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Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten

utb 2774

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Matthias Karmasin/Rainer Ribing

Die
Gestaltung
wissenschaftlicher
Arbeiten

Ein Leitfaden für Facharbeit/VWA, Seminararbeiten, Bachelor-, Master-, Magister- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen

[3]

Leitfaden zur Arbeit mit diesem Buch

Das vorliegende Buch liefert eine umfassende Grundlage für die inhaltliche und formale Gestaltung Ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Was die inhaltlichen und wissenschaftlichen Anleitungen in diesem Buch betrifft, so sind diese universell einsetzbar. Themenfindung, Formulieren der Forschungsfrage, wissenschaftliche Argumentation, der Umgang mit Literatur, Hypothesenbildung oder auch die Bewertungsrichtlinien sind im Wissenschaftsbetrieb anerkannt.

Die in diesem Buch vorgestellten formalen Vorgaben sind ebenso anerkannt und können von Ihnen übernommen werden (z. B. Verwendung von Fußnoten, Anordnung von Verzeichnissen, Zitierweise …). Sollten Sie darüber hinaus – je nach Fachbereich, Institut oder Betreuer*in – Formvorlagen oder spezifische formale Vorgaben erhalten, sind diese selbstverständlich zu verwenden.1

Wichtig in diesem Zusammenhang: Die „einzig richtige Form“ gibt es nicht. Im Wissenschaftsbetrieb haben sich unterschiedliche Varianten entwickelt, von denen jede für sich „korrekt“ ist. Entscheidend ist, dass die wissenschaftliche Form bzw. Formatierung Ihrer Arbeit durchgängig und einheitlich ist.[13]

Aufbau des Buches

Kapitel 1: Das Konzept

Konzeption des Inhalts und Planung der Vorgangsweise sind die Basis für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit. Zentrales Element ist dabei die Forschungsfrage, deren Ausgestaltung den Kern der wissenschaftlichen Arbeit darstellt. Wir zeigen Ihnen im ersten Kapitel die Methoden, um von Beginn an zielgerichtet zu planen und effizient zu arbeiten.

Kapitel 2: Form und Formatierung

Nicht nur der Inhalt soll wissenschaftlich sein, sondern auch die Form.

Um die wissenschaftliche Arbeit von anderen Formen schriftlicher Äußerungen (z. B. Zeitungsartikeln) zu unterscheiden, bedarf es geeigneter Werkzeuge und der Einhaltung formaler Richtlinien. Im zweiten Kapitel stellen wir die dazugehörigen Bausteine mit Beispielen ausführlich dar. Darüber hinaus geben wir eine bebilderte Anleitung für die grundlegende Formatierung der Arbeit im Textverarbeitungsprogramm Word.2 Sie deckt die wichtigsten Formatierungsarten ab und soll zeitraubendem Layoutieren vorbeugen.

Kapitel 3: Wissenschaftlich argumentieren und recherchieren

In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen die Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens, wie Sie mit wissenschaftlichen Belegen umgehen, angemessen argumentieren und die Forschungsfrage in einem adäquaten Forschungsprozess abarbeiten. Dazu gehören konkret auch das Formulieren wissenschaftlicher Aussagen sowie – gegebenenfalls, aber nicht notwendigerweise – die Arbeit mit Hypothesen.

Daneben gehen wir näher auf die Klassifikation wissenschaftlicher Quellen ein und geben Ihnen die notwendigen Hinweise, um wissenschaftliche von nicht-wissenschaftlichen Quellen zu unterscheiden.

Kapitel 4: Zitieren

„Abschreiben“ ist erlaubt, aber jedes Zitat muss überprüfbar und einwandfrei nachvollziehbar sein. Einwandfreies Zitieren ist Ausdruck wissenschaftlicher Sorgfalt. Übernommenes fremdes Gedankengut ist in jedem Fall – egal ob als wörtliches oder sinngemäßes Zitat – als solches kenntlich zu machen.[14]

Im vierten Kapitel behandeln wir ausführlich die formalen Zitierregeln, den Umgang mit Fußnoten, die Erstellung des Literaturverzeichnisses etc. und führen ergänzend praktische Beispiele an.

