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Feindfahrten auf U-47

FEINDFAHRTEN AUF U-47

Im ersten Band der Dokumentation über Willy Meyer beschreibt sein Neffe Wolfgang Meyer, die Jugendzeit, die Ausbildung zum Friseur in Syke, den Eintritt in die Reichsmarine sowie die Zeit auf dem Hochsee-Torpedoboot „LEOPARD“ und auf dem Segelschulschiff „GORCH FOCK“ vor dem II. Weltkrieg.

Dieser zweite Band der Trilogie über Willy Meyer, „Der Stier von Scapa Flow. Willy Meyer, Bootsmaat auf U-47“ beschreibt den Eintritt des jungen Bootsmanns in die Elitetruppe der Reichsmarine, die neue U-Bootwaffe und die „glückliche Zeit“ der grauen Wölfe, die Zeit der Jäger.

U-47 unter Kapitänleutnant Günther Prien ist das wohl am besten beschriebene U-Boot des II. Weltkrieges.

Natürlich wird die mutige Fahrt dieses Unterseebootes in den „angeblich sicheren“ Marinehafen von Scapa Flow sowie die Versenkung des britischen Schlachtschiffes HMS „ROYAL OAK“ und die siegreiche Rückkehr nach Deutschland ausführlich beschrieben.

Der darauf folgende Empfang in Adolf Hitlers Arbeitszimmer in der Reichskanzlei in Berlin wird u.a. durch die Bilder des „Leibfotografen“ Heinrich Hoffmann dokumentiert. Die Berichte über die gesamten zehn Feindfahrten beschreiben detailliert die neun erfolgreichen Unternehmungen sowie die letzte Feindfahrt von U-47.

Durch die Verknüpfung von offiziellen und privaten Unterlagen wird erstmals eine Dokumentation erstellt, die auch die versenkten oder beschädigten Schiffe sowie den Verbleib der Mannschaften beschreibt.

Allerdings wird auch die Torpedokrise sowie der Altmark-Zwischen-fall, der das Unternehmen „Weserübung“, (Tarnname für die Besetzung Norwegens) auslöste, thematisiert.

Wie auch im sechsten und achten Band der Familiengeschichten der Familien Meyer und Tröger werden auch in diesem siebten Band bislang unveröffentlichte private Fotos und Dokumente verwendet.

Im dritten Band werden die vier Feindfahrten von U-509 unter Anderem anhand der offiziellen, seinerzeit als „Geheime Kommandosache“ behandelten Kriegstagebücher dokumentiert.

Die aus dem privaten Archiv des Autors stammenden Fotos hat Willy Meyer gesammelt und vor seiner letzten Feindfahrt mit U-509 bei seinen Eltern gelassen.

DER AUTOR

Wolfgang Meyer, 1946 in Kirchweyhe bei Bremen geboren, Ausbildung als Schriftsetzer und Druckereikaufmann, Arbeit als Produktions- und Herstellungsleiter in einem internationalen Buch- und Fachzeitschriftenverlag sowie als Projektleiter in einer großen deutschen Unternehmensberatung, gewährt in den drei Bänden der Dokumentation Einblick in den kurzen Lebensweg seines Patenonkels Willy Meyer.

Die einzigartigen privaten Fotos und Dokumente wurden über viele Jahre sorgfältig archiviert und jetzt im Kontext mit den Unterlagen anderer, auch internationaler Archive erstmals veröffentlicht.

In diesem Rahmen wurden offizielle Dokumente und private Unterlagen und Fotos aus der Zeit des U-Bootkrieges im II. Weltkrieg so zusammengefasst einer interessierten Öffentlichkeit bislang noch nicht gezeigt.

Der Unternehmensberater strukturiert und sichtet akribisch die Dokumente und Fotos, kommentiert und bewertet diese zurückhaltend unter Berücksichtigung der historischen Gegebenheiten.

Nach langjährigen Tätigkeiten im Bereich der Print- sowie der elektronischen Medien in München, Würzburg und Berlin lebt er nun mit seiner Frau Brigitte wieder in Weyhe bei Bremen.

