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Didaktisch handeln und denken - mit Fokus auf angeleitetes und eigenständiges Lernen

Inhalt

Vorwort

Teil 1 Fokus angeleitetes Lernen

Kapitel 1 Was sind gute Lehrerinnen und Lehrer?

Basics

HANS BERNER Die Suche nach den guten Lehrerinnen und Lehrern

Was müssen gute Lehrerinnen und Lehrer wissen und können?

Es kommt auf die Lehrerin, den Lehrer an

Texte

Best-Practice-Lehrpersonen in der Deutschschweiz

Professionelle Kompetenz von Lehrkräften

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 2 Unterricht beobachten – Feedback geben – reflektieren

Basics

HANS BERNER Unterricht beobachten

Feedback geben

Reflektieren

Texte

«Glauben wir, was wir sehen, oder sehen wir, was wir glauben?»

Soziale Wahrnehmung und Wahrnehmungsfehler

Reflexion des Handelns – eine grundlegende Kompetenz

Lernen ist nicht Reflex, sondern Reflexion

Reflexionsfähigkeit und -praxis der Lehrperson

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 3 Kompetenzorientiert unterrichten – Lernziele formulieren

Basics

REGULA VON FELTEN Was meint Kompetenz?

Der Lehrplan 21

Von Kompetenzen zu Lernzielen

Lernziele präzis formulieren

Schülerinnen und Schüler verfolgen eigene Ziele

Texte

«Wenn man nicht genau weiß, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht hinwollte.»

Merkmale zweckmäßiger Zielbeschreibungen

Kapitel 4 Lehren durch Instruieren – Lernen durch Konstruieren

Basics

URBAN FRAEFEL Basistechniken

Erlernen von Basistechniken

Was gehört zu den grundlegenden Techniken des Unterrichtens?

Texte

Lehren durch Instruktion

Darbietung im Unterricht

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 5 Spielphasen planen und begleiten

Basics

REGULA VON FELTEN UND DOROTHEA TUGGENER LIENHARD Was bedeutet Spielen für Kinder?

Zeit zum Spielen

Raum zum Spielen

Möglichkeiten der Spielbegleitung

Texte

«Stimulieren» oder «Wachsenlassen»? – eine pädagogische Streitfrage zum heutigen Kinderspiel

Der Raum als «dritter Erzieher»

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 6 Lernprozesse begleiten

Basics

URBAN FRAEFEL Was ist unter «Lernprozessbegleitung» zu verstehen?

Die Rahmentheorie: Wissen wird vornehmlich sozial konstruiert

Was sind die Merkmale der Lernprozessbegleitung?

Scaffolds und Feedbacks in der Übersicht

Die Kompetenz des Begleitens von Lernprozessen

Texte

Adaptiver Unterricht

Individuelle Lernbegleitung – Qualitätsansprüche und Indikatoren

Fordern und Fördern in der Grundschule

Kommentierte Literaturhinweise

Teil 2 Fokus eigenständiges Lernen

Kapitel 1 Was ist guter Unterricht?

Basics

HANS BERNER Eine alte und aktuelle Frage

Ein umfassendes Verständnis von gutem Unterricht

Unterrichtsgütekriterien-Merkmallisten

Was wissen wir über guten Unterricht?

Den guten Unterricht gibt es nicht!

Guter Unterricht ist niemals starr und dogmatisch

Texte

Was wissen wir über guten Unterricht?

Merkmale guten Unterrichts nach Andreas Helmke

Zwei entscheidende Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer

Die Bedeutung des Kontexts

Was ist aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern gut?

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 2 Inhalte auswählen

Basics

HANS BERNER Denken Lehrerinnen und Lehrer nur an ihren Stoff?

Zur zentralen Bedeutung der «Was-» und der «Warum-Frage»

Kritisch-konstruktive Didaktik als themenorientierter Didaktikansatz

Sinnvolle Themen finden – und begründen

Themenfrage als eine entscheidende Planungsaufgabe

Eine entscheidende Frage zur Themenbestimmung

Texte

Didaktische Rekonstruktion: Fachsystematik und Lernprozesse in der Balance halten

Themenzentrierte Interaktion (TZI) – die Inhalte bleiben wichtig

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 3 In Epochen unterrichten

Basics

RUDOLF ISLER Was verstehen wir unter «in Epochen unterrichten»?

