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Die Geiseln

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Kapitel eins
  5. Kapitel zwei
  6. Kapitel drei
  7. Kapitel vier
  8. Kapitel fünf
  9. Kapitel sechs
  10. Kapitel sieben
  11. Kapitel acht
  12. Kapitel neun
  13. Kapitel zehn
  14. Kapitel elf
  15. Kapitel zwölf
  16. Kapitel dreizehn
  17. Kapitel vierzehn
  18. Kapitel fünfzehn

Kapitel eins

Im Esszimmer betrachtete Fiona Sheldon den langen, festlich gedeckten Mahagonitisch, an dem zwanzig Gäste der abendlichen Dinnerparty Platz finden würden, und fragte sich, wo bloß ihr Mann Duncan steckte. Nicht dass sie besonders erpicht darauf war, ihn zu sehen. Denn seitdem ihre Freundin Bethany zu Besuch gekommen war, hatte Duncan immer wieder versucht, Fiona zu überreden, sie solle ihrer Freundin einen Dreier vorschlagen. Erst letzte Nacht war er besonders beharrlich gewesen. Und da sie sich weiterhin geweigert hatte zuzustimmen, hatte der harte Sex sie körperlich wie auch geistig überstrapaziert - von miteinander schlafen konnte nicht die Rede sein.

Nein, es war nicht so, dass sie ihn jetzt unbedingt sprechen wollte, aber er bestand immer darauf, einen letzten Blick auf die Partyvorbereitungen zu werfen. Doch an diesem Abend war er einfach spät dran. Auf den Einladungen stand halb neun, und nun war es schon viertel vor acht. Erneut überlegte sie, was so wichtig gewesen sein könnte, dass Duncan nicht pünktlich erschien. Zumal das Abendessen arrangiert worden war, um die zunehmende Feindschaft zwischen Duncan und dem einflussreichen Familienclan der Trimarchis abzumildern.

Nach einem Blick auf ihre Uhr beschloss Fiona, dass sie nicht mehr länger warten konnte. Also ließ sie die Haushälterin wissen, alles sehe perfekt aus, und ging dann nach oben in ihr Zimmer, um sich umzuziehen. Sie hoffte, Duncan wäre nicht wieder so schlecht gelaunt wie so oft in letzter Zeit, wenn er denn endlich auftauchte. Dinnerpartys wie diese waren schon schwierig genug, da konnte sie auf Duncans schlechte Laune verzichten.

Während Fiona noch auf dem Weg in ihr Zimmer war und sich Gedanken über ihre Ehe und den bevorstehenden Abend machte, kniete Duncan nackt auf dem Doppelbett im Gästezimmer und schloss beide Hände um die wunderbar geformte Taille von Fionas bester Freundin Bethany Morris. Er nahm sie mit heftigen Stößen von hinten, während sie vornübergebeugt mit dem Gesicht auf dem elfenbeinfarbenen Seidenkissen lag, auf dem sich ihr hüftlanges rotes Haar fächerförmig ergoss.

Mit seinen knapp 1,80 Metern, dem grau melierten Haar und den blassblauen Augen war Duncan immer noch ein sehr attraktiver Mann, obwohl er schon fünfzig war. Er achtete stets auf seine Figur und war ausgesprochen stolz auf seine körperliche Fitness. Mit hartem Rhythmus trieb er sich in Bethany, umfasste ihre Taille fester als nötig gewesen wäre und genoss bei jedem Stoß die lustvollen Seufzer seiner Geliebten.

Bethany fühlte sich warm und schön feucht an, und als er den Rhythmus beschleunigte, wurde ihr Gesicht noch kräftiger auf das Kissen gedrückt, sodass ihr Stöhnen gedämpft wurde. Ihr Atem ging schnell, und die gedämpften Laute der Lust kamen in immer kürzeren Abständen, als sie ihrem Höhepunkt entgegenstrebte. Duncan musste daran denken, wie zurückhaltend Fiona ihn in der vergangenen Nacht empfangen hatte. Fast abweisend und kühl war sie seinem ausgelassenen, harten Sex begegnet. Wenn er dagegen sah, wie bereitwillig und heiß ihre Freundin auf ihn ansprach, spornte ihn der Vergleich nur noch mehr an.

Es war nicht länger Bethany, die er jetzt von hinten bumste, es war Fiona. Härter und härter stieß er sich in sie und bestrafte sie dafür, dass sie sich weigerte, seinen Lebensstil zu akzeptieren, seine Sehnsüchte und Wünsche. Und die ganze Zeit schrie Bethany ihre Lust in das Kissen und sprach mit jeder Faser ihre Leibes auf Duncans Sex an. Sie spürte, wie sich tief in ihr die Spannung aufbaute; dieses fast schmerzvolle Sehnen, das der endgültigen Befriedigung vorausging. Sie konnte ja nicht ahnen, dass Duncan mit seinen Gedanken bei Fiona war, und wartete jetzt auf den letzten kleinen Auslöser, der sie zum Orgasmus bringen würde.

Und Duncan enttäuschte sie nicht. Während sie in gespannter Erwartung ausharrte, unmittelbar vor dem Höhepunkt, wanderte seine rechte Hand von der Taille aufwärts und umschloss ihre Brust so fest, dass selbst Bethany überrascht war. Dann streifte er mit den Fingernägeln vom Rand der Brust bis zu dem harten Nippel und hinterließ fünf hellrote Striemen auf Bethanys cremeweißer Haut.

Genau in dem Moment, als seine Nägel ihre Brust zeichneten, zog er ihren Körper hart gegen seinen. Die Kontraktionen ihrer Vaginalmuskeln lösten seinen Orgasmus aus, und nur Sekunden nach Bethanys Gipfelpunkt ejakulierte er.

Die Heftigkeit seines Orgasmus erstaunte ihn. Er vermutete, es lag nur daran, dass er an Fiona gedacht hatte und an ihre zurückhaltende Art. Schließlich sank er erschöpft neben seiner Geliebten auf die Laken und lächelte in sich hinein. Ganz gleich, wie sehr seine Frau versuchte auf Distanz zu gehen, er wusste, dass er letzten Endes doch immer Vergnügen in ihren Armen fand. Entweder durch eine Affäre mit ihrer bester Freundin oder dadurch, dass er seine Lieblingsfantasie auslebte. Er konnte Fiona immer zwingen, das zu tun, was er von ihr verlangte, weil sie auf geradezu lächerlich altmodische Weise ihren Eltern hörig war - glaubte sie doch, es sei ihre Pflicht, ihren Ehemann zufriedenzustellen. Es würde nicht nur ihm, sondern auch Bethany gefallen, wenn Fiona zu ihnen in dieses Bett käme, und noch vor Bethanys Abreise würde er dafür sorgen, dass der Dreier auch zustande kam.

Bethany lag still neben ihm. Eigentlich hatte sie gehofft, der Sex würde länger dauern. Denn sie schaffte mühelos mehr als nur einen Orgasmus, wie Duncan sehr wohl wusste, aber wie es aussah, würde sie sich diesmal mit einem zufriedengeben müssen. Sie nahm Duncans Hand und führte sie zwischen ihre Schenkel, aber er lachte nur und zog die Hand fort.

