gefangenen sterben wie die Fliegen. Zum Glück haben wir die Mine bald erreicht‹‹, murmelte der Wächter und wollte die Gruppe zum Weitergehen bewegen. Da fiel Korwins Hintermann auf die Knie, packte sich mit verdrehten Augen an die Kehle und stürzte bäuchlings zu Boden. Zwischen Salz und Sand blieb er reglos liegen.

››Das darf doch nicht wahr sein!‹‹, ereiferte sich der Wächter. ››Wenn das so weitergeht, bleibt keiner für die Mine übrig. Was ist los mit euch? Haben wir denn nur Schwächlinge in unseren Reihen?‹‹

Mitleidig sah er auf Tarek herab, packte ihn im dichten, schwarzen Haar und durchtrennte die Halsfessel. Tarek gab sich große Mühe, um nicht gepeinigt aufzuschreien.

››Bei seiner Statur hätte er es ohnehin nicht lange in den Minen ausgehalten.‹‹

Mit dem Befehl des Wächters setzte sich der Sklavenmarsch wieder in Bewegung. ››Lauft! Ihr verdammten Hundesöhne, lauft! Das Salz erwartet euch!‹‹

Ächzend setzten die Sklaven ihren Weg fort. Sie alle näherten sich mit jedem Schritt einem ausweglosen Schicksal, aus dem es kein Entrinnen gab. War man erst an der Mine angekommen, gab es kein zurück mehr. Man würde den Rest des Lebens in den Salzschächten verbringen, was einigen Männern glücklicherweise erspart blieb.

Korwin lag reglos am Boden und hielt den Atem an. Er regulierte seinen Herzschlag auf ein kaum spürbares Minimum und schien dem Tod näher als dem Leben. Dem war aber nicht so. Korwin verfügte über eine außergewöhnliche Gabe, die er seit Jahren vor der Gesellschaft verbarg. Seine Fähigkeit konnte ihm, in manchen Breitengraden, leicht den Kopf kosten.

Als die Sklavenkolonne aus seiner Sicht verschwand, schnappte Korwin nach Luft und öffnete die Augen. Niemand war zu sehen. Er war der Sklavenkette entkommen.

Zufrieden schaffte er sich auf die Beine und klopfte sich das Salz von den spärlichen Kleidungsfetzen, die ihm im Laufe der Reise noch geblieben waren. Auch die andere Gestalt erhob sich. ››Dein Plan war, bis auf eine Kleinigkeit, ausgezeichnet und wohl durchdacht.‹‹

Korwin wich einen Schritt zurück. ››Verschwinde und lass mich in Ruhe!‹‹

››Dein Plan hat eine entscheidende Lücke. Sieh dich um. Überall nichts als Sand und Salz. Wo willst du hin? Ohne Wasser wirst du nichts als den sicheren Tod finden und auf den Rückweg darfst du nicht hoffen. Wir sind mehr als zehn lange Tage durch die Wüste gewandert. Weißt du, aus welcher Richtung wir kamen? Ich nicht. Hier sieht alles gleich aus. Ich kann nicht den leisesten Unterschied zum gestrigen Tag oder dem davor feststellen.‹‹

Korwin zuckte desinteressiert mit den Schultern und leckte sich mit der Zunge über die trockenen Lippen. ››Wer bist du und was willst du von mir? Dir ist immerhin die Flucht gelungen, oder?‹‹

Der Unbekannte grinste. ››Ich bin Tarek Doronzo und wer bist du?‹‹

››Korwin Aberia‹‹, brummte Korwin argwöhnisch und betrachtete den sonderbaren Kerl. Tarek war gut einen Zoll größer als Korwin, von schlanker Statur und etwas dunkler in der Hautfarbe. Ob das an seiner Herkunft oder an der Wüstensonne lag, konnte Korwin nicht mit Sicherheit sagen.

››Seit wann läufst du hinter mir her?‹‹

Tarek sah seinen Gegenüber ungläubig an. ››Seit dieser Kerl vor mir gestorben ist. Erinnerst du dich nicht mehr an ihn? Dieser Glatzkopf mit den bösartigen Augen. Man erzählte sich, dass er zwölf Menschen auf dem Gewissen hat und ...‹‹

››Schon gut‹‹, unterbrach ihn Korwin. Er erinnerte sich an die fluchende Gestalt, deren Stimme nie verstummen wollte. Der Kerl war vor zwei Tagen der Hitze zum Opfer gefallen und mitten in der Wüste auf jämmerliche Weise gestorben.

