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Die Kraft der Liebe

1. KAPITEL

Michael hatte Tanja auf den Kopf zugesagt, dass sie Nils Heinemann nicht liebte. Nachdem sie sich wieder etwas gefangen hatte, ging sie in die Offensive.

„Akzeptier einfach, dass ich Nils heirate!“, fauchte sie. „Oder hast du Angst, Fabien sieht dann nur noch in Nils seinen Papa?“

„Unsinn!“, protestierte Michael. „Darum geht es mir gar nicht.“

„Worum dann?“, hakte sie nach.

„Um dich!“ Verlegen wich sie seinem Blick aus. „Vielleicht solltet ihr euch die Hochzeit noch einmal gründlich überlegen.“

„Das haben wir!“, entgegnete sie entschlossen.

„Und warum habe ich dann den Eindruck, dass du nicht richtig glücklich bist?“, bohrte er weiter.

„Woher willst du wissen, wann ich richtig glücklich bin?“ Er hatte sie schon glücklich erlebt. Und das nicht nur auf dem Waldfest vor drei Jahren. „So glücklich wie mit Nils war ich noch mit keinem Mann!“, erklärte sie nun mit Nachdruck. „Ich liebe ihn, und deshalb heiraten wir.“ In Zukunft wollte sie von Michael kein Wort mehr dazu hören.

Neben der angespannten Stimmung zwischen ihr und Michael strengte es Tanja an, ständig mit Nils’ euphorischer Begeisterung für ihre Hochzeit konfrontiert zu sein. Jetzt war er auf die Idee gekommen, eine Kutsche zu mieten, die sie zur Kirche bringen sollte.

„Und gefeiert wird im Freien!“, fuhr er fort. „Da ich weiß, dass meine Süße auf Kitsch steht, habe ich mich schon erkundigt, wo wir unsere Tafel unter blühenden Kirschbäumen aufstellen könnten.“

„Dann darf es aber nicht regnen“, murmelte Tanja. Es war offensichtlich, dass sie nicht bei der Sache war.

„Begeisterung ist etwas anderes“, sagte er ernüchtert. „Normalerweise schmiedet doch die Braut die ganzen Pläne.“

„Du machst das schon richtig.“ Und dann musste sie ihm noch sagen, dass sie Fabien in Zukunft nicht gemeinsam mit ihm vom Kindergarten abholen wollte. Immerhin hatte sie beim Bewerbungsgespräch für den Betreuungsplatz behauptet, sie und Michael wären ein Paar. „Am Ende werfen sie Fabien gleich wieder raus, wenn sie mitbekommen, dass das gar nicht stimmt.“ Nils war sichtlich gekränkt.

Sandra hatte Lukas tatsächlich auf der Landstraße stehen lassen.

Er konnte es nicht fassen. Fluchend sah er ihrem Wagen nach, der Richtung München davonbrauste. Aber sie hatte einfach keine Wahl gehabt. Vielleicht würde Lukas jetzt mal über sein dummes Gehabe Simon gegenüber nachdenken.

Werner war immer noch bester Laune, weil er Lukas Zastrow Simon als zweiten Geschäftsführer vor die Nase gesetzt hatte. Sein Neffe würde dem Zastrow von nun an auf die Finger schauen. Und Charlotte wollte Simon sogar Prokura geben – schließlich sollte er wissen, dass er ihr volles Vertrauen genoss.

„Schön, dass wir an einem Strang ziehen“, freute sich Werner und blickte dann auf die Uhr.

„Hast du heute noch was vor?“, fragte seine Exfrau.

„Ich fahre nach München, zu Astrid“, antwortete er fröhlich.

„Also ist es etwas Ernstes?“ Er bejahte mit einem verschmitzten Lächeln.

„Ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen, hin- und herzupendeln“, fügte er noch hinzu.

„Dann scheinen wir beide ja doch noch unser Glück gefunden zu haben …“ Sie tauschten einen liebevoll vertrauten Blick.

Simon war derweil mit Thilo Bronk handelseinig geworden. Sandras alter Bekannter war begeistert vom Fürstenhof und überzeugt davon, dass das Hotel der perfekte Ort für die Fachtagung des Floristenverbandes sein würde.

„Jetzt müssen wir nur noch abwarten, wie Ihre Kalkulation ausfällt“, sagte er. Simon versprach, gleich alles durchzurechnen und Thilo dann das Angebot zuzuschicken.

Kaum saß er allein im Büro, kam Lukas herein.

„Das ging aber schnell! Alles in Ordnung mit Sandra?“ Simon wusste ja, dass Lukas seine Cousine zur Routineuntersuchung ins Krankenhaus hatte begleiten wollen.

„Sie ist allein gefahren“, knurrte Lukas. Er hatte den ganzen Weg zurück zum Hotel laufen müssen. Und dass Simon jetzt offenbar ganz allein mit Thilo Bronk ins Geschäft gekommen war, passte ihm eigentlich auch nicht.