»Dafür haben wir heute Abend keine Zeit, Beth. In einer halben Stunde steigt die große Dinnerparty. Schon vergessen?«

Bethany zog einen Schmollmund und rollte sich auf die Seite. Als ob sie die Party vergessen könnte! Den lieben langen Tag hatte sie Fiona bei der Organisation geholfen, und weil sie für häusliche Vorbereitungen dieser Art nicht viel übrig hatte, waren all die Stunden furchtbar langweilig für sie gewesen. Sie hatte nur deshalb durchgehalten, weil sie wusste, dass sie am frühen Abend noch Sex mit Duncan haben würde. Doch nun war das Vergnügen viel zu schnell vorbei.

Schon seit einem Jahr hatten sie eine Affäre. Da Bethany bereits seit über zehn Jahren mit Fiona befreundet war - Fiona also schon lange vor ihrer Hochzeit kannte -, hatte sie immer wieder Gelegenheit gehabt, Duncan zu sehen, aber an diesem Tag war es das erste Mal gewesen, dass sie Sex hatten und Fiona zur selben Zeit im Haus war. Und genau dieser Umstand hatte Bethany noch zusätzlich erregt; übrigens Duncan auch, wie sie annahm.

»Was hat meine wundervolle Frau denn heute wieder über mich gesagt?«, fragte er und strich langsam mit einer perfekt manikürten Hand über Bethanys Wirbelsäule.

»Ach, sie beklagt sich, dass du nicht mehr annähernd so aufmerksam bist wie kurz nach der Hochzeit!«, lachte sie. »Ich täuschte Mitgefühl vor, aber Fiona gab keine nennenswerten Details preis.«

»Das Problem mit Fiona ist, dass sie sich immer genau so verhält wie sie gerade guckt. Wie eine wohl erzogene Lady. So will ich meine Frau bei Tisch sehen, aber doch nicht im Bett!«, meinte er mit einem Lachen. »Trotzdem ist es irgendwie anregend, wenn ich weiterhin versuche, sie zu ändern.«

Bethany seufzte. »Du wirst sie wohl nie ändern. Fiona hat einen erstaunlich starken Willen, sobald es um Dinge geht, an denen ihr wirklich etwas liegt. Vermutlich der einzige Grund, warum sie noch bei dir bleibt«, fügte sie mit einem Anflug von Böswilligkeit hinzu.

»Sie bleibt bei mir, weil ich ihren bankrotten Eltern zu einem neuen Zuhause verholfen habe. Ihr Nichtsnutz von einem Vater darf im Vorstand einer meiner Firmen sitzen, sodass er sich wieder wie ein nützliches Mitglied der Gesellschaft fühlt. Aus Fionas Sicht heißt das, dass sie nun ihren Part des Handels erfüllen muss und eine ›gute Ehefrau‹ zu sein hat.«

»Was für ein Pech, dass du dir lieber eine freche, durchtriebene wünschst!«, lachte Bethany, legte sich auf Duncan und rieb sich der Länge nach über seinen Körper. »Was meint sie zu einem Dreier?«

Duncan stieß Bethany ein wenig zu grob von sich und begann, seinen Anzug anzuziehen. »Sie hat natürlich Nein gesagt. Wahrscheinlich wäre ich sogar enttäuscht gewesen, wenn sie zugestimmt hätte. Denn schließlich macht es ja gerade besonders Spaß, wenn sie sich hartnäckig weigert. Mir gefällt es jedenfalls, ihr meinen Willen aufzuzwingen.«

»Ich werde wohl so tun müssen, dass ich den Dreier auch nicht mag«, sagte Bethany schnell. »Sonst wäre es das Ende unserer Freundschaft, und dann wird es schwieriger für uns beide, wenn wir uns treffen wollen.«

»Prima. Du spielst den empörten Gast, Fiona ist die hysterische Ehefrau und ich mime wieder mal den Schurken im Stück und habe meinen Spaß. Ich kann es kaum abwarten. Wie dem auch sei, jetzt ruft aber die Pflicht. Oder besser gesagt: Alessandro Trimarchi.«

»Was ist an ihm so besonders?«, wollte sie wissen und spürte, wie verspannt ihr Körper noch war von unerfülltem Verlangen. Sie mochte es nicht, wenn ihr jemand den Geliebten wegnahm, ehe sie ihre Lust ganz ausleben konnte.

»Ich schulde ihm verdammt viel Geld«, antwortete Duncan, und sein sonst so weltgewandter Tonfall klang mit einem Mal brüchig. »Ich verlasse mich heute Abend darauf, dass Fiona besonders nett zu ihm ist. Er wird sie attraktiv finden. Alle Männer finden sie toll.«

Insgeheim hielt Bethany es für höchst unwahrscheinlich, dass Fiona sich bereit erklären würde, »nett« zu irgendjemandem zu sein, nur um Duncan zufriedenzustellen, denn dafür war Fiona den ganzen Tag über viel zu schlecht gelaunt gewesen. Doch Bethany zog ein diplomatisches Schweigen vor. Falls seine Frau ihn nämlich an diesem Abend enttäuschte, dann würde Duncan mit ziemlicher Sicherheit nach der Party auf den Dreier bestehen, und genau das wollte Bethany um keinen Preis verpassen.

»Was soll ich heute Abend anziehen?«, fragte sie und fuhr sich mit beiden Händen sinnlich über ihre vollen Brüste.

»Was immer dir gefällt. Aber heute Abend ist nur Fiona wichtig«, gab er zurück.

Als Duncan das Zimmer verlassen hatte, schmiss Bethany verärgert einen Hausschuh gegen die Tür, um Frust abzulassen.

Duncan betrat das Schlafzimmer seiner Frau und sah, dass eins der Hausmädchen Fiona beim Ankleiden behilflich war. Mit einer kurzen Handbewegung gab er dem Mädchen zu verstehen, den Raum zu verlassen, und stellte sich dann hinter Fiona, die vor dem Spiegel ihres Toilettentisches saß.

Sie hatte sich für ein schulterfreies, scharlachrotes Kleid entschieden, und ihr kastanienbraunes Haar fiel ihr in weichen Locken auf die Schultern. In ihren dunkelbraunen Augen entdeckte er einen grünlichen Schimmer, der immer dann da zu sein schien, wenn sie nervös oder aufgeregt war. An diesem Abend mochte es an der Nervosität liegen. In der Zeit nach der Hochzeit hatte es ihn amüsiert, diese grünliche Färbung zu sehen, wenn er Fiona erregte. Ganz gleich, wie sehr sie manchmal versuchte, ihre Enttäuschung zu verbergen, sie schien nicht zu bemerken, dass ihre Augen ihren wahren Gemütszustand verrieten. Es war wie ein Spiel für ihn gewesen, an dem er aber schon bald das Interesse verloren hatte. Wie er überhaupt der meisten Dinge irgendwann überdrüssig wurde.

Fiona beobachtete ihn genau im Spiegel. Duncan wirkte ausgeglichen, aber sie wusste, dass der äußere Schein bei ihm oft trog. Seine Laune konnte erschreckend schnell umschlagen. »Du bist spät dran«, stellte sie leise fest.

»Ich wurde noch im Büro aufgehalten. Hast du alles im Griff?«

Fiona nickte. »Natürlich.«

Seine Hände ruhten nun auf ihren bloßen Schultern. »Hier ist ein kleiner blauer Fleck oberhalb des Schulterblatts. Hast du einen Abdeckstift?«

Sie wussten beide, dass dieser Fleck von letzter Nacht stammte. Fiona, die eben noch im Spiegel Duncans Blick gesucht hatte, senkte nun die Augen. Sie wollte nicht an die vergangene Nacht denken.