››Wenn wir nicht auf die gleiche Weise sterben wollen, sollten wir verschwinden und nach Wasser Ausschau halten.‹‹

Korwin hielt das für einen schlechten Scherz. Wo sollte man in dieser Wüste nach Wasser suchen? Die Wächter hatten die Gefangenen mit kleinen Rationen versorgt, was ein paar von ihnen am Leben hielt. Korwin bemerkte, dass Tarek nervös an seinem rechten Arm zupfte, etwas Schwarzes entfernte und hinter seinem Rücken zu Boden segeln ließ. Mit den Füßen versuchte er, die schwarze Feder zwischen Sand und Salz verschwinden zu lassen.

Korwin zog eine Augenbraue hoch, behielt das Gesehene aber vorerst für sich.

Jeder Gefangene der Sklavenkette war geübt im Umgang mit Betrug, Tricks, Gaunereien und schlimmeren Dingen. Korwin wollte deshalb keine voreiligen Schlüsse ziehen, spähte in die Ferne und ließ entmutigt die Schultern hängen. Er würde, gegen alle Erwartungen, in der Salzwüste ein ruhmloses Ende finden. Es gab keinen Ausweg.

Die Wüste erstreckte sich bis weit in die Ferne und küsste den flirrenden Horizont. Wahrscheinlich fand sie auch dahinter kein Ende.

››Lass uns verschwinden‹‹, schlug Tarek vor und stapfte ungeduldig davon. Korwin sah dem sonderbaren Kerl verwirrt hinterher, kratzte sich verlegen am Kopf und folgte der Gestalt. Er würde Tarek im Auge behalten.

››Wohin führst du uns?‹‹, wollte Korwin nach einer Weile wissen.

››In den Tod?‹‹, gab Tarek scherzhaft zurück. ››Sieh dich um. Wir können an Ort und Stelle verdursten und sterben oder uns nach Westen durchschlagen.‹‹

››Woher kennst du die richtige Richtung?‹‹

››Weil ich vor einigen Jahren aus dieser Richtung kam‹‹, sagte Tarek und deutete in den Süden. ››Dort hinten, im Westen, wird die Sonne untergehen. Ich kenne dieses Bild. Als ich von den südlichen Inseln geflohen bin, habe ich das Gleiche gesehen.‹‹

Korwin sah dem Kerl verwundert hinterher. ››Du stammst von den südlichen Inseln? Von dort ist seit Jahrhunderten niemand mehr in unser Land gereist.‹‹

Tarek stoppte und drehte sich um. ››Lass uns nie wieder von meiner Herkunft reden.‹‹

Korwin zuckte mit den Schultern. ››Ganz wie du meinst.‹‹

Schweigend setzten sie ihren Weg fort, wobei niemand von ihnen wusste, wie lange man der anhaltenden Hitze noch die Stirn bieten konnte. Auf Tareks freiem Rücken hatte sich die Haut gelöst und Korwin würde wohl nicht besser aussehen. Die Sonne hatte ihnen in den letzten Tagen schwer zugesetzt. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn sie die Wüste lebendig verlassen würden. Korwin sah plötzlich keinen Sinn mehr in seinem fein ausgearbeiteten Plan. Er könnte auch an Ort und Stelle sterben. Es würde keinen Unterschied machen.

In diesem Moment drehte sich Tarek zu ihm um. ››Willst du Wurzeln schlagen? Beeil dich gefälligst. Wir wollen es doch bis zur Oase schaffen, oder?‹‹

Korwins sah verwundert auf. ››Eine Oase?‹‹

››Als ich meine Heimat verließ, bin ich natürlich nicht unvorbereitet durch die Wüste marschiert. Ich habe eine passable Route ausgearbeitet und den sichersten Weg gewählt. Daher weiß ich auch von der Oase, die unser Leben retten wird.‹‹

