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Die Aktiengesellschaft

Inhaltsverzeichnis

  1. Impressum
  2. Abkürzungsverzeichnis
  3. Literaturverzeichnis
  4. Vorwort
  5. Autorenverzeichnis
  6. Stichwortverzeichnis
    1. Anwendungsbereich
    2. Allgemeine Grundregeln
    3. Fremdvergleich
    4. Wirtschaftlich unabhängige Verwandte
    5. Unwirksame Verträge nach Zivilrecht
    6. Verschenktes Darlehen
  7. Grundlagen
    1. Rechtsgrundlagen
      1. Die für deutsche Aktiengesellschaften geltenden Rechtsgrundlagen (Überblick)
        1. Das deutsche Aktien- und Handelsrecht
        2. Vorgaben des Europäischen Rechts
        3. Corporate Governance Kodex
      2. Bestimmung des anwendbaren nationalen Rechts
      3. Reformen
        1. EHUG
        2. MoMiG
        3. Grenzüberschreitende Verschmelzung
        4. ARUG
        5. REITG
        6. Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG)/Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG)
        7. Risikobegrenzungsgesetz
        8. Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG)
        9. Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
        10. Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)
        11. Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz
        12. Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)
        13. Kleinstkapitalgesellschaften Bilanzrechtsänderungsgesetz (MicroBilG)
          1. Verzicht auf Anhang zum Jahresabschluss (JA)
          2. Bilanzverkürzung, verkürzte GuV
          3. Lockerung der Offenlegungspflichten
          4. Änderungen bzgl. der Konzernabschlussregelungen
        14. Kleine Unternehmenssteuerreform 2013
        15. Aktienrechtsnovelle 2012/2013
        16. Geplante Einführung einer Frauenquote
        17. Reform der Rechnungslegungs- und der Transparenzrichtlinie
    2. Grundzüge des Aktienrechts
      1. Die Aktiengesellschaft als juristische Person
      2. Durchgriffshaftung
        1. Einführung: persönliche Haftung der Aktionäre
        2. Vermögensvermischung
        3. Unterkapitalisierung
        4. Durchgriffshaftung im Konzern
        5. Haftung für existenzvernichtenden Eingriff
      3. Die Aktie
        1. Aktienarten
          1. Nennbetrags- und Stückaktien
          2. Inhaber- oder Namensaktien
          3. Aktiengattungen: Stamm- oder Vorzugsaktien
        2. Verbriefung in einer Urkunde
      4. Übertragung von Aktien
        1. Wertpapierrechtliche Aspekte
        2. Verkauf und Übertragung von Aktien
        3. Vinkulierte Namensaktien
      5. Grundsatz der Satzungsstrenge
      6. „Große“ und „kleine“ Aktiengesellschaft
        1. Einführung
        2. Besonderheiten bei nicht börsennotierten Gesellschaften
        3. Aktiengesellschaften mit überschaubarem Aktionärskreis
        4. Attraktivität der Rechtsform der Aktiengesellschaft
    3. Europäische Aktiengesellschaft (SE)
      1. Einleitung
      2. Gründung einer SE
        1. Gründungsarten
        2. Gründungsschritte beim Rechtsformwechsel
      3. Führungsstruktur
        1. Überblick
        2. Dualistisches System
        3. Monistisches System
      4. Hauptversammlung
      5. Aktien an einer SE
      6. Unternehmensmitbestimmung bei der SE
      7. Vorzüge einer SE
        1. Internationalität und internationales Renommee
        2. Wahl zwischen dualistischer und monistischer Struktur
        3. Einfrieren der Mitbestimmung
        4. Verkleinerung des Aufsichtsrats
      8. Rechtsformvergleich: GmbH, AG und SE
    4. KGaA
      1. Einführung
      2. Beteiligungsformen
      3. Kapitalstruktur
      4. Gesellschaftsorgane
    5. AG & Co. KG
      1. Einführung
      2. Gründung einer AG & Co. KG
      3. Geschäftsführung durch den Vorstand
      4. Rechte und Pflichten der Gesellschafter
      5. Vergleich mit der GmbH & Co. KG
  8. Gründung
    1. Einführung
      1. Arten der Gründung
      2. Die Gründungsphasen
        1. Vorgründungsgesellschaft
        2. Vorgesellschaft
          1. Teilrechtsfähigkeit der Vorgesellschaft
          2. Organisation und Vertretung
          3. Übergang der Rechtsverhältnisse auf die Aktiengesellschaft
          4. Haftung
          5. Besonderheiten bei der Einmann-Gründung?
        3. Eingetragene Gesellschaft
    2. Errichtung und Anmeldung
      1. Gründer (§ 2 AktG)
        1. Gründerzahl
        2. Gründerfähigkeit
      2. Form des Errichtungsgeschäfts und der Satzung
        1. Form der Beurkundung
        2. Insbesondere: Auslandsbeurkundung
        3. Vertretung
      3. Gründungsurkunde und Satzung (§ 23 AktG)
        1. Zwei Dokumente
        2. Bestandteile der Gründungsurkunde (§ 23 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 AktG)
          1. Gründer (Nr. 1)
          2. Angaben zu den Aktien: Nennbetrag bzw. Stückzahl, Ausgabebetrag, Gattungen (Nr. 2)
          3. Übernahmeerklärungen sowie der eingezahlte Betrag des Grundkapitals (Nr. 3)
        3. Die Satzung: Allgemeines
          1. Obligatorische und fakultative Bestandteile
          2. Echte und unechte Satzungsbestandteile
          3. Grundsatz der Satzungsstrenge (§ 23 Abs. 5 AktG)
        4. Die Satzungsbestandteile im Einzelnen
          1. Firma
          2. Sitz
          3. Gegenstand des Unternehmens
          4. Grundkapital
          5. Form, Stückelung und Mindestbeträge der Aktien; Aktiengattungen
          6. Inhaber- oder Namensaktien
          7. Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats
          8. Form der Bekanntmachung
          9. Sondervorteile und Gründungsaufwand
          10. Sachgründung und Sachübernahme
        5. Fakultative Satzungsbestandteile
      4. Bestellung der Organe und des Abschlussprüfers
        1. Aufsichtsrat
        2. Vorstand
        3. Abschlussprüfer
      5. Leistung der Einlagen
        1. Bareinlagen
        2. Sacheinlagen
        3. Differenzhaftung, Zahlungsausfall und Kaduzierung
        4. Nicht mehr erforderlich: Sicherheit bei Einpersonengründung
        5. Verzicht, Vergleich, Aufrechnung und Verjährung
      6. Gründungsbericht
        1. Gründungsbericht bei Bargründung
        2. Zusätzliche Angaben bei Sachgründung
      7. Gründungsprüfung
        1. Interne Gründungsprüfung
        2. Externe Gründungsprüfung
      8. Handelsregisteranmeldung
        1. Inhalt
        2. Zuständigkeit
        3. Anlagen
        4. Form
        5. Sprache
    3. Prüfung, Eintragung und Bekanntmachung durch das Gericht
      1. Prüfung und Eintragung
      2. Eintragung
      3. Bekanntmachung
      4. Rechtsfolge von Verstößen
        1. Nichtigkeit und Amtslöschung
        2. Haftung
        3. Strafbarkeit
    4. Verdeckte Sachgründung und Nachgründung
      1. Verdeckte Sachgründung
      2. Nachgründung
        1. Anwendungsfälle
        2. Bei Nachgründungen zu beachtende Vorschriften
        3. Konsequenzen bei Nichtbeachtung
      3. Heilung verdeckter Sachgründungen
    5. „Mäntel“
      1. Vorratsgesellschaften
      2. Sonstige „Mäntel“
  9. Der Aktionär und die Gesellschaft
    1. Grundlagen
    2. Rechte des Aktionärs
      1. Einführung
      2. Versammlungsgebundene Aktionärsrechte
      3. Rechte außerhalb der Hauptversammlung
      4. Quotengebundene Aktionärsrechte
        1. Die 1 %-Hürde
        2. Die 5 %-Hürde
        3. Die 10 %-Hürde
      5. Mehrheit von Berechtigten
    3. Pflichten des Aktionärs
      1. Leistung der Einlage
      2. Nebenpflichten
      3. Mitteilungspflichten gem. § 20 AktG
    4. Treuepflicht
      1. Einführung
      2. Treuepflicht des Aktionärs
      3. Treuepflicht der Aktiengesellschaft gegenüber den Aktionären
      4. Rechtsfolgen von Treuepflichtverletzungen
    5. Gleichbehandlungsgebot
      1. Einführung
      2. Spezialgesetzliche Ausprägungen
      3. Gleichbehandlung beim Erwerb eigener Aktien
      4. Einziehung von Aktien gem. § 237 AktG
      5. Rechtsfolgen eines Verstoßes
  10. Hauptversammlung
    1. Zuständigkeit der Hauptversammlung
      1. Einführung
      2. Zuständigkeit kraft Gesetzes
      3. Zuständigkeit kraft Satzung
      4. Vorlage durch den Vorstand
      5. Holzmüller, Gelatine & Co.
    2. Vorbereitung der Hauptversammlung
      1. Zeitpunkt der Hauptversammlung
        1. Zeitraum
        2. Wochentag und Uhrzeit
      2. Ort der Hauptversammlung
        1. Hauptversammlungen im Inland
        2. Hauptversammlungen im Ausland
    3. Die Einberufung der Hauptversammlung
      1. Form und Inhalt der Einberufung
        1. Einberufung durch Bekanntmachung
        2. Vereinfachte Einberufung
        3. Besonderheiten bei börsennotierten Gesellschaften
      2. Zuständigkeit für die Einberufung
        1. Einberufung durch den Vorstand
        2. Einberufung durch den Aufsichtsrat
        3. Einberufung durch Minderheitsaktionäre
          1. Einberufungsverlangen
          2. Verlangen auf Ergänzung der Tagesordnung
          3. Gerichtliche Ermächtigung zur Einberufung oder Ergänzung der Tagesordnung
        4. Erweiterung der Einberufungsrechte, Einberufung durch Unberechtigte
        5. Einberufungsfrist
      3. Rücknahme oder Änderung der Einberufung
      4. Rechtsfolgen unrichtiger oder unvollständiger Bekanntmachung
      5. Vollversammlung
      6. Mitteilungspflichten der Gesellschaft gem. §§ 125 ff. AktG
        1. Mitteilung der Einberufung
        2. Mitteilung von Gegenanträgen
        3. Mitteilung gefasster Beschlüsse
      7. Aktionärsforum
    4. Teilnahme an der Hauptversammlung
      1. Teilnahmerecht
      2. Grenzen des Teilnahmerechts
      3. Teilnahmepflicht der Organmitglieder
      4. Öffentlichkeit
      5. Elektronische Hauptversammlung: Teilnahme per E-Mail und Internet
    5. Ablauf der Hauptversammlung
      1. Vorsitz
      2. Eröffnung und Leitung der Debatte
      3. Teilnehmerverzeichnis
      4. Abstimmung und Beschlussfeststellung
      5. Anträge zur Geschäftsordnung
      6. Rederecht
        1. Überblick
        2. Satzungsregelungen
      7. Ordnungsmaßnahmen
      8. Sprache der Hauptversammlung
      9. Ton- und Bildaufzeichnungen, Übertragungen
    6. Auskunftsrecht der Aktionäre
      1. Einführung
      2. Gegenstand des Auskunftsanspruchs
      3. Erforderlichkeit der Auskunft
      4. Umfang des Auskunftsanspruchs
      5. Recht zur Auskunftsverweigerung
      6. Satzungsregelungen
      7. Rechtsfolge der Verletzung des Auskunftsrechts
        1. Gerichtliche Entscheidung
        2. Anfechtungsklage
        3. Strafbarkeit, Schadensersatzansprüche
    7. Stimmrecht und Beschlussfassung
      1. Einführung
      2. Übertragbarkeit des Stimmrechts
        1. Grundsätze
        2. Vollmachten
        3. Legitimationszession
      3. Stimmbindungsvereinbarungen
      4. Stimmverbote
      5. Ruhen des Stimmrechts
      6. Stimmrechtslose Vorzugsaktien
      7. Beschlussfähigkeit
      8. Stimmabgabe und Auszählung
      9. Briefwahl
      10. Beschlussfeststellung
      11. Beschlussmehrheiten
        1. Grundsatz
        2. Einfache Mehrheit
        3. Qualifizierte Mehrheiten
        4. Gestaltungsmöglichkeiten in der Satzung
    8. Protokollierung der Hauptversammlung
      1. Einführung
      2. Inhalt und Sprache des Protokolls
      3. Notarielles Protokoll
      4. Vereinfachtes Protokoll
      5. Anlagen zum Protokoll
      6. Fehler des Protokolls
      7. Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse
    9. Satzungsändernde Beschlüsse
      1. Einführung
      2. Zuständigkeit
      3. Mehrheitserfordernisse
      4. Eintragung im Handelsregister
    10. Wahlen zum Aufsichtsrat, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
      1. Wahlen zum Aufsichtsrat
      2. Bedeutung der Entlastung
      3. Entlastungsbeschluss
        1. Gesamtentlastung und Einzelentlastung
        2. Stimmverbot des § 136 AktG
    11. Sonderprüfungen
      1. Überblick
      2. Antrag auf Sonderprüfung in der Hauptversammlung
      3. Gerichtliche Bestellung von Sonderprüfern
      4. Sonderprüfungsbericht
      5. Kosten der Sonderprüfung
    12. Geltendmachung von Ersatzansprüchen
      1. Überblick
      2. Hauptversammlungsbeschluss
      3. Bestellung eines besonderen Vertreters
        1. Bestellung durch die Hauptversammlung
        2. Gerichtliche Bestellung
      4. Klagezulassungsverfahren
    13. Anfechtbarkeit und Nichtigkeit von Beschlüssen
      1. Einführung
      2. Anfechtbarkeit
        1. Anfechtungsgründe
          1. Verfahrensfehler
          2. Inhaltsfehler
        2. Bestätigung anfechtbarer Beschlüsse
        3. Anfechtungsbefugnis
          1. Erschienene Aktionäre
          2. Nicht erschienene Aktionäre
          3. Andere Anfechtungsberechtigte
          4. Missbrauch der Anfechtungsbefugnis
        4. Anfechtungsklage
          1. Parteien
          2. Streitgegenstand
          3. Anfechtungsfrist
          4. Prozessuales
        5. Freigabeverfahren gem. § 246a AktG
          1. Überblick
          2. Prozessuales
      3. Nichtigkeit
        1. Nichtigkeitsgründe
        2. Heilung der Nichtigkeit
        3. Nichtigkeitsklage
  11. Vorstand und Aufsichtsrat
    1. Vorstand
      1. Der Vorstand als Geschäftsführungsorgan
        1. Bindung an den Unternehmensgegenstand
      2. Kompetenzregelung: zwingender Charakter und Ausnahmen
        1. Funktion des Aufsichtsrats in der Unternehmensleitung
        2. Entscheidung der Hauptversammlung über Fragen der Geschäftsführung
        3. Vertretung der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat (§ 112 AktG)
        4. Vertretung der Aktiengesellschaft durch den Aufsichtsrat (§ 111 Abs. 2 AktG)
        5. Vertretung der Gesellschaft bei Anfechtungsklagen und Freigabeverfahren
          1. Vertretung der AG bei Abschluss von Beteiligungsvereinbarungen mit Aktionären
        6. Erfordernis der Einwilligung des Aufsichtsrats zu Maßnahmen des Vorstands
      3. Die Geschäftsordnung für den Vorstand
        1. Erlasskompetenz und Gegenstand
        2. Beschlussfassung über den Erlass einer Geschäftsordnung für den Vorstand
        3. Inhalt einer Geschäftsordnung für den Vorstand
          1. Vorstandsvorsitzender/-sprecher
          2. Ressortverteilung
          3. Sitzungen und Beschlussfassungen des Vorstands
          4. Katalog zustimmungspflichtiger Maßnahmen
          5. Laufzeit von Geschäftsordnungen
      4. Zahl der Vorstandsmitglieder (§ 76 Abs. 2 AktG)
      5. Persönliche Voraussetzungen für die Bestellung zum Vorstand
        1. Persönliche Voraussetzungen nach § 76 Abs. 3 AktG
        2. Unvereinbarkeit der Zugehörigkeit zum Vorstand und zum Aufsichtsrat (§ 105 AktG)
        3. Satzungsmäßige Voraussetzungen für den Vorstand
        4. Ausländische Vorstandsmitglieder
        5. „Diversity“
      6. Doppelstellung des Vorstands
      7. Bestellung des Vorstands und Vertretungsbefugnis
        1. Bestellung
          1. Bestellung durch den Aufsichtsrat (§ 84 Abs. 1 AktG)
          2. Bestellung durch das Gericht (§ 85 AktG)
          3. Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds zum Stellvertreter eines Vorstandsmitglieds
          4. Dauer der Vorstandsbestellung
        2. Vertretungsbefugnis (§ 78 AktG)
        3. Befreiung vom Verbot des Selbstkontrahierens (§ 181 BGB)
        4. Eintragung im Handelsregister (§ 81 Abs. 1 AktG)
        5. Angabe auf Geschäftsbriefen (§ 80 AktG)
        6. Der fehlerhaft bestellte Vorstand
      8. Abberufung und Amtsniederlegung des Vorstands
        1. Abberufung (§ 84 Abs. 3 AktG)
          1. Abberufungskompetenz
          2. Abberufungsgründe
          3. Rechtsschutz des Vorstandsmitglieds gegen die Abberufung
        2. Amtsniederlegung durch das Vorstandsmitglied
        3. Nachorganschaftliche Pflichten bei Beendigung des Vorstandsamts
      9. Anstellungsverhältnis
        1. Zuständigkeit
        2. Dauer
        3. Vergütung der Vorstandsmitglieder
          1. Zuständigkeit für die Festsetzung der Vorstandsvergütung
          2. Gesamtvergütung
          3. Angemessenheit der Gesamtbezüge
          4. Variable Vergütung
          5. Aktienoptionen für Vorstandsmitglieder
          6. Herabsetzung der Vorstandsbezüge wegen Verschlechterung der Verhältnisse der Gesellschaft
          7. Rechtsfolgen unangemessener Vorstandsbezüge
          8. Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung
          9. Offenlegung der Vorstandsvergütung
        4. Befreiung von der Sozialversicherungspflicht
        5. Beendigung von Dienstverträgen mit Vorstandsmitgliedern
          1. Wichtiger Kündigungsgrund für den Aufsichtsrat
          2. Wichtiger Kündigungsgrund für das Vorstandsmitglied
          3. Aufsichtsratsbeschluss
          4. Kündigungserklärung
          5. Zweiwochenfrist des § 626 Abs. 2 BGB
      10. Verbot sonstiger unternehmerischer Tätigkeiten
        1. Wettbewerbsverbot
        2. Unternehmerische Tätigkeiten außerhalb des Geschäftszweigs der Gesellschaft
        3. Einwilligung des Aufsichtsrats
        4. Sonstige Tätigkeiten
          1. Verbot durch den Anstellungsvertrag
          2. Verbot von Nebentätigkeiten, die die Interessen der Gesellschaft beeinträchtigen
          3. Verbot, Geschäftschancen der Gesellschaft für sich oder Dritte zu nutzen
        5. Nachorganschaftliche Tätigkeitsbeschränkungen von ehemaligen Vorstandsmitgliedern
          1. Tätigkeitsbeschränkungen bei Fortbestehen des Dienstvertrags
          2. Nachorganschaftliche Loyalitätspflichten ehemaliger Vorstandsmitglieder
          3. Nachvertragliches Wettbewerbsverbot aufgrund von Regelungen im Dienstvertrag
        6. Rechtsfolgen bei Zuwiderhandlung eines (ehemaligen) Vorstandsmitglieds gegen Tätigkeitsverbote
          1. Rechtsfolgen von Konkurrenzgeschäften und des Betriebs eines Handelsgewerbes
          2. Rechtsfolgen der rechtswidrigen Aneignung von Geschäftschancen der Gesellschaft
          3. Rechtsfolgen des Verstoßes gegen das Verbot, als Vorstandsmitglied, Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft tätig zu werden
          4. Rechtsfolgen bei Verstößen gegen nachvertragliche Konkurrenzverbote
        7. Verjährung von Ansprüchen der Gesellschaft
      11. Pflicht des Vorstands zur Verschwiegenheit
        1. Gegenstand der Verschwiegenheitspflicht
        2. Umfang der Verschwiegenheitspflicht
        3. Verschwiegenheitsverpflichtung bei Transaktionen/Due Diligence-Prüfungen
        4. Rechtsfolgen einer Verletzung der Verschwiegenheitsverpflichtung
      12. Kreditgewährung an Vorstandsmitglieder
      13. Vorstandspflichten in der Krise
      14. Pflichten des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat
        1. Berichterstattungspflicht
          1. Arten von Berichten
          2. Berichtsform
          3. Der Gesamtvorstand als Berichtsschuldner
          4. Der Aufsichtsrat als Berichtsgläubiger
          5. Erzwingung der Berichtspflicht
        2. Vorlagepflichten gegenüber dem Aufsichtsrat
        3. Offenlegungspflichten
        4. Teilnahme des Vorstands an Aufsichtsratssitzungen
      15. Vorstand und Hauptversammlung
        1. Aufgaben und Pflichten gegenüber der Hauptversammlung
        2. Entlastung des Vorstands durch die Hauptversammlung
      16. Pflichten des Vorstands aufgrund BilMoG
      17. Arbeitsdirektor
      18. Stellvertreter von Vorstandsmitgliedern
    2. Aufsichtsrat
      1. Funktionen des Aufsichtsrats
        1. Bestellung und Abberufung des Vorstands
        2. Überwachung des Vorstands
        3. Einfluss des Aufsichtsrats auf die Geschäftsführung
        4. Pflichten der Aufsichtsratsmitglieder bei Führungslosigkeit der AG
      2. Zahl der Aufsichtsratsmitglieder
        1. Mitbestimmungsfreie Aktiengesellschaft
        2. Mitbestimmte Aktiengesellschaft
          1. Drittelbeteiligungsgesetz
          2. Mitbestimmungsgesetz
          3. Montan-Mitbestimmungsgesetz
          4. Montan-Mitbestimmungsergänzungsgesetz
          5. Statusverfahren
      3. Persönliche Voraussetzungen für Aufsichtsräte; Inkompatibilitäten
        1. Persönliche Voraussetzungen nach § 105 AktG
        2. Diversity
        3. Unvereinbarkeit der Zugehörigkeit zum Vorstand und zum Aufsichtsrat
        4. Unabhängige Aufsichtsratsmitglieder
      4. Amtszeit des Aufsichtsrats
      5. Bestellung des Aufsichtsrats, Abberufung und Amtsniederlegung
        1. Bestellung
        2. Wahl durch die Hauptversammlung; Ersatzmitglieder
        3. Der fehlerhaft bestellte Aufsichtsrat
        4. Entsendung
        5. Bestellung durch das Gericht
          1. Beschlussunfähigkeit des Aufsichtsrats
          2. Antrag
          3. Amtszeit des gerichtlich bestellten Aufsichtsratsmitglieds
        6. Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern
          1. Aufsichtsratsmitglieder, die nur aus wichtigem Grund abberufen werden können
          2. Abberufung durch Gerichtsbeschluss
          3. Verfahren
        7. Amtsniederlegung
      6. Mitteilung an das Handelsregister, Bekanntmachung
      7. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
      8. Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern (§ 114 AktG)
        1. Von § 114 AktG betroffene Verträge
        2. Betroffener Personenkreis
        3. Anforderungen an den Vertragsinhalt
        4. Zustimmung des Aufsichtsrats
        5. Rechtsfolgen bei fehlender Zustimmung des Aufsichtsrats
      9. Kreditgewährung
      10. Innere Ordnung des Aufsichtsrats
        1. Aufsichtsratsvorsitzender/Stellvertreter
        2. Aufsichtsratssitzungen
        3. Beschlussfassung des Aufsichtsrats
          1. Erfordernis der ausdrücklichen Beschlussfassung
          2. Beschlussfassung mit oder ohne Aufsichtsratssitzungen
          3. Stimmabgabe
          4. Stimmverbote
          5. Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrats
          6. Mehrheitserfordernisse für Aufsichtsratsbeschlüsse
        4. Fehlerhafte Aufsichtsratsbeschlüsse
        5. Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat
        6. Einrichtung von Ausschüssen
        7. Verschwiegenheitspflicht der Aufsichtsratsmitglieder
      11. Aufsichtsrat und Hauptversammlung
      12. Entlastung des Aufsichtsrats
      13. Rückgabe aller Geschäftsunterlagen bei Ausscheiden
    3. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
    4. Organhaftung und D & O-Versicherung
      1. Organhaftung gegenüber der Aktiengesellschaft
        1. Sorgfaltspflicht und Business Judgment Rule
          1. Unternehmerische Entscheidung
          2. Entscheidung auf der Grundlage angemessener Informationen
          3. Handeln zum „Wohle der Gesellschaft“
          4. Handeln ohne Sonderinteressen
          5. Gutgläubigkeit
        2. Einzelne Haftungstatbestände gegenüber der AG
          1. Haftungstatbestände nach § 93 Abs. 3 AktG
          2. Haftungsrisiko upstream Darlehen/Cash-Pooling
          3. Haftungsrisiko Krise und Insolvenzreife
          4. Haftungstatbestand nach § 92 Abs. 2 Satz 3 AktG
          5. Haftungsrisiko „Führen schwarzer Kassen“
          6. Haftungsrisiko Unternehmenskauf, Fehlkalkulation, unzureichende Sicherheiten
          7. Haftungsrisiko Überwachungssystem (§ 91 Abs. 2 AktG), Risikomanagement (Ziff. 4.1.4 DCGK) und Compliance-Management-System (CMS – Ziff. 4.1.4 DCGK)
          8. Haftung aufgrund sonstiger Pflichtverletzungen
          9. Weitere Beispiele aus der Rechtsprechung
        3. Haftungsausschluss
        4. Organhaftung nur bei Verschulden
        5. Schaden der Gesellschaft
        6. Einwand rechtmäßigen Alternativverhaltens
        7. Darlegungs- und Beweislast
        8. Gesamtschuldnerische Haftung der Organmitglieder
          1. Gesamtschuldnerische Haftung von Vorstandsmitgliedern
          2. Gesamtschuldnerische Haftung von Aufsichtsratsmitgliedern
        9. Geltendmachung der Schadensersatzansprüche
        10. Verzicht und Vergleich, Verjährung
      2. Organhaftung gegenüber Dritten
        1. Haftung gegenüber Gläubigern
        2. Haftung gegenüber Aktionären
      3. D & O-Versicherung
        1. Überblick
        2. D& O-Versicherung als Haftpflichtversicherung für fremde Rechnung
        3. Zuständigkeit für den Abschluss der D& O-Versicherung
        4. Selbstbehalt nach § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG
          1. Personeller Anwendungsbereich
          2. Zeitlicher Anwendungsbereich
          3. Selbstbehalt nur für Innenhaftungsfälle
          4. Höhe des Selbstbehalts
          5. Selbstbehalt und gesamtschuldnerische Haftung
          6. Versicherung des Selbstbehalts
          7. Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG
  12. Kapital
    1. Kapitalschutz
      1. Kapitalaufbringung
      2. Kapitalerhaltung
        1. Grundsatz: Verbot der Rückzahlung
        2. Umfang des Kapitalerhaltungsgebotes
        3. Verbot des Erwerbs eigener Aktien
        4. Eigenkapitalersatz
      3. Insbesondere Cash Pooling
        1. Abführung überschüssiger Liquidität an den Cash Pool-Leader (Upstream-Loan)
        2. Inanspruchnahme benötigter Liquidität (Downstream-Loan)
        3. Sonderproblem: Barkapitalerhöhung im Cash Pool
        4. Virtuelles (notional) Cash Pooling
      4. Insbesondere existenzvernichtender Eingriff und andere Fälle der Durchgriffshaftung
    2. Kapitalerhöhung
      1. Überblick
      2. Kapitalerhöhung gegen Einlagen (§§ 182 ff.)
        1. Kapitalerhöhungsbeschluss
        2. Sondervorschriften für Sacheinlagen
          1. Beschlussinhalt
          2. Sachkapitalerhöhungsprüfung
          3. Folgen von Verstößen
        3. Anmeldung des Kapitalerhöhungsbeschlusses
        4. Zeichnung der neuen Aktien
          1. Form
          2. Inhalt
          3. Mängel
        5. Bezugsrecht
        6. Zeitpunkt der Zahlung: Das Problem der Voreinzahlungen
        7. Anmeldung der Durchführung
        8. Eintragung und Bekanntmachung
      3. Bedingte Kapitalerhöhung
        1. Zulässige Zwecke
        2. Kapitalerhöhungsbeschluss
        3. Sondervorschriften für Sacheinlagen
        4. Anmeldung der Kapitalerhöhung
        5. Eintragung und Bekanntmachung
        6. Bezugserklärung
        7. Leistung der Einlagen und Ausgabe der Aktien
        8. Anmeldung der Durchführung
      4. Das genehmigte Kapital
        1. Voraussetzungen
        2. Satzungsänderungsbeschluss
        3. Kapitalerhöhungs- und Ausgabebeschluss des Vorstandes
        4. Zeichnung der Aktien
        5. Bezugsrecht
        6. Besonderheiten bei Sacheinlagen
        7. Besonderheiten bei Arbeitnehmeraktien
        8. Anmeldung und Eintragung
        9. Besonderheiten im Zusammenhang mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz
      5. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
        1. Zulässigkeit
        2. Hauptversammlungsbeschluss
        3. Bezugsrecht
        4. Anmeldung
        5. Eintragung
      6. Rechtsfolge von Verstößen
    3. Kapitalherabsetzung
      1. Ordentliche Kapitalherabsetzung
        1. Zwecke
        2. Kapitalherabsetzungsbeschluss
        3. Anmeldung des Kapitalherabsetzungsbeschlusses
        4. Eintragung
        5. Bekanntmachung und Sicherheitsleistung
        6. Durchführung
        7. Anmeldung und Eintragung der Durchführung
      2. Vereinfachte Kapitalherabsetzung
        1. Voraussetzung
        2. Kapitalherabsetzungsbeschluss
        3. Anmeldung, Eintragung und Bekanntmachung
        4. Durchführung
      3. Kapitalherabsetzung durch Zwangseinziehung von Aktien
        1. Allgemeines
        2. Einziehung nach Erwerb durch die Gesellschaft
        3. Zwangseinziehung
          1. Die von der Satzung angeordnete Zwangseinziehung
          2. Verfahren bei der zugelassenen Zwangseinziehung
          3. Nicht in der Satzung vorgesehene oder angeordnete Einziehung aus wichtigem Grund?
    4. Zwischenformen von Eigen- und Fremdkapital
      1. Wandelschuldverschreibungen
        1. Wandelanleihen
        2. Optionsanleihen
        3. „Umgekehrte“ Wandelschuldverschreibungen
      2. Gewinnschuldverschreibungen
      3. Genussrechte
      4. Ausgabevoraussetzungen
      5. Bezugsrecht
  13. Jahresabschluss und Gewinnverwendung
    1. Einleitung
    2. Sonderregelungen
      1. Tochtergesellschaften
      2. Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften
      3. Kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften sowie Kleinstkapitalgesellschaften
      4. Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und Investmentaktiengesellschaft
    3. Aufstellung des Jahresabschlusses
      1. Zuständigkeit, formelle Anforderungen, Frist
      2. Bestandteile des Jahresabschlusses
        1. Bilanz
        2. Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
          1. Bilanzgewinn
          2. Einstellungen in die Gewinnrücklagen
          3. Entnahmen aus den Kapital- und Gewinnrücklagen
        3. Der Anhang
        4. Lagebericht
      3. Vorlage an den Aufsichtsrat und den Abschlussprüfer
    4. Prüfung des Jahresabschlusses
      1. Prüfung durch den Aufsichtsrat
      2. Prüfung durch den Abschlussprüfer
        1. Prüfungspflicht
        2. Bestellung und Beauftragung des Abschlussprüfers
        3. Umfang der Prüfung
        4. Prüfungsbericht
        5. Nachprüfung (§ 316 Abs. 3 HGB)
        6. Exkurs: Haftung des Abschlussprüfers
      3. Besonderheiten bei Aktiengesellschaft der öffentlichen Hand
    5. Feststellung des Jahresabschlusses
      1. Feststellung durch Vorstand und Aufsichtsrat
      2. Feststellung durch die Hauptversammlung
      3. Wirkung der Feststellung
      4. Nichtigkeit der Feststellung
      5. Anfechtbarkeit der Feststellung durch die Hauptversammlung
    6. Unterzeichnung des Jahresabschlusses und weiteres Verfahren
      1. Unterzeichnung
      2. Weiteres Verfahren
    7. Gewinnverwendungsbeschluss
    8. Offenlegung des Jahresabschlusses
      1. Pflicht zur Offenlegung
      2. Umfang der einzureichenden Unterlagen
      3. Einreichung und Prüfung der Unterlagen
      4. Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister
    9. Übersicht – Ablauf
    10. Strafe, Buß- und Zwangsgeld
      1. Verstoß gegen die Offenlegungspflichten
      2. Weitere Sanktionsnormen
  14. Auflösung und Liquidation
    1. Allgemeines
    2. Auflösung
      1. Auflösungsgründe
      2. Folge
      3. Registeranmeldung
    3. Liquidation (§§ 264 bis 274 AktG)
      1. Die Liquidatoren
      2. Gang der Liquidation
      3. Rechnungslegung
      4. Registeranmeldung
    4. Löschung, Beendigung und Nachtragsliquidation
    5. Fortsetzung
  15. Verbundene Unternehmen – Konzernrecht
    1. Überblick: Konzernrecht
      1. Verbundene Unternehmen (§ 15 AktG)
      2. Mehrheitsbeteiligung (§ 16 AktG)
      3. Abhängigkeitstatbestand (§ 17 AktG)
      4. Konzern (§ 18 AktG)
      5. Wechselseitige Beteiligung (§ 19 AktG)
      6. Beteiligungspublizität gem. §§ 20 f. AktG
      7. Vertragskonzern, faktischer Konzern und Eingliederung (§§ 291 ff. AktG)
      8. Der internationale Konzern
    2. Unternehmensvertrag – Vertragskonzern
      1. Abschluss eines Unternehmensvertrages
        1. Vertragschluss
        2. Vorbereitung der Hauptversammlung
        3. Beschluss der Hauptversammlung
        4. Zustimmung durch den Aufsichtsrat
        5. Anmeldung und Eintragung
        6. Anmeldung des Unternehmensvertrages bei den Kartellbehörden
      2. Änderung eines Unternehmensvertrages
      3. Beendigung eines Unternehmensvertrages
      4. Beherrschungsvertrag
        1. Sicherung der Aktionäre im Vertrag
          1. Angemessener Ausgleich
          2. Angemessene Abfindung
        2. Sicherung der Aktiengesellschaft und der Gläubiger
        3. Weisungsrecht der Obergesellschaft
          1. Umfang und Grenzen
          2. Folge- und Verweigerungspflicht
          3. Schadensersatzhaftung
      5. Gewinnabführungs- und Geschäftsführungsvertrag
    3. Faktischer Konzern
      1. Ausgleichspflicht
      2. Schadensersatz
      3. Abhängigkeitsbericht
      4. Qualifiziert faktischer Konzern
    4. Eingliederung und Squeeze-out
      1. Eingliederung
        1. Einordnung
        2. Vorbereitung der Hauptversammlung
        3. Hauptversammlungsbeschlüsse
        4. Anmeldung
        5. Eintragung und Wirksamkeit der Eingliederung
        6. Wirkungen der Eingliederung
        7. Ende der Eingliederung
        8. Besonderheiten bei der Eingliederung durch Mehrheitsbeschluss
      2. Ausschluss von Minderheitsaktionären nach §§ 327a ff. AktG (aktienrechtlicher Squeeze-out)
        1. Zulässigkeit
        2. Vorbereitung der Hauptversammlung
          1. Aufforderung des Hauptgesellschafters an die Gesellschaft, das Verfahren einzuleiten
          2. Festlegung der Barabfindung
          3. Übertragungsbericht des Hauptaktionärs
          4. Bankgarantie
          5. Beschlussentwurf
          6. Prüfung
          7. Ankündigung und Übersendung der Unterlagen
        3. Hauptversammlung und Übertragungsbeschluss
        4. Handelsregisteranmeldung
        5. Eintragung und Wirksamkeit der Übertragung
        6. Anfechtung und Spruchverfahren
          1. Gerichtliche Überprüfung der Wirksamkeit des Übertragungsbeschlusses
          2. Gerichtliche Überprüfung der Angemessenheit der Barabfindung
      3. Ausschluss von Minderheitsaktionären nach § 62 Abs. 5 UmwG (verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out)
      4. Ausschluss von Minderheitsaktionären nach §§ 39a ff. WpÜG (übernahmerechtlicher Squeeze-out)
    5. Rechnungslegung im Konzern
      1. Einleitung
      2. Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses
      3. Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses
        1. Befreiung wegen fehlender Einbeziehung von Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis
        2. Größenabhängige Befreiung
        3. Befreiung wegen EU-/EWR-Konzernabschluss
      4. HGB- oder IAS/IFRS-Konzernabschluss?
      5. Konsolidierungskreis
        1. Ausnahmen nach HGB
        2. Ausnahmen nach IAS/IFRS
      6. Bestandteile des Konzernabschlusses
      7. Konsolidierungsgrundsätze nach HGB
      8. Stichtagsregelung
      9. Verfahren bei Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Konzernabschlusses
      10. Strafe, Buß- und Zwangsgeld
  16. Börsennotierte Aktiengesellschaft
    1. Einführung
      1. Zum Begriff „börsennotierte Aktiengesellschaft“
      2. „Sonderrecht“
    2. Börsenzulassung
      1. Auswahl der Börse, des Marktes und des Marktsegments
      2. Zulassungsvoraussetzungen
      3. Zulassungs- und Prospektbilligungsverfahren
    3. Hauptversammlung der börsennotierten Aktiengesellschaft
      1. Ort und Einberufung der Hauptversammlung
      2. Durchführung der Hauptversammlung
      3. Mitteilungspflichten nach der Hauptversammlung
    4. Vorstand und Aufsichtsrat
      1. Vorstand
      2. Aufsichtsrat
    5. Prospekthaftung (§ 21 WpPG)
    6. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
      1. Rechtsnatur des Kodex
      2. Inhalt der Entsprechenserklärung
      3. Form und Veröffentlichung der Erklärung
      4. Haftung, Bußgeld und Rechtswidrigkeit der Beschlüsse der Organe
    7. Insiderrecht (§§ 12 ff. WpHG)
      1. Ad-hoc-Pflicht (§ 15 WpHG)
        1. Insiderinformation (§ 13 WpHG)
        2. Unmittelbarer Emittentenbezug
        3. Befreiung gem. § 15 Abs. 3 WpHG
        4. Inhalt, Zeitpunkt und Modalitäten der Veröffentlichung
        5. Haftung und Bußgeld
      2. Verbot von Insidergeschäften (§ 14 WpHG)
      3. Mitteilung von Geschäften der Führungskräfte (§ 15a WpHG)
    8. Verbot der Marktpreismanipulation (§ 20a WpHG)
    9. Mitteilung der Veränderung von Stimmrechtsanteilen (§§ 21 ff. WpHG)
      1. Mitteilungspflicht des Aktionärs bei Veränderung von Stimmrechtsanteilen
        1. Veröffentlichungspflicht der Gesellschaft
        2. Haftung und Bußgeld
      2. Mitteilung weiterer Informationen bei Erreichen von 10 % der Stimmrechte
    10. Öffentliche Angebote, Übernahme- und Pflichtangebote (WpÜG)
      1. Übernahmeangebot
      2. Pflichtangebot
    11. Rechnungslegung und Publizität
      1. Aufstellung des Jahresabschlusses
      2. Prüfung des Jahresabschlusses
      3. Veröffentlichung des Jahresabschlusses im Handelsregister gem. HGB
      4. Finanzberichte und Zwischenmitteilungen im Unternehmensregister gem. WpHG
    12. Delisting und Downlisting
    13. Freiverkehr („Open Market“)
      1. Privilegien des Freiverkehrs
      2. Besondere Marktsegmente: Entry Standard und Quotation Board
    14. Insolvenz und Börsenzulassung
  17. Grundzüge der Besteuerung der Aktiengesellschaft
    1. Körperschaftsteuer
      1. Grundlagen
        1. Umfang der Steuerpflicht
        2. Unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht
        3. Beschränkte Körperschaftsteuerpflicht
      2. Beginn der Körperschaftsteuerpflicht
        1. Unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht
          1. Vorgründungsgesellschaft
          2. Vorgesellschaft
          3. Eingetragene Aktiengesellschaft
          4. Umwandlungsfälle
        2. Beschränkte Körperschaftsteuerpflicht
      3. Ende der Körperschaftsteuerpflicht
      4. Subjektive Steuerbefreiungen
        1. Gemeinnützigkeit
        2. Steuerpflicht und Steuerbefreiung
      5. Das Teileinkünfteverfahren und die Abgeltungsteuer
        1. Abgeltungssteuer
        2. Funktions- und Wirkungsweise des Teileinkünfteverfahrens
        3. Übergangsregelungen für Körperschaftsteuerguthaben
      6. Steuerfreie Einnahmen
      7. Ermittlung der Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage
        1. Das zu versteuernde Einkommen als Bemessungsgrundlage
        2. Körperschaftsteuerliche Hinzurechnungen
          1. Die Hinzurechnung nach § 8b Abs. 3 KStG
          2. Nichtabziehbare Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 5 EStG
          3. Nichtabziehbare Aufwendungen nach § 10 KStG
          4. Nichtsausgleichsfähiger Verlust
        3. Abziehbare Aufwendungen
          1. Aufwendungen bei Kommanditgesellschaften auf Aktien
          2. Abziehbare Spenden
        4. Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA)
          1. Voraussetzungen der verdeckten Gewinnausschüttung
          2. Rechtsfolgen der verdeckten Gewinnausschüttung
        5. Gesellschafterfremdfinanzierung/Zinsschranke
          1. § 8a KStG a. F. (bis 2007)
          2. Zinsschranke (ab 2008)
        6. Verdeckte Einlagen
          1. Voraussetzungen der verdeckten Einlage
          2. Rechtsfolgen der verdeckten Einlage
        7. Korrektur der Steuerbescheide bei verdeckter Gewinnausschüttung oder verdeckter Einlage
      8. Die steuerliche Behandlung der Ergebnisverwendung bei Kapitalgesellschaften
        1. Überblick
        2. Steuerliche Folgen der Gewinnthesaurierung
          1. Rechtsfolgen nach der Systemaufstellung
          2. Rechtsfolgen in der Übergangszeit (bis 2006)
          3. Rechtsfolgen ab der Umstellung (ab 2007)
        3. Rechtsfolgen von offenen Gewinnausschüttungen
          1. Für Gewinnausschüttungen relevante Eigenkapitalbestandteile bis 2007
          2. Rechtsfolgen von Gewinnausschüttungen ab 2007
      9. Körperschaftsteuerliche Organschaft
      10. Steuerfreie Vermögensmehrungen
      11. Sonstige Korrekturposten
        1. Umwandlungsergebnisse
        2. Ausländische Einkünfte
          1. DBA-bedingte Korrekturen
          2. Negative Einkünfte gem. § 2a Abs. 1 EStG (keine DBA-Fälle)
          3. „Restanten“-Verluste nach § 2a Abs. 3 EStG
      12. Liquidation der AG
      13. Kapitalerhöhung
        1. Kapitalerhöhung aus Mitteln der Aktionäre
        2. Kapitalerhöhung aus Mitteln der AG
      14. Kapitalherabsetzung
      15. Tarif
      16. Europäische Aktiengesellschaft
      17. REIT-AG
    2. Gewerbesteuer
      1. Beginn und Ende der Gewerbesteuerpflicht
      2. Gewerbesteuerrechtliche Organschaft
        1. Organschaftsvoraussetzungen
        2. Rechtsfolgen
      3. Ermittlung des Gewerbeertrags
        1. Grundlagen und sich anschließende Verfahrensfragen
        2. Besondere Ermittlungsvorschriften
          1. Veräußerungs- und Aufgabegewinne
          2. Dividenden
          3. Spenden
          4. Teilwertabschreibungen
          5. Verlustabzug
    3. Umsatzsteuer
      1. Persönliche Steuerpflicht der AG
        1. Unternehmereigenschaft der AG
        2. Beginn und Ende der Unternehmereigenschaft
      2. Umsatzsteuerliche Organschaft
        1. Eingliederungsvoraussetzungen
        2. Rechtsfolge
      3. Steuerbarer Umsatz und Entgelt als Bemessungsgrundlage
        1. Allgemein
        2. Steuerbefreite Umsätze
        3. Sonderfall der Veräußerung der gesamten AG (Grundzüge)
      4. Vorsteuerabzug (§ 15 UStG)
        1. Voraussetzungen
        2. Berichtigung (§ 15a UStG)
      5. Zeitraum der Besteuerung (§ 16 UStG)
      6. Innergemeinschaftliche Umsätze
  18. Muster I - Grundlagen
    1. Aktienregister
    2. Aktienkauf- und Übertragungsverträge
      1. Verkauf und Übertragung von Inhaberaktien
      2. Verkauf und Übertragung von vinkulierten Namensaktien
    3. Mitteilung zum Aktienregister
    4. Europäische Aktiengesellschaft (SE)
      1. Satzung einer SE (dualistisches System)
      2. Satzung einer SE (monistisches System)
  19. Muster II - Gründung
    1. Bargründung
      1. Gründungsurkunde
      2. Satzung
      3. Konstituierende Aufsichtsratssitzung
      4. Liste zustimmungsbedürftiger Geschäfte
      5. Bescheinigung der Bank über die Einzahlung
      6. Gründungsbericht
      7. Interner Gründungsprüfungsbericht
      8. Externer Gründungsprüfungsbericht (hier: durch den Notar)
      9. Berechnung des Gründungsaufwandes
      10. Handelsregisteranmeldung
    2. Sachgründung
      1. Gründungsurkunde
      2. Satzung
      3. Konstituierende Aufsichtsratssitzung
      4. Liste zustimmungsbedürftiger Geschäfte
      5. Einbringungsvertrag
      6. Gründungsbericht
      7. Interner Gründungsprüfungsbericht
      8. Antrag auf Bestellung des externen Gründungsprüfers
      9. Externer Gründungsprüfungsbericht
      10. Berechnung des Gründungsaufwandes
      11. Handelsregisteranmeldung
    3. Gründung durch Formwechsel aus GmbH
      1. Empfangsbestätigung des Betriebsrats
      2. Gründungsurkunde (Beschluss über Formwechsel)
      3. Satzung
      4. Konstituierende Aufsichtsratssitzung
      5. Liste zustimmungsbedürftiger Geschäfte nach § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG
      6. Gründungsbericht
      7. Antrag auf Bestellung des externen Gründungsprüfers
      8. Externer Gründungsprüfungsbericht
      9. Berechnung des Gründungsaufwandes
      10. Handelsregisteranmeldung
    4. Nachgründung
      1. Nachgründungsvertrag
      2. Nachgründungsbericht des Aufsichtsrates
      3. Externe Nachgründungsprüfung
      4. Hauptversammlungsbeschluss
      5. Handelsregisteranmeldung
    5. Heilung verdeckter Sacheinlagen
      1. Hauptversammlungsbeschluss
      2. Nachtrag zum Gründungsbericht
      3. Nachtrag zum internen Gründungsprüfungsbericht
      4. Antrag auf Bestellung des externen Gründungsprüfers
      5. Nachtrag zur externen Gründungsprüfung
      6. Handelsregisteranmeldung
  20. Muster III - Der Aktionär und die Gesellschaft
    1. Poolvereinbarung
    2. Mitteilung gem. § 20 Abs. 1 AktG
    3. Bekanntmachung gem. § 20 Abs. 6 AktG
  21. Muster IV - Hauptversammlung
    1. Einberufung der Hauptversammlung
      1. Einberufung einer ordentlichen Hauptversammlung (mit Satzungsänderung) durch Bekanntmachung
      2. Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung durch Bekanntmachung
      3. Einberufung durch eingeschriebenen Brief
      4. Einberufungsverlangen von Aktionären
      5. Verlangen auf Ergänzung der Tagesordnung
      6. Bekanntmachung von Tagesordnungspunkten durch den Vorstand aufgrund eines Aktionärsverlangens
      7. Antrag an das Gericht auf Ermächtigung zur Einberufung einer Hauptversammlung
      8. Antrag an das Gericht auf Ermächtigung zur Ergänzung der Tagesordnung
      9. Einberufung durch Aktionäre aufgrund gerichtlicher Ermächtigung
      10. Bekanntmachung von Tagesordnungspunkten durch Aktionäre aufgrund gerichtlicher Ermächtigung
      11. Ankündigung eines Gegenantrages
      12. Zugänglichmachung eines Gegenantrages
    2. Vollmacht für eine Hauptversammlung
    3. Protokollierung der Hauptversammlung
      1. Niederschrift des Aufsichtsratsvorsitzenden über eine ordentliche Hauptversammlung (mit Auskunftsverweigerung)
      2. Notarielle Niederschrift über eine außerordentliche Hauptversammlung als Vollversammlung (mit Antrag auf Bestellung von Sonderprüfern und Geltendmachung von Ersatzansprüchen)
      3. Notarielle Niederschrift einer außerordentlichen Hauptversammlung mit Satzungsänderung
      4. Einreichung der Niederschrift über die Hauptversammlung zum Handelsregister
    4. Satzungsänderungen
      1. Einberufung einer Hauptversammlung mit Satzungsänderungen
      2. Notarielle Niederschrift einer Hauptversammlung mit Satzungsänderung
      3. Handelsregisteranmeldung bei Satzungsänderung
      4. Notarbescheinigung zur Satzungsänderung
    5. Sonderprüfungen
      1. Antrag und Hauptversammlungsbeschluss
      2. Antrag auf Bestellung durch das Gericht
    6. Geltendmachung von Ersatzansprüchen
      1. Antrag und Hauptversammlungsbeschluss
      2. Klagezulassungsverfahren
    7. Auskunftserzwingungsverfahren
    8. Teilnehmerverzeichnis
    9. Anfechtungsklage
    10. Nichtigkeitsklage
  22. Muster V - Vorstand und Aufsichtsrat
    1. Vorstand
      1. Geschäftsordnung für den Vorstand
      2. Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand
      3. Bestellung von Vorstandsmitgliedern durch den Aufsichtsrat
      4. Anmeldung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern und Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden zum Handelsregister
      5. Anstellungsvertrag für ein Vorstandsmitglied
      6. Beschluss des Aufsichtsrats über die Abberufung eines Vorstandsmitglieds
      7. Anmeldung des Widerrufs der Bestellung zum Handelsregister
      8. Amtsniederlegung eines Vorstandsmitglieds
      9. Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Vorstandsmitglieds
    2. Aufsichtsrat
      1. Einladung zu einer Hauptversammlung mit Wahlen zum Aufsichtsrat
      2. Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern in der Hauptversammlung
      3. Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat
      4. Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters
      5. Liste der Mitglieder des Aufsichtsrats
      6. Ausübung eines satzungsmäßigen Entsenderechts
      7. Einladung zu einer Aufsichtsratssitzung
      8. Protokoll einer Sitzung des Aufsichtsrats
      9. Niederlegung eines Aufsichtsratsmandats
      10. Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds
      11. Antrag auf gerichtliche Abberufung eines Aufsichtsratsmitglieds
  23. Muster VI - Kapital
    1. Barkapitalerhöhung
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Zeichnungsschein
      3. Verzeichnis der Zeichner
      4. Bescheinigung der Bank über die Einzahlung
      5. Berechnung der Ausgabekosten
      6. Anmeldung der Kapitalerhöhung nebst Durchführung
    2. Sachkapitalerhöhung
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Zeichnungsschein
      3. Verzeichnis der Zeichner
      4. Einbringungsvertrag
      5. Antrag auf Bestellung des Prüfers
      6. Prüfungsbericht
      7. Berechnung der Ausgabekosten
      8. Anmeldung der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung
    3. Bedingte Kapitalerhöhung
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Anmeldung der bedingten Kapitalerhöhung zum Handelsregister
      3. Verzeichnis der Personen, die das Bezugsrecht ausgeübt haben
      4. Anmeldung der Ausgabe von Bezugsaktien
    4. Genehmigtes Kapital
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Anmeldung des Beschlusses
      3. Beschluss des Vorstandes
      4. Beschluss des Aufsichtsrates
      5. Anmeldung der Durchführung
    5. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Handelsregisteranmeldung
    6. Ordentliche Kapitalherabsetzung
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Registeranmeldung
      3. Antrag auf Genehmigung der Kraftsloserklärung nach § 73 AktG
    7. Kapitalherabsetzung zur Einziehung von Aktien
      1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      2. Registeranmeldung
  24. Muster VII - Jahresabschluss und Gewinnverwendung
    1. Beschluss des Aufsichtsrats über die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands
    2. Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung
    3. Einladung zur Hauptversammlung samt Gewinnverwendungsvorschlag
    4. Gewinnverwendungsbeschluss
    5. Bekanntmachung des Jahresabschlusses
  25. Muster VIII - Auflösung und Liquidation
    1. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll über die Auflösung
    2. Anmeldung der Liquidation und der Liquidatoren
    3. Gläubigeraufruf
    4. Hauptversammlungsprotokoll über die Schlussrechnung
    5. Anmeldung der Beendigung der Liquidation
  26. Muster IX - Konzernrecht
    1. Beherrschungsvertrag
    2. Gewinnabführungsvertrag
    3. Vorstandsbericht gem. § 293a AktG
    4. Prüfbericht des Vertragsprüfers gem. § 293b AktG
    5. Beschluss der Hauptversammlung
    6. Anmeldung zur Eintragung in das Handelsregister gem. § 294 AktG
    7. Squeeze-out
      1. Verlangen des Hauptaktionärs auf Ausschlussverfahren
      2. Übertragungsbericht
      3. Antrag auf Prüferbestellung
      4. Prüfungsbericht
      5. Beschlussentwurf
      6. Bankgarantie
      7. Auszug aus dem Hauptversammlungsprotokoll
      8. Handelsregister-Anmeldung
  27. Muster X - Börsennotierte Aktiengesellschaft
    1. Entsprechenserklärung
    2. Ad-hoc-Meldung
    3. Mitteilung gem. §§ 21 Abs. 1, 25 und 25a WpHG