Schweigend reichte sie ihm den Abdeckstift und schaute dann wieder in den Spiegel. Duncan benetzte einen Finger, rieb damit über die Spitze des Stifts und verteilte die hautfarbene Creme gleichmäßig auf dem blauen Fleck. Seine Fingerstriche waren hauchzart, fast liebevoll, und dennoch erschauerte Fiona. Einen Moment lang blieb er noch so stehen, strich mit den anderen Fingern über Fionas Haut und spürte, wie die Anspannung in ihrem Körper zunahm. Er ahnte, von welcher Mischung diese Anspannung rührte: Fiona versuchte verzweifelt, ihre sexuelle Erregung zu verdrängen und hatte gleichzeitig Angst, er könne ihr noch weitere Schmerzen zufügen.

Es amüsierte ihn, dass seine Frau so leicht zu durchschauen war, aber im Augenblick war keine Zeit für Psychospielchen dieser Art. Rasch öffnete er das Schmuckkästchen, das er mitgebracht hatte, und holte eine Halskette aus Rubinen und Diamanten hervor, dazu noch die passenden Ohrringe.

»Du hast dich genau für das richtige Kleid entschieden, Fiona. Dies hier dürfte perfekt dazu passen.«

Fiona spürte noch das Brennen seiner Finger auf ihrem Rücken und starrte Duncan ausdruckslos im Spiegel an. Ihr Mann hatte immer Hintergedanken, wenn er ihr etwas schenkte. Diesmal vermutete sie, dass es eine Art Bestechung sein sollte, weil er sich wünschte, sie würde endlich dem Dreier mit Bethany und ihm zustimmen. Reine Geldverschwendung, dachte sie in stillem Triumph. Nie würde sie es zulassen, dass er ihre beste Freundin in dieser Weise erniedrigte.

»Du brauchst nur Folgendes zu tun, Fiona«, sagte er wie beiläufig. »Sei heute Abend nett zu Alessandro Trimarchi. Du hast das schon einmal für mich getan, aber heute ist es noch wichtiger. Wenn du versagst, könnte ich genauso bankrott dastehen wie dein netter Herr Vater, und was soll dann aus uns allen werden?«

Fiona schauderte. Ihr wurde jetzt noch schlecht, wenn sie daran dachte, wie einige ältere Herren ihr über den Arm und den Hals gestreichelt hatten und ihr an langen, schwülen Nächten viel zu nah gekommen waren, während ihr Mann beobachtete, wie sie seine Gegner umgarnte. Aber als sie sich ausmalte, was mit ihren alten Eltern passieren könnte, wenn sie sich Duncans Forderungen verweigerte, war sie bereit zu kooperieren.

»Und?«, fragte er voller Ungeduld.

Sie nickte. »Tue ich nicht immer, was du von mir verlangst?«, fragte sie kurz angebunden.

»Von außen betrachtet, ja. Aber wenn wir unter uns sind, enttäuschst du mich doch manchmal sehr«, entgegnete er.

»Ich habe nicht die Absicht, dir mit meinem Privatleben immer und überall entgegenzukommen, um meine Eltern zu beschützen. Aber wenn es um Geschäftliches geht, ist es etwas anderes«, erwiderte sie.

»Ich schätze, du willst Bethany schützen, indem du dich weigerst, meiner Bitte nach einem Dreier nachzukommen?«

»Ja, stimmt. Bethany und ich sind seit Jahren befreundet. Sie ist ein nettes, unkompliziertes Mädchen, das mir vertraut. Mir würde es nicht im Traum einfallen, sie mit in deine perverse Welt hineinzuziehen«, entfuhr es ihr wütend.

Duncan musste lächeln, als er hörte, dass Fiona die wohl hemmungsloseste Geliebte schützen wollte, die er je gehabt hatte. Dennoch wusste er, wie wichtig es trotz Fionas Versprechen war, dass sie in der richtigen Stimmung war, um Alessandro Trimarchi an diesem Abend zu umgarnen.

»Ich mag es, wenn du dein Haar offen trägst«, murmelte er. »Dann muss ich immer daran denken, als ich dich das erste Mal sah. Der Tag, an dem ich deinen Vater besuchte.«

»Wenn ich bedenke, dass das wahrscheinlich der unglückseligste Tag in meinem Leben war, sollte ich mir die Haare heute Abend vielleicht hochstecken«, entgegnete sie.

Duncan zog Fiona an der Taille vom Hocker. Dann setzte er sich auf die Bettkante, drehte Fiona so zu sich, dass sie ihn ansah und zwischen seinen Knien stand. Er sah, wie ihre Brüste sich in dem engen Kleid hoben und senkten, und spürte, dass Fiona sich seinem Griff am liebsten entzogen hätte.

Langsam spreizte er die Hände auf ihrer Taille und strich mit den Daumen über das eng anliegende Seidengewebe und die empfindlichen Hüftknochen darunter. Fiona zuckte zusammen, doch ihre Miene blieb ausdruckslos.

»Entspann dich«, murmelte Duncan. »Du weißt doch, dass du das magst. Genieße es.«

»Ja, einst mochte ich das«, gab sie angespannt zurück. »Jetzt wünsche ich mir nur, dass du mich in Ruhe lässt.«

»Aber gegen ein bisschen Vergnügen hast du doch nichts, oder? Ich habe dir doch so viel beigebracht. Jetzt sag mir nicht, dass du es nicht vermisst.«

Fiona zuckte mit den Schultern. Innerlich kochte sie vor Wut, konnte aber nichts ausrichten. Natürlich vermisste sie den tollen Sex, den sie früher hatten. Duncan hatte ihr und ihrem Körper wirklich eine Menge gezeigt. Kurz nach der Hochzeit, als Fiona ihre natürliche Scheu abgelegt hatte, hatte sie so stark auf die Liebesspiele angesprochen, dass sie sich immer voller Erregung auf die nächste Nacht gefreut hatte. Doch dann hatte er sich verändert; der Sex war härter und extremer geworden. Sie war einfach noch nicht bereit gewesen, Duncan auf diesen Wegen zu folgen. Sobald sie seinen Erwartungen im Bett nicht mehr entsprochen hatte, hatte er ihr den Sex vorenthalten, den sie genoss. Und obwohl sie versuchte, ihren Körper dazu zu bringen, alles zu vergessen, gelang ihr das nicht. Denn ihr Körper erinnerte sich an alles, und wenn Duncan sie wie jetzt in diesem Moment berührte, wurde alles in ihrer Erinnerung lebendig und schon sehnte sie sich wieder nach sexueller Befriedigung.

»Lass mich das machen, was du magst«, lockte er sie.

»Dazu haben wir keine Zeit«, meinte sie und war darum bemüht, möglichst unbeteiligt zu wirken. »Außerdem bin ich fertig angezogen.«

»Ich brauche dich nicht auszuziehen. Ich komme so klar«, versicherte er ihr.

Eingezwängt zwischen seinen Knien, spürte sie, wie er ihr eine Hand unter den Saum des Kleids schob, bis seine Finger die weiche, empfindliche Haut ihrer Schenkel streichelten. Als die Finger zur Innenseite der Schenkel und zurück wanderten, drückte Fiona sich unweigerlich an seine Hand und fühlte, wie sehr ihr ausgehungerter Körper sich nach diesen Freuden sehnte.

Mit dem Daumen strich Duncan ihr über den Slip und hörte, dass sie ein Stöhnen tief in ihrer Kehle unterdrückte. Daraufhin lockerte er den Druck seiner Knie und zog Fiona neben sich auf das Bett. Im nächsten Augenblick kniete er vor ihr auf dem Boden.

