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Die Falle am Aravaipa Creek

Die Falle am Aravaipa Creek

 

Western von Pete Hackett

 

Die Soldaten von Fort Thomas haben immer wieder mit Angriffen durch Apachen in der Gegend zu kämpfen, da einige Häuptlinge aus dem Reservat geflohen sind. Außerdem treiben vier skrupellose Skalpjäger in der Gegend ihr Unwesen. Zu allem Überfluss hat sich jetzt auch noch die Tochter des Colonels, Rachel, für einen Besuch angekündigt. Um sie sicher ins Fort zu geleiten, schickt der Colonel eine Eskorte mit Rachels Verlobtem Timothy Dodson.

 

Über den Autor

Unter dem Pseudonym Pete Hackett verbirgt sich der Schriftsteller Peter Haberl. Er schreibt Romane über die Pionierzeit des amerikanischen Westens, denen eine archaische Kraft innewohnt, wie sie sonst nur dem jungen G. F. Unger eigen war - eisenhart und bleihaltig. Seit langem ist es nicht mehr gelungen, diese Epoche in ihrer epischen Breite so mitreißend und authentisch darzustellen.

Mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren ist Pete Hackett (alias Peter Haberl) einer der erfolgreichsten lebenden Western-Autoren. Für den Bastei-Verlag schrieb er unter dem Pseudonym William Scott die Serie "Texas-Marshal" und zahlreiche andere Romane. Ex-Bastei-Cheflektor Peter Thannisch: "Pete Hackett ist ein Phänomen, das ich gern mit dem jungen G. F. Unger vergleiche. Seine Western sind mannhaft und von edler Gesinnung."

Hackett ist auch Verfasser der neuen Serie "Der Kopfgeldjäger". Sie erscheint exklusiv als E-Book bei CassiopeiaPress.

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

Captain Dirk Halloway rief durch den klirrenden Hufschlag: "Lassen Sie anhalten, Sergeant. Die beiden Scouts sollen vorausreiten und das Gebiet zwischen den Hügeln erkunden. Der Rest soll absitzen und lagern."

"Jawohl, Sir!", antwortete Sergeant Lance Miller. Dann trieb er sein Pferd zur Seite und erhob die Stimme: "Anhalten! Patrouille - anhalten!"

Der Trupp kam zum Stehen. Nur noch das Rasseln der Gebissketten, das Knarren des Sattelleders, das Stampfen der Hufe und das Schnauben der Pferde erfüllten die Atmosphäre.

"Die Scouts reiten voraus und erkunden das Gebiet! Der Rest - absitzen! - Rundumsicherung."

Die beiden Apachen-Scouts trieben ihre Pferde an. Sie ahnten nicht, dass sie dem Tod geradewegs in die Arme ritten ...

Die Kavalleristen schwangen sich von den Pferden. Sie befanden sich mitten in der Unwegsamkeit der Santa Teresa Mountains. Hier konnte die Gefahr überall lauern, hier war der Tod allgegenwärtig.

Die Patrouille unter Captain Halloway war von Fort Apache ausgesandt worden, um eventuelle Schlupfwinkel aufständischer Apachen in den Bergen aufzustöbern.

Die beiden Scouts verschwanden zwischen den Hügeln und Felsen. Es war ein menschenfeindliches, unwirtliches Gebiet. Die Vegetation bestand aus Comas und Mesquitesträuchern, vereinzelten Korkeichen und Büscheln harten Grases. In den weitläufigen, staubigen Senken fristeten riesige Kakteen ihr kümmerliches Dasein. Es war ein schönes Land, es war aber auch ein gnadenloses, unerbittliches Land, das jedem, der seinen Fuß drauf setzte, unerbittlich seine Lektionen erteilte.

Die Scouts folgten den Windungen zwischen den Anhöhen und Felsgiganten mit den zerklüfteten Wänden. Ihre Augen waren unablässig in Bewegung. Sie hatten die Gewehre aus den Scabbards genommen. Der eine hatte es vor sich quer über den Mähnenkamm des Pferdes gelegt. Seine Hand umklammerte den Kolbenhals der Waffe. Der andere hatte den Karabiner mit der Kolbenplatte auf seinem Oberschenkel abgestellt. Leise pochten die Hufe. Kleine Staubfahnen wurden in die heiße Luft gerissen. Es war still. Drückend still. Die Stille mutete fast ebenso unüberwindbar an wie so mancher der Felsgiganten in der Runde.

