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Die Nachricht vom Nanotier

Eil’ herbei, lieb’ Wahrheit, nun!

Die Herrschaft öffnet ihren Schank

und zapft den argen Lügentrank.

Weh! Des Volkes grober Magen

schluckt ihn ohne Unbehagen.

Hat der sich erstmal angewärmt,

such’ keinen, der für Wahrheit schwärmt.

Denn das Volk labt sich am Zwange,

trägt den Maulkorb auf der Wange.

Die Wahrheit, die kommt doch an’s Licht,

an Stellen, wo es nicht so dicht.

Denn der Lügner Hirn-Synapsen

haben ziemlich kurze Strapsen.

Die Lügenlast wiegt schwer am Ast.

Oh horch’, es knistert schon im Knast,

die Spannung bricht, ein lauter Knack –

es fällt das ganze Lügenpack!

Seht! Da liegt der arme Haufen.

Und es gibt noch kein Verschnaufen!

Die Wut entbrennt, die Pein wird arg,

denn nun naht der Abrechnungstag.

Oh weh! Der Spott ist riesengroß –

ihr wähltet euer eigen Los!

Denn Lüge kann nicht Wahrheit sein.

Manch einer sitzt nun lange ein.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachricht vom Nanotier

Erster Teil

Das Nanotier

Corina stellt sich vor

Die Geschichte

Arg Ding braucht Eile

Die Mediensau

Klein sein

Mal angenommen

Überirdisch’ Land

Die Engelsfrau

Erste Losung

Zweite Losung

Dritte Losung

Vierte Losung

Fünfte Losung

Sechste Losung

Siebte Losung

Der Sénateur

Der Bänkerich

De’ Feie’melde’

Die Smarte Ex

Der Impfemann

Der Klaustrophob

Die Aufwachzeit

Aus dem Lot

Der arge Trick

Einsicht Fehlanzeige

Neue Opfer

Parasitenland

Nach der Wahl

Vor dem Kadi

Zweiter Teil

Vielfältig’ Zünft’

Nachweis Fehlanzeige

Testchens End’

Der Panikchor

Inwendig’ Heer

Impfling – Erster Akt

Impfling – Nächster Akt

Impfling – Vor-letzer Akt

Impfling – Letzer Akt

Mach’ dich schlau!

Hochverrat

Drachenwahn

Erster Gesang

Zweiter Gesang

Dritter Gesang

Vierter Gesang

Fünfter Gesang

Epilog

Die Entstehungsgeschichte

Die Hintergründe

Die Nachricht vom Nanotier

in siebenunddreißig Gesängen

Erster Teil

Das Nanotier

Corina stellt sich vor

Wenn die lauen Nächte flieh’n,

Blätter taumeln, Stürme zieh’n,

wenn es or’ntlich kratzt im Hals,

Kräuter heilen, auch das Salz,

dann ist es wie jedes Jahr,

wenn nicht noch was and’res war.

Nun hört her, leiht euer Ohr,

gebt Applaus, sie trete vor!

»Hei!«, so sprach das Nanotier,

»ich bin die Corina hier.

Und meine Groß-Verwandte,

das ist die Influ-Tante.

Klasse, wenn man Zeit sich nimmt

und dann meine Art bestimmt.

Denn in der Statistik groß

zieh’ ich oft das kurze Los.

Für den schlimmeren Verlauf

kommt die blöd’ Verwandtschaft auf.

Ja, bei uns, da ist es Brauch –

haben da so’n Trieb im Bauch.

Unser Clan mutiert sehr gern,

Varianten steh’n nicht fern.

Das ist unser bester Trick.

Das hat alles seinen Schick.

Das ist unser gutes Recht –

keiner will doch leben schlecht.

Und mal ehrlich, hört doch her!

’s stärkt auch eure Abwehr sehr.

Ja, manch’ Kranker ist schlecht dran,

dafür macht man uns nun an.

Hört nun die Geschichte hier,

ei, es ist mir ein Plaisier.«

 

Die Geschichte

»Einst im Land der Mandarin

sitz’ ich auf dem Pangolin.