Mit beiden Händen streichelte er zärtlich über ihre schwarzen Strumpfhalter aus Seide, zwängte ihre Beine sacht auseinander und strich über die bloße Haut oberhalb der Seidenstrümpfe.

Fiona schloss die Augen. Wenn das eine Bestechungsaktion war, dann würde sie sie annehmen. Nach dem harten Sex und den Schmerzen der vergangenen Nacht hatte sie dieses Vergnügen verdient. Leicht fuhr Duncan mit der Zungenspitze über den hauchdünnen Stoff ihres Slips. Sie spürte, dass sie feucht wurde, nicht nur von der Zunge.

Mit den Händen glitt er unter ihren Po und hob sie leicht an, sodass er mehr mit seinem Mund erreichen konnte. Jetzt sog er durch den Stoff und formte ihre Knospe zu einer kleinen, harten Perle und streichelte gleichzeitig über die empfindliche Haut ihrer Schenkel.

Fiona hörte jetzt ihren eigenen Atem. Sie atmete schnell und stoßweise, doch es kümmerte sie nicht. Er war ihr Mann, und sie hatte ein Recht darauf. Ihre Brüste begehrten gegen die Enge des Kleids auf; sie schienen den Freuden entgegenzufiebern, die ihr schon so lange nicht mehr vergönnt gewesen waren.

»Sieh mich an, Fiona«, wisperte Duncan.

Sie hob die schweren Lider, und Duncan entdeckte wieder dieses grünliche Schimmern in ihren Augen, das ihm verriet, wie erregt sie war ... auch wenn sie ihren Körper noch weitgehend unter Kontrolle hatte. Ein Gefühl von Triumph durchströmte ihn, als er den Rock ihres Kleids wieder zurechtzog.

»Jammerschade, dass unsere Gäste jeden Moment kommen«, sagte er beiläufig.

Das Verlangen tief in ihr war wie ein Schmerz, und ihre brennende Klitoris drückte gegen den Slip. Vollkommen verwirrt starrte sie Duncan an. »Duncan, bitte! Es dauert doch nur noch einen Moment.«

»Zeit, die ich leider nicht mehr habe, aber ich bin mir sicher, dass Alessandro dort anknüpfen wird, wo ich es nicht beenden konnte.«

Selbst Duncan war erschrocken, als er den Ausdruck von Verachtung sah, der sich in Fionas Blick schlich. Fast benommen starrte sie ihn an und erfasste, dass er wieder nur mit ihr gespielt hatte. »Ich hasse dich«, spie sie mit zittriger Stimme, in der noch leidenschaftliches Sehnen mitschwang. »Wie konnte ich auch nur einen Augenblick glauben, du würdest einmal etwas ohne Hintergedanken machen! Aber ich verspreche dir, das war das letzte Mal, dass ich einen Fehler mache.«

»Werden wir ja sehen«, sagte Duncan unbeeindruckt. »Sollte es Alessandro nicht gelingen, dich zu befriedigen, wird dein Körper nach jemand anders verlangen, und ich bin immer noch dein Mann.«

»Ich wünschte, du wärst es nicht!«, entgegnete sie, gedemütigt und voller Zorn.

»Es gibt jede Menge Frauen, die gern mit dir tauschen würden, wenn du lieber gehen willst«, sagte Duncan in arrogantem Ton und dachte an Bethany.

»Das würden sie nicht, wenn sie wüssten, wie du wirklich bist«, antwortete Fiona.

»Du siehst toll aus!«, begeisterte er sich. »Deine Augen leuchten, deine Wangen sind gerötet. Alessandro wird dir nicht widerstehen können.«

Fiona glättete ihr Kleid und setzte sich bebend vor Wut und Enttäuschung, während Duncan ihr die Halskette umlegte und die Ohrringe anlegte. Als sie erkannte, dass er nicht die Absicht hatte, sie jetzt allein zu lassen, weil er vermutete, sie könnte sich dann die Befriedigung verschaffen, die er ihr vorenthalten hatte, musste sie sich mit einigen tiefen Atemzügen beruhigen. Schließlich ging sie nach unten, um die Gäste zu begrüßen: Äußerlich kühl, doch ihr ganzer Leib pochte und ihre Brüste brannten durch den Stoff, der sich darüber spannte.

Endlich ebbte die Erregung ab, die Duncan in ihr hervorgerufen hatte. Fiona schwor sich, es nie wieder zuzulassen, dass irgendjemand sie gegen ihren Willen in sexuelle Erregung versetzen würde. Was diesen Alessandro betraf, wer immer er auch sein mochte, sie würde sich ein wenig von ihm betatschen lassen, aber das würde sie nicht kümmern. Sie würde nicht einmal darüber nachdenken, was überhaupt geschah. Innerlich würde sie sich komplett von den erbärmlichen und plumpen Annäherungsversuchen dieser Art älterer Herren lösen und morgen Bethany von dem Leben erzählen, das sie gezwungen war mit Duncan zu verbringen.

Zumindest waren das ihre Gedanken, bis sie Alessandro Trimarchi erblickte. Denn von diesem Moment an wurde alles nur noch komplizierter.

Trimarchi und seine langjährige Freundin Georgina waren die beiden letzten Gäste, die eintrafen. Duncan war sichtlich nervös geworden und atmete erleichtert aus, als Trimarchi endlich auftauchte. Wäre der heiß ersehnte Gast der Einladung nämlich nicht gefolgt, hätte Duncan vielleicht keinen weiteren Aufschub bei der Begleichung seiner Schulden mehr bekommen. Und die Wahrheit war, dass er das Geld einfach nicht hatte. Er hatte sein Unternehmen zu rasant erweitert, und nun forderten die Banken die Rückzahlung der Kredite. Daher konnte Duncan im Augenblick den Trimarchis die Summe nicht zurückzahlen.

»Das ist Alessandro«, zischte Duncan Fiona ins Ohr, als das Paar von dem Butler begrüßt wurde, den Duncan eigens für den Abend engagiert hatte. »Wenn ich nach dem Essen ein paar Worte mit ihm gewechselt habe, dann möchte ich, dass du dich mit ihm zurückziehst und das machst, was er verlangt, verstanden?«

Fiona betrachtete den Mann an der Tür. Er mochte 1,90 groß sein, hatte auffallend breite Schultern und eine schmale Taille - eine Mischung, die Fiona immer schon anziehend gefunden hatte. Doch es war sein Gesicht, auf das sie besonders achtete. Er hatte einen dunkleren Teint und einen attraktiven Bartschatten um das Kinn, obwohl er sich zweifellos noch am Abend rasiert hatte. Ebenso attraktiv fand Fiona die hervorstehenden Wangenknochen und die edle römische Nase des Gastes. Sein Mund bildete einen geraden Strich und betonte die markanten Linien, die von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln verliefen. Allein das zusammen hätte ausgereicht, ihn als gut aussehend zu bezeichnen, wären da nicht seine Augen gewesen, die absolut hypnotisierend wirkten - gewiss waren es diese Augen, denen die Damenwelt nicht widerstehen konnte.

Sie wirkten so dunkel, dass man kaum die Iris von der Pupille unterscheiden konnte. Er hatte lange Wimpern, während die Brauen hoch ansetzten, die Augen noch größer erscheinen ließen und die leicht geschlossenen Lider betonten. Während Fiona ihm direkt in die Augen sah, merkte sie, wie ihr Mund ganz trocken wurde.

