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Der Untergang des Morgenlandes

 

ÜBER DEN AUTOR

Der Engländer Bernard Lewis ist Professor emeritus für Near Eastern Studies an der renommierten amerikanischen Princeton University. Seine Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt. Weltweite Vortrags- und Lehrtätigkeit, unter anderem in vielen islamischen Ländern. Außerordentlich zahlreiche Buchveröffentlichungen; davon u.a. auf Deutsch: Der Atem Allahs; Die Assassinen; Kultur und Modernisierung im Nahen Osten; Stern, Kreuz und Halbmond.

Bernhard Lewis

Der Untergang
des Morgenlandes

Warum die islamische Welt ihre Vormacht verlor

Aus dem Englischen übersetzt von
Bringfried Schröder und Marita Kluxen-Schröder

 

INHALT

  1. Vorbemerkung
  2. Was ist schief gelaufen?
  3. 1   Die Lektionen auf dem Schlachtfeld
  4. 2   Das Streben nach Wohlstand und Macht
  5. 3   Soziale und kulturelle Schranken
  6. 4   Modernisierung und soziale Gleichheit
  7. 5   Säkularismus und Zivilgesellschaft
  8. 6   Zeit, Raum und Modernität
  9. 7   Aspekte des kulturellen Wandels
  10. Schluss
  11. Nachwort
     
  12. Anmerkungen
  13. Zu den Abbildungen
  14. Register

 

VORBEMERKUNG

Als am 11. September 2001 die terroristischen Anschläge auf New York und Washington verübt wurden, war dieses Buch bereits in Produktion. Diese Ereignisse sind also nicht unmittelbarer Gegenstand des Buches. Trotzdem hat es mit diesen Anschlägen zu tun: nicht, indem es untersucht, was passierte und was unmittelbar darauf folgte, sondern indem es sich mit den größeren Zusammenhängen, Ideen und Einstellungen beschäftigt, die diesen Ereignissen vorausgingen und sie bis zu einem gewissen Grad mit verursacht haben.

Bernard Lewis

Princeton, N.J.

 

WAS IST SCHIEF GELAUFEN?

Seit langer Zeit stellen sich die Menschen in der islamischen Welt – besonders im Nahen Osten, dem alten Osmanischen Reich – diese Frage: Was ist schief gelaufen?    

Die Frage war ausgelöst worden durch das Zusammentreffen mit dem Westen. Inhalt und Ausformulierung der Frage können sich allerdings erheblich unterscheiden. Sie richten sich nach Umständen, Ausmaß und Dauer dieses Zusammentreffens und nach den Ereignissen, die zeigten, dass mit der Gesellschaft nicht alles in Ordnung war. Doch in welcher Form auch immer die Frage gestellt wird und wie auch immer die Antworten darauf lauten mögen: Es kann keinen Zweifel geben an der schmerzlichen Betroffenheit, an der wachsenden Dringlichkeit und vor allem in letzter Zeit an der aufschäumenden Wut, die sich sowohl in der Frage als auch in der Antwort ausdrücken.

Es gibt tatsächlich gute Gründe, diese Frage zu stellen und auch beunruhigt, ja sogar wütend zu sein. Viele Jahrhunderte lang nahm die Welt des Islam mit ihren Errungenschaften eine Spitzenposition ein. In den Augen der Muslime war der Islam der Inbegriff von Kultur. Jenseits der Grenzen gab es für sie nur Barbaren und Ungläubige. Diese Art der Selbst- und Fremdwahrnehmung kennen wir aus fast jeder anderen Kultur – aus Griechenland, Rom, Indien, China, und man könnte ohne weiteres noch Beispiele aus jüngerer Zeit hinzufügen.