Doch diese spröde Schuppe

wurd’ mir allmählich schnuppe.

So floh ich vom Schuppentier,

dass ich nun den Menschen zier’.

Dann fliegt auf, ihr wisst es schon,

meine neue Mutation.

Nun schreibt mich der Laborant

einfach an die große Wand.

Als die Welt sieht, was da stand,

kam die Angst in’s Teuton’land.

Denn sie dachten sich dabei,

dass ich hochgefährlich sei!

Ob das stimmte, war nicht klar –

stand ja nur mein Name da.

Das zu klären, eins, zwei, drei,

bräucht’ ’ne ganze Forschungsreih’.

Also war es gar nicht raus,

ob die Sache artet aus.

Doch des Volkes höchst’ Begehr

war ein Schnell-Test, ohn’ Gewähr …

Weh! Es fehlt an Weisheit sehr,

keiner hat den Durchblick mehr!

Corinas war’n schon immer,

doch gar nicht so viel schlimmer.

Eh’r doch milder, glaubt es mir,

denn ich bin ein kluges Tier.

Das Milieu entscheidet mit,

ob ihr krank seid oder fit.«

Hört, wie läuft’s im Lande hier,

das ist keine gut’ Manier.

 

Arg Ding braucht Eile

Und die Nachricht aus der Fern’

läuft nun ein bei einem Herrn.

Dieser schaffte – echt gescheit –

im Haus der Barmherzigkeit.

So kam Krischi in das Spiel;

der versprach sich davon viel.

Mixte was, mit schneller Hand,

und das ging dann raus in’s Land.

’s Testchen war nicht tadellos,

ungenau: Was test’ es bloß!

Manchmal war es positiv,

wenn Corina auswärts schlief.

»Mit tollen Reagenzien,

da mach’ ich mir Sperenzien.

Und tote Nanoteile,

die pack’ ich in die Zeile.

Viel’ Zyklen werd’ ich machen,

so fünfundvierzig Sachen.

Das wird viel’ Treffer geben,

das werdet ihr erleben.

Die Fälle allenthalben

kleb’ ich mir in die Alben.

Ja, das ist das Resultat,

das der Impf’mann gerne hat.

Das Testchen schön vertreiben –

werd’ mir die Hände reiben.

Die Tests dann noch ausweiten,

das muss ich gleich einleiten.

Das geht dann durch die Decke,

und ich tanz’ wie ein Jecke.

Und schon ist mir geworden

der Teuton’-Treu-Dienstorden.

Und die Pandemie der Welt

plane ich als großer Held.

Ja, das nimmt mir jeder ab,

weil ich voll die Ahnung hab’.

Heh! Da kommt erst keiner drauf,

denn noch weit’re passen auf.

Und die Zahlen im Bericht

zeigen den Zusamm’hang nicht.«

PCR-Test – oh, wie dumm –

ist kein Diagnostikum:

Infizierte zeigt er nicht.

Klarer Fall für’s Strafgericht!

Ihr missbraucht Corina sehr.

Weh! Das ist ein arg’ Malheur!

Schiebt die Toten, ohne Ruh’,

gar der Kleinen in die Schuh’.

Trägt denn sie allein die Schuld?

Braucht es hier nicht doch Geduld?

Ist denn sie allein der Grund,

oder kommt noch ein Befund?

Und die Toten zählen erst,

wenn du das genau erklärst!

So ist das ’ne miese Art.

Lern’ mal fleißig deinen Part!

Kaum verstorben, ging es rasch;

wer kann forschen in der Asch’?

Das zu ordnen wär’ doch fein –

lasst doch mal ’nen Fachmann rein!

Jemand’, der hier redlich schafft.

Heh! Das nennt man Wissenschaft.

Was passiert nun weiter hier?

Weh! Das geht mir an die Nier’!

 

Die Mediensau

Und das Volk, das schrie jetzt: »Au!«

Nun läuft los die Mediensau.