Abkürzungsverzeichnis

a. A.anderer Ansicht
a. a. O.am angegebenen Ort
ABl.Amtsblatt
Abs.Absatz
ADSAdler/Düring/Schmalz, Kommentar zur nationalen und internationalen Rechnungslegung
a. E.am Ende
a. F.alte Fassung
AGAktiengesellschaft/Die Aktiengesellschaft (Zeitschrift)
AGBAllgemeine Geschäftsbedingungen
AktFoVVerordnung über das Aktionärsforum nach § 127a des Aktiengesetzes (Aktionärsforumsverordnung)
AktGAktiengesetz
AktRAktienrecht
allg.allgemein
Alt.Alternative
Anm.Anmerkung
AOAbgabenordnung
ARAufsichtsrat
Art.Artikel
Aufl.Auflage
ARUGGesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie v. 30.7.2009, BGBl. I S. 2479
AStGGesetz über die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Außensteuergesetz)
Aufl.Auflage
Az.Aktenzeichen
BaFinBundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
BAGBundesarbeitsgericht
BausparkGGesetz über Bausparkassen
BayObLGBayerisches Oberstes Landesgericht
BayObLGZEntscheidungen des Bayerischen Obersten Landesgerichts in Zivilsachen
BBBetriebs-Berater (Zeitschrift)
BCCGBerlin Center of Corporate Governance
Begr.Begründung
BeurkGBeurkundungsgesetz
BFHBundesfinanzhof
BFHESammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs
BFH/NVSammlung der nichtveröffentlichten Entscheidungen des Bundesfinanzhofs
BGBBürgerliches Gesetzbuch
BGBl.Bundesgesetzblatt
BGHBundesgerichtshof
BGHZEntscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen
BHOBundeshaushaltsordnung
BilMOGBilanzrechtsmodernisierungsgesetz v. 25.5.2009, BGBl. I S. 1102
BKRZeitschrift für Bank- und Kapitalmarktrecht (Zeitschrift)
BMFBundesministerium der Finanzen
BMJBundesministerium der Justiz
BNotOBundesnotarordnung
BörsGBörsengesetz
BörsO FWBBörsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse
BörsZulVBörsenzulassungs-Verordnung
BRDrucks.Bundesratsdrucksache
BSGBundessozialgericht
BStBl.Bundessteuerblatt
BTDrucks.Bundestagsdrucksache
BürgerEntlGBürgerentlastungsgesetz Krankenversicherungen v. 22.7.2009, BGBl. I S. 1959
BVerfGBundesverfassungsgericht
BZRGGesetz über das Zentralregister und das Erziehungsregister (Bundeszentralregistergesetz)
bzw.beziehungsweise
DAXDeutscher Aktienindex
DBDer Betrieb (Zeitschrift)
DBADoppelbesteuerungsabkommen
DCGKDeutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.5.2013
d. h.das heißt
DNotZDeutsche Notarzeitung (Zeitschrift)
D&O-VersicherungDirectors-and-Officers-Versicherung
DrittelbGGesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat
DRSDeutsche Rechnungslegungs Standards
DStRDeutsches Steuerrecht (Zeitschrift)
EAVErgebnisabführungsvertrag
eBAnzelektronischer Bundesanzeiger
ebd.ebenda
EBITDAEarnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände)
EGEuropäische Gemeinschaft
EGAktGEinführungsgesetz zum Aktiengesetz
EGBGBEinführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch
EGHGBEinführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch
EHUGGesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister
EStEinkommensteuer
EStDVEinkommensteuerdurchführungsverordnung
EStGEinkommensteuergesetz
EStREinkommensteuer-Richtlinien
ESUGGesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen
EUEuropäische Union
EuGHGerichtshof der Europäischen Gemeinschaften
EuZWEuropäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (Zeitschrift)
evtl.eventuell
EWGEuropäische Wirtschaftsgemeinschaft
EWIVEuropäische wirtschaftliche Interessenvereinigung
EWREuropäischer Wirtschaftsraum
f.folgende Seite
ff.folgende Seiten
FamFGGesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit
FKVOEG-Fusionskontrollverordnung (VO 139/2004) v. 17.10.2008, BGBl. I S. 1982
FinMinFinanzministerium
FMStGFinanzmarktstabilisierungsgesetz
Fn.Fußnote
FWBFrankfurter Wertpapier Börse
GGesellschaft/Gericht/Gesetz
GAVGewinnabführungsvertrag
GGGrundgesetz
GbRGesellschaft bürgerlichen Rechts (BGB-Gesellschaft)
gem.gemäß
GemO-BWGemeindeordnung Baden-Württemberg
GenGGesetz betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften (Genossenschaftsgesetz)
GesRGesellschaftsrecht
GewStDVGewerbesteuer-Durchführungsverordnung
GewStGGewerbesteuergesetz
GewStRGewerbesteuer-Richtlinien
ggf.gegebenenfalls
GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung
GmbHGGesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
GmbHRGmbH-Rundschau (Zeitschrift)
GuV(-Rechnung)Gewinn und Verlust Rechnung
GVGGerichtsverfassungsgesetz
Halbs.Halbsatz
HansOLGHanseatisches Oberlandesgericht
Hdb.Handbuch
HGBHandelsgesetzbuch
HGrGHaushaltgrundsätzegesetz
h.L.herrschende Lehre
h. M.herrschende Meinung
HRHandelsregister
Hrsg.Herausgeber
HRVHandelsregisterverordnung
HSHalbsatz
HVHauptversammlung
IASInternational Accounting Standard
i. d. F.in der Fassung
i. d. R.in der Regel
IdW/IDWInstitut der Wirtschaftsprüfer
IDW PSIDW-Prüfstandard
IFRSInternational Financial Reporting Standards
i.Gr.in Gründung
i. H. v.in Höhe von
INFDie Information über Steuer und Wirtschaft (Zeitschrift)
insb.insbesondere
InsOInsolvenzordnung
InvGInvestmentgesetz
i. R.d.im Rahmen der/des
IStRInternationales Steuerrecht (Zeitschrift)
i. S. v./i. S. d.im Sinne von/im Sinne des
i. V. m.in Verbindung mit
JStGJahressteuergesetz
JuSJuristische Schulung (Zeitschrift)
KapMuGGesetz über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten (Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz)
KGKammergericht/Kommanditgesellschaft
KGaAKommanditgesellschaft auf Aktien
KOMLegislativvorschläge und sonstige Mitteilungen der Europäischen Kommission an den Rat der Europäischen Union oder deren andere Organe
KonsularGGesetz über die Konsularbeamten, ihre Aufgaben und Befugnisse
KostOGesetz über die Kosten in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (Kostenordnung)
KStKörperschaftsteuer
KStGKörperschaftsteuergesetz
KStHKörperschaftsteuer-Hinweise
KStRKörperschaftsteuer-Hinweise
KWGGesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz)
LGLandgericht
lt.laut
MMeinung
MarkenGGesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen
m. E.meines Erachtens
MicroBilGKleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz
Mio.Millionen
MitbestGGesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer (Mitbestimmungsgesetz)
MoMiGGesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen v. 23.10.2008, BGBl. I S. 2026
MontanMitbestGGesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten und Vorständen der Unternehmen des Bergbaus und der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie
MoRaKGGesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen
MüKoMünchner Kommentar zum Aktienrecht
m. w. N.mit weiteren Nachweisen
m.zahlr.N.mit zahlreichen Nachweisen
NaStraGGesetz zur Namensaktie und zur Erleichterung der Stimmrechtsausübung (Namensaktiengesetz) v. 18.1.2001, BGBl. I S. 123
n. F.neue Fassung
NJWNeue Juristische Wochenschrift (Zeitschrift)
NJW-RRNJW–Rechtsprechungsreport (Zeitschrift)
Nr.Nummer
NWBNeue Wirtschafts-Briefe (Zeitschrift)
NYSENew York Stock Exchange
NZGNeue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht (Zeitschrift)
o. ä.oder ähnlich
o. Ä.oder Ähnliche(s)
OECDOrganization for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit)
OECD-MAOECD-Musterabkommen
OFDOberfinanzdirektion
oGAoffene Gewinnausschüttung
OHGOffene Handelsgesellschaft
ÖOGHÖsterreichische Oberste Gerichtshof
OLGOberlandesgericht
OWiGGesetz über Ordnungswidrigkeiten
p. a.per annum
PublGPublizitätsgesetz in der Fassung v. 25.5.2009, BGBl. I S. 1120
rd.rund (im Sinne von etwa)
RefEntwReferentenentwurf
RegERegierungsentwurf
REITGGesetz über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen
REITsReal Estate Invesetment Trusts
RGReichsgericht
RGZEntscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen
RLRichtlinie
Rn.Randnummer
RNotZRheinische Notar-Zeitschrift (Zeitschrift)
Rspr.Rechtsprechung
Rz.Randziffer/Randzahl
S.Seite
s.siehe
SCEEuropäische Genossenschaft
SESocietas Europaea, Europäische Aktiengesellschaft
SEAGSE-Ausführungsgesetz
SEBGSE-Beteiligungsgesetz
SE-RLRichtlinie 2001/86/EG des Rates vom 8. Oktober 2001 zur Ergänzung des Statuts der Europäischen Gesellschaft hinsichtlich der Beteiligung der Arbeitnehmer (SE-Richtlinie) ABl.EU L 294 v. 10.11.2001, S. 22
SEStEGGesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften vom 7.12.2006, BGBl. I S. 2782 (2007 I S. 66)
SE-VOVerordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8.10.2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE), ABl.EU L 294 v. 10.11.2001, S. 1 (SE-Verordnung)
s. o.siehe oben
sog.so genannt
SolZGSolidaritätszuschlaggesetz
st.ständig
SPESocietas Privata Europaea (Europäische Privatgesellschaft)
StEntlGSteuerentlastungsgesetz
StGBStrafgesetzbuch
str.streitig/strittig
StSenkGSteuersenkungsgesetz
StVergAbGSteuervergünstigungsabbaugesetz
s. u.siehe unten
TransPuGGesetz zur weiteren Reform des Aktien- und Bilanzrechts, zu Transparenz und Publizität (Transparenz- und Publizitätsgesetz) v. 19.7.2002, BGBl. I S. 2681
TUGGesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2004/109/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2004 zur Harmonisierung der Transparenzanforderungen in Bezug auf Informationen über Emittenten, deren Wertpapiere zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, und zur Änderung der Richtlinie 2001/34/EG (Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) v. 5.1.2007, BGBl. S. 10
Tz.Teilziffer
u. a.unter anderem
UMAGGesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) v. 22.9.2005, BGBl. I S. 2802
UmwGGesetz über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften (Umwandlungsgesetz)
umstr.umstritten
unstr.unstreitig
UntStRefGUnternehmensteuerreformgesetz
US-GAAPUnited States General Accepted Accounting Principles
UStGUmsatzsteuergesetz
UStRUmsatzsteuer-Richtlinien
u. U.unter Umständen
UWGGesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
v.vom
VAGGesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen
vEKverwendbare(s) Eigenkapital
VerkProspGVerkaufsprospektgesetz
vGAverdeckte Gewinnausschüttung
vgl.vergleiche
v. H.von Hundert (Prozent)
VOVerordnung
Vorb.Vorbemerkung
VorstAGGesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung v. 31.7.2009, BGBl. I S. 2509
VorstOGGesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz) v. 3.8.2005, BGBl. I S. 2267
v.T.vom Tausend
VwVfGVerwaltungsverfahrensgesetz
VZVeranlagungszeitraum
WKBWagniskapitalbeteiligungsgesetz
Wj.Wirtschaftsjahr
WMWertpapier-Mitteilungen (Zeitschrift)
WPWirtschaftsprüfer
WpAIVVerordnung zur Konkretisierung von Anzeige-, Mitteilungs- und Veröffentlichungspflichten sowie der Pflicht zur Führung von Insidererzeichnissen nach dem Wertpapierhandelsgesetz (Wertpapierhandelsanzeige- und Insiderverzeichnisverordnung)
WPgDie Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift)
WpHGGesetz über den Wertpapierhandel (Wertpapierhandelsgesetz)
WPOGesetz über eine Berufsordnung der Wirtschaftsprüfer (Wirtschaftsprüferordnung)
WpPGWertpapierprospektgesetz
WpÜGWertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz
z. B.zum Beispiel
ZGRZeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht
ZHRZeitschrift für das gesamte Handels- und Wirtschaftsrecht
Ziff.Ziffer
ZIPZeitschrift für Wirtschaftsrecht und Insolvenzpraxis
ZNotPZeitschrift für die Notarpraxis (Zeitschrift)
ZPOZivilprozessordnung
ZRPZeitschrift für Rechtspolitik (Zeitschrift)
z. T.zum Teil
zusf.zusammenfassend
z.Z.zur Zeit[3-10]

Literaturverzeichnis

Adler/Düring/Schmaltz, Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, 6. Aufl., Stuttgart 1997.