Welche Ziele lassen sich verfolgen, wenn in Epochen unterrichtet wird?

Wie Epochen planen – Verbindung zum Planungsinstrument

Welche Rolle hat die Lehrperson im Epochenunterricht?

Chancen und Grenzen von Unterricht in Epochen

Texte

In Epochen unterrichten heißt die Schule von innen reformieren

Organisationsmodelle des Epochenunterrichts

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 4 Formen eigenständigen Lernens

Basics

THOMAS BIRRI 1 Werkstattunterricht

THOMAS BIRRI 2 Unterricht mit Lernplänen

THOMAS BIRRI 3 Atelierunterricht respektive Freiwahlunterricht

HANS BERNER 4 Dialogisches Lernen

HANS BERNER 5 Projektunterricht

PETRA HILD 6 Kooperatives Lernen

Kapitel 5 Beurteilen

Basics

CHRISTOPH SCHMID Beurteilung des Gelernten und Beurteilen für das Lernen

Beurteilungsfunktionen und Beurteilungsformen

Beurteilungsmaßstäbe

Kompetenzorientierte Beurteilung und Noten

Systematische Beobachtung und verbale Beurteilung

Selbstbestimmung und Lerndokumentationen

Sieben pädagogische Grundsätze zum Schluss

Texte

Prüfungssituationen

Kompetenzorientierung statt Mängeldiagnosen

Kommentierte Literaturhinweise

Kapitel 6 Zusammenwirken von Fremd- und Selbststeuerung

Basics

BARBARA ZUMSTEG Verschiedene Bildungsziele erfordern unterschiedliche Unterrichtsmethoden

Der Vielfalt Struktur geben

Dimensionen offenen Unterrichts

Texte

Binnendifferenzierung − eine Utopie?

Kommentierte Literaturhinweise

Anhang

Planungsübersicht

Autorinnen und Autoren

Vorwort

Vorwort

In seinem 2005 veröffentlichten Bestseller «Teacher Man» schreibt Frank McCourt über seine Erfahrungen als Lehrer in der rauen schulischen Realität von New York. Er erzählt, was er von seinen insgesamt zwölftausend Schülerinnen und Schülern gelernt hat als Lehrer, als Geschichtenerzähler, als Schriftsteller. Am Anfang seiner Lehrerausbildung hatte Frank McCourt ganz klare und einfache Vorstellungen: «Unterrichten stellte ich mir ganz einfach vor: Man erzählt den Schülern, was man weiß, und irgendwann hält man Prüfungen ab und verteilt Noten.» [1] Nach ersten Erfahrungen realisiert er: «Da kommen sie. Und ich bin nicht bereit. Wie könnte ich auch? Ich muss das Lehren erst noch lernen.» [2]

 

Das Studienbuch «Didaktisch handeln und denken» soll einen Beitrag zu diesem Lernen des Lehrens leisten. Es soll Studienanfängerinnen und Studienanfänger in grundlegende Kompetenzen und Aspekte des didaktischen Handelns und Denkens sowie in Fragen des Berufs einführen. Dieses Buch ist aus der Zusammenführung der beiden Bände «Didaktisch handeln und denken 1» und «Didaktisch handeln und denken 2» entstanden, die von 2011 bis 2017 über die Publikationsstelle der Pädagogischen Hochschule Zürich herausgegeben wurden.

 

Es wurde für angehende Lehrkräfte aller Schulstufen der obligatorischen Schulzeit in der Schweiz konzipiert und enthält vor allem Beispiele aus diesen Bereichen. Viele der zugrundeliegenden Inhalte lassen sich aber auch auf Schulsysteme anderer Stufen und Länder anwenden.

 

Jedes Kapitel folgt dem gleichen Aufbau: zu Beginn ein Grundlagenteil, in dem der aktuelle Stand des Wissens kompakt zusammengefasst ist (Basics), gefolgt von einem Teil mit ausgewählten Quellentexten und weiterführenden kommentierten Literaturhinweisen (Texte).

