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Der Zauber des Augenblicks

Johanna Theden

Der Zauber des Augenblicks

Liebe Leserinnen und Leser,

 

diese Ausgabe wird leider die letzte von „Sturm der Liebe“ sein – schweren Herzens haben wir uns entschieden, die Reihe nicht mehr fortzusetzen. Wir möchten uns ausdrücklich für Ihre Treue in den letzten Jahren bedanken und eine Empfehlung aussprechen: JULIA Bestseller bietet jeden Monat drei atemberaubende Liebesromane einer CORA-Erfolgsautorin. Bestseller, die Sie mitreißen und begeistern werden.

 

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß beim Schmökern!
Ihre CORA-Redaktion

1. KAPITEL

Julius hatte Charlotte zu einem Spaziergang überredet. Sie war vollkommen durcheinander – vergeblich hatte sie seine Hütte nach Wanzen durchsucht.

„Ich meine ja nicht, dass du dir etwas einbildest“, sagte er vorsichtig. „Aber wenn du meine ganze Hütte auf den Kopf stellst …“ Sie schwieg verbissen. „Nach der ganzen Aufregung mit der van Norden, dem Zeckenbiss und so weiter …“, fuhr er fort. „Da ist es doch ganz normal, dass du ein wenig dünnhäutig bist.“

Nun nickte sie. „Vielleicht sollte ich einen anderen Arzt konsultieren?“, überlegte sie laut. „Eine zweite Meinung einholen?“

„Oder eine Kur?“, ergänzte er.

„Was sollte das bringen?“, fragte sie.

„Mit ärztlicher Betreuung …“

„Du meinst eine psychiatrische Klinik?“ Charlotte presste die Lippen zusammen.

„Ich meine einen stationären Aufenthalt“, erwiderte er. „Wo du mal Abstand bekommst zu all dem hier.“

„Ich gehe nicht in eine geschlossene Anstalt“, erklärte sie kategorisch. „Am Ende komme ich da nie wieder raus.“

„Das ist doch Unsinn!“, protestierte er.

„Und dann verliere ich wirklich noch vollends den Verstand!“, ereiferte sie sich weiter. „Nein, auf keinen Fall! Ich lasse mich nicht einweisen!“

Doktor Drescher hatte sich mit Doris auf der Almwiese verabredet. Nach dem Besuch von Werner Saalfeld in seiner Praxis war der Arzt außer sich vor Sorge. Doris versuchte, ihn zu beruhigen.

„Hätte Werner uns beide im Verdacht, hätte er mich längst zur Rede gestellt“, meinte sie bitter. „Wenn es um seine Ex geht, nimmt er nämlich keinerlei Rücksicht auf mich.“

„Und warum unterstellt er mir dann, ich behandele seine Exfrau nicht korrekt?“, entgegnete Drescher skeptisch.

„Aus einem übersteigerten Beschützersyndrom, was seine Ex angeht.“ Doris schnaubte. „Und mit dieser Obsession muss jetzt ein für alle Mal Schluss sein!“

„Wie soll ich Frau Saalfeld denn einweisen lassen, wenn Ihr Mann uns offensichtlich auf der Spur ist?“, klagte Drescher.

„Sie sind der Spezialist!“, knurrte Doris. „Zusammen kriegen wir das hin.“

„Ihr Ruf steht ja auch nicht auf dem Spiel!“, empörte er sich.

„Aber meine Ehe!“, konterte sie. „Und die hat für mich höchste Priorität.“ Drescher wurde die ganze Sache langsam trotzdem zu heiß. „Wenn Sie aussteigen wollen …“ Doris’ Stimme wurde drohend. „Das hätten Sie sich vorher überlegen sollen, mein Lieber. Bevor Sie mich damals um Hilfe gebeten haben.“

„Wenn ich gewusst hätte, dass ich dafür auf immer und ewig in Ihrer Schuld stehe …“, beschwerte er sich.

„Schaffen Sie mir Charlotte Saalfeld vom Hals!“, verlangte sie. „Dann hören Sie nie wieder von mir!“

Was beide nicht bemerkten, war, dass Alfons Sonnbichler ihre Auseinandersetzung von Weitem beobachtet hatte. Er konnte zwar nicht hören, was gesprochen wurde – aber dass Frau van Norden und der fremde Mann sich stritten, war offenkundig. Was war denn da los?

Als Doris wieder nach Hause kam, fragte Werner sie wieder nach Doktor Drescher.

„Was ist das eigentlich für einer?“, erkundigte er sich.

„Wie kommst du jetzt darauf?“, erwiderte sie überrumpelt.

„Welchen Eindruck hattest du von ihm, als du bei ihm in Behandlung warst?“, bohrte er weiter.