Plötzlich ein leises Zirpen, ein Schwirren, als eine Bogensehne zurückschnellte. Das Geräusch wiederholte sich. Zwei Pfeile zogen ihre lautlose Bahn und fuhren mit dumpfem Schlag zwischen die Schulterblätter der beiden Scouts. Sie sanken vornüber auf die Pferdehälse. Die Gewehre entglitten ihren kraftlosen Händen und klatschten auf den Boden. Die beiden leblosen Körper stürzten von den Pferden.

Und dann brach die Hölle los.

Sie brach über die Soldaten herein, die vor den Hügeln dabei waren, ein Camp zu errichten. Apachen donnerten auf niedrig gebauten Mustangs zwischen den Hügeln hervor. Ihr schrilles Kampfgeschrei ließ den Kavalleristen das Blut in den Adern gerinnen. Schüsse peitschten. Pfeile flirrten durch die Luft. Die Soldaten fanden nicht mehr die Zeit, sich zur Abwehr zu formieren. Sie wurden im ersten Ansturm überrannt. Wer nicht unter den Kugeln und Pfeilen der Apachen starb, wurde mit Tomahawks und Kriegskeulen niedergemacht. Es gab keine Gnade und kein Erbarmen. Es gab nur den Hass und die tödliche Leidenschaft ...

Es war schrecklich. Die Apachen waren in einen richtigen Blutrausch verfallen. Die Soldaten wurden skalpiert und verstümmelt. Es war der Irrsinn brutalster Gewalt. Die Krieger rissen die Karabiner und Revolver an sich und trieben die Pferde ab. Als sie abzogen, blieb ein Bild des Grauens, ein Bild des Todes zurück. Das Blut der Soldaten versickerte im ausgedörrten Boden des Arizona-Territoriums ...

 

*

 

Es war das Bild, das sich Captain James McGrady und seinen Soldaten bot. Sie kamen von Fort Thomas herauf. Die Aasgeier am wolkenlosen Himmel hatten ihnen den Weg gewiesen.

Einige junge Trooper, die noch nie vorher derart hautnah mit dem Tod konfrontiert worden waren, mussten sich übergeben. Süßlicher Geruch lag in der Luft. Zwischen den Leichen hockten Aasgeier am Boden, die sich von den Soldaten nicht stören ließen. Sie fuhren unbeeindruckt fort mit ihrem schauerlichen Mahl. Der eine oder andere drehte den hässlichen Schädel und beäugte die Soldaten mit kalten Reptilienaugen.

"Großer Gott", flüsterte Sergeant Zack Hunter ergriffen. "Diese armen Hunde ..."

"Absitzen!", befahl Captain James McGrady. Er wandte sich an den Sergeant. "Die Hälfte der Mannschaft hält Wache. Die andere Hälfte begräbt die Toten."

Einer der Scouts kam heran. Es war ein Weißer. Er tippte lässig an die blaue Feldmütze mit dem Emblem der gekreuzten Säbel und sagte: "Die Spur zweier Pferde führt zwischen die Hügel, Sir. Soll ich mal nachsehen?"

"Ja, Kane, sehen Sie nach. Reiten Sie aber nicht alleine." Unbehaglich schaute sich der Captain um. "Ich habe das Gefühl, von tausend Augen beobachtet zu werden."

"Ich nehme Apache mit."

"In Ordnung, Kane."

Der Scout nahm sein Pferd um die linke Hand und lenkte es zu einem Indianer hin, dessen Beine in einer braunen Rehlederhose steckten, der Oberkörper aber in einer zerschlissenen Feldbluse der Armee. Der Indianer trug einen verbeulten Feldhut, unter dem lange, schwarze Haare hervorquollen.

Der Name des roten Armeescouts war Black Eagle. Kane nannte ihn nur Apache.

"Go on, Apache", sagte Kane. "Wir erkunden das Gebiet nach Westen."