Kapitel 5: Präsentieren und Vortragen

Professionelles Präsentieren gehört nicht nur zu den wesentlichen Mitteln im Wissenschaftsbetrieb. Wer gut präsentiert, kann auch im beruflichen Kontext seine Inhalte besser und damit überzeugend vermitteln. Wir geben Ihnen Tipps und Tricks, um professioneller vorzutragen.

Zur Zitierweise in diesem Buch

Es gibt im Wissenschaftsbetrieb unterschiedliche Formen von Quellenangaben und -verweisen. Beispielhaft wären das etwa:

als Fußnote

23 Vgl. Bänsch, 2013, S. 66.

23 Vgl. Bänsch (2013: 66).

23 Vgl. Bänsch (2013), S. 66.

oder im Text

… (vgl. Bänsch, 2013: 66) …

Es gilt: Die Form der Quellenangaben und -verweise soll in Ihrer Arbeit einheitlich sein.

Entscheiden Sie sich nach Durchsicht von Kapitel 4 bzw. anhand der Vorgaben Ihres Institutes oder Ihrer Betreuungsperson für eine Form, die Sie dann in Ihrer Arbeit konsequent einhalten. Wir haben uns ebenso für eine Form entschieden, die wir in diesem Buch (außer bei den in Kapitel 4 angeführten Beispielen) durchgehend verwenden.[15]

Checkliste für den Start

Was muss ich beisammen haben, bevor ich zu schreiben beginne?

Die Motivation, etwas zu schaffen.

Thema, Betreuungsperson sowie den geplanten Seitenumfang. (Kap. 1)

Eine ausformulierte Forschungsfrage. (Kap. 1)

Eine Vorstellung von den möglichen Antworten auf die gestellte Forschungsfrage.

Eine kurze Darstellung des Forschungsprozesses. (Kap. 1 u. 3)

Das Grundverständnis wissenschaftlicher Argumentation. (Kap. 3)

„Gender-Mainstreaming“ ja oder nein. (Kap. 1)

Das Verständnis, was „eigenständige Leistung“ bedeutet. (Kap. 1)

Die Erwartungen der Betreuungsperson. (Kap. 1)

Ein Basis-Set aus Grundlagenliteratur zur Theorie. (Kap. 3)

Die Bereitschaft, Bücher, Aufsätze und andere wissenschaftliche Arbeiten zu lesen.

Das Sichten und Anlesen bereits approbierter Abschlussarbeiten Ihres Institutes bzw. Ihrer Betreuungsperson.

Eine Disposition mit zwei Gliederungstiefen. (Kap. 1 u. 2)

Die Klärung der geforderten Formvorschriften: Seitenränder, Schriftart, Schriftgröße etc. (Kap. 2)

Die Festlegung, welche Zitierweise verwendet wird. (Kap. 4)

Die Klärung, ob ein „Ich-Bezug“ zulässig ist. (Kap. 1)

Den festen und unumstößlichen Vorsatz, verwendetes fremdes Gedankengut immer zu kennzeichnen und richtig zu zitieren. (Kap. 4)

Die Entscheidung, ob auch ein empirischer Teil (etwa Interviews) eingebaut und – wenn ja – mit welcher Methode gearbeitet wird. (Kap. 3)

Einen groben Zeitplan. (Kap. 1)[16]

1Das Konzept

Warum schreiben Sie eine wissenschaftliche Arbeit? Weil Sie müssen?

Die meisten Studien erfordern den Nachweis der Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten durch die Abfassung schriftlicher (Abschluss-) Arbeiten. Doch auch wenn Sie eine wissenschaftliche Arbeit schreiben „müssen“, lässt sich diese dennoch mit Leben füllen und kann abgesehen von Sinnstiftung und praktischer Relevanz auch einen (kleinen) Beitrag zum Fortschritt der Disziplin leisten.