„Er ist gut“, antwortete sie. „Sehr kompetent.“

Werners Miene zeigte Zweifel. „Charlotte scheint keine Fortschritte zu machen, seit sie bei ihm ist, im Gegenteil.“

„Fachlich ist Doktor Drescher über jeden Zweifel erhaben“, beharrte Doris.

„Dass Charlotte dein Kleid zerschneidet, siehst du als Ergebnis einer erfolgreichen Therapie?“ Werner blieb misstrauisch.

„Bin ich dafür verantwortlich, dass deine Ex verrückt ist?“, schoss sie zurück.

„Nein“, gab er zu. „Aber vielleicht ist es ja dieser Doktor Drescher.“

Sie schluckte und ging dann in die Offensive. „Sag doch gleich, dass ich ihn bezahlt habe, damit er sie dazu anstiftet, mein Kleid zu zerstören!“

„Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.“ Verwundert blickte er sie an.

„Weil es völlig absurd ist!“, zischte sie. „Aber Hauptsache, die heilige Charlotte ist wieder mal unschuldig!“

Alfons berichtete unterdessen seiner Frau, was er auf der Almwiese beobachtet hatte.

„Die van Norden … Gestritten hat sie sich wie ein Waschweib, mit einem Fremden.“ Dass Doris den Mann allerdings gekannt hatte, stand für Herrn Sonnbichler fest. „Was ist, wenn es erneut um eine Intrige geht? Um Immobilien vielleicht. Oder um Charlotte.“ Hildegard runzelte die Stirn. „So, wie die sich auf sie eingeschossen hat …“

„Frau van Norden hat doch alles, was sie wollte“, hielt Hildegard jetzt dagegen. „Den Direktor, den Fürstenhof – und die Wohnung nun auch für sich allein.“

Alfons fand es skandalös, dass Charlotte ein Hausverbot erteilt worden war. „In ihrem eigenen Elternhaus! Dass der Direktor das zugelassen hat …“

„Ein Glück, dass sie wenigstens Julius und dich als Beschützer hat“, stellte seine Frau mit liebevollem Spott fest. Auch ihr tat Frau Saalfeld leid. Aber es hatte nun mal jeder mitbekommen, wie schlecht es Charlotte in letzter Zeit gegangen war. Und wie unberechenbar sie sein konnte.

„Dieser Drescher ist nicht ganz koscher, das spüre ich.“ Werner suchte bei André in der Küche Rat.

„Sag doch endlich, was du denkst“, meinte sein Bruder grinsend. „Nämlich dass deine reizende Ehefrau hinter all dem steckt.“

„Was soll Doris damit zu tun haben?“, wehrte der Senior ab.

„Sie könnte Drescher dafür bezahlen, dass er Charlotte – sagen wir mal nicht ganz richtig therapiert“, sagte André.

Werner wirkte getroffen. „Ich gebe ja zu, Doris ist keine Heilige. Und sie mag auch chronisch eifersüchtig sein. Aber sie ist keine eiskalte Verbrecherin.“

„Na, das eine oder andere hat sie sich schon geleistet“, wandte André ein. „Und ganz unschuldig bist du auch nicht gerade. Du wolltest mit Charlotte durchbrennen.“

„Olle Kamellen!“, winkte der Senior ab. Doris hatte doch jetzt alles, was sie wollte.

„Frauen wollen immer mehr“, sagte sein Bruder finster. „Wer weiß, was dich mit ihr noch erwartet? Ich jedenfalls beneide dich nicht.“

Natascha hatte beschlossen, nach Wien zu fliegen.

„The show must go on, Engelchen!“, sagte sie zu ihrer überraschten Tochter.

„Kannst du denn einfach so tun, als wäre nichts passiert?“ Marlene musterte ihre Mutter erstaunt.

„Wie ich damit umgehe, ist ganz allein meine Sache“, erklärte Natascha abweisend.

„Sicher, aber …“ Marlene hielt es für falsch, die Fehlgeburt einfach zu verdrängen. „Konstantin hat sich von dem Kind verabschiedet. Ich war bei ihm. Und es hat ihm geholfen, um das Baby zu trauern. Meinst du nicht, dir würde das auch guttun?“

„Papperlapapp!“ Natascha gefiel es überhaupt nicht, dass ihre Tochter und Konstantin mal wieder so innig miteinander waren. „Was weißt du schon?!“

„Dass du dich äußerst ungern deinen Gefühlen stellst“, antwortete Marlene sanft.

„Je eher ich es vergesse, desto besser“, meinte ihre Mutter nun leise.

Das konnte Marlene ja sogar verstehen. „Aber Konstantin …“

„Der hat ja dich“, bemerkte Natascha spitz. „Du drängst dich ihm ja förmlich auf.“

„Ich habe ihm in seiner Trauer beigestanden und ihm geholfen!“, widersprach Marlene.