Gustl schaffte es noch immer nicht, sich in ein geregeltes Leben einzufinden. Dabei hatten Hildegard und Alfons wirklich alles getan, um ihn zu unterstützen. Sie hatten ihm einen Job besorgt, er wohnte bei ihnen im Haus. Aber mittlerweile war allen klar, dass Alfons’ Halbbruder als Gärtner ungeeignet war. Und zu Hause wurde er mehr und mehr zur Last.

Er aß den Kühlschrank leer, ohne jemals selbst einzukaufen. Er ließ seine Sachen überall herumliegen. Und einen Putzlappen hatte er auch noch nie angerührt. Alfons war kurz davor, ihn hinauszuwerfen.

Hildegard wollte Gustl allerdings noch eine Chance geben. Denn der hatte ihr erzählt, dass er ausgebildeter Koch war, allerdings jahrelang nicht in seinem Beruf gearbeitet hatte.

Vielleicht könnte sie ihn in der Fürstenhof – Küche unterbringen, dachte sie. Als Gärtner war er jedenfalls nicht zu gebrauchen. Also schlug sie vor, dass Gustl heute Abend für sie und Alfons zur Probe kochen sollte.

Die Routineuntersuchung im Krankenhaus war gut verlaufen. Sandra brauchte sich keinerlei Sorgen zu machen. Ihr Herz war kerngesund. Und sie war sehr froh, dass alles in Ordnung war. Zumindest medizinisch betrachtet … In Liebesangelegenheiten lag die Sache ein bisschen anders. Vielleicht war sie zu streng mit Lukas gewesen. Und er hatte seinen Fehler längst eingesehen. Aber so arrogant, wie er vorhin mit Simon umgesprungen war – er sollte ruhig spüren, wie sehr er ihr mit seiner selbstgefälligen Art auf die Nerven fiel. Deshalb war sie auch nicht ans Handy gegangen. Lukas hatte mehrfach versucht, sie anzurufen.

Auf dem Weg ins Hotel traf sie auf Thilo und freute sich, dass ihr Bekannter noch da war. Sie schlug vor, gemeinsam noch eine Kleinigkeit zu essen.

„Vertragen könnte ich schon was …“ Grinsend strich Thilo sich über den Bauch. „Wie war es denn bei deiner Untersuchung?“

„Es hätte nicht besser laufen können.“ Sie hakte sich bei ihm ein. Gemeinsam gingen sie Richtung Restaurant. Da kam ihnen Lukas entgegen.

„Da bist du ja! Ich habe die ganze Zeit versucht, dich zu erreichen!“ Der Vorwurf in seiner Stimme war nicht zu überhören.

„Während des Autofahrens ist Telefonieren verboten“, entgegnete sie kühl.

„Und die Untersuchung? Ist denn alles okay?“

„Ja“, antwortete sie knapp. Er wollte allein mit ihr reden, aber sie wies ihn zurück. Jetzt sei sie mit Thilo verabredet. Verärgert sah Lukas den beiden hinterher.

Erst als Thilo Bronk sich nach dem Essen verabschiedete, gelang es Lukas, seine Freundin allein zu sprechen. Sandra war immer noch wütend auf ihn.

„Was hat Simon dir getan?“, hielt sie ihm vor. „Warum unterstützt du ihn nicht? Bist du etwa sauer, weil er jetzt ein Wörtchen mitreden kann?“

„Hier geht es auch um meinen Job!“, erwiderte Lukas aufgebracht. „Und den mache ich, wie ich denke. Wenn du schon nicht auf meiner Seite bist, dann halte dich wenigstens raus.“

„Dann halt du dich an deine Versprechen!“, konterte sie. Er hatte Simon eine Chance geben wollen. „Stattdessen mobbst du ihn! Ich finde das unglaublich!“

Sandra wollte sich ja gar nicht ständig mit Lukas streiten. Aber wenn sie jetzt nachgab – er würde dann denken, er sei im Recht und konnte sich Simon gegenüber weiterhin so aufführen. Und das ging einfach nicht. Es war wirklich wie verhext mit ihnen. Kaum waren sie glücklich, brachen wieder neue Gräben zwischen ihnen auf. Dabei würde sie ihn viel lieber in den Arm nehmen und ihm nahe sein …

Michael kam in den Fitnessraum, er wollte ein bisschen auf dem Laufband trainieren. Bemüht unbefangen wandte er sich an Nils Heinemann.

„Wie macht sich denn Herr Lechner?“, fragte er.

„Wer?“, erwiderte Nils irritiert.

„Der Patient, den ich Ihnen geschickt habe. Mit dem Programm zur Kräftigung der Rückenmuskulatur. Ist er zufrieden?“ Nils funkelte Dr. Niederbühl wütend an.