Assmann, Heinz-Dieter/Pötzsch, Thorsten/Schneider, Uwe H., Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (Kommentar), Köln 2005.

Assmann, Heinz-Dieter/Schneider, Uwe H., Wertpapierhandelsgesetz – Kommentar, 6. Aufl., Köln 2012.

Baumbach, Adolf/Hopt, Klaus J., Handelsgesetzbuch (Kommentar), 35. Aufl., München 2012.

Baumbach, Adolf/Hueck, Alfred, GmbH-Gesetz (Kommentar), 20. Aufl., München 2013.

Brambring, Günter/Jerschke, Hans-Ulrich (Hrsg.), Beck’sches Notarhandbuch, 5. Aufl., München 2009.

Deilmann, Barbara/Lorenz, Manuel, Die börsennotierte Aktiengesellschaft, München 2005.

Ebenroth, Carsten Thomas/Joost, Detlev/Boujong, Karlheinz/Strohn, Lutz, Handelsgesetzbuch (Kommentar), 2. Auf., München 2008.

Ellrott, Helmut/Förschle, Gerhart/Grottel, Bernd/Kozikowski, Michael/Schmidt, Stefan/Winkeljohann, Norbert (Hrsg.), Beck’scher Bilanzkommentar – Handelsbilanz, Steuerbilanz, 8. Aufl., München 2012.

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Gottwald, Peter, Insolvenzrechts-Handbuch, 4. Aufl., München 2010.

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Vorwort zur 7. Auflage

Seit der 6. Auflage des Handbuchs im Jahre 2010 hat die sprichwörtliche „Aktienrechtsreform in Permanenz“ erneut zu zahlreichen Änderungen im Aktienrecht und seinen Nebengebieten geführt. Vor allem die Aktienrechtsnovelle hielt die deutschen Aktienrechtler und nicht zuletzt auch die Autoren dieses Handbuchs in den letzten Jahren in Atem: Als Aktienrechtsnovelle 2011 gestartet, durch Zeitablauf zur Aktienrechtsnovelle 2012 geworden und schließlich als Gesetz zur Verbesserung der Kontrolle der Vorstandsvergütung und zur Änderung weiterer aktienrechtlicher Vorschriften (VorstKoG) im Bundestagswahlwahlkampf 2013 gescheitert, harrt das Gesetzesvorhaben bei Drucklegung dieses Werkes seiner Wiederaufnahme in der neuen Legislaturperiode. Wir haben diesen besonderen Zustand berücksichtigt und weisen auf die geplanten Änderungen an den relevanten Stellen im Handbuch bereits hin, so dass das Werk auch bei einem Inkrafttreten der Reform benutzbar bleibt.[14]

Aber damit nicht genug: Allein drei Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) seit Erscheinen der 6. Auflage dieses Handbuchs zeugen von Reformeifer.

2011 reagierte der Gesetzgeber mit dem Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnSFuVG) auf die öffentliche Diskussion über das Problem des „Anschleichens“ bei Übernahmen, die im Zuge der Übernahme von Continental durch Schaeffler und der versuchten Übernahme von Volkswagen durch Porsche entstanden war, und erweiterte die Mitteilungspflichten im Wertpapierhandelsgesetz.

Die Grenzen zwischen Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht wurden durch das größtenteils im März 2012 in Kraft getretene Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) erstmals gesprengt. Seither können Gläubiger ihre Forderungen im Rahmen eines Insolvenzplans in die Gesellschaft einbringen und so selbst zu Aktionären werden (sog. Dept-Equity-Swap). Auch können seitdem Insolvenzpläne in die Rechte der Gesellschafter eingreifen, was durch den Fall Suhrkamp in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten ist.[15]

Erleichterungen bei der Offenlegung des Jahresabschlusses verschaffte der Gesetzgeber Ende 2012 den sog. Kleinstkapitalgesellschaften durch das Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz (MicroBilG). Die kleine Unternehmenssteuerreform 2013 brachte bei der steuerlichen Organschaft u. a. neue Möglichkeiten der Einbeziehung ausländischer Töchter.

Der Europäische Gerichtshof ebnete einer weiteren Internationalisierung des Gesellschaftsrechts die Bahn und erklärte in zwei Grundsatzentscheidungen grenzüberschreitende Sitzverlegungen für zulässig.

Schließlich sorgte die erfolgreiche Volksabstimmung im März 2013 in der Schweiz über die sog. „Abzocker-Initiative“ gegen übermäßige Vorstandsgehälter auch in Deutschland für Schlagzeilen und beeinflusste die Diskussion. So wurde bereits bei der Überarbeitung des DCGK im Mai 2013 eingefügt, dass der Aufsichtsrat bei der Festlegung der Vorstandsvergütung künftig auch das Verhältnis zur Vergütung der Gesamtbelegschaft berücksichtigen solle. Eine teilweise Übertragung dieser Kompetenz auf die Hauptversammlung bei börsennotierten Gesellschaften war schließlich Bestandteil der Aktienrechtsnovelle, die zwar im Sommer 2013 vom Bundestag beschlossen wurde, dann aber am Ende der Legislaturperiode doch noch gescheitert ist.[16]

Bereits die anhaltende Diskussion um die Aktienrechtsnovelle zeigt, dass die „Aktienrechtsreform in Permanenz“ weitergeht. Dieses Handbuch soll dem Leser inmitten dieser Reformen einen einfachen und praxisnahen Zugriff auf die aktuelle Rechtslage im Aktienrecht bieten.

Freiburg i.Br., im April 2014Gerhard Manz
Barbara Mayer
Albert Schröder
Vorwort

Seit der von Balser, Bokelmann, Ott und Piorreck betreuten Vorauflage hat sich eine derartige Fülle von Rechtsänderungen ergeben, dass der Verlag und die neuen Herausgeber sich zu einer kompletten Neubearbeitung entschieden haben.

Allein die gesetzgeberischen Aktivitäten waren hoch. Genannt seien das Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG), das Drittelbeteiligungsgesetz, das Bilanzrechtsreformgesetz, das Gesetz zur Anpassung von Verjährungsvorschriften an das Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts, das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) und das Gesetz zur Offenlegung von Vorstandsvergütungen. 2007 kamen das Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) mit seiner Umstellung auf elektronische Registerführung, das Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (TUG) sowie das Zweite Gesetz zur Änderung des Umwandlungsgesetzes[17] hinzu. In Hinweisen konnten zusätzlich bereits die im Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) geplanten Änderungen verarbeitet werden.

Auch die Fortentwicklung des Europäischen Gesellschaftsrechts war zu berücksichtigen, angestoßen einerseits durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu grenzüberschreitenden Sitzverlegungen und Verschmelzungen (Centros, Inspire Art, Überseering, Sevic), andererseits durch die Schaffung der Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) als neuer, supranationaler Rechtsform.

Neben diese Gesetzesänderungen trat der 2002 verabschiedete und 2006 überarbeitete Corporate-Governence-Kodex, der zwar keine Gesetzeskraft hat, aber auf Druck der Finanzmärkte zunehmend Akzeptanz gewinnt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Neubearbeitung war die Fülle neuer nationaler Rechtsprechung, sei es zu neuen Rechtsvorschriften wie dem sog. Squeeze-out von Minderheitsaktionären, sei es zu Dauerbrennern wie der der Organhaftung oder dem Kapitalschutz.

Leitlinie war es, eine möglichst praxisnahe Darstellung des Aktienrechts zu ermöglichen.

Freiburg i.Br., im Juli 2007Gerhard Manz
Barbara Mayer
Albert Schröder

Autorenverzeichnis

Autorenverzeichnis
Gerhard Manz,Rechtsanwalt, Friedrich Graf von Westphalen & Partner, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Handels- und Gesellschaftsrecht im DAVV Vorstand und Aufsichtsrat
Dr. Barbara Mayer,Rechtsanwältin und Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht, Friedrich Graf von Westphalen & PartnerI Grundlagen (Rn. 44 bis 169)IV HauptversammlungMuster I GrundlagenMuster III Der Aktionär und die GesellschaftMuster IV Hauptversammlung
Dr. Albert Schröder,Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Friedrich Graf von Westphalen & PartnerII GründungVI Das Kapital (Rn. 1055 bis 1070a; 1092 bis 1248)VIII Auflösung und LiquidationIX Verbundene Unternehmen (Rn. 1502 bis 1575d)Muster II GründungMuster VI KapitalMuster VIII Auflösung und LiquidationMuster IX Konzernrecht (Nr. 7)
Dr. Barbara Mayer/Gerhard ManzMuster V Vorstand und Aufsichtsrat
Dr. Barbara Mayer/Dr. Hendrik Thies, Rechtsanwalt, Friedrich Graf von Westphalen & PartnerIII Der Aktionär und die Gesellschaft
Dr. Stefan Lammel,Rechtsanwalt, Friedrich Graf von Westphalen & PartnerVI Das Kapital (Rn. 1071 bis 1091a)VII Jahresabschluss und GewinnverwendungIX Verbundene Unternehmen - Konzernrecht (Rn. 1576 bis 1625)Muster VII Jahresabschluss und Gewinnverwendung
Dr. Sabine Riegger,Rechtsanwältin, Friedrich Graf von Westphalen & PartnerDr. Sven Ufe TjarksRechtsanwalt, Friedrich Graf von Westphalen & PartnerI Grundlagen (Rn. 1 bis 43b)
Dr. Frank Süß, Rechtsanwalt, Graf von Westphalen/Dr. Hendrik ThiesX Börsennotierte AktiengesellschaftMuster X Börsennotierte Aktiengesellschaft
Dr. Hendrik ThiesIX Verbundene Unternehmen - Konzernrecht (Rn. 1397 bis 1501)Muster IX Konzernrecht (Nr. 1 bis 6)
Prof. Dr. Dr. hc. Michael PreißerXI Grundzüge der Besteuerung der Aktiengesellschaft[18-19]

Darlehensverträge zwischen Angehörigen

Bei Vereinbarungen zwischen Verwandten, schauen Finanzbeamte ganz genau hin. Hier soll nämlich geprüft werden, ob alles wie unter fremden Dritten abläuft oder die Vereinbarungen vorwiegend getroffen werden, um Steuern zu sparen. Das BMF hat nun ein praxisrelevantes Schreiben zu diesem Streitpunkt in Bezug auf Kredite in der Verwandtschaft veröffentlicht, das auch die relevante BFH-Rechtsprechung beinhaltet.

Anwendungsbereich

Das BMF hat sich mit Schreiben vom 23.12.2010 auf 5 Seiten zu den Voraussetzungen für die steuerrechtliche Anerkennung von Darlehensverträgen geäußert (IV C 6 – S 2144/07/10004). Das betrifft Vereinbarungen zwischen Angehörigen oder einer Personengesellschaft und den Angehörigen der die Gesellschaft beherrschenden Beteiligten.

Hierbei geht es vor allem um die lukrative Vereinbarung, dass ein Kreditgeber mit geringer Progression einem Betrieb ein Darlehen gewährt. Auf der einen Seite lassen sich dann die Schuldzinsen als Betriebsausgaben absetzen und beim Geber erfolgt lediglich eine moderate Besteuerung. Im Idealfall kann es – vor allem bei minderjährigen Kindern – dazu kommen, dass die Kapitaleinnahmen überhaupt nicht besteuert werden.

Das BMF-Schreiben ist in allen offenen Fällen anzuwenden und ersetzt 3 Verwaltungsanweisungen aus der Vergangenheit, die in offenen Fällen nicht mehr anwendbar sind:

  1. Steuerliche Anerkennung von Darlehensverträgen zwischen Angehörigen: BMF, Schreiben v. 1.12.1992, BStBl 1992 I S. 729;[20]

  2. Abhängigkeit zwischen Schenkung und Darlehen zwischen Angehörigen: BMF, Schreiben v. 30.5.2001, BStBl 2001 I S. 348;

  3. Zivilrechtliche Unwirksamkeit des Vertragsabschlusses: BMF, Schreiben v. 2.4.2007, BStBl 2007 I S. 441.

Allgemeine Grundregeln

Vertragsverhältnisse zwischen nahen Angehörigen sind steuerrechtlich nur unter besonderen Bedingungen anzuerkennen. Fehlt es innerhalb eines Familienverbunds typischerweise an einem Interessensgegensatz und können zivilrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten steuerrechtlich missbraucht werden, so ist es im Interesse einer effektiven Missbrauchsbekämpfung geboten und zulässig, an den Beweis des Abschlusses und an den Nachweis der Ernsthaftigkeit von Vertragsgestaltungen zwischen nahen Angehörigen strenge Anforderungen zu stellen (BVerfG, Beschluss v. 7.11.1995, 2 BvR 802/90, BStBl 1996 II S. 34).

Die besonderen Anforderungen der Rechtsprechung bilden dabei Beweisanzeichen bei der im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu treffenden Entscheidung, ob Aufwendungen in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Erzielen von Einkünften stehen oder dem nicht steuerbaren privaten Bereich des § 12 EStG zuzuordnen sind.

Vor diesem Hintergrund ist Voraussetzung für die steuerrechtliche Anerkennung, dass der Darlehensvertrag

  • zivilrechtlich wirksam geschlossen worden ist,

  • tatsächlich wie vereinbart durchgeführt wird und

  • in seinem Inhalt und der Durchführung dem zwischen Fremden Üblichen entspricht (sog. Fremdvergleich).[21]

Die Nichtbeachtung zivilrechtlicher Formerfordernisse führt jedoch nicht alleine und ausnahmslos dazu, das Vertragsverhältnis steuerrechtlich nicht anzuerkennen. Die zivilrechtliche Unwirksamkeit des Darlehensvertrags ist jedoch ein besonderes Indiz gegen den vertraglichen Bindungswillen der Vertragsbeteiligten, das zur Versagung der steuerrechtlichen Anerkennung führen kann (BFH, Urteile v. 22.2.2007, IX R 45/06 und v. 12.5.2009, IX R 46/08).

Wichtig für die Anerkennung eines Darlehensvertrags ist seine tatsächliche Durchführung in der Praxis, die vertragsschließenden Angehörigen – wie z. B. Eltern mit ihren Kindern – müssen eine Trennung der Vermögens- und Einkunftssphären beider Parteien gewährleisten. Dabei hat während der gesamten Vertragsdauer die Möglichkeit einer klaren, deutlichen und einwandfreien Abgrenzung von einer Unterhaltsgewährung oder einer verschleierten Schenkung der Kreditzinsen zu bestehen. Hierzu hatte der BFH folgende Grundsätze aufgestellt, die von der Verwaltung so übernommen werden:

  • Schenken Eltern ihren Kindern Geldbeträge, die diese ihnen sogleich wieder als Darlehen langfristig zur Verfügung zu stellen haben, so können Zinsen nur dann Betriebsausgaben sein, wenn der Rückzahlungsanspruch der Kinder ausreichend gesichert ist (BFH, Urteil v. 7.11.1990, X R 126/87, BStBl 1991 II S. 291).

  • Nimmt der Nachwuchs zur Finanzierung des Erwerbs eines Einfamilienhauses auch einen Kredit zum Zinssatz von 5 % vom eigenen Vater auf, so ist der Darlehensvereinbarung nicht zwingend deshalb die einkommensteuerrechtliche Anerkennung zu versagen, weil weder eine Abrede über die Tilgung getroffen noch die vereinbarte Sicherheit bestellt wurde. Der Abzug der Darlehenszinsen als Werbungskosten hängt vielmehr im Wesentlichen davon ab, dass die Zinsen tatsächlich vertragsgemäß fortlaufend gezahlt wurden (BFH, Urteil v. 4.6.1991, IX R 150/85, BStBl 1991 II S. 838).[22]

  • Darlehensverträge zwischen nahen Angehörigen können zwar auch dann ertragsteuerrechtlich anzuerkennen sein, wenn das Vertragsverhältnis zwischen wirtschaftlich voneinander unabhängigen Angehörigen geschlossen und auf eine Besicherung verzichtet wird. Dies steht jedoch nicht nur unter dem Vorbehalt eines Missbrauchs rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten. Darüber hinaus muss der Darlehensvertrag aber auch zweifelsfrei gegenüber einer verschleierten Schenkung abgrenzbar sein (BFH, Urteil v. 25.1.2000, VIII R 50/97, BStBl 2000 II S. 393).

Sofern der Darlehensvertrag anerkannt wird, unterliegen die erhaltenen Zinsen nicht der Abgeltungsteuer. Denn die Ausnahme vom Pauschaltarif gilt für alle Kapitalerträge, bei denen Gläubiger und Schuldner einander nahestehende Personen sind, und in denen eine Steuersatzspreizung (Abzug der gezahlten Entgelte als Werbungskosten/Betriebsausgaben mit Wirkung des individuellen Steuersatzes, Besteuerung der vereinnahmten Erträge mit dem Abgeltungsteuersatz) gestaltet werden könnte (§ 32d Abs. 2 Nr. 1 Satz 1a EStG[23]).

Wichtig

Die Vorschrift wurde ab dem Veranlagungszeitraum 2011 auf diese Fälle beschränkt. Bis 2010 reichte der Tatbestand aus, dass Gläubiger und Schuldner einander nahestehende Personen sind.

Fremdvergleich

Es steht Angehörigen grundsätzlich frei, ihre Rechtsverhältnisse untereinander so zu gestalten, dass sie für sie steuerlich möglichst günstig sind. So dürfen z. B. Hausbesitzer frei entscheiden, an wen sie vermieten und welchen Betrag sie dabei vereinbaren. Ob an fremde Dritte oder Verwandte, Einnahmen und Ausgaben werden grundsätzlich steuerlich gleich behandelt. Diese Regelung gilt neben Miet- auch bei Kreditverträgen. Das Vereinbarte muss jedoch in jedem Einzelfall und während der gesamten Vertragsdauer nach Inhalt und Durchführung dem entsprechen, was fremde Dritte bei der Gestaltung eines entsprechenden Darlehensverhältnisses üblicherweise vereinbaren würden. Die Modalitäten der Darlehensgewährung entsprechen nach der BFH-Rechtsprechung nur dann dem zwischen Fremden Üblichen,

  • wenn die Zinsen zu den Fälligkeitszeitpunkten entrichtet werden,

  • ferner eine Vereinbarung über die Laufzeit und über die Art und Zeit der Rückzahlung des Darlehens getroffen worden ist und

  • der Rückzahlungsanspruch ausreichend gesichert ist.

Wichtig

Laut BFH (Urteil v. 18.12.1990, VIII R 290/82, BStBl 1991 II S. 391) bedarf es bei langfristigen Darlehen i. d. R. auch der Gestellung von Sicherheiten, weil die langfristige Kapitalhingabe ohne Bestellung von Sicherheiten bei Krediten zwischen Fremden unüblich ist. Daher steht das Fehlen solcher Sicherheiten der steuerlichen Anerkennung von Darlehensverträgen zwischen nahen Angehörigen entgegen. Auch günstige Vermögensverhältnisse des Darlehensnehmers im Zeitpunkt der Darlehenshingabe ändern hieran nichts.[24]

Maßstab für den Fremdvergleich sind die Vertragsgestaltungen, die zwischen Darlehensnehmern und Kreditinstituten üblich sind. Ausreichend sind dabei bankübliche Sicherheiten. Dazu gehören in erster Linie die dingliche Absicherung durch Hypothek oder Grundschuld oder alternativ alle anderen Sicherheiten, die für das entsprechende Darlehen banküblich sind. Das sind z. B.

  • Bankbürgschaften,

  • Sicherungsübereignung von Wirtschaftsgütern,

  • Forderungsabtretungen sowie

  • Mitübernahme einer Schuld oder Schuldbeitritt eines fremden Dritten oder eines Angehörigen, wenn dieser über entsprechend ausreichende Vermögenswerte verfügt.

Das aus dem Fremdvergleich abgeleitete generelle Erfordernis einer ausreichenden Besicherung wird durch einen konkreten Fremdvergleich im jeweiligen Einzelfall überlagert (BFH, Urteile v. 12.5.2009, IX R 46/08 und v. 28.6.2002, IX R 68/99, BStBl 2002 II S. 699).

Dieser Fremdvergleich ist auch durchzuführen, wenn Vereinbarungen nicht unmittelbar zwischen Angehörigen getroffen werden, sondern zwischen einer Personengesellschaft und Verwandten der Beteiligten. Das gilt immer dann, wenn es sich um einen beherrschenden Gesellschafter handelt, mit dessen Angehörigen die Vereinbarungen getroffen wurden. Der Drittvergleich dient hier der Abgrenzung zwischen einer betrieblichen und einer privaten Veranlassung und ist daher bei der Beurteilung von Rechtsverhältnissen zwischen nahen Angehörigen notwendig (BFH, Urteil v. 18.12.1990, VIII R 138/85, BStBl 1991 II S. 581).[25]

Beispiel: Personengesellschaft
  • Verpflichtet sich der beherrschende Personengesellschafter in einem notariellen Vertrag, seinen Kindern Geldbeträge unter der Bedingung zuzuwenden, dass diese sie der Gesellschaft sogleich wieder als Darlehen zur Verfügung stellen müssen, können die Zinsen bei der Gesellschaft nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden.

  • Zinsen für die Nutzung von Darlehensbeträgen, die den Kindern von einem nicht an der Personengesellschaft beteiligten Elternteil geschenkt werden, können hingegen als Betriebsausgaben abziehbar sein, soweit die Beträge tatsächlich aus dem Vermögen dieses Elternteils stammen (BFH, Urteil v. 15.4.1999, IV R 60/98, BStBl 1999 II S. 524).

Gleiches gilt, wenn beherrschende Gesellschafter Darlehensforderungen gegen die Personengesellschaft an Angehörige schenkweise abtreten.

Wirtschaftlich unabhängige Verwandte

Hierbei geht es um den Darlehensvertrag zwischen volljährigen Angehörigen, die voneinander wirtschaftlich unabhängig sind. Ihre Vereinbarungen können ausnahmsweise steuerrechtlich bereits dann anerkannt werden, wenn sie zwar nicht in allen Punkten dem zwischen Fremden Üblichen entsprechen, aber die Darlehensmittel ansonsten bei einem fremden Dritten hätten aufgenommen werden müssen. Das betrifft Kredite aus Anlass der Herstellung oder Anschaffung von Vermögensgegenständen, z. B. Bau- oder Anschaffungsdarlehen[26]. Entscheidend ist hierbei, dass die getroffenen Vereinbarungen tatsächlich vollzogen werden, insbesondere die Darlehenszinsen regelmäßig gezahlt wer-den. Die Modalitäten der Darlehenstilgung und die Besicherung brauchen in diesen Fällen nicht geprüft zu werden (BFH, Urteile v. 4.6.1991, IX R 150/85, BStBl 1991 II S. 838 und v. 25.1.2000, VIII R 50/97, BStBl 2000 II S. 393).

Unwirksame Verträge nach Zivilrecht

Der zivilrechtlichen Unwirksamkeit eines Vertrags kommt eine Indizwirkung gegen die Ernsthaftigkeit der Vereinbarung zu und dieses spricht damit gegen deren steuerrechtliche Anerkennung. Die Indizwirkung gegen den vertraglichen Bindungswillen wird sogar noch verstärkt, wenn den Vertragspartnern die Nichtbeachtung der Formvorschriften insbesondere bei klarer Zivilrechtslage angelastet werden kann (BFH, Urteil v. 12.5.2009, IX R 46/08). Die Vertragspartner können in einem solchen Fall aber darlegen und nachweisen, dass sie zeitnah nach dem Auftauchen von Zweifeln an der zivilrechtlichen Wirksamkeit alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen haben, um die zivilrechtliche Wirksamkeit des Vertrags herbeizuführen und dass ihnen die Unwirksamkeit nicht anzulasten ist.

Dieser erfolgreiche Nachweis gelingt etwa, wenn sich die Formvorschriften nicht aus dem Gesetzeswortlaut, sondern nur im Wege der erweiternden Auslegung oder des Analogieschlusses ergeben, sich diese Auslegung oder Analogie nicht aufdrängt und keine veröffentlichte Rechtsprechung oder allgemein zugängliche Literatur existiert. In einem solchen Fall ist ein zunächst formunwirksamer Vertrag zwischen nahen Angehörigen ausnahmsweise von vornherein steuerlich anzuerkennen, wenn aus den besonderen übrigen Umständen des konkreten Einzelfalls ein ernsthafter Bindungswille der Angehörigen zweifelsfrei abgeleitet werden kann (BFH, Urteil v. 13.7.1999, VIII R 29/97, BStBl 2000 II S. 386).[27]

Verschenktes Darlehen

Wird ein Geldgeschenk an einen Verwandten von der Bedingung abhängig gemacht, dass der Begünstigte den erhaltenen Betrag postwendend wieder in Form eines Darlehens zurückgibt, wird diese Vereinbarung steuerlich überhaupt nicht anerkannt. Folge: Es handelt sich weder um eine Schenkung noch um eine Kreditgewährung. Hintergrund für diese Sichtweise ist, dass der Beschenkte zwar Kapital erhält, er hierüber aber nicht die alleinige und unbeschränkte Verfügungsmacht erhält, da die Geldmittel nur zum Zwecke der Rückgabe an den Zuwendenden verwendbar sind. Das gilt sowohl zwischen Verwandten als auch bei einer Personengesellschaft, die durch den Schenker oder dessen Angehörige beherrscht werden.

Wichtig

In der Praxis kommt dies immer wieder im Verhältnis zwischen Eltern und minderjährigen Sprösslingen vor, wenn das Kindesvermögen nicht einwandfrei vom Elternvermögen getrennt wird. Solche Vereinbarungen sind beliebt, um die Freibeträge des Nachwuchses zu nutzen und insoweit Abgeltungsteuer auf die Kapitaleinkünfte zu vermeiden. Die Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung sind vergleichbar, wenn es um eine reine Schenkung von Kapital an Kinder und Enkel geht oder es sich um Kredite vom Nachwuchs an Vater und Mutter handelt.[28]

Ohne strikte Trennung des Vermögens zwischen Eltern und Kindern unter 18 wird die Schenkung des Kapitals tatsächlich nicht vollzogen, und insoweit begründet die Rückgewähr der Geldbeträge kein Darlehensverhältnis, das mit ertragsteuerlicher Wirkung anzuerkennen wäre. Bei solchen Vereinbarungen zwischen den Angehörigen handelt es sich vielmehr ertragsteuerlich um eine sog. modifizierte Schenkung. Bei dieser Konstruktion werden die als Darlehen bezeichneten Bedingungen gegenüber dem ursprünglichen Schenkungsversprechen in der Weise abgeändert, dass der Vollzug der Schenkung bis zur Rückzahlung des Darlehens aufgeschoben wird und der Umfang der Schenkung durch die Zahlung lediglich durch Darlehenszinsen erweitert ist.

