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Diabetes Pflege-Kompass

Dr. rer. nat. Ortrud Hamann, Irene Feucht, Nicole Gatz, Dr. med. Hellmut Küster, Dr. med. Ann-Kathrin Meyer, Mareike Schmidt

Diabetes Pflege-Kompass

Strukturierte Arbeitsabläufe für die Diabetes-Pflegepraxis

Dr. rer. nat. Ortrud Hamann, Irene Feucht, Nicole Gatz, Dr. med. Hellmut Küster, Dr. med. Ann-Kathrin Meyer, Mareike Schmidt

Diabetes Pflege-Kompass

Strukturierte Arbeitsabläufe für die Diabetes-Pflegepraxis

Inhalt

Die Autoren

Hinweise

Einführung

Strukturierte Arbeitsabläufe

Aufnahme eines Patienten mit Diabetes

Zusammenarbeit Arzt – Pflege

Krankenbeobachtung bei Patienten mit Diabetes

Blutglukosebestimmung

Ernährung bei Diabetestherapie

Medikamentengabe bei Diabetes

Insulininjektion

Handeln bei Überzuckerung

Handeln bei Unterzuckerung

Kommentare zu den Arbeitsabläufen

Grundlagen Diabetes mellitus

Kommentare zum Arbeitsablauf „Aufnahme eines Patienten mit Diabetes“

Kommentare zum Arbeitsablauf „Zusammenarbeit Arzt – Pflege“

Kommentare zum Arbeitsablauf „Krankenbeobachtung bei Patienten mit Diabetes“

Kommentare Arbeitsablauf „Blutglukosebestimmung“

Kommentare Arbeitsablauf „Ernährung bei Diabetestherapie“

Kommentare Arbeitsablauf „Medikamentengabe bei Diabetes“

Kommentare Arbeitsablauf „Insulininjektion“

Kommentare Arbeitsablauf „Handeln bei Überzuckerung“

Kommentare Arbeitsablauf „Handeln bei Unterzuckerung“

Musterblätter für die Pflegeeinrichtung

Muster – Diabetes Aufnahmebogen

Muster – Fußinspektion „Gut zu Fuß“

Muster – Zusammenarbeit Arzt – Pflege

Muster – Blutglukoseprotokoll zur Übermittlung an die Arztpraxis

Muster – Qualitätskontrollec Blutglukosemesssystem

Muster – Insulindosisanpassungsschema

Muster – Handeln bei Überzuckerung*

Muster – Handeln bei Unterzuckerung

Beratungsunterlagen für Patienten

Beratung „Ihre Diabetes-Ziele“

Beratung „Rund um die Blutglukose“ – Zielbereiche und Messwerte

Beratung „Anleitung mit der Erfolgskarte Blutglukosebestimmung“

Beratung „Ihre Ernährungspyramide“

Beratung „Ihre Insulintherapie“

Beratung „Anleitung mit der Erfolgskarte Insulininjektion“

Beratung „Handeln bei Überzuckerung“

Beratung „Handeln bei Unterzuckerung“

Beratung „Gut zu Fuß“ – Ihr regelmäßiger Fuß Check

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Buch-Code: AH1053

Die Autoren

Den Diabetes Pflege Kompass hat ein interdisziplinäres Autorenteam gestaltet.

Dr. rer. nat. Ortrud Hamann

Sie ist Fachwissenschaftlerin der Medizin. Lange Jahre war sie als Laborleiterin und in der Forschung verschiedener Sportarten tätig. Zwischen 1992 – 1997 hat sie ihre Erfahrungen in Projekte zum Thema Diabetes in einer Pharmafirma eingebracht. Seit 1998 ist sie selbstständig für unterschiedliche Institutionen und Firmen im Gesundheitswesen beratend tätig. Es ist immer ihr Ansinnen vorhandenes Wissen so zu strukturieren, dass es vor allem dem Patienten zugutekommt und anwendbar wird. Seit 2000 hat sie gemeinsam mit dem Bundesverband für Private Anbieter Sozialer Dienste (bpa e.V.) ein Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter der Pflege entwickelt und angeboten. Diese Zusatzqualifikation zur Diabetes Pflegefachkraft ist inzwischen von der Deutschen Diabetes Gesellschaft anerkannt.