„Klar ist der zufrieden!“, erklärte er dann gereizt. „Ich beherrsche meinen Job!“

„Für einen glücklichen Bräutigam sind Sie aber reichlich unentspannt.“ Damit hatte Michael natürlich den Finger in Nils’Wunde gelegt.

„Wissen Sie was?“, giftete der. „Das Beste ist, Sie halten sich einfach aus meinem und Tanjas Leben raus, ja?!“

„Okay, ich werde mich nicht mehr einmischen.“ Michael dachte, Tanja habe ihrem Freund von ihrem letzten Gespräch erzählt. „Vielleicht bin ich wirklich zu weit vorgeprescht, als ich Tanja geraten habe, ihre Hochzeitspläne noch mal zu überdenken.“

„Sie haben was?!“ Nils sah nun endgültig rot. Er packte Michael am Kragen und drückte ihn an die Wand.

„Jetzt kriegen Sie sich mal wieder ein!“ Nils atmete tief durch und ließ dann von Dr. Niederbühl ab.

„Ich warne Sie“, knurrte er. „Wenn Sie sich noch einmal in unsere Beziehung drängen …“

„Sie sind für Tanja der Falsche!“, platzte Michael nun heraus.

„Schön, dass Sie das so genau beurteilen können, Herr Doktor“, höhnte Nils.

„Haben Sie ein Problem damit, dass ich Arzt bin? Und ihr mehr zu bieten haben als Sie?“ Nils verschränkte die Arme vor der Brust und versuchte, sich nicht provozieren zu lassen.„Wie wollen Sie als Fitnesstrainer denn Verantwortung für eine Frau und ein Kind übernehmen?“, legte Michael nach. „Das halten Sie doch nie durch.“

„Erstens: Ich habe hier einen guten Job und kann sehr wohl für eine Familie sorgen.“ Der Arzt lachte verächtlich auf. „Zweitens liebe ich Tanja und Fabien sehr. Ich werde alles tun, damit es den beiden gut geht.“

„Klar, bis Sie es satthaben“, bemerkte Michael trocken.

„Ich an Ihrer Stelle würde meinen Mund nicht so weit aufreißen!“, entgegnete Nils kühl. „Oder haben Sie schon vergessen, was vor drei Jahren auf dem Waldfest passiert ist?! Sie haben mit einer wildfremden Frau geschlafen und nicht mal verhütet! Sehr verantwortungsvoll, Herr Doktor!“ Und bis Michael Tanja gestanden hatte, dass er der Vater von Fabien war, hatte es auch ewig gedauert. „Ich habe Sie durchschaut!“, ereiferte Nils sich nun. „Sie machen mich nur schlecht bei Tanja, weil Sie immer noch scharf auf sie sind! Sie wollen sie für sich haben! So ist es doch, oder?!“ Michael schluckte ertappt. Und dann hörte er auch noch eine Stimme hinter sich fragen: „Stimmt das, Michael? Hat er recht?“ Erschrocken fuhr er herum. Charlotte stand im Raum und hatte das Ende seiner Auseinandersetzung mit Herrn Heinemann mitbekommen.

„Wie hat Herr Heinemann das gemeint? Was läuft da zwischen Tanja Liebertz und dir?“ Charlotte war mit Michael in ihr Zimmer gegangen. Diese Unterredung wollte sie ohne Zeugen führen.

„Gar nichts!“, beteuerte ihr Verlobter. „Du hast das völlig falsch verstanden! Der Kerl ist einfach nur rasend eifersüchtig. Jedes Mal, wenn ich Fabien sehe, glaubt er, ich baggere Tanja an. Ich mache mir Sorgen um meinen Sohn. Schließlich will Herr Heinemann Tanja bald heiraten. Und ich frage mich ernsthaft, ob das wirklich gut ist für Fabien.“

„Du bezweifelst, dass er ein guter Stiefvater ist?“, fragte Charlotte und betrachtete Michael skeptisch.

„Sein ganzes Verhalten spricht nicht gerade für ihn“, meinte Michael. „Und er kriegt alles in den falschen Hals. Er glaubt, ich mache ihn bei Tanja schlecht, weil ich sie ihm ausspannen will. Das ist völlig absurd!“

„Wenn es sich wirklich so verhält, wie du es schilderst … Dann ist der Vorwurf von Herrn Heinemann tatsächlich kompletter Unsinn.“ Erleichtert atmete Michael auf. Das war gerade noch einmal gut gegangen. Wie verunsichert Charlotte immer noch war, bemerkte er gar nicht.

