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Die Frau seiner Albträume

Alfred J. Schindler

Die Frau seiner Albträume

Horrorthriller





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Alfred J. Schindler

 

 

Die Frau seiner Albträume

 

Horrorthriller

 

von

 

Alfred J. Schindler

 

 

Immer wenn ich an Carla denke, überfällt mich das nackte Grauen…

 

 

 

Vorwort

 

 

Wir kannten uns erst einige Wochen, als ich in Carlas Häuschen mit einzog. Wir liebten uns sehr und wir wussten, dass wir zusammenbleiben würden. Carla war eine wunderschöne junge Frau. Ihre grünen Augen blitzten und strahlten, als ich sie bat, meine Frau zu werden. Das Aufgebot wurde bestellt und viele Freunde, Verwandte und Bekannte wurden zu dem Fest aller Feste eingeladen.

 

Drei Tage vor der standesamtlichen Trauung – es war ein Mittwoch – geschah in dem Heim, in dem Carla als Pflegerin für geistig behinderte Kinder arbeitete, etwas Schreckliches: ein zehnjähriges Mädchen namens Sylvia stürzte sich direkt vor den entsetzten Augen von Carla aus dem dritten Stockwerk in die Tiefe. Sie war natürlich sofort tot, als sie auf dem Kopfsteinpflaster im Vorhof aufprallte. Da sie mit dem Kopf aufschlug, war ihr Schädel gespalten. Eine riesige Blutlache hatte sich um sie gebildet. Der Notarzt und die Polizei waren sofort vor Ort. Carla wurde von den Beamten verhört und sie erzählte, dass sie sich mit dem Mädchen alleine in deren Zimmer aufgehalten hatte, als der Suizid geschah. Es hatte zwischen den Beiden wie üblich eine Diskussion wegen der Medikamente gegeben, die Sylvia einnehmen musste. Sie hatte sich wieder einmal gesträubt, diese einzunehmen. Außerdem hatte sie sich furchtbar darüber aufgeregt, weil sie einen bestimmten Horrorfilm, der abends im Fernsehen ausgestrahlt wurde, nicht sehen durfte. Das Fenster stand weit offen, weil das Zimmer von Carla kurz durchgelüftet wurde. Sylvia sprang ohne die geringste Vorwarnung auf den Fenstersims und stürzte sich in die Tiefe.

 

Kein Todesschrei ertönte.

 

Genau diese Geschichte erzählte Carla den Kriminalbeamten - und auch mir. Ich tröstete sie, so gut es mir möglich war und fragte sie, ob wir den Hochzeitstermin verschieben sollten. Da Carla aber eine starke Persönlichkeit ist, beharrte sie auf dem festgelegten Termin. Ich bewunderte ihr stabiles Nervenkostüm und drei Tage später, am Samstag, fand unsere standesamtliche Trauung statt. Das kleine Amt hatte extra für uns geöffnet. Am nächsten Tag, also am Sonntag, war die kirchliche Trauung in unserer kleinen Dorfkirche. Der Orgelspieler gab sich die größte Mühe. Carla und ich steckten uns am Altar die Ringe an die Finger. Wir schworen, uns zu lieben und zu ehren, bis der Tod uns scheiden würde…

 

So hatte Gott es gewollt.

 

 

01

 

 

Wir feiern später zusammen mit unseren Gästen und einer kleinen Drei-Mann-Kapelle in einem wunderschön geschmückten Gasthaus unser Hochzeitsfest. Es wird viel gegessen und getrunken. Die Stimmung ist grandios. Man sieht Carla nicht an, welch schreckliches Erlebnis sie hinter sich hat, dessen Spuren noch so frisch sind. Ich bewundere sie dafür. Wir tanzen und küssen uns und die Gäste klatschen Beifall. Gegen Mitternacht verabschieden wir uns und fahren in unserem kleinen, roten Sportwagen nach Hause. Es hat stark geschneit und wir sind froh, gesund nach Hause zu kommen. Als wir dann endlich unser Haus betreten, das völlig eingeschneit ist, gehen wir händchenhaltend hinauf in unser Schlafzimmer. Carla zählt die Geldgeschenke und ich dusche mich inzwischen im Erdgeschoß.

 

Die Hochzeitsnacht beginnt…

 

Nachdem sich Carla frisch gemacht hat, springt sie freudig erregt zu mir ins Bett. Wir lieben uns stürmisch und ich schlafe hinterher sofort ein. Carla raucht noch eine oder zwei Zigaretten, denn sie ist noch nicht so müde wie ich. Nun gut. Etwa um halb drei Uhr am Morgen wache ich auf, weil es mich ganz erbärmlich friert. Die dicke Wolldecke ist etwas verrutscht.

 

Ich mache Licht und sehe mit größtem Erstaunen, dass Carla am offenen Fenster steht. Sie hat nur ihr dünnes Nachthemdchen an und ihre Arme sind weit ausgebreitet. Was geht hier vor sich? Schlafwandelt sie? Ich wusste ja gar nichts davon!

 

„Carla, schließe das Fenster! Mich friert!“

„Hörst du sie nicht singen?“, antwortet sie.

„Wen?“

„Sylvia!“

„Carla, du holst dir noch eine Lungenentzündung! Komm ins Bett!“

„Mach das Licht aus, Theo. Vielleicht kann ich sie dann sehen!“

„Sylvia?“, frage ich erstaunt.

„Hör nur, wie schön sie singt!“

„Sylvia kann nicht mehr singen. Sie ist tot.“

„Sie ist nicht tot! Sie singt ihr Kinderlied, dass sie im Heim immer sang!“

„Sie liegt in der Pathologie im Krankenhaus, Carla!“

 

Sie ist hier.“

 

„Es sind deine guten Freunde, die uns ärgern wollen. Sie haben sich im Garten versteckt und lassen den Gesang auf einem CD-Player abspielen.“

„Aber es ist eindeutig Sylvias Gesang, Theo! Glaube mir doch!“

 

Ich stehe langsam auf, ziehe mir den Morgenmantel über und gehe auf sie zu. Jetzt höre ich es auch. Ja, es ist die helle Stimme eines kleinen Mädchens, das im Garten leise singt. Ich nehme Carla an den schmalen Schultern und versuche, sie Richtung Bett zu ziehen. Jedoch steht sie wie angewurzelt am kalten Fenster und starrt in die Dunkelheit hinein. Ich schalte das Licht aus – wie gewünscht.

 

„Siehst du sie, Carla?“

„Nein.“

„Ich sehe sie auch nicht.

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