››Wie weit ist es noch?‹‹

Tarek zuckte mit den Schultern. ››Schwer zu sagen. Ich verlasse mich auf die Sonne und hoffe den richtigen Weg einzuschlagen. Wenn wir die Oase um eine halbe Meile verfehlen, werden wir sterben.‹‹

Korwins Lippen formten ein breites Grinsen. ››Ich lege mein Leben in deine Hände.‹‹

Die Worte seines Begleiters hatten in ihm die Glut der Hoffnung neu entfacht. Wenn es diese Oase gab, würde sie ihr beider Leben retten. Korwin schöpfte neuen Mut, auch wenn seine Haut brannte, seine Beine sich wie Blei anfühlten und seine Lippen schmerzten. Eigentlich bestand sein gesamter Körper aus kaum erträglichen Schmerzen. Wie sehr sehnte er sich nach Wasser. Nach kühlem, erfrischendem Wasser.

Korwins Gedanken schweiften in die Vergangenheit. Er trank Wein, Bier und Unmengen an Wasser. Das nasse Element hatte von seinen Gedanken Besitz ergriffen und vernebelte ihm den Verstand. Korwin konnte an nichts anderes mehr denken.

››Hör auf damit und komm auf die Beine!‹‹, hörte er Tarek rufen. Eine schallende Ohrfeige brachte Korwin in die Realität zurück. Er spuckte den mit Salzkristallen durchsetzten Sand aus, den er sich voller Vorfreude in den Mund geschaufelt hatte.

››Die Kal`ari trocknet dir den Verstand aus. Du musst dagegen ankämpfen, wenn du überleben willst. Du bist der Sklavenkette nicht entkommen, um jetzt an Leichtsinn zu sterben. Bis zur Oase ist es nicht mehr weit.‹‹

Korwin sah verwirrt in die Höhe, ordnete seine Gedanken und kam wankend wieder auf die Beine. Was hatte diese verdammte Wüste mit ihm angestellt? Mühsam stapfte er durch die Landschaft, während die flirrende Hitze seine Verstand zu vernichten drohte. Er musste seine Gedanken unbedingt unter Kontrolle halten, wenn er der Wüste nicht zum Opfer fallen wollte. Jeder Schritt löste unmenschliche Schmerzen in ihm aus. Jeder Zentimeter seines Körpers schrie laut auf und wehrte sich gegen die Anstrengung, doch Korwin wusste, wie viel von seinen Bemühungen abhing. Er durfte, wollte und konnte nicht scheitern. Nicht jetzt und auch nicht später.

Es gab zahlreiche Geschichten, die über Korwin Aberia zu berichten wussten und die Wüste sollte bestimmt nicht die Letzte sein.

››Wie bist du in der Sklavenkette gelandet‹‹, fragte Korwin, um sich vom quälenden Durst abzulenken.

››Ich habe den Befehlshaber der Stadtwache von Gonsk mehrfach mit dem Schädel gegen die Mauer geschlagen. Leider ist der Kerl daran gestorben.‹‹

››Was?‹‹, rutschte es aus Korwin heraus. ››Du warst das?‹‹

Die Geschichte war weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Tarek nickte.

››Du kannst dir bestimmt vorstellen, wie wenig man von meinem Handeln begeistert war.‹‹

››Du kannst dich glücklich schätzen, dass man dich nicht an Ort und Stelle getötet hat. Was hat dich zu dieser Tat veranlasst?‹‹

Tarek schwieg einen Moment, atmete hörbar durch und setzte zu einer Antwort an.

››Wir hatten ... Differenzen.‹‹

››Du hast ihn im Streit getötet? Einfach so?‹‹

Erneut ließ Tarek einen Augenblick verstreichen, bevor er antwortete.

››Der Kerl hat mich erpresst. Was sollte ich tun? Er hatte mich in der Hand und mein Geheimnis ...‹‹

Tarek verstummte.

››Dein Geheimnis?‹‹, forschte Korwin nach.

››Wir kennen uns noch nicht lange genug, damit ich dir jede Einzelheit meines Lebens erzähle. Was ist mit dir? Was hast du getan, dass man dich in die Salzwüste schickt?‹‹

Korwin lachte humorlos.

››Ich habe den Grafen von Westwind um sein gesamtes Hab und Gut gebracht.‹‹

››Wie hast du das denn geschafft?‹‹, wollte Tarek wissen.