In der Zeit zwischen dem Ausgang des Altertums und der aufkommenden Moderne – das ist jene Periode, die in der europäischen Geschichte als das Mittelalter bezeichnet wird – hatte dieser islamische Anspruch durchaus seine Berechtigung. Natürlich war den Muslimen damals klar, dass es auf der Welt noch andere, mehr oder weniger zivilisierte Gesellschaften gab, zum Beispiel China, Indien oder das christliche Europa. Aber China war weit weg und kaum bekannt; Indien befand sich in einem Prozess der Unterwerfung und Islamisierung. Die Christenheit nahm mit Sicherheit eine gewisse Sonderstellung ein, da sie der einzige ernst zu nehmende Rivale des Islam war, wenn es um den Anspruch als Weltglauben und Weltmacht ging. Aber aus der Sicht der Muslime würde dieser Glaube durch die endgültige islamische Offenbarung verdrängt und die Macht der Christenheit nach und nach durch die göttlich geführte Macht des Islam besiegt.

Für die meisten Muslime des Mittelalters wurde die Christenheit vor allem durch das Byzantinische Reich repräsentiert. Das aber wurde mit der Zeit immer schwächer, bis es mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Türken im Jahre 1453 völlig unterging. Die weiter entfernten Länder Europas betrachtete man ähnlich wie die abgelegeneren Länder in Afrika – dort lebten nur Barbaren und Ungläubige, von denen man nichts lernen konnte, und außer Sklaven und Rohstoffen ließ sich kaum etwas importieren. Sowohl die nördlichen als auch die südlichen Barbaren konnten nach Meinung der Muslime nur hoffen, eines Tages in das Reich der Kalifen aufgenommen zu werden, um auf diese Weise in den Genuss von Religion und Kultur zu kommen.

In den ersten tausend Jahren nach der Entstehung des Islam schien das auch gar nicht so unwahrscheinlich, und die Muslime versuchten immer wieder, dieses Ziel zu erreichen. Im 7. Jahrhundert rückten islamische Armeen von Arabien aus nach Syrien, Palästina, Ägypten und Nordafrika vor und eroberten diese bis dahin christlichen Gebiete. Tatsächlich waren die meisten der neuen Muslime westlich des Irans und Arabiens konvertierte Christen. Im 8. Jahrhundert eroberten arabische Muslime, zu denen sich jetzt auch konvertierte Berber gesellt hatten, von ihren Stützpunkten in Nordafrika aus Spanien und Portugal und drangen in Frankreich ein. Im 9. Jahrhundert nahmen sie Sizilien und Teile des italienischen Festlands in Besitz. Im Jahre 846 drangen arabische Schiffe von Sizilien aus zum Tiber vor und besetzten Ostia und Rom. Daraufhin versuchten die Christen zum ersten Mal, einen wirkungsvollen Gegenangriff zu organisieren. Die Feldzüge zur Rückeroberung des Heiligen Landes, die so genannten Kreuzzüge, endeten allerdings mit der Niederlage und Vertreibung der christlichen Armeen.

In Europa waren sie dagegen erfolgreicher. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts hatte man die Muslime wieder aus Sizilien vertrieben, und 1492, ungefähr acht Jahrhunderte nach ihrer Landung, endete der lange Kampf um die Rückeroberung mit einem Sieg der Christen, denen jetzt der Weg nach Afrika und Asien offen stand. In der Zwischenzeit gab es jedoch noch weitere muslimische Bedrohungen des christlichen Europas. Im Osten eroberten die Tataren von der Goldenen Horde zwischen 1237 und 1240 Russland, und 1258 konvertierten der Khan von der Goldenen Horde und sein Volk zum Islam. Russland und auch ein großer Teil Osteuropas standen bis 1480 unter muslimischer Herrschaft. Erst Ende des 15. Jahrhunderts konnten die Russen sich vom »Joch der Tataren« befreien. In der Zwischenzeit hatte eine weitere Welle muslimischer Angriffe eingesetzt. Die osmanischen Türken bezwangen zunächst Anatolien, nahmen dann die alte christliche Metropole Konstantinopel in Besitz, eroberten und kolonisierten den Balkan und bedrohten das Zentrum Europas, als sie zweimal bis Wien gelangten.