„Ich bin wieder mal mit deinem lieben Herrn Doktor zusammengerasselt.“ Tanja verdrehte die Augen, als Nils ihr das mitteilte. „Wieso hast du mir nicht gesagt, dass er unsere Hochzeit für einen Fehler hält?“

„Weil es mir egal ist, was er denkt“, behauptete sie. „Und dir hoffentlich auch. Könnt ihr nicht einfach wie normale Menschen miteinander umgehen?“

„Entschuldige mal!“, empörte sich Nils sofort. „Komme ich mit meinen Gefühlen für dich nicht klar, oder ist das der Herr Doktor?“ Tanjas schlechtes Gewissen meldete sich sofort.

„Das ist doch ganz allein sein Problem“, sagte sie hastig. „Hauptsache, wir beide wissen, was wir füreinander empfinden. Wir sind glücklich, das allein zählt!“

„Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass du mir ausweichst?“ Misstrauisch musterte er seine Freundin.

„Das stimmt doch gar nicht“, beteuerte sie und gab ihm einen Kuss. „Ich habe nur keine Lust, ständig mit dir über Michael zu streiten. Dafür ist mir unsere Zeit zu schade.“

Katja und Ben waren zusammen und eigentlich auch glücklich miteinander. Aber es blieb weiterhin schwer, ihre Liebe zu leben. Nirgends waren sie ungestört. Und sie konnten nur bei Katja gemeinsam übernachten – Simon hätte es sicher seltsam gefunden, wenn Kai Krone über Nacht bei Ben geblieben wäre.

Ben schlug vor, seinen Mitbewohner in Katjas Geheimnis einzuweihen.

„Ich will ganz normal mit dir zusammen sein können“, sagte er. „Und wenn Simon Bescheid weiß … Das macht es uns echt leichter. Du könntest dann auch hier einziehen.“ In der Tat würde Katja über kurz oder lang eine neue Bleibe brauchen. Spätestens nach der Hochzeit wollten Tanja und Fabien bei Nils einziehen, und zu viert war es in der Wohnung nun wirklich zu eng. Aber Katja hatte Angst davor, Simon zum Mitwisser zu machen. Selbst wenn er dichthielt und sie nicht an die Polizei verriet – wie schnell konnte er sich verplappern! „Aber so kann das doch nicht weitergehen“, seufzte Ben.

„Ganz genau“, bestätigte sie energisch. „Darum ziehen wir auch zusammen. Allerdings in eine eigene Wohnung, ohne deinen Simon.“

Sandra saß abends noch allein im Restaurant. Lukas entdeckte sie und trat zu ihrem Tisch.

„Was denkst du, wenn du hier so allein sitzt?“, fragte er vorsichtig.

„Siehst du, das ist der Unterschied zwischen uns: Ich kann deine Gedanken lesen. Du aber nicht meine.“ Er lächelte.

„Also, woran hast du gedacht?“

„An dich!“, antwortete sie.

„Was ich für ein Idiot bin?“ Sie nickte. „Ich gebe dir vollkommen recht. Gegenüber deinem Cousin habe ich mich nicht gerade vorbildlich benommen.“

„Wie kommst du zu der plötzlichen Einsicht?“, staunte sie.

„Vielleicht hat das deine Aktion auf der Landstraße bewirkt“, meinte er. Er hatte in der Zwischenzeit wirklich nachgedacht. „Ich sollte mich mit deinem Cousin arrangieren. Und wir beenden diesen dummen Streit, okay?“

„Das habe ich mir schon den ganzen Tag gewünscht“, gestand sie da.

„Ich liebe dich.“ Die beiden küssten sich zärtlich.

Gleich am nächsten Morgen setzte Lukas seinen Vorsatz in die Tat um und brachte Simon einen Espresso mit ins Büro.

„Wie komme ich denn zu der Ehre?“, wunderte der sich.

„Ich glaube, wir sollten einen Neustart wagen“, erklärte Lukas. „Sie verdienen eine faire Chance.“

„Auf einmal?“ Simon zog die Augenbrauen hoch. „Ich hatte mich schon auf eine längere Eiszeit eingestellt. Vielleicht hat eine gewisse Sandra mit diesem plötzlichen Tauwetter zu tun?“

„Vielleicht …“ Lukas grinste. „Und jetzt an die Arbeit. Haben Sie das Angebot für die Floristen schon fertig?“

„Liegt auf der oberen Ablage“, antwortete Simon sichtlich stolz. „Ich denke, die werden zufrieden sein.“ Lukas nahm die Unterlagen in die Hand und überflog sie. Seine Miene verdüsterte sich.

„Das ist doch wohl so nicht rausgegangen?“, fragte er schließlich.

„Doch, wieso?!“

„Das ist viel zu günstig, Mann!“, rief Lukas entsetzt. Bei diesem Angebot würde der Fürstenhof draufzahlen!

Tanja hatte Michael eine Zeichnung von Fabien mitgebracht. Der Kleine hatte sie noch vor dem Kindergarten extra für seinen Papa gemalt.