››Durch Glücksspiel. Ich habe ihn betrunken gemacht, die Karten gezinkt und den Fettwanst ausgenommen. Das war ein Spaß. Leider kamen seine Leibwächter, bevor ich mit der Beute verschwinden konnte. Zwei habe ich aus dem Fenster geworfen, einem den Arm gebrochen, doch den Vierten habe ich im Getümmel übersehen. Der Bastard schlich sich in meinen Rücken und hat mich feige mit einem Knüppel niedergeschlagen. Als ich wieder zu mir kam, stand ich vor Gericht und die Verhandlung näherte sich ihrem Ende. Mir blieb nicht einmal genügend Zeit, um mich zu verteidigen.‹‹

Tarek schmunzelte. ››Wie es scheint, haben wir einiges gemeinsam und stehen auf der gleichen Seite.‹‹

Korwin verzog das Gesicht. ››Ich hasse das Adeligenpack. Die Hochgeborenen erhöhen die Steuern, erfinden ständig neue Abgaben und drängen das einfache Volk in die Armut. Ich wollte mir nur das zurückholen, was man mir im Laufe der Zeit gestohlen hat.‹‹

››In manchen Kreisen scheint man deine Meinung nicht zu teilen‹‹, erwiderte Tarek und deutete in die Ferne. ››Siehst du, die Oase. Ganz so, wie ich es dir versprochen habe.‹‹

Keine zweihundert Schritte von ihnen entfernt tat sich die lebensspendende Oase auf. Das satte Grün war selbst auf die Entfernung gut auszumachen. Korwin blinzelte misstrauisch. Sah er wirklich eine Ansammlung von Palmen und Sträuchern, die inmitten der Salzwüste aus dem kargen Boden wuchsen, oder spielten ihm seine Augen einen üblen Streich? In der Hitze der Kal`ari konnte man schnell einer Illusion erliegen. Bevor sich Korwin weitere Gedanken machen konnte, wurde er von Tarek weiter gezerrt.

››Lass uns endlich ins Wasser springen, trinken und der unerträglichen Hitze entkommen.‹‹

Mühsam folgte Korwin seinem Begleiter. Jeder Schritt fiel ihm unsäglich schwer und doch trieb ihn die Gier nach einem Schluck Wasser unablässig voran. Er spürte förmlich, wie ihm das erfrischende Nass die Kehle hinunter rann. Seit Beginn der quälenden Reise hatte man ihn nur mit warmer Brühe versorgt, die mehr nach Pisse als nach Wasser schmeckte. Korwin vergaß die brennenden Schmerzen, die jede Faser seines Körpers marterten. Seine Haut löste sich an vielen Stellen vom Körper und das Salz hatte sich in jede Pore gefressen. Korwin konnte es kaum erwarten, die elende Kruste vom Körper zu waschen.

Als man die Strecke hinter sich gebracht hatte, stolperte Korwin durchs Dickicht, stürzte auf die Knie und tauchte den Kopf ins erfrischende Nass. Es gab nichts, das sich mit diesem Gefühl beschreiben ließ. Er war gerettet.

Plötzlich packte ihn eine Hand an den Haaren und zog ihn unvermittelt in die Höhe.

››Du willst mir doch nicht ertrinken, oder?‹‹, hörte er Tarek sagen. Seine Stimme klang seltsam gedämpft und schien von weit her an seine Ohren zu dringen.

››Du darfst deinem Körper nicht zu viel abverlangen. Die Hitze hat an deinen Kräften gezehrt und dein Verstand spielt dir Streiche. Du kannst nicht ewig mit dem Kopf unter Wasser bleiben.‹‹

Korwin nickte schwach, während ihm das Wasser aus den Haaren über Schultern und Brust rann. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie sehr ihm die Wüste und der Marsch zugesetzt hatten. Er fühlte sich unsagbar müde und erschöpft.

2.

Als Korwin wieder zu sich kam, trafen ihn die Erinnerungen wie ein Hammerschlag. War er der unbarmherzigen Wüste wirklich entkommen oder lag er längst im Sterben und sah die Ewigkeit vor seinen Augen? Die Umgebung flirrte im Sonnenlicht und wirkte, wie der Ort eines Traums. Obwohl Korwin im Schatten lag, war es unerträglich heiß. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Sein restlicher Körper war ebenfalls mit einer klebrigen Masse überzogen. Mit trübem Blick sah er sich um.