Wissenschaftliche Arbeiten sind jedoch nicht nur vom Namen her, sondern auch tatsächlich mit Arbeit verbunden. Mit dem Grad des Umfanges und der Komplexität der Arbeit steigen auch die intellektuellen und zeitlichen Anforderungen. Zu den Voraussetzungen, eine gute wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, gehören daher auch Ausdauer und Konsequenz.

Aber keine übertriebene Sorge! Das wissenschaftliche Arbeiten folgt, wie andere Tätigkeiten auch, klaren Kriterien und mit entsprechender Anleitung kann diese Aufgabenstellung erfolgreich abgearbeitet werden. Nach dem Lesen dieses Kapitels werden Sie bereits das Licht am Ende des wissenschaftlichen Tunnels sehen können.

1.1Ansprüche an Abschlussarbeiten

Mit Fortgang des Studiums steigen sowohl Umfang als auch Anspruch an Wissenschaftlichkeit und Eigenständigkeit der Studierenden. Von der Facharbeit bzw. Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) in der Schule, von der Hausarbeit bis zur Dissertation, zum wissenschaftlichen Arbeiten gehören:3[17]

die Erfassung von Problembereichen,

die Beschaffung von und der Umgang mit Literatur,

die Formulierung von Forschungsfragen,

gegebenenfalls die Durchführung empirischer Untersuchungen,

die Formulierung der Arbeit und deren formale Gestaltung (Zitate, Verzeichnisse etc.).

In Österreich ist die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) der erste Schritt der (teil-)standardisierten kompetenzorientierten Reifeprüfung, die Eigenverantwortung und eine selbständig fachlich fundierte Auseinandersetzung eines thematischen Zugangs der Kandidat*innen erfordert. Der Umfang liegt dabei bei ca. 15–25 Seiten.4 Das Pendant dazu in Deutschland ist die Facharbeit, die von den Schüler*innen ebenfalls selbständig erarbeitet wird, die Regelungen dazu sind in den einzelnen Bundesländern aber sehr unterschiedlich.5 VWA und Facharbeit können als Vorbereitung für den Umgang mit dem wissenschaftlichen Arbeiten im Laufe eines Universitätsoder Hochschulstudiums dienen.

Haus- und Seminararbeiten dienen primär der ersten Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Techniken und sollten in 1-2 Wochen abgefasst sein. Die erforderliche Seitenzahl des Textteiles liegt bei 15-20 Seiten bzw. kann sich bei Gruppenarbeiten auf bis zu 50 Seiten erstrecken. Häufig sind diese Arbeiten in einer Lehrveranstaltung zu präsentieren.

Mit der wissenschaftlichen Abschlussarbeit zur Erlangung eines akademischen Grades sollen Studierende ihre Qualifikation für eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten demonstrieren:

Die Bachelor-Arbeit ist Voraussetzung für den akademischen Grad des Bachelors. Je nach Hochschule wird die Arbeit 30-40 Seiten umfassen und sollte in einem Zeitrahmen von zwei Monaten abzufassen sein.

Mit der Master-Thesis, häufig in Verlängerung eines Bachelor-Studiengangs, erhöht sich der wissenschaftliche Anspruch. Während Bachelor-Arbeiten in der Regel eine praktische Anwendung eines theoretischen Ansatzes behandeln, ist eine Master-Thesis auch in der Theorie aufwendiger zu gestalten und abzugrenzen. Die Masterarbeit umfasst etwa 60-80 Seiten und sollte in einem Zeitrahmen von vier Monaten geschrieben sein.[18]

In der Magisterarbeit (bzw. in der Diplomarbeit) sollen neben einer fundierten Befassung mit den theoretischen Grundlagen auch die Fähigkeiten zum kritischen Diskurs oder der Umgang mit Hypothesen bewiesen werden. Jedoch kann – im Unterschied zu einer Dissertation – eine mit Fleiß zusammengestellte Reproduktion von Fachliteratur bzw. eine umfängliche Darstellung und Diskussion des Standes der Forschung ausreichend sein. Die Arbeit mit einem Umfang von 100-120 Seiten sollte in maximal sechs Monaten zu bewerkstelligen sein.

