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Die Liebe ist das größte Wunder

1. KAPITEL

Was sie brauchte, war ein Wunder. Und zwar schnell.

Elizabeth Stanton saß in Houston am Schreibtisch ihres Arbeitszimmers. Das Herrenhaus aus grauem Stein stand zwischen riesigen Eichen und Kiefern in dem exklusiven Stadtteil River Oaks. Wer hier wohnte, gehörte zum alteingesessenen Geldadel der Stadt.

Ihr Vater, ihr Großvater und alle Männer früherer Generationen der Familie Stanton bis zurück in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts hatten an diesem Mahagonischreibtisch gearbeitet.

Bei einer Körpergröße von etwas über einem Meter sechzig und einer zierlichen Figur wirkte Elizabeth hinter dem massiven Möbelstück winzig. In dem abgewetzten Ledersessel, der davorstand, versank sie geradezu.

Wahrscheinlich wäre ihr das ganz passend vorgekommen, wenn sie darüber nachgedacht hätte. Im Augenblick fühlte sie sich tatsächlich klein und hilflos und wusste nicht, wohin sie sich wenden sollte.

Elizabeth hielt den Bericht in der Hand, den ihr der Bankier vor weniger als einer Stunde übergeben hatte. Sie musterte die Zahlen, als ob sie sich auf wundersame Weise verwandeln würden, wenn sie nur lange genug daraufstarrte.

Nach einer Weile seufzte sie, senkte ihren Kopf und stützte die Stirn in die Hände. Sie musste sich den Tatsachen stellen: Sie war pleite. Oder so gut wie pleite. Was in Gottes Namen sollte sie nur tun?

Ratlos stand sie auf und blickte durch die hohen Terrassentüren nach draußen. Zu dieser Jahreszeit gab es allerdings nicht viel zu sehen. Ein stürmischer Wind zerrte an den Bäumen und wirbelte Blätter und Kiefernnadeln über den Rasen. Das Gras war durch die Kälte strohig geworden. Die Beete, die in verspielten Schmetterlings- und Arabeskenformen angelegt waren, versanken im Winterschlaf. Fast alle Pflanzen zeigten bereits kahle Zweige, und auch die Oleanderhecke um das Anwesen hatte ihr saftiges Sommergrün eingebüßt.

Für die kommende Nacht wurde starker Frost erwartet, und Dooley Baines, Elizabeths Gärtner und Hausmeister, kämpfte gerade gegen den Wind an, um die empfindlichen Pflanzen abzudecken.

Dooley und seine Frau Gladys, Köchin und Haushälterin in einem, arbeiteten schon so lange Elizabeth denken konnte in dem Haus in Houston. Sie hatten ihr gesamtes Eheleben in dem geräumigen Apartment über der Garage verbracht. Dort hatten sie ihre beiden Kinder großgezogen und mit der Hilfe von Elizabeths Vater zum College geschickt. Die beiden konnten mit Fug und Recht erwarten, hier weiter ihrer Arbeit nachzugehen, solange es ihnen möglich war.

Elizabeth beobachtete Dooley, wie er sich um seinen geliebten Garten kümmerte. Sein Rücken war gebeugt von der jahrelangen Arbeit in gebückter Körperhaltung. Glücklicherweise hatte er keine Ahnung, dass seine Arbeitgeberin und mit ihr seine gesicherte Existenz kurz vor dem Ruin standen.

Elizabeths Besitz in Houston umfasste, ebenso wie der ihrer meisten Nachbarn, mehrere Morgen Land. Über den oberen Rand der Hecke hinweg konnte sie das Schieferdach der Whittingtons durch die kahlen Zweige hindurch erkennen.

Mimi Whittington war ihre engste Vertraute. Sie gehörte zu der Handvoll Freunden, von denen Elizabeth wusste, dass sie ihr sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten beistehen würden.

Und im Augenblick waren die Zeiten ohne Zweifel schlecht.

Es schien fast, als hätte Elizabeth sie mit der Kraft ihrer Gedanken herbeigezaubert, denn genau in diesem Augenblick trat Mimi durch die Lücke in der Hecke zwischen den beiden Häusern und kam auf die Terrasse zu.

Elizabeth musste lächeln, als sie die Freundin beobachtete. Mimi trippelte mit Pfennigabsätzen den Pfad entlang, während sie den knöchellangen Zobelmantel eng um die Schultern zog. Typisch Mimi, sich für einen Nachmittagsbesuch in Pelz zu werfen!

Mimi rief Dooley etwas zu und hob grüßend die Hand. Dann schaute sie zum Haus herüber, sah Elizabeth an der Tür ihres Arbeitszimmers stehen, lächelte und winkte auch ihr zu.

Elizabeth öffnete die Tür, als Mimi die Terrasse erreichte. Ihre Freundin stürmte ins Arbeitszimmer und brachte einen eisigen Luftzug und eine Wolke Chanelduft mit.

