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Der Tod führt Regie (FBI Special Agent)

Pete Hackett

Der Tod führt Regie (FBI Special Agent)

Ein Fall für Owen Burke/ Cassiopeiapress





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Der Tod führt Regie

Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

Special Agent Ron Harris lehnte sich auf seinem Stuhl zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und sagte: »Also fassen wir zusammen, Kollege: Bei der Toten handelte es sich um eine Südländerin zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Jahren, der Tod dürfte in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens eingetreten sein, sie wurde mit einer Schnur erwürgt. Die Lady trug keinerlei Ausweispapiere bei sich, so dass wir nicht wissen, um wen es sich handelt. Allerdings wurde Sperma bei ihr sichergestellt, und das stammt von einem Burschen namens Jack Brenner.«

»So ist es«, bestätigte Special Agent Owen Burke und stemmte sich an seinem Schreibtisch in die Höhe. »Und Mr. Jack Brenner wohnt 224 East 97th Street. Vorbestraft wegen Förderung der Prostitution und einiger Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ich denke, der gute Mann wird uns einige Fragen zu beantworten haben.«

»Ja, der Meinung bin ich auch«, pflichtete Ron Harris bei und erhob sich ebenfalls.

Owen Burke nahm das Bild von der Toten, das auf seinem Schreibtisch lag, und schob es in die Innentasche seiner Jacke. Die Agents verließen ihr gemeinsames Büro …

Wenige Minuten später saßen sie im Dodge Avenger und rollten nach Norden. Der Tag war sonnig, die Temperaturen lagen bei über zwanzig Grad. Auf den Gehsteigen bewegten sich Kolonnen von Menschen. Das schöne Wetter trieb sie aus ihren Häusern.

Es dauerte seine Zeit, bis die Agents in der 97th ankamen. Ron Harris, der den Dienstwagen steuerte, fand in der Nähe des Gebäudes Nummer 224 eine Parklücke, in die er den Dodge geschickt manövrierte. Sie stiegen aus. Wenn sie nach Westen blickten, konnte sie zweihundert Yards entfernt die Bäume und Büsche des Central Parks sehen.

Jack Brenners Apartment lag in der zweiten Etage des Hochhauses. Die G-men benutzten die Treppe. Sie fanden die Wohnungstür und Ron Harris betätigte die Klingel. Die Linse des Spions verdunkelte sich, dann wurde die Tür einen Spalt geöffnet und eine dunkle Stimme erklang: »Sie wünschen?«

Owen Burke ergriff das Wort. Zunächst stellte er sich und seinen Kollegen vor, dann sagte er: »Ich nehme an, Sie sind Mr. Brenner.«

»Sehr richtig. Was will das FBI von mir?«

»Wir haben bezüglich einer jungen Lady, die tot im Riverside Park gelegen hat, ein paar Fragen an Sie. Darum sollten Sie die Tür ganz aufmachen und uns in die Wohnung bitten. Es spricht sich nicht so gut zwischen Tür und Angel.«

»Ich muss euch nicht in meine Wohnung …«

»Wir können Sie auch mitnehmen!«, unterbrach Burke den Mann mit schroffem Tonfall. »Sie stehen nämlich unter Mordverdacht. Ich sage Ihnen das nur zu Ihrer Orientierung.«

»Was!« Jack Brenner riss die Tür auf. Mit einer Mischung aus Schreck, Verständnislosigkeit und Entsetzen starrte er den Agent an. Brenner war etwa eins achtzig groß. Er war neunundzwanzig Jahre alt, seine Haare waren brünett und straff zurückgekämmt. Er besaß ein breitflächiges Gesicht, seine Lippen waren schmal, die Augen von brauner Farbe. »Unter Mordverdacht!«, echote er. »Sie – Sie ticken wohl nicht richtig.«

Burke hob beschwichtigend die rechte Hand. »Ruhig Blut, Mr. Brenner. An der Toten wurde Ihre DNA festgestellt. Es handelte sich um Sperma, das von Ihnen stammt. Das lässt vermuten, dass Sie in einem näheren Kontakt mit der Ermordeten standen.«

Die Brauen Brenners schoben sich zusammen. Über seiner Nasenwurzel entstanden zwei senkrechte Falten. Ein Schatten schien über sein Gesicht zu huschen. »Es kommt hin und wieder mal vor, dass ich 'ne Tussie flachlege!«, stieß er hervor. »Umgebracht hab ich jedoch noch keine. Also lasst mich in Ruhe.«

Ehe sich Burke oder Harris versahen, schlug Brenner die Tür zu. Owen Burke atmete tief durch, wechselte mit seinem Freund und Partner einen schnellen Blick, stieß die Luft durch die Nase aus und pochte fordernd gegen die Tür. »Sie scheinen etwas missverstanden zu haben, Brenner. Öffnen Sie die Tür! Auf der Stelle! Andernfalls holen wir Sie aus Ihrer Wohnung.«

»Verschwindet, ihr verdammten Feds!«

»Ich zähle bis drei, Brenner!«, drohte Burke und nickte Ron Harris zu. Der begriff sofort und rannte los.

»Eins!«, rief Burke.

Harris erreichte die Treppe und stürmte sie hinunter. Fast jedes Gebäude in New York besaß eine Rettungsleiter, und die beiden Agents wollten verhindern, dass sich Jack Brenner über sie absetzte. Ron Harris verschwand aus dem Blickfeld seines Kollegen, seine Schritte verklangen auf der Treppe.

»Zwei!«, zählte Owen Burke. Er stand jetzt neben der Tür im Schutz der Wand. Denn ein Türblatt war für eine Kugel kein Hindernis und ein Selbstmörder war der G-man nicht.

In der Wohnung blieb es still.

Burke zog die SIG und entsicherte sie. Die Waffe war schussbereit. Sie musste nicht repetiert werden. »Drei!« Jetzt trat der Agent vor die Tür hin, benutzte sein rechtes Bein wie einen Rammbock und die Tür flog krachend auf. Augenblicklich glitt der Agent wieder in den Schutz der Wand.

»Okay, okay!«, erklang es gehetzt. »Schon gut, schon gut!«

»Kommen Sie mit erhobenen Händen ins Treppenhaus!«, gebot Burke mit klirrender Stimme.

»Sicher, ich – ich …«

Brenners Stimme brach, und drei Sekunden später trat er durch die Tür. Die Hände hielt er in Schulterhöhe. In seinem Gesicht zuckten die Muskeln, unruhig flackerten seine Augen. »Ich – ich hab doch niemand umgebracht«, stammelte er.

Burke trat hinter ihn. »Hände auf den Rücken!«

Ein Laut entrang sich Brenner, der sich anhörte wie trockenes Schluchzen. Die Handschellen klickten. Owen Burke steckte die SIG weg und nahm sein Mobiltelefon zur Hand, rief beim nächsten Polizeirevier an und bat, eine Streife herzuschicken, die zum einen die Wohnung sichern, zum anderen Brenner zum Federal Building befördern sollte.

 

*

 

Sie befanden sich in einem der Vernehmungsräume im Keller des Bundesgebäudes an der Federal Plaza.

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