Duncan legte ihr eine Hand auf den Rücken und drängte sie nicht gerade sanft in Alessandros Richtung. »Ich glaube, Sie kennen meine Frau Fiona noch nicht«, sagte er verbindlich. Der Italiener nahm Fionas Hand, hob sie an seine Lippen und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken. Eine steife, einstudierte Geste des Respekts, die Fiona ärgerte. Denn sie hatte nicht damit gerechnet, dass er zu den Männern gehörte, die ihren südländischen Charme bewusst einsetzten.

Während er sich über ihre Hand beugte, stellte sie fest, dass sein ansonsten pechschwarzes Haar hier und da von grauen Strähnen durchsetzt war. Als er sich wieder aufrichtete, blickte sie einen Moment zu lange in seine Augen. Und der Blick, den er ihr nun zuwarf, war alles andere als gewöhnlich oder einstudiert. Er taxierte sie, nahm ihre äußere Erscheinung und ihr Sexappeal in sich auf, und als sich seine Augen kaum merklich vor Bewunderung weiteten, wandte Fiona sich leicht ab, da ihr Körper sich plötzlich an die Empfindungen erinnerte, die sie zuvor durchströmt hatten.

Duncan beobachtete seine Frau aufmerksam und sah, wie ihre Brustknospen gegen das Mieder ihres eng anliegenden Kleids drückten. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Fiona würde an diesem Abend keine Schwierigkeiten machen. Gar nicht auszudenken, wenn Alessandro eine Abfuhr von Fiona erhalten würde! Doch danach sah es nicht aus, und Duncan war zuversichtlich, dass die kalkulierte Stimulierung von Fionas erogenen Zonen sich auszahlen würde.

Georgina betrachtete ihren Liebhaber sichtlich amüsiert. Wann immer er eine attraktive Frau sah, bedachte er sie mit diesem abschätzenden Blick. Doch obwohl er mit vielen Frauen schlief, kehrte er immer wieder zu ihr zurück, weil sie wusste, wie man ihn glücklich machte. Zum Glück war sie nie der eifersüchtige Typ gewesen, und als verantwortliche Redakteurin der Modesparte eines der führenden Frauenmagazine des Landes hatte sie einen Job, der sie in Atem hielt, während Alessandro arbeitete oder dem Sport frönte.

Eine Frau wie Georgina - eine kleine, schlanke Frau mit dunkler, mit Gel gestylter Kurzhaarfrisur - übersah man nicht. Sie war grell geschminkt und trug auffallende Kleidung, meistens sinnliche, eng anliegende Designersachen, die Alessandro an ihr mochte. An diesem Abend präsentierte sie sich in einem weißen Kleid, das vorn mit diagonal verlaufenden breiten, schwarzen Streifen versehen war und auf Taillenhöhe verführerische Schlitze aufwies. Das trägerlose Top passte sich an ihre kleinen, schön geformten Brüste an, und wie immer trug Georgina keine Unterwäsche.

Sie folgte Alessandro in den Speiseraum und hoffte, dass das Dinner nicht zu lange dauern würde. Da sie beide seit über einer Woche keine Zeit mehr füreinander gehabt hatten, sehnte Georgina sich schon nach seinen cleveren Händen und seinem forschenden Mund auf ihrem Körper. Noch nie hatte sie eine so aufregende und erotische Beziehung erlebt und wusste, dass sie sich glücklich schätzen durfte, diesem Mann begegnet zu sein. Er entsprach all ihren Erwartungen, und sie hatte die Absicht dafür zu sorgen, dass er auch immer zu ihr zurückkehrte. Ihr ging es genauso wenig wie ihm um die Ehe, aber sie wollte ihren Platz in seinem Bett behalten und würde dafür fast alles tun, um diesen Platz zu behaupten.

Das Dinner verlief recht angenehm. Duncan hatte Georgina den Platz an seiner rechten Seite zugewiesen. Obwohl sie nicht Alessandros Frau war, galten sie in den Augen aller als Paar, und daher würde der Italiener auch von allen erwarten, dass man seine Begleiterin behandelte, als wäre sie seine Ehefrau. Am anderen Ende der Tafel saßen Fiona und Alessandro. Wann immer Duncan ihr bei anderen Gelegenheiten gesagt hatte, sie solle »nett« zu gewissen Gästen sein, war es ihr stets gelungen, während des Dinners das Abbild einer lebhaften und vor Charme sprühenden Gastgeberin abzugeben, wodurch ihr die Dinge, die dann folgten, leichter fielen. Denn die betreffenden Herren waren dann längst davon überzeugt, dass Fiona von ihnen verzaubert war.

Aber diesmal war es anders. Die schiere physische Präsenz von Alessandro hatte den Effekt, dass Fiona die meiste Zeit über schwieg. Kurz zuvor hatte sie sich noch geschworen, sich nie wieder von einem Mann erregen zu lassen, doch nun saß sie neben einem charismatischen Gast, der bereits eine Wirkung auf sie ausübte, ohne dass er es speziell darauf anlegte. Jedes Mal, wenn er sie ansah, begannen ihre Brüste zu kribbeln. Umso stärker regte sich dieses schmerzhafte Sehnen tief in ihrem Innern, das Duncan in ihr ausgelöst hatte.

Als Fiona beobachtete, wie Alessandro mit dem Besteck umging, betrachtete sie unweigerlich seine Hände. Er hatte lange, schlanke Finger; Fiona glaubte sie schon auf ihrem Körper zu spüren, und zwar an Stellen, an denen Duncan sie zuvor berührt hatte. Ihre Wangen nahmen eine rötliche Färbung an.

Später, als er eine kleine Mandarine pellte, mit seinen weißen, ebenmäßigen Zähnen in eines der kleinen Stücke biss und sich dann mit der Zungenspitze über den Mundwinkel leckte, durchzuckte es Fiona heiß, da sie sich vorstellte, wie es sich anfühlen würde, seinen Mund auf ihrem zu spüren. Wozu seine Lippen und seine Zunge noch fähig wären, wagte sie sich im Augenblick nicht auszumalen.

Nachdem der Kaffee und Grappa serviert worden waren, verließen die Gäste die Tafel und begaben sich in kleinen Gruppen in die anderen Räume. Wie besprochen, wartete Fiona auf dem Flur, während Duncan sich auf ein paar Worte mit Alessandro zurückzog. Später würde sie den Gast in den kleinen Salon führen, in den sie all die anderen Herren gebracht hatte, die sie bei Laune hatte halten müssen. Doch diesmal beschleunigte sich bei diesem Gedanken ihr Herzschlag vor Aufregung ... und nicht vor Furcht oder Abscheu wie zuvor.

Sie versuchte, sich zu beruhigen. Alles war so sinnlos. Selbst wenn dieser Alessandro Trimarchi sich auf wundersame Weise als toller Liebhaber entpuppte, wie sie es sich in ihrer überhitzten Fantasie ausmalte, durfte sie nicht zulassen, dass ihr Körper auf ihn ansprach. Was sollte das bringen, wenn ihr Eheleben sexuell so frustrierend war? Es würde alles nur noch schlimmer machen. Dennoch sagte eine innere Stimme ihr, dass sie sich darauf einlassen sollte. Um für sich selbst das meiste herauszuholen.

Hin und her gerissen zwischen Verlangen und Scham bei diesen Gedanken, erkannte Fiona zunächst gar nicht, wie lange sie schon hatte warten müssen. Gäste flanierten durch die Eingangshalle und gingen in den Großen Salon oder in den Garten, aber Alessandro war immer noch nicht aufgetaucht.