1  Der Bosporus mit den Burgen von Europa und Asien

Auf dem Höhepunkt der islamischen Macht gab es nur eine Kultur, die im Hinblick auf das Niveau und die Vielzahl der Errungenschaften vergleichbar war, und das war natürlich China. Aber diese chinesische Kultur beschränkte sich im Wesentlichen auf eine Region, nämlich auf Ostasien, und auf eine einzige ethnische Volksgruppe. Sie wurde zwar bis zu einem gewissen Grad exportiert, aber nur in benachbarte Länder und verwandte Völker. Der Islam schuf dagegen eine weltweite Kultur, die aus vielen Völkern und Rassen bestand und die international, ja, man könnte sogar sagen, interkontinental war.

Jahrhundertelang schienen die Weltsicht und das Selbstbild der Muslime durchaus begründet. Der Islam verfügte über die größte Militärmacht weltweit – seine Armeen fielen gleichzeitig in Europa, Afrika, Indien und China ein. Er war die bedeutendste Wirtschaftsmacht der Welt und unterhielt ausgedehnte Handelsbeziehungen und Verbindungen zu Asien, Europa und Afrika. Aus Afrika führte man Sklaven und Gold ein, aus Europa Sklaven und Wolle. Darüber hinaus tauschte man mit den zivilisierten Ländern Asiens eine Vielzahl von Lebensmitteln, Rohstoffen und Gebrauchsgütern aus. Der Islam hatte im Hinblick auf die Künste und Wissenschaften das höchste kulturelle Niveau in der Geschichte der Menschheit erreicht. Man hatte das Wissen und die Fertigkeiten des antiken Nahen Ostens, Griechenlands und Persiens1 übernommen und außerdem wesentliche Innovationen von außen eingeführt, so zum Beispiel aus China die Herstellung und Verwendung von Papier und aus Indien das Dezimalsystem. Es dürfte schwer fallen, sich die moderne Literatur oder Wissenschaft ohne diese beiden Errungenschaften vorzustellen. Die indischen Zahlen wurden im Nahen Osten in das überlieferte mathematische System integriert. Von dort aus gelangten sie dann in den Westen, wo sie auch heute noch »arabische Zahlen« genannt werden – nicht um diejenigen zu ehren, die sie erfunden haben, sondern die, die sie nach Europa brachten. Zu diesem Erbe steuerten Wissenschaftler und Gelehrte der islamischen Welt eigene Beobachtungen, Experimente und Ideen bei. In den meisten Künsten und Wissenschaften ging das mittelalterliche Europa bei den Muslimen in die Lehre und war in gewisser Weise abhängig von der islamischen Welt: Man berief sich sogar auf die arabischen Versionen ansonsten unbekannter griechischer Werke.

Und dann veränderte sich plötzlich die Situation. Noch vor der Renaissance machten die Europäer bedeutende kulturelle Fortschritte. Mit dem Beginn des Studiums antiker Originalschriften machten sie eine geradezu sprunghafte Entwicklung durch. Sie ließen das islamische Erbe – die Wissenschaften, die Technologie und schließlich auch die Kultur – weit hinter sich.

