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Secrets – Die Angst spielt mit

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Alle Rechte, einschließlich das der vollständigen oder auszugsweisen Vervielfältigung, des Ab- oder Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten und bedürfen in jedem Fall der Zustimmung des Verlages.

Der Preis dieses Bandes versteht sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

PROLOG

Der stille, gebrechliche Parker Anderson war nervös, erregt und besorgt zur gleichen Zeit. Vierundvierzig Jahre. Er fragte sich, ob das ein Rekord war, und lachte leise vor sich hin. Alle haben gesagt, ich würde es nie schaffen. Alle anderen haben aufgegeben. Keiner hat daran geglaubt. Aber ich habe nie zu glauben aufgehört. Ich wusste es! Ich wusste …

“Zeit für unser Säftchen, Mr. A.”

Parker blickte von dem Stapel Blätter auf seinem Schreibpult hoch und schenkte der kecken blonden Pflegerin in der offenen Tür ein bedauerndes Lächeln. “Dieses Zeug schmeckt wie Gift, Kelly.” Er schob die Papiere in einen braunen Umschlag, bevor er seinen Rollstuhl in ihre Richtung drehte.

“Oh, so schlimm ist es nicht”, erwiderte Kelly fröhlich und wusste, dass Mr. Anderson nicht allzu viel Theater machen würde. Von allen Bewohnern des Thornhill-Cove-Altenheims, die medizinische Betreuung brauchten, war der zweiundachtzigjährige Parker Anderson einer der kooperativsten. Obwohl sie in den letzten Wochen festgestellt hatte, dass er irgendwie erregt und übervorsichtig war. Wie er zum Beispiel jetzt hastig diese zerknitterten Papiere wegsteckte, als fürchtete er, sie könne tatsächlich so interessiert sein, dass sie einen Blick darauf warf.

Kelly ging über den pfirsichfarbenen Teppich des Einbettzimmers zu der Klimaanlage unter dem Fenster und stellte sie eine Stufe tiefer. Danach regelte sie die hellblauen Jalousien so, dass die Sonne nicht in den Raum brennen und die farbenfrohe Einrichtung ausbleichen konnte. Sie warf einen Blick auf den üppigen, gepflegten Rasen hinaus, der einem smaragdgrünen Teppich ähnelte, ausgenommen an der Stelle, wo der Schatten des Uhrturms des Dorchester Colleges auf die Wiese fiel.

Sie drehte sich um und warf ihrem Pflegebefohlenen einen unnachgiebigen Blick zu. “Wir dürfen nicht mit der Klimaanlage herumspielen, Mr. A. Wir wollen uns doch keine Erkältung einfangen. Es sind draußen jetzt schon fast dreißig Grad, und Willard Scott sagt, es wird am Nachmittag noch heißer. Sie wollen doch nicht von Eiseskälte in Gluthitze kommen, wenn Bertie Sanborn Sie nach dem Mittagessen zum Spaziergang abholt.”

“Bertie Sanborn?”

“Ach, haben Sie die neue Helferin noch nicht kennengelernt? Bertie kam gestern an Bord. Eine ganz süße Lady, Mr. A. Sie werden sie mögen. Alle unsere Bewohner sind von ihr begeistert.”

Parker, der seine goldene Taschenuhr aus seiner Weste hervorgeholt hatte, hörte nur halb zu. “Sagen Sie, Kelly, es ist schon fast zehn. War die Post noch nicht da?”

“Also … ja, Mr. A. Ich fürchte, heute war nichts für Sie dabei. Vielleicht morgen”, fügte sie hinzu und zwang einen hoffnungsvollen Ton in ihre Stimme, als sie die Enttäuschung auf dem Gesicht des alten Mannes sah.

Mr. A. tat ihr leid. Seit sie hier vor drei Jahren zu arbeiten begonnen hatte, hatte Mr. A. Hunderte von Briefen geschrieben, aber nur selten eine Antwort bekommen. Und was er per Post erhielt, war ein Rätsel. Zeitungen aus allen Ecken des Landes. Nicht einmal Großstadtzeitungen, sondern Lokalzeitungen in der Art wie der Tab von Thornhill, volkstümliche Zeitungen, die hauptsächlich über Kleinstadtleben berichteten. Kelly vermutete, dass Mr. A. einmal an allen diesen Orten gelebt hatte und sich auf dem Laufenden halten wollte. Ohne nennenswerte Besucher und mit nur ein paar Freunden in Thornhill Cove, waren seine Briefe und die Zeitungen alles, womit Parker Anderson die Zeit totschlagen konnte.

Kelly holte die fast neue Flasche Eisensirup aus dem Nachtschränkchen des alten Mannes. Bis vor Kurzem hatte man es ihm überlassen, täglich zweimal seine Dosis zu nehmen, doch ein routinemäßiger Bluttest vor ein paar Wochen hatte einen niedrigen Eisengehalt ergeben. Dr. Bright vermutete, dass Mr. Anderson seinen Saft vergaß, und schlug vor, eine Schwester solle das Einnehmen überwachen.