„Oh Mann, oh Mann, oh Mann! Da draußen wird’s aber kalt“, rief sie in der gedehnten texanischen Sprechweise und schauderte demonstrativ. „Ich hab mir doch glatt den Hintern abgefroren, nur weil ich schnell hier rübergerannt bin. Ich schwör bei Gott, uns trennen nur noch zehn Meter vom Nordpol.“

Sie schlüpfte aus ihrem Zobelmantel und warf ihn so nachlässig über einen der Sessel vor dem Kamin, als sei der Pelz nur ein alter Lumpen. Dann fuhr sie sich mit beiden Händen durch ihr kurz geschnittenes platinblondes Haar, dass die goldenen Armreife nur so klirrten. „Hiermit erkläre ich feierlich, dass der Wind meine Frisur völlig zerstört hat. Und dabei bin ich heute Morgen nach der Tanzstunde zu Mr. André gegangen. Wenn der arme Mann mich jetzt sehen könnte, würde er einen Wutanfall bekommen.“

Elizabeth unterdrückte ein Lächeln. Fast hätte sie gefragt, woran der Stylist hätte merken sollen, dass Mimis Haarpracht durcheinandergeraten war. Momentan trug die Freundin eine kunstvoll verstrubbelte Frisur, die in alle Richtungen abstand. Man wusste nie, welchen Stil und welche Haarfarbe Mimi nächste Woche vorführen würde.

Fröstelnd hielt Mimi die Hände über die fröhlich züngelnden Flammen im Kamin. Ihre künstlichen Fingernägel waren lang und scharlachrot, und jeden Finger, sogar die Daumen, schmückten Ringe. Bei der geringsten Kopfbewegung schaukelten und glitzerten die langen Diamantohrringe, die beinahe ihre Schultern berührten.

„Mmh, das fühlt sich göttlich an“, schnurrte Mimi und drehte sich, um ihren Rücken zu wärmen. Sie rieb sich mit beiden Händen über den Po und sah Elizabeth an. „Also? Wie ist das Treffen mit Walter und John gelaufen? Bitte, bitte, bitte sag mir, dass John einen Weg gefunden hat, dein Geld wieder zurückzubekommen und diese betrügerische falsche Schlange Edward ins Gefängnis zu schicken, wo sie hingehört.“

Dass sie ihretwegen so zornig war, zauberte ein schwaches Lächeln auf Elizabeths Lippen. Obwohl Mimi zehn Jahre älter war als sie, waren die beiden Freundinnen, seit sie sich das erste Mal getroffen hatten – und das war inzwischen dreiundzwanzig Jahre her.

Ihre Freundschaft verwirrte die meisten Leute in ihrem Bekanntenkreis. Mimi und Elizabeth waren so verschieden, wie zwei Frauen nur sein konnten.

Elizabeth wirkte ruhig und hatte ein eher zurückhaltendes Wesen.

Frech, grell, auffallend, unberechenbar – das waren dagegen nur einige der Worte, mit denen man Mimi beschreiben konnte. Sie selbst gab bereitwillig zu, dass all dies und noch mehr auf sie zutraf. Die ungewöhnliche Frau besaß ein Herz aus Gold und einen etwas derben Sinn für Humor – außerdem die finanziellen Mittel, das zu tun, was ihr gefiel. Sie scherte sich nicht um Konventionen, und wem das nicht passte, der hatte Pech gehabt.

Als Horace sie kennengelernt hatte, war sie bei Tanzturnieren aufgetreten und hatte hin und wieder als Showgirl in Las Vegas gearbeitet.

„Mein einziges Kapital waren ein hübsches Gesicht und ein großartiger Körper“, hatte sie ihrer Freundin gegenüber rundheraus zugegeben, ohne sich dafür zu schämen. „Also habe ich beides dort eingesetzt, wo ich gutes Geld verdienen konnte, ohne mir untreu zu werden oder meiner lieben verstorbenen Mama Schande zu bereiten. Tanzwettbewerbe und eine Bühne in Las Vegas waren allemal besser, als in einem heruntergekommenen Striplokal zu tanzen oder Hamburger zu braten.“

Als der52-jährige Horace Whittingtondie neunzehn Jahre alte Mimi heiratete, tuschelte man in der Houstoner Gesellschaft, sie wäre nur hinter seinem Geld her. Das überraschte niemanden.

Kaum jemand hatte damals bemerkt, dass Mimi ihren Horace – den sie zärtlich „Big Daddy“ nannte – von ganzem Herzen liebte. Warum auch nicht? Horace Whittington war ein durch und durch netter Mann gewesen: freundlich, ehrlich, loyal und großzügig den Menschen gegenüber, die er liebte.

In der Houstoner Gesellschaft gab es viele Leute, die Mimi gern die kalte Schulter gezeigt hätten, aber niemand wagte es. Die Familie der Whittingtons war zu einflussreich.