Es dauerte lange, bis dieser Prozess den Muslimen bewusst wurde. Die Zeit der großen Übersetzungen, die ihnen und anderen arabischen Lesern Jahrhunderte zuvor zahlreiche griechische, persische und syrische Werke nahe gebracht hatten, war zu Ende gegangen. Andererseits blieb ihnen die neue wissenschaftliche Literatur aus Europa fast völlig unbekannt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war erst ein einziges medizinisches Fachbuch in eine Sprache des Nahen Ostens übersetzt worden – eine Abhandlung über die Syphilis, die Sultan Mehmed IV. 1655 in türkischer Sprache vorgelegt wurde.2 Sowohl die Auswahl des Buches als auch das Datum sind interessant. Die Krankheit, die angeblich aus Amerika kam, hatte über Europa auch den Weg in die islamische Welt gefunden. Noch heute wird sie in den arabischen, persischen und türkischen Sprachen »fränkische Krankheit« genannt. Es schien daher durchaus angemessen zu sein, ein fränkisches Mittel gegen eine fränkische Krankheit zu finden. Abgesehen davon gingen sowohl die Renaissance als auch die Reformation und die technologische Revolution praktisch unbemerkt an den islamischen Ländern vorbei. Dort tendierte man immer noch dazu, die Bewohner der Länder jenseits der westlichen Grenzen als völlig ungebildete Barbaren zu betrachten, die sogar den kultivierteren Ungläubigen in Ostasien unterlegen waren. Die besaßen zumindest nützliche Fertigkeiten und Apparate, die man übernehmen konnte; die Europäer hatten weder das eine noch das andere. Lange Zeit war das tatsächlich so gewesen, jetzt aber war diese Ansicht überholt, und das barg große Gefahren in sich.

In der Regel spielen sich die Lektionen der Geschichte für alle sichtbar auf dem Schlachtfeld ab. Es kann jedoch eine Zeit lang dauern, bis sie dann auch wirklich verstanden und umgesetzt werden. Für die Christen waren die endgültige Niederlage der Mauren in Spanien im Jahre 1492 und die Befreiung Russlands von der Herrschaft der islamisierten Tataren verständlicherweise entscheidende Siege. Ähnlich wie die Spanier und Portugiesen verfolgten auch die Russen ihre ehemaligen Unterdrücker bis in deren Heimat, allerdings mit bedeutend größerem und nachhaltigerem Erfolg. Nach der Eroberung von Astrachan im Jahre 1554 gelangten die Russen bis ans Kaspische Meer. Im folgenden Jahrhundert erreichten sie dann die nördliche Küste des Schwarzen Meers. Damit begann der lange Prozess der Eroberung und Kolonisierung islamischer Gebiete, die nach und nach dem russischen Herrschaftsbereich einverleibt wurden.

Im Kernland des Islam nahm man das, was sich an den fernen Grenzen der Zivilisation ereignet hatte, nicht sonderlich ernst. Für die Muslime stand im 13. Jahrhundert die schimpfliche Vertreibung der Kreuzritter aus der Levante im Vordergrund. Die Einnahme Konstantinopels im Jahre 1453 und der triumphale Vormarsch der türkischen Streitkräfte auf dem Balkan, der sie schließlich bis vor die Kaiserstadt Wien führte, taten ein Übriges. Das Ganze vermittelte ihnen den Eindruck eines unaufhaltsamen Vormarsches des Islam und einer Niederlage der Christenheit.

Der osmanische Sultan musste sich, ähnlich wie sein Gegenspieler, der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, mit politischen Rivalen und Sektierern in seinem eigenen religiösen Umfeld herumschlagen. Aber er hatte bei diesen Auseinandersetzungen mehr Erfolg. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten die Osmanen zwei islamische Nachbarstaaten. Der ältere von beiden war das Mamelucken-Sultanat von Ägypten mit der Hauptstadt Kairo (Misr el-Kahira). Es herrschte über ganz Syrien und Palästina, vor allem aber über die heiligen Stätten des Islam im westlichen Arabien. Der andere Nachbar war Persien, das durch eine neue Dynastie vereinigt worden war und mit einer neuen religiösen Militanz zusammengehalten wurde. Gründer dieser Dynastie war Schah Ismāīl Safavī (Regierungszeit 1501–1524), ein türkisch sprechender Schiite aus Aserbaidschan. Zum ersten Mal seit der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert brachte er alle Regionen des Irans unter eine zentrale Herrschaft. Er war eher ein Religionsführer als ein militärischer oder politischer Herrscher. Er machte den Schiismus zur offiziellen Staatsreligion, wodurch er das islamische Reich des Irans scharf von den sunnitischen Nachbarn zu beiden Seiten absetzte – im Osten von Zentralasien und Indien, im Westen vom Osmanischen Reich.