„Talent hat er …“ Lächelnd betrachtete Michael das Blatt Papier. „Ein richtiger kleiner Künstler.“ Die beiden lächelten sich an. Es war zu spüren, dass sie beide stolz waren auf ihren Sohn. „Ich hätte dich sowieso noch angerufen“, sagte Michael dann. „Es tut mir leid, wegen gestern … Ich habe nicht das Recht, dir vorzuschreiben, wen du heiraten sollst und wen nicht.“

„Genau.“ Sie gab sich gelassener, als ihr in Wahrheit zumute war. „Und falls du dir Sorgen wegen Fabien machst … Du bist sein Vater und …“ Sie geriet kurz ins Stocken. „Also, wie gesagt, daran wird sich nichts ändern.“

„Mir ist völlig schleierhaft, was da gestern in mich gefahren ist“, erklärte er nun. „Na ja, es ist mir schon wichtig, dass du glücklich bist.“

„Mit Nils werde ich glücklich“, behauptete sie tapfer.

„Genauso wie ich mit Charlotte.“ Tanja legte eine Hand auf seinen Arm.

„Da sind wir uns ja ausnahmsweise mal einig.“ Beide bemerkten nicht, dass Charlotte gerade in die Lobby gekommen war und sie beobachtete. Worüber sie sprachen, konnte sie allerdings nicht hören.

„Ich hoffe, nicht nur ausnahmsweise“, meinte Michael.

„Ich werde mich anstrengen“, versprach Tanja.

„Ich mich auch.“ Nun berührte auch er sie am Arm. Und Charlotte brach diese innige Geste beinahe das Herz.

2. KAPITEL

Sandra war im Gewächshaus gerade damit beschäftigt, einige kleine Blumensträuße zu binden, als Werner hereinkam. Er war gerade aus München zurückgekehrt. Sandra wusste schon, dass er bei Astrid übernachtet hatte, sie hatte ihre Mutter angerufen, um ihr von den positiven Ergebnissen der Routineuntersuchung zu berichten.

„Bist du immer noch sauer, weil ich Lukas Zastrow aus meiner Wohnung rausgeschmissen habe?“, wollte Werner wissen. Sandra warf ihm einen vielsagenden Blick zu. „Und dass ich Simon zum zweiten Geschäftsführer gemacht habe, passt dir auch nicht?“

„Deswegen habe ich mich mit Lukas gestritten“, entgegnete sie.

„Er hat es dir also vorgeworfen … Das sieht ihm ähnlich!“ Sandra verbat sich sofort, dass ihr Vater so über ihren Freund sprach.

„Sag einfach nichts mehr zu diesem Thema, in Ordnung?“ Der Senior seufzte.

„Na gut“, meinte er dann. „Und dein Auszug?“

„Ich wohne jetzt bei Lukas. Und damit Schluss!“ Sie wandte sich wieder ihrer Arbeit zu. Sichtlich getroffen ließ Werner sie allein.

Gustl hatte Hildegard und Alfons gestern Abend einen hervorragenden Schweinebraten aufgetischt. Als Koch verstand er sein Handwerk wirklich, das konnte keiner bestreiten. Also machte sich Hildegard jetzt bei André dafür stark, Gustl eine Chance in der Küche zu geben. Natürlich nicht als Koch, sondern erst einmal als Küchenhilfe. André war anfangs nicht besonders begeistert von der Vorstellung, schließlich war Alfons’ Bruder ein Landstreicher gewesen, bevor die Sonnbichlers ihn aufgenommen hatten. Aber Hildegard lag ihm so lange in den Ohren, bis er sich zumindest auf ein Probekochen einließ.

Das Erste, was Gustl tat, war, in der Hotelküche ein gewaltiges Chaos anzurichten. André war nicht gerade erfreut, als er sah, wie planlos Alfons’ Halbbruder mit Pfannen und Töpfen zu hantieren schien. Und dann meinte Gustl auch noch, dass es ihn nervös machen würde, wenn Hildegard und André ihm beim Kochen zusähen.

„Könnt ihr nicht draußen im Restaurant einen Kaffee trinken?“, schlug er vor.

„Wie stellen Sie sich das vor?“, herrschte der Chefkoch ihn an. „Das Mittagsgeschäft geht gleich los!“

„Bis dahin hat es euch schon längst geschmeckt. Und nun raus hier!“ Gustl scheuchte sie tatsächlich aus der Küche!

Natürlich dauerte es André viel zu lang, im Restaurant auf das Essen zu warten. Zumal er befürchtete, Gustl würde in seiner Küche ein heilloses Durcheinander anrichten. Aber Hildegard gelang es, ihn zu beruhigen. Und dann servierte Gustl endlich das Essen: Hühnersuppe!

„Hühnersuppe?“, spottete der Chefkoch. „Und dafür brauchen Sie gefühlte zwei Stunden?“

„Eigentlich einen ganzen Tag“, antwortete Gustl. „Aber ich hatte sie gestern ja schon vorgekocht.“

„Hühnersuppe …“ André schüttelte den Kopf.