Nachdem Horace vor weniger als einem Jahr plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben war, war Mimi monatelang in tiefer Trauer versunken. Aber nach einer Weile hatte Mimi sich aufgerappelt. Sie hatte sich wieder ins Leben gestürzt – mit dem Elan, der für sie so typisch war.

„Big Daddy hätte nicht gewollt, dass ich bis in alle Ewigkeit um ihn trauere“, hatte sie in ihrem gedehnten Dialekt erklärt. „Weißt du, wenn mein Mann vom Himmel zu mir runterschauen würde und er würde sehen, wie ich da weine und wehklage – ich glaub, er würde sich vom heiligen Petrus selbst einen Passierschein ausstellen lassen. Und dann würde er auf die Erde zurückkommen und mir höchstpersönlich einen kräftigen Tritt in meinen süßen Hintern verpassen.“

Und das hätte er wohl wirklich getan, überlegte Elizabeth. Wenn es etwas gab, das Horace sich mehr gewünscht hatte als alles andere auf der Welt, dann das: seine Mimi glücklich zu sehen. Über Elizabeths Ehe konnte man nichts dergleichen sagen.

Abgesehen von Elizabeths Anwalt John Fossbinder und ihrem Bankier Walter Monroe, der ihr während des letzten Jahres auch als Finanzberater zur Seite gestanden hatte, kannte nur Mimi die ganze Wahrheit über die Untreue von Elizabeths Exmann. Die meisten Leute in ihrem gesellschaftlichen Umfeld vermuteten, dass Edward am Ende anderen Frauen mehr als nur schöne Augen gemacht hatte – bis Elizabeth ihn rausgeschmissen und dann in aller Stille die Scheidung eingereicht hatte.

Grundsätzlich stimmte diese Geschichte auch. Aber das gesamte Ausmaß von Edwards Betrug war noch nicht ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Elizabeth wusste allerdings, dass es nur noch eine Frage der Zeit war. Ein Skandal der Größenordnung, wie ihn ihr Exmann verursacht hatte, ließ sich nicht ewig unter den Teppich kehren. Außerdem konnte sie nicht noch mehr Familienerbstücke und Schmuck verkaufen, um weiter ihre Ausgaben zu decken, und gleichzeitig den Anschein wahren, das stantonsche Vermögen wäre noch vorhanden.

Elizabeth warf ihrer Freundin einen hilflosen Blick zu und schüttelte den Kopf. Mimi wusste, dass Elizabeth gerade von einem Treffen mit ihrem Bankier und ihrem Anwalt zurückgekehrt war. Stundenlang hatten sie zu dritt Elizabeths Lage erörtert und überlegt, wie man das Vermögen der Stantons retten könnte. Wenn das überhaupt noch möglich war.

„Ich wünschte, ich könnte behaupten, dass es besser für mich aussieht. Aber leider kann ich das nicht. Anscheinend habe ich keinerlei rechtliche Ansprüche. John sagt, dass Edwards Vorgehen zwar verwerflich war und sich an der Grenze zur Kriminalität bewegt, aber mein lieber Gatte war clever. Es gibt keine Möglichkeit, das Geld zurückzubekommen.“

„Verwerflich – dass ich nicht lache!“, schimpfte Mimi. „Der Dreckskerl hat dich und deine Tante bis aufs Hemd ausgeraubt. Und dann ist er auch noch mit dieser kleinen Schlampe abgehauen. Wie Edward diese Frau auch nur ansehen konnte, ist mir ein Rätsel“, wütete Mimi. „Natalie Brussard hat vielleicht Geld und sieht gut aus, aber sie ist ein widerliches Biest.“

„Stimmt“, bestätigte Elizabeth.

Seit ihrer Kindheit war Natalie von einem geradezu krankhaften Neid auf Elizabeth getrieben worden. Die hatte den Grund dafür nie verstanden. Natalies Familie war reich und angesehen, und die Tochter hatte eine ebenso privilegierte Jugend genossen wie Elizabeth. Sie hatte dieselben Privatschulen besucht und war Mitglied in denselben Clubs.

Im letzten Schuljahr auf der Highschool hatte man Elizabeth zur Schönsten des Jahrgangs gewählt. Elizabeth bedeutete der Titel nichts. Aber im Rückblick war ihr klar, dass sich Natalies Neid wohl zu diesem Zeitpunkt in Hass verwandelt hatte. Seitdem hatte Natalie es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Elizabeth den Freund auszuspannen. Bei Edward hatte sie endlich Erfolg gehabt.

Der Schmerz über Edwards Verrat und Betrug hatte Elizabeth zunächst gelähmt. Aber das war noch gar nichts im Vergleich zu ihrem Schock, als sie die Scheidung einreichte und das volle Ausmaß seiner Niedertracht entdeckte. Mit Ausnahme der Familienfarm und des Hauses in Houston hatte ihr Ehemann fast alle Konten und Kapitalanlagen der Stantons geplündert. Das Geld hatte er auf ein geheimes Schweizer Konto transferiert.