Eine Zeit lang stellten er und seine Nachfolger, die Schahs der Safawiden-Dynastie, den Anspruch der osmanischen Sultane auf politische Vorherrschaft und religiöse Führerschaft infrage. Der osmanische Sultan Selim I., der den Beinamen »der Strenge« trug und von 1512 bis 1520 regierte, unternahm Feldzüge gegen beide Nachbarn. Er errang einen wichtigen, aber unvollständigen Sieg gegen den Schah und einen endgültigen Sieg über den mameluckischen Sultan von Ägypten. Ägypten und seine Vasallen wurden daraufhin dem Osmanischen Reich einverleibt. Persien blieb im Wesentlichen isoliert, ein rivalisierender und feindlicher Staat. Busbecq, der kaiserliche Gesandte in Istanbul, ging sogar so weit, zu sagen, dass nur die Bedrohung durch Persien Europa vor einer direkten Eroberung durch die Türken gerettet habe:

»Die türkische Seite verfügt über die Ressourcen eines mächtigen Imperiums und über eine ungeahnte Stärke. Die Türken sind gewöhnt zu siegen, können Strapazen ertragen, sind geeint, diszipliniert, genügsam und stets wachsam. Auf unserer Seite gibt es dagegen nur die Armut der Massen, privaten Luxus Einzelner, wenig Kraft, kaum Mut, keine Ausdauer und schlechte Ausbildung. Die Soldaten widersetzen sich den Befehlen, die Offiziere sind habgierig, Disziplin wird verachtet, Zügellosigkeit, Leichtsinn, Trunkenheit und Ausschweifungen sind an der Tagesordnung. Aber das Schlimmste ist, dass der Feind siegesgewiss ist, während wir selbst uns an Niederlagen gewöhnt haben. Kann man unter diesen Voraussetzungen noch Zweifel haben, wie das Ergebnis aussehen wird? Nur Persien stellt sich zu unseren Gunsten dazwischen, denn wenn der Feind angreifen sollte, darf er nicht die Bedrohung in seinem Rücken aus den Augen verlieren. Aber Persien kann unser Schicksal nur hinauszögern, es kann uns nicht retten. Sobald die Türken sich mit Persien geeinigt haben, werden sie uns an die Kehle gehen, und dabei wird sie der ganze Osten unterstützen. Ich wage gar nicht, daran zu denken, wie wenig wir darauf vorbereitet sind.«3

In jüngster Zeit haben westliche Beobachter in ähnlicher Weise von der Sowjetunion und China gesprochen, und auch sie haben sich getäuscht.

Busbecqs Ängste waren, wie sich herausstellen sollte, unbegründet. Osmanen und Perser bekämpften sich bis ins 19. Jahrhundert, also bis zu einer Zeit, in der sie für niemanden mehr, außer für ihre eigenen Bürger, eine Bedrohung darstellten. Damals wurde gelegentlich der Gedanke einer Allianz zwischen der Christenheit und Persien erörtert, der jedoch nicht weiter verfolgt wurde. Im Jahre 1523 schickte Schah Ismāīl, der immer noch unter seiner Niederlage litt, Kaiser Karl V. einen Brief, in dem er sein Erstaunen darüber ausdrückte, dass die europäischen Mächte sich gegenseitig bekämpften, statt gemeinsam gegen die Osmanen vorzugehen. Sein Appell stieß jedoch auf taube Ohren, und der Kaiser beantwortete diesen Brief erst im Jahre 1529, als Schah Ismāīl bereits fünf Jahre tot war.