Tarek saß ganz in seiner Nähe und grinste.

››Ich dachte, du wolltest gar nicht mehr aufwachen.‹‹

Korwin rieb sich die Augen. ››Wie lange habe ich geschlafen?‹‹

››Drei Tage‹‹, antwortete Tarek. ››Ich habe deine Wunden versorgt und das Salz von deinem Körper gewaschen, wenngleich ich einige Stellen aus Gründen der Selbstbestimmung ausgelassen habe. Die Säuberung deiner Intimitäten überlasse ich dir.‹‹

Korwins Blick schweifte umher. Er befand sich inmitten der Oase und war umgeben von Palmen, Gräsern und Sträuchern. Mühsam versuchte er sich in die Höhe zu stemmen.

››Du solltest dich ausruhen. Die Sonne hat dir übel mitgespielt und große Teile deiner Haut verbrannt. Ich habe deine Wunden versorgt und dich mit einem Brei aus Palmblättern und Wurzeln und eingerieben. Das Schlimmste hast du überstanden.‹‹

››Ich fühle mich wie neu geboren‹‹, bemerkte Korwin mit einem zynischen Unterton und ließ sich kraftlos zurücksinken. Er hatte die alte Stärke noch nicht wiedererlangt.

››Wir sollten noch einige Tage warten, bevor wir weiter reisen‹‹, schlug Tarek vor und wischte sich eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht.

Korwin schwieg und schloss die Augen. Seine Schmerzen waren auf ein erträgliches Maß gesunken, was er einzig und allein seinem Begleiter zu verdanken hatte. Tarek Doronzo hatte ihm zweifellos das Leben gerettet. Er stand in seiner Schuld, was in Korwin einen gewissen Unmut auslöste. Sicher würde der Kerl auf eine angemessene Entlohnung oder zumindest eine gleichwertige Wiedergutmachung bestehen.

››Was willst du von mir?‹‹, wollte Korwin wissen.

Tarek sah ihn fragend an und zuckte mit den Schultern. ››Du hast nichts zu bieten, was mir gefallen würde. Dein Gesicht gleicht dem eines Berglöwen und Titten hast du auch keine. Was sollte ich ausgerechnet von dir wollen?‹‹

Korwin musste lachen. Ihm gefiel der eigenwillige Humor des Sonderlings.

››Ich will mich so weit wie möglich von den südlichen Inseln entfernen. Vielleicht sollte ich nach Hochtor oder Tween reisen.‹‹

››Von beidem kann ich dir abraten. In Hochtor regieren Gewalt und Chaos. Seitdem man den Fürsten ermordet hat, ist die Stadt kaum unter Kontrolle zu bringen und Tween ist wohl der beschissenste Ort, den man sich in unseren Breitengraden aussuchen kann. Hätte ich die Wahl zwischen Tween und der Kal`ari, würde ich die Wüste vorziehen. Wenn du die Stadt unbedingt besuchen willst, rate ich dir, dich bis an die Zähen zu bewaffnen. Dort wimmelt es von Mördern und Giftmischern.  Jeder von ihnen würde dich für ein paar Groschen umbringen. Außerdem ist der Gestank kaum zu ertragen. Überall schwirren fette Fliegen umher und die Menschen leben im eigenen Dreck. Tween ist eindeutig nicht die beste Wahl, mein Freund.‹‹

››Welchen Ort würdest du vorschlagen?‹‹, erkundigte sich Tarek.

Korwin zuckte mit den Schultern. ››Vielleicht das dritte Baronat?‹‹

Tarek schien angenehm überrascht. ››Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Baron Cortess hat mit den südlichen Inseln nicht sonderlich fiel zu schaffen, was meine Auslieferung ausschließt.‹‹

››Wirst du dort auch wegen Mordes gesucht?‹‹, erkundigte sich Korwin in angriffslustigem Ton.

Tarek schnaufte. ››Auch wenn du es vielleicht nicht glauben magst, ich entstamme einem sehr alten Geschlecht, das auf den Inseln überaus angesehen ist.‹‹

››Und warum bist du von dort geflohen?‹‹, erkundigte sich Korwin. Es erschien ihm sonderbar, das ein Mann aus seiner Heimat floh, ohne einen ersichtlichen Grund dafür zu haben.