Daher dürfen die als Darlehenszinsen geltend gemachten Aufwendungen nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden. Das gilt auch bei längeren Abständen zwischen Schenkungs- und Darlehensvertrag, wenn zwischen beiden Verträgen eine auf einem Gesamtplan beruhende sachliche Verknüpfung besteht (BFH, Urteil v. 22.1.2002, VIII R 46/00, BStBl 2002 II S. 685). Anders kann es jedoch aussehen, wenn das Darlehen an eine zivil- und auch steuerrechtlich eigenständige GmbH gegeben wird. In diesem Fall sind Schenkung und Darlehensforderung ertragsteuerlich anzuerkennen. Denn auf die unentgeltliche Abtretung der einem beherrschenden Gesellschafter gegen die GmbH zustehenden Darlehensforderungen an seine minderjährigen, ebenfalls an der GmbH beteiligten Kinder, ist die Rechtsprechung, die zur darlehensweisen Rückgewähr zuvor vom beherrschenden Gesellschafter einer Personengesellschaft seinen Kindern geschenkter Geldbeträge ergangen ist, nicht übertragbar (BFH, Urteil v. 19.12.2007, VIII R 13/05, BStBl 2008 II S. 568).[29]

Das BMF vermutet die Abhängigkeit zwischen Schenkung und Darlehensgewährung als unwiderlegbar, wenn

  • die Vereinbarung von Schenkung und Darlehen in ein und derselben Urkunde erfolgen,

  • die Schenkung unter der Auflage der Rückgabe als Darlehen vollzogen wird oder

  • ein Schenkungsversprechen unter der aufschiebenden Bedingung der Rückgabe als Darlehen gegeben wird.

Eine Abhängigkeit zwischen Schenkung und Darlehen ist allerdings nicht schon allein deshalb zu vermuten, weil die Vereinbarung zwar in mehreren Urkunden, aber innerhalb kurzer Zeit erfolgt ist. Die Beurteilung, ob eine gegenseitige Abhängigkeit der beiden Verträge vorliegt, ist anhand der gesamten Umstände des jeweiligen Einzelfalls unter Berücksichtigung des Fremdvergleichs zu beurteilen. Dabei begründet die Kürze der zwischen Schenkung und Darlehensgewährung liegenden Zeit keine unwiderlegliche Vermutung für die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Verträge (BFH, Urteil v. 18.1.2001, IV R 58/99, BStBl 2001 II S. 393). Auf der anderen Seite kann aber auch bei einem längeren Abstand zwischen Schenkungs- und Darlehensvertrag[30] eine auf einem Gesamtplan beruhende sachliche Verknüpfung bestehen (BFH, Urteil v. 22.1.2002, VIII R 46/00, BStBl 2002 II S. 685).

Vor diesem Hintergrund vermutet die Finanzverwaltung die Abhängigkeit zwischen Schenkung und Darlehen insbesondere in den folgenden Fällen:

  1. Vereinbarungsdarlehen nach § 607 Abs. 2 BGB,

  2. Darlehenskündigung nur mit Zustimmung des Schenkers oder

  3. Zulässigkeit von Entnahmen durch den Beschenkten zulasten des Darlehenskontos nur mit Zustimmung des Schenkers.

Diese Vermutung ist jedoch widerlegt, wenn Schenkung und Darlehen sachlich und zeitlich unabhängig voneinander vorgenommen worden sind. Voraussetzung hierfür ist, dass

  • die Schenkung zivilrechtlich wirksam vollzogen wurde,

  • der Schenkende endgültig, tatsächlich und rechtlich entreichert ist,

  • der Empfänger entsprechend bereichert sein muss und

  • keine nur vorübergehende oder formale Vermögensverschiebung vorliegt.

Die Grundsätze zu schenkweise begründeten Darlehensforderungen gelten auch für partiarische Darlehen und nach dem 31.12.1992 schenkweise begründete typische stille Beteiligungen.

Das gilt nicht, wenn es sich um eine atypisch stille Gesellschaft mit Beteiligung am Verlust handelt oder der stille Beteiligte als Mitunternehmer anzusehen ist.

Behält sich ein Elternteil bei der unentgeltlichen Einräumung einer Unterbeteiligung an einem Anteil an einer Personengesellschaft das Recht vor, jederzeit eine unentgeltliche Rückübertragung der Anteile von dem Kind zu verlangen, wird keine Einkunftsquelle auf den Nachwuchs übertragen. Gleiches gilt bei schenkweiser Übertragung eines Gesellschaftsanteils mit Rückübertragungsverpflichtung[31] (R 15.9 Abs. 2 EStR).

I Grundlagen

Rechtsgrundlagen

Die für deutsche Aktiengesellschaften geltenden Rechtsgrundlagen (Überblick)

Das deutsche Aktien- und Handelsrecht

[1]Die für die Aktiengesellschaften maßgeblichen gesetzlichen Regelungen betreffend

  • die Gründung und Verfassung der Gesellschaft,

  • die Rechtsverhältnisse der Aktionäre und der AG,

  • Rechnungslegung, Gewinnverwendung und kapitaländernde Maßnahmen sowie

  • die Auflösung der AG

finden sich im 1966 in Kraft getretenen Aktiengesetz (AktG).

[2]Ergänzend finden auf die AG als Handelsgesellschaft von Gesetzes wegen (§ 3 Abs. 1 AktG) die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs Anwendung (§ 6 Abs. 1 HGB). Sie betreffen insb.

  • die Vorschriften über das Handelsregister (Grundsatz der Registerpublizität aller wesentlichen Maßnahmen der AG, §§ 8 ff. HGB),

  • die Wahl der Handelsfirma (§§ 17 ff. HGB, § 4 AktG),

  • den Jahresabschluss (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) und

  • alle sonstigen für Kaufleute geltenden Vorschriften.

[3]Darüber hinaus wird zur Beurteilung aktienrechtlicher Sachverhalte punktuell auf die Vorschriften der Insolvenzordnung (insbes. die §§ 39, 44a, 135, 143, 19 InsO betreffend Darlehen der Gesellschafter an die Gesellschaft oder gleichwertige Handlungen1) des GmbH-Gesetzes und auf die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs[32] zum eingetragenen Verein (insb. § 31 BGB) zurückgegriffen.

[4]Der Wechsel der Rechtsform von oder zu einer AG, die Verschmelzung mit anderen Gesellschaften sowie die Abspaltung von Gesellschaften richten sich nach dem Umwandlungsgesetz.

[5]Für börsennotierte Aktiengesellschaften finden schließlich die Vorschriften des Kapitalmarktrechts, insb. das Börsengesetz (BörsG), die Börsenzulassungsverordnung (BörsZulV), das Wertpapierprospektgesetz (WpPG), das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) und das Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz (VerkProspG) Anwendung.

Vorgaben des Europäischen Rechts

[6]Eine Vielzahl der in den letzen Jahren erfolgten Gesetzesänderungen im Bereich des Aktienrechts ist auf europäische Vorgaben zurückzuführen. Zur Harmonisierung des europäischen Gesellschaftsrechts im engeren Sinne sind bisher folgende Richtlinien erlassen worden:

  • Richtlinie 68/151/EWG über die Publizität, die Vertretungsmacht der Organe und die Nichtigkeit von Gesellschaften (Publizitätsrichtlinie)2;

  • Richtlinie 77/91/EWG über die Vorschriften für die Gründung von Aktiengesellschaften sowie für die Erhaltung und Änderung ihres Kapitals (Kapitalrichtlinie)3;

  • Richtlinie 78/855/EWG über die Verschmelzung von Aktiengesellschaften (Verschmelzungsrichtlinie)4;

  • Richtlinie 78/660/EWG über den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften (Bilanzrichtlinie)5;

  • Richtlinie 82/891/EWG betreffend die Spaltung von Aktiengesellschaften (Spaltungsrichtlinie)6[33];

  • Richtlinie 83/349/EWG über den konsolidierten Jahresabschluss (Konzernbilanzrichtlinie)7, sie ergänzt die Bilanzrichtlinie;

  • Richtlinie 84/253/EWG über die Zulassung von Abschlussprüfern (Prüferbefähigungsrichtlinie)8;

  • Richtlinie 89/666/EWG über die handelsrechtliche Publizität von Zweigniederlassungen (Zweigniederlassungsrichtlinie)9;

  • Richtlinie 89/667/EWG (Einpersonengesellschaftsrichtlinie)10;

  • Richtlinie 2007/36/EG (Aktionärsrechterichtlinie)11;

  • Richtlinie 2009/133/EG (Richtlinie gemeinsames Steuersystem);12

  • Richtlinie 2011/35/EU (Verschmelzungsrichtlinie);13

  • Richtlinie 2012/6/EU (Kleinstbetrieberichtlinie)14 und

  • Richtlinie 2012/17/EU (Zentral-, Handels- und Gesellschaftsregisterrichtlinie).15

[7]Daneben sind für börsennotierte Aktiengesellschaften insb. die den Kapitalmarkt betreffenden Richtlinien 2001/34/EG (Kapitalmarktpublizitätsrichtlinie)16 und 2004/109/EG (Transparenzrichtlinie II)17 von Bedeutung. Eine weitere vereinheitlichende Wirkung in Bezug auf das Kapitalmarktrecht wird von der Marktmissbrauchsverordnung der EU-Kommission erwartet.18

[8]Über das Gesellschaftsrecht im engeren Sinne hinaus sind in den Bereichen Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrecht europäische Richtlinien erlassen worden, die Auswirkungen auf Aktiengesellschaften haben können.19

[9]Insgesamt zielt die Harmonisierung des europäischen Gesellschaftsrechts vorrangig auf die Rechtsstellung und Außenbeziehungen der AG ab. Die Regelung der internen Verhältnisse der AG bleibt bislangweitgehend dem nationalen Gesetzgeber überlassen, da sich die europäischen Mitgliedstaaten insb. über die Wahl des monistischen oder dualistischen Systems der Leitungsorgane und die Arbeitnehmermitbestimmung uneinig sind.20[34]

[10]Neben der Harmonisierung der nationalen Rechtsordnungen wird auf europäischer Ebene die Schaffung originär europäischer, supranationaler Gesellschaftsformen angestrebt.

Mit der Europäischen AG (Societas Europaea, SE) wurde im Jahr 2004 die erste europäische Kapitalgesellschaftsform ins Leben gerufen.21 Nun soll die Europäische Privatgesellschaft (Societas Privata Europaea, SPE) zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen durch höhere Mobilität folgen. Den von der Europäischen Kommission erarbeiteten Vorschlag für eine Verordnung über das Statut der Europäischen Privatgesellschaft22 hat das Europäische Parlament am 10.3.2009 mit Änderungen gebilligt.23 Die Verordnung ist jedoch noch nicht in Kraft getreten. Wegen vielfältiger Bedenken gegen den Kommissionsvorschlag – u. a. auch aus Deutschland – ist das Projekt einer Europäischen Privatgesellschaft inzwischen ins Stocken geraten. Die Europäische Kommission hat am 12.12.2012 einen Aktionsplan verabschiedet, nach dem Verbesserungen erarbeitet werden sollen.24

Corporate Governance Kodex

[11]Der Begriff der Corporate Governance bezeichnet Führungsgrundsätze, die sich an die Leitungsorgane der AG richten und die jeweiligen Rechte und Pflichten von Vorstand und Aufsichtsrat untereinander und gegenüber Dritten regeln.[35]

[12]Mit dem im Jahr 2002 von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex erarbeiteten Corporate Governance Kodex (DCGK)25 sollen die in Deutschland geltenden Regelungen für die Unternehmensleitung und -überwachung transparent gemacht und das Vertrauen der nationalen und internationalen Investoren in den deutschen Kapitalmarkt gestärkt werden.26

[13]Der Corporate Governance Kodex enthält neben der Wiedergabe gesetzlicher Regelungen betreffend die Leitungsorgane und deren Auslegung

  • Empfehlungen („Soll-Vorschriften“) und

  • Anregungen („Sollte-Vorschriften“27)

der Regierungskommission. Diese berücksichtigte bei der Ausarbeitung der ersten Fassung des DCGK die nationalen und internationalen Kritikpunkte an der deutschen Unternehmensverfassung, insb.

  • deren mangelnde Ausrichtung an Aktionärsinteressen,

  • die duale Unternehmensverfassung mit Vorstand und Aufsichtsrat,

  • die mangelnde Unabhängigkeit von Aufsichtsräten und

  • die eingeschränkte Unabhängigkeit der Abschlussprüfer

und versuchte diese im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten auszuräumen. Die seither veröffentlichten überarbeiteten Fassungen28 schreiben dieses Bemühen fort.

[13a]Die am 13.5.2013 beschlossene aktuelle Fassung des Corporate Governance Kodex enthält neben einigen Änderungen zur Verschlankung und besseren Lesbarkeit des Kodextextes vor allem Neuerungen in Bezug auf die Vorstandsvergütung.29 Konkret empfiehlt der Kodex den Unternehmen, die individuellen Vorstandsvergütungen in ihrem Gesamtbetrag und auch ihren variablen Vergütungsteilen nach oben zu begrenzen. Die Obergrenzen soll der Aufsichtsrat unternehmensspezifisch festlegen.30[36] Bei der Festlegung der Vorstandsvergütung soll auch die Vergütungsenwicklung der Gesamtbelegschaft berücksichtigt werden.31

Bereits seit der Überarbeitung vom 26.5.2010 verlangt der Corporate Governance Kodex von den Unternehmen außerdem, bei der Besetzung von Führungspositionen allgemein und bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrates auf Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Berücksichtigung/Beteiligung von Frauen zu achten.32

Seit der Überarbeitung vom 15.5.2012 sollen überdies die geschäftlichen und persönlichen Beziehungen von vorgeschlagenen Aufsichtsratskandidaten vor der Wahl offengelegt werden.33

[14]Börsennotierte Aktiengesellschaften sind gem. § 161 AktG verpflichtet, jährlich zu erklären, inwieweit sie dem Corporate Governance Kodex entsprochen haben oder von den Empfehlungen der Regierungskommission abgewichen sind (Entsprechenserklärung).34

[15]Die Akzeptanz des Corporate Governance Kodex ist insb. bei den Dax-notierten Unternehmen durch den Druck der Finanzmärkte in den vergangen Jahren deutlich angestiegen.

Nach einer Studie des Centers for Corporate Governance (CCG) der HHL Leipzig Graduate School of Management, in der die bis zum 27.3.2013 veröffentlichten Entsprechenserklärungen der im Prime Standard gelisteten Gesellschaften ausgewertet wurden, liegt die Entsprechensquote bei den DAX-Unternehmen inzwischen bei 97,7 %, bei den M-DAX-Unternehmen bei 96,1 %.35[37]

[16]Für nicht börsennotierte Aktiengesellschaften wird die Beachtung des Corporate Governance Kodex lediglich empfohlen; eine Pflicht zur Offenlegung von Abweichungen besteht nicht.

Bestimmung des anwendbaren nationalen Rechts

[17]Die Frage, welches nationale Recht auf eine AG Anwendung findet (Gesellschaftsstatut), wurde in Deutschland – wie in den meisten kontinentaleuropäischen Rechtsordnungen – traditionell36 nach dem Verwaltungssitz der Gesellschaft entschieden (Sitztheorie). Es sollte das nationale Recht desjenigen Staates zur Anwendung kommen, in dem die Gesellschaft ihren Verwaltungssitz hatte, also die Geschäftsleitung der Gesellschaft saß.37

[18]Dieser kontinentaleuropäische Grundsatz – der Verwaltungssitz entscheidet über das anwendbare nationale Recht – gilt nach der „Centros-“ Rechtsprechung des EuGH wegen der europäischen Niederlassungsfreiheit (Art. 49, 54 AEUV) in der EU und dem EWR nur noch eingeschränkt:38 Gesellschaften mit Satzungssitz im EU-Ausland sind in Deutschland auch dann nach ihrem Heimatrecht zu beurteilen, wenn sich ihr Verwaltungssitz in Deutschland befindet und die Gesellschaft in ihrem Gründungsstaat keinerlei Aktivitäten mehr entfaltet oder Verwaltungseinrichtungen unterhält. Insoweit hat sich nun auch der BGH der sogenannten Gründungstheorie angeschlossen.39 Ähnliches gilt nach dem deutsch-amerikanischen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag40 auch im Verhältnis zu in den USA gegründeten Gesellschaften41[38] sowie nach dem mit der Schweiz abgeschlossenenFreizügigkeitsabkommen42 im Verhältnis zu Schweizerischen Gesellschaften.43 Im Verhältnis zu Gesellschaften aus sonstigen Drittstaaten wie z. B. Singapur hat der BGH die Sitztheorie dagegen nicht aufgegeben.44

[19]Damit deutsche Publizitätserfordernisse und Bestellhindernisse für gesetzliche Vertreter einer Gesellschaft auf der Grundlage der EuGH-Rechtsprechung nicht durch Gründung einer Auslandsgesellschaft mit Zweigniederlassung in Deutschland umgangen werden können, sind deutsche Zweigniederlassungen ausländischer Gesellschaften ausdrücklich bestimmten Publizitätsanforderungen des Handelsgesetzbuchs unterworfen.45 Darüber hinaus gelten die Bestellhindernisse für Vorstände einer AG und Geschäftsführer einer GmbH46 entsprechend auch für gesetzliche Vertreter einer inländischen Zweigniederlassung.47

[20]Ob die vom EuGH aufgestellten Grundsätze zum anwendbaren nationalen Recht auch für den umgekehrten Fall der in Deutschland gegründeten Gesellschaft mit Verwaltungssitz im Ausland gelten, war lange Zeit umstritten. Denn die europäische Niederlassungsfreiheit verbietet ihrem Wortlaut nach zwar die Diskriminierung ausländischer Gesellschaften, die sich im Inland geschäftlich betätigen wollen, nicht aber die Diskriminierung inländischer Gesellschaften, die ins Ausland gehen wollen.48 Diesen Grundsatz hat der EuGH inzwischen mehrfach bestätigt.49 Danach ist nur der Zuzug einer Gesellschaft mit ihrem Verwaltungssitz in einen anderen EU-Mitgliedsstaat europarechtlich geschützt. Die Anforderungen an die Gründung der Gesellschaft sowie die Bedingungenfür den Erhalt des Satzungssitzes können vom Gründungsstaat durch nationales Recht festgelegt werden. Damit ist es für EU-Mitgliedsstaaten weiterhin zulässig, die Verlegung des Verwaltungssitzes ins Ausland[39] als Wegzug der Gesellschaft aus dem Inland zu werten und eine Auflösung der Gesellschaft im Inland zu verlangen. Dies macht eine Neugründung im Ausland erforderlich.

[21]Seit den Änderungen durch das MoMiG können deutsche Gesellschaften aber einen Verwaltungssitz wählen, der nicht mit dem Satzungssitz zusammenfällt, und damit geschäftliche Aktivitäten im Ausland in der vertrauten Rechtsform der deutschen GmbH oder AG entfalten.50

Reformen

[22]In den vergangenen Jahren hat der deutsche Gesetzgeber auf dem Gebiet des Aktienrechts eine rege Reformtätigkeit entfaltet, durch die das Aktienrecht nach wie vor stark im Fluss ist. Die wichtigsten Reformen werden im Folgenden zusammengefasst. Einzelheiten zu den Reformen bis 2010 können der Vorauflage entnommen werden.

EHUG

[23]Das „Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister“ (EHUG)51 hat zum 1.1.2007 die Einführung eines elektronischen Handelsregisters und eines Unternehmensregisters gebracht sowie Vereinfachungen der Zweigniederlassungsregelungen und verschärfte Sanktionen bei Nichtbefolgung der Jahresabschlussoffenlegungspflicht.[40]

MoMiG

[24]Bereits erwähnt wurde das „Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen“ (MoMiG),52 das neben grundlegenden Reformen des GmbH-Rechts auch Änderungen des Aktiengesetzbuchs, des Handelgesetzbuchs, der Insolvenzordnung, des Anfechtungsgesetzes und der Zivilprozessordnung gebracht hat, die auch die Aktiengesellschaften betreffen.

Grenzüberschreitende Verschmelzung

[25]Auf der Grundlage der Verschmelzungsrichtlinie53 hat der deutsche Gesetzgeber 2007 den Anwendungsbereich des Umwandlungsgesetzes im Bereich der Verschmelzung ausdrücklich für ausländische Gesellschaften geöffnet.54

[26]Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer wird dabei durch das Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bei einer grenzüberschreitendenVerschmelzung (MgVG),55 insb. durch die Einführung eines Verhandlungsgremiums zur Beteiligung von Arbeitnehmervertretern geschützt.

ARUG

[27]Die grenzüberschreitende Ausübung von Aktionärsrechten wurde 2009 durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) erleichtert.56 Seither müssen etwa börsennotierte Gesellschaften die hautpversammlungsrelevanten Unterlagen (z. B. Tagesordnung etc.) auf ihrer Internetseite veröffentlichen57 und Aktionäre können – soweit es die Satzung der AG zulässt – online an der Hauptversammlung teilnehmen oder ihre Stimme per Brief abgeben.58

REITG

[28]Real Estate Investment Trusts (REITs), börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaften, werden seit 2007 durch das Gesetz über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen (REITG) steuerlich begünstigt, wenn sie ihre Erträge fast vollständig an ihre Anleger ausschütten.59[41]

Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG)/Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG)

[29]Durch das 2008 beschlossene Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRAKG) wurde das Wagniskapitalbeteiligungsgesetz (WKBG) eingeführt sowie u. a. steuerliche Änderungen. Dadurch soll die Finanzierung junger, mittelständischer Unternehmen erleichtert werden.60

Risikobegrenzungsgesetz

[30]Zugleich sollte mit dem „Gesetz zur Begrenzung der mit Finanzinvestitionen verbundenen Risiken“ (Risikobegrenzungsgesetz)61 unerwünschten Entwicklungen durch die Tätigkeit von Finanzinvestoren entgegengewirkt werden.

Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMStG)

[31]Durch das im Herbst 2008 eingeführte „Finanzmarktstabilisierungsgesetz“ (FMStFG)62 wurde u. a. der Finanzmarktstabilisierungsfonds(FMS oder SoFFin) eingerichtet, der Unternehmen des Finanzsektors63 durch die Übernahme von Garantien sowie den Erwerb von Beteiligungen und Risikopositionen stützen soll.

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)

[32]2009 ist mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) die umfangreichste Reform des Handelsbilanzrechts seit 25 Jahren in Kraft getreten.

[33]Insbesondere durch die Streichung bzw. Modifizierung zahlreicher handelsrechtlicher Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte sollten mittelständische Unternehmen in Deutschland bis zu 2,5 Milliarden EUR jährlich bei der Bilanzierung einsparen können. Darüber hinaus wurde das deutsche Bilanzrecht an die international üblichen Methoden der Rechnungslegung (International Financial Reporting Standards, IFRS) angenähert und damit Aussagekraft und Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses von kapitalmarktorientierten Unternehmen für Finanzanalysten, berufsmäßige Investoren und andere Kapitalmarktteilnehmer verbessert.[42]

Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)

[34]Die Vergütungsregelungen der Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder sind in den letzten Jahren verstärkt zum Gegenstand regulatorischer Eingriffe des Gesetzgebers geworden. Durch das am 5.8.2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)64 sollten Fehlanreize, wie z. B. die Ausweitung variabler, an die Gewinn- bzw. Börsenkursentwicklung der Unternehmen und damit nicht an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gekoppelter Vergütungsbestandteile, eingedämmt werden. So wurde u. a. der Aufsichtsrat bei der Kontrolle der Vorstandsvergütung stärker in die Pflicht genommen, ein zwingender Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung eingeführt sowie festgelegt, dass Aktienoptionen von Vorstandsmitgliedern frühestens nach vier Jahren ausgeübt werden dürfen.

Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz

[35]Mit dem Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnSFuVG) vom 5.4.201165 reagierte der deutsche Gesetzgeber auf das Problem des „Anschleichens“bei Übernahmen durch den Erwerb von Finanzinstrumenten (Fälle „Schaeffler/Continental“, „Porsche/Volkswagen“) und erweitert die Mitteilungspflichten im Rahmen der§§ 21 ff. WpHG[43]:

  • Erweiterung der Mitteilungspflicht bei Finanzinstrumenten auch auf sonstige Instrumente mit Erwerbsrecht, z. B. auf Rückforderungsansprüche aus Wertpapierleihe.66

  • Neuordnung der Meldeschwellen für mitteilungspflichtige Erwerbsrechte: Zum einen Meldepflicht für das Erreichen, Über- oder Unterschreiten einer Meldeschwelle allein durch Erwerbsrechte und zum anderen für Schwellenberührung bei Zusammenrechnung der nach § 25 und §§ 21, 22 WpHG meldepflichtigen Bestände. Die Schwellenberührung ist dabei nur einmal zu melden.67

  • Einführung einer Mitteilungspflicht für Instrumente, die eine bloße Erwerbsmöglichkeit einräumen. Darunter fallen z. B. finanzielle Differenzgeschäfte, lediglich durch Zahlungsausgleich zu erfüllende Call- oder Put-Optionen und Total Return Equity Swaps mit Zahlungsausgleich. Auch der Kettenerwerb von Finanzinstrumenten ist davon erfasst.68

  • Anhebung des Bußgeldrahmens für Verstöße gegen die Meldepflichten aus den §§ 21 ff. WpHG auf bis zu 1 Mio. EUR.69

Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)

[36]Am 7.12.2011 wurde das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) vom Bundestag verabschiedet.70 Es ist in großen Teilen bereits am 1.3.2012 und vollständig am 1.1.2013 in Kraft getreten, Als Reaktion auf einen vom Gesetzgeber beobachteten „Insolvenztourismus“71[44] bricht das Gesetz die ehemals strikte Trennung zwischen Insolvenz- und Gesellschaftsrecht teilweise auf. So ist insbesondere der Equity-Dept-Swap nun gesetzlich ausdrücklich geregelt: Gläubiger können im Insolvenzplan ihre Forderungen gegen die Gesellschaft zum Teilwert als Sacheinlage in die Gesellschaft einbringen, ohne dass es hierzu zwingend der Zustimmung der Gesellschafter bedarf. Damit nimmt das Insolvenzverfahren unmittelbar Einfluss auf dieGesellschafterstruktur.72 Für die (Alt-)Gesellschafter besteht nach dem ESUG die Möglichkeit, als eigene Gruppe in den Insolvenzplan einbezogen zu werden, § 222 Abs. 2 Nr. 4 InsO.

Kleinstkapitalgesellschaften Bilanzrechtsänderungsgesetz (MicroBilG)

[37]In Umsetzung der Richtlinie 2012/6/EU wurde zum Ende des Jahres 2012 das MicroBilG verabschiedet, um die Bilanzierung von Kleinstunternehmen zu erleichtern. Das Gesetz trat am 28.12.2012 in Kraft.73 Terminologisch wurde hierzu eine Unterkategorie der „kleinen Kapitalgesellschaften“ als „Kleinstkapitalgesellschaften“, § 267a Abs. 1 HGB, eingeführt. Für eine Kleinstkapitalgesellschaft müssen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren mindestens zwei der drei folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Die Bilanzsumme beträgt nach Abzug des Aktiv-Fehlbetrages höchstens 350.000 EUR,

  • die Umsatzerlöse übersteigen in zwölf Monaten vor dem Abschlussstichtag nicht 700.000 EUR,

  • die Gesellschaft beschäftigt nicht mehr als 10 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt.[45]

Folgendes sind die wesentlichen Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften:

Verzicht auf Anhang zum Jahresabschluss (JA)

[38]Die Gesellschaft kann gem. § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB auf einen Anhang zum Jahresabschluss verzichten, wenn der Jahresabschluss für sich allein die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln kann.

Bilanzverkürzung, verkürzte GuV

[39]Nach § 266 Abs. 1 Satz 4 HGB beschränkt sich die Bilanzgliederung in vorgegebener Reihenfolge auf die in § 266 Abs. 2 HGB benannten Buchstabenposten. Eine Aktiv-/Passivlistung latenter Steuern muss lediglich im Falle einer freiwilligen Anwendung von § 274 HGB erfolgen, § 274a HGB. In Anlehnung an das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB und entsprechend der Möglichkeit der Bilanzverkürzung, ist es Kleinstkapitalgesellschaften außerdem erlaubt, gem. § 275 Abs. 5 HGB eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zu erstellen. In diesem Fall können die Erleichterungen des § 276 Satz 1 HGB ausweislich des 3. Satzes dieser Vorschrift nicht in Anspruch genommen werden.

Hinweis

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang noch § 253 Abs. 1 Satz 5 HGB: Die bilanziellen Erleichterungen erfordern nämlich einen Verzicht auf die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair-Value-Verbot).

Lockerung der Offenlegungspflichten

[40]Kleinstkapitalgesellschaften können gem. § 326 Abs. 2 HGB ihrer Offenlegungspflicht gem. § 325 HGB durch Hinterlegung ihrer Bilanz beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers erfüllen. In diesem Fall bedarf es keiner Offenlegung der GuV bzw. des Anhangs zum JA. Hinreichende Bedingung ist neben der Eigenschaft als Kleinstkapitalgesellschaft die Mitteilung an den Betreiber, dass die Größenkriterien des § 267a HGB[46] erfüllt werden.

Hinweis

Die Bilanz kann dann nicht im Internet abgerufen werden, Dritte können lediglich eine Kopie der hinterlegten Bilanz anfordern (die Gebühr beträgt 4,50 EUR).

Änderungen bzgl. der Konzernabschlussregelungen

[41]Bestanden bisherige Erleichterungen gem. § 264 Abs. 3 HGB zum Jahresabschluss nur für Tochterkapitalgesellschaften von inländischen Konzernmüttern, so erstreckt das MicroBilG die Erleichterungen auch auf Tochtergesellschaften von Konzernmüttern mit Sitz in der EU oder dem EWR. Klargestellt wurde, dass die Bereichsausnahme bzgl. der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses auch auf Halter von – mit Sondervermögen gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i. V. m. § 2 Abs. 3 InvG vergleichbaren – ausländischen Positionen anwendbar ist.

Kleine Unternehmenssteuerreform 2013

[42]Mit Verkündung im Bundesgesetzblatt am 25.2.2013 ist das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts in Kraft getreten, das u. a. eine Neuregelung der steuerlichen Organschaft beinhaltet.74 Mit Hilfe der Organschaft, einem beliebten Gestaltungsmittel für Konzerne und Unternehmensgruppen, können Verluste des einen mit den Gewinnen des anderen Unternehmens verrechnet werden. Dafür sind aber strenge, teils formale Vorgaben zu beachten, die nun überarbeitet wurden.[47]

Hinweis

Künftig muss der die Organschaft begründende Vertrag (Ergebnisabführungs-/ Beherrschungsvertrag) ausdrücklich auf § 302 Aktiengesetz „in seiner jeweils gültigen Fassung“ verweisen.

Der Gesetzgeber gewährt eine Übergangsregelung bis Ende 2014; danach müssen alle Verträge diesen Hinweis enthalten. Daneben wurde eine Fehlertoleranz in das Gesetz eingearbeitet: Wesentliche Bilanzfehler schließen die Anerkennung nicht mehr automatisch aus, sondern nur noch dann, wenn die Geschäftsführung sie hätte erkennen können.Das ist nicht der Fall, wenn ein uneingeschränktes Wirtschaftsprüfer-Testat vorliegt. Neuen Gestaltungsspielraum gibt es für Tochtergesellschaften im EU-Ausland: Wenn sie ihren steuerlichen Sitz im Inland haben (z. B. eine englische Tochter-Limited mit Geschäftsleitung in Deutschland), können ihre Verluste per Organschaft mit Gewinnen der anderen Konzernunternehmen verrechnet werden. Bisher waren ausländische Gesellschaften hiervon ausgeschlossen, was der Europäische Gerichtshof beanstandet hatte.