„Ja, ganz wunderbar!“, höhnte ihre Mutter. „So, wie du ihm schon geholfen hast, seinen Antrag zu üben. Erst die Zukünftige, jetzt die Mutter, die ihr Kind unter Schmerzen verloren hat – was kommt als Nächstes?“ Marlene verschlug es die Sprache. „Ich hoffe, du hältst dich in Zukunft mal etwas zurück!“ Damit rauschte Natascha aus dem Laden.

„Ich verstehe nicht, wie sie so tun kann, als ob nichts passiert wäre.“ Marlene erzählte Michael von der Auseinandersetzung mit ihrer Mutter. „Morgen früh fliegt sie nach Wien. The show must go on!“

„Wenn sie mit der Fehlgeburt so am besten zurechtkommt …“, meinte ihr Verlobter.

„Es geht doch nicht nur um sie!“, rief Marlene. „Konstantin hat die Sache völlig aus der Bahn geworfen. Aber sie geht kein bisschen auf ihn zu. Langsam frage ich mich, ob Mama überhaupt zu echten Gefühlen fähig ist.“

„Sich selbst scheint sie zumindest sehr zu mögen“, bemerkte Michael grinsend. Auch Marlene musste nun lächeln, wurde aber gleich wieder ernst. „Außerdem trifft es sie wahrscheinlich weniger als ihn“, meinte er. „Deine Mutter hat ja bereits eine fabelhafte Tochter. Sie durfte all das schon erleben, was Herrn Riedmüller jetzt verwehrt bleibt …“

Mit aufgesetzter Leidensmiene erklärte Natascha Konstantin zur selben Zeit, dass sie heute nicht auftreten würde.

„Mir geht es nicht gut“, klagte sie. „Ich will früh ins Bett und schlafen, schlafen, schlafen.“

Er zog sie an sich. „Niemand erwartet, dass du so tust, als wäre nichts geschehen.“ Er schlug vor, morgen mal die Arbeit Arbeit sein zu lassen. „Wir könnten was unternehmen. Nur wir beide.“

„Das wäre nett, ja“, meinte sie. „Aber daraus wird nichts. Ich muss um zehn in Wien sein.“ Ihm entgleisten die Gesichtszüge. „Aber du kannst mich begleiten, wenn du willst.“

„Ich dachte, du fliegst erst in ein paar Tagen?!“, entgegnete er.

„Der Regisseur brennt darauf, mich endlich zu treffen“, sagte sie.

„Allzu sehr scheint dich der Verlust unseres Kindes nicht zu belasten“, stellte er bitter fest.

„Das war doch noch gar kein Kind.“ Er schluckte getroffen. „Auf jeden Fall kein Grund, wochenlang in Sack und Asche rumzurennen.“

„So siehst du das?“ Er konnte es nicht glauben.

„Ja, so sehe ich das“, bestätigte sie. „Das Leben muss weitergehen, Darling. Für dich genauso wie für mich. Also was ist? Kommst du mit?“ Er konnte nur stumm den Kopf schütteln. „Ich sehe schon, das passt nicht zu deinem Sinn für Trauer und Pietät.“ Spöttisch zog sie die Augenbrauen nach oben. „Dann eben nicht.“

„Ich kann nicht so tun, als hätte ich mich nicht auf dieses Kind gefreut“, flüsterte er und blickte sie traurig an. „Viel Erfolg in Wien“, wünschte er ihr dann noch und wandte sich ab.

Julius traf sich zu einem Krisengespräch mit Michael. Die beiden hatten in der Lobby Platz genommen, um sich in Ruhe über Charlottes Verfassung zu unterhalten. Julius berichtete dem Arzt als Erstes, dass Charlotte einen stationären Aufenthalt kategorisch abgelehnt hatte. Er bemerkte nicht, dass Doris van Norden die Treppe herunterkam. Und wie angewurzelt stehen blieb, als sie Charlottes Namen hörte. Dieses Gespräch musste sie belauschen!

„Aber sie will die Therapie doch fortsetzen?“, fragte Michael gerade.

„Sie möchte eine zweite Meinung einholen“, antwortete Julius. „Deswegen dachte ich – Sie kennen vielleicht noch jemand anderen als Doktor Drescher?“

„Natürlich.“ Besorgt erkundigte sich Michael nun nach dem Eindruck, den Herr König von Charlotte hatte.

„Unter uns: Ich weiß nicht, ob sie wirklich verfolgt wird oder sich nur verfolgt fühlt …“ Julius seufzte. „Heute hat sie die ganze Hütte durchwühlt, weil sie glaubt, die van Norden hätte dort Wanzen versteckt, um sie abzuhören.“

Doris grinste zufrieden.

„Das grenzt schon an Verfolgungswahn“, erklärte Michael betrübt.

„Ich habe keine Ahnung.“ Julius wusste nur, dass Charlotte dringend Hilfe brauchte.

„Ich kümmere mich um einen Spezialisten“, versicherte Michael.