“Ich verstehe nicht, wieso die Pharmafirmen nichts gegen den schlechten Geschmack von diesem Zeug machen können”, klagte Parker, während er zusah, wie sie mit dem Verschluss kämpfte. “Muss ich …?”

“Aber, aber, Mr. A., haben wir nicht das ganze Wochenende darüber geklagt, dass wir ein wenig unter dem Wetter leiden?”

Parker lächelte. “Haben Sie auch unter dem Wetter gelitten, Schwester Brown?”, neckte er sie.

“Verzögerungstaktik, Mr. A. Außerdem sehen Sie heute Vormittag noch immer ein wenig leidend aus.”

“Ich habe nicht gut geschlafen”, gab er zu.

“Möchten Sie, dass der Doktor später nach Ihnen sieht, wenn er seine Runde macht? Dr. Bright hat heute Schicht, und Sie kommen doch gut mit ihm aus.”

“Nein, nein, mir geht es gut.” Parker beobachtete mit Widerwillen, wie sie einen Löffel mit der schlammbraunen Flüssigkeit füllte und dafür sorgte, dass er jeden Tropfen schluckte.

“Es wäre trotzdem gut, wenn er Sie untersucht”, sagte Kelly, als sie das Zittern der Hand des alten Mannes bemerkte, während er sich die Lippen mit seinem Taschentuch abwischte. Für sein fortgeschrittenes Alter hielt sie Mr. A. grundsätzlich für bemerkenswert gesund, aber im Verlauf des Wochenendes hatte Kelly eine leichte Abwärtsentwicklung festgestellt. Nun ja, dachte sie betrübt, aber mit professioneller Resignation, so ist das oft in diesem Alter.

Nachdem Schwester Brown gegangen war, griff Parker nach dem braunen Umschlag auf seinem Schreibtisch und rollte sich zu der geschnitzten Zederntruhe vor seinem Bett. Auch er bemerkte das Zittern seiner Hände, als er mit dem Kombinationsschloss herumspielte. Er runzelte die Stirn. Am Wochenende hatte er sich wirklich immer schlechter gefühlt. Vielleicht war es keine so dumme Idee, wenn Bright ihn untersuchte.

Sorgfältig legte er den braunen Umschlag in seine Zederntruhe, schloss sie und ließ den Riegel einschnappen. Diese ganze Aufregung – die war schuld. Nur davon fühlte er sich schlecht. Sobald der Brief kam – sobald er von ihr hörte, würde seine Energie zurückkehren. Endlich würde er die Befriedigung und die Vergeltung verspüren, die ihm so viele Jahre entgangen waren.

Er schloss die Augen, und ein schwaches Lächeln huschte über sein Gesicht. Er hätte den Vormittag verschlafen, hätte Mildred Mead nicht an seine Tür geklopft.

“Ach du liebe Zeit, habe ich Sie geweckt, Mr. Anderson?”

Es dauerte ein paar Sekunden, bis Parkers Kopf sich klärte.

“Ich wollte gerade meine Schwiegermutter auf die Sonnenterrasse bringen, und ich dachte, Sie wollten sich uns anschließen”, erklärte Mildred entschuldigend. “Es wird wohl ein unerträglich heißer Nachmittag, aber auf der Terrasse gibt es noch einen Lufthauch.”

Parker runzelte die Stirn. Sein Kopf schien verwirrter zu sein als vor dem Nickerchen. “Ihre Mutter?”

Mildred, eine muntere, vorzeitig ergraute Frau von dreiundfünfzig, betrachtete Parker Anderson besorgt über ihre kleine Brille hinweg. “Helen Mead, meine Schwiegermutter, Mr. Anderson. Ihre Freundin Helen von gegenüber.”

Das Durcheinander in seinem Kopf klärte sich plötzlich. Parker lachte leise. “Ach Sie sind es, Milly. Die stets wache Lokalreporterin vom Thornhill Tab. Sind Sie hier, um den alten Leutchen Gerüchte zu entlocken, Milly?”

Mildred lachte erleichtert. Einen Moment hatte sie schon gedacht, der arme alte Knabe könnte einen Schlaganfall gehabt haben. “Gerüchte sind für mich die Luft zum Atmen”, scherzte sie.

Parker warf ihr einen verschlagenen Blick zu. “Sie denken wahrscheinlich, dass mit uns Oldtimern nichts Aufregendes mehr passiert, Milly. Aber man kann nie wissen. Demnächst könnte einer von uns Sie so überraschen, dass es Ihnen die Schlupfhose auszieht.”

“Also wirklich, Parker”, kam eine hoheitsvolle Stimme von der offenen Tür. “Wir nennen das schon lange nicht mehr Schlupfhose.”