Aktienrechtsnovelle 2012/2013

[43]Das zunächst für 2012 geplante Gesetzesvorhaben wurde nach einigen Änderungen und Ergänzungen inzwischen zur Aktienrechtsnovelle 2013. Am 27.6.2013 hat der Bundestag den Gesetzesentwurf zur Änderung des Aktienrechts (Aktienrechtsnovelle 2012/2013)75 in der zuletzt vom Rechtsausschuss geänderten Fassung76 gebilligt. Das Gesetz wurde dabei in „Gesetz zur Verbesserung der Kontrolle der Vorstandsvergütung und zur Änderung weiterer aktienrechtlicher Vorschriften“ (VorstKoG) umbenannt. Der Bundesrat hat das Gesetz jedoch am 20.9.2013 abgelehnt, wodurch es zunächst gescheitert ist. Es bleibt abzuwarten, ob das Gesetz so oder in veränderter Form erneut eingebracht wird. Zuletzt hatte sich der Streit um die Aktienrechtsnovelle 2012/2013 v. a. an der stärkere Regulierung der Vorstandsbezüge entzündet, die der Regierungsentwurf zunächst noch nicht vorgesehen hatte.77[48] Im Unterschied zum Regierungsentwurf wurde die zunächst vorgesehene relative Befristung von Nichtigkeitsklagen gegen Hauptversammlungsbeschlüsse bei bereits erhobener Anfechtungsklage auf einen Monat in der vom Bundestag beschlossenen Fassung wieder gestrichen.78 Die vom Bundestag verabschiedete Fassung sieht insbesondere folgende Änderungen des geltenden Aktienrechts vor:

  • Künftig sollen Aktiengesellschaften Vorzugsaktien auch ohne zwingenden Nachzahlungsanspruch auf den Vorzug (ausgefallene Dividenden) ausgeben können.79 Dies würde Banken die Bildung von Kernkapital und damit die Erfüllung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalvorgaben vereinfachen.

  • Auch Aktiengesellschaften als Schuldnern von Wandelschuldverschreibungen soll ein Wandlungsrecht zustehen, sofern dies von Anfang an vereinbart wurde. Auch diese Maßnahme dient der Flexibilisierung der Finanzierung von Aktiengesellschaften und erleichtert diesen die Bilanzierung in Krisenzeiten.80[49]

  • Bei nichtbörsennotierten Gesellschaften wird die Ausgabe von Inhaberaktien vom Ausschluss des Einzelverbriefungsanspruchs und der Hinterlegung einer Sammelurkunde bei einer Wertpapiersammelbank abhängig gemacht, um die Beteiligungsstrukturen transparenter zu machen.81 Das Wahlrecht zwischen Inhaber- und Namensaktie bleibt aber grundsätzlich erhalten.

  • Als Konsequenz der erhöhten Anforderungen an die Ausgabe von Inhaberaktien bei nichtbörsennotierten Gesellschaften und einer ohnehin seltenen Umsetzung in der Praxis,82 wird § 24 AktG gestrichen. Dieser ermöglichte es der AG, in der Satzung ein Anspruch einzelner Aktionäre auf Umtausch ihrer Namens- in Inhaberaktien (und umgekehrt) vorzusehen.

  • Bekanntmachungen von Aktiengesellschaften erfolgen künftig ausschließlich im elektronischen Bundesanzeiger.83

  • Die Hauptversammlung von börsennotierten Gesellschaften soll nach dem vom Bundestag beschlossenen Entwurf künftig zwingend jährlich über die Billigung des vom Aufsichtsrat vorgelegten Vergütungssystems für die Vorstandmitglieder beschließen müssen.84 Die Obergrenzen der Gesamtbezüge müssen in dem Vergütungssystem genannt werden, aufgeschlüsselt nach dem Vorsitzenden desVorstands, dessen Stellvertreter und einfachen Mitgliedern des Vorstands. Der Beschluss ist nicht nach § 243 AktG anfechtbar. Der Aufsichtsrat muss bei versagter Billigung das Vergütungssystem ändern, bestehende Anstellungsverträge bleiben aber gültig.

Geplante Einführung einer Frauenquote

[43a]Noch nicht Gesetz geworden ist auch die Einführung einer Quotenregelung, die eine Mindestbeteiliung von Frauen in Leitungsgremien von Aktiengesellschaften vorsieht. Ein entsprechender Gesetzentwurf der SPD-Fraktion,85[50] der eine Mindestquote für eine geschlechtergerechte Besetzung von Vorständen und Aufsichtsräten vorsah, wurde vom Bundestag am 18.4.2013 ebenso mehrheitlich abgelehnt wie ein Gesetzentwurf des Bundesrates,86 der die Einführung einer Quote lediglich für den Aufsichtsrat vorsah. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben wird aber weiterhin diskutiert.87

Reform der Rechnungslegungs- und der Transparenzrichtlinie

[43b]Am 19.7.2013 ist die reformierte EU-Rechnungslegungsrichtlinie in Kraft getreten.88 Dadurch können die Mitgliedsstaaten u. a. die Schwellenwerte zur Einstufung eines Unternehmens als kleine Gesellschaft um etwa 20 % gegenüber dem bisherigen Wert erhöhen, um mehr Unternehmen die für kleine Unternehmen geltenden Erleichterungen bei der Aufstellung und Offenlegung von Abschlüssen zu gewähren.

Durch die am 26.11.2013 in Kraft getretene Änderung der Transparenzrichtlinie89, wird die Pflicht zur Quartalsberichterstattung für börsennotierte Unternehmen abgeschafft, was Kosten verringern und zugleich dem kurzfristigen Denken an den Finanzmärkten entgegengewirken soll. Es bleibt künftig den Börsen überlassen, ob sie für die an geregelten Märkten notierten Unternehmen Quartalsberichte vorschreiben.

Hinweis

Zukünftig müssen Anleger außerdem alle Finanzierungsinstrumente melden, die den gleichen wirtschaftlichen Effekt haben wie Aktienbesitz. Bei der Berechnung der Mitteilungsschwellen für bedeutende Beteiligungen müssen der Aktienbesitz und der Besitz von Finanzinstrumenten zusammengerechnet werden. Durch die neuen Vorschriften sollen Anleger daran gehindert werden, verdeckt eine Kontrollmehrheit in einem börsennotierten Unternehmen aufzubauen („verdeckte Beteiligung[51]“).

Die Mitgliedsstaaten haben zwei Jahre Zeit für die Umsetzung in nationales Recht.

Grundzüge des Aktienrechts

Die Aktiengesellschaft als juristische Person

[44]Eine AG ist gem. § 1 Abs. 1 AktG eine Vereinigung mit eigener Rechtspersönlichkeit, d. h. eine juristische Person. Sie ist selbst Trägerin von Rechten und Pflichten; sie ist grundbuchfähig, besitzfähig, parteifähig (§ 50 ZPO), prozessfähig (§ 51 ZPO), insolvenzfähig (§§ 11 Abs. 1, 19 Abs. 1 InsO) und deliktsfähig, d. h. sie haftet für unerlaubte Handlungen ihrer Organe. Die AG ist nicht Gesellschaft i. S. d. §§ 705 ff. BGB, sondern Verein i. S. d. §§ 21 ff. BGB. Bei Fehlen aktienrechtlicher Regelungen gelten die §§ 21 ff. BGB. Praktische Relevanz hat dies insb. im Bereich der §§ 30 f. BGB (Haftung für das Handeln der Organe).

[45]Für Schulden einer AG haftet grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen (§ 1 Abs. 1 Satz 2 AktG). Die Gläubiger können sich also nur an die Gesellschaft, nicht auch an die Aktionäre halten. Gleichsam als „Gegenleistung“ unterliegen die Aktionäre strengen Regelungen bei Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung: Die Aktionäre sind verpflichtet, das Grundkapital einzuzahlen, zur Verfügung der Gläubiger zu halten und nicht dadurch deren Zugriff zu entziehen, dass Einlagen zurückgewährt werden (s. § 57 Abs. 1 Satz 1 AktG[52]).90 Hat ein Aktionär verbotene Leistungen von der Gesellschaft erhalten, ist er nach § 62 AktG zur Rückzahlung verpflichtet. Daneben kommt eine direkte Haftung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei unerlaubten Leistungen an Aktionäre in Betracht. Dem gleichen Ziel, nämlich dem Schutz von Gläubigern der Gesellschaft, dienen auch die formalen Hürden bei Kapitalherabsetzungen.91

Durchgriffshaftung

Einführung: persönliche Haftung der Aktionäre

[46]Die Ausgestaltung der AG als juristische Person gebietet es, zwischen dem Vermögen der Gesellschaft und dem Vermögen ihrer Gesellschafter streng zu trennen (Trennungsprinzip). Wer hinter einer juristischen Person steht, haftet unter normalen Umständen nicht für Schulden der juristischen Person – und umgekehrt.

[47]Nur ausnahmsweise kommt eine Haftung der Aktionäre für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Betracht, dann nämlich, wenn die Ausnutzung der rechtlichen Selbstständigkeit der juristischen Person mit dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht im Einklang steht und einen Rechtsmissbrauch bedeutet.92

[48]Der BGH lässt teilweise einen objektiven Missbrauch der Rechtsform der Gesellschaft genügen, ohne dass der Nachweis einer Missbrauchsabsicht erforderlich ist. Teilweise fordert der BGH aber auch ein subjektives Element. Danach muss zu dem objektiven Element „ein subjektiver Gesichtspunkt[53] hinzukommen, der das Verhalten des […] Gesellschafters als einen Verstoß gegen Treu und Glauben oder gegen die guten Sitten“93 kennzeichnet. Die Durchgriffshaftung setzt freilich bei keiner Fallgruppe einen Schädigungsvorsatz i. S. v. § 826 BGB voraus.

[49]Dogmatisch handelt es sich bei der Durchgriffshaftung um eine teleologische Reduktion des § 1 AktG mit der Folge, dass die Aktionäre gem. § 128 HGB (analog) persönlich haften, als hätten sie das Handelsgeschäft als OHG betrieben.94 Aufgrund der Vielfalt der Sachverhalte, bei denen ein solcher Missbrauch gegeben sein kann, lässt sich keine allgemeine Regel aufstellen, unter welchen Voraussetzungen eine Durchgriffshaftung anzunehmen ist. In der Praxis haben sich folgende Fallgruppen herauskristallisiert:

  • Vermögensvermischung,95

  • Unterkapitalisierung,96

  • Konzernverhältnisse.97

[50]Kein Bedarf für die Anwendung der Durchgriffshaftung besteht, wenn der Aktionär bereits aufgrund eines eigenständigen Verpflichtungsgrundes haftet. Verletzt der Aktionär durch sein Handeln ein Schutzgesetz i. S. v. § 823 Abs. 2 BGB oder handelte er mit dem Vorsatz, Gläubiger der AG zu benachteiligen (§ 826 BGB), z. B. bei einem existenzvernichtenden Eingriff98, ergibt sich die persönliche Haftung bereits aus der allgemeinen Deliktshaftung. In diesen Fällen stützt die Rechtsprechung ihre Entscheidung in aller Regel auf diese generellen Normen, ohne auf die Grundsätze der Durchgriffshaftung einzugehen.99[54]

[51]Ein eigenständiger Verpflichtungsgrund kann zudem in einer Bürgschaftserklärung, einem Schuldbeitritt, einer Patronatserklärung oder in einem Garantievertrag bestehen. Ferner kommt eine persönliche Haftungdes Aktionärs wegen eines Verschuldens bei Vertragsanbahnung (§§ 311 Abs. 2, 280 BGB) in Betracht, wenn der Aktionär an den Verhandlungen eines Dritten mit der AG teilnimmt und eine persönliche Gewähr für die Seriosität der AG und die Erfüllung des Vertrages übernommen hat.100 Gemäß den allgemeinen Rechtsscheinsgrundsätzen haftet ein Aktionär neben der AG persönlich, wenn er bei Dritten den Anschein persönlicher Haftung neben der AG hervorruft, z. B. indem er entgegen § 4 AktG die Firma der AG ohne die Bezeichnung „AG“ verwendet und daher demVertragspartner die auf das Vermögen der AG begrenzte Haftung nicht offenlegt.101

Vermögensvermischung

[52]Eine anerkannte Fallgruppe für den Haftungsdurchgriff auf Aktionäre ist die Vermögensvermischung.102 Dabei genügen einzelne Privatentnahmen der Gesellschafter nicht.103 Eine persönliche Haftung des Aktionärs setzt voraus, dass die Vermögensabgrenzung zwischen Gesellschafts- und Privatvermögen durch eine undurchsichtige Buchführung oder auf andere Weise verschleiert wird.

[53]Diese für die GmbH entwickelten Grundsätze können auf die AG übertragen werden.104 Im Unterschied zur GmbH ist bei der AG zwar jede Privatentnahme über die Verteilung des Bilanzgewinns hinaus gem. § 57 AktG verboten und löst einen Rückgewähranspruch gem. § 62 AktG[55] aus, der auch vom Gläubiger der AG gem. § 62 Abs. 2 AktG geltend gemacht werden kann.105 Soweit ein Rückgewähranspruch besteht, bedarf es daher keines Rückgriffs auf die Durchgriffshaftung. Anders ist die Situation aber, wenn der Anspruch gem. §§ 57, 62 AktG nicht durchsetzbar ist, weil aufgrund einer Verschleierung der Vermögensabgrenzung die Einlagenrückgewähr nicht (mehr) dargelegt werden kann.

[54]Die Durchgriffshaftung setzt voraus, dass der Aktionär für die Verschleierung verantwortlich ist, z. B. indem er auf den Vorstand entsprechend einwirkt oder indem er als Vorstand mit Aktienbesitz die Verschleierung begünstigt.106 Der einflusslose Minderheitsgesellschafter haftet dagegen nicht.

[55]In der Praxis kommt dieser Fall der Durchgriffshaftung bei der AG nur selten vor, weil (a) die meisten Aktiengesellschaften gem. § 316 HGB prüfungspflichtig sind und die strengen Prüfungspflichten einer solchen Vermögensvermischung entgegenwirken und weil (b) den Aktionären mangels Weisungsrechts häufig der nötige Einfluss auf die Geschäftsführung fehlt.

Unterkapitalisierung

[56]Eine Durchgriffshaftung kommt weiter in Betracht, wenn das Eigenkapital der AG nicht im angemessenen Verhältnis zur Geschäftstätigkeit steht (materielle Unterkapitalisierung).107 Dabei muss den Aktionären bewusst sein, dass das Eigenkapital der AG für die Geschäftstätigkeit nicht ausreicht (subjektives Element).

[57]Wegen dieses subjektiven Elements werden Fälle der materiellen Unterkapitalisierung in der Praxis meist über § 826 BGB[56] gelöst, sodass es keines Rückgriffs auf die Durchgriffshaftung bedarf. Denn vom subjektiven Element bei der Unterkapitalisierung zum Schädigungsvorsatz ist es nur ein kleiner Schritt: Für die Annahme eines Schädigungsvorsatzes i. S. v. § 826 BGB genügt es, dass der Gesellschafter die Möglichkeit einer Schädigung erkannt und sie für den Fall des Eintritts billigend in Kauf genommen hat (bedingter Vorsatz).108

[58]Vom Problem der materiellen Unterkapitalisierung zu unterscheiden sind die Fälle, bei denen der Kapitalbedarf zwar von den Aktionären gedeckt wird, z. B. durch Gesellschafterdarlehen, jedoch die Art undWeise der Kapitalausstattung rechtlich beanstandet wird (nominelle Unterkapitalisierung).109 Diese Fälle werden dadurch gelöst, dass die als Fremdkapital zugeführten Mittel in Eigenkapital umqualifiziert werden mit der Folge, dass die Aktionäre die Mittel nicht mehr ohne Weiteres abziehen können.110

Durchgriffshaftung im Konzern

[59]Grundsätzlich führt eine Abhängigkeit von Gesellschaften im Konzern nicht dazu, dass das herrschende Unternehmen für Verbindlichkeiten der abhängigen Unternehmen haften würde. Es bleibt vielmehr beim System des Einzelausgleichs gem. §§ 311 ff. AktG. Beim Abschluss eines Beherrschungsvertrages ist die herrschende Gesellschaft gem. §§ 302 f. AktG zur Verlustübernahme verpflichtet. § 322 AktG sieht für den Fall der Eingliederung im Konzern eine Durchgriffshaftung der Hauptgesellschaft vor; danach haftet die Hauptgesellschaft den Gläubigern der eingegliederten Gesellschaft neben ihr als Gesamtschuldnerin.111[57] Es handelt sich um eine gesetzlich normierte Ausnahmeregelung vom Grundsatz der Vermögenstrennung gem. § 1 Abs. 1 AktG. Die übrigen Schutz- und Ausgleichsvorschriften des Konzernrechts (§§ 291 ff. AktG) dienen zwar auch teilweise den Gläubigern der AG, haben jedoch nicht zur Folge, dass der Aktionär als Gesamtschuldner neben der AG für deren Verbindlichkeiten einstehen müsste.112

Haftung für existenzvernichtenden Eingriff

[60]Auch der „existenzvernichtende Eingriff“ wurde lange als Fallkonstellation der Durchgriffshaftung behandelt, der einem Gesellschaftsgläubiger direkte Ansprüche gegen einen Gesellschafter verschafft, der die Rechtsform der juristischen Person missbraucht. Grundlage war die BGH-Entscheidung „Bremer Vulkan“.113 Mit dem „Trihotel-Urteil“114 gab der BGH diese Einordnung des existenzvernichtenden Eingriffs auf und stuft ihn nun als Unterfall der vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung gem. § 826 BGB ein. Grundlage ist nicht mehr ein Missbrauch der Rechtsform, sondern eine sittenwidrige Schädigung. Anspruchsinhaber ist die Gesellschaft selbst, nicht mehr ihre Gläubiger (Innenhaftung). Den Gläubigern bleibt nur, die Gesellschaftsansprüche durch Pfändung und Überweisung (§§ 829, 835 ZPO) an sich zu ziehen. Die Innenhaftung der Gesellschafter besteht unter folgenden Voraussetzungen:

[61]
  • Es muss ein gezielter, betriebsfremden Zwecken dienender Eingriff in existenznotwendige Vermögenswerte115[58] oder Geschäftschancen116 der Gesellschaft durch offene oder verdeckte Entnahmen vorliegen, z. B. durch die Vereinbarung eines Geschäftsbesorgungsvertrages ohne marktgerechte Gegenleistung117, durch die Übertragung von Vermögenswerten (Patente, Betriebsgrundstücke etc.) ohne marktgerechte Gegenleistung, durch den Abzug von Finanzmitteln durch Ausschüttungen oder Entnahmen, beispielsweise im Rahmen von Cash-Pooling.118

[62]
  • Der Gesellschafter muss vorsätzlich gehandelt haben. Der gem. § 826 BGB erforderliche Vorsatz, die Gesellschaft sittenwidrig zu schädigen, ist bereits gegeben, wenn die Insolvenz voraussehbar war und der Gesellschafter dies billigend in Kauf genommen hat.119 Der Gesellschafter muss zumindest durch sein Einverständnis an dem Vermögensabzug mitgewirkt haben120, z. B. indem der Aktionär imVorstand oder bei einer Hauptversammlung für einen entsprechenden Beschluss stimmt. Die persönliche Haftung wird erstreckt auf Personen, die durch sonstige Einflussmöglichkeiten einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft zu deren Schaden ausüben können („mittelbar faktischer Gesellschafter“).121

[63]
  • Der Eingriff des Gesellschafters muss zur Folge haben, dass die Gesellschaft in Insolvenz oder Vermögenslosigkeit gerät (Kausalität).122

[64]
  • Der Eingriff muss zu einem Schaden der Gesellschaft führen (Kausalität des Eingriffs für den Schaden).123

[65]Unter diesen Voraussetzungen haften die Gesellschafter gem. § 826 BGB gegenüber der Gesellschaft – nicht direkt gegenüber den Gläubigern – im Sinne einer bloßen Innenhaftung.124[59] Dies ist neben dem Vorsatzerfordernis125 einer der wesentlichen Unterschiede zu den unter Ziff. 2.2.1 bis 2.2.4 behandelten Fällen der Durchgriffshaftung.

[66]Der Anspruch kann neben den gesellschaftsrechtlichen Ansprüchen wegen Verstoßes gegen die Kapitalerhaltungsregeln gem. §§ 30, 31 GmbHG126 bestehen (Anspruchskonkurrenz).127 Er besteht neben einer etwaigen Haftung des Vorstands nach §§ 92 Abs. 2, 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG.128

[67]Der BGH hat diese Grundsätze der Haftung für die GmbH entwickelt; sie sind jedoch nach allgemeiner Meinung auf die AG zu übertragen.129

[68]
Empfehlung:

Erkennt ein Aktionär, dass eine Maßnahme existenzbedrohlichen Charakter haben kann, sollte er in der Hauptversammlung gegen den Beschluss stimmen und seine Stimmabgabe im Protokoll dokumentieren lassen. Liegt die Maßnahme trotz der Existenzbedrohung im Interesse der AG, d. h. ist sie nicht als „sittenwidrig“ einzustufen, und will der Aktionär daher zustimmen, so ist es ratsam, das Interesse im Protokoll festzuhalten.

[69]In der Insolvenz wird der Anspruch – im Gleichlauf mit den Ansprüchen gem. §§ 30, 31 GmbHG – vom Insolvenzverwalter geltend gemacht.130 Wird im Falle der Vermögenslosigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt, können die Gesellschaftsgläubiger den Anspruch der Gesellschaft gegen den Gesellschafter pfänden und sich überweisen lassen.131

[70](Rn. 70 unbesetzt)

Die Aktie

Aktienarten

[60]

[71]Aktien werden unterschieden

  • nach der Art der Aufteilung des Grundkapitals: Nennbetrags- oder Stückaktien;

  • nach der Art der Inhaberschaft: Inhaber- oder Namensaktien;

  • nach der Aktiengattung, d. h. der Art des verbrieften Rechts: Stamm- oder Vorzugsaktien.

Nennbetrags- und Stückaktien

[72]Nennbetragsaktien lauten auf einen ziffernmäßig festgelegten Betrag, z. B. auf 50 EUR (§ 6 AktG). Dieser Betrag entspricht der vom Aktionär geleisteten oder noch zu leistenden Einlage. Der Anteil am Grundkapital ergibt sich in diesem Fall aus dem Verhältnis des Nennbetrages einer Aktie zum Nennbetrag des Grundkapitals (§§ 8 Abs. 4, 1 Abs. 2 AktG). Damit entspricht das Konzept der Nennbetragsaktien demjenigen derGeschäftsanteile an einer GmbH. Der Mindestnennbetrag je Aktie liegt bei einem Euro.

[73]Werden Aktien zu einem höheren Preis als dem Nennbetrag ausgegeben, spricht man von Überpari-Emission (§ 9 Abs. 2 AktG). Der überschießende Betrag wird als „Agio“ bezeichnet.

[74]Die Änderung der Nennbeträge bedarf einer Satzungsänderung; das Grundkapital kann herabgesetzt werden, indem die Nennbeträge reduziert werden (§ 222 Abs. 4 AktG).

[75]Erst seit 1998 gibt es neben Nennbetragsaktien auch nennwertlose Stückaktien. Jede Stückaktie repräsentiert einen gleichen Bruchteil am Grundkapital (§ 8 Abs. 3 AktG). Die geschuldete Einlage der Aktionäre ergibt sich aus dem Grundkapital, geteilt durch die Anzahl der Stückaktien. Die Anzahl der Stückaktien ist frei; nur muss auf jede Stückaktie rechnerisch mindestens ein Euro entfallen.[61]

[76]Wird bei Stückaktien das Grundkapital erhöht, ohne dass neue Aktien ausgegeben werden, führt das zu einer automatischen Erhöhung des auf jede Stückaktie entfallenden Betrages. Entsprechendes gilt umgekehrt bei einer Kapitalherabsetzung.

[77]In der Praxis hat sich die Stückaktie weitgehend durchgesetzt. Bei börsennotierten Aktiengesellschaften findet man heute fast ausschließlich Stückaktien. Die Umstellung von Nennbetrags- auf Stückaktien und umgekehrt erfolgt im Wege einer Satzungsänderung.

Inhaber- oder Namensaktien

[78]Bei Inhaberaktien muss der Aktionär sich durch Vorlage der Urkunde oder einer die Inhaberschaft bestätigenden Bankbescheinigung als Aktionär legitimieren. Eine Inhaberaktie bekundet, dass der Inhaber der Urkunde mit einem bestimmten Betrag oder Bruchteil als Aktionär an der Gesellschaft beteiligt ist. Der Besitz der Urkunde begründet gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten die widerlegliche Vermutung, dass der Besitzer auch Inhaber des materiellen Mitgliedschaftsrechts ist (§§ 793 Abs. 1, 1006 Abs. 1 Satz 1 BGB). Inhaberaktien können gutgläubig erworben werden (§§ 935, 936 BGB), und zwar selbst dann, wenn die Inhaberaktie gestohlen worden oder sonst abhanden gekommen ist.

Der Referentenentwurf des BMJ zur Aktienrechtsnovelle 2011 sah ursprünglich vor, dass Inhaberaktien nur noch bei börsennotierten Aktiengesellschaften zulässig sind. Nichtbörsennotierte Aktiengesellschaften sollten hingegen keine Inhaberaktien mehr ausgeben dürfen, sondern nur noch Namensaktien. Dies wurde jedoch im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens fallen gelassen. Das vom Bundestag am 27.6.2013 anstelle der Aktienrechtsnovelle beschlossene VorstKoG enthält u. a. die Änderung, dass das Wahlrecht der nicht börsennotierten Gesellschaft zwischen Namens- und Inhaberaktien bestehen bleibt. Allerdings soll die Ausgabe von Inhaberaktien in diesem Fall an den Ausschluss des Einzelverbriefungsanspruchs geknüpft und die Hinterlegung der Sammelurkunde bei einer Wertpapiersammelbank zur Pflicht gemacht werden.132[62]

[79]Bei Namensaktien ist eine bestimmte, namentlich bezeichnete Person an der AG beteiligt. Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Nur der Eingetragene kann mitgliedschaftliche Rechte ausüben (§ 67 Abs. 2 AktG). Die Löschung des ehemaligen Aktionärs und die Eintragung des neuen Aktionärs erfolgen „auf Mitteilung und Nachweis“ (§ 67 Abs. 3 AktG) i. d. R. durch den Erwerber.

Beispiel für ein Aktienregister:

Muster I, 1

[80]Für die Übertragung der Aktien ist die Eintragung im Aktienregister indes weder erforderlich noch ausreichend: Die Übertragung erfolgt außerhalb des Aktienregisters, und eine Eintragung im Aktienregister führt nicht zur Heilung von Übertragungsmängeln.133 Das Aktienregister ist nicht-öffentlich. Ein Aktionär ist nur berechtigt, die über ihn selbst geführten Informationen abzurufen, nicht auch Informationen über andere Aktionäre.134 Die Gesellschaft darf die im Aktienregister gespeicherten Informationen für eigene Zwecke nutzen (insb. Investor-Relations-Maßnahmen, aber auch Produktwerbung); sie darf die Daten jedoch nicht an Adressenhändler verkaufen oder sonstigen Dritten für Werbemaßnahmen überlassen (§ 67 Abs. 6 AktG[63]).135

[81]Vor allem bei nicht börsennotierten Gesellschaften mit überschaubarem Aktionärskreis ist die Sonderform der „vinkulierten Namensaktie“ verbreitet, bei der die Übertragung durch die Satzung von der Zustimmung der Gesellschaft (zu erklären durch den Vorstand), des Aufsichtsrats oder der Hauptversammlung abhängig gemacht wird (§ 68 Abs. 2 AktG).136 Bei Inhaberaktien sind solche Einschränkungen unzulässig.

Aktiengattungen: Stamm- oder Vorzugsaktien

[82]Aktien mit gleichen Rechten und Pflichten bilden gem. § 11 Satz 2 AktG eine Gattung. In der Satzung müssen die Gattung und die Zahl der Aktien je Gattung bestimmt werden (§ 23 Abs. 3 Nr. 4 AktG). Die häufigste Form von Aktiengattungen sind die (meist stimmrechtslosen) Vorzugsaktien auf der einen und die Stammaktien auf der anderen Seite. Denkbar sind aber auch andere Aktiengattungen, insb. Gruppen von Aktien, bei denen bestimmte Nebenverpflichtungen bestehen (§ 55 AktG).

[83]Stammaktien geben ihrem Inhaber das Stimm- und Dividendenrecht entsprechend seinem Anteil am Grundkapital (§ 12 Abs. 1 Satz 1 AktG).

[84]Vorzugsaktien sind demgegenüber Aktien, die in irgendeiner Weise mit einem Vorrecht ausgestattet sind. Sie können (müssen aber nicht) stimmrechtslos sein; in der Regel besteht der Zweck der Ausgabe von Vorzugsaktien gerade darin, die Stimmrechte auszuschließen und dadurch bestimmte Mehrheitsverhältnisse zu erzielen.[64]

[85]Der Vorzug besteht meist in einer garantierten und/oder höheren Dividende.137 Die Höhe des Vorzugs ist irrelevant. Stimmrechtslose Vorzugsaktien sind also auch dann möglich, wenn sie einen Vorzug von nur 0,01 EUR je Aktie gewähren. Denkbar ist aber auch, einen bestimmtenBetrag oder einen bestimmten Prozentsatz zu definieren, der auf die Vorzugsaktien zu verteilen ist.

[86]
Formulierungsbeispiel:

(1) Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden Gewinnvorzug gem. Absatz (2) dieser Satzung ausgestattet.

(2) Die Hauptversammlung beschließt über die Verwendung des sich aus dem festgestellten Jahresabschluss ergebenden Bilanzgewinns nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen.

a) Aus dem Bilanzgewinn erhalten zunächst die Vorzugsaktionäre einen Gewinnanteil von 1 Cent je Vorzugsaktie. Reicht der Bilanzgewinn nicht aus zur Zahlung des Vorzugsbetrages, so ist aus dem Bilanzgewinn des nächsten Jahres zunächst der Rückstand ohne Zinsen nachzuzahlen und sodann der volle Vorzugsbetrag dieses Jahres auf die Vorzugsaktien zu verteilen. Bei rückständigen Vorzugsbeträgen mehrerer Jahre sind aus dem Bilanzgewinn zunächst die Rückstände in der Reihenfolge ihrer Entstehung und sodann der Vorzugsbetrag dieses Jahres auszuzahlen.

b) Aus dem nach der Verteilung gem. Abs. a) verbleibenden Bilanzgewinn erhalten die Stammaktionäre einen Gewinnanteil von bis zu 1 Cent je Stammaktie.[65]

c) Der nach der Verteilung gem. Abs. a) und b) verbleibende Bilanzgewinn wird auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre gleichmäßig nach der Zahl der Aktien verteilt, soweit nicht die Hauptversammlung eine andere Verwendung dieses Teils des Bilanzgewinns beschließt. Bei der Verteilung des verbleibenden Bilanzgewinns sind Stamm- und Vorzugsaktionäre stets gleich zu behandeln.

[87]Stimmrechtslose Vorzugsaktien dürfen nur bis zur Hälfte des Grundkapitals ausgegeben werden. Die Aufhebung oder Beschränkung des Vorzugs bedarf der Zustimmung der Vorzugsaktionäre durch einen Sonderbeschluss (§ 140 Abs. 2 AktG).

Bislang müssen Vorzugsaktien mit einem Anspruch auf Nachzahlung ausgebliebener Dividenden ausgestattet sein, § 139 Abs. 1 AktG. Das VorstKoG (ehemals Aktienrechtsnovelle 2012) möchte es zur Erleichterung der Refinanzierung (vor allem von Finanzinstituten) den Gesellschaften ermöglichen, diese Pflicht zur Nachzahlung per Satzung abzuschaffen.138 Für bestehende Vorzugsaktien soll es allerdings bei einem Nachzahlungsanspruch bleiben.139

Verbriefung in einer Urkunde

[88]Jedem Aktionär steht grundsätzlich das Recht auf Verbriefung seiner Mitgliedschaft zu. § 10 Abs. 5 AktG gestattet es allerdings, dass der Anspruch auf Verbriefung in der Satzung eingeschränkt oder ausgeschlossen wird. In der Praxis ist dies zum Regelfall geworden. Denkbar sind folgende Möglichkeiten:

  • Es wird eine Globalurkunde vorgesehen.