Doris hatte genug gehört. Lautlos zog sie sich zurück. Und rief dann auf der Stelle bei Doktor Drescher an.

„Wir müssen uns schnellstens was einfallen lassen!“

Marlene hatte sich inzwischen ein wenig mit Sabrina Görres angefreundet. Sie brauchte eine neue Freundin am Fürstenhof: Erst war Mandy gegangen und jetzt Kira.

„Mit Herrn Heinemann verstehst du dich ganz gut, oder?“, fragte Marlene lächelnd.

„Wie kommst du darauf?“ Sabrina gab sich unberührt.

„Ich sehe, wie ihr euch anschaut“, meinte Marlene.

„Quatsch, da ist nichts“, behauptete Sabrina. Marlene glaubte ihr kein Wort. Und schließlich knickte Sabrina ein. „Also gut“, gab sie zu. „Aber ich will es nicht an die große Glocke hängen.“ Sie hatte ja selbst keine Ahnung, was aus ihr und Nils werden würde. „Kennst du das, dass man sich nicht ganz sicher ist?“ Unbestimmt zuckte Marlene mit den Schultern. „Da ist es doch ganz gut, wenn man sich ein Hintertürchen offenhält, oder nicht?“

„Ich heirate demnächst“, erklärte Marlene. „Da ist nichts mehr mit Hintertürchen.“

„Bei dir ist das ja auch was anderes“, meinte Sabrina. „Du und der Doc – ihr wisst beide, was ihr wollt. Dass ihr euch wollt.“ Marlene schluckte, nickte dann aber. „Aber ich …“, fuhr Sabrina fort. „Ich glaube, ich würde es nicht mal merken, wenn der Richtige direkt vor meiner Nase steht und mit einem kompletten Baumstamm winkt …“

Natascha lag im Bett, konnte jedoch nicht schlafen. Sie hatte furchtbare Angst davor, Konstantin zu verlieren. Endlich kam er, um nach ihr zu sehen. Er sah, wie sehr sie gegen die Tränen kämpfte, und deutete es falsch.

„Warum gibst du nicht einfach zu, dass es dir dreckig geht?“, fragte er liebevoll.

Sie schlang ihm die Arme um den Hals. „Lass mich nicht allein“, flehte sie. „Nie! Lass mich nicht allein!“

„Das tue ich nicht“, versprach er. „Ich bin für dich da.“

Er glaubte, Natascha und er seien in ihrem Kummer um das verlorene Kind vereint. Umso fassungsloser war er, als er am nächsten Morgen feststellen musste, dass sie nach Wien abgereist war. Ohne sich von ihm zu verabschieden.

„Dabei hat sie gestern Abend zum ersten Mal den Schmerz zugelassen“, berichtete er Marlene, die es auch eigenartig fand, dass ihre Mutter einfach so nach Wien verschwunden war.

„Mama ist mir auch ein Rätsel“, sagte sie ein wenig hilflos.

„Schon komisch …“ Konstantin lächelte sie an. „Wir beide haben das Problem nie. Wir verstehen uns sogar ohne Worte.“

Marlene hatte Mühe, nicht in seinen Augen zu versinken. Mit aller Macht riss sie sich zusammen. „Mama liebt und braucht dich“, sagte sie. „Egal, was sie tut.“

„So sicher bin ich mir da nicht mehr.“ Es war nicht zu übersehen, dass Nataschas Verhalten in den letzten Tagen Konstantin sehr verletzt hatte.

Julius verkündete beim Frühstück, dass er heute an der Fortsetzung seines Romans arbeiten wolle.

„Es muss ja vorangehen, bis zum Happy End vom Stallknecht und der Gräfin“, erklärte er lächelnd. Charlotte bat ihn außerdem, im Gewächshaus nach den Rosen zu sehen. Kira war ja nicht mehr da, um sich um die Blumen zu kümmern. „Mach ich“, sagte er.

Da erhielt Charlotte eine SMS von Doktor Drescher. „Er will die heutige Sitzung im Wald abhalten“, erzählte sie verwundert. „Da, wo mich Frau van Norden damals liegen gelassen hat. Konfrontationstherapie …“ Nicht nur Julius kam das zunächst einmal seltsam vor. „Aber vielleicht ist es wirklich sinnvoll, sich auf diese Weise den bösen Geistern zu stellen“, überlegte Charlotte laut. Einen Versuch war es allemal wert. Julius bot ihr an, sie zu begleiten. „Ich schaffe das schon. Aber ich bin froh, dass du so gut auf mich aufpasst.“

„Das muss ich doch!“, erwiderte er liebevoll. „Als zukünftiger Ehemann!“

„Dass du mich überhaupt noch heiraten willst …“ Dankbar sah sie ihn an.

„Ich kann es gar nicht erwarten“, meinte er und gab ihr einen Kuss.