U-47 - Berlin Wintergarten „Wunschkonzert“

Nach der Melodie:

Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern

Ein Schiff schwamm übern Ozean

Oh „ROYAL OAK“, du stolzer Kahn,

Auf einmal warste weg!

De Captain kiekt aus sein Kajüt,

Da sah er’n Periskop so lütt!

Oh damned, oh a submarine!

Schon liegt der „ROYAL“ drin!

Das muß den Ersten Seelord doch erschüttern

Meinste nicht, meinste nicht, Chamberlain?

Und trinkt er auch zur Stärkung schnell nen Bittern!

Dieser Streich macht ihn weich, wirst schon sehn!

Die „ROYAL OAK“, three other ships …

Wir kriegen ihn noch an den Schlips!

Das wird den Ersten Seelord doch erschüttern!

Meinste nicht, meinste nicht, Chamberlain?

No waterdrops traf „ARC ROYAL“!

Lügt er mit frechem Mund –

Dabei auch diese Burg aus Stahl

Schwimmt unten auf dem Grund.

So lügt, so lügt der Erste Lord,
und speit er Galle und
Gift ein deutscher Bomber trifft.

Das muß den Ersten Seelord doch erschüttern

Meinste nicht, meinste nicht, Chamberlain?

Wie gern hätt’ Churchill uns blockiert!

You see, it looks now black!

Das deutsche U-Boot torpediert

Ihm seinen Frühstücksspeck.

Ihn selber trifft ein jeder Schuß,

Die waves zu rulen ist jetzt Schluß.

Die Nordsee ward ein deutsches Meer,

Nu kiekste hinterher!

Das muß den Ersten Seelord doch erschüttern

Meinste nicht, meinste nicht, Chamberlain?

So kriegt man Churchill auf den Baum

So spielt man mit ihm Zeck!

Auch die „REPULSE“ –ein stolzer Traum –
Hat outboard schon ein Leck!

Mit jedem Tag wird, wie man sieht,

A little smaller your „Grand Fleet“,

Oh damned, oh a submarine,
schon wieder liegt wer drin!

Das muß den Ersten Seelord doch erschüttern

Meinste nicht, meinste nicht, Chamberlain?

Jeder Streich macht ihn weich, macht ihn kleen,

wir werden ihn auch weiterhin zerknittern,

siehste woll, siehste woll, Camberlain!

Am Meeresgrund three mighty ships,
wir kriegen ihn noch an den Schlips!

Das wird den Ersten Seelord doch erschüttern

Siehste woll, siehste woll, Chamberlain?

(Refrain gesungen beim Wunschkonzert im Wintergarten:

Das wird den Ersten Seelord doch erschüttern,
lügt er auch, lügt er auch wie gedruckt!)

Dieses Lied wurde während des Aufenthalts der Mannschaft von U-47 im Berliner Wintergarten per Lautsprecher zugeschaltet. Foto auf Seite 172

Willy Meyer, Obermatrose der Reichsmarine in Ausgehuniform (Affenjäckchen).1 Mützenband „Unterseebootsschule“ 27.09.1934. (lt. WAST)

RECHTLICHE WÜRDIGUNG

Die Wiedergabe der Berichte, Zitate und Beschreibungen in dieser Dokumentation enthalten die Sicht, den damaligen Wissenstand, aber auch die Diktion der damaligen Zeit.

In dieser Dokumentation werden verfassungsfeindliche Symbole (Hoheitssymbole des Dritten Reichs etc.) gezeigt, da diese der wissenschaftlichen, militär- sowie der kunsthistorischen Forschung dienen.

Wenn Beteiligte die geschichtlichen Ereignisse beschreiben, muss man das als ein authentisches Zeitdokument ansehen, zumal es im Stil der Zeit geschrieben wurde. Das bedeutet nicht, dass der Inhalt dieser Dokumentation und die damals geltende Geschichtsschreibung die Auffassung des Autors darstellt.

Die Dokumentation der Feindfahrten des deutschen U-Bootes U-47 und der begleitenden Darstellungen dient ausschließlich der Beschreibung der Vorgänge des Zeitgeschehens bzw. der Geschichte.