  • Es werden Mehrfachurkunden[66] ausgestellt, also etwa für 1000 Aktien eine Urkunde.

  • Die Verbriefung wird davon abhängig gemacht, dass der Aktionär die damit verbundenen Kosten trägt.

  • Die Verbriefung wird bei Aktien mit geringen Nennbeträgen ausgeschlossen.

[89]Das VorstKoG (ehemals Aktienrechtsnovelle 2012) sieht allerdings vor, dass Inhaberaktien bei nicht börsennotierten Gesellschaften nur zulässig sind, wenn der Anspruch auf Einzelverbriefung ausgeschlossen wird. Die Sammelurkunde muss in diesem Fall bei einer Wertpapiersammelbank hinterlegt werden.140

Aktienurkunden dürfen gem. § 41 Abs. 4 AktG erst ausgegeben werden, wenn die Gesellschaft im Handelsregister eingetragen ist; zuvor ausgegebene Aktien sind nichtig.

[90]Aktienurkunden müssen folgende Angaben enthalten:

  • den Nennbetrag bzw. die Zahl der Aktien bei Stückaktien;

  • den Hinweis darauf, ob es sich um Inhaber- oder um Namensaktien handelt;

  • bei Namensaktien: den Namen des Berechtigten;

  • bei Inhaberaktien: die Seriennummer;

  • den Betrag der Teilleistung, wenn die Aktie vor der vollen Leistung des Ausgabebetrages ausgegeben wird;

  • die Aktiengattung, falls Aktien mehrerer Gattungen ausgegeben werden;

  • den Aussteller, also den Namen der Gesellschaft;

  • das Ausstellungsdatum;

  • die Unterschrift des Vorstands in vertretungsberechtigter Zahl.

[91]Abhanden gekommene oder vernichtete Aktienurkunden können gem. § 72 AktG im Aufgebotsverfahren (§§ 433 ff. FamFG, insb. §§ 466 ff. FamFG) durch Ausschließungsbeschluss für kraftlos erklärt werden. Nach § 73 AktG kann die Gesellschaft selbst mit Genehmigung des Gerichts Aktien für kraftlos erklären, wenn der Inhalt der Aktienurkunde durch Veränderung der rechtlichen Verhältnisse unrichtig geworden ist (z. B. bei Änderung von Inhaberaktien in Namensaktien) und die Aktie trotz Aufforderung nicht zur Berichtigung oder zum Umtausch vorgelegt wird. Beruht die Unrichtigkeit auf einer Änderung des Nennbetrags der Aktien, so können sie nur für kraftlos erklärt werden, wenn der Nennbetrag zur Herabsetzung des Grundkapitals herabgesetzt ist.[67]

[92]Anstelle beschädigter oder verunstalteter Aktien oder Zwischenscheine können neue Urkunden gegen Rückgabe der Aktien ausgegeben werden. Die Kosten dafür hat der Aktionär zu tragen (§ 74 AktG).

Übertragung von Aktien

Wertpapierrechtliche Aspekte

[93]Eine Aktie ist ein Wertpapier, das ein Mitgliedschaftsrecht verbrieft. Im Gegensatz dazu verbrieft eine Obligation nur eine Forderung gegen die Gesellschaft. Wer eine Aktie hat, ist Gesellschafter, wer eine Obligation hat, ist Gläubiger der AG.

[94]Die Inhaberaktie ist ein Inhaberpapier (§ 793 BGB). Der Inhaber der Urkunde gilt bis zum Nachweis des Gegenteils als Berechtigter. Damit einher geht die freie Übertragbarkeit, die sich sachenrechtlich durch Übereignung der Urkunde vollzieht („Das Recht aus dem Papier folgt dem Recht am Papier“). Daneben ist die Abtretung des Rechts möglich.

[95]Die Namensaktie ist ein Orderpapier. Als Berechtigter gilt bis zum Beweis des Gegenteils der in der Urkunde als Inhaber Bezeichnete (außer gegenüber der Gesellschaft, der gegenüber nur der im Aktienregister Eingetragene als Inhaber gilt, § 67 AktG[68]). Übertragen wird die Aktie durch Indossament (also auf der Urkunde angebrachte Übertragungserklärung) und Übereignung der Urkunde (gem. §§ 929 ff. BGB)141 oder durch Abtretung. Die Eintragung im Aktienregister ist in keinem Fall Übertragungsvoraussetzung.

Verkauf und Übertragung von Aktien

[96]In der Praxis vollziehen sich Übertragungen sowohl von Inhaberaktien wie von Namensaktien meist ohne Übergabe von Wertpapieren nach den Bestimmungen des Depotgesetzes oder des Effektengiroverkehrs.142

[97]Daneben können die durch die Aktie verkörperten Mitgliedschaftsrechte nach §§ 398, 413 BGB wie Forderungen abgetreten werden – bei fehlenden Aktienurkunden ist dies die einzige Möglichkeit der Übertragung.

Beispiel für Aktienverkauf und -übertragung:

Muster I, 2.1 und 2.2

[98]Bei der Übertragung von Namensaktien ist der Veräußerer aus dem Aktienregister zu löschen und der Erwerber in das Aktienregister einzutragen (§ 7 Abs. 3 AktG). Das Register wird aufgrund einer entsprechenden Mitteilung von Veräußerer oder Erwerber geändert. Die Mitteilung kann formlos (auch in elektronischer Form) erfolgen; allerdings muss der Mitteilung ein Nachweis über den Rechtsübergang beigefügt werden, beispielsweise eine schriftliche Abtretungserklärung, Erbschein oder Indossamentenkette.

Beispiel für die Mitteilung einer Aktienübertragung:

Muster I, 3

Vinkulierte Namensaktien

[99]Aktien sind grundsätzlich frei übertragbar. Davon ausgenommen sind vinkulierte Namensaktien, die gem. § 68 Abs. 2 AktG[69] – aufgrund einer entsprechenden Satzungsregelung – nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden können. Ziel ist in erster Linie der Schutz vor Überfremdung (vor familienfremdem Einfluss oder vor einem Aufkauf von Aktien durch Wettbewerber), eine Fixierung der Beteiligungsverhältnisse (etwa Verhinderung der Mehrheitsposition eines Mitaktionärs) und Kontrolle des Aktionärskreises (etwa aufgrund von berufsrechtlichen Beschränkungen bei Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern).

[100]Die Vinkulierung bezieht sich nur auf die dingliche Übertragung (nicht auch auf das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft)143 und nur auf die rechtsgeschäftliche Übertragung144 von Aktien; sie wirkt nicht in Fällen von Gesamtrechtsnachfolge (etwa bei Verschmelzungen und im Erbfall, wohl aber bei der Erfüllung von Vermächtnissen). Sie greift auch nicht, wenn eine Gesellschaft als Aktionärin beteiligt ist und sich deren Gesellschafterbestand ändert. Der Übertragung steht die Verpfändung oder die Bestellung eines Nießbrauchs an der Aktie gleich, d. h. auch diese Verfügungen bedürfen bei vinkulierten Namensaktien der Zustimmung.145

[101]Zuständig für die Erteilung der Zustimmung ist der Vorstand (§ 68 Abs. 2 Satz 2 AktG). Er entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen unter Beachtung des Gleichbehandlungsgebots.146 Bei seiner Ermessensausübung hat sich der Vorstand in erster Linie am Interesse der Gesellschaft zu orientieren, darf dabei aber auch die berechtigten Interessen des betroffenen Aktionärs nicht außer Acht lassen.147[70] Die Interessen des Erwerbers sind irrelevant – es sei denn, er ist bereits Aktionär der Gesellschaft.148 Solange die Zustimmung weder erteilt noch verweigert wurde, ist die Übertragung von vinkulierten Aktien schwebend unwirksam.149 Das zugrunde liegende Verpflichtungsgeschäft bleibt allerdingswirksam; bei einem Kaufvertrag kommen Gewährleistungsansprüche (insb. Schadensersatz) des Käufers in Betracht.

[102]Die Satzung kann auch nähere Regelungen über die Vinkulierung vorsehen, etwa

  • Regelungen, wonach bestimmte Übertragungen keiner Zustimmung bedürfen (etwa innerhalb eines Familienstamms);

  • Regelungen, wonach nicht der Vorstand, sondern der Aufsichtsrat oder die Hauptversammlung für die Erteilung der Zustimmung zuständig sind;

  • Regelungen darüber, aus welchen Gründen die Zustimmung verweigert werden darf (etwa Familienfremdheit, Tätigkeit in Konkurrenzunternehmen, Ausländereigenschaft (!))

Mit Ausnahme der Vinkulierung von Namensaktien sind Satzungsbestimmungen, die die Handelbarkeit von Aktien einschränken, unzulässig.150 Vorkaufs- und sonstige Erwerbsrechte können daher nicht durch Satzungsregelung begründet werden.151 Zulässig und üblich ist dagegen die Vereinbarung von Vorkaufsrechten oder Andienungs- und Übertragungspflichten in einer von den Aktionären separat abzuschließenden schuldrechtlichen Nebenvereinbarung.152

Beispiel für Aktienverkauf und -übertragung bei vinkulierten Namensaktien:
[71]

Muster I, 2.2

Grundsatz der Satzungsstrenge

[103]Einen wesentlichen Unterschied zum Recht der GmbH und der Personengesellschaften enthält § 23 Abs. 5 AktG. Danach kann die Satzung von den Vorschriften des AktG nur abweichen, wenn dies ausdrücklich zugelassen ist. Gesetzliche Regelungen ergänzende Bestimmungen sind danach grundsätzlich zulässig, allerdings auch nur, wenn die gesetzlichen Regelungen nicht abschließend sind.

[104]Beispiele für die ausdrückliche gesetzliche Zulassung abweichender Regelungen sind die Mehrheiten bei Satzungsänderungen (§ 179 Abs. 2 Satz 2 und 3 AktG), die Zuständigkeit des Vorstands und Aufsichtsrats bei der Bildung von Rücklagen (§ 58 Abs. 2 AktG) und die Zuständigkeit des Aufsichtsrats oder der Hauptversammlung (anstelle des Vorstands) beider für die Übertragung vinkulierter Aktien erforderlichen Genehmigung (§ 68 Abs. 2 Satz 3 AktG).153 Eine (in der Praxis oft gewünschte und im GmbH-Recht zulässige) Satzungsbestimmung, wonach Hauptversammlungsbeschlüsse auch im Umlaufverfahren gefasst werden könnten, wäre hingegen unwirksam, weil nach § 118 Abs. 1 AktG die Aktionäre ihre Rechte in Versammlungen ausüben und das Gesetz eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren nicht ausdrücklich zulässt.

[105]Das bekannteste Beispiel für eine zulässige ergänzende Satzungsregelung ist die Bestimmung, dass der Vorstand einen – im Gesetz nicht vorgesehenen – Vorsitzenden oder Sprecher hat.154 Als Beispiel für eine ergänzende Bestimmung, die wegen abschließender gesetzlicher Regelung nicht zulässig wäre, könnte man die Schaffung anderer als der in § 241 AktG[72] aufgeführten Nichtigkeitsgründe für Hauptversammlungsbeschlüsse nennen. Auch der Grundsatz der freien Übertragbarkeit von Aktien kann mit Ausnahme der Vinkulierung von Namensaktien nicht durch ergänzende Satzungsregelungen wie z. B. Vorkaufsrechte oder Übertragungspflichten eingeschränkt werden.155

„Große“ und „kleine“ Aktiengesellschaft

Einführung

[106]Das Aktienrecht orientierte sich über lange Zeit hinweg am Vorbild der großen Publikumsgesellschaften. Bis zum Internet-Hype Ende der 1990er Jahre war die AG die typische Rechtsform für Großunternehmen, die ihren Kapitalbedarf über den Kapitalmarkt decken wollen. Erst 1994 trat das „Gesetz für kleine Aktiengesellschaften und zur Deregulierung des Aktienrechts“ in Kraft, das darauf zielte, die Rechtsform der AG auch für den Mittelstand und für Familiengesellschaften zu öffnen und damit diesen Gesellschaften den Zugang zum Kapitalmarkt zu ermöglichen.

[107]Durch die Reform wurde keine neue Gesellschaftsform geschaffen; der Gesetzgeber hat lediglich für Aktiengesellschaften mit überschaubarem Gesellschafterkreis gewisse formale Erleichterungen ermöglicht. Tatsächlich hat sich in den Folgejahren die AG zu einer Alternative zur GmbH entwickelt, zum einen für Unternehmen, die mittelfristig einen Gang an die Börse erwägen, zum anderen aber auch für Familiengesellschaften mit einem größer werdenden Gesellschafterkreis.156[73]

[108]Teilweise knüpfen die vorgesehenen Vereinfachungen und Erleichterungen an die fehlende Börsenzulassung an, teilweise an den überschaubaren Aktionärskreis.157 Zusätzliche Erleichterungen für kleine Aktiengesellschaften brachte das MicroBilG.158

Besonderheiten bei nicht börsennotierten Gesellschaften

[109]Bei nicht börsennotierten Gesellschaften159 gelten insb. folgende Sonderregelungen:

  • Die Satzung kann ein Auskunftsrecht der Aktionäre in Bezug auf das Aktienregister erweitern (§ 67 Abs. 6 Satz 2 AktG).

  • Der Aufsichtsrat muss bei börsennotierten Gesellschaften zweimal, sonst nur einmal im Kalenderhalbjahr zusammentreten (§ 110 Abs. 3 AktG).

  • Auf notarielle Beurkundung von Hauptversammlungsbeschlüssen wird außer bei Grundlagenbeschlüssen verzichtet (§ 130 Abs. 1 AktG).

  • Höchststimmrechte sind zulässig (§ 134 Abs. 1 AktG).

  • Die Anforderungen an den Inhalt der Einberufung von Hauptversammlungen sind geringer als bei börsennotierten Gesellschaften, insb. kann auf die Angabe des Record Date, des Verfahrens der Stimmabgabe bei Bevollmächtigung, auf Auskunfts- und Antragsrechte der Aktionäre verzichtet werden.160

  • Nur börsennotierte Gesellschaften müssen mindestens einen Weg elektronischer Kommunikation für den Vertretungsnachweis anbieten (§ 134 Abs. 3 Satz 4 AktG).

  • Nicht börsennotierte Aktiengesellschaften sind von den neuen Veröffentlichungspflichten des § 124a AktG befreit.

  • Nur börsennotierte Gesellschaften müssen die Abstimmungsergebnisse der Hauptversammlung auf ihrer Website im Internet veröffentlichen (§ 130 Abs. 6 AktG[74]).

  • Bei Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bestehen reduzierte Mitteilungspflichten (§ 125 Abs. 1 Satz 3 AktG).

  • Es besteht keine Verpflichtung, in den Gesellschaftsblättern über ein Klagezulassungsverfahren zu informieren (§§ 148, 149 Abs. 1 AktG).

  • Der Corporate Governance Kodex stellt bei nicht börsennotierten Gesellschaften nur eine Empfehlung dar; eine Erklärung, ob die Gesellschaft den Empfehlungen folgt oder nicht und ggf. warum nicht, muss von Vorstand und Aufsichtsrat nur bei börsennotierten Gesellschaften abgegeben werden (§ 161 Abs. 1 AktG).161

Aktiengesellschaften mit überschaubarem Aktionärskreis

[110]Unabhängig von der Börsennotierung gibt es Erleichterungen für Aktiengesellschaften mit überschaubarem Aktionärskreis:

  • die Möglichkeit, die Hauptversammlung durch eingeschriebenen Brief einzuberufen oder in der Satzung noch weniger strenge Einberufungsformalien vorzusehen (§§ 121 Abs. 4, 124 Abs. 1 AktG);

  • die Möglichkeit des bei der individuellen Einladung zur Hauptversammlung übergangenen Aktionärs, einen Beschluss zu genehmigen (§ 242 Abs. 2 Satz 4 AktG);

  • die Befreiung von Einberufungsformalien bei Hauptversammlungen, in denen alle Aktionäre anwesend oder vertreten sind (§ 121 Abs. 6 AktG).

Attraktivität der Rechtsform der Aktiengesellschaft

[111]Durch die 1994 eingeführten Erleichterungen für „kleine Aktiengesellschaften“ hat die Rechtsform der AG an Bedeutung gewonnen. Sie bietet insb. gegenüber der GmbH einige Vorteile:[75]

  • Die Rechtsform der AG vermittelt einen Eindruck von Professionalität und Seriosität.

  • Aufgrund der Möglichkeit eines Börsenganges ist die Eigenkapitalfinanzierung durch kurzfristige Kapitalerhöhungen erleichtert. Dadurch wird die Abhängigkeit von Bankkrediten verringert.

  • Die Rechtsform der AG ermöglicht es Familienunternehmen, dem Vorstand eine starke, vom Einfluss der Aktionäre auf das Tagesgeschäft freie Führungsposition einzuräumen.

  • Gesellschaftsanteile (Aktien) sind leichter zu übertragen als GmbH-Anteile; die Übertragung bedarf keiner notariellen Beurkundung.

  • Mitarbeiter können leichter als bei der GmbH mit Belegschaftsaktien beteiligt werden.

[112]Dem stehen folgende Nachteile gegenüber:

  • Bei der Gründung einer AG ist ein Grundkapital von 50.000 EUR (gegenüber 25.000 EUR bei der GmbH) erforderlich.

  • Der organisatorische Aufwand ist höher als bei der GmbH, da drei Gremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) nebeneinander arbeiten.

  • Bei der AG besteht ein geringer Gestaltungsspielraum, da der Anteil des zwingenden Rechts sehr hoch ist („Satzungsstrenge“, § 23 Abs. 5 AktG).

Europäische Aktiengesellschaft (SE)

Einleitung

[113]Eine besondere Ausprägung der AG stellt die Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) dar, die seit 2004 zur Verfügung steht.162 Sie ist eine Rechtsform europäischen Rechts und hat ihre Grundlage in der Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE-Verordnung)163 und der Richtlinie zur Ergänzung des Statuts der Europäischen Gesellschaft hinsichtlich der Beteiligung der Arbeitnehmer (SE-Richtlinie)164[76]. Die deutschen Umsetzungsgesetze, das Ausführungsgesetz zur SE-VO (SEAG) und das nationale Gesetz zur Umsetzung derRichtlinie (SE-Beteiligungsgesetz, SEBG) sind am 29.12.2004 in Kraft getreten.

[114]Die SE ist eine AG; soweit es keine besonderen Regelungen gibt, findet das Aktiengesetz Anwendung, vorausgesetzt, die SE hat ihren Satzungssitz in Deutschland. Bei einer SE mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder des EWR gilt ergänzend das dort jeweils anwendbare Aktienrecht – mit der Folge, dass es nicht in ganz Europa eine einheitliche Rechtsform der SE gibt, sondern 28 jeweils unterschiedliche nationale Ausprägungen.

Beispiel für die Satzung einer SE mit Sitz in Deutschland:

Muster I, 4.1 (SE mit dualistischer Struktur) und 4.2 (SE mit monistischer Struktur)

[115]Jede SE unterliegt einer Vielzahl unterschiedlicher Rechtsquellen, die in folgendem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen:

  • zwingende Bestimmungen der SE-Verordnung;

  • Satzungsbestimmungen, die von der SE-VO ausdrücklich zugelassen werden;

  • nicht zwingende Bestimmungen der SE-VO;

  • SE-Ausführungsgesetz;

  • zwingendes nationales Aktien- und Umwandlungsrecht;

  • Satzungsbestimmungen;

  • nicht zwingendes nationales Aktienrecht.

Gründung einer SE

Gründungsarten

[116]Eine SE kann nicht wie eine GmbH oder eine AG aus dem Nichts von natürlichen Personen gegründet werden. Es gibt vielmehr einen abschließenden Katalog von zugelassenen Gründungsarten:

  • Verschmelzung[77] von Aktiengesellschaften aus verschiedenen EU/EWR-Staaten,165 und zwar entweder durch Aufnahme (d. h. eine der beiden beteiligten Aktiengesellschaften wird zur SE) oder durch Neugründung einer Gesellschaft;

  • Gründung einer SE als gemeinsame Holding-Gesellschaft durch GmbH oder Aktiengesellschaften aus mindestens zwei unterschiedlichen EU/EWR-Staaten166: die SE fungiert dann als Muttergesellschaft der beteiligten Gründungsunternehmen;

  • Gründung einer SE als gemeinsame Tochtergesellschaft durch Gesellschaften (gleich welcher Rechtsform) aus mindestens zwei unterschiedlichen EU/EWR-Staaten;167

  • Gründung einer Tochter-SE durch eine bereits existierende SE;168

  • Rechtsformwechsel einer AG mit ausländischer Tochtergesellschaft, wobei die Tochtergesellschaft im EU/EWR-Ausland bei der Umwandlung in die SE bereits seit mindestens zwei Jahren bestanden haben muss;169

  • Aktivierung einer Vorrats-SE.170

Gründungsschritte beim Rechtsformwechsel

[117]Die im mittelständischen Bereich praktisch relevanteste Gründungsform ist der Rechtsformwechsel, der in folgenden Schritten vonstatten geht:

[118]Zunächst muss die deutsche Gesellschaft als AG organisiert sein; ist sie bisher GmbH oder GmbH & Co. KG, muss zuvor ein Rechtsformwechsel in die AG erfolgen. Dieser Rechtsformwechsel ist nach Umwandlungsrecht steuerneutral; er kann in einem Schritt mit dem Wechsel in die SE vollzogen werden. Der Vorstand der Gesellschaft muss einen Umwandlungsplan erstellen.171 Dabei genügt einfache Schriftform.172 Der Umwandlungsplan muss analog § 194 UmwG[78] Folgendes enthalten:

  • Firma und Sitz der Gesellschaft;

  • Zahl, Art und Umfang der Aktien;

  • Behandlung von Aktionären mit Sonderrechten, z. B. stimmrechtslosen Vorzugsaktien;

  • Satzung der SE mit Regelungen über das Grundkapital von mindestens 120.000 EUR sowie über die Organisationsstruktur: dualistisch oder monistisch;

  • Angaben zum Arbeitnehmerbeteiligungsverfahren; sonstige Folgen des Formwechsels für die Arbeitnehmer.

  • Darüber hinaus ist inzwischen – entgegen den Intentionen des Gesetzgebers – die „Gründung“ einer SE durch Erwerb einer Vorrats-SE verbreitet.173

[119]Der Umwandlungsplan muss spätestens einen Monat vor dem Tag der Hauptversammlung, die den Formwechsel beschließen soll, offengelegt und dem zuständigen Betriebsrat der Gesellschaft zugeleitet werden.

[120]Der Vorstand der Gesellschaft muss in Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der SE eintreten.174 Eine Minderung der Mitbestimmung im Zusammenhang mit der Umwandlung ist nicht möglich;175 wird nichts anderes vereinbart, gelten die bisherigen Mitbestimmungsregelungen weiter.176

[121]Der Vorstand muss einen Umwandlungsbericht erstellen, in dem der Formwechsel und seine Auswirkungen rechtlich und wirtschaftlich erläutert und begründet werden; auf diesen Bericht können die Aktionäre allerdings verzichten.177

[122]Ein externer Sachverständiger muss bestätigen, dass das Vermögen der Gesellschaft nach Abzug der Verbindlichkeiten mindestens dem vorgesehenen Grundkapital entspricht.178[79] Eine darüber hinausgehende Umwandlungsprüfung ist nicht vorgesehen.

[123]Die Hauptversammlung muss dem Umwandlungsplan in notarieller Form zustimmen und dabei die neue Satzung genehmigen.179

[124]Schließlich bedarf es der Anmeldung zum Handelsregister180 sowie einer nationalen und europaweiten Bekanntmachung im Bundesanzeiger181 und im Amtsblatt der EU.182

[125]Damit ist die Umwandlung einer deutschen AG in eine SE nicht wesentlich komplizierter und langwieriger als die Umwandlung einer GmbH in eine AG; im Gegenteil: Die SE ist aufgrund ihrer starken Prägung durch nationale Vorschriften einer AG ähnlicher als eine GmbH. Steuerlich wirkt sich die Umwandlung nicht aus, weil sich an der Identität des Steuersubjekts nichts ändert und eine Vermögensübertragung nicht stattfindet.

Führungsstruktur

Überblick

[126]Artikel 38 SE-VO räumt für die SE das Wahlrecht ein, die Gesellschaft nach dem Vorbild der deutschen AG mit einem Aufsichtsorgan und einem Leitungsorgan (dualistisches System) oder nach dem Vorbild des anglo-amerikanischen Board-Systems mit nur einem Verwaltungsorgan („Verwaltungsrat“) auszustatten (monistisches System). Die Wahl zwischen monistischer und dualistischer Struktur wird von den „Gründern“ der SE getroffen und in der Gründungssatzung manifestiert. Die gewählte Leitungsstruktur kann später jederzeit durch eine einfache Satzungsänderung revidiert werden.

Dualistisches System

[127]Die Struktur einer SE mit dualistischem System entspricht im Wesentlichen der Struktur einer deutschen AG. Besonderheiten ergeben sich aber daraus, dass das Mitbestimmungsgesetz und das Montan-Mitbestimmungsgesetz keine Anwendung finden.183[80] Dies erlaubt es insb., die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder überschaubar zu halten.184 Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Bestellung erfolgt für einen in der Satzung festgelegten Zeitraum, der sechs Jahre (und nicht nur fünf Jahre wie bei der AG) nicht überschreiten darf.185 Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats werden für einen in der Satzung der SE festgelegten Zeitraum bestellt, der sechs Jahre nicht überschreiten darf.186 Bei einer SE sind also grundsätzlich längere Amtsperioden zulässig als bei einer AG.

[128]Ebenso wie die Satzung einer AG muss auch bei der SE in der Satzung festgelegt werden, welche Arten von Geschäften der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.187 Ohne eine entsprechende Satzungsregelung würde ein Eintragungshindernis bestehen. Anders als bei der AG kann die Hauptversammlung einer SE eine nicht erteilte Zustimmung des Aufsichtsrats nicht durch einen Beschluss der Hauptversammlung ersetzen.

Monistisches System

[129]Bei der monistischen Verfassung ist der Verwaltungsrat mit im Regelfall drei Mitgliedern188 das einzige Leitungsorgan der SE: Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch die Hauptversammlung bestellt. Entsendungsrechte einzelner Aktionäre sind – in den Grenzen von § 101 Abs. 2 AktG – möglich.189 Für die tägliche Geschäftsführung muss mindestens ein geschäftsführender Direktor bestellt werden, der die SE auch nach außen vertritt.190[81] Dieser kann zugleich Mitglied des Verwaltungsrats oder aber ein externer Dritter sein.191

[130]Anders als der Aufsichtsrat einer AG ist der Verwaltungsrat einer SE nicht auf Überwachungs- und Zustimmungsrechte beschränkt. Der Verwaltungsrat besitzt vielmehr gegenüber den geschäftsführenden Direktoren Weisungsrechte192 und kann sie jederzeit abberufen193. Für strategische Entscheidungen besitzt der Verwaltungsrat der monistisch verfassten SE das Initiativ- und Entscheidungsrecht.

Hauptversammlung

[131]Die Aktionäre einer SE üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft in der Hauptversammlung aus. In Bezug auf Einberufung, Zuständigkeit, Organisation und Ablauf einer Hauptversammlung gilt für die SE dasselbe wie für eine AG. Eine Besonderheit besteht indes darin, dass die Hauptversammlung der SE innerhalb der ersten sechs (nicht acht) Monate nach Ablauf eines Geschäftsjahres zusammentreten muss.194

[132]Abweichend geregelt sind auch die Mehrheitserfordernisse bei satzungsändernden Beschlüssen: Während die Hauptversammlung einer AG über Satzungsänderungen mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals sowie einfacher Stimmenmehrheit entscheidet, bedürfen Satzungsänderungen bei der SE eines Beschlusses mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.195 Größere Mehrheiten, die nach nationalem Recht erforderlich sind, gelten zusätzlich, d. h. Satzungsänderungen, die bei einer AG der Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen bedürfen, können auch bei der SE nur mit dieser Mehrheit beschlossen werden. Abweichende Satzungsregelungen sind möglich, allerdings nicht für Beschlüsse über die Änderungen des Unternehmensgegenstands und die Sitzverlegung.196[82]

Aktien an einer SE

[133]Wie bei einer AG lautet das Grundkapital einer SE auf EUR. Das Grundkapital muss mindestens 120.000 EUR betragen (Art. 4 Abs. 2 SE-VO). Die Aktien einer SE können – ebenso wie die Aktien einer AG – in verschiedener Weise ausgestaltet werden: als Nennbetragsaktien mit Mindestnennbeträgen oder als Stückaktien; sie können auf den Inhaber oder auf den Namen lauten, wobei auf den Namen lautende Aktien – wie bei einer AG – vinkuliert werden können. Auch die Ausgabe von Aktien verschiedener Gattungen, insb. die Ausgabe von Vorzugsaktien, ist möglich.197 Wie bei der AG sind Aktien auch bei der SE formlos, d. h. ohne notarielle Beurkundung, übertragbar.198

Unternehmensmitbestimmung bei der SE

[134]Anders als die AG und die GmbH unterliegt die SE weder dem Drittelbeteiligungsgesetz199 noch (wie neben AG und GmbH auch die GmbH & Co. KG und die AG & Co. KG) dem Mitbestimmungsgesetz.200 Mitbestimmt ist und bleibt eine SE nur dann, wenn und soweit dies bei ihrer Gründung vertraglich vereinbart wurde (Verhandlungslösung) oder bereits bei Gründung die Voraussetzungen des Drittelbeteiligungsgesetzes oder des Mitbestimmungsgesetzes vorliegen (Auffangregelung).201[83] Die Mitbestimmung wird bei der SE im Sinne eines Bestandsschutzes also auf dem Stand eingefroren, der bei Gründung der SE erreicht ist. Ein mitbestimmungsfreies Unternehmen bleibt nach Umwandlung in eine SE auch dann mitbestimmungsfrei, wenn die SE später auf mehr als 500 Mitarbeiter anwächst.

[135]Eine wesentliche Änderung dürfte sich auch bei bereits mitbestimmten Gesellschaften dadurch ergeben, dass die Arbeitnehmervertreter bei der SE nicht allein aus Deutschland, sondern auch aus anderen europäischen Ländern kommen. Die deutschen Arbeitnehmervertreter werden, sofern nichts anderes vereinbart wird, vom Konzernbetriebsrat bestimmt. Das aufwändige Verfahren für die Wahl der Arbeitnehmervertreter nach den Wahlordnungen zum Mitbestimmungsgesetz entfällt.

[136]Die Größe des Aufsichtsrats kann in der Satzung der SE – abgesehen von der Mindestzahl von 3 Aufsichtsratsmitgliedern – vergleichsweise frei geregelt werden; die Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes und des Montan-Mitbestimmungsgesetzes, die eine bestimmte Zahl von Aufsichtsratsmitgliedern vorschreiben202, gelten für die SE nicht. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder muss durch 3 teilbar sein; die Höchstzahl ist abhängig vom Kapital und liegt bei maximal 21 Mitgliedern.