Nicole Gatz

Gründete 1996 den ambulanten Pflegedienst Hilfe Daheim in Hamburg. Von Beginn an folgte sie mit ihrem Team dem Motto „Pflegen mit Respekt“. Der Respekt gebührt allerdings nicht nur den betreuten Senioren, sondern auch den Mitarbeitern, Ärzten und anderen Partnern. Es war damals und ist heute ihre Überzeugung, dass alle Beteiligten mit ihren Bedürfnissen gehört werden müssen, damit eine exzellente Pflege erfolgen kann. Auf einer guten Kommunikation und Koordination zwischen allen Beteiligten baut sie den Erfolg auf.

Nicole Gatz ist Mitglied im Vorstand des bpa Hamburg und besitzt die Qualifikation zur Diabetes Pflegefachkraft. Die Versorgung von Menschen mit Diabetes in im eigenen Zuhause ist ein Schwerpunkt ihrer Pflegeeinrichtung.

Ständig ist sie fokussiert die Arbeitssicherheit und Erleichterung für die Pflegekräfte zu gewährleisten.

Irene Feucht

Nach ihrem Studienabschluss Dipl. Ing. FH Ernährungstechnik und ihrer Weiterbildung zur Diabetesberaterin DDG, ist sie seit 1998 in der geriatrischen Rehabilitationsklinik in Aalen und seit 2004 im Bethesda-Krankenhaus Ulm und Stuttgart tätig. Hier war sie maßgeblich an der Entwicklung des ersten strukturierten Diabetes-Schulungsprogramms SGS für Menschen mit Diabetes im höheren Lebensalter beteiligt. Sie gehörte viele Jahre dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Pflege der DDG an. Neben ihrer Tätigkeit der Schulung und Betreuung von Menschen mit Diabetes im Krankenhaus, hält sie Vorträge und leitet Seminare für Ärzte und Diabetesberaterinnen.

Ein Schwerpunkt ihrer täglichen Arbeit ist die Verbesserung der Zusammenarbeit mit der Pflege mit dem Ziel der Qualitätssicherung für die zu betreuenden Menschen mit Diabetes.

Dr. med. Ann-Kathrin Meyer

Nach ihrem Medizinstudium und der Weiterbildung zur Fachärztin für Medizin ist sie von 1995 – 1998 Leitende Oberärztin der Klinik für Geriatrie am Zentralkrankenhaus Bremen-Nord. 1998 wechselte sie als Chefärztin an die Geriatrische Klinik der Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek.

Neben der Geriatrie ist die Diabetologie ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

Frau Dr. Meyer hat verantwortungsvolle Aufgaben sowohl in der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, als auch der Deutschen Diabetes Gesellschaft übernommen.

Dr. med. Hellmut Küster

Als Arzt hat er lange Jahre im Ausland gearbeitet. Seit 2005 betreut er als beratender Arzt im bei einem Träger von stationären Pflegeeinrichtungen und Rehakliniken das Medizinische Qualitätsmanagement. Neben der internen Verbesserung der Pflege, vor allem auch für Menschen mit Diabetes, ist er um die wirksame regionale Zusammenarbeit der Pflegeeinrichtungen mit den betreuenden Ärzten bemüht. Die Kooperation von Diabetologischen Schwerpunktpraxen mit Pflegeeinrichtungen und die kontinuierliche Qualifikation der Mitarbeiter in der Diabetesbetreuung sind wichtige Schwerpunkte und Ergebnisse seiner Tätigkeit.

Mareike Schmidt

Seit 2015 betreut sie im Diabetesbereich als Fachgruppenverantwortliche alle Projekte bei Sanofi zum Thema Diabetesberatung und Pflege. Es ist ihr ein Anliegen, dass alle Bestrebungen immer einen Beitrag für die Lebensqualität und die Gesundheit der Patienten leisten. Eine gut strukturierte, praxisnahe Qualifikation von Pflegekräften ist dafür eine entscheidende Grundlage.

 

 

Diese Buch ist in Kooperation mit Sanofi-Aventis Deutschland GmbH entstanden.

 

 

Korrespondierende Autorin:

Dr. Ortrud Hamann

E-Mail: ohamann@arcor.de

Hinweise

Der vorliegende Text wurde so verfasst, dass er für die Tätigkeit der Pflegekräfte in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, sowie im Krankenhaus Gültigkeit hat. Daraus ergeben sich einige Hinweise für die Verwendung von Begriffen.