Plötzlich kam Duncan aus der Tür, auf die Fiona die letzten Minuten gespannt geschaut hatte. »Was machst du hier, zum Teufel?«, fuhr er sie schroff an. »Du solltest doch bei Alessandro sein. Er war leider sehr wenig entgegenkommend, was das Geld betrifft. Jetzt kommt es auf dich an.«

»Aber ich habe ihn nirgends gesehen«, wehrte Fiona sich.

»Er ist zur anderen Tür hinaus, aber er wird ja irgendwo sein. Los, geh und such ihn, und denk dran, was auch immer er verlangt, du musst dich auf seine Wünsche einlassen. Vergiss deine verdammte puritanische Einstellung. Er ist ein gebildeter Mann und erwartet, dass du seinen Ansprüchen genügst.«

»In diesem Punkt bekomme ich ja wenig Übung an deiner Seite«, entgegnete sie und war insgeheim froh, als sie den Ausdruck von Wut auf Duncans Gesicht sah. Doch da eilte sie schon davon.

In jeden größeren Raum warf sie einen Blick, doch den attraktiven Italiener konnte sie nirgends entdecken. Schließlich stand sie vor dem Arbeitszimmer. Dieser Raum war für gewöhnlich immer verschlossen. Duncan bewahrte dort sämtliche Geschäftsunterlagen im Safe auf. Noch wartete sie ab.

Sie war sich sicher, Stimmen im Arbeitszimmer zu hören. Und schon ging es ihr durch den Kopf, dass dieser Alessandro womöglich mehr Interesse an Duncans Arbeit als an dessen Frau hatte. War es Alessandro irgendwie gelungen, in das Zimmer zu gelangen, um ungestört die Papiere ihres Mannes zu durchsuchen?

Duncan oder das Geschäftliche waren ihr egal, aber es war ihr nicht gleich, was mit ihren Eltern geschah. Wenn Alessandro Duncan finanziell ruinierte, wären ihre Eltern erneut mittellos, und Fiona wusste nicht, ob ihre Mutter und ihr Vater noch einmal mit einer solchen misslichen Lage zurechtkämen. Und wenn sie selbst an diesem Abend versagte, würde Duncan erneut auf diesen Dreier mit Bethany drängen, was Fiona auch nicht herbeisehnte.

Getrieben von diesen Sorgen, drückte sie die Klinke der schweren Eichentür und drückte sie langsam auf. Wenn Alessandro im Zimmer war und in Geschäftsgeheimnissen schnüffelte, dann musste sie ihn auf andere Gedanken bringen. Blieb zu hoffen, dass er sie attraktiv genug fand und sich auch ablenken ließ. Als sie die Tür weiter öffnete und in den Raum schlich, war Alessandro gar nicht mit Duncans Geschäftspapieren beschäftigt, sondern ausschließlich mit Georgina.

Georgina lag mit dem Rücken auf Duncans großem Schreibtisch, den Kopf zur Tür. Das Top ihres Kleids hatte sie sich bis zur Taille gestreift, und Alessandro, der auf der anderen Seite des Schreibtisches zwischen Georginas Schenkeln stand, stützte sich mit beiden Händen auf der Holzfläche ab und beugte sich über Georginas Brüste.

Keiner der beiden hatte Fiona bisher bemerkt. Alessandro verwöhnte die Unterseiten von Georginas Brüsten mit langen Zungenstrichen, ehe er die Zungenspitze an ihren Nippeln spielen ließ. Fiona starrte auf diese harten Brustspitzen und hörte Georginas Stöhnen, die von der Zunge ihres Liebhabers nicht genug zu kriegen schien.

Doch Alessandro ließ sich nicht drängen. Genüsslich widmete er sich erneut den Unterseiten ihrer Brüste, und immer wenn Georgina seinen Kopf zu ihren Spitzen ziehen wollte, zog der Italiener sich absichtlich zurück, während Georginas Nippel weiter wuchsen.

Bei diesem Anblick durchpulste es Fiona heiß. Sie merkte, wie hypnotisiert sie von den Vorgängen auf dem Schreibtisch war. Der Hals war ihr wie zugeschnürt, sie konnte kaum noch schlucken. Und jeder Strich von Alessandros Zunge über Georginas Brust schien auch Fionas Brust zu verwöhnen, denn ihre Knospen fühlten sich schon genauso geschwollen an.

Jetzt begann Georgina sich zu bewegen, wand sich und stöhnte lauter. Langsam wanderte Alessandro mit dem Mund am Leib seiner Geliebten hinab und entdeckte mit einem Mal Fiona. Einige Augenblicke sahen sie einander schockiert an, doch dann verzog Alessandro den Mund zu einem kleinen Lächeln, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder Georgina widmete und einfach weitermachte, als wäre Fiona gar nicht da.

Mit beiden Händen strich er sinnlich über ihre Hüften und schließlich unter den Rock des Kleids, genau wie Duncan es zuvor bei Fiona gemacht hatte. Aber dies war so anders, dass die beiden Vorgänge aus Fionas Sicht nichts miteinander zu tun hatten.

Georgina, die nach wie vor nichts von Fionas Gegenwart ahnte, begann zu keuchen. »Ja! Ja, jetzt! Jetzt!«, rief sie voller Leidenschaft. Allessandro schloss die Hände fester um ihre Hüften und zog Georgina näher zu sich. Dann, zu Fionas kribbelndem Schrecken, öffnete er den Knopf und den Reißverschluss seiner Hose und schaute Fiona dabei unverwandt in die Augen.

Er war im Begriff, seine Geliebte zu nehmen, während Fiona dastand und zuschaute! Dazu würde sie es nicht kommen lassen. Georginas Bitten wurden flehentlicher, und schließlich gelang es Fiona, den Blick von der erotischen Szene zu lösen und den Raum wieder zu verlassen. Fast stolperte sie zur Tür hinaus, die sie rasch hinter sich schloss.

Als Alessandro in Georgina glitt und den gewohnten Rhythmus vorgab, merkte er, dass er gar nicht an seine kleine Freundin dachte. Mit den Gedanken war er vielmehr bei Fiona und dachte an ihre geröteten Wangen und an die Brustspitzen, die sich unter ihrem Kleid abzeichneten - an ihre Atemzüge, die fast so schnell gingen wie die von Georgina.

Unter ihm war Georgina kurz vor ihrem Höhepunkt. Wenn sie für ein paar Tage keinen Sex gehabt hatten, kam sie beim ersten Mal immer schnell, aber Alessandro war alles andere als kurz vorm Kommen: War er doch damit beschäftigt, die vielschichtigen Signale zu deuten, die Duncan Sheldons Frau ausgesandt hatte. Während des Dinners war sie zwar freundlich gewesen, hatte aber ein wenig unbeholfen gewirkt, als fühlte sie sich in seiner unmittelbaren Nähe nicht recht wohl. Ihre Körpersprache war nicht die einer sinnlichen Frau. Dafür wirkte sie zu angespannt und verschränkte als Abwehrgeste oft die Arme vor der Brust. Nachdem er sie aber gerade an der Tür gesehen hatte, ahnte er, dass sein erster Eindruck an diesem Abend doch richtig gewesen war: Sie war eine unglaublich sinnliche Frau.