Parker errötete, als sein Blick zur Tür zuckte und er dort die ehrfurchtgebietende und noch immer die Blicke auf sich ziehende Helen Mead entdeckte.

Helen, Mildreds hoch gewachsene, würdevolle, weißhaarige, sechsundsiebzigjährige Schwiegermutter, klopfte mit ihrem Stock. “Nun, begeben wir uns jetzt auf die Terrasse oder nicht? Alte Leute können nicht den ganzen Tag herumsitzen, um etwas zu entscheiden. Wir haben nicht mehr so viele Tage übrig.”

Mildred schenkte ihrer Schwiegermutter ein geduldiges Lächeln. “Aber, aber, Mutter, von Ungeduld bekommst du bloß Verdauungsstörungen.”

Helen blickte von Mildred zu Parker. “Da wir von Verdauungsstörungen sprechen – fühlen Sie sich heute besser?”

“Oh ja, viel besser”, versicherte Parker.

Sobald sie auf der Terrasse Platz genommen hatten, holte Mildred eine Strickarbeit aus ihrer Tasche. “Ein Pullover für meinen Enkel Leif. Er wird nächsten Monat acht, und wie ich meiner Tochter Maggie sagte, sollte er wenigstens einen guten, dicken Pullover für den Winter haben. Sobald ich damit fertig bin, stricke ich eine Weste für ihren älteren Jungen, Michael. Maggie ist schon so lange da unten in Virginia gewesen, dass sie vergessen hat, wie die Winter in New Hampshire sind. Ich fürchte noch immer, dass sie beim ersten Schnee zurück in den Süden zieht.”

“Zu diesem nichtsnutzigen Ehemann?”, murmelte Helen.

“Er ist nicht mehr ihr Ehemann, Mutter. Du weißt genau, dass ihre Scheidung im März rechtskräftig wurde, kurz bevor sie wieder hierher zog”, sagte Mildred.

“Nun ja, das Mädchen sieht schlimm aus, mehr kann ich nicht sagen”, erklärte Helen, aber wie immer, wenn es um ihr einziges Enkelkind ging, mischte sich Sorge in ihre Stimme. “Warum nimmt sie sich nicht zusammen, Mildred? Sie ist noch jung, und mit etwas Sorge um ihr Aussehen und einem gelegentlichen Lächeln wäre sie ganz attraktiv.”

“Ja, Mutter, aber Maggie ist noch nicht wieder in Thornhill eingewöhnt, und dann sind da noch Leif und Michael.”

“Alles, was diese Jungen brauchen, ist mehr Disziplin und weniger Fernsehen”, meinte Helen. “Was denken Sie, Parker? Ist das Fernsehen nicht der Ruin der Jugend?”

Parker sah Helen an, die so seltsam vor seinen Augen verschwamm. “Wie? Jugend? Ja, sie ist noch jung … erst … fünfundvierzig …”

Helen schüttelte den Kopf. “Fünfundvierzig? Maggie ist erst vierunddreißig und sieht keinen Tag über dreißig aus.”

Parker nickte mit einem vernebelten Lächeln. Doch dann fühlte er einen dumpfen Schmerz in seiner Brust. Für einen Moment klärte sich sein Kopf, und alles wurde erschreckend scharf. Er riss die Augen auf, und Alarm zeigte sich in seinem Gesicht. “Natürlich! Das ist es! So ein Narr … nach allem!”

Mit einem letzten erstickten Laut rollte Parker Andersons Kopf zur Seite, und er sackte in seinem Rollstuhl in sich zusammen.

In dem Moment, in dem der alte Mann seinen letzten Atemzug tat, trat eine Gestalt an Parker Andersons Nachtschränkchen, holte die Flasche mit dem Eisensirup heraus und hinterließ ein Duplikat.

1. KAPITEL

Schwester Kelly Brown kontrollierte, ob Parker Andersons Raum für seinen neuen Bewohner, den achtundsiebzigjährigen Ernie Novak, in bestem Zustand war.

Am Nachtschränkchen hielt sie inne und holte die Flasche aus dem Schubfach. Kellys Augen wurden ein wenig feucht angesichts des Eisensirups. Sie hatte den alten Mann wirklich gemocht.

Sie wollte schon die Flasche in ihre Tasche stecken, als ihr etwas auffiel.

Bertie Sanborn, die neue Helferin, blieb in der Tür stehen, als sie das konsternierte Gesicht der jungen Frau sah. Bertie fragte, ob etwas nicht in Ordnung sei.

Kelly öffnete die Flasche und schloss sie wieder. “Nicht kindergesichert.”

Bertie warf ihr einen verblüfften Blick zu. “Da Mr. Parker von uns gegangen ist, dürfte der Verschluss auf der Medizinflasche keine große Rolle mehr spielen.”