Elizabeth murmelte: „Das Schlimmste wird sein, Tante Talitha alles zu erklären.“

„Du hast es ihr noch nicht gesagt?“

Bei Mimis scharfem Tonfall zuckte Elizabeth zusammen und schüttelte den Kopf. „Sie ist achtzig Jahre alt. Dieses Haus und Mimosa Landing sind ihr ganzes Leben lang ihr Zuhause gewesen, genauso wie meins. Ich hab Angst, dass sie einen Herzanfall bekommt, wenn ich ihr sage, wie schlimm die Dinge wirklich stehen.“

Lastende Stille trat ein, während beide Frauen über die Situation nachgrübelten. Die einzigen Geräusche waren das Knacken und Knistern des Feuers, das Pfeifen des Windes in den Dachrinnen des großen Hauses und die gedämpften Schläge von Dooleys Hammer.

„Süße, ich hasse es, dich so in Sorge zu sehen“, sagte Mimi nach einer Weile. „Warum erlaubst du mir nicht, dir das Geld zu leihen, das du brauchst, um über das Gröbste hinwegzukommen? Du weißt doch, ich hab mehr als genug.“

Elizabeth setzte sich Mimi gegenüber auf den Hocker und ergriff die Hände der Freundin. In ihrem Blick lagen Wärme und Achtung. „Mimi, wir haben darüber doch schon geredet. Du bist ein Schatz, mir so ein Angebot zu machen, aber ich kann das nicht annehmen. Zum einen ist es nie eine gute Idee, sich von guten Freunden Geld zu leihen oder zu borgen. Das ist eine Lektion, die ich von meinem Papa gelernt habe. Und außerdem würde es nichts helfen. Ich habe uns von einem Monat zum anderen über die Runden gebracht, indem ich Wertsachen – vor allem Schmuck – verkauft habe. Erst letzten Monat habe ich die Diamantenkette meiner Urgroßmutter Ida veräußert.“

„Oh nein – Süße, das hast du nicht wirklich getan! Doch nicht die Stanton-Diamanten!“

Elizabeth nickte. „Ich musste. Das Geld reicht noch nicht einmal mehr, um die Löhne und die Ausgaben eines einzigen Monats zu bestreiten.“

„Ach du meine Güte. Also … was hast du vor?“

Elizabeth seufzte. „Ich denke, ich werde dieses Haus verkaufen. Ich sollte wenigstens ein paar Millionen dafür bekommen. Ich weiß aber nicht, wie lange das reicht.“

„Dieses Haus verkaufen? Das kannst du nicht machen! Ich weiß doch gar nicht, wie ich es ohne dich aushalten soll, wenn ich dich nicht mehr hin und wieder zum Reden habe!“

„Ich weiß. Ich werde dich auch vermissen. Aber ich habe keine andere Wahl. Ich werde ganz bestimmt nicht die Farm verkaufen. Nicht einmal einen Morgen Land. Nicht, solange ich lebe.“

Mimosa Landing war ihr Erbe. Generationen von Stantons hatten für dieses Land im Schweiße ihres Angesichts gearbeitet. Elizabeth musste sich ihrer würdig erweisen. Egal welche anderen Verluste sie zu erdulden hatte, Mimosa Landing musste erhalten bleiben.

Ihr Blick glitt über den eleganten Raum und die Täfelung aus Walnussholz. Die Möbel in diesem herrschaftlichen Wohnsitz hatten sich über viele, viele Jahre angesammelt.

Jede Generation hatte ihre individuellen Spuren hinterlassen. Viele Gegenstände, darunter der Schreibtisch des alten Asa, waren älter als das Haus selbst.

Das Gebäude war groß und solide gebaut, aber gleichzeitig elegant. „Mein Urgroßvater hat dieses Haus bauen lassen, als River Oaks noch eine ganz neue Siedlung war. Es wird mir das Herz brechen, es zu verkaufen. Aber was aus Dooley und Gladys wird, bereitet mir sogar noch mehr Sorgen. Sie sind noch nicht alt genug, um sich zur Ruhe zu setzen, und das wollen sie auch gar nicht. Aber ich kann mir nicht sicher sein, dass die neuen Besitzer sie übernehmen.“

Ein Klopfen unterbrach ihre Unterhaltung. Die Tür öffnete sich, und die Haushälterin steckte ihren Kopf zur Tür herein. „Bitte um Entschuldigung, Miss Elizabeth, aber es ist jemand hier, der Sie sehen möchte.“

„Wer ist es denn, Gladys?“

Die ältere Frau rümpfte die Nase und verschränkte die Arme über ihrem üppigen Busen. „Ich habe ihn noch nie gesehen“, sagte sie mit unverhohlenem Argwohn. „Er sagt, sein Name ist Max Riordan.“

„Maxwell Riordan?“

„Jawohl, Ma’am. Hier ist seine Karte“, sagte Gladys und stakste in den Raum. Die zusammengepressten Lippen und die steife Körperhaltung der älteren Frau drückten Ablehnung aus.