››Warst du jemals auf den Inseln?‹‹, wollte Tarek wissen.

››Nein‹‹, antwortete Korwin wahrheitsgemäß. Bis ans Ende der Welt hatte es ihn bisher noch nicht verschlagen. Außerdem konnte er sich eine Reise auf einem der Schiffe nicht leisten. Solche Überfahrten waren allein den Hochgeborenen und Händlern vorbehalten.

››Dort herrschen andere Gesetze. Wir leben nach Jahrtausende alten Geboten und manche davon sind längst überholt, doch die Mächtigen meiner Heimat wollen nicht davon ablassen. Sie bestehen auf deren Einhaltung und fürchten jede Neuerung. Darüber hinaus ist der alte Glaube stark in unserer Gesellschaft verwurzelt. Unsere Götter sind grausam und gieren fortwährend nach Blut.‹‹

››In unserer Welt ist es ähnlich. Auch wir haben streitbare Gesetze und Herrscher, die man getrost in einen Brunnen werfen könnte. Niemand würde ihnen auch nur eine Träne hinterher weinen.‹‹

Tarek sah Korwin ernst an.

 ››Du scheinst nicht zu verstehen. Die Inseln sind ein grausamer, barbarischer Ort, an dem Regeln gelten, die für dich nicht verständlich wären. Aus welchem Grund meidet der Rest der Welt unsere Gesellschaft?‹‹

››Weil ihr schlechte Verlierer und noch viel größere Heulsusen seid?‹‹, gab Korwin scherzhaft zurück. ››Um ehrlich zu sein, interessiert es mich nicht, vor wem oder vor was du davon läufst. Jeder von uns hat seine Geschichte und mit der müssen wir leben, ob es uns gefällt oder nicht.‹‹

Tarek nickte. ››Das sind deine ersten Worte, die mir von Grund auf gefallen.‹‹

3.

Korwin und Tarek blieben noch zwei Tage an der Oase, bevor man beschloss, weiterzuziehen. Obwohl beide nicht genau wussten, wohin sie ihr Weg führen würde, waren sie sich in einem sicher - die Wüste würde ihnen nicht mehr nach dem Leben trachten. Das letzte Stück durch die Kal`ari  war kaum der Rede wert.

Als man endlich die Grenze der unbarmherzigen Wüste erreichte und die ersten Häuser des angrenzenden Baronats erblicken konnte, zeichnete sich ein Lächeln in Korwins strengen Gesichtszügen ab.

››Dort sollten wir ein Gasthaus finden, dass edlen Herren wie uns, ein angemessenes Zimmer und eine warme Mahlzeit bieten kann.‹‹

Tarek lachte. ››Dann sollten wir den Wirt nicht länger warten lassen.‹‹

Ihr Gemütszustand schien sich zu verbessern, doch dann konnte Korwin eine weitere Feder entdecken, die unbemerkt von Tareks Körper abfiel. Er stoppte und sah seinen Begleiter mit starrem Blick an. ››Was bist du?‹‹

Tarek wirkte irritiert. ››Was meinst du?‹‹

Korwins Blick wurde ernster. ››Glaub nicht, dass du mich täuschen kannst, Tarek Doronzo. Du bist ein Gestaltwandler!‹‹

Tarek erstarrte. ››Woher …?‹‹

››Ich bin nicht blind! Du verlierst schwarze Federn und ich kenne dein Problem nur zu gut.‹‹

Tareks Verwunderung wuchs weiter an. ››Du bist schon anderen begegnet?‹‹

Korwin lachte humorlos. ››Ich habe die gleiche Gabe, mein Freund.‹‹

Erst jetzt fiel die Anspannung von seinem Begleiter ab.

››Und ich dachte, dass ich auf der Welt allein mit dieser Gabe gestraft wäre‹‹, gab Tarek offen zu.