Kurz darauf stand Charlotte schon an der besagten Stelle im Wald. Doktor Drescher bombardierte sie mit Fragen – er machte den Anschein, als würde er ihre Geschichte nicht ganz glauben.

„Sie lagen also im Schnee“, sagte er. „Und dann?“

„Habe ich einen Stock genommen …“, erinnerte sich Charlotte. Er forderte sie auf, die ganze Situation so exakt wie möglich nachzustellen. „Und dann habe ich mit letzter Kraft DORIS in den Schnee geschrieben.“ Charlotte tat es. Als sie wieder aufblickte, stand plötzlich Frau van Norden direkt vor ihr. Und verwischte ihren Namen auf dem Boden. „Was hat das alles zu bedeuten?“ Drescher und Doris tauschten einen verschwörerischen Blick. Und Charlotte begriff. „Sie beide – sie stecken unter einer Decke!“ Sie hob den Stock, um sich notfalls damit zu verteidigen. „Kommen Sie mir nicht zu nahe! Ich schlage zu, wenn es sein muss!“

Böse lachte Doris auf. Alles lief wie geplant. „Haben Sie gehört?“, meinte sie triumphierend zu Drescher. „Sie hat uns bedroht. Diese Frau ist gemeingefährlich.“

„Es sieht ganz danach aus.“ Notgedrungen spielte der Arzt mit. „Ganz ruhig, Frau Saalfeld. Kommen Sie für ein paar Tage mit in meine Klinik, da können Sie sich ausruhen.“

Charlotte ließ ihren Stock fallen und rannte davon.

„Wer hätte gedacht, dass die störrische, alte Kuh so schnell laufen kann?!“, höhnte Doris.

„Und was jetzt?“, fragte Drescher unwillig.

„Jetzt liefere ich Ihnen den Beweis, den Sie brauchen, um sie ohne großes Aufsehen einliefern zu können“, erklärte sie.

2. KAPITEL

Marlene machte gerade einen Spaziergang durch den Park, als Frau Saalfeld ihr atemlos entgegengerannt kam.

„Sie müssen mir helfen!“, flehte Charlotte. Sie konnte Julius nicht erreichen – er hatte kurzfristig für ein Interview nach München fahren müssen. „Doktor Drescher und Frau van Norden sind hinter mir her. Ich kann es nicht erklären, ich muss weg. Aber Sie müssen bei mir bleiben, ja?“ Charlotte zitterte am ganzen Leib.

Sanft und besorgt nahm Marlene sie am Arm. „Lassen Sie uns reingehen. Und dann erzählen Sie mir ganz in Ruhe, was los ist.“ In Michaels Praxis würde man Charlotte so schnell nicht vermuten.

„Aber schnell!“, bat Charlotte. „Und Sie müssen in meiner Nähe bleiben!“

„Versprochen“, erwiderte Marlene.

Doris stand derweil schon bei ihrem Mann im Büro und präsentierte ihm einen tiefen Kratzer an ihrem Hals.

„Du musst es endlich begreifen! Diese Frau ist verrückt!“ Doris’ Stimme überschlug sich. „Deine Exfrau hat mich erneut angegriffen!“, behauptete sie weiter. „Und wäre Doktor Drescher mir nicht zu Hilfe gekommen, hätte sie mich wahrscheinlich umgebracht.“

„Doktor Drescher?“ Werner merkte auf.

„Ich bin den beiden zufällig im Wald begegnet“, log sie. „Und da geht diese Furie plötzlich auf mich los! Nimmt einen großen Ast und attackiert mich!“

„Einfach so?“, fragte er überfordert.

„Natürlich einfach so!“, schrie sie. „Wäre Doktor Drescher nicht gewesen, wäre ich jetzt tot!“ Sie brach in ein hysterisches Schluchzen aus. „Du hast mir versprochen, ich wäre sicher vor ihr. Du hast es mir versprochen …“

Vollkommen aufgelöst hatte Charlotte Marlene und Michael berichtet, was im Wald geschehen war. Die vermeintliche „Konfrontationstherapie“ war eine Falle gewesen!

„Drescher steckt mit Frau van Norden unter einer Decke!“, fuhr sie fort. „Sie hat das alles ausgeheckt. Ich soll weggesperrt werden! Für immer!“

Marlene glaubte ihr. Michael hingegen war anzusehen, dass er an Charlottes Worten zweifelte. Doch da ging schon die Tür auf, und Doktor Drescher stand in der Praxis.

„Ein Glück, da sind Sie ja“, sagte er zu Charlotte und gab sich besorgt. „Ich hatte schon befürchtet, Sie tun sich etwas an.“ Nun folgten ihm zwei Pfleger in weißen Kitteln.

„Was hat das zu bedeuten?“ Schützend stellte sich Michael vor Charlotte.