Patient

Menschen mit Diabetes, die von Mitarbeitern der Pflege versorgt werden, werden hier grundsätzlich als Patienten bezeichnet. Darin eingeschlossen sind also die in der ambulanten oder stationären Pflege üblichen Bezeichnungen Kunde, Bewohner u. a. Bezeichnungen. Patient bezeichnet sowohl die Männer als die Frauen.

Pflegeeinrichtungen

Mit Pflegeeinrichtung werden ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen, sowie Krankenhäuser und andere Einrichtungen bezeichnet.

Pflegekräfte

Pflegekräfte ist der verwandte Begriff für alle männlichen und weiblichen Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen.

Leistungsaufträge

Der vor allem in ambulanten Pflegediensten übliche Begriff Leistungsauftrag, wird hier auf alle ärztlichen Aufträge an die Pflegeeinrichtung erweitert.

Behandlungspflegerische Betreuung

In diesen Begriff eingeschlossen ist die Behandlungspflege nach § 37 SGB V für die ambulante Pflege ebenso, wie ärztliche Therapieanordnungen in stationären Pflegeeinrichtungen. Behandlungspflegerische Betreuung umfasst hier ausschließlich die pflegerischen Handlungen im Rahmen der Diabetestherapie.

Glukose

In den letzten Jahren und in der Zukunft wird der Begriff „Blutzucker“ durch die genauere Bezeichnung „Blutglukose“ ersetzt. Deshalb wird im vorliegenden Text durchgängig dieser Begriff verwendet.

Insulineinheiten

Humaninsuline werden mit I.E. (internationales Einheiten) angegeben. Für Analoginsuline gilt dagegen die Angabe E (Einheit). Im Text wird weitgehend auf diese Unterscheidung verzichtet und für alle Insulinangaben die Bezeichnung E benutzt.

Einführung

Die Zahl der Menschen mit Diabetes, die von Pflegekräften in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und durch ambulante Pflegedienste betreut werden nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. So sind heute ca. 25 % der in ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen betreuten Menschen an Diabetes mellitus erkrankt.

Die Ausbildung der Pflegefachkräfte und Altenpfleger und die Weiterbildung der langjährigen Mitarbeiter in der Pflege weist nach wie vor deutliche Defizite auf. Außerdem ist sie zu sehr auf die Wissensvermittlung konzentriert und beachtet zu wenig die praktischen Belange der Ausführung der Leistungsaufträge.

Pflegekräfte erhalten vom Arzt definierte Leistungsaufträge, wie die Blutglukosebestimmung, die Medikamentengabe oder die Insulininjektion. Das Verhalten bei Unterzuckerung, bei Überzuckerung, die Krankenbeobachtung, die Dokumentation, die Beratung und Kooperation mit Ärzten, Apotheken, u. a. sind ebenfalls Teil der Leistungsaufträge.

Die Ausführung der Leistungsaufträge durch die Mitarbeiter der Pflege erfolgt sehr unterschiedlich. Je nach den Auffassungen und Kenntnissen der einzelnen Pflegekräfte haben sich Handlungsabläufe herausgebildet. Bei den Patienten führt dies häufig zu Irritationen, wenn wechselnde Pflegekräfte anders arbeiten.

Da die Leistungsaufträge im Grunde jedoch aus festgelegten aufeinander folgenden Arbeitsschritten bestehen, werden diese hier definiert und als Arbeitsstruktur für die Behandlungspflege bei Diabetes angeboten.

Wenn eine Pflegeeinrichtung die Behandlungspflege im Alltag nach strukturierten Arbeitsabläufen erbringt, wird die Zufriedenheit der betreuten Menschen mit Diabetes und auch der Mitarbeiter steigen.

Die Arbeiten im Gesundheitswesen erfolgen nicht selten unter Zeitdruck und Hektik. Umso notwendiger sind klare Festlegungen der Arbeitsabläufe. Diese müssen geschult und eingeübt werden. Ihre Wirkungen können sie erst entfalten, wenn alle Mitarbeiter die Arbeitsabläufe kennen, sicher beherrschen und praktizieren. So bilden sich einheitliche Handlungsmuster heraus. Diese Handlungsmuster erhöhen die Qualität der Arbeit und führen zu Zeitersparnissen, weil Fehlerkorrekturen minimiert werden.

Es ist möglich die Handlungsroutinen anhand der definierten Arbeitsabläufe in regelmäßigen Abständen wieder zu reflektieren und zu überprüfen, ob sie noch übereinstimmen.