Das war auch nicht Kellys Sorge. Aber als sie Mr. A. das letzte Mal seine Medizin gab, musste sie ziemlich mit dem Verschluss kämpfen, bevor er den Saft trinken konnte.

Jenen Saft, der wie Gift schmeckte.

Maggie Mead ließ sich zwischen ihrem achtjährigen Sohn Leif und dem dreizehnjährigen Michael auf die Knie sinken. Beide hatten ihren Spaß, indem sie eine alte Zederntruhe durchwühlten. “Hey, Jungs, macht Platz für mich. Ich liebe vergrabene Schätze so sehr wie ihr”, sagte Maggie.

Die beiden älteren Mead-Frauen beobachteten das begeisterte Trio aus einiger Entfernung.

“Hey, Nana”, rief Michael seiner Urgroßmutter aufgeregt zu. “Kann ich die alte Pfeife haben? Ist die nicht irre?” Er schob sich die Meerschaumpfeife in den Mund und bescherte seinem kleinen Bruder einen Lachanfall.

“Wirklich, Kinder”, sagte Helen nüchtern. “Ihr müsst die Gegenstände in der Truhe mit mehr Respekt behandeln. Sie hatten eine tiefe Bedeutung für den armen, von uns gegangenen Mr. Anderson.”

Maggie betastete einen alten, vergilbten Spitzenkragen und sah zu ihrer Großmutter hoch. “Meinst du, er hatte eine Femme fatale?” Maggies Augen funkelten. Trotz ihrer Sorgen in letzter Zeit hatte sie sich ihre lebhafte Fantasie bewahrt.

Helen zuckte mit den Schultern. “Ich weiß absolut nichts über Parkers Vergangenheit, außer dass er einmal Versicherungsdetektiv oder so etwas in der Art war.”

Maggie schob eine Locke ihrer kastanienbraunen Haare von ihrem Auge. “Er muss sich dir aber verbunden gefühlt haben. Nana”, meinte sie dann und band ihre schulterlangen Haare mittels eines Gummibandes zu einem Pferdeschwanz. “Er hat dir die Truhe hinterlassen.”

“Ist doch alles nur albernes Zeug”, warf Leif enttäuscht ein.

“Es ist der Gedanke, der zählt, junger Mann”, sagte Helen belehrend. “Ich fühle mich geehrt, dass Mr. Anderson mich als besondere Freundin betrachtet hat. Es ist wirklich sehr traurig, dass er keine Familie hatte.”

“Ich habe gesehen, wie ihn der alte Stan Hapgood ein- oder zweimal besucht hat”, bemerkte Mildred.

Helen schüttelte den Kopf. “Er hat sich ein paar Dollar verdient, indem er Parkers Testament aufgesetzt hat. Früher war Stanley Hapgood ein juristischer Magier.”

Mildred blinzelte ihrer Tochter zu. “Deine Großmutter war auf dem Dorchester College in Stan verschossen. Soviel ich gehört habe, war er damals ein sehr attraktiver Mann. Ein richtiger Cary Grant. Die Frauen sind über ihn hergefallen.”

Helen Mead gab einen geringschätzigen Laut von sich. “Ich bin nie über irgendeinen Mann hergefallen. Wer hat dir solchen Unsinn erzählt?”

“Dein lieber Ehemann Jake – er möge in Frieden ruhen. Er hat mir vor Jahren erzählt, dass du nur Augen für Stan Hapgood hattest, bis er daherkam und dein ungeteiltes Interesse gewann.”

“Wie hanebüchen”, erklärte Helen hoheitsvoll.

“Was heißt hanebüchen?”, fragte Michael, aber Helen beachtete ihn nicht.

“Wenn du die Wahrheit wissen willst, Mildred, es war genau umgekehrt. Stanley Hapgood hatte ein Auge auf mich geworfen.” Helen lachte leise. “Er hatte ein Auge auf alle jungen Mädchen geworfen. Frag doch die patzige alte Corinne Finn bei uns auf dem Korridor. Es gab Gerüchte, während Corinnes Ehemann drüben in Deutschland kämpfte, hätten sie und Stanley …” Sie stockte und betrachtete ihre Enkel.

Maggie kicherte. “Sag bloß, Nana! Frauen hatten damals zu deiner Zeit ehebrecherische Affären?”

Helen warf ihrer Enkelin einen ernsten Blick zu. “Was für ein Thema vor deinen Kindern, Maggie! Das ist eindeutig – unziemlich!”

Leifs Aufmerksamkeit wurde von einem Stapel alter Blätter in einem braunen Umschlag, den er aus der Truhe geholt hatte, abgelenkt. “Hat Mom ein schlimmes Wort gesagt?”

“Ist doch egal”, murmelte Michael gelangweilt und nahm seinem Bruder die Papiere aus der Hand.

“Gib das her”, verlangte Leif, obwohl er kein Interesse daran hatte. Es ging nur um das Prinzip.