Keiner fängt sie wieder ein,

jeder will jetzt Retter sein.

Weh! Nun riefen alle aus:

»Testen! Testen!«, mit Applaus,

»Es ist ernst! Im ganzen Land

droht jetzt Ausnahmezustand!

Bloß nicht zögern: Her damit!«

Nichts als Hypothesenkitt,

gänzlich ohn’ Alternativ’,

positiv blieb »positiv«.

Jetzt sind Zahlen im System,

ohne Sinn, ein echt’ Problem.

Ei! Es ist die reinste Qual –

überhaupt nichts war kausal.

Oh! Die üble Testerei

viele Herzen bricht entzwei.

Und die gute Engelsfrau

zieht nicht mit am Medientau.

Es zögerte die Weise

und blieb erst einmal leise.

Doch dann dreht’ auch sie sich um;

’s quakten die Minister rum.

Nun mocht’ sie nicht mehr warten –

schien schlau, was alle taten:

»Grenzen zu, das ganze Land

fahren wir jetzt an die Wand!«

Und so hub der Wahnsinn an,

keiner hatt’ mehr einen Plan.

Doch zurück zum Nanotier,

was nun kommt, erfahrt ihr hier.

 

Klein sein

»Liebe Leut’, seid mir nicht bös’,

ich komm’ leicht durch jede Ös’.

Bin ja auch so klitzeklein,

pass’ daher in alles rein.

Erst recht nicht hilft ein Lätzchen –

mach’ weiter meine Mätzchen!

Fleißig spring’ ich munter hier,

während weiter ich mutier’,

immer weiter – lach’ mich tot,

wegen mir so unnütz’ Not!

So viel Geld veranschlagt ihr

für ein wegmutiertes Vir’.

Ja, ich bin ein clever’ Tier,

schlauer als so mancher hier.

Dafür ist das Leidensbild

im Vergleiche doch eh’r mild.

Ich versteh’ den Trubel nicht.

Warum seid ihr so erpicht?

V’lleicht ist’s einigen bequem –

mir wär’ das so nicht genehm!

Heh! Was da wohl vor sich geht?

Nun die Welt zu Kopfe steht.

Das hat eine Dimension –

ich hoff’ auf die Mutation!

Nein, das Lätzchen ist nicht fein,

CO2 zieht wieder rein.

Kommt so peu à peu in’s Blut,

tut auf Dauer gar nicht gut!

Schwächt gar die Immunität,

hoffe, dass ihr das versteht.

Und ich tanz’ wie die Mücken

hindurch, durch Bogenbrücken.«

 

Mal angenommen

Erstens sterbt ihr nicht an mir;

so braucht’s auch kein’ Impfstoff hier.

Zweitens hätt’ es keinen Zweck,

denn im Sommer bin ich weg.

Drittens – schlüg’ es gar nicht an:

Der Mutant kommt immer ran!

Viertens – nähm’t ihr teuer Geld,

wer wird’s tilgen, toller Held?

Fünftens: Mal angenommen,

es wäre euch willkommen,

und es würde wirken fein,

gegen mich, Corina klein.

Oh, so helft mir – ist doch so:

Freiraum wäre irgendwo!

Ach, wie schön, ’s wär’ unser Heim –

dort haust noch manch and’rer Keim!

Miese Typen, übler Sort’

bleiben nie an ihrem Ort:

Kokke, Pilz und Parasit

und dazu Bakterienschiet,

und mein Freund, der Coli-Typ,

kloppt sich mit dem Pilz-Polyp’,

und meine blöd’ Verwandte

verdrängt die Neu-Mu-Tante.

So bringt der ganze Haufen

das Fass zum Überlaufen.

Ist dann noch die Abwehr schwach

durch ein schlimmes Weh und Ach,

sterbt ihr weiter am System,

ohne mich – wie angenehm.

Wieder steht ihr Hand in Hand

mit den Toten an der Wand.«

 

Überirdisch’ Land

Weh! Nun geht es unverwandt

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