„Führen Sie Mr. Riordan in den vorderen Salon, Gladys, und sagen Sie ihm, dass ich gleich bei ihm bin. Oh, und bringen Sie ein Tablett mit Kaffee, bitte.“

„Jawohl, Ma’am.“

„Warum um Himmels willen möchte Max Riordan mich sehen?“, wunderte sich Elizabeth laut, nachdem sich die Tür hinter der Haushälterin geschlossen hatte. Elizabeth war Maxwell Riordan ungefähr vor einem Jahr zum ersten Mal begegnet und hatte ihn seither bei verschiedenen gesellschaftlichen Ereignissen getroffen. Aber sie waren eher Bekannte als Freunde.

Er bewegte sich am Rande der Houstoner Gesellschaft.

Wegen seines Geldes wurde er zu den verschiedenen Wohltätigkeitsveranstaltungen eingeladen, aber er gehörte nicht wirklich dazu.

Elizabeths Unterhaltungen mit dem Mann hatten sich im Wesentlichen darauf beschränkt, ihn zu begrüßen und ein paar höfliche Floskeln auszutauschen. Sie hätte jedenfalls nie erwartet, dass er sie in ihrem Haus aufsuchen würde.

Mimi lachte. „Oooh, ein toller Typ – einfach hinreißend und sexy, nicht so geschniegelt wie die Gentlemen, die man hier sonst so trifft.“ Sie erschauerte demonstrativ und rieb sich die Arme. „Ich muss sagen, dass ich schon Gänsehaut bekomme, wenn ich nur an Max Riordan denke.“

„Mimi Whittington, benimm dich! Ich habe den Eindruck, seit Horace gestorben ist, hast du nur noch Sex im Sinn.“

„Ach, das sage nicht nur ich. Etlichen Ladies im Country Club läuft das Wasser im Munde zusammen, wenn sie ihn nur sehen“, antwortete Mimi und wedelte mit ihrer beringten Hand. „Was sie nicht daran hindert, ihm gesellschaftlich die kalte Schulter zu zeigen. Wenn man den Tratschweibern Glauben schenken will, ist Max zwar stinkreich. Aber er ist gerade erst dabei, zu lernen, dass mehr als Geld nötig ist, um von dieser überheblichen Clique akzeptiert zu werden. Wir wissen doch beide, dass ich nur in den Country Club reingekommen bin, weil Big Daddy Geld, Einfluss und den richtigen Stammbaum hatte. Die Unterstützung durch deine Familie hat natürlich auch sehr geholfen. Was Max angeht, scheint bedauerlicherweise niemand etwas über ihn oder seine Familie zu wissen – oder woher er sein Geld hat.“

Mimi machte eine bedeutungsvolle Pause. „Eins ist jedenfalls sicher: Max wirkt nicht so kultiviert wie jemand, der schon in eine reiche Familie hineingeboren wurde. Ich kann ihm nachfühlen, wie das ist – schließlich bin ich selbst Außenseiterin. Der Himmel weiß, dass ich ein Jahr gebraucht habe, um zu lernen, welche Gabel man wann benutzt und wofür eine Fingerschale gut ist. Außerdem ist dir sicher klar, wie die alten Familien hier über Neureiche denken.“

Elizabeth nickte. Anders als manchen ihrer Zeitgenossen waren ihr Klassenunterschiede nicht wichtig. Ihr Urururgroßvater Asa Stanton und seine Frau hatten in einem Blockhaus mit zwei Zimmern und gestampftem Lehmboden gelebt, als sie die Farm Mimosa Landing am Brazos River aufgebaut hatten. Die Eltern und Großeltern hatten Elizabeth immer wieder ermahnt, niemals die bescheidenen Anfänge ihrer Familie zu vergessen. Und vor allem niemals, wirklich niemals auf jemand anderen herabzuschauen, nur weil er nicht reich geboren war.

Elizabeth bemühte sich, nach diesen Grundsätzen zu leben. Sie hatte für die Aufnahme von Max Riordan als vollwertiges Mitglied in den River Oaks Country Club gestimmt. Aber zugegeben, sie war nicht besonders bestürzt gewesen, als ein anderes Mitglied den Antrag boykottiert hatte.

Elizabeth wusste nicht genau, was sie an Max Riordan störte. Jedenfalls hatte es nichts mit seinem familiären Hintergrund oder der Herkunft seines Reichtums zu tun. Aber wann immer sie mit diesem Mann zu tun hatte, machte sie etwas an ihm … nun ja … nicht unbedingt nervös, aber jedenfalls ein bisschen kribbelig.