Georgina, ganz gefangen in den Strudeln ihres Orgasmus, merkte zunächst nicht, dass Alessandro ihre Lust nicht teilte. Erst nachdem ihr Körper nicht mehr von den Schüben ihres Höhepunkts erzitterte, nahm sie wahr, dass ihr Lover noch hart war. Schnell glitt sie vom Tisch, um sich vor Alessandro zu knien, doch er zog sie auf die Füße und strich ihr Kleid glatt. »Das spare ich mir für später auf, wenn wir unter uns sind«, erklärte er wie beiläufig. »Das war nur für dich, weil es mich gefreut hat, dich wiederzusehen.«

Georgina konnte nur hoffen, dass das stimmte. Er sah aus, als wäre er mit seinen Gedanken ganz woanders, und trotzdem hatte er es kaum abwarten können, sie auf Duncans Schreibtisch zu nehmen, zweifelsohne zusätzlich ermuntert von dem Risiko, plötzlich entdeckt zu werden. Denn Gefahr spornte ihn in seiner Erregung immer noch an. Sie lächelte. »Ich kann's kaum erwarten, dass wir gehen.«

Er gab ihr einen Klaps auf den Hintern; eine Angewohnheit, die sie hasste, aber sie hatte nie den Mut gehabt, sich darüber zu beklagen. Dann nahm er sie mit zur Tür, inzwischen ganz aufgeregt von den Dingen, die womöglich noch auf ihn warteten. Den Plan hatte er schon vor Wochen ausgearbeitet, lange vor diesem Dinner und lange bevor Alessandro Duncans rätselhafte Frau gesehen hatte. Der Plan hatte ihn von Beginn an gereizt, aber jetzt, da er Fiona gesehen hatte und etwas mehr über sie zu wissen glaubte, hielt er seine Idee für einen Geniestreich.

Die nächsten Wochen über würde er Gelegenheit haben, die Sinnlichkeit von Fiona tiefer zu ergründen, ganz wie es ihm beliebte. Ja, er würde sie in eine ganz neue Welt einführen. Bei diesem Gedanken musste er lächeln.

Kapitel zwei

Sowie der letzte Gast gegangen war, begab Fiona sich auf direktem Weg in ihr Zimmer. Unten hatte sie noch nach Bethany gesucht, aber ihre Freundin schien schon längst oben im Gästezimmer zu sein. Sie hoffte, dass Beth sich an diesem Abend nicht zu Tode gelangweilt hatte. Ihre Freundschaft bedeutete Fiona viel, aber seitdem Duncan wie besessen von der Idee war, Bethany für einen Dreier im Bett zu gewinnen, befürchtete Fiona, dass sie ihre Freundin demnächst nicht mehr dazu würde überreden können, noch einmal länger zu Besuch zu bleiben. Wie schade, aber sie beschloss, Beth über Duncans wahre Absichten aufzuklären, damit Beth nicht glaubte, Fiona wolle sie aus irgendeinem Grund nicht mehr im Haus haben.

Kaum hatte Fiona das Kleid ausgezogen und sich in ihr Satinnachthemd gehüllt, als Duncan ins Zimmer platzte. Er klopfte nie an, obwohl sie immer bei ihm anklopfen musste, wenn sie einmal zu ihm ging, um etwas zu besprechen. Noch nie hatten sie ein gemeinsames Schlafzimmer gehabt, nicht einmal zu Beginn ihrer Ehe.

»Und?«, wollte er wissen, drückte sie aufs Bett und baute sich vor ihr auf. »Wie ist es mit Alessandro gelaufen?«

Fiona versuchte ruhig zu bleiben. »Es ›lief‹ überhaupt nichts. Er war nur mit seiner Freundin beschäftigt. Für mich hätte er kein Interesse gehabt.«

»Willst du damit sagen, dass du es nicht mal versucht hast?«, fragte er ungläubig.

Fiona überlegte kurz, ob sie ihm von der Szene im Arbeitszimmer erzählen sollte, beschloss dann aber, es für sich zu behalten. Wahrscheinlich hätte er ihr vorgeworfen, warum sie sich nicht ausgezogen und zu den beiden gesellt hatte. »Er war die ganze Zeit bei seiner Freundin. Ich konnte ihn nicht mal dazu bringen, mit mir einen Spaziergang durch den Garten zu machen«, log sie und hoffte, Duncan ein wenig beschwichtigen zu können.

Duncan wurde blass vor Zorn. »Soll das heißen, ich schulde ihm immer noch das Geld? Du dämliches Miststück! Weißt du, warum er nicht an dir interessiert war? Weil er dir ansah, dass du frigide bist. Männer mit seiner Erfahrung wissen so etwas. Als ich dich kennenlernte, war deine Schönheit das einzig Gute an dir. Du warst nicht nur schön, sondern auch sexy. Die Männer schauten dir nach, und alle wollten dich im Bett haben. Jetzt verschwendet keiner mehr einen zweiten Blick an dich, und warum auch? Du bist eine kühle, nur auf dich fixierte Frau, die nicht weiß, was Leidenschaft bedeutet. Es sei denn, du liegst unter mir, ich säusele dir etwas ins Ohr und komme deinen altmodischen Ansichten entgegen, dann zeigst du Interesse. Ist es nicht so?«

Fiona hatte sich das alles schon einmal anhören müssen, doch noch nie hatte er sie so angeschrien und sie mit so einer hasserfüllten Miene angesehen. »Wenn du damit sagen willst, dass ich keinen perversen Geschmack habe, dann hast du recht!«, gab sie zurück. »Ich will keine Männer verführen, die du für deine Geschäfte umstimmen musst, und ich hasse es, wenn du andere Frauen in unser Bett holst. Darum geht es beim Sex auch nicht.«

»Du hast doch keine Ahnung, worum es beim Sex geht. Du bist die einzige Frau, die ich kenne, die sich als Verfechterin der Sittenstrenge gibt.«

»Wenn ich keine Ahnung habe, worum es beim Sex geht, dann doch nur, weil du nicht in der Lage warst, es mir zu zeigen!«, rief Fiona mit erhobener Stimme.

»Dann werde ich es dir jetzt zeigen«, erwiderte er. »Wenn du mich bei meinen öffentlichen Auftritten nicht zufriedenstellen kannst, dann sollst du mir wenigstens im Schlafzimmer gefallen. Heute Abend gehen wir für eine schöne ménage à trois zu deiner Freundin Bethany.«

»Nein!«, rief Fiona und versuchte, sich aus seinem Griff zu lösen, aber natürlich war Duncan viel stärker als sie. Außerdem kochte er vor Wut, wenn er nur daran dachte, zu welcher Methode die Trimarchis nun übergehen würden, um sich an ihm zu rächen. Jetzt zerrte er sie hinaus auf den Flur und hämmerte mit der Faust gegen Bethanys Tür.

Fiona wollte ihre Freundin noch warnen, doch er hielt ihr den Mund zu. Leider öffnete Bethany da bereits die Tür und hatte nichts weiter an als ihr seidenes Pyjamaoberteil und eine kurze Seidenhose.

Als Duncan Fiona vor sich in den Raum stieß, hörte sie, dass Bethany einen unterdrückten Schrei ausstieß, aber da Fiona einen Moment lang mit dem Rücken zur Tür stand, konnte sie nicht sehen, dass Bethany den Schlüssel in der Tür drehte, als alle im Raum waren.

Bethany zitterte vor Aufregung. Hier stand Duncan - der beste Lover, den sie je gehabt hatte, und der einzige Mann, den sie hätte heiraten wollen - mit seiner Frau in ihrem Zimmer, die zufälligerweise ihre beste Freundin war. Nicht nur das, aber Fiona war so sehr gegen den Dreier, dass ihr Widerstand die Vorfreude nur noch anfachte. Bethany fiel es wirklich schwer, die Erschrockene zu spielen.