Strukturierte Arbeitsabläufe

Was sind strukturierte Arbeitsabläufe?

Strukturierte Arbeitsabläufe beschreiben das Schritt für Schritt Vorgehen im Rahmen der Ausführung der Leistungsaufträge. In der Industrie und in vielen Dienstleistungsbereichen sind „Standard Operating Procedure – SOP1“ allgemein bekannt und werden zur einheitlichen Erbringung der Leistungen eingesetzt. Der Organisationsaufwand in den Firmen wird dadurch geringer, die Arbeitsabläufe transparenter und sicherer. Die Einarbeitung der Mitarbeiter wird effektiver.

Diese Erfahrungen waren Grundlage für die Entwicklung der Arbeitsabläufe in der behandlungspflegerischen Betreuung von Menschen mit Diabetes. Egal, wo der Patient seine Leistung erhält, die Ausführung der Leistung ist allgemeines pflegerisches Handeln und als solches für alle Einrichtungen prinzipiell anwendbar. Es ist egal, wer, wo und bei wem z.B. eine Insulininjektion ausgeführt wird, sie erfordert die gleichen Arbeitsschritte.

Gängige Pflegestandards begrenzen sich auf allgemeine Beschreibungen zur Pflege. Mit den strukturierten Arbeitsabläufen werden für das Krankheitsbild Diabetes mellitus konkrete Handlungsanweisungen beschrieben. Die fachlichen Grundlagen der Schritte werden in den Kommentaren zu den Arbeitsabläufen (Seite 23 f.) erläutert.

Selbstverständlich können die vorgestellten Arbeitsabläufe an das bisherige Vorgehen in einer Pflegeeinrichtung angepasst werden. Insbesondere bei den Vor- und Nachbereitungen ist es sinnvoll interne, eigene Herangehensweisen einzufügen. Insofern sind die Arbeitsabläufe „lernende Systeme“.

Welche Arbeitsabläufe gibt es?

Für die behandlungspflegerische Betreuung bei Diabetes mellitus wurden die folgenden Arbeitsabläufe für Standardsituationen erarbeitet.

1. Aufnahme eines Patienten mit Diabetes

2. Zusammenarbeit Arzt – Pflege

3. Krankenbeobachtung bei Patienten mit Diabetes

4. Blutglukosebestimmung

5. Ernährung bei Diabetestherapie

6. Medikamentengabe bei Diabetes

7. Insulininjektion

8. Handeln bei Überzuckerung

9. Handeln bei Unterzuckerung

Wie sind sie strukturiert?

Jeder Arbeitsablauf ist grundsätzlich in drei Phasen gegliedert.

■ Vorbereitung

■ Durchführung

■ Nachbereitung

Die Vorbereitung fordert zunächst auf, die fachlichen Grundlagen zum Thema des Arbeitsablaufes zu kennen. Als nächstes werden die vorbereitenden Schritte der Zusammenarbeit mit dem Arzt und dem Patienten ausgeführt. Zum Abschluss der Vorbereitung werden die Materialbereitstellung und die hygienische Vorbereitung erfolgen.

Die Durchführung bildet den Hauptteil der strukturierten Arbeitsabläufe. Hier werden die Handlungsschritte in unterschiedlichen pflegerischen Situationen beschrieben. Bei Überzuckerungen z. B. werden je nach Stadium der Überzuckerung mit Blutglukosewerten und Symptomen, die Handlungen bei einer leichten, beginnenden oder gefährlichen Überzuckerung mit Gefahr des hyperosmolaren Komas, sowie das Handeln bei einer diabetischen Ketoazidose veranschaulicht. Je nach aktueller Patientensituation kann das Handeln ausgewählt werden.

Die Nachbereitung beendet die Ausführung eines jeden Leistungsauftrages mit Hinweisen, was nach der Durchführung zu tun ist und wie die nächste Leistung vorbereitet wird.

Wie kann man die Arbeitsabläufe verwenden?

Für die praktische Verwendung der Arbeitsabläufe in der Pflegeeinrichtung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können zur Reflektion des gegenwärtigen Arbeitsstils, zur Einführung eines einheitlichen Ablaufes bei der Erfüllung des Leistungsauftrages, in der Ausbildung und der Anleitung neuer Mitarbeiter oder zum Nachschlagen bei Unklarheiten eingesetzt werden.