Sie seufzte und erhob sich. „Ich sollte wohl besser herausfinden, was er will. Kommst du mit?“

Mimi lehnte sich zurück und schüttelte den Kopf. „Nein, ich warte hier. Er ist hergekommen, um dich zu sehen. Kann durchaus sein, dass er es nicht unbedingt gernhat, wenn ich mich da einmische. Aber wenn er weg ist, musst du schleunigst zurückkommen und mir erzählen, was er gesagt hat.“

Die Hand bereits auf dem Türknopf, blieb Elizabeth stehen und warf ihrer Freundin einen belustigten Blick zu. „Aber sicher. Als ob du nicht sowieso an der Salontür lauschen würdest.“

„Wer, ich?“ Mimis braune Augen weiteten sich. Sie legte eine Hand auf die Brust und blickte betont unschuldig. „Würde ich denn so etwas tun?“

Mit einem unterdrückten Lachen wandte sich Elizabeth ab. „Tu mir bitte nur einen Gefallen und gib keinen Laut von dir, okay?“

2. KAPITEL

Mit dem Rücken zum Raum stand Max am Fenster und schaute auf den stantonschen Besitz. Ein Anwesen, das viel über die Eigentümer verrät, dachte er. Unaufdringlich, geschmackvoll – wer hier wohnt, hat Geld. Viel Geld.

Mehr noch, das Haus und die Außenanlagen zeugten von Klasse und Beständigkeit. Und von einer langen Familiengeschichte. So tief verwurzelt wie die riesigen Eichen im Garten. Die Bäume waren wahrscheinlich schon mehrere Hundert Jahre alt und so dick, dass zwei oder drei Männer nicht ausreichen würden, die Stämme zu umfassen.

Genau das hatte Max sein Leben lang gesucht: das Bewusstsein, es geschafft zu haben. Die Gelassenheit und das Gefühl dazuzugehören – all das strahlte dieser Ort aus.

Am Anfang hatte er geglaubt, Reichtum würde ihm zu alldem verhelfen. Daher hatte er ein großes Vermögen angestrebt und dieses Ziel nun schon vor Jahren erreicht. Aber das kaum zu beschreibende Etwas, nach dem er sich wirklich sehnte, schien stets gerade außerhalb seiner Reichweite zu bleiben.

Max wandte sich vom Fenster ab und betrachtete den Salon. Leise seufzend betrachtete er die schlichte Eleganz und Zeitlosigkeit der Einrichtung.

Er selbst hatte einem Innenarchitekten ein kleines Vermögen gezahlt, der ihm sein Penthouse gestalten sollte. Die meisten Leute fanden das Ergebnis gelungen, aber auf Max wirkte es wie eine Art Schaufensterdekoration. Aber wegen seiner geschäftlichen Verpflichtungen hielt er sich auch selten länger als ein paar Tage dort auf.

Im Gegensatz dazu fühlte sich dieses Anwesen wie ein Zuhause an. Alles war perfekt, bis ins kleinste Detail: von den antiken Möbeln bis zum Perserteppich, von den Brokatvorhängen an den hohen Fenstern, den exquisiten Stuckverzierungen der fast fünf Meter hohen Zimmerdecken bis zu der Kristallschale mit Süßigkeiten auf dem Beistelltisch und diversen kleinen Erinnerungsstücken hier und da. Keine Spur von der sterilen Atmosphäre seines Apartments.

Er hörte das Klappern hoher Absätze auf dem Marmorfußboden der Eingangshalle. Als er sich umwandte, betrat Elizabeth Stanton gerade den Raum.

„Mr. Riordan, es tut mir leid, dass Sie warten mussten“, sagte sie mit einem höflichen Lächeln.

„Kein Problem.“ Während Elizabeth auf ihn zuging, nutzte Max die Gelegenheit, sie von oben bis unten zu mustern.

Sogar daheim wirkte sie elegant – ganz wie er es erwartet hatte.

Ihre blaugrüne Satinbluse nahm die Farbe ihrer Augen auf und sah fantastisch zu den braunen Tweedhosen aus. Als Schmuck trug sie nur schlichte goldene Ohrringe und eine goldene Uhr.

„Möchten Sie nicht Platz nehmen?“, fragte sie höflich und deutete auf das Sofa.

Wenn er Elizabeth auf Partys oder zu anderen gesellschaftlichen Anlässen getroffen hatte, war ihr Haar stets zu einer ausgefallenen Frisur aufgesteckt gewesen. Heute jedoch trug sie es offen, und die volle Mähne fiel ihr bis zu den Schultern. Obwohl der Stil lässig wirkte, konnte er erkennen, dass das Haar perfekt geschnitten war. Als sie sich auf einem der Queen-Anne-Stühle neben dem Kamin niederließ, fiel es wie ein glänzender, seidiger Vorhang nach vorn. Aber sobald sie sich aufrichtete, lag jedes Haar wieder an seinem Platz.