"Du willst den Spuren zwischen die Hügel folgen, Kane", knurrte Black Eagle, ohne eine Miene zu verziehen. "In Ordnung. Ich werde dir den Rücken freihalten."

Steigbügel an Steigbügel ritten sie zwischen die sich steil emporschwingenden Abhänge. Ununterbrochen sicherten sie um sich. Ihre Blicke schweiften über die Kämme und Felsränder, bohrten sich in Spalten und Hügellücken. Und dann sahen sie die beiden Scouts. Die Apachen hatten sie an den Beinen an einer Korkeiche aufgehängt. Ihre Körper waren gespickt mit Pfeilen. Ihre Skalps fehlten. Myriaden von Fliegen hingen an den blutüberströmten Körpern, angezogen vom süßlichen Blutgeruch.

Kane hatte das Gefühl, von einer unsichtbaren Faust gewürgt zu werden. Er zog sein Bowie Knife, das in einer Scheide am Gürtel steckte, ritt zu den beiden Toten hin und schnitt sie ab. Mit dumpfem Laut prallten sie am Boden auf. Eine schwarze Wolke von Fliegen erhob sich.

"Diese Barbaren", knurrte Kane. "Diese Teufel ..."

Black Eagle schoss ihm einen sonderbaren Blick zu.

Kane entging es nicht. Er verstaute das Bowie Knife und winkte ab. "Okay, okay, Apache. Man hat deine Brüder in der Reservation zusammengepfercht und betrügt sie. Keines der Versprechen, das man ihnen gegeben hat, wurde eingehalten. Aber ist das ein Grund, derart bestialisch zu morden?"

"Die Chiricahuas denken darüber sicher anders", antwortete der rote Scout. "Ich bin ein Tonto ..."

"Denkst du auch wie die Chiricahuas?"

"Wäre ich dann Armeescout?" Black Eagle zog den Mund schief. "Mein Verstand sagt mir, dass es in Ordnung ist, für den weißen Mann zu arbeiten. Was mein Herz fühlt, geht nur mich etwas an."

"Reiten wir zurück", knurrte Kane. Solche Worte gefielen ihm nicht. Sie verrieten, wie tief verwurzelt in dem Tonto-Apachen die Abneigung gegen den weißen Mann war. Vielleicht war es sogar Hass, den der Scout in sich trug und den er lediglich eisern unterdrückte.

Sie kehrten zur Patrouille zurück. Den Toten waren die Erkennungsmarken abgenommen worden. Ein Dutzend Kavalleristen waren dabei, Gräber auszuheben. Die Geier waren davongeflattert. Krächzend zogen sie nun über dem schauerlichen Ort ihre Bahnen. Der Rest der Soldaten sicherte nach allen Seiten.

"Wir haben die beiden Scouts gefunden", berichtete Kane dem Captain. "Sie sind tot. Die Chiricahuas haben sie an den Beinen aufgehängt, skalpiert und mit Pfeilen gespickt. Ich habe sie abgeschnitten."

"Wir werden auch sie begraben", erklärte McGrady. Er ließ seinen Blick in die Umgebung schweifen. Die Sonne stand hoch am Himmel und schickte mörderische Hitze auf das Land. Die Luft schien zu kochen und flimmerte. Die Konturen verschwammen. Nicht ein Windhauch regte sich. Der süßliche Leichengeruch hing nach wie vor in der Luft. "Erkunden Sie mit Black Eagle die Gegend, Kane. Wir wollten zwar zurück nach Fort Thomas. Sollten Sie jedoch die Spur der Mörderbande aufnehmen können ..."

 

*

 

Fort Thomas lag unter einem lähmenden Hitzeschleier. Staub trieb über die Palisaden sowie über die Dächer der Ställe und Unterkünfte und über den Paradeplatz. Das Sternenbanner bewegte sich träge im lauen Südwind. Auf den Wehrgängen standen die Wachposten mit geschulterten Karabinern. Das Tor war geschlossen.

"Rauchsignale im Nordwesten!", rief einer der Wachposten.

"Sie werden im Süden beantwortet", ertönte die Stimme eines anderen Mannes.