Drescher überreichte ihm ein Schreiben vom Ordnungsamt. „Meine Patientin leidet unter massiven Wahnvorstellungen“, sagte er ernst. „Ich muss Frau Saalfeld leider wegen Eigen- und Fremdgefährdung mitnehmen.“

„Nein!“ Panisch klammerte sich Charlotte an Marlenes Arm.

Doch ihr Widerstand war vergeblich. Vor allen Augen führten die beiden Pfleger sie durch die Lobby nach draußen. Alfons versuchte noch, Charlotte beizuspringen – aber es war sinnlos.

Werner kam aus dem Büro, gefolgt von Doris.

„Was machen Sie da?“, fragte er Drescher aufgebracht.

„Sie wollen mich wegsperren!“, rief Charlotte verzweifelt. Ungläubig verzog er das Gesicht. Doris hingegen lächelte zufrieden. „Ich bin nicht verrückt! Hilf mir doch, Werner!“

Der Senior wollte seine Exfrau aus den Fängen der Pfleger befreien, doch Drescher hielt ihm das Schreiben vom Ordnungsamt unter die Nase.

„Frau Saalfeld hat Frau van Norden massiv bedroht“, behauptete der Arzt. „Das lässt sich leider nicht beschönigen.“

„Meine Frau und Charlotte waren noch nie die besten Freundinnen“, protestierte Werner hilflos.

„Frau Saalfeld braucht jetzt dringend Ruhe“, erklärte Drescher und wandte sich gespielt fürsorglich an Charlotte. „Sie müssen wirklich keine Angst haben. Wir sind alle hier, um Ihnen zu helfen.“

Charlottes Lippen formten einen stummen Hilfeschrei, dann wurde sie abgeführt.

Voller Entsetzen blieben Werner und Herr Sonnbichler zurück. Immerhin hatte Alfons Doktor Drescher erkannt. Das war der Mann, mit dem sich Frau van Norden auf der Almwiese gestritten hatte!

Marlene war vollkommen durcheinander. Am liebsten hätte sie sich dazwischengeworfen, als die Pfleger Frau Saalfeld geschnappt hatten. Aber Michael hatte ja recht – sie hätte nichts ausrichten können. In Marlene regte sich das schlechte Gewissen. Sie hätte mehr für Frau Saalfeld da sein müssen! Das hatte sie ihr doch versprochen. Aber bei dem ganzen Trubel in letzter Zeit hatte Marlene das völlig aus den Augen verloren. Sie glaubte Frau Saalfeld, dass die van Norden und Drescher gemeinsame Sache machten. Und verrückt war Charlotte ganz sicher nicht! Wenn Marlene das nur beweisen und sie aus der Psychiatrie herausholen könnte … Hoffentlich war es zumindest Michael möglich, irgendetwas für Frau Saalfeld zu tun.

„Das Schreiben vom Ordnungsamt berechtigt Doktor Drescher, Charlotte vorübergehend in der geschlossenen Psychiatrie unterzubringen“, erklärte Michael seiner Verlobten bedrückt. „Bis das Gericht etwas anderes entscheidet.“ Leider konnte er dagegen nichts unternehmen. Als Hausarzt wurde ihm lediglich Besuchsrecht eingeräumt.

„Dass Frau van Norden so weit geht und diesen Drescher kauft, um Frau Saalfeld loszuwerden!“, empörte sich Marlene.

„Dafür hast du keine Beweise“, mahnte er.

„Aber es ist doch offensichtlich, dass sie das seit einiger Zeit mit allen Mitteln versucht!“, hielt Marlene dagegen. „Die Sache mit dem Morphalin, und dann lässt Frau van Norden sie in der Kälte zurück und nimmt in Kauf, dass Frau Saalfeld stirbt!“

„Stopp!“ Er versuchte, sie zu bremsen. „Wir beide kennen und mögen Charlotte – und sind deshalb alles andere als objektiv. Sie war in letzter Zeit ziemlich durch den Wind …“

„Nervös, ja“, räumte Marlene ein. „Aber nicht unzurechnungsfähig oder verrückt!“

„Sie hat mir gegenüber selbst zugegeben, an ihrem Verstand zu zweifeln“, erinnerte er sich. Natürlich war er der Letzte, der Charlotte in einer solchen Situation sich selbst überlassen wollte. Er würde sie jeden Tag besuchen, den sie in der Psychiatrie verbringen musste. Mehr konnte er im Moment nicht für sie tun.

Werner hatte unterdessen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Charlotte zu befreien. Aber es war alles vergeblich – Doktor Drescher handelte juristisch gesehen einwandfrei. Charlotte würde erst einmal in der geschlossenen Psychiatrie bleiben müssen, bis eine richterliche Prüfung stattfinden würde.

Alfons hatte inzwischen Julius unterrichtet, der sich natürlich sofort auf den Weg zurück zum Fürstenhof gemacht hatte. Und außerdem hatte Herr Sonnbichler beschlossen, sich dem Senior anzuvertrauen.