„Nun probieren Sie doch erst mal!“, forderte Hildegard ihn auf. „Auch das einfachste Gericht kann sehr köstlich sein.“ Und damit hatte sie absolut recht: Gustls Hühnersuppe war nämlich ausgezeichnet! Gustl freute sich sichtlich über die Komplimente, die er für seine Kochkünste bekam.

„Wer ein einfaches Gericht so raffiniert zubereiten kann, ist in meiner Küche willkommen“, erklärte André freundlich.

„Es wird Ihnen nicht leidtun“, versprach Gustl und strahlte dabei über das ganze Gesicht. „Ich habe einen Vorschlag. Ihr zwei bleibt hier gemütlich sitzen, und ich übernehme das Mittagsgeschäft.“ André lachte auf, er dachte, Alfons’ Halbbruder hätte einen Scherz gemacht. „Ich habe da noch eine Idee fürs Menü“, fuhr Gustl enthusiastisch fort. „Wenn man den Fisch statt mit Fenchel im Sud mit Wurzelgemüse serviert …“

„Höre ich da Kritik an meiner Menügestaltung?“, unterbrach ihn der Chefkoch.

„Dann kommt der Eigengeschmack vom Fisch besser zur Geltung!“ Gustl ließ sich nicht beirren.

„Tut mir leid, aber Demokratie haben wir in unserer Küche noch nicht eingeführt.“ André erhob sich. „Hier bestimmt der Chefkoch, nicht die Küchenhilfe.“ Damit ging er zurück an seine Arbeit.

„Küchenhilfe?“, wiederholte Gustl enttäuscht.

„Das ist doch ein Anfang“, wollte Hildegard ihn aufmuntern.

„Aber ich kann kochen! Ich hab’s doch bewiesen!“

Sandra brachte Lukas einen Blumenstrauß für das Büro vorbei und war erstaunt, als sie feststellte, dass ihr Cousin nicht da war. Dabei hatte Lukas ihn doch einarbeiten wollen.

„Das hatte ich auch vor“, erklärte ihr Freund. „Aber dann hat er mich damit überrascht.“ Er reichte ihr das Angebot, das an den Floristenverband gegangen war. „Dein Cousin hat es schon abgeschickt. Obwohl es viel zu günstig kalkuliert ist.“ Lukas hatte schon an Thilo Bronk geschrieben und ihm mitgeteilt, dass das Angebot leider ein Irrtum gewesen sei, weil ein Posten darauf fehle.

„Dann hast du dich also schon wieder mit Simon gestritten?“, seufzte Sandra.

„Ich hatte die besten Absichten“, versicherte er. „Aber dann gab ein Wort das andere … Tut mir leid.“

Katja und Ben saßen im Personalraum und studierten die Wohnungsangebote in der Zeitung. Es würde nicht einfach werden, etwas Passendes zu finden. Schließlich verdiente man als Page nicht viel Geld.

„Wie soll ich Simon eigentlich erklären, dass ich bei ihm nur ausziehe, um mit dir zusammenzuwohnen?“, fragte Ben, dem dieses Problem wirklich auf der Seele lag.

„Dir wird schon was einfallen“, erwiderte Katja unbeschwert.

„Ich sollte ihm vielleicht doch besser die Wahrheit sagen“, überlegte Ben. „Kai ist eigentlich Katja, aber das darf niemand wissen, weil sie als Kunstdiebin von der Polizei gesucht wird.“

„Wir waren uns doch einig, es nicht zu tun!“ Ihre Stimme klang sofort angespannt.

„Gut, dann sage ich ihm eben, dass ich schwul bin.“ Katja winkte ab. Das würde sich Ben niemals trauen, glaubte sie. „Woher willst du das wissen?“, frotzelte der. „Eigentlich stehe ich nämlich schon immer auf Männer. Besonders auf so süße wie dich.“ Er zog sie an sich und gab ihr einen Kuss. Und genau in diesem Moment ging die Tür auf, und Simon stand im Raum.

„Na, da schau her“, sagte der Geschäftsführer überrascht. Die beiden fuhren erschrocken auseinander. Aber es war zu spät. Simon hatte gesehen, dass sie sich geküsst hatten.

Ben größtes Problem war nun, dass er nicht wollte, dass sein Mitbewohner ihn für schwul hielt.

„Ich glaube nicht, dass er ein Problem damit hat“, meinte Katja. Simon hatte sich einfach diskret zurückgezogen, nachdem er die beiden „ertappt“ hatte. Aber Ben beharrte darauf, seinem Mitbewohner die Wahrheit zu sagen. „Je mehr Mitwisser wir haben, desto größer ist die Gefahr, dass die Polizei mir auf die Spur kommt“, gab Katja zu bedenken. „Willst du mich im Knast besuchen?“

„Simon hält dicht.“ Davon war Ben überzeugt. „Er ist mein bester Freund.“ Sie zögerte, überlegte es sich dann aber noch mal. Wenn es wirklich sein musste … Dann wollte sie lieber selbst mit Simon reden.