Es können zunächst die Vorbereitungs- und Nachbereitungsschritte aller Arbeitsabläufe auf Übereinstimmung mit dem üblichen Vorgehen in der Pflegeeinrichtung verglichen werden. Bei der Durchführung stehen vor allem die Anforderungen der Diabetestherapie im Mittelpunkt. Sie sind mit dem eigenen Vorgehen in der Einrichtung zu überprüfen und eventuell anzupassen.

Mitarbeiterfortbildungen sind anhand der Arbeitsabläufe durchzuführen.

Aufnahme eines Patienten mit Diabetes

1-A

Vorbereitung der Aufnahme eines Patienten mit Diabetes

1- A 1

Bei ambulanter Behandlungspflege: Leistungsauftrag zur Behandlungspflege nach § 37 Abs. 2 SGB V erhalten
Bei stationärer Pflege: Therapieplan des Arztes zur Behandlungspflege erhalten

1-A 2

Materialien für das Erstgespräch mit dem Patienten zusammenstellen

1-A 3

Materialien soweit wie möglich bereits vorbereiten

1-A 4

Erstkontakt mit dem behandelnden Arzt aufnehmen

1-A 5

Termin für das Erstgespräch mit dem Patienten vereinbaren

 

 

1-B 1

Erstgespräch bei Aufnahme des Patienten mit Diabetes durchführen

1-B 1.1

Kontaktaufnahme mit Patienten herstellen und Leistungsauftrag bzw. Therapieplan erläutern

1-B 1.2

Diabetes Pflegeanamnese erheben (Musterblatt Diabetes Aufnahmebogen)

1-B 1.3

Absprachen zum künftigen Ablauf der Leistungserbringung treffen

 

 

1-B 2

Diabestes Pflegeplanung

1-B 2.1

Erkennen der Diabetes Pflegeprobleme und Ressourcen

1-B 2.2

Festlegen der Diabetes Pflegeziele

1-B 2.3

Planen der behandlungspflegerischen Maßnahmen

 

 

1-C

Nachbereitung der Aufnahme eines Patienten mit Diabetes

1-C 1

Patientenakte anlegen und Diabetes Pflegeplan erstellen

1-C 2

Diabetes Pflegeplan mit Mitarbeitern besprechen und implementieren

1-C 3

Verantwortlichen Mitarbeiter schriftlich informieren und beauftragen

1-C 4

Termin für Wirksamkeitskontrolle der Maßnahmen festlegen

 

 

Zusammenarbeit Arzt – Pflege

2-A

Vorbereitung der Zusammenarbeit

2-A 1

Rechtliche Grundlagen der Zusammenarbeit kennen

2-A 2

Erstkontakt mit dem behandelnden Arzt vorbereiten

2-A 3

Kontaktaufnahme mit dem Arzt

2-B 1

Arztkontakt zur Konkretisierung des Leistungsauftrages vor Beginn der Leistungserbringung

2-B 1.1

Medikationsplan des Patienten klären

2-B 1.2

Besonderheiten des Patienten hinsichtlich der Diabetestherapie klären

2-B 1.3

Individuelle Blutglukosezielbereiche für den Patienten abstimmen

2-B 1.4

Blutglukosemessplan für den Patienten abstimmen

2-B 1.5

Verfahren der Arztinformation bei Über- oder Unterzuckerungen klären

2-B 1.6

Verfahren der Arztinformation beim Auftreten anderer Erkrankungen abstimmen

2-B 2

Arztinformation während der Behandlungspflege

2-B 2.1

Arztinformation bei Blutglukosewerten über und Symptomen

2-B 2.2

Arztinformation bei Blutglukosewerten unter ...... und Symptomen

2-B 2.3

Arztinformation bei Auslassen der Therapie

2-B 2.4

Arztinformation bei Insulinanpassungen nach Insulindosisanpassungsschema

2-B 2.5

Arztvisite/ Hausbesuch vorbereiten

2-C

Nachbereitung der Zusammenarbeit Arzt – Pflege

2-C 1

Abweichungen von geplanter Pflege im Pflegebericht dokumentieren

2-C 2

Leistungserbringung im Leistungsnachweis dokumentieren

2-C 3

Abstimmungen der Zusammenarbeit während der pflegerischen Betreuung aktualisieren