“Ich hab sie zuerst gesehen.”

“Hast du nicht. Ich hab sie zuerst gesehen …”

Maggie griff ein. “Ich nehme diese Papiere, danke. Warum geht ihr nicht nach draußen und spielt Ball, Jungs.”

“Ballspielen – mit dem da?” Michael sah seinen kleinen Bruder geringschätzig an. “Der hat zwei linke Hände und ist Rechtshänder.”

“Ach ja?”, erwiderte Leif. “Na, und du wirfst wie ein Mädchen.”

“Ach ja …?”

“Buben”, sagte Helen scharf. “Tut irgendetwas, aber tut es im Freien. Und leise. Habe ich mich klar ausgedrückt?”

Beide Jungen nickten kleinlaut und zogen sich hastig zurück. Helen lächelte Mildred und Maggie selbstbeweihräuchernd zu.

Mildred war zu sehr damit beschäftigt, Maggie beim Durchblättern der Papiere zu beobachten, als dass sie Helen Anerkennung zollen konnte. “Ist das ein Tagebuch?”, fragte Mildred ihre Tochter. “Etwas, das uns einen Hinweis auf seinen Background gibt?”

“Weshalb um alles in der Welt bist du an Parker Andersons Background interessiert?”, fragte Helen.

“Komm, komm, Mutter! Oft haben gerade die Stillen irgendein Geheimnis in ihrer Vergangenheit. Vielleicht finde ich etwas, das ich in meiner nächsten Kolumne verwenden könnte.”

Helen warf ihrer Schwiegertochter einen missbilligenden Blick zu, der sich wie immer auf ihre Nase für Lokalnachrichten bezog.

“Nun, ist es ein Tagebuch? Ein Terminkalender? Briefe?”, fragte Mildred.

“Das ist aber komisch”, murmelte Maggie.

Mildred wurde immer ungeduldiger. “Was ist komisch?”

Maggie räusperte sich und neigte den Kopf seitlich in einem Versuch, kokett zu wirken. In Jeans und einem übergroßen T-Shirt mit der Aufschrift MUTTER IM STREIK und ihrem Haar in einem zerzausten Pferdeschwanz wirkte es nicht so recht. Mit ihrer Stimme klappte es schon besser. Sie wurde rauchig, sexy.

“‘Vermutlich, Mr. Reardon’“, las Maggie vor, “‘halten Sie das für eine hoffnungslose Aufgabe. Aber ich muss mich an die Hoffnung klammern. Und Sie sind meine Hoffnung, Mr. Reardon. Meine einzige Hoffnung. Ich fühle, dass ich mein Vertrauen in Sie setzen kann und dass Sie es nicht enttäuschen werden. Sie sind hart … aber Sie sind auch sanft, Mr. Reardon. Ich täusche mich doch nicht, oder? Ich meine … ich habe noch nie einen Schnüffler getroffen … von Angesicht zu Angesicht.’“

Als Maggie ihre Rezitation beendete und die beiden älteren Frauen angrinste, schimmerten tatsächlich Tränen in ihren Augen. Sie hatte stets einen Hang zum Dramatischen gehabt und am College und in Aufführungen der Gemeinde häufig mitgespielt.

Mildred applaudierte zu Maggies Vorstellung. Als ehemalige Leiterin der örtlichen Doily Cart Opera Company hielt Mildred sich für eine beachtliche Expertin für Talent. “Sehr gut, Maggie. Ein Hauch von Bacall … mit dem richtigen Schuss Hepburn.”

Helen lächelte ihrer Enkelin anerkennend zu. “Du machst das wirklich recht gut, Maggie, obwohl ich sagen muss, dass das Stück an sich ziemlich antiquiert ist. Was ist das?”

Maggie blätterte zur ersten Seite. “‘Rockabye Baby, ein Kriminalstück in drei Akten von Parker Anderson’. Kein Datum, aber er muss es vor ewigen Zeiten geschrieben haben, wie das Papier aussieht.”

“Ein Stück?” Helen verbarg ihre Überraschung nicht. “Ich hätte Parker nie für einen Stückeschreiber gehalten.”

Maggie überflog die letzten Seiten. “Oh nein, wie frustrierend!”

“Was ist denn?”, fragte Mildred.

“Er hat es nicht beendet”, antwortete Maggie. “Er hat den Namen des Schuldigen nicht genannt. Hört euch das an. Das ist die letzte Seite des Stücks. Reardon spricht zuerst.”

“Der Schnüffler?”, unterbrach Mildred.

Maggie nickte und senkte ihre Stimme um mehrere Oktaven. “‘Ich würde meinen rechten Arm dafür verwetten, dass Decker unschuldig ist, aber ich kann nichts tun. Er wird im Gefängnis verrotten. Aber eines kann ich dir versprechen, Kleines. Ich werde sie finden. Und wenn es das Letzte ist, was ich mache, ich werde sie für dich finden.’“

“Wen finden?”, fragte Mildred.