Charlotte hatte das Bild aus der Lobby vorhin nicht mehr losgelassen: Michael und Tanja Liebertz in inniger Vertrautheit. Und deshalb hatte sie einen Entschluss gefasst, der ihr beinahe das Herz zerriss.

„Wir werden die Hochzeit absagen müssen.“ Perplex schaute Michael sie an.

„Wieso? Was ist passiert?“ Charlotte streifte den Verlobungsring vom Finger und legte ihn vor ihn auf den Schreibtisch.

„Ich kann dich nicht heiraten, Michael.“ Dabei hatte er es doch gerade noch geschafft, doch einen Termin in der Kapelle zu bekommen, in der Charlotte unbedingt heiraten wollte.

„Aber wir lieben uns doch“, sagte er vollkommen irritiert. „Es geht um unsere Zukunft.“ Er versuchte, ihr den Ring wieder anzustecken, doch sie wehrte ihn ab.

„Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass dein Herz einer anderen Frau gehört?“ Er schwieg ertappt und wich ihrem forschenden Blick aus. „Dein Schweigen ist auch eine Antwort“, stellte sie fest. „Und unter diesen Umständen kann ich nicht mit dir vor den Traualtar treten. Ich habe dich mit Tanja Liebertz gesehen. Ich bin mir sicher, dass du sie liebst.“

„Du hast eine rein freundschaftliche Begegnung beobachtet“, erklärte Michael betroffen. „Immerhin haben wir ein Kind zusammen und wollen als Eltern ein gutes Team sein.“

„Nur als Eltern?“, erwiderte sie kühl.

„Fabien verbindet uns. Da ist es doch klar, dass seine Mutter mir nicht ganz gleichgültig ist.“

„Also doch.“ Die Verletzung stand Charlotte ins Gesicht geschrieben.

„Aber anders, als du denkst!“, beteuerte er sofort. „Meine Gefühle für Tanja haben nichts mit meiner Liebe zu dir zu tun.“

„Das ist mir zu hoch“, stellte sie traurig fest.

„Ich mag Tanja“, versuchte er es noch einmal. „Aber du bist die Frau, mit der ich mein Leben verbringen will. Nur du.“

„Ich glaube dir.“ Wehmut und Schmerz lagen in ihren Worten. „Ich glaube dir, dass du selbst glaubst, was du da sagst. Aber du machst dir etwas vor!“

„Wie kann ich dich umstimmen?“, fragte er verzweifelt.

„Gar nicht. Denn ich denke, unsere Liebe ist zu Ende.“ Er wollte etwas entgegnen, aber sie schnitt ihm das Wort ab. „Sei ehrlich, was deine Gefühle angeht. Das ist alles, was ich von dir erwarte. Und dann wirst du selbst merken, dass es vorbei ist.“

André fiel auf, dass Charlotte traurig wirkte, und wollte wissen, was los sei.

„Ich habe mich von Michael getrennt“, flüsterte sie unglücklich.

„Ich dachte, ihr wolltet heiraten!“ Der Chefkoch war sichtlich überrascht.

„Das dachte ich auch.“ Die Tränen standen ihr in den Augen.

„Hat er dich belogen?“, hakte André vorsichtig nach. „Oder betrogen? Gibt es eine andere Frau?“

„Ja und nein“, erwiderte sie hilflos. „Ich glaube, er liebt eine andere, will sich das aber nicht eingestehen.“

„Vielleicht bildest du dir …“ Der Chefkoch brachte seinen Satz nicht zu Ende. Denn nun hatte Charlotte zu weinen begonnen. Behutsam führte er sie in eine geschützte Sitzecke in der Lobby.

Lukas kümmerte sich heute ab mittags um Rosalie, weil Judith, die Pflegerin, einen wichtigen Termin hatte. Also arbeitete er bei sich in der Wohnung. Dort fand ihn Sandra. Sie wollte noch einmal über das Angebot an den Floristenverband reden.

„Simon hat einen Fehler gemacht, das stimmt. Aber er kann doch trotzdem noch ein guter Geschäftsführer werden.“ Aber Lukas hielt seinen Kollegen inzwischen für völlig ungeeignet. „Wenn du es sowieso besser kannst und weißt …“, fügte sie hinzu. „Warum hast du das Angebot dann nicht selbst geschrieben? Simon konnte ja nur alles falsch machen.“

„Du denkst, ich habe ihn auflaufen lassen?“, entgegnete Lukas verärgert.

„Du hast ihn nicht richtig eingearbeitet“, hielt sie ihm vor.