[137]Mangels Anwendbarkeit der Mitbestimmungsgesetze gibt es bei der SE keinen „Arbeitsdirektor“ als gleichberechtigtes Mitglied des Leitungsorgans, es sei denn als Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern oder aus Bestandsschutzgründen.203[84] Anders als bei einer mitbestimmten AG kann daher der Vorstand einer SE – unabhängig von ihrer Größe – aus nur einem Mitglied bestehen, wenn die Satzung dies vorsieht.204

[138]In der SE kann – im Gegensatz zu einer dem Mitbestimmungsgesetz unterliegenden AG – einem zum Vorstandsvorsitzenden bestellten Vorstandsmitglied ein Vetorecht bei Vorstandsentscheidungen gewährt werden.

[139]Auch bei der Wahl der Vorstandsmitglieder ergeben sich Besonderheiten daraus, dass eine SE – unabhängig von ihrer Größe – nicht dem Mitbestimmungsgesetz unterliegt: Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat mit einfacher Mehrheit bestellt; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden den Ausschlag.205

Vorzüge einer SE

Internationalität und internationales Renommee

[140]Die Rechtsform der SE bietet international tätigen Unternehmen den Vorteil, in jedem europäischen Land als nationale Gesellschaft mit internationalem Hintergrund wahrgenommen zu werden. Gemeinhin wird ihr ein besonderes Renommee als internationale Gesellschaft entgegengebracht. Die Rechtsform der SE bringt das Selbstverständnis der betreffenden Gesellschaft als europäisch und weltweit ausgerichtetes Unternehmen auch äußerlich zum Ausdruck. Darüber hinaus bietet die Rechtsform der SE eine passende Plattform für internationale Gemeinschaftsprojekte.206 Dabei bilden nicht etwa internationale Konzerne, sondern mittelständische Unternehmen die Mehrheit unter den SE-Gründern. Von 80 SEs, die Mitte 2009 in Deutschland existierten, hatten 57 weniger als 1.000 und 40 weniger als 100 Mitarbeiter.207[85] Anfang 2011 lag die Zahl der SEs in Deutschland bereits bei 159, im Oktober 2013 bei 272, davon 131 operativ tätigen SEs, mit mehr als 5 Mitarbeitern.208 2013 vollzog die Axel Springer AG den Wechsel in die Rechtsform der SE. Die SAP AG plant den Wechsel von der AG zur SE in 2014.

Wahl zwischen dualistischer und monistischer Struktur

[141]Die SE bietet erstmals die Möglichkeit, in Deutschland eine AG in einer monistischen Struktur zu führen, d. h. nicht in der konventionellen Form mit Vorstand und Aufsichtsrat, sondern mittels eines einzigen Leitungsorgans, dem Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat besitzt gegenüber den geschäftsführenden Direktoren Weisungsrechte und kann sie jederzeit abberufen. Die Wahl zwischen monistischer und dualistischer Struktur wird bei Gründung der SE getroffen. Sie kann aber später ohne Weiteres durch einfache Satzungsänderung revidiert werden.

[142]Die Möglichkeit, eine monistische Struktur zu wählen, stellt eine wesentliche Attraktivität der Rechtsform der Europäischen Aktiengesellschaften dar: Insb. in Ländern, die – wie Deutschland, Österreich, Ungarn, die Niederlande, Estland und die Slowakei – für ihre nationalen Aktiengesellschaften nur das dualistische System vorsehen, gibt es eine signifikante Anzahl an SE-Gründungen mit monistischer Struktur. Großkonzerne wie Allianz oder BASF, die der Mitbestimmung unterliegen, haben sich allerdings dafür entschieden, das dualistische System beizubehalten. Dabei dürfte eine Rolle gespielt haben, dass die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Verwaltungsrat zu einem verstärkten Einfluss auf die Geschäftsführung führen würde.209[86]

[143]Die monistische Struktur erlaubt mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen eine flexible Gestaltung der Unternehmensnachfolge: der „Patriarch“ hat die Möglichkeit, im Verwaltungsrat zunächst als geschäftsführender Direktor zu agieren und sich dann auf eine nicht geschäftsführende Rolle zurückzuziehen.210 Der Übergang von einer geschäftsführenden zu einer nicht geschäftsführenden Position ist dadurch wesentlich erleichtert. Schließlich dürfte die monistische Struktur auch im internationalen Kontext attraktiv sein, weil sie sich an das Board-System angloamerikanischer Gesellschaften anlehnt.

Einfrieren der Mitbestimmung

[144]Eine gewisse Anziehungskraft hat die SE auch dadurch, dass sie – anders als AG oder GmbH – weder dem Drittelbeteiligungsgesetz noch dem Mitbestimmungsgesetz unterliegt. Mitbestimmt ist und bleibt sie nur, wenn und soweit dies bei ihrer Gründung vertraglich vereinbart wurde (Verhandlungslösung) oder die Voraussetzungen des Drittelbeteiligungsgesetzes oder des Mitbestimmungsgesetzes bereits vorliegen (Auffanglösung). Die Mitbestimmung wird also „eingefroren“: Ein Unternehmen mit nicht mehr als 500 Arbeitnehmern bleibt danachmitbestimmungsfrei, selbst wenn die SE später auf mehr als 500 Mitarbeiter anwächst.[87]

Verkleinerung des Aufsichtsrats

[145]Die Zahl der Mitglieder des Aufsichtsrats wird bei der SE durch die Satzung festgelegt. Ein SE-Aufsichtsrat hat mindestens drei Mitglieder, sofern die Satzung nicht eine höhere Zahl vorschreibt. Die Größenvorgaben des Mitbestimmungsgesetzes gelten für eine SE nicht. Selbst bei Großunternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitern, die als AG nach dem Mitbestimmungsgesetz zwingend einen Aufsichtsrat von 20 Mitgliedern hätten, können sich daher für einen kleinen, effektiver arbeitenden Aufsichtsrat entscheiden. Deshalb wird die Rechtsform der SE zunehmend von mitbestimmten Unternehmen gewählt, die die Umwandlung von der AG in die SE nutzen, um die Größe ihres Aufsichtsrats zu verkleinern.

[146]So hat beispielsweise die Allianz im Rahmen der Umwandlung in die SE eine Verkleinerung ihres Aufsichtsrats von 20 auf 12 Mitglieder durchgesetzt. Auch für die BASF, E.ON und Bilfinger spielte die Verkleinerung des Aufsichtsrats von 20 auf 12 Mitglieder eine maßgebliche Rolle bei der Umwandlung in die SE. Bei der Fresenius AG ging es vorbeugend darum, eine (angesichts der Expansionspläne und der steigenden Mitarbeiterzahlen) drohende Vergrößerung des Aufsichtsrats von 12 auf 20 Mitglieder zu vermeiden. (Nur) bei der SE kann die Größe von 12 Mitgliedern in der Satzung festgeschrieben werden.

Rechtsformvergleich: GmbH, AG und SE

[147]
GmbHAGSE
Mindestkapital25.000 EUR, Mindestgeschäftsanteil: 1 EUR50.000 EUR, Mindestnennbetrag bzw. Anteil am Grundkapital bei Stückaktien: 1 EUR120.000 EUR, ansonsten wie AG
GründungDurch natürliche oder juristische Person(en)Wie GmbHGründung erfolgt durch Umstrukturierung bestehender Unternehmen. Numerus clausus bestimmter Gründungsarten: Verschmelzung von Gesellschaften aus verschiedenen EWR-Staaten, Gründung einer Holding, Gründung einer Tochter-SE oder ein Rechtsformwechsel aus AG
OrganeGesellschafterversammlung/ Geschäftsführer/ fakultativ: Beirat bzw. Aufsichtsrat (Pflicht ab 500 Mitarbeitern)Hauptversammlung/Aufsichtsrat/VorstandDualistisch: Hauptversammlung, Leitungsorgan (entspricht Vorstand) und Aufsichtsorgan (entspricht Aufsichtsrat) wie bei der AG
Monistisch: Hauptversammlung und Verwaltungsrat
Stellung der GesellschafterOberstes EntscheidungsorganNur wenige Rechte: Einfluss im Wesentlichen über die Bestellung des AufsichtsratsWie AG
GeschäftsführungGeschäftsführerVorstandDualistisch: Vorstand wie AG
Monistisch: Der Verwaltungsrat leitet die SE, er bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung. Der Verwaltungsrat ist damit zentrales Entscheidungsorgan.Zuständig für laufende Geschäfte: Geschäftsführende Direktoren (als Mitglieder des Verwaltungsrats oder als Externe); Zahl der geschäftsführenden Direktoren muss geringer sein als Zahl der nicht geschäftsführenden Verwaltungsrats-Mitglieder
Bestellung der GeschäftsführerGesellschafterversammlungAufsichtsrat, max. Amtszeit: fünf JahreDualistisch: wie AG, max. Amtszeit: sechs Jahre
Monistisch: Hauptversammlung wählt Verwaltungsrat, max. Amtszeit: sechs Jahre; Verwaltungsrat wählt geschäftsführende Direktoren
Stellung der GeschäftsführungSchwache Position: Abhängig von den Weisungen der Gesellschafterversammlung; jederzeitige Abberufung möglich. Aber: abweichende Regelung in der Satzung möglichStarke Position des Vorstands: nicht weisungsabhängig, nur aus wichtigem Grund abzuberufenDualistisch: wie AG
Monistisch: Die geschäftsführenden Direktoren unterliegen den Weisungen des Gesamt-Verwaltungsrats und können jederzeit abberufen werden (aber abweichende Regelung in der Satzung ist möglich).
AufsichtsorganJe nach Regelung im GesellschaftsvertragAufsichtsrat, gewählt von der HauptversammlungDualistisch: wie AG
Monistisch: entfällt
Größe des AufsichtsratsJe nach Regelung im GesellschaftsvertragMind. drei Mitglieder, Höchstzahl je nach Grundkapital 9 bis 21; Vorgaben im Mitbestimmungsgesetz (je nach Zahl der Arbeitnehmer 12 bis 20 Mitglieder), dto. bei Montan-MitbestimmungDualistisch: Mind. drei Mitglieder, Höchstzahl je nach Kapital: 9 bis 21 Mitglieder; Zahl muss durch drei teilbar sein. Im Übrigen ist die Zahl der Mitglieder des Aufsichtsrats in der Satzung frei regelbar.
Monistisch: entfällt
Stellung des AufsichtsorgansGgf. nach Regelung im GesellschaftsvertragBestellung und Überwachung des Vorstands; Katalog zustimmungspflichtiger Maßnahmen; keine WeisungsbefugnisDualistisch: wie AG
Monistisch: entfällt
Arbeitnehmer-MitbestimmungJe nach Mitarbeiterzahl: ⅓ der Mitglieder des Aufsichtsrats ab 500, ½ ab 2000Wie GmbHKeine vorgeschriebene Arbeitnehmermitbestimmung; aber: Status Quo bei Umwandlung in SE bleibt erhalten (d. h. dauerhaft keine Mitbestimmung bei weniger als 500 Mitarbeitern im Zeitpunkt der Gründung der SE).[88-90]

KGaA

Einführung

[148]Eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ist eine Mischform zwischen einer AG und einer Kommanditgesellschaft. Dementsprechend gelten für sie teilweise die Regelungen des HGB über die Kommanditgesellschaft, teilweise die allgemeinen Regelungen des Aktienrechts, soweit nicht §§ 278 ff. AktG besondere Regelungen vorsehen. Obwohl die KGaA Merkmale einer Personengesellschaft aufweist, ist sie trotzdem eine Kapitalgesellschaft; sie ist also selbst rechtsfähige juristische Person. In der Praxis kommt die KGaA vergleichsweise selten vor.211

Beteiligungsformen

[149]Die KGaA unterscheidet sich von einer AG dadurch, dass zwingend einer ihrer Aktionäre (der persönlich haftende Gesellschafter) persönlich unbeschränkt für Verpflichtungen der Gesellschaft haftet.212 Alle übrigen Gesellschafter, die sog. „Kommanditaktionäre“, sind wie „normale“ Aktionäre an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt. Bei der KGaA gibt es also zwei verschiedene Gesellschaftertypen:

[150]
  • den oder die persönlich haftenden Gesellschafter (Komplementäre), die im Wesentlichen Personengesellschaftsrecht, § 278 Abs. 2 AktG, unterliegen. Sie sind geschäftsführungs- und vertretungsbefugt; einzelne persönlich haftende Gesellschafter können durch Satzungsbestimmung von der Geschäftsführung und Vertretung ausgeschlossen werden213[91];

[151]
  • die Kommanditaktionäre, die über dieselben mitgliedschaftlichen Rechte wie die Aktionäre einer AG verfügen (§ 278 Abs. 3 AktG). Sie bringen das in Aktien zerlegte Grundkapital der KGaA auf, haften aber darüber hinaus nicht für Forderungen gegen die Gesellschaft.

[152]Zur Gründung einer KGaA sind mindestens fünf Personen erforderlich, eine davon als persönlich haftender Gesellschafter. Die Gründung erfolgt durch die (notariell zu beurkundende) Feststellung der Satzung. Nach Gründung kann die Gesellschaft durch Übertragung von Aktien zur Ein-Personen-Gesellschaft transformiert werden; der einzige persönlich haftende Gesellschafter kann gleichzeitig auch der einzige Kommanditaktionär sein.

Kapitalstruktur

[153]Die Kapitalstruktur einer KGaA ist zweigeteilt: Das Gesamtkapital setzt sich aus dem Grundkapital der Kommanditaktionäre und den Vermögenseinlagen der Komplementäre zusammen. Das Grundkapital beträgt – wie in der AG – mindestens 50.000 EUR. Es gelten die aktienrechtlichen Regelungen über Kapitalaufbringung und -erhaltung sowie für Kapitalmaßnahmen. Auf die Vermögenseinlagen der Komplementäre sind personengesellschaftsrechtliche Vorschriften anwendbar.

Gesellschaftsorgane

[154]Gesellschaftsorgan der Kommanditaktionäre ist die Hauptversammlung, die durch den persönlich haftenden Gesellschafter einberufen wird.

[155]Die Kommanditaktionäre haben zum Teil weitergehende Befugnisse als die Aktionäre einer AG (z. B. die Beschlussfassung über den Jahresabschluss, Zustimmung zu außergewöhnlichen Geschäftsführungsmaßnahmen), zum Teil haben sie aber auch geringeren Einfluss:214[92] insb. fehlt ihnen mittelbare Personalkompetenz für die Geschäftsleitung. Zwar wählt die Hauptversammlung den zwingend erforderlichen Aufsichtsrat, dem die Überwachung der persönlich haftenden Gesellschafter obliegt (§ 285 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann aber – anders als bei einer AG – die Komplementäre weder bestellen noch abberufen; § 84 AktG gilt nicht. Aufnahme neuer Komplementäre und Entzug der Geschäftsführungs- oder Vertretungsbefugnis erfordern grundsätzlich die Zustimmung aller Gesellschafter – einschließlich des Betroffenen.

[156]Die Komplementäre besitzen eine stärkere Stellung als der Vorstand in einer AG. Ihre Zustimmung ist grundsätzlich bei allen außergewöhnlichen Geschäftsführungsmaßnahmen und Grundlagengeschäften erforderlich. Wegen dieser starken Position der Komplementäre bietet sich die KGaA als Rechtsform für Familienunternehmen an, die an der Börse Kapital aufnehmen wollen, sich aber dennoch vor Übernahmen schützen möchten. Solange die Familienmitglieder Komplementäre oder Gesellschafter einer Komplementärgesellschaft (GmbH, AG, Stiftung etc.) bleiben, behalten sie auch dann die Kontrolle, wenn über die Börse mehr als 50 % des Grundkapitals verkauft wird.

AG & Co. KG

Einführung

[157]Die AG & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft (§ 161 Abs. 1 HGB), bei der die Besonderheit darin besteht, dass Komplementärin (persönlich haftende Gesellschafterin) eine AG ist.215[93] Trägerin des Unternehmens ist die KG; die AG fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin und übernimmt – vertreten durch ihren Vorstand – die Geschäftsführung.

[158]Die AG & Co. KG bewegt sich zwischen Personengesellschaftsrecht und Aktienrecht: in Bezug auf Dritte und auf das Verhältnis zwischen der AG und den Komplementären gilt das (sehr flexible) Recht der KG; im Innenverhältnis der AG gilt das (in weiten Teilen zwingende) Aktienrecht.

[159]Bei der AG & Co. KG sind folgenden Konstellationen denkbar:

  • Am weitesten verbreitet ist der Fall, dass die Aktionäre der AG mit den Kommanditisten der KG identisch sind.

  • Denkbar ist aber auch, dass die Gesellschafter von AG und KG ganz oder teilweise nicht identisch sind.

  • Bei der Einheitsgesellschaft ist die KG einzige Gesellschafterin der AG.

Gründung einer AG & Co. KG

[160]Für die Gründung einer AG & Co. KG bedarf es der Gründung einer KG und der Gründung einer AG. Wegen der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen für Aktiengesellschaften einerseits und KG andererseits müssen die Gesellschaftsverträge durch individuelle Regelungen aufeinander abgestimmt werden. Dies gilt insb. für folgende Regelungsbereiche:

  • Mehrheitserfordernisse bei Gesellschafterbeschlüssen (bei der KG gilt mangels anderer Regelungen Einstimmigkeitsprinzip);

  • Abtretung von Aktien bzw. Kommanditanteilen (bei der KG ist mangels anderer Regelungen ein einstimmiger Beschluss erforderlich);[94]

  • Kündigungsrecht (bei der AG nicht vorgesehen, bei der KG mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende);

  • Gleichlauf der Beteiligungsverhältnisse bei Übertragungen unter Lebenden und im Todesfall.

Geschäftsführung durch den Vorstand

[161]Die Geschäftsführung bei einer AG & Co. KG obliegt der AG, vertreten durch ihren Vorstand. Für die Bestellung der Vorstände und ihre Befugnisse innerhalb der AG gilt Aktienrecht. Daraus folgt, dass für die Bestellung der Vorstandsmitglieder der Aufsichtsrat zuständig ist. Weder von sich aus noch aufgrund einer entsprechenden Satzungsbestimmung kann diese Kompetenz auf andere Organe oder gar auf Dritte übertragen werden. Selbst der Aufsichtsrat kann seine Bestellungshoheit nicht delegieren (§ 111 Abs. 5 AktG).

[162]Diese Alleinkompetenz umfasst auch das Recht zu selbstständiger Auswahl der Vorstandsmitglieder. Der Aufsichtsrat darf keinerlei Weisungen oder Zustimmungsvorbehalten unterworfen werden. Jede Regelung, die die Auswahlfreiheit beeinträchtigen würde, ist – auf der Ebene des Aktienrechts – unwirksam. Die Gesellschafter der KG können daher allenfalls faktisch Einfluss auf die Auswahl der Vorstandsmitglieder ausüben, nämlich durch unverbindliche Empfehlungen und Anregungen.

[163]Ebenso wie das Bestellungsrecht steht auch das Abberufungsrecht ausschließlich dem Aufsichtsrat zu. Es kann weder ausgeschlossen noch in irgendeiner Form (Weisungsrechte, Zustimmungsvorbehalt etc.) beschränkt werden.

[164]Von der Bestellung zu trennen ist der Anstellungsvertrag[95], d. h. die schuldrechtliche Beziehung zwischen dem Vorstandsmitglied und der Gesellschaft, insb. die Regelungen über Vergütung, Versorgungsbezüge, Urlaub, nachvertragliches Wettbewerbsverbot etc.

[165]Im Regelfall wird der Anstellungsvertrag mit derjenigen Gesellschaft abgeschlossen, für die das betreffende Vorstandsmitglied als Organ bestellt ist, d. h. mit der AG. Innerhalb der AG ist für die Regelung des Anstellungsverhältnisses ausschließlich und zwingend der Aufsichtsrat zuständig (§ 84 Abs. 1 Satz 1 i.V.m Satz 1 bis 4 AktG). Der Aufsichtsrat entscheidet über den Inhalt des Vertrages und vertritt die Gesellschaft gegenüber dem Vorstandsmitglied (§ 112 AktG).

[166]Denkbar ist auch, dass der Anstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds mit der AG & Co. KG geschlossen wird. Die AG & Co. KG wird dabei von der AG, diese wiederum durch ihren Vorstand vertreten. Allerdings sind dabei die Beschränkungen des § 181 BGB zu beachten. Zudem muss in diesem Fall sichergestellt sein, dass der Anstellungsvertrag nicht gegen zwingendes Aktienrecht verstößt: So darf etwa die AG & Co. KG nicht befugt sein, Weisungen hinsichtlich der Amtsführung des Vorstands auszusprechen. Genauso wenig darf die AG & Co. KG berechtigt sein, ohne Zustimmung der AG den Anstellungsvertrag zu beenden oder zu ändern. Diese Rechte sind – zwingend – dem Aufsichtsrat der AG vorbehalten und können nicht auf andere Unternehmen oder andere Organe übertragen werden.

Hinweis

Deshalb sollte auch beim Abschluss eines Anstellungsvertrages zwischen der AG & Co. KG und einem Vorstandsmitglied wegen § 112 AktG[96] vorsorglich die Zustimmung des Aufsichtsrats eingeholt werden.

[167]Um diese Probleme zu vermeiden, empfiehlt sich, die Anstellungsverträge nicht mit der AG & Co. KG, sondern mit der AG abzuschließen. Die Gesellschafterversammlung der KG hat dann keinen Einfluss auf die Auswahl der Vorstandsmitglieder und ihre Konditionen. Die Vorstandsmitglieder der AG unterliegen nicht den Weisungen der Gesellschafterversammlung der KG.

Rechte und Pflichten der Gesellschafter

[168]Für das Verhältnis zwischen der Komplementär-AG und den Kommanditisten sowie für das Verhältnis der Kommanditisten untereinander gilt Personengesellschaftsrecht. Gewinne, Verluste, Entnahmen, Mehrheitserfordernisse, Zustimmungspflichten etc. können im Gesellschaftsvertrag der KG flexibel und formfrei geregelt werden.

Vergleich mit der GmbH & Co. KG

[169]Von der GmbH & Co. KG unterscheidet sich die AG & Co. KG im Wesentlichen in folgenden Punkten:

  • Das Mindest-Stammkapital bei der AG beträgt 50.000 EUR (statt 25.000 EUR bei der GmbH); bei der KG gibt es kein bestimmtes Mindestkapital.

  • Der Vorstand einer AG ist nicht sozialversicherungspflichtig.216

  • Bei der AG muss zwingend ein Aufsichtsrat implementiert werden.

  • Die Vorstandsmitglieder der AG unterliegen einem Wettbewerbsverbot gegenüber der AG, nicht jedoch gegenüber der KG.

Siehe auch:

Weitere Inhalte

Muster I - Grundlagen

Aktien

1Zuvor geregelt in den §§ 32a[97], 32b GmbHG; Neuregelungen in der InsO durch das MoMiG, vgl. dazu Rn. 24.

2ABlEG Nr. L 65/8 v. 14.3.1968; umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 15.8.1969, BGBl. 1969 I, S. 1146. Inzwischen ersetzt durch Richtlinie 2009/101/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.9.2009 zur Koordinierung der Schutzbestimmungen, die in den Mitgliedstaaten den Gesellschaften im Sinne des Artikels 48 Absatz 2 des Vertrags im Interesse der Gesellschafter sowie Dritter vorgeschrieben sind, um diese Bestimmungen gleichwertig zu gestalten, ABlEU Nr. L 258 v. 1.10.2009.

3ABlEG Nr. L 26/1 v. 31.1.1977; umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 13.12.1978, BGBl. 1978 I, S. 1959; geändert durch RL 92/101/EWG v. 23.11.1992 zur Änderung der RL 77/91/EWG, ABlEG Nr. L 347/64 v. 28.11.1992.

4ABlEG Nr. L 295/36 v. 20.10.1978; umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 25.10.1982, BGBl. 1982 I, S. 1425. Aufgehoben zum 30.6.2011 durch Richtlinie 2011/35/EU.

5ABlEG Nr. L 222/11 v. 14.8.1978; geändert durch RL 84/569/EWG v. 27.11.1984 (ABlEG Nr. L 314/28 v. 4.12.1984, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 19.12.1985, BGBl. 1985 I, S. 2355), RL 90/604/EWG – Mittelstandsrichtlinie (ABlEG Nr. L 317/57 v. 16.11.1990, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 25.7.1994, BGBl. 1994 I, S. 1682) und RL 94/8/EG (ABlEG Nr. L 82/33 v. 25.3.1994, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 25.7.1994, BGBl. 1994 I, S. 1682). Erweiterung des Anwendungsbereichs durch die GmbH & Co. KG-Richtlinie (RL 90/604/EWG[98], ABlEG Nr. L 317/60 v. 16.11.1990, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch KapCoRiLiG v. 24.2.2000, BGBl. 2000 I, S. 154–162). Ein Änderungsvorschlag der EU-Kommission vom 16.4.2013 zur RL 78/660/EWG sieht weitere Berichtspflichten für Unternehmen ab Erreichen bestimmter Schwellenwerte vor, s. COD 2013/0110. Der Vorschlag muss noch das Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene durchlaufen.

6ABlEG Nr. L 378/47 v. 31.12.1982, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 28.10.1994 – „Umwandlungsgesetz“ – (BGBl. 1994 I, S. 3210).

7ABlEG Nr. L 193/1 v. 18.7.1983, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 19.12.1985 – „Bilanzrichtliniengesetz“ – (BGBl. 1985 I, S. 2355); geändert insb. durch die GmbH & Co. KG-Richtlinie und die Mittelstandrichtlinie (s. Fn. 5). Ein Änderungsvorschlag der EU-Kommission zur RL 83/349/EWG vom 16.4.2013 sieht weitere Berichtspflichten für Unternehmen ab Erreichen bestimmter Schwellenwerte vor, s. COD 2013/0110. Der Vorschlag muss noch das Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene durchlaufen.

8ABlEG Nr. L 126/20 v. 12.5.1984, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 19.12.1985 – „Bilanzrichtliniengesetz“ – (BGBl. 1985 I, S. 2355).

9ABlEG Nr. L 395/36, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 22.7.1993 (BGBl. 1993 I, S. 1282).

10ABlEG Nr. L 395/40 v. 30.12.1989, umgesetzt in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetz v. 18.12.1991 (BGBl. 1991 I, S. 2206).[99]

11ABlEG Nr. L 184 v. 14.7.2007, S. 17; zur Umsetzung in Deutschland vgl. Rn. 27.

12ABlEU Nr. L 310/34 v. 25.11.2009.

13ABlEU Nr. L 110 v. 29.4.2011; zur Umsetzung in Deutschland vgl. näher Rn. 25. Das Vorhaben einer Richtlinie zur Sitzverlegung nationaler Kapitalgesellschaften in andere Mitgliedsstaaten (Sitzverlegungsrichtlinie) wurde dagegen zwischenzeitlich aufgegeben, da die Verschmelzungsrichtlinie und die SE den Unternehmen hinreichende Handlungsalternativen bieten.

14ABlEU, Nr. L 81/3 v. 21.3.2012.

15ABIEU, Nr. L 156/1 v. 16.6.2012, umzusetzen bis 7.7.2014.

16ABlEG, Nr. L 184/2001 v. 6.7.2001.

17RL 88/627/EWG v. 12.12.1988, ABlEG Nr. L 348/62 v. 17.12.1988, Durchführungsgesetz v. 26.7.1994 (BGBl. 1994 I, S. 1779).

18Ein entsprechender Verordnungsvorschlag der EU-Kommission fand am 7.12.1012 die Zustimmung der EU-Justizminister, s. Pressemitteilung der Kommission vom selben Tage (Reference: MEMO/12/963). Die Durchsetzung des strengen Proportionalitätsprinzips im Aktienrecht („one share, one vote“) wird dagegen nicht mehr angestrebt, da entsprechende Regelungen nach Studienerkenntnissen keine Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen haben.

19Z. B. im Steuerrecht: Richtlinie 2005/19/EG über das gemeinsame Steuersystem für Fusionen, Spaltungen, die Einbringung von Unternehmensteilen und den Austausch von Anteilen, ABlEG Nr. L 58 , S. 19 vom 4.3.2005, und Richtlinie 2011/96/EU über das gemeinsame Steuersystem der Mutter- und Tochtergesellschaften verschiedener Mitgliedstaaten, ABlEU Nr. L 345 v. 29.12.2011; z. B. im Arbeitsrecht: RL 94/45/EG (Euro-Betriebsrats-Richtlinie) v. 22.9.1994, ABlEG Nr. L 254 v. 30.9.1994; daneben wurden im Arbeitsrecht geregelt: Gleichbehandlung von Männern und Frauen, Arbeitnehmerkonsultation bei Massenentlassungen, Arbeitnehmeransprüche beim Betriebsübergang, Schutz der Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers, Arbeitszeit, Teilzeitarbeit, Sicherheit und Gesundheitsschutz von Zeitarbeitnehmern, Nachweis von Arbeitsverträgen, Entsendung von Arbeitnehmern, Jugendarbeitsschutz; vgl. Übersicht bei Wiesner, EuZW 1998, 633.[100]

20Die seit 1972 diskutierte Fünfte Richtlinie über die Struktur der AG sowie Befugnisse und Verpflichtungen ihrer Organe (Strukturrichtlinie – zuletzt: Kommissionsvorschlag v. 20.11.1991, ABlEG Nr. C 321/9 v. 12.12.1991, als überholt von der Kommission zurückgezogen mit 2004/C 5/02, ABlEU Nr. C 5/2 v. 9.1.2004) konnte bislang noch nicht verabschiedet werden. Allerdings legt die Aktionärsrechterichtlinie (vgl. Rn. 33) nun u. a. Mindestanforderungen für die Einberufung von Hauptversammlungen, den Legitimationsnachweis und die Stimmrechtsvertretung fest.

21S. zu SE Rn. 113 ff. Daneben besteht seit 1985 die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung EWIV (Verordnung 85/2137/EWG, ABlEG Nr. L 199/1) und seit 2006 die Europäische Genossenschaft SCE (Verordnung 2003/1435/EG, ABlEG Nr. L 207 v. 18.8.2003, RL 2003/72/EG, ABlEG Nr. L 207 v. 18.8.2003).[101]

22Small Business Act v. 25.6.2008, KOM (2008) 397.

23Legislative Entschließung des Europäischen Parlaments, P6_TA(2009)0094, abrufbar unter www.europarl.europa.eu.

24Zum Diskussions- und Verfahrensstand vgl. Roesener, NZG 2013, 241, 242.

25Im Internet abrufbar unter www.corporate-governance-code.de.

26Einführung der Regierungskommission zum Corporate Governance Kodex auf deren Homepage www.corporate-governance-code.de.

27Vgl. Präambel des Corporate Governance Kodex, Abs. 10.

28Seit der ursprünglichen Fassung vom 26.2.2002 wurden bisher 10 überarbeitete Fassungen des Deutschen Corporate Governance Kodex veröffentlicht.

29Die wesentlichen Neuerungen betreffen das Kapitel 4.2 des DCGK.

30Vgl. Ziff. 4.2.3 DCKG.

31Vgl. Ziff. 4.2.2 DCKG.

32Vgl. Ziff. 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 DCGK.

33Vgl. Ziff. 4.5.1 Abs. 4 DCGK; zum Umfang und den mit der Offenlegungsempfehlung verbundenen Anfechtungsrisiken vgl. de Raet, AG 2013, 488, 489. Ein Verstoß kann zur Anfechtbarkeit der Wahlbeschlüsse führen, vgl. Rn. 1676a.