Helen brachte sie zum Schweigen und ermunterte Maggie.

Maggie nickte. “So, das wäre es. Veronica spricht zum letzten Mal.”

“Veronica ist die, die vorhin gesprochen hat?”, fragte Mildred.

“Ja.” Maggie räusperte sich. “‘Ich weiß, dass mein Baby lebt, Sam’, sagte Veronica mit Tränen in den Augen …”

“Ich wette, Sam wurde nach dem Vorbild Sam Spade in Der Malteser Falke geschaffen”, warf Mildred ein. “Offenbar geht es um eine Entführung. Jemand hat Veronicas Baby geraubt. Sie hat Sam engagiert, um das Baby zu finden und den Kidnapper der Justiz zu übergeben. Die Polizei hat das Verbrechen offenbar diesem Mann angehängt … diesem Decker, aber Sam ist überzeugt, dass sie den Falschen geschnappt haben.”

“Offensichtlich”, meinte Helen herablassend, “sonst gäbe das Theaterstück nicht viel her.”

“Ich frage mich, ob Sam wirklich glaubt, dass das Baby noch lebt, oder ob er nur Veronica trösten will”, überlegte Mildred. “Offenbar liebt er sie. Der Schnüffler und das Mädchen in Nöten. Das ist perfekt. Ein Kriminalfall, eine Liebesgeschichte …”

Helen brachte Mildred zum Schweigen. “Kommt da noch mehr, Maggie?”

“Nur ein paar Zeilen.” Maggie schloss für einen Moment die Augen und schlüpfte wieder in die Rolle. Diesmal entsprach ihr Aussehen mehr der Rolle, da sie das Gummiband von ihrem Pferdeschwanz gezogen hatte, sodass ihr Haar um ihre Schultern fiel. Maggie sah ihren unsichtbaren Schnüffler an. “‘Du sollst wissen, Sam – was auch passiert, ich liebe dich. Und wenn du mein Baby findest, werde ich Himmel und Erde für dich bewegen. Das Lösegeld interessiert mich nicht. Es interessiert mich nicht einmal mehr, wer das Ungeheuer ist, das meine kleine Tochter verschleppt hat. Wenn du sie mir nur zurückbringst, Sam! Wenn ich wenigstens wüsste, dass sie lebt …’“ Maggie sah ihr aufmerksames Zweipersonenpublikum an. “Das ist alles.”

Stille senkte sich über den Raum. Ziemlich erstaunlich angesichts der drei redseligen Personen darin.

Allerdings dauerte die Stille nicht lange an.

“Ich hatte soeben die wunderbarste Idee”, rief Mildred aus und rieb sich begeistert die Hände.

“Es ist für eine gute Sache, Kevin”, drängte Daisy Payne-Clark, obwohl sie nur wenig Hoffnung hatte, ihren Bruder zur freiwilligen Teilnahme zu bewegen. “Als stellvertretende Vorsitzende des Programms für die gefährdete Jugend ist es meine Pflicht, Gemeindemitglieder aktiv in eine Spendengala einzubauen. Und Mildreds letzte Idee für eine Spendengala ist einmalig. Ein Kriminalstück, bei dem das Publikum tatsächlich mithilft, den Mord aufzuklären. Das heißt, die Entführung. Ich habe dir doch die Geschichte erzählt, oder?”

Kevin Payne blickte von seinem Schreibtisch hoch, an dem er dank der Hartnäckigkeit seiner Schwester vergeblich versuchte, einen Stapel Hefte mit Prüfungsaufgaben in Mathematik zu verbessern. Mit einem schwachen, frustrierten Seufzer nahm er seine Hornbrille ab, putzte die Gläser mit seinem Taschentuch und lächelte seiner übereifrigen Schwester matt zu. “Ja, Daisy, du hast mir die Handlung erzählt. Das Baby einer wohlhabenden Frau wird entführt, sie und der ihr entfremdete Ehemann zahlen hunderttausend Dollar Lösegeld, aber das Baby wird nicht zurückgegeben. Das Verbrechen wird einem Landarbeiter angehängt, aber die Frau und der Privatdetektiv …”

“Der Schnüffler, Kevin. So wurde er damals in den Vierzigerjahren genannt. Schnüffler oder Plattfuß.”

“In Ordnung, der Schnüffler. Also, wo war ich?” Kevin kratzte sich im Nacken und erinnerte sich daran, dass er einen Haarschnitt brauchte.

Daisy übernahm die Inhaltsangabe. “Der Schnüffler und die Mutter des Babys sind überzeugt, dass der Landarbeiter hereingelegt wurde, aber sie können es nicht beweisen. Und sie können das Baby nicht finden.”

“Aber das Stück wurde nicht beendet, sodass wir nie erfahren, wer der Schuldige ist und ob das Baby am Leben ist”, schloss Kevin.