2-C 4

Verordnungen und Rezepte einfordern

2-C 5

Informationsprozess begleiten

Krankenbeobachtung bei Patienten mit Diabetes

3-A

Vorbereitung der Krankenbeobachtung

3-A 1

Schwerpunkte der Krankenbeobachtung bei Diabetes kennen

3-A 2

Arbeitsabläufe für Patientenaufnahme, Zusammenarbeit mit dem Arzt, Ernährung, Blutglukosebestimmung, Medikamentengabe, Insulininjektion, Handeln bei Über- und Unterzuckerung kennen

3-A 3

Ablauf der Krankenbeobachtung: wahrnehmen, feststellen, überprüfen und handeln, kennen

3-B 1

Krankenbeobachtung vor Ausführung von Maßnahmen der Behandlungspflege

3-B 1.1

Ernährung (siehe Arbeitsablauf 5 „Ernährung bei Diabetestherapie“)

3-B 1.2

Blutglukoseschwankungen (siehe Arbeitsablauf 4 „Blutglukosebestimmung“)

3-B 1.3

Medikamentenwechsel (siehe Arbeitsablauf 6 „Medikamentengabe“)

3-B 1.4

auffällige Spritzstellen (siehe Arbeitsablauf 7 „Insulininjektion“)

3-B 1.5

Symptome der Überzuckerung (siehe Arbeitsablauf 8 „Handeln bei Überzuckerung“)

3-B 1.6

Symptome der Unterzuckerung (siehe Arbeitsablauf 9 „Handeln bei Unterzuckerung“)

3-B 1.7

notwendige Therapieanpassung (siehe Arbeitsablauf 2 „Zusammenarbeit Arzt- Pflege“)

3-B 2

Krankenbeobachtung bei pflegerischer Betreuung

3-B 2.1

bei Patienten mit Diabetestherapie und Unterzuckerungsgefahr die Symptome und Risiken einer Unterzuckerung ausschließen

3-B 2.2

bei Patienten mit Überzuckerung auf die Gefahr der Austrocknung und auf ausgeschiedene Harnmenge und weitere Symptome achten

3-B 2.3

bei Patienten mit vermehrten Stürzen auf den Blutglukosewert achten

3-B 2.4

bei Patienten mit Inkontinenz auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

3-B 2.5

bei Patienten mit Hautirritationen und schlecht heilenden Wunden auf den Blutglukosewert achten

3-B 2.6

bei Patienten mit schlechtem Zahnstatus auf Zahnarztbehandlung und Blutglukosewerte achten

3-B 2.7

bei Patienten mit Diabetes grundsätzlich auf die Füße, Schuhe und Strümpfe achten

3-B 2.8

bei Patienten mit Diabetes auf die Einhaltung ärztlicher Untersuchungstermine achten

3-C

Nachbereitung der Krankenbeobachtung

3-C 1

Wahrgenommene und festgestellte Beobachtungen überprüfen

3-C 2

Maßnahmen zur Behebung der Beobachtungsergebnisse einleiten und durchführen

3-C 3

Beobachtungsergebnisse und durchgeführte Maßnahmen dokumentieren

Blutglukosebestimmung

4-A

Vorbereitung der Blutglukosebestimmung

4-A 1

Blutglukosenormwerte kennen

4-A 2

Aufbau und Funktionsweise von Sicherheitslanzetten kennen

4-A 3

Aufbau und Funktionsweise von Blutglukosemessgeräten kennen

4-A 4

Vom Arzt individuellen Blutglukosemessplan für Patienten erhalten

4-A 5

Vom Arzt individuellen Blutglukosezielbereich für Patienten erhalten

4-A 6

Mit dem Arzt Übermittlungsverfahren der Blutglukosewerte festlegen

4-A 7

Material für die Messung vollständig zusammenstellen

4-A 8

Funktionsbereitschaft des Blutglukosemessgerätes prüfen

4-A 9

Richtigen Teststreifen zum Blutglukosemessgerät auswählen

4-A 10

Verfallsdatum auf der Teststreifendose beachten

4-A 11

Sicherheitslanzette mit passender Einstichtiefe auswählen und vorbereiten

4-A 12

Auf richtigen Messzeitpunkt achten

4-A 13

Patienten informieren

4-A 14

Hände desinfizieren und Schutzhandschuhe anziehen

4-B

Durchführung der Blutentnahme und Blutglukosemessung

4-B 1

Zur Blutentnahme richtige Punktionsstelle auswählen

4-B 2

Durchblutung anregen

4-B 3

Punktionsstelle desinfizieren und trocknen lassen

4-B 4

Sicherheitslanzette bereithalten

4-B 5

Teststreifendose öffnen, Teststreifen entnehmen und Dose sofort verschließen

4-B 6

Teststreifen korrekt in das Glukosemessgerät einführen

4-B 7

Betriebsbereitschaft des Glukosemessgerätes abwarten

4-B 8

Korrekte Punktion durchführen

4-B 9

Blutstropfen ohne Drücken gewinnen

4-B 10

Teststreifen mit Blutzglukosemessgerät korrekt an den Blutstropfen halten, bis die Messung startet