››Es kommt auf den Standpunkt an, von dem man unsere Fähigkeit betrachtet. Die Gestalt der Krähe bietet vielfältige Möglichkeiten und das Gefühl grenzenloser Freiheit.‹‹

Tarek nickte. ››Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie ich in den Genuss dieses Talents gekommen bin.‹‹

››Damit bist du nicht allein‹‹, erwiderte Korwin mit ernstem Gesicht. ››Als ich meine Fähigkeit entdeckte, kam ich mir fremd und verflucht vor. Ich konnte nicht wissen, dass es sich nicht um einen Fluch, sondern vielmehr um ein Geschenk handelt, das ich hüten und vor aller Augen verbergen muss.‹‹

››In meinem Leben habe ich schon bessere Geschenke erhalten‹‹, erwiderte Tarek. ››Ich saß am Fenster meines Zimmers und betrachtete die umherfliegenden Vögel, als ich dieses sonderbare Kribbeln verspürte. Meine Haut zog sich zusammen und mein Blick verengte sich. Ich wollte in Panik verfallen, doch dann spürte ich, dass die Veränderung ein Teil meines Wesens war. Ich ließ es zu und bemerkte, wie sich die Federn durch meine Haut bohrten. Mein Körper schrumpfte und mein Gesicht nahm die Form eines Krähenkopfs an. Zuerst dachte ich an einen bösen Zauber, doch dann spürte ich, dass mir die Kontrolle über den befremdlichen Körper sicher war. Ich breitete die Flügel aus, flog von der Fensterbank und zog einige Bahnen über die nahegelegenen Wälder. Alles fühlte sich ungemein gut an, obwohl ich nicht sagen konnte, was eben mit mir geschehen war.‹‹

Korwin wusste, dass dies nicht das Ende von Tareks Geschichte war.

››Ich verwandelte mich, wann immer ich mich unbeobachtet fühlte. Der Reiz der Freiheit war ungemein groß und meine Gier nach dem Grenzenlosen wurde mit jeder Verwandlung größer. Irgendwann kehrte ich zu meinem Zimmer zurück, doch die Rückverwandlung gestaltete sich schwieriger, als ich es angenommen hatte. Bisher hatte ich nie Probleme, um in meine menschliche Gestalt zurückzukehren. Diesmal krümmte ich mich jedoch am Fußboden und kämpfte mit aller verblieben Kraft gegen die Krämpfe an, die meinen Körper durchzuckten. Beinahe wäre es mir gelungen, die Prozedur zu vollziehen und die Verwandlung abzuschließen, da öffnete sich die Tür und der Berater meines Vaters stürmte in mein Gemach. Ich war nie sonderlich von seiner Person angetan. Ogur Devon sah mich ungläubig an und wahrte einige Schritte Abstand. Nach einer Weile formte sein Gesicht ein überhebliches, widerliches Grinsen.‹‹

Korwin sah seinen neu gewonnenen Freund fragend an.

››Ogur wusste, dass er mich dank meiner Deformation, bei meinem Vater in Misskredit bringen konnte. In meiner Heimat zählen Ereignisse, wie die Gestaltwandlung, zur Hexerei und werden in den meisten Fällen auf abartige Weise bestraft. Da ich nicht den Rest meines Lebens in einem der Folterkeller verbringen und der Willkür von Ogur ausgeliefert sein wollte, bin ich meinen Wächtern eines Nachts entkommen und über das Meer in deine Heimat geflohen. Den Rest meiner Geschichte kennst du bereits.‹‹

Korwin setzte ein betroffenes Gesicht auf. Er wusste aus eigener Erfahrung, dass die Verwandlung ein gut gehütetes Geheimnis bleiben musste.

››Wie lange weißt du schon von deiner Fähigkeit?‹‹

››Seit fünf Mondwenden‹‹, antwortete Tarek.

››Dann musst du lernen, die Gestalt zu beherrschen und die Krähe deinem Willen unterzuordnen. Die Gestaltwandlung mag auf den ersten Blick verlockend wirken, doch birgt sie auch enorme Gefahren. Solltest du dein Wesen nur einen Atemzug aus den Augen verlieren, werden dich die Triebe des Vogels übermannen.‹‹

››Und was geschieht dann?‹‹, wollte Tarek verunsichert wissen.

Korwin senkte betroffen den Kopf.