Die bärbeißige Haushälterin schlurfte herein, ein Tablett mit einer Porzellankanne und passenden Tassen in den Händen. Nachdem sie es auf dem Couchtisch abgestellt hatte, warf sie ihm einen durchdringenden Blick zu, ehe sie sich ihrer Arbeitgeberin zuwandte. „Brauchen Sie sonst noch etwas, Miss Elizabeth?“

„Nein, das wäre dann alles, Gladys. Vielen Dank.“

„Wenn Sie mich brauchen, rufen Sie mich einfach“, sagte sie bedeutungsvoll, bevor sie die Tür vernehmlich hinter sich schloss.

Nachdem sie ihm eingeschenkt hatte, nahm sich Elizabeth Stanton selbst eine Tasse Kaffee und lehnte sich mit einem fragenden Blick in ihrem Stuhl zurück.

„Ich komme lieber gleich zur Sache.“ Max hielt nichts davon, um den heißen Brei herumzureden. Small Talk bedeutete nichts als Zeitverschwendung und Langeweile. Und weder das eine noch das andere konnte er leiden. Wenn es etwas zu tun oder zu sagen gab, machte er keine langen Umschweife, sondern brachte es lieber gleich hinter sich. Mit einiger Verspätung fiel ihm jedoch ein, dass seine brüske Art Elizabeth abschrecken könnte, und so fügte er hinzu: „Das heißt, falls Ihnen das recht ist.“

„Bitte sehr.“

„Ich bin hier, weil ich über Ihre finanzielle Situation Bescheid weiß.“

Bis zu diesem Augenblick hatte sie sich außerordentlich zuvorkommend verhalten. Aber bei diesen Worten versteifte sich ihre Körperhaltung. Sie hob das Kinn, und ihre Miene wurde kühl.

„Darf ich fragen, wie Sie an diese Information gekommen sind? Diese Information sollte vertraulich sein.“ Ihre Stimme klang frostig.

„Ich sitze im Aufsichtsrat Ihrer Bank. Und ich bin niemand, der diesen Posten nur innehat, um dicke Schecks zu kassieren und dann die Sitzungen zu verschlafen“, erklärte Max. „Ich bin Geschäftsmann. Mein Interesse gilt der finanziellen Gesundheit der Bank, und daher beobachte ich alle meine Investitionen genauestens. Alle größeren Konten überprüfe ich regelmäßig.“

Er warf ihr einen gelassenen Blick zu. „Stellen Sie sich meine Überraschung vor, als ich bemerken musste, dass Ihr Kontostand im Keller ist. Die Unterlagen der Bank zeigen, dass Edward Culpepper regelmäßig Geld von allen Ihren Konten abgehoben hat. Nachdem ich das entdeckt hatte, habe ich mich an unseren Anlageberater gewandt. So habe ich herausgefunden, dass von Ihrem Wertpapier-Portfolio fast nichts mehr übrig ist. Sie sind so gut wie pleite. Und ich bin hier, um Ihnen eine Lösung für Ihre Lage vorzuschlagen. Eine Art Geschäft.“

Er trank den Rest seines Kaffees mit einem einzigen Schluck aus und stellte die Tasse auf das Tablett. Dann lehnte er sich auf dem Sofa zurück, einen Arm über die Lehne gelegt, und blickte sie unverwandt an.

„Ich glaube, dass eine Ehe zwischen uns für uns beide vorteilhaft wäre.“

Zum ersten Mal, seit er sie kannte, verlor sie die Fassung. Ihre Augen weiteten sich, und sie konnte ihn nur anstarren. „W-was haben Sie gerade gesagt?“, brachte sie schließlich mit ungläubiger Stimme heraus.

„Ich weiß, ich habe Sie jetzt schockiert. Aber wenn Sie einen Augenblick darüber nachdenken, bin ich sicher, dass Sie die Vorteile erkennen.“

„Mr. Riordan, ich könnte unmöglich …“

Er hob die Hand, um sie am Weitersprechen zu hindern. „Lassen Sie mich nur ausreden, bevor Sie etwas sagen, in Ordnung?“

Sie zögerte einen Moment, aber dann nickte sie wie benommen.

Max sprach weiter. „Aus meiner Sicht ist der alte Geldadel von Houston ein reicher Quell potenzieller Anleger. Ich bemühe mich seit Jahren darum, ihn zu erschließen, leider mit geringem Erfolg. Die hiesige Gesellschaft nimmt Neuankömmlinge nicht gerade mit offenen Armen auf. Ich brauche Ihre Beziehungen und Ihre gesellschaftliche Position, um einen Fuß in die Tür zu bekommen.“

Er sprach so nüchtern, als ginge es hier nur um ein ganz normales Geschäft. „Außerdem gebe ich zu, dass ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen bin, an dem ich mir ein Heim und eine feste Partnerin wünsche. Ich mag Frauen, aber ich habe weder die Zeit noch die Geduld für das ganze Paarungsritual – die Verabredungen, das Werben, eben das ganze Balzgehabe. Wenn Sie mich fragen, ist das alles reine Zeitverschwendung. Ich bin ein ganz guter Menschenkenner und weiß, was für eine Art Frau ich mag. Nach allem was ich von Ihnen gesehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Sie die perfekte Ehefrau für mich wären.“

Vor allem bewunderte er die Würde, mit der sie Edward Culpeppers Betrug und den damit zusammenhängenden Klatsch und Tratsch überstanden hatte. Aber es gab keinen Grund, warum er ein so schmerzhaftes Gesprächsthema anschneiden sollte. Für ihn war mindestens genauso wichtig, dass er sie als eher zurückhaltende, selbstständige Frau kannte, die nicht viel von seiner Zeit beanspruchen würde.