„Ich habe gestern etwas beobachtet“, begann er zögernd. „Ihre Frau – sie hat sich mit diesem Doktor Drescher getroffen. Und die beiden haben sehr heftig miteinander gestritten.“

„Worum ging es?“, fragte Werner alarmiert.

„Dafür war ich zu weit entfernt.“ Und gestern hatte Alfons ja auch noch nicht gewusst, wer der Mann war. „Aber möglicherweise … könnte das kein unwichtiger Hinweis sein?“

„Was hast du mit diesem Mann zu schaffen?“ Wütend hatte sich Werner vor seiner Frau aufgebaut.

„Es ist wirklich traurig, was du mir hier unterstellst.“ Doris war ganz unschuldiges Opfer. „Brauche ich jetzt dein Einverständnis, bevor ich mich mit meinem Arzt treffe?“

„Ich denke, du hast deine Therapie bei ihm längst beendet?“, hakte er nach.

„Aber seitdem sich deine Exfrau derart aufführt …“ Sie tat so, als müsste sie ein Schluchzen unterdrücken. „Wie würdest du dich fühlen, wenn du ständig die Zielscheibe wärst? Ich war fix und fertig mit den Nerven. Darum habe ich Doktor Drescher um ein leichtes Beruhigungsmittel gebeten.“

Aber warum hatte sie den Arzt dann auf der Almwiese getroffen? „So etwas bespricht man doch normalerweise in der Praxis.“

„Du glaubst wirklich allen Ernstes, ich hätte mich in die Behandlung deiner durchgedrehten Exfrau eingemischt?“ Gekränkt blickte sie ihn an.

„Du hattest immer ein großes Interesse daran, Charlotte loszuwerden“, beharrte er.

„Charlotte!“, rief sie nun theatralisch. „Immer geht es nur um diese Frau! Manchmal frage ich mich wirklich, warum du mich überhaupt geheiratet hast!“

Da wurde die Tür aufgerissen, und Julius stürzte herein. „Was ist hier los?“, polterte er. „Wie kann dieser Psychodoktor Charlotte einfach in die Geschlossene stecken?!“

„Ich habe wirklich alles versucht …“ Hilflos breitete Werner die Arme aus.

„Allerdings.“ Doris quetschte ein paar Tränchen hervor.

„Sie sind jetzt ganz still!“, herrschte Julius sie an. „Sie haben doch Ihr Ziel erreicht! Gratuliere!“

„Die Frau erwürgt mich fast, ich lebe hier ständig in Todesangst, und was ist? Alle hacken auf mir herum!“ Doris stürzte hinaus.

Doktor Drescher hatte Charlotte in ihr Krankenzimmer gebracht. Trotz der desolaten Situation, in der sie sich befand, versuchte sie, Haltung zu bewahren. Und sie fragte, wann Doktor Niederbühl sie besuchen käme.

„Sie scheinen den Kollegen gut zu kennen“, stellte Drescher fest.

„Er würde nie das Vertrauen seiner Patienten ausnutzen!“, ereiferte sie sich. „Warum haben Sie sich zu Frau van Nordens Handlanger machen lassen? Was zahlt sie Ihnen dafür?“

Er zeigte keine Regung. „Auch um Ihre Wahnvorstellungen werden wir uns kümmern, keine Sorge“, sagte er nur. Sie schnaubte erbittert. „Ihr fehlendes Einsichtsvermögen ist leider Teil Ihrer Krankheit“, sagte er. „Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, das wieder in den Griff zu bekommen.“

„Und wie sieht Ihre Therapie konkret aus?“, höhnte sie. „Dass Sie mich gegen meinen Willen hier festhalten?“

„Unbegründete Aggressionen gehören ebenfalls zum Krankheitsbild.“ Er lächelte betont verständnisvoll. „Sie haben die Wahl, meine Liebe. Entweder Sie bekennen sich vor dem Kollegen voll und ganz zu mir, oder …“ Er zog eine Spritze heraus.

„Was ist das?“, rief sie voller Angst.

„Das befördert Sie drei Tage in einen sehr friedlichen, ruhigen Zustand“, antwortete der Arzt gelassen.

„Sie wollen mich mundtot machen!“, stieß sie hervor.

„Es ist ganz allein Ihre Entscheidung.“ Bedrohlich näherte er sich mit der Spritze.

Ängstlich lenkte sie ein. „Ich sage Doktor Niederbühl nichts, was ihn misstrauisch machen könnte“, versprach sie.

„Wir haben uns verstanden, sehr schön. Und versuchen Sie gar nicht erst, mich reinzulegen.“ Er deutete zur Wand über der Tür. „Hier ist eine Kamera installiert – mir entgeht also nichts.“ Damit ließ er die verzweifelte Charlotte allein.