Von einer Dissertation bzw. Doktorarbeit wird eine hochstehende originäre wissenschaftliche Eigenleistung gefordert. Neben der Darstellung der eigenständigen Entwicklung von Gedanken und Modellen wird besonderes Augenmerk auf die methodische Fundierung der Arbeit sowie auf den Beitrag zum Erkenntniszuwachs im jeweiligen Fachgebiet gelegt.

1.2Rechte und Pflichten

Wissenschaftlich zu arbeiten bedeutet vor allem auch, verantwortlich zu arbeiten. Dazu zählen Ehrlichkeit, klare Begriffsverwendung, Übersichtlichkeit, Allgemeingültigkeit und Überprüfbarkeit.

1.2.1Zitat vs. Plagiat

Eine besondere Aufgabe bei der Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit ist das Zitieren. Übernommenes fremdes Gedankengut ist in jedem Fall – egal ob als wörtliches oder sinngemäßes Zitat – als solches kenntlich zu machen.

Dies begründet sich zum einen im Urheberrecht, das Werke als Ganzes und in seinen Teilen als „eigentümliche geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst“ schützt.6 Damit u. a. verbunden ist das Recht auf Urheberbezeichnung.

So wie die Urheberin ein Recht auf eine entsprechende Urheberbezeichnung hat, ist es andererseits Ihre wissenschaftliche Pflicht, dass Sie kein fremdes Gedankengut in Ihrer Arbeit als eigene geistige Leistung „verkaufen“. Andernfalls handelt es sich um ein Plagiat.[19]

Plagiate haben bereits zur Aberkennung von akademischen Titeln geführt. Wichtig: Das bloße Umformulieren von fremden Aussagen und Textpassagen, das Paraphrasieren, schützt Sie nicht vor einem Plagiatsvorwurf!

Kurz: Eigene Erkenntnisse und jene anderer Autor*innen müssen also jeweils erkennbar und nachvollziehbar sein.

1.2.2Gesetzliche Grundlagen

Nun folgend finden Sie einen thematischen Auszug aus gängigen Bestimmungen über rechtliche Grundlagen zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten auf Basis von Hochschulordnungen bzw. Studiengesetzen im deutschsprachigen Raum.

Bitte klären Sie bei Bedarf die für Sie gültigen rechtlichen Grundlagen in dem für Sie zuständigen Studienreferat Ihrer Bildungseinrichtung ab. Wesentliche Bestimmungen sind:

Sollte eine gemeinsame Bearbeitung eines Themas durch mehrere Studierende angestrebt werden, so ist das nur dann zulässig, wenn die Leistungen der einzelnen Studierenden gesondert beurteilbar bleiben.

Erfordert die Bearbeitung einer Abschlussarbeit die Verwendung von Geld- oder Sachmitteln von Einrichtungen der Bildungseinrichtung (z. B. Labor), so ist die Leiterin bzw. der Leiter dieser Einrichtung über die beabsichtigte Verwendung zu informieren.

Der oder dem Studierenden ist (innerhalb einer Frist) Einsicht in die Beurteilungsunterlagen zu gewähren.

Wissenschaftliche Arbeiten, die an einer anerkannten inländischen oder ausländischen Bildungseinrichtung positiv beurteilt wurden, sind von dem für die studienrechtlichen Angelegenheiten zuständigen Organ anzuerkennen, wenn sie den Anforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit der anerkennenden Stelle entsprechen.

Positiv beurteilte Abschlussarbeiten unterliegen in der Regel der Veröffentlichungspflicht. Ausgenommen sind wissenschaftliche Arbeiten oder deren Teile, die einer Massenvervielfältigung nicht zugänglich sind (z. B. künstlerische Abschlussarbeiten).