“Da setzt die Teilnahme des Publikums ein. Die Leute entscheiden, wer es war.” Daisy setzte sich in den Sessel gegenüber von Kevin. “Also, Sam, der Schnüffler, hat fünf Verdächtige ausgemacht – die hochnäsige, eifersüchtige Geliebte des schürzenjägerischen Ehemannes … den fanatischen, puritanischen Nachbarn … eine altjüngferliche Lehrerin … einen nervösen Buchhalter in der Firma des Ehemannes … und Veronicas lüsternen Anwalt.”

“Und welche Rolle hattest du für einen trockenen Professor der Mathematik im Auge?”, neckte Kevin sie.

Daisy schenkte ihrem Bruder ein wissendes Lächeln. “Du bist nicht annähernd so trocken, wie du alle glauben machen willst, Kevin Payne. Wenn du meine Meinung hören willst, so ist das eine Pose, die du bewusst eingenommen hast, um die Leute und vor allem das weibliche Geschlecht auf Distanz zu halten. Leben, mein lieber Bruder, ist mehr als Algebragleichungen und geometrische Formen … besonders der dreieckigen Art.”

“Daisy …”

“Nur weil du dich vor langer Zeit einmal am falschen Ende eines Liebesdreiecks befunden hast, Kevin, heißt das nicht …”

“Daisy”, sagte er schärfer. “Ich bin Professor für Mathematik, nicht für Geschichte. Ich schwelge nicht in der Vergangenheit – weder in der von anderen Leuten, noch in meiner eigenen. Und ich würde es schätzen, wenn du auch nicht weiter darüber sprichst.”

Daisy blickte sehr reuig drein. “Es tut mir leid, Kevin. Ich versuche nur … deinen Horizont zu erweitern, dich zu ermutigen, ein wenig … Spaß zu haben, zur Abwechslung einige nicht akademische Typen zu treffen. Da wir davon sprechen … du erinnerst dich an Mildreds Tochter Maggie?”

Kevin warf seiner Schwester einen vagen Blick zu.

“Lieber Himmel, Kevin, du warst auf der Highschool nur zwei Jahre über ihr. Maggie Mead. Sie war wunderbar als Teenager. Kastanienbraune Haare. Hatte sie zu einem niedlichen Pagenkopf geschnitten. Große haselnussbraune Augen. Sie muss in einem Dutzend Schulaufführungen mitgespielt haben.”

“Ach, du meinst dieses dürre Kind, das Wendy in Peter Pan gespielt hat …”

“Sie hat zugenommen.”

“Sie hat diesen Tenniscoach geheiratet …”

“Sie hat sich von ihm scheiden lassen und wieder ihren Mädchennamen angenommen.”

“Sie ist vor zwei Jahren weggezogen.”

“Sie ist jetzt wieder da.”

Kevin sah den planenden Blick in den Augen seiner Schwester. “Vergiss es.”

“Vergiss was?” Daisy täuschte Verwirrung vor. “Ich wollte nur sagen, dass Maggie daran denkt, vorzusprechen, und sie hat eine Kopie des Stücks. Ich dachte, du könntest bei ihr vorbeischauen und um der alten Zeiten willen Hallo sagen und einen Blick auf das Stück werfen, nur für den Fall, dass du …”

“Ich habe auf der Highschool zu Maggie Mead kaum zwei Worte gesprochen, Daisy. Ich erinnere mich nur an sie, weil ich sie in ein paar Schulaufführungen gesehen habe. Ich bin sicher, sie erinnert sich nicht an mich als Adam.”

“Oh, ich bin sicher, dass sie …”

“Darüber hinaus bin ich nicht daran interessiert, dieses Stück zu lesen.”

“Wie ist das mit der Bürgerpflicht, Kevin? Das Geld, das wir mit dieser Aufführung einnehmen, kommt einem sehr guten Zweck zugute. Du arbeitest mit jungen Menschen. Du hast eine Verantwortung.”

“Da gebe ich dir recht.”

Daisy war verblüfft. “Wirklich?”

Er lächelte. Für sein gradliniges Wesen brachte Kevin Payne ein überraschend schurkisches Lächeln zustande. “Wie du sagtest, es ist für einen guten Zweck. Also mache ich mit.” Er hielt die Hand hoch, als seine Schwester etwas sagen wollte. “Hinter der Bühne. Kulissen, Beleuchtung, so etwas in der Art.”

“Na schön”, lenkte Daisy ein, verbarg jedoch nicht ihre Enttäuschung. Sie fand, dass ein Auftritt auf der Bühne Kevin helfen würde, dringend benötigte Haltung und Selbstvertrauen zu finden. Im Berufsleben fehlte es ihm an beidem nicht. In akademischen Kreisen konnte Kevin sich behaupten. Er konnte gewinnend, sogar charmant sein. Aber brachte man ihn privat mit einer attraktiven Frau zusammen, bekam er unweigerlich einen Knoten in die Zunge und an den Händen lauter Daumen.