„Ich hätte ihm geholfen, wenn er mir das Angebot vorgelegt hätte!“, ereiferte sich ihr Freund.

„So, wie du ihn bisher behandelt hast, wollte er dir eben beweisen, dass er sehr wohl etwas kann“, verteidigte sie ihren Cousin.

„Das hat ja auch prima geklappt“, spottete Lukas.

„Jeder macht mal einen Fehler“, beharrte Sandra. Er musterte sie.

„Würdest du dich für mich auch so einsetzen wie für ihn?“, fragte er schließlich.

„Wenn du es verdient hättest.“ Sie lächelte.

„Und womit kann ich mir so viel Hilfe von dir verdienen?“, erwiderte er.

„Indem du zugibst, dass die falsche Kalkulation nicht allein Simons Schuld ist, sondern auch deine“, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen.

„Schön, dass du in mir einen Sündenbock gefunden hast.“ Er erhob sich, um nach Rosalie zu sehen. Sandra wollte ihm folgen, aber er wies sie an der Schlafzimmertür ab. „Danke, ich komme allein mit Rosalie klar. Kümmere du dich lieber um deinen Cousin.“ Vor den Kopf gestoßen, schaute sie ihn an.

Hätte sie denn aus Liebe schweigen sollen? Lukas gegen Simon unterstützen, auch wenn er sich irrte? Was war denn Liebe ohne Ehrlichkeit und Vertrauen? Es fühlte sich alles so schrecklich an – sie wollte sich doch nicht dauernd mit Lukas streiten. Das Problem musste sich doch irgendwie aus der Welt schaffen lassen. Und wenn sie selbst einfach Thilo anrief und die Sache mit dem Angebot richtigstellte?

Unterdessen hatte Werner aus alter Gewohnheit ein bisschen im Büro herumgeschnüffelt und dabei auch das fehlerhafte Angebot entdeckt. Natürlich gab er augenblicklich Lukas die Schuld an dem Patzer. Erst Sandra belehrte ihn eines Besseren.

Sie war in die Wohnung gekommen, um noch ein paar Sachen von sich zu holen.

„Schade, ich dachte, du hättest es dir überlegt und ziehst wieder ein“, sagte Werner.

„Tut mir leid, da muss ich dich enttäuschen“, entgegnete sie freundlich, aber bestimmt. „Ich glaube, es ist ganz gut so, wie es jetzt ist.“

„Aber für eine Tasse Kaffee ist doch Zeit, oder?“ Sie zögerte. „Ich sehe dich kaum noch. Das tut mir sehr weh.“ Ihre Miene wurde etwas gequält.

„Du hast selbst deinen Teil dazu beigetragen, dass es so gekommen ist“, hielt sie ihm vor.

„Ich weiß, dass ich manchmal etwas rüde mit deinem Lukas umgehe“, räumte er ein. „Aber wie sich wieder einmal zeigt, war und ist mein Misstrauen berechtigt. Er hat sich als Geschäftsführer einen üblen Fehler erlaubt. Und du weißt selbst, dass das nicht der erste war. Er hat dem Floristenverband und seinem Vorsitzenden ein viel zu niedrig kalkuliertes Angebot gemacht. So kann man den Fürstenhof auch in den Ruin treiben.“

„Das Angebot hat nicht Lukas erstellt, sondern Simon. Und Lukas versucht, Simons Fehler auszubügeln und den Schaden zu begrenzen.“ Perplex verzog der Senior das Gesicht. Dass sein Neffe für die Sache verantwortlich sein könnte – darauf war er gar nicht gekommen.

Lukas drosch auf den Boxsack an, der in seiner Wohnung hing. Auch ihm lastete der erneute Streit mit Sandra schwer auf der Seele. Und nun kam auch noch seine Mutter herein.

„Wie geht es deiner Frau?“, säuselte Cosima.

„Ich war bis vor wenigen Minuten an ihrem Bett“, antwortete er. „Es geht ihr den Umständen entsprechend, und sie wird gut versorgt. Und jetzt möchte ich allein sein.“ Aber sie wollte noch hören, wie die Zusammenarbeit mit Simon Konopka lief.

„Du willst ihn doch nicht etwa neben dir dulden?“, stichelte sie.

„Wenn ich ihn gut einarbeite, dann klappt das.“ Missbilligend rümpfte sie die Nase. „Bisher war ich allerdings so unfair, ihm nicht zu helfen.“

„Unfair!“, wiederholte sie ungläubig und verdrehte die Augen. „Wo hast du nur dieses Wort gelernt? Vermutlich von deiner kleinen Freundin.“ Lukas versetzte dem Boxsack einen wütenden Hieb. „Warum so aggressiv? Hast du etwa Ärger mit ihr?“

„Lass mich einfach weiter trainieren“, knurrte er und beachtete sie nicht mehr weiter.

O

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