Basics

Eine kompakte Übersicht führt in das Thema ein und resümiert die zentralen Begriffe, Konzepte und Zusammenhänge.

Texte

Dieser Teil umfasst ausgewählte Quellentexte verschiedener Autoren und Autorinnen zu diesem Thema. Zudem enthält er kommentierte Literaturhinweise.

 

Zu jedem Kapitel stehen unter https://mehr.hep-verlag.com/didaktisch-handeln-und-denken weiterführende Materialien zur Verfügung, wie sie in den beiden ehemaligen Bänden abgedruckt waren. Sie ergänzen das Thema des Kapitels mit Beispielen, weiteren Texten und Konkretisierungen, teilweise spezifisch für einzelne Stufen und Fächer. Eine ausgewogene, vollständige Dokumentation zu den Themen der einzelnen Kapitel ist weder gewollt noch möglich. Die Konzepte und Materialien zeigen vielmehr die Aspekte des Themas und stellen es aus verschiedenen Blickwinkeln dar – zum Teil bewusst widersprüchlich. Diese Breite soll dazu beitragen, sich vielfältig mit dem Thema auseinanderzusetzen, um anschließend mit anderen darüber diskutieren zu können.

 

Für die vorliegende Neuausgabe wurden alle Kapitel begrifflich angepasst, sodass sie mit der aktuellen Terminologie der Kompetenzorientierung des Schweizer Lehrplans 21 korrespondieren. Ein neues Kapitel «Kompetenzorientiert unterrichten – Lernziele formulieren» ersetzt das ehemalige Kapitel 3 des ersten Bands «Ziele setzen». Abgesehen von diesen Anpassungen und einigen wenigen sprachlichen und formalen Korrekturen wurden keine Änderungen vorgenommen, die Grundlagenteile sowie die abgedruckten Quellentexte entsprechen inhaltlich denjenigen in den beiden ehemaligen Bänden.

Teil 1 des Studienbuchs widmet sich, ausgehend von der Grundfrage «Was sind gute Lehrerinnen und Lehrer?», den Themen «Unterricht beobachten – Feedback geben – reflektieren», «kompetenzorientiert unterrichten – Lernziele formulieren», «Lehren durch Instruieren – Lernen durch Konstruieren», «Spielphasen planen und begleiten» sowie «Lernprozesse begleiten». Teil 2 fokussiert, ausgehend von der Grundfrage «Was ist guter Unterricht?», auf die Themenbereiche «Inhalte auswählen», «in Epochen unterrichten», «selbstständig lernen» durch Unterrichtskonzeptionen wie Werkstattunterricht, Unterricht mit Lernplänen, Atelierarbeit, dialogisches Lernen, Projektunterricht, kooperatives Lernen und schließlich auf die Beurteilung von Lernfortschritten.

Im abschließenden, zusammenfassenden Kapitel 6 von Teil 2 wird die anspruchsvolle Balanceleistung zwischen Instruktion und Konstruktion diskutiert.

Wir bedanken uns bei allen Verantwortlichen und Beteiligten der berufspraktischen Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich, die mit ihren kritisch-konstruktiven Rückmeldungen und Optimierungsvorschlägen einen Beitrag geleistet haben, diese Grundlagen für die berufspraktische Ausbildung in einer Balance zwischen Theoretisch-Anspruchsvollem und Praktisch-Anwendbarem zu halten. Ein besonderer Dank geht an die Autorinnen und Autoren der einzelnen Kapitel und an Andreas Hug und Mathis Kramer-Länger, die für diese Neuausgabe die oben erwähnten begrifflichen Anpassungen vorgenommen haben. Speziell hervorheben möchten wir die Leistung des Fotografen René Rötheli: Aus seiner großen Sammlung konnten wir faszinierende Bilder auswählen, die den anspruchsvollen Prozess des didaktischen Handelns und Denkens von Lehrpersonen symbolisieren.

 

Im August 2018

Hans Berner und Barbara Zumsteg

Teil 1
Fokus angeleitetes Lernen