››Dann bist du für ewig im Körper der Krähe gefangen oder du endest als entstellte, verabscheuungswürdige Kreatur.‹‹

Tarek schluckte und riss die Augen auf. Sprach sein Begleiter die Wahrheit? In Anbetracht der eigenen Erfahrungen konnte sich Tarek die Frage selbst beantworten.

››Wie kann ich den Vogel beherrschen?‹‹

Korwin sah den Südländer ernst an.

››Ich kenne meine Gabe seit vielen Jahren. Bis heute fällt es mir schwer, die menschliche Gestalt nicht zu vergessen. Manchmal ist der Drang der Freiheit größer und das Tier herrscht über all meine Sinne. Aus diesem Grund versuche ich die Verwandlungen nur in seltenen Fällen anzuwenden, auch wenn sich die Krähe oft in meine Gedanken einnistet. Wenn man die Verwandlung vollzogen hat, lässt einen der Gedanke nie wieder los. Es wird zur Sucht und manche verlieren den Kampf.‹‹

››Was meinst du damit?‹‹, erkundigte sich Tarek.

Korwin ließ einen endlos scheinenden Moment verstreichen, bevor er zu einer Antwort ansetzte.

››Wir sind nicht die Einzigen, die über jene Gabe verfügen. Vor Jahren begegnete ich Jako. Er war in deinem Alter, von Abenteuerlust getrieben und nichts schien ihm etwas anhaben zu können. Eines Tages musste ich mit ansehen, wie die Gabe ihren Preis forderte. Beim Versuch, in die menschliche Gestalt zurückzukehren, verlor er die Kontrolle.‹‹

Tarek sah seinen Begleiter neugierig an.

››Jako kam in jener Nacht von einem seiner Ausflüge zurück. Er genoss die Freiheit und liebte es, als Vogel über den Menschen zu kreisen und ihren Gesprächen zu lauschen, ohne dass man ihm Aufmerksamkeit schenkte. Auf diese Weise gelangten wir an Informationen, die wir für unsere Beutezüge benötigten.‹‹

››Du warst ein Räuber?‹‹

Korwin nickte und lächelte schief. ››Ich war vieles in meinem Leben.‹‹

››Dabei siehst du gar nicht nach einem Räuber aus‹‹, stellte Tarek fest.

››Als Jako die Krähe abstreifen wollte, wehrte sich sein Innerstes gegen die bevorstehende Metamorphose. Ich sah, wie er menschliche Züge annahm, doch sein Geist kämpfte gegen den Versuch der Verwandlung an. Während sich seine Knochen verformten und sein Körper anwuchs, geschah das Unfassbare – Jakos Kraft reichte nicht aus. Obwohl er die Verwandlung schon tausendmal vollzogen hatte, war die Krähe stärker und von meinem Freund blieb nichts, außer einer grotesken Gestalt – halb Krähe, halb Mensch. Ich konnte den Anblick nicht ertragen, geschweige denn, etwas für ihn tun und musste meinen Freund schweren Herzens zurücklassen. Später erfuhr ich, dass die Dorfbewohner sein Erscheinen als Zeichen des Teufels deuteten und ihn abseits der Häuser verbrannten. Seit diesem Tag meide ich den Ort, an dem mein Freund ein Ende fand.‹‹

››Droht uns ein ähnliches Schicksal?‹‹, erkundigte sich der Südländer.

Korwin zuckte mit den Schultern. ››Ich suche schon seit Jahren nach Antworten, doch niemand scheint mit unserem Wesen vertraut. Weder die Hexe von Torgau, noch die blinden Magister konnten mir eine Antwort liefern.‹‹

Tarek schien nicht überrascht. ››Man kann bei unserer Gabe auch nicht von einer alltäglichen Krankheit sprechen. Vielleicht benötigen wir jemand Speziellen, um eine Antwort zu erhalten.‹‹

››Und wer kommt dir dabei in den Sinn?‹‹

››Wenn ich das wüsste, wäre ich nicht in der Sklavenkette gelandet.‹‹

Nach der Unterhaltung setzte man den Weg fort, ohne ein weiteres Wort zu wechseln. Als man die ersten Häuser erreichte, wies Korwin seinen Begleiter an, sich unauffällig zu verhalten, was für einen Südländer mit Abstand nicht leicht war. Dank Tareks dunkler Hautfarbe waren ihm die Blicke der Einheimischen gewiss.

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