4-B 11

Punktionsstelle danach mit Zellstofftupfer komprimieren

4-B 12

Erscheinen des Messergebnisses abwarten

4-B 13

Messergebnis ablesen

4-B 14

Messergebnis in Diabetestagebuch und Patientenakte dokumentieren

4-B 15

Blutglukosewert mit dem Patienten auswerten

4-C

Nachbereitung der Blutglukosebestimmung

4-C1

Lanzette, Testreifen und Handschuhe ordnungsgemäß entsorgen

4-C 2

Hände desinfizieren

4-C 3

Blutglukosemessgerät säubern und Daten löschen

4-C 4

Blutglukosewerte auswerten und mit Blutglukosezielbereich vergleichen

4-C 5

Zusätzliche Medikamentengabe und Besonderheiten/Symptome dokumentieren

4-C 6

Wie festgelegt Blutglukosewerte und Besonderheiten an den Arzt übermitteln

4-C 7

Materialvorrat kontrollieren und fehlendes Material nachbestellen

4-C 8

Qualitätskontrolle der Blutglukosemessgeräte nach Vorschrift durchführen

Ernährung bei Diabetestherapie

5-A

Vorbereitung

5-A 1

Besonderheiten der Ernährung bei Diabetestherapie kennen

5-A 2

Schnell und langsam blutglukoseerhöhende Nahrungsmittel und Getränke kennen

5-A 3

Bedeutung der Flüssigkeitsaufnahme bei Diabetestherapie kennen

5-A 4

besondere Situationen des Patienten in der Ernährung kennen

5-A 5

Patient hinsichtlich Medikation mit Unterzuckerungsrisiko zuordnen

5-A 6

Patient hinsichtlich Überzuckerungsrisiko zuordnen

5-A 7

Patient hinsichtlich der Gefahr einer Exsikkose bei Gabe von oralen Antidiabetika zuordnen

5-A 8

Patient hinsichtlich der Ernährung mit unterschiedlich wirkenden blutglukoseerhöhenden Nahrungsmitteln entsprechend der Medikation beraten

5-A 9

Patient über Unterzuckerungsrisiko bei fehlender Nahrungsaufnahme nach Medikation mit Insulin- und/oder Sulfonylharnstoffen und -analoga beraten

5-B 1

Aktuellen Ernährungszustand erfassen

5-B 1.1

Die Versorgung des Patienten und die Nahrungsaufnahme sind gesichert

5-B 1.2

Patient isst vor oder nach der Insulininjektion oder Gabe von Sulfonylharnstoffen und/oder -analoga die zur Medikamentendosis passende Art und Menge von Kohlenhydraten

5-B 1.3

Patient isst ballaststoffreiche Nahrung, damit der Blutglukosewert nur gering ansteigt.

5-B 1.4

Patient trinkt ausreichend Wasser oder ungesüßten Kräutertee, um Überzuckerungsgefahr zu verringern und Austrocknung (Exsikkose) vorzubeugen

5-B 2

Ernährung bei Funktionseinschränkungen

5-B 2.1

Bei gestörter Feinmotorik der Hände ausreichende Ernährung sichern durch mundgerechte Zerkleinerung der Mahlzeit und/oder Anreichen. Überprüfen, ob besondere Essenshilfen benötigt werden

5-B 2.2

Bei Kauschwierigkeiten Ernährung sichern durch mundgerechte Zerkleinerung. Grund der Kauschwierigkeiten, wie Zahnprobleme oder Wunden im Mundraum, ermitteln und wenn möglich Maßnahmen zur Beseitigung einleiten

5-B 2.3

Bei Schluckstörungen Ernährung sichern durch Andicken von Flüssigkeiten bzw. Anpassung der Konsistenz der Nahrung nach Vorschrift

5-B 2.4

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