Duncan zog Fionas dünnes Nachthemd aus und drückte sie auf das Doppelbett. »Komm her«, wandte er sich kurz an Bethany. Sie zögerte einen Augenblick, damit Fiona auch glaubte, dass ihre Freundin nur das tat, was Duncan von ihr verlangte. »Na los!«, fuhr er sie an, und diesmal gehorchte sie, stand innerlich aber schon vor prickelnder Freude in Flammen.

»Spreiz ihre Beine!«, befahl er.

Fiona trat in allen Richtungen nach ihm. »Tu's nicht. Lauf und hol Hilfe!«, schrie sie, aber Bethanys schreckgeweitete Augen verrieten ihr, dass sie auf keine Hilfe hoffen durfte. Fiona glaubte, dass Bethany alles tun würde, was Duncan von ihr verlangte, um ihre Freundin vor Leid zu bewahren. Schließlich hatte Fiona auch versucht, Bethany zu schützen.

Duncan erkannte, dass Fionas Widerstand etwas nachgelassen hatte, packte dann schnell ihre bloßen Schenkel und drückte sie weit auseinander. »Halte ihre Knie fest«, rief er Bethany zu. Fiona spürte die kleinen Hände ihrer Freundin auf den Innenseiten ihrer Knie; die Berührung war so zart. »Weiter«, befahl Duncan, und Fiona schloss die Augen, weil sie sich schämte, sich in dieser Weise ihrer Freundin präsentieren zu müssen.

Bethany schaute hinab auf Fionas geschlossene Lider und spürte, wie das Vergnügen von ihr Besitz ergriff. Darauf hatte sie sich schon so lange gefreut: Ihre Freundin so zu sehen, erniedrigt vor Duncan und ihr, absolut ahnungslos, dass sie schon seit Langem die Geliebte ihres Mannes war. Das entschädigte sie für all die Tage, an denen sie Fiona bei offiziellen Anlässen an Duncans Seite gesehen hatte, obwohl sie dort hingehört hätte.

Fiona wartete mit geschlossenen Augen, was als Nächstes passieren würde. Sie brauchte auch nicht lange zu warten. Plötzlich zog Duncan ihr ziemlich schroff die Labien auseinander und verschaffte sich und Bethany einen freien Blick auf Fionas pinkfarbene kleine Schamlippen - sehr zur Freude von Bethany. Duncan schaute kurz zu seiner Geliebten, deren Augen angesichts des lang ersehnten Moments leuchteten.

Dann beugte Duncan sich zu Fiona herab, und plötzlich zuckten ihre Hüften, als ihr Mann die Zunge zwischen äußeren und inneren Lippen auf- und abgleiten ließ. Mit den Händen spreizte er ihre Labien noch weiter, sodass ihre geheime Öffnung sichtbar wurde. Fiona schrie, er solle sie loslassen, wusste jedoch, dass dieses Flehen sinnlos war.

Seine Zunge drängte nun fester vor und zuckte über das kleine Häubchen Haut, das ihre Klitoris verbarg. Wieder konnte Fiona ihre Hüftbewegungen nicht unter Kontrolle halten, als die prickelnden Empfindungen sich in ihrem Körper ausbreiteten. Es war kaum angenehm, denn die Zungenstriche waren fast grob, doch schmerzhaft war es auch nicht; sie hatte vielmehr das Gefühl, Stromstöße zu spüren.

Mit einem Mal merkte sie, dass Bethany ihre Knie losließ. Duncan befahl Fiona, sie solle ihre Beine gespreizt halten, wenn sie wisse, was gut für sie sei. Sie gehorchte mit geschlossenen Augen, wollte sie doch Bethany vor zu viel Erniedrigung bewahren. Es war nicht das erste Mal, dass sie sich ihren Mann mit einer anderen Frau hatte teilen müssen, aber sie glaubte, dass ihre beste Freundin noch nie in einer solchen pikanten Situation gewesen war.

»Saug an ihren Nippeln«, befahl er Bethany, die daraufhin so rasch einwilligte, dass Duncan befürchtete, Fiona würde die Rolle ihrer Freundin durchschauen. Fiona nagte am Winkel ihrer Unterlippe, als sie spürte, wie sich Bethanys kleiner Mund um die Knospe ihrer rechten Brust schloss. »Tut mir leid«, wisperte Bethany, obwohl das Gegenteil der Fall war. Sie war sogar entzückt, als Fionas Spitze in ihrem samtenen Mund anschwoll.

Währenddessen waren Duncans Hände zwischen Fionas Schenkeln nicht untätig. Mit zwei Fingern glitt er in ihre Vagina und stieß rhythmisch vor und zurück, zunächst langsam, doch dann immer schneller. Gleichzeitig leckte er weiter über ihre inneren Lippen und den Kitzler.

Bethany lutschte derweil leicht an Fionas Nippel, ehe sie die andere Brust mit der rechten Hand umfasste und dort die Spitze mit kleinen knetenden Bewegungen zu einer harten Perle formte.

Mit aller Macht stemmte Fiona sich gegen diese Empfindungen, die durch ihren Körper pulsten. Doch Bethanys Zuwendung war so gekonnt: Zart sog sie an ihrer Spitze, dass es ein reines Vergnügen war, und ihre Finger massierten die andere Knospe so gleichmäßig, dass Fiona nichts gegen ihre zunehmende Erregung tun konnte.

Nach wie vor war Duncans Zunge zwischen ihren Schenkeln zu grob, als dass sie von dem Vergnügen hätte sprechen können, das Fiona sich immer erhofft hatte; dennoch verfehlte der Druck seiner Zunge seine Wirkung nicht, ebenso wenig der Rhythmus seiner Finger. Als Fiona spürte, wie die Anspannung in ihrem Körper zunahm, ahnte sie, dass sie nach der ersten Stimulierung durch Duncan am frühen Abend und dem anregenden Anblick des Paars im Arbeitszimmer nicht mehr lange in der Lage sein würde, den erlösenden Höhepunkt hinauszuzögern.

Sie empfand es als furchtbar beschämend, aber die Lust nahm zu, bis sie hinter den geschlossenen Lidern einen grellen weißen Punkt zu sehen glaubte, der jeden Moment zu explodieren schien. Fiona versuchte noch, sich abzulenken, indem sie sich in Erinnerung rief, wie sehr Duncan sie hier und jetzt demütigte und in welchem Dilemma die arme Bethany steckte. Doch als sie gerade glaubte, sich erfolgreich auf andere Gedanken bringen zu können, schob Duncan die Haut über ihrer Klitoris zurück und erregte die unzähligen Nervenenden dort mit kräftigen Zungenstrichen.

Bethany fuhr derweil mit den Zähnen über Fionas Spitze und beobachtete voller Begeisterung, wie ihre Freundin krampfhaft versuchte, die Kontrolle über ihren Körper zu behalten.

Letzten Endes waren all diese Empfindungen zu viel für Fiona, deren Bauchmuskeln bereits heftig zu zucken begannen. Im selben Moment krampfte ihr Körper unter dem Ansturm der Lust zusammen, deren Schübe ihr bis in die Zehen fuhren, während Bethany und Duncan sich über Fionas zitternden Körper hinweg verschlagen anlächelten.

Die Erleichterung nach so viel Frustration war unbeschreiblich, doch für Fiona wurde das ganze Vergnügen von der traurigen Gewissheit überschattet, in eine äußerst missliche Lage geraten zu sein.

»Mach die Augen auf«, befahl Duncan ihr. Sie gehorchte und sah, dass Bethany nun vollkommen unbekleidet neben ihr auf dem Bett lag ...

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