Kurz darauf kam Michael und erschrak, als er sah, in welcher schlechten Verfassung Charlotte sich befand.

„Ich kann sofort die Verlegung in eine andere Klinik beantragen“, schlug er vor.

Ihr Blick wanderte zur Kamera. „Nicht nötig“, sagte sie leise. „Doktor Drescher hat sich vorhin bei mir entschuldigt. Er ist jetzt sehr engagiert.“

Michael war erstaunt darüber, dass sie tatsächlich weiterhin von dem Arzt behandelt werden wollte. Aber wenn Charlotte das so beschlossen hatte, konnte er nichts dagegen machen.

Drescher lobte seine Patientin dafür, dass sie Wort gehalten und nichts verraten hatte. Dann zog er ein Medikamentenfläschchen aus seinem Sakko.

„Packen Sie das weg!“, verlangte Charlotte ängstlich.

„Keine Sorge, das ist nur ein harmloses Beruhigungsmittel“, behauptete er. „Damit Sie die erst Nacht bei uns entspannt durchschlafen.“

Charlotte ahnte, dass das nicht der Wahrheit entsprach. Aber was sollte sie tun? Sie war diesem Arzt vollkommen ausgeliefert!

Michael berichtete Julius König und Werner Saalfeld von seinem Besuch in der Psychiatrie.

„Charlotte wünscht ausdrücklich, weiterhin von Doktor Drescher behandelt zu werden“, berichtete er.

Werner und Julius wechselten einen ungläubigen Blick.

„Ich dachte, sie läuft Sturm gegen diesen Seelenklempner?!“, meinte Herr König dann.

„Ich war selbst ziemlich überrascht“, gab Michael zu. „Ich habe angeboten, sie in eine andere Klinik verlegen zu lassen – aber das hat sie abgelehnt.“

Alle drei waren sichtlich ratlos.

André hatte sich ernsthaft in Franziska Appelt verliebt. Und er behauptete, die unglaubliche Ähnlichkeit zu Nicola wäre nicht der Grund dafür. Doch dann erzählte er Hildegard, dass er Franziska Nicolas Lieblingsparfum schenken wollte.

„Kennen Sie uns Frauen wirklich so schlecht?“, fragte Frau Sonnbichler sanft. „Gerade weil sich die beiden so verblüffend ähnlich sehen – lassen Sie sich nicht dazu verleiten, aus Ihrer Franziska eine zweite Nicola Westphal zu machen. Wir Frauen wollen immer etwas ganz Besonderes, Einzigartiges sein für den Mann, den wir lieben.“

„Das ist Franziska doch für mich“, behauptete er und blieb dabei: Dieser Duft würde ganz hervorragend zu ihr passen.

Etwas abgehetzt kam Franziska ins Restaurant – André hatte sie heute Abend zum Essen eingeladen.

„Ein Kollege ist krank, und ich muss seine Fälle übernehmen“, sagte sie. „Gleich morgen steht ein Termin in einer sehr tragischen Angelegenheit an …“ Sie unterbrach sich selbst. Schließlich durfte sie nicht über ihre Arbeit reden.

„Ich … habe eine Kleinigkeit für dich.“ André überreichte ihr ein Päckchen.

Überrascht wickelte Franziska das Geschenk aus. „Ein Parfum?“ Ihre Freude schien etwas verhalten zu sein.

„Ist das jetzt zu viel?“, fragte er besorgt. „Ich wollte nicht aufdringlich sein, verzeih …“

„Wie bist du denn auf den Duft gekommen?“ Jetzt schnupperte sie an dem Flakon.

„Ich habe ihn zufällig an einer Dame gerochen“, schwindelte er. „Und musste sofort an dich denken.“

„Wenn du dir etwas in den Kopf gesetzt hast, bist du ziemlich zielstrebig“, stellte sie schmunzelnd fest. „Ich werde das Parfum nachher auflegen. Danke.“

Um sich abzulenken, spielte Werner abends eine Partie Billard mit seinem Sohn. Aber es half nichts – seine Gedanken kreisten unaufhörlich um Charlotte.

„Ich komme einfach nicht dahinter, wie es zwischen ihr und Doris so dermaßen eskalieren konnte“, seufzte er. „Ich kenne Charlotte seit mehr als vierzig Jahren. Sie war immer eine extrem starke Frau. Gradlinig, besonnen …“ Und jetzt zerschnitt sie Doris’ Kleider. „Deine Mutter ist allerdings auch keine Heilige“, fuhr der Senior fort. „Sie lässt keine Gelegenheit aus, um zu sticheln und Charlotte zu provozieren. Und mir wirft sie dann vor, nicht hinter ihr zu stehen.“

„Ganz unrecht hat Mutter damit ja nicht“, wandte Konstantin ein.

„Mein Gott, Charlotte sitzt jetzt in der geschlossenen Psychiatrie!“

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