Während Kevin seine Schwester zur Tür führte, legte er liebevoll seinen Arm um ihre Schultern. “Ich fürchte, Daisy, du musst dich damit abfinden, dass du einen eingefleischten Junggesellen als Bruder hast. Es gibt Schlimmeres.”

Daisy seufzte. “Ach ja. Mildred hatte recht. Sie sagte, ich könnte dich nie dazu überreden, vorzusprechen. Obwohl sie meinte, du seist ideal für die Rolle des …” Sie hielt inne, und ihre Augen funkelten. “Ach ja, das ist ja nun nicht mehr wichtig.” Sie unterdrückte ein Lächeln, als sie Neugierde in Kevins blauen Augen entdeckte.

Doch Kevin war zu klug, um sich von seiner listigen Schwester einfangen zu lassen. “Richtig”, sagte er fest. “Es ist nicht wichtig.”

Zwei Abende später besorgte Kevin sich eine Portion Moo-Goo-Gai-Pfanne im Mandarin House in der Stadt, als er mit keiner anderen als der verlorenen Tochter, Maggie Mead, zusammentraf. Sie wartete ebenfalls auf Essen zum Mitnehmen.

Er begrüßte sie mit einem zaghaften Lächeln, als er seine Bestellung entgegennahm. Sie lächelte zurück, aber der leere Ausdruck in ihren Augen verriet ihm, dass sie ihn nicht erkannte.

“Kevin Payne.” Er räusperte sich und wechselte die Papiertüte von einer Hand in die andere. “Wir sind zusammen auf die Highschool gegangen.”

Sie lächelte wieder und wirkte nachdenklich.

Er schob seine Brille zurecht. “Ich war zwei Jahre über Ihnen.”

“Ach ja, richtig!”

“Also …” Er streckte befangen die Hand aus, aber bevor Maggie reagieren konnte, kam der Kellner mit ihrem Essen zum Mitnehmen. Kevin kam sich vor, als wäre er im Weg, und ging hinaus, während sie bezahlte.

Während Maggie ein paar Geldscheine aus ihrer Handtasche grub, versuchte sie, diesen Kevin Payne einzuordnen. Er hatte eine hohe, athletische Gestalt, aber irgendwie bezweifelte sie, dass er eine der Sportskanonen an der Thornhill High gewesen war. Nett aussehender Bursche, dachte sie. Sogar richtig attraktiv, aber bestimmt nicht umwerfend.

“Oh, oh”, sagte das Mädchen an der Kasse.

“Was ist denn?”, fragte Maggie.

“Der Mann, der gerade weg ist. Ich glaube, er hat Ihre Bestellung, und Sie haben die seine. Sie haben Szechuan-Rindfleisch bestellt, nicht die Moo-Goo-Gai-Pfanne, richtig?”

“Ich hasse Moo-Goo-Gai”, murmelte Maggie.

Maggie entdeckte ihn, als er gerade mit dem Auto den Parkplatz verlassen wollte, und hielt ihn an.

Kevin rollte sein Fenster herunter. Er fragte sich, ob sie ihn endlich eingeordnet habe.

“Sie haben mein Rindfleisch”, sagte sie.

“Ich habe … was?”

Maggie lächelte, als ihr klar wurde, wie komisch die Bemerkung ohne den Zusammenhang klang.

“Eine Verwechslung. Ich habe Ihre Moo-Goo-Gai-Pfanne, und Sie haben mein Szechuan-Rindfleisch.”

Kevin verzog das Gesicht. Er hasste gewürztes chinesisches Essen.

“Wollen wir tauschen?”, fragte er.

“Vielleicht sollten wir uns vorher vergewissern.”

“Ach richtig.” Er beugte sich über den Beifahrersitz, auf dem er die Papiertüte auf eine Zeitung gestellt hatte.

Maggie stellte ihre Tüte auf die Motorhaube von Kevins Wagen und inspizierte den Inhalt des weißen Kartons. “Ja, Moo-Goo-Gai-Pfanne.”

“Ich schätze, das ist Rindfleisch.” Er schloss den Karton wieder und dann die Papiertüte und wollte den Austausch vornehmen, als er erkannte, dass der Boden der Tüte fettgetränkt war. Die Tüte würde durchreißen, wenn er sie übergab.

“Ich habe eine Idee”, sagte Maggie. “Bringen Sie mich heim? Ich wohne gleich in der Porter Street. Darf Rindfleisch mit Huhn fahren?”

“Wie bitte …? Oh, sicher. Tut mir leid.”

Maggie ging um den Wagen herum und stieg ein, nachdem sie die beiden Tüten mitsamt der Zeitung hinten auf den Boden gestellt hatte.

Kevin fuhr los und überlegte, was er sagen sollte. Er ...

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