Die Wiedergabe von Symbolen, Texten, Musikstücken oder Reden aus der Zeit von 1939 bis 1945 berührt den § 86 des StGB. Dieser Paragraph stellt das „Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen“ unter Strafe.

Im Absatz 3 dieses Paragraphen wird jedoch eine Verwendung dieser Symbole, Texte, Musikstücke und Reden, wenn es der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient, nicht verboten.

Die Abbildungen in dieser Dokumentation stammen unter anderem aus dem Privatarchiv des Verfassers. Die Urheberschaft anderer Fotos war nicht in jedem Fall zweifelsfrei feststellbar. Falls durch die Darstellung dieser Fotos die Rechte Dritter verletzt werden, steht der Autor bei berechtigten Ansprüchen gerne zur Abstimmung bereit.

Erste Auflage:

Herausgeber:

Layout:

Titelgestaltung:

Herstellung:

2015

Wolfgang Meyer

Claas Meyer, Edewecht

Alexandra Decker, Berlin

h2l Kommunikation, Stuhr

1 Foto: Archiv W. Meyer

VORWORT

U-47 ist das wohl am besten dokumentierte Unterseeboot des 2. Weltkrieges. Durch den Husarenritt in den aus britischer Sicht uneinnehmbaren Naturhafen der Grand Fleet, Scapa Flow und die Versenkung des riesigen Schlachtschiffes HMS „ROYAL OAK“ in den ersten Kriegstagen des Jahres 1939 wurde dieses Ereignis durch die bekannt effektive Propagandamaschinerie2 des Herrn Goebbels gnadenlos ausgeschlachtet.

Unmengen von Zeitungsartikeln, Fotos und anderen Devotionalien, Merchandising sagt man heute, waren unter das Volk zu bringen. Das mag seinerzeit doch erheblich zur Stimmungsmache des Volkes gegen die bösen Feinde Deutschlands beigetragen haben, für uns an der Familiengeschichte interessierte Nachfahren ist es ein grosses Glück. Denn: es gibt nur wenige Familienmitglieder die so viele Informationen hinterlassen haben wie der Obersteuermann Willy Meyer, der ältere Bruder meines Vaters.

Mittlerweile sind auch viele Archive für uns Genealogen online und frei zugänglich. Das heißt, nicht nur die Erzählungen der Altvorderen, sondern Urkunden wie z.B. die Bewertung der von Admiral Dönitz und seinem Stab geprüften Kriegstagebücher von U-47, sondern auch Berichte und Auswertungen der damaligen Feinde sind im Internet überwiegend frei einsehbar. Ich bemühe mich, alle Quellen korrekt zu benennen.

Ich habe auch russische und chinesische Webseiten zur Recherche herangezogen; leider kann ich weder Kyrillisch noch Chinesisch lesen. Deshalb erspare ich mir dort die Quellenangabe. Zumal nach einem Zeitraum von 75 Jahren etliche ehemals geschützte Informationen und Bilder mittlerweile gemeinfrei geworden sind.

Um jedoch jede Spekulation zu vermeiden, nenne ich die mir bekannte und verwendete Quelle jeweils als Fußnote am Ende der betreffenden Seite. Das bedeutet aber nicht, dass diese Quelle auch die ursprüngliche Quelle ist. Die Urheber lassen sich in vielen Fällen gar nicht mehr feststellen.

Einen großen Teil der Unterlagen, Erinnerungsstücke, Fotos und Uniformteile von Willy Meyer habe ich dem U-Bootarchiv in Cuxhaven-Altenbruch als Leihgabe befristet zu Studienzwecken zur Verfügung gestellt.

Der erste Teil der Trilogie erzählt die Geschichte meines Patenonkels Willy von seiner Jugendzeit in Kirchweyhe über die Lehrzeit als Friseur bei Franz Borchers in Syke, über seine Dienstzeit als Matrose auf dem Hochseetorpedoboot „LEOPARD“ bis hin zur Ausbildung zum Bootsmaaten (Maat = Unteroffizier) auf dem Segelschulschiff „GORCH FOCK“.