34Das Gleiche gilt seit Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG; s. dazu Rn. 32 und 33) für Gesellschaften, die ausschließlich andere Wertpapiere als Aktien zum Handel an einem organisierten Markt i. S. d. § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes ausgegeben haben und deren ausgegebene Aktien auf eigene Veranlassung über ein multilaterales Handelssystem i. S. d. § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 8 des Wertpapierhandelsgesetzes gehandelt werden, § 161 Abs. 1 Satz 2, Art. 5 Nr. 9 BilMoG.[102]

35Quelle: www.hhl.de. Im Vergleich dazu befolgten nach dem Kodex Report 2009, einer Studie des Berlin Center of Corporate Governance BCCG, die erfassten DAX-Unternehmen durchschnittlich 94,9 % der Empfehlungen und 86,1 % der Anregungen. Ausführliches Executive Summary unter www.corporate-governance-code.de. Dies zeigt, auch wenn die ausgewerteten Daten der beiden Studien nicht vollständig vergleichbar sind, dass die Akzeptanz nochmals gestiegen ist.

36BGH, Urteil v. 1.7.2002, II ZR 380/00, BGHZ 151, 204 = BB 2002, 2031, 2033; BGH, Urteil v. 29.1.2003, VIII ZR 155/02, BGHZ 153, 353, 355 = DB 2003, 818.

37Die angloamerikanischen Rechtsordnungen wenden hingegen stets das Recht des Gründungsstaates an, also des Staates, in dem die Gesellschaft gegründet wurde, unabhängig davon, ob sie dort überhaupt noch geschäftlich aktiv ist.

38EuGH, Urteil v. 9.3.1999, Rs. C-212/97, Slg. 1999, I-1459, 1484 = NZG 1999, 298 = NJW 1999, 2027 („Centros“); EuGH, Urteil v. 5.11.2002, Rs. C-208/00, Slg. 2002, I-9919 = BB 2002, 2402 („Überseering“); EuGH, Urteil v. 30.9.2003, Rs. C-167/01, Slg. 2003, I-10155 = NJW 2003, 3331 („Inspire Art“), EuGH, Urteil v. 13.12.2005, C-411/03, Slg. 2005, I-10825 = NJW 2006, 425 („SEVIC“).

39BGH, Urteil v. 13.4.2010, 5 StR 428/09, AG 2010, 545, 546. Die Verlegung des Verwaltungssitzes in einen anderen EU-Mitgliedsstaat selbst ist jedoch nicht von der europäischen Niederlassungsfreiheit geschützt und muss durch nationales Recht des Gründungsstaates gewährleistet sein, EuGH, Urteil v. 16.12.2008, C-210/06, NJW 2009, 569 („Cartesio“), näher dazu u. Rn. 20[103].

40BGBl. II 1956, S. 487.

41BGH, Urteil v. 29.1.2003, VIII ZR 155/02, BGHZ 153, 353, 355 = DB 2003, 818; BGH, Urteil v. 13.10.2004, I ZR 245/01, ZIP 2004, 1549.

42BGBl. II 2001 S. 810 und 2002 S. 1692.

43OLG Hamm, Urteil v. 26.5.2006, 30 U 166/05, AG 2007, 332 f.

44BGH, Beschluss v. 8.10.2009, IX ZR 227/06, AG 2010, 79.

45Z. B. Eintragung einer zustellungsfähigen inländischen Geschäftsanschrift in das Handelsregister, § 13e Abs. 2 Satz 3 HGB, eingeführt zum 1.11.2008 durch Art. 3 Nr. 3a bb des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG).

46§ 6 Abs. 2 GmbHG, § 76 Abs. 2 AktG.

47Art. 3 Nr. 3b bb MoMiG, § 13e Abs. 3 Satz 4 HGB; weitere Informationen zum MoMiG unter Rn. 28 ff.

48So der EuGH in seiner – allerdings den Urteilen in den Sachen Centros, Überseering und Inspire Art vorausgehenden – Daily Mail-Entscheidung (EuGH, Urteil v. 27.9.1988, Rs. 81/87, NJW 1989, 2186).

49Vgl. EuGH, Urteil v. 16.12.2008, C-210/06, NJW 2009, 569 („Cartesio“) und Urteil v. 12.7.2012, Rs. C-378/10 („VALE“).

50Art. 1 Nr. 4b, 5 Nr. 1b MoMiG.

51BGBl. I 2006, S. 2553.

52BGBl. I 2008, S. 2026, in Kraft seit 1.11.2008.

53Seinerzeit galt die Richtlinie 2005/56/EG v. 26.10.2005, inzwischen ersetzt durch Richtlinie 2011/35/EU, vgl. dazu oben, Rn. 6.

54Vgl. Art. 1 Nr. 17 des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Umwandlungsgesetzes (BGBl. I 2007, S. 542 v. 24.4.2007), §§ 122 a ff. UmwG n. F.[104] Bereits am 13.12.2005 hatte der EuGH festgestellt, dass grenzüberschreitende Verschmelzungen unter dem Gesichtspunkt der EG-vertraglich geschützten Niederlassungsfreiheit zulässig sind und deren Eintragung durch die Registergerichte nicht mehr generell zurückgewiesen werden darf; EuGH, Urteil v. 13.12.2005, C-411/03, NJW 2006, 425 („SEVIC Systems AG“).

55BGBl. I 2006, S. 3332 v. 28.12.2006. Vgl. zur Auslegung der Richtlinie in Bezug auf die Mitbestimmung die Entscheidung des EuGH v. 20.6.2013, Rs. C-635/11, AG 2013, 592, bespr.v. Forst, AG 2013, 588, 589.

56BGBl. I 2009, S. 2479; Grundlage war die Richtlinie 2007/36/EG, ABlEU Nr. L 184, S. 17.

57Vgl. Art. 1 Nr. 13 ARUG, § 124a AktG n. F. Das gleiche gilt für das Abstimmungsergebnis in der Hautversammlung, Art. 1 Nr. 19 b) ARUG, § 130 Abs. 6 Akt n. F. S. dazu näher unten Rn. 432a.

58Vgl. Art. 1 Nr. 7 ARUG, § 118 Abs. 1, 2 AktG n. F. Scheitert die Stimmabgabe wegen Störungen der Internetübertragung, so ist der Aktionär deswegen jedoch nicht zur Beschlussanfechtung berechtigt, Art. 1 Nr. 37 a) ARUG, § 243 Abs. 3 Nr. 1 AktG n. F. S. dazu näher unten Rn. 457 ff.

59Befreiung von der Körperschaft- und Gewerbesteuer, wenn u. a. ihre Aktiva zu mindestens 75 % aus Immobilien bestehen und sie ihre Erträge zu mindestens 90 % an die Aktionäre ausschütten.

60BGBl. I 2008, S. 1672; das Gesetz ist in weiten Teilen am 19.8.2008 und damit nicht, wie ursprünglich diskutiert, rückwirkend zum 1.1.2008 in Kraft getreten, Art. 8 Abs. 1 MoRaKG.[105]

61BGBl. I 2008, S. 1666.

62Gesetz zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarkts (Finanzmarktstabilisierungsgesetz – FMStG), BGBl. I 2008, S. 1982.

63Z. B. Kreditinstitute i. S. v. § 1 Abs. 1b KWG, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds i. S. d. § 1 Abs. 1 Nr. 1, 2 VAG, Kapitalanlagegesellschaften und Betreiber von Wertpapier- und Terminbörsen, vgl. § 2 Abs. 1 FMStFG).

64BGBl. I 2009, S. 2509 ff.

65BGBl. I 2011, 538. Zu den einzelnen Änderungen in §§ 21 ff. WpHG s. Krause, AG 2011, 469, 474 ff. Ausführlich zu § 25a WpHG s. Schneider, AG 2011, 645 ff.

66Art. 1 Nr. 2 lit. b aa AnSFuVG, § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG n. F. (gültig seit 1.2.2012), s. dazu Krause, AG 2011, 469, 474 ff.

67Art. 1 Nr. 2 lit. b aa, bb und cc AnSFuVG, § 25 Abs. 1 Satz 1, 3, 4 WpHG n. F. (gültig seit 1.2.2012).

68Art. 1 Nr. 3 AnSFuVG, § 25a WpHG n. F. (gültig seit 1.2.2012), s. dazu Krause, AG 2011, 469, 477 ff. sowie Schneider, AG 2011, 645, 651, jew. mit Verw. auf die Begründung des Regierungsentwurfs, BT-Drucks. 17/3628, 19, 20.

69Art. 1 Nr. 12 lit. c AnSFuVG§ 39 Abs. 4 WpHG, n. F. (gültig seit 8.4.2011).

70BGBl. 2011, Teil 1 Nr. 64, S. 2582.

71Vgl. Hergenröder, DZWIR 2009, 309; Römermann, NJW 2012, 645.

72Simon/Merkelbach, NZG 2012, 121, 123.

73BGBl. 2012, Teil 1 Nr. 61, S. 2751.

74BGBl. 2013 Teil 1 Nr. 9, S. 285.

75BT-Drucks. 17/8989 mit Stellungnahme des Bundesrates. Auf die geplanten Änderungen geht dieses Werk bereits an der jeweiligen Stelle ein.[106]

76BT-Drucks. 17/14214 v. 26.6.2013.

77Dieses Vorhaben hat die neue Bundesregierung aus SPD und CDU/CSU jedoch im Koalitionsvertrag ausdrücklich wieder aufgenommen, s. Koalitionsvertrag v. 27.11.2013, S. 17.

78Art. 1 Nr. 20 des Regierungsentwurfs, getrichen durch Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses, BT-Drucks. 17/14214 v. 26.6.2013.

79Art. 1 Nr. 14, 15 des Gesetzesentwurfs. Der Entwurf wurde im Rechtsausschuss zuletzt noch dahingehend geändert, dass die Nachzahlung des Vorzugs in der Satzung ausdrücklich ausgeschlossen werden muss, BT-Drucks. 17/14214, Art. 1, Nr. 14, 15.

80Art. 1 Nr. 17, 18, 20 des Gesetzesentwurfs.

81Art. 1 Nr. 1 des Gesetzesentwurfs

82Art. 1 Nr. 2 des Gesetzesentwurfs; Begründung: BR-Drucks. 852/11 S. 11.

83Art. 1 Nr. 3 des Gesetzesentwurfs.

84Art. 1 Nr. 6 des Gesetzentwurfs, neu eingebracht durch Empfehlung des Rechtsausschusses, BT-Drucks. 17/14214 v. 26.6.2013.

85Gesetzentwurf v. 6.3.2012 (BT-Drs. 17/8878), s. dazu unten, Rn. 764a.

86Gesetzentwurf v. 31.10.2012 (BT-Drs. 17/11270), s. dazu unten, Rn. 9139a. Ein nahezu identischer gemeinsamer Gesetzentwurf der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen (BT-Drs. 17/11139) wurde ebenso abgelehnt.

87Der Anteil der Frauen in Vorstands- und Aufsichtsratsgremien ist in Deutschland zuletzt zwar gestiegen – so lag er in den Aufsichtsräten der 30 Dax-Unternehmen im Juni 2013 bei 21,5 % (Anfang 2011: 13,63 %); Deutschland hinkt im Vergleich zu einigen anderen Ländern jedoch noch hinterher, vgl. Süddeutsche Zeitung v. 3.7.2013, S. 19.[107]

88Richtlinie 2013/34/EU v. 26.6.2013 über den Jahresabschluss, den konsolidierten Abschluss und damit verbundene Berichte von Unternehmen bestimmter Rechtsformen, ABl.EU Nr. L 182/19 v. 29.6.2013, vgl. dazu Scheffler, AG-Report 2013, R228, R229.

89RL v. 22.10.2013 (2013/501/EU) zur Änderung der Transparenzrichtlinien (RL 2004/109/EG).

90Zur Kapitalerhaltung s. unten Rn. 1055 ff.

91S. dazu unten Rn. 1196 ff.

92S. etwa BGH, Urteil v. 30.1.1956, II ZR 168/54, BGHZ 20, 5, 11 = NJW 1956, 785; BGH, Urteil v. 8.7.1970, VIII ZR 28/69, BGHZ 54, 222, 224 = NJW 1970, 2015; BGH, Urteil v. 13.11.1973, VI ZR 53/72, BGHZ 61, 380, 383 = NJW 1974, 134; BGH, Urteil v. 4.5.1977, VIII ZR 298/75, BGHZ 68, 312, 314 f. = BB 1977, 861; BGH, Urteil v. 5.11.1980, VIII ZR 230/79, BGHZ 78, 318, 334 = BB 1981, 200.

93BGH, Urteil v. 4.5.1977, VIII ZR 298/75, BGHZ 68, 312, 315.

94BGH, Urteil v. 16.9.1985, II ZR 275/84, BGHZ 95, 330, 332 = NJW 1986, 188.

95Dazu Rn. 52 ff.

96Dazu Rn. 56 ff.

97Dazu Rn. 59.

98S. zur Haftung gem. § 826 BGB wegen existenzvernichtenden Eingriffs Rn. 60 ff.

99Vgl. Emmerich in Scholz, GmbHG, § 13 Rn. 105. Siehe aber z. B. BGH, Urteil v. 24.6.2002, II ZR 300/00, NJW 2002, 3024, 3025 („KBV“), wonach der BGH Anspruchskonkurrenz zwischen der Durchgriffshaftung und § 826 BGB annimmt.

100S. dazu etwa Grüneberg in Palandt, BGB, § 311 Rn. 60, 63.

101BGH, Urteil v. 3.2.1975, II ZR 126/73, BGHZ 64, 11, 17 f. = DB 1975, 923.

102Für die GmbH: BGH, Urteil v. 16.9.1985, II ZR 275/84, BGHZ 95, 330, 333 f.; BGH, Urteil v. 12.11.1984, II ZR 250/83, BB 1985, 77.[108]

103Sie lösen bei der GmbH – sofern hierbei das Stammkapital angegriffen wird – nur Rückzahlungsansprüche gem. §§ 30, 31 GmbHG aus. BGH, Urteil v. 16.9.1985, II ZR 275/84, BGHZ 95, 330, 333 f.

104Wie hier Heider in MüKo-AktG, § 1 Rn. 67; a. A. Hüffer, AktG, § 1 Rn. 20.

105Näher Rn. 1056 ff.

106Handelte er dabei mit dem Vorsatz, die Gläubiger der AG zu schädigen, haftet er bereits persönlich gem. § 826 BGB.

107Fastrich in Baumbach/Hueck, GmbHG, § 13 Rn. 47; Heider in MüKo-AktG, § 1 Rn. 71.

108So hat etwa der BGH folgenden Fall über § 826 BGB gelöst: Eine KG mit Kommanditeinlagen von insgesamt 10.000 DM und Stammkapital der Komplementär-GmbH von 20.000 DM errichtete 41 Eigentumswohnungen zum Festpreis von 2.050.000 DM (BGH, Urteil v. 30.11.1978, II ZR 204/76, NJW 1979, 2104).

109Fastrich in Baumbach/Hueck, GmbHG, § 13 Rn. 16; Heider in MüKo-AktG, § 1 Rn. 71.

110S. dazu Rn. 1066 ff.

111S. zur Durchgriffshaftung und zu Ausgleichsansprüchen im Konzern Rn. 1421, 1464 ff., 1487 ff., 1516.

112So muss der andere Vertragsteil gem. § 303 AktG beispielsweise (nur) eine Sicherheit leisten, d. h. er haftet nicht als Gesamtschuldner, sondern nur subsidiär. Siehe dazu auch unter Rn. 1468.

113BGH, Urteil v. 17.9.2001, II ZR 178/99, BGHZ 149, 10, 16 („Bremer Vulkan“).

114BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657 („Trihotel“).

115BGH, Urteil v. 13.12.2004, II ZR 256/02, NZG 2005, 214, 215 („Handelsvertreter“); BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 661 („Trihotel“).[109]

116BGH, Urteil v. 17.9.2001, II ZR 178/99, BGHZ 149, 10, 16 („Bremer Vulkan“).

117BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 663 („Trihotel“).

118Fastrich in Baumbach/Hueck, GmbHG, § 13 Rn. 64; demgegenüber liegt beispielsweise kein existenzvernichtender Eingriff vor, wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer fällige Forderungen gegen Tochtergesellschaften auch im Interesse der Mutter langfristig stundet und damit die Insolvenz der Gesellschaft herbeiführt. Denn die Maßnahme dient dann nicht gezielt betriebsfremden Zwecken. Es handelt sich dabei lediglich um einen Managementfehler, s. BGH, Urteil v. 13.12.2004, II ZR 256/02, NZG 2005, 214, 215 („Handelsvertreter“).

119BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 661 („Trihotel“).

120BGH, Urteil v. 25.2.2002, II ZR 196/00, NJW 2002, 1803, 1805 („L-Kosmetik“).

121BGH, Urteil v. 13.12.2004, II ZR 206/02, NZG 2005, 177, 178 („BMW-Vertragshändler“); OLG Rostock, Urteil v. 10.12.2003, 6 U 56/03, NZG 2004, 385, 386 („Astor“).

122Trägt der Gläubiger einen Eingriff vor, der geeignet ist, die Existenz der Gesellschaft zu vernichten, so wird im Wege einer Beweislastumkehr dem Aktionär auferlegt, darzulegen und zu beweisen, dass diese Maßnahme nicht kausal für die Existenzvernichtung wurde, s. dazu Emmerich in Scholz, GmbHG, § 13 Rn. 119, OLG Rostock, Urteil v. 10.12.2003, 6 U 56/03, NZG 2004, 385, 386 („Astor“).

123Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, § 177a Rn. 51e, 51h.[110]

124BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 660 („Trihotel“).

125S. dazu Rn. 62.

126S. dazu unten Rn. 1059 ff.

127BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 662 („Trihotel“).

128BGH, Urteil v. 31.7.2009, 2 StR 95/09, AG 2009, 787, 789.

129Hüffer, AktG, § 1 Rn. 26, 26a.

130BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 661 („Trihotel“).

131BGH, Urteil v. 16.7.2007, II ZR 3/04, AG 2007, 657, 661 („Trihotel“).

132Vgl. Art. 1 Nr. 1-5 VorstKoG, BT-Drucks. 17/14214, S 6 f. Das Gesetz wurde am 20.09.2013 vom Bundesrat abgelehnt. Es ist davon auszugehen, dass die Gesetzesvorlage in der laufenden Legislaturperiode erneut eingebracht wird.

133S. Hüffer, AktG, § 67 Rn. 11 m. w. N. Siehe zur Übertragung von Aktien unten Rn. 93 ff.

134S. § 67 Abs. 6 AktG. Bei nicht börsennotierten Gesellschaften können weitergehende Einsichtsrechte in der Satzung vorgesehen werden. S. dazu auch Bezzenberger in K. Schmidt/Lutter, AktG, § 67 Rn. 41 m. w. N.

135S. Bezzenberger in K.Schmidt/Lutter, AktG, § 67 Rz. 44 m. w. N.

136S. dazu unten Rn. 99 ff.

137In der Insolvenz der Gesellschaft sind Vorzugsaktionäre wie letztrangige Insolvenzgläubiger zu behandeln, ihre Nachzahlungsrechte gelten mit rechtskräftiger Feststellung des Insolvenzplans als erloschen, s. BGH, Urteil v. 15.4.2010, IX ZR 188/09, AG 2010, 491, 492.

138Art. 1 Nr. 13 RegE, BT-Drucks. 17/8989 S. 7 – Begründung S. 16 f., vom Bundestag am 27.6.2013 beschlossen in der durch Empfehlung des Rechtsausschusses geänderten Fassung, Art. 1 Nr. 14, 15, BT-Drucks. 17/14214, nach der Ablehnung durch den Bundesrat noch nicht in Kraft. Die Gesetzesvorlage dürfte in der laufenden Legislaturperiode erneut eingebracht werden.[111]

139Art. 2 RegE. BT-Drucks. 17/8989 S. 8.

140Art. 1 Nrn. 1-4 VorstKoG, BT-Drucks. 17/14214 S. 7, nach der Ablehnung durch den Bundesrat noch nicht in Kraft; dazu Bayer, AG 2012, 141, 142 ff.

141Zur Übertragung durch Indossament s. Hüffer, AktG, § 68 Rn. 4 ff. m. w. N.

142Zum Rechtserwerb nach dem Depotgesetz s. Hüffer, AktG, § 68 Rn. 3 m. w. N.

143Hüffer, AktG,§ 68 Rn. 11 m. w. N.

144Dasselbe gilt für Verpfändung und Nießbrauch, s. dazu Hüffer, AktG, § 68 Rn. 11.

145Lange in Henssler/Strohn, GesR, § 68, Rn 6; Bayer in MüKo-AktG, § 68, Rn. 56.

146BGH, Urteil v. 1.12.1986, II ZR 287/85, NJW 1987, 1019, 1020.

147BGH, Urteil v. 1.12.1986, II ZR 287/85, NJW 1987, 1019, 1020.

148Bezzenberg in K.Schmidt/Lutter, AktG, § 68 Rz. 31 m. w. N.

149BGH, Urteil v. 28.4.1954, II ZR 8 /53, BGHZ 13, 179, 187.

150BGH, Urteil v. 20.09.2004, II ZR 288/02, BGHZ 160, 253 (256f.).

151BayOblG, Beschluss v. 24.11.1988, BReg 3 Z 111/88, NJW-RR 1989, 687, 688; Bayer in MüKo-AktG, § 68 Rn. 39 m. w. N.

152BayObLG, Beschluss v. 24.11.1988, BReg 3 Z 111/88, NJW 1988, 687, 688; Bayer in MüKo-AktG, § 68, Rn. 41.

153Vgl. ferner die erschöpfende Übersicht bei Röhricht in Großkomm-AktG, § 23 Rn. 177 ff.

154S. dazu unter Rn. 745 f.

155Möglich ist die Vereinbarung von Verfügungsbeschränkungen aber in schuldrechtlichen Aktionärsvereinbarung, vgl. Rn. 105.[112]

156Die Zahl der Aktiengesellschaften in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren von rund 2.000 auf rund 17.000 erhöht. Dem stehen allerdings ca. 1 Mio. GmbH gegenüber.

157Ob eine AG im bilanzrechtlichen Sinne „klein“ ist, hängt von Umsatz, Bilanzsumme und Zahl der Arbeitnehmer ab (§ 267 Abs. 1 HGB); für das Aktienrecht sind diese Kategorien irrelevant.

158Siehe zu dieser Reform die Darstellung oben unter Ziff. 1.3.15.

159Der Begriff der börsennotierten Gesellschaft ist in § 3 Abs. 2 AktG definiert. Darunter fallen Aktiengesellschaften, deren Aktien zum Handel am regulierten Markt zugelassen sind, nicht jedoch Aktien, die im Freiverkehr gehandelt werden. Siehe im Einzelnen unter Rn. 1552 ff.

160S. dazu §§ 121 Abs. 3, 121 Abs. 4a, 122 Abs. 2, 123 Abs. 3, 124 Abs. 1, 124a, 126 Abs. 1, 130, 131 AktG.

161S. dazu im Einzelnen Rn. 11 ff.

162S. grundlegend: Manz/Mayer/Schröder, SE (Europäische Aktiengesellschaft), 2. Aufl. 2010.

163VO Nr. 2157/2001.

164Richtlinie Nr. 2001/86/EG.

165Art. 2 Abs. 1 SE-VO. Unternehmen außerhalb des EWR ist eine SE-Gründung verwehrt. Sie können sich jedoch mittelbar über eine Tochtergesellschaft mit Sitz im EWR beteiligen.

166Oder: mindestens zwei der Gründungsgesellschaften verfügen seit mindestens 2 Jahren über eine Tochtergesellschaft oder Zweigniederlassung in einem anderen EU/EWR-Staat, Art. 2 Abs. 2 SE-VO.

167Oder: mindestens zwei der Gründungsgesellschaften verfügen seit mindestens 2 Jahren über eine Tochtergesellschaft oder Zweigniederlassung in einem anderen EU/EWR-Staat, Art. 2 Abs. 3 SE-VO.[113]

168Art. 3 Abs. 2 SE-VO.

169Art. 2 Abs. 4 SE-VO.

170Dazu Forst, NZG 2009, 687-692. Zur Frage der Arbeitnehmerbeteiligung bei der Vorrats-SE s. auch OLG Düsseldorf, Beschluss v. 30.3.2009, I-3 Wx 248/08, ZIP 2009, 918, m. Anm. Forst, RdA 2010, 55-59.

171Art. 37 Abs. 4 SE-VO.

172Die SE-VO sieht keinerlei Formerfordernisse vor. Eine Analogie zu § 6 UmwG (so Schwartz, SE-VO, 2006, Art. 37 Rn. 29) ist sachlich nicht gerechtfertigt, weil die Umsetzung des Umwandlungsplans, nämlich die Zustimmung durch die Hauptversammlung, der notariellen Beurkundung bedarf und damit das Bedürfnis nach Belehrung der Beteiligten und materieller Richtigkeitsgewähr erfüllt ist; in diesem Sinne auch Heckschen in Widmann/Mayer, Umwandlungsrecht, SE, Anhang 14, Tz. 379 ff.). In der Praxis ist diese Frage mit dem zuständigen Registergericht abzustimmen.

173Dazu Forst, NZG 2009, 687-692. Zur Frage der Arbeitnehmerbeteiligung bei der Vorrats-SE s. auch OLG Düsseldorf, Beschluss v. 30.3.2009, I-3 Wx 248/08, ZIP 2009, 918, m. Anm. Forst, RdA 2010, 55-59.

174Zu den Einzelheiten der Arbeitnehmerbeteiligung: Funke, NZA 2009, 412, 414.

175Dies ist eine Besonderheit der SE-Gründung durch Rechtsformwechsel, die eine Sicherung der erworbenen Rechte der Arbeitnehmer zum Ziel hat – s. dazu: Kleinmann/Kujath in Manz/Mayer/Schröder, SE, § 35 SEBG Rn. 2.

176§§ 34 Abs. 1 Nr. 1, 35 Abs. 1 Gesetz über die Beteiligung der Arbeitnehmer in einer Europäischen Gesellschaft (SEBG)[114].

177Über Art. 18 SE-VO gilt § 192 Abs. 3 UmwG analog. Der Verzicht bedarf der notariellen Beurkundung.

178Art. 37 Abs. 6 SE-VO.

179Art. 37 Abs. 7 SE-VO; entsprechend §§ 65 Abs. 1 Satz 1, 73 UmwG ist dabei eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich.

180Durch den Vorstand der AG gem. § 246 Abs. 1 UmwG. Als Unterlagen sind einzureichen: Umwandlungsplan und Umwandlungsbericht (bzw. Verzicht auf seine Erstellung), Umwandlungsbeschluss in notarieller Form, Nachweis über die Existenz einer ausländischen Tochtergesellschaft, Bescheinigung über die Kapitaldeckung, Nachweis über die Zuleitung des Umwandlungsplans an den Betriebsrat, Berechnung des Aufwands für den Formwechsel, Urkunden über die Bestellung des Leitungs- und Aufsichtsorgans bzw. des Verwaltungsorgans sowie eine Erklärung, dass eine Klage gegen die Wirksamkeit des Umwandlungsbeschlusses nicht anhängig ist. Die Eintragung ist konstitutiv.

181Art. 15 Abs. 2, Art. 13 SE-VO i. V. m. § 10 HGB.

182Art. 14 Abs. 1 SE-VO.

183S. dazu unten Rn. 930 ff.

184S. Rn. 136 und 145 f. Zur Zahl der AR-Mitglieder s. unten Rn. 926.

185Art. 46 Abs. 1 SE-VO.

186Art. 46 Abs. 1 SE-VO. Zur Frage der Ämterkontinuität bei der Umwandlung in eine dualistisch verfasste SE vgl. Kleinhenz/Leyendecker-Langner, AG 2013, 507, 508.

187Art. 48 Abs. 1 SE-VO.

188Nach § 23 Abs. 1 Satz 2 des deutschen SE-Ausführungsgesetzes (SEAG) kann die Satzung eine höhere oder niedrigere Anzahl der Mitglieder des Verwaltungsrats bestimmen; bei Gesellschaften mit einem Grundkapital von mehr als 3 Mio. EUR sowie bei SE, die der Mitbestimmung unterliegen, muss der Verwaltungsrat aus mindestens drei Mitgliedern bestehen. § 23 Abs. 1 Satz 3 SEAG[115] legt darüber hinaus – abhängig von der Höhe des Grundkapitals – bestimmte Höchstzahlen der Mitglieder des Verwaltungsrats fest.

189Siehe zum Entsendungsrecht auch unter Rn. 948.

190§ 41 SEAG.

191Gemäß § 40 Abs. 1 SEAG muss die Mehrheit des Verwaltungsrats aus nicht geschäftsführenden Mitgliedern bestehen.

192Ebenso Kallmeyer, ZIP 2003, 1531, 1535. Kallmeyer weist daraufhin, dass die Weisungsunabhängigkeit des Vorstands gerade bei mittelständischen Unternehmen regelmäßig nicht dem Willen der Eigentümer entspricht, weshalb die SE mit monistischem System als Alternative zur AG in Betracht zu ziehen sei.

193§ 40 Abs. 5 SEAG.

194Art. 54 Abs. 1 SE-VO.

195Art. 59 Abs. 1 SE-VO.

196§ 51 S. 2 SEAG.

197Mayer in Manz/Mayer/Schröder, SE, Art. 60 SE-VO Rn. 5.

198Mayer in Manz/Mayer/Schröder, SE, Art. 5 SE-VO Rn. 96.

199Nach §§ 1, 4 Abs. 1 des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat (DrittelbG) v. 18.5.2004, BGBl. I, S. 974, werden die Aufsichtsräte einer AG, KGaA, GmbH, VVaG und Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt, sofern mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigt werden.

200Nach §§ 1, 4 Abs. 1, 7 Abs. 1 des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat (MitbestG) v. 4.5.1976, BGBl. I, S. 1153, zuletzt geändert durch Gesetz v. 8.6.2005, BGBl. I, S. 1530, werden die Aufsichtsräte einer AG, KGaA, GmbH, GmbH & Co. KG, AG & Co. KG und Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und Arbeitnehmer besetzt, sofern in der Regel mehr als 2.000 Arbeitnehmer beschäftigt werden.[116]

201Art. 3 ff. SE-RL sehen vorrangig eine Vereinbarung zwischen einem besonderen Verhandlungsgremium der Arbeitnehmer und dem Leitungs- bzw. Verwaltungsorgan der SE bzgl. der Arbeitnehmerbeteiligung vor. Nur wenn eine Verhandlungslösung nicht zustande kommt, gilt als Auffanglösung die Regelung derjenigen Gründungsgesellschaft mit dem höchsten Mitbestimmungsstandard (Art. 7 und Anhang SE-RL).

202S. dazu Rn. 930 ff.

203S. § 16 SEAG i. V. m. § 38 Abs. 2 SEBG und §§ 34, 22 SEBG.

204§ 16 SEAG: danach besteht der Vorstand einer SE mit einem Grundkapital von mehr als 3 Mio. EUR aus mindestens zwei Personen, es sei denn, die Satzung sieht etwas anderes vor.

205Art. 50 Abs. 2 Satz 1 SE-VO. Einer Zwei-Drittel-Mehrheit, wie sie für den ersten Wahlgang bei mitbestimmten Aktiengesellschaften vorgesehen ist, bedarf es nicht. Dementsprechend entfällt auch die Anrufung eines Vermittlungsausschusses.

206So etwa bei der österreichisch-italienischen Kooperation Galleria di Base del Brennero – Brenner Basistunnel BBT SE, die im Auftrag der Republiken Österreich und Italien sowie der Europäischen Union (EU) mit der Planung und dem Bau des Brenner Basistunnels befasst ist.[117]

207FTD enable 08/2009 unter ...

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