Anlässlich der Ablieferung einer wissenschaftlichen Arbeit ist die Verfasserin oder der Verfasser durchaus berechtigt, den Ausschluss der Benützung der abgelieferten Exemplare für einen[20] bestimmten Zeitraum (in der Regel längstens fünf Jahre) zu beantragen. Dazu hat die oder der Studierende glaubhaft zu machen, dass wichtige rechtliche oder wirtschaftliche Interessen gefährdet sind (etwa bei der Verwertung aktuell sensibler Daten oder bei einer Auftragsarbeit für eine öffentliche Stelle oder ein Unternehmen).

1.3Thema und Betreuer*in/Begutachter*in

Der thematische Schwerpunkt der Facharbeit bzw. der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) ist frei wählbar, da sie keinem spezifischen Fach zugeordnet ist. Vorausgesetzt ist jedoch, dass Thema und forschungsleitende Frage den Bildungszielen der jeweiligen Schulform sowie der Sach- und Fachkompetenz der Betreuungsperson entsprechen.

Für Haus- und Seminararbeiten sind Themen bzw. Forschungsfragen meist vorgegeben oder ergeben sich schlüssig aus den Seminarinhalten oder aus der entsprechenden Lehrveranstaltung.

Bei Bachelor-Arbeiten werden häufig praktische Problemstellungen angeboten, die in der Arbeit zu behandeln sind.

Bei Master-Thesis bzw. Magisterarbeiten und Dissertationen entwickeln sich Themenstellungen großteils aus dem Lehrbetrieb oder dem eigenen Umfeld. Interesse, berufliche Relevanz sowie Schwerpunkte im Studium fließen dabei ein.

Vereinzelt bieten Institute (eventuell in Zusammenarbeit mit externen Auftraggeber*innen) Themen an. Eine weitere Möglichkeit liefern etwa Firmen oder öffentliche Organisationen in Form einer Vergabe von „Forschungsprojekten“.

Sollten Sie nebenberuflich studieren, bietet sich eventuell ein Thema an, das Sie mit Ihrem Job verbinden können. Gegebenenfalls wollen Sie sich beruflich verändern und machen sich mit Ihrer Arbeit auch inhaltlich fit für neue Aufgaben.

Das gewählte Thema „abklären“

Unabhängig davon, wie Sie zu Ihrem „Thema für die Arbeit“ kommen, klären Sie jedenfalls, ob es bereits eine wissenschaftliche Arbeit mit demselben Thema und derselben Herangehensweise gibt. Es ist schon vorgekommen, dass eine Arbeit aus diesem Grunde wieder verworfen werden musste.[21]

Inhaltlich können sich wissenschaftliche Arbeiten zum selben Thema – je nach Aufgabenstellung und Forschungsfrage – aber auch ausreichend unterscheiden, um jeweils als eigenständige Arbeit zu bestehen.7

Eine „Recherche zum Thema“ ist jedenfalls sinnvoll. So erhalten Sie beispielsweise bei einer Titel- bzw. Stichwortrecherche zum Thema: „Frauen in der Politik“ im Online-Katalog des österreichischen Bibliothekenverbundes obvsg folgendes Ergebnis zu bereits vorhandenen wissenschaftlichen Arbeiten:8

Abbildung 1: Abfrage zu einem Thema im Online-Katalog[22]

Daraus ist ersichtlich, dass es bereits einige Publikationen mit demselben Haupttitel und zahlreiche andere mit ähnlichen Titeln gibt. Zu den einzelnen Einträgen können dann weitere Informationen wie Standort oder Institut, bei dem die wissenschaftliche Arbeit eingereicht wurde, abgerufen werden.

Gleichermaßen können Sie diese Abfragen auch in den Online-Katalogen der deutschen oder schweizerischen Bibliothekenverbünde durchführen. Eine umfassende Recherche ermöglicht der Karlsruher Virtuelle Katalog (https://kvk.bibliothek.kit.edu/)

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