Major Timothy Dodson schritt zur Kommandantur. Er hatte die Meldungen vernommen. Sie beunruhigten ihn nicht. Seit Tagen standen verschiedene Gruppen der renitenten Apachen per Rauchzeichen miteinander in Verbindung. Daran, dass die Chiricahuas das Fort angreifen würden, glaubte der Major nicht.

Er fragte sich vielmehr, was Colonel Stilwell von ihm wollte. Vor einer Viertelstunde war ein Meldereiter eingetroffen. Der Major war davon überzeugt, dass er deswegen zum Kommandanten gebeten worden war.

Unter seinen Schritten mahlte der Staub. Er puderte seine Stiefel. Major Dodson war groß und schlank. Rote Haare lugten unter seinem Hut hervor. Er war 31 Jahre alt und seit zwei Jahren hier im Indianerland stationiert. Er hasste dieses Land ...

Der Major betrat die Kommandantur. Einige Ordonnanzsoldaten versahen hier Dienst. Sie grüßten, als der Major eintrat. Er ging zu der Tür, die ins Büro des Colonels führte, klopfte und trat, ohne die Aufforderung dazu abzuwarten, ein.

Der Colonel saß an seinem Schreibtisch. Die Wand hinter ihm war mit dem Sternenbanner und der Regimentsstandarte drapiert, außerdem gab es eine große Landkarte von dem Gebiet, das Fort Thomas zu kontrollieren hatte. Einige indianische Waffen und alte Musketen vervollständigten das Bild.

Dodson legte die Hand an die Mütze, schlug die Hacken zusammen und schnarrte: "Major Dodson, wie befohlen, Sir."

Neben dem Schreibtisch stand der verstaubte Meldereiter. Das Blau seiner Uniform war nur noch zu erahnen. Eine Schicht aus Staub und Schweiß überzog sein Gesicht. Dieser Mann musste geritten sein wie der Teufel.

Der Colonel sagte: "Im Land um uns herum brennt es, Major. Der Meldereiter -", Stilwell wies mit einer knappen Geste auf den verstaubten Trooper, der sofort Haltung annahm, "- kam mit Mühe und Not durch. In den Little Dragon Mountains wimmelt es von Chiricahuas, die aus San Carlos getürmt sind. Geronimo hat den Weißen den Krieg erklärt. In den Santa Teresa Bergen treiben die Apachen ihr Unwesen. Und zu allem Überfluss hat sich Rachel angemeldet. Sie kommt in vier Tagen mit der Stagecoach in Tucson an."

Timothy Dodson prallte regelrecht zurück. "Rachel kommt", entfuhr es ihm. "In vier Tagen schon. Großer Gott ..."

"Ja, Großer Gott." Es klang sarkastisch, als der Colonel diese beiden Worte des Majors wiederholte. Der Colonel klatschte die flache Hand auf den Schreibtisch. "Meine Tochter hat sich eine denkbar ungünstige Zeit ausgesucht. Das Land steht in Flammen und ertrinkt im Blut seiner Männer. Es ist zum Heulen. Aber ich kann Rachel nicht in Tucson sitzen lassen, Major."

"Ich bin mit Ihrer Tochter so gut wie verlobt, Sir", stieß der Major hervor. "Lassen Sie mich mit einer Eskorte nach Tucson reiten, um sie abzuholen und sicher nach Fort Thomas zu geleiten."

"Darum wollte ich Sie bitten, Major." Der Colonel heftete seinen Blick auf den Meldereiter. "Sie können wegtreten, Trooper. Nehmen Sie ein Bad und lassen Sie sich anständig verpflegen. Wann reiten Sie zurück?"

"Morgen, Sir. Ich werde vorher noch einmal in die Kommandantur kommen, Sir, falls Sie irgendwelche Nachrichten für Tucson haben."

"Haben Sie vielen Dank, Trooper. Wegtreten."

Der Soldat salutierte, dann machte er zackig kehrt und schritt aus dem Office.