„Die Vorteile für Sie liegen auf der Hand. Erstens kann ich Sie aus Ihrer momentanen misslichen Finanzlage befreien. Ich bin mir bewusst, dass Ihre Farm seit vier Jahren keinen Profit abgeworfen hat. Deshalb würde ich vorschlagen, einen Treuhandfonds einzurichten, der sicherstellt, dass Sie das Land niemals verlieren. Es heißt Mimosa Grove oder so ähnlich, nicht wahr?“

„Mimosa Landing“, murmelte sie.

„Richtig. Abgesehen davon würde ich mit Ihrer Erlaubnis auch das stantonsche Wertpapier-Portfolio wiederherstellen.“

Bei diesen Worten verlor Elizabeth ihre würdevoll abwartende Haltung und rief aus: „Oh nein! Nie wieder werde ich jemand anders die Kontrolle über meinen Familienbesitz überlassen!“

„Das erwarte ich auch gar nicht.“ Er blickte sie ruhig an. „Ich weiß alles über die Machenschaften Ihres Exmannes, und Sie selbst tragen einen Teil der Schuld daran. Man darf niemals jemandem – und ich meine wirklich: niemals – so eine umfassende Handlungsvollmacht erteilen.“

„Das weiß ich inzwischen auch.“

Als er den bitteren Unterton in ihrer Stimme wahrnahm, bezwang Max den Impuls, sie weiter für ihre Dummheit zurechtzuweisen, sondern fuhr in seinen Überlegungen fort: „Ich schlage vor, dass ich ausschließlich beratend tätig sein werde. Alles was Ihnen gehört, wird weiter unter Ihrem Namen geführt. Daher müssen Sie auch jede Unterlage, die in irgendeiner Art und Weise Ihren Besitz angeht, selbst überprüfen und unterzeichnen. Selbstverständlich werde ich Sie und Ihren Anwalt über jedes Geschäft, das ich als Berater vorschlage, umfassend informieren. Die endgültige Entscheidung allerdings über alles, was stantonsches Vermögen betrifft, wird immer bei Ihnen liegen.“

Er hielt kurz inne, bevor er zum Ende seines Vortrags kam. „Natürlich wird ein Ehevertrag erforderlich sein, um die Einzelheiten festzulegen. Aber im Großen und Ganzen ist das das Geschäft, das ich Ihnen vorschlagen möchte. Ich bin sicher, wenn Sie sich erst die Zeit nehmen, um wirklich darüber nachzudenken, werden Sie mir zustimmen, dass eine Eheschließung uns beiden nichts als Vorteile brächte.“

Elizabeth starrte ihn entgeistert an. Sie traute ihren Ohren kaum. Dieser Mann, den sie kaum kannte, kam einfach so in ihr Haus marschiert und schlug ihr vor, ihn zu heiraten – als ob das nichts anderes wäre als ein ganz normales Geschäft! Vollkommen kaltblütig sprach er davon, den Rest ihres Lebens gemeinsam zu verbringen, und tat dabei ganz so, als wäre diese Idee vollkommen vernünftig und logisch. War er wahnsinnig?

Anscheinend nicht. Ohne das geringste Anzeichen von Nervosität saß er ihr gegenüber und schaute sie in seiner ruhigen Art an, während er auf ihre Antwort wartete.

Maxwell Riordan war ein beeindruckender Mann. Elizabeth konnte verstehen, warum Frauen ihn anziehend fanden, auch wenn er nicht wirklich dem klassischen männlichen Schönheitsideal entsprach, dazu waren seine Gesichtszüge ein wenig zu markant und rau. Aber er strahlte Stärke aus und war ein Mann, der in jeder Menschenmenge mühelos hervorstach.

Von etwas überdurchschnittlicher Größe, hatte er die breiten Schultern und den muskulösen Körperbau eines Mannes, der zumindest eine Zeit lang in seinem Leben harte körperliche Arbeit geleistet hatte. Seine großen, schwieligen Hände bestätigten diese Annahme.

Obwohl er ein dunkler Typ mit gebräuntem Teint und rabenschwarzen Haaren war, strahlten in seinem Gesicht azurblaue Augen, die einen geradezu zu durchbohren schienen.

An der Art, wie er sprach oder sich kleidete, war nichts auszusetzen.

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