Als die Tür hinter ihm zugeklappt war, wies der Colonel auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch. "Setz dich, Tim", forderte er den Major auf. Wenn sie unter sich waren, ließen sie die Formalitäten weg. Schließlich war Dodson der zukünftige Schwiegersohn des Colonels. Als sich Dodson niedergelassen hatte, sagte Stilwell: "Weiß der Teufel, was Rachel veranlasst hat, Baltimore zu verlassen und in dieses verfluchte Land zu kommen. Hast du eine Ahnung, Tim?"

"Nein. Ich weiß nicht mehr als du."

Der Colonel wechselte das Thema. "Die Patrouille, die Captain McGrady führt, ist seit gestern überfällig."

"McGrady ist ein erfahrener Mann, John. Du solltest dir seinetwegen keine Gedanken machen. Er kommt sicher zurück. Bei ihm ist Kane. Er ist einer unserer besten Scouts."

"Er ist unser bester Scout", betonte der Colonel. "Es beunruhigt mich aber trotzdem. Sollte die Patrouille bis morgen Abend nicht ins Fort zurückkehren, schicken wir einen Suchtrupp hinaus."

"Das werden wir uns nicht leisten können, John", verlieh Dodson seiner Überzeugung Ausdruck. "Wenn Rachel in vier Tagen schon in Tucson ankommt, muss ich morgen mit einer Eskadron Soldaten aufbrechen, um rechtzeitig in der Stadt zu sein. Ich werde zehn Reiter brauchen, außerdem einen Mann, der den Wagen lenkt, der Rachel befördern soll. Wenn du einen Suchtrupp losschickst, versetzt du das Fort in einen verteidigungsunfähigen Zustand."

Der Colonel nagte an seiner Unterlippe. "Verdammt", knirschte er dann, "du hast Recht, Tim. Ich schätze, Rachel wird sich einige harte Worte von mir gefallen lassen müssen."

"Sieh es ihr nach, John. Sie hat es sicher nicht mehr ausgehalten ohne dich."

"Ohne dich, meinst du, Tim. Ich bin nur ihr Vater." Der Colonel grinste markig. "Du aber bist ihr Geliebter ..."

 

*

 

Captain McGrady und seine Männer ritten auf der Fährte der Apachen, die das Blutbad an der Patrouille aus Fort Apache angerichtet hatten. Kane und Black Eagle ritten voraus. Das Land, das sie umgab, war eine weite Wüste erstarrter Sandwogen, roter Felsen und dunkler Bergketten in der Ferne. Gerölltrümmer lagen überall umher und zwangen die beiden Kundschafter, manchmal große Bogen zu reiten. Vor ihnen erhob sich eine Hügelkette mit steilen Geröllfeldern, und Kane befürchtete schon, dass sie mitten hindurchreiten mussten, als er den schmalen Pfad entdeckte, der sich in Windungen über einen der Hügel hinwegzog.

Es war der Weg, den die Apachen genommen hatten.

Schließlich verhielten sie auf dem Kamm des Hügels und blickten in das weitläufige Tal, das sich anschloss. Am Ende der Ebene erhob sich Rauch aus den niedergebrannten Gebäuden einer Farm. Kane glaubte auf die Entfernung sogar eine reglose Gestalt vor einem der Brandschutthaufen liegen zu sehen.

Die Apachen zogen eine blutige Spur.

Kane und Black Eagle spornten ihre Pferde an. Sie lenkten die Vierbeiner den Abhang hinunter und ritten in die Ebene hinein. Hinter der Farm waren Buschwerk und Bäume zu erkennen. Der dunkle Gürtel zog sich von Norden nach Süden an einem schmalen Creek entlang, der in den Gila River mündete. Zu beiden Seiten des Flüsschens war das Land fruchtbar und hatte die Menschen, die auf der Farm gelebt hatten, bewogen, hier zu siedeln.

Auf dem Hof der Farm lagen zwei tote Männer. Skalpiert, übel verstümmelt, mit Kriegslanzen gegen den Boden genagelt. Der Boden war aufgewühlt von unbeschlagenen Hufen. Hier und dort lag ein Pfeil im Staub. Die Balken und Bretter glommen noch. Der gemauerte Kamin ragte wie ein mahnend erhobener Zeigefinger aus dem Brandschutt.

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