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Der Sheriff von Archer City

Thomas West

Der Sheriff von Archer City

CassiopeiaPress Western





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Der Sheriff von Archer City

 

von Thomas West

 

 

 

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© by Thomas West

© der Digitalausgabe 2012 AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

***

Behutsam schob sich Joseph Boone Sheridan über den steinigen Boden. Zentimeter für Zentimeter. Mit der Rechten zog er seine Winchester neben sich her. Die eisige Kälte des Felsgesteins kroch durch das grobe Baumwollhemd in seine Haut. Die Felsnase stieg ein wenig an, und er musste bis an ihren Rand kriechen, um das Gelände unterhalb des Steilhangs einsehen zu können. Er drückte den Ast einer Akazie nach oben und robbte unter ihm hindurch. Die dicht belaubten Bäume bedeckten Teile des Hangs. Ihre Kronen verhüllten Sheridans Deckung. Eine stachlige Angelegenheit. Aber eine Wohltat im Vergleich mit den tödlichen Pfeilen der Sioux.

Endlich erreichte Sheridan den Rand der Felsnase. Er spähte über die Felskante. Unter ihm war das steil abfallende Laubdach - Eichen, Buchen, Ahorn. Dazwischen vereinzelte Akazien und sogar Tannen.

Am Fuß des Hanges lichtete sich der Baumbewuchs. Steine wölbten sich dort aus Farnfeldern und Dornengestrüpp. Zum Teil mannshohe, moosbewachsene Felsbrocken.

Auf einem stand ein Sioux. Er spähte nach allen Richtungen. Dann sah Sheridan ihre Pferde. Sie weideten an dem schmalen Bachlauf, der knapp zwei Steinwürfe entfernt das Unterholz durchschnitt. Kleine scheckige Appaloosas; Sheridan zählte genau zwölf.

Und schließlich entdeckte er die Hauptgruppe seiner Verfolger. Sie standen genau an der Stelle des Gebirgsbaches, an der er sein Pferd ins Wasser getrieben hatte. Er selbst hatte sich parallel des Flüsschens durchs Unterholz gearbeitet.

Sheridan versuchte an ihren Gesten und Körperhaltungen abzulesen, was sie im Schilde führten. Sie schienen heftig zu palavern. Einige zeigten nach oben, Richtung Wald, andere deuteten hinunter in die Ebene. Zwei hockten am Ufer des Baches und untersuchten das Bachbett und das Ufergestrüpp. Seine Spuren verwirrten die Indianer. Genau wie er gehofft hatte.

Sie schienen sich unschlüssig zu sein.

"Jetzt zieht schon ab, Kameraden", murmelte Sheridan. "Die Bisons warten nicht gern."

Drei weitere Sioux tauchten auf. Jenseits des Gebirgsbaches. Aus dem dichten Buschwerk, durch das er sich ein paar hundert Meter weit in den Wald hinein gearbeitet hatte. Immer in Rufweite seines Pferdes.

Die drei hatten es nicht eilig. Und ihre resignierenden Handbewegungen waren eindeutig: Sie hatten seine Spur verloren.

Sheridan hatte sich zunächst vom Bach entfernt. Und war dann in einem großen Bogen zum Wasserlauf zurückgekehrt. Im weitausladenden Geäst einer Sumpfeiche war er über das Bachbett geklettert.

Der Anführer der Sioux gab das Zeichen zum Aufbruch. Sie sammelten sich bei den Pferden und schwangen sich hinauf.

"Na also." Sheridan atmete zweimal tief durch.

Schon vor zwei Tagen, mitten im Grasland, hatte er ihre Fährten entdeckt. Sie verfolgten eine Bisonherde. Und gestern, in der gleißenden Mittagssonne, bewegten sich plötzlich die Silhouetten einer Reitergruppe am Horizont.

Sheridan hatte keine Ahnung, was die Sioux veranlasst haben könnte, ihre Jägertruppe um zwölf Mann zu schwächen. Um einen einzigen Weißen zu fangen! Irgendwas musste sie gewaltig auf die Palme gebracht haben.

Er wusste nur, dass am Creek, nördlich von Denver, eine Kavallerie-Kompanie unterwegs war. Eine Strafexpedition.

Das hatte er in Fort Dodge gehört. Vor zwei Wochen, als er dort Tabak, Decken, Munition und Proviant für seinen langen Ritt durch die Prärie eingekauft hatte.

Sheridan beobachtete die Reiter, bis sie den Saum des Waldes verlassen hatten und nur noch dunkle Punkte in der weiten Graslandschaft waren.

Wahrscheinlich hatten die Blauröcke wieder ein Lager der Sioux zusammengeschossen. Und die Indianer griffen sich im Gegenzug jeden Weißen, der ihre Wege kreuzte.

Blut ruft nach Blut, dachte Sheridan, und wer abgedrückt hat, sollte in Deckung gehen. Das war nun mal der Lauf der Dinge in dieser Welt. Und Sheridan kannte sich aus mit dem Lauf der Dinge...

Die Dornen der Akazie stachen ihn in die Nackenhaut als er rückwärts von der Felsnase rutschte. Er kletterte durch das schroffe Gestein ins Unterholz hinab. Zwischen Ginster und Farn klopfte er sich den Staub vom Hemd und schüttelte Laub und Kletten aus seinen langen roten Haaren.

Er huschte zwischen den Eichen und Kiefernstämmen hindurch. Sein Pferd begrüßte ihn schnaubend.

"Wir sind wieder unter uns, altes Mädchen." Er schob die Winchester in das Sattelholster und tätschelte den Hals der rotbraunen Stute. "Die Gentlemen haben aufgegeben. Kümmern sich lieber wieder um ihre Wintervorräte."

Sheridan hockte sich ins Moos und zog einen kleinen Tabaksbeutel aus dem Hemd. Er trug ihn an einem Lederband um den Hals. "Ganz schön kühl für die Jahreszeit, was?" Er drehte sich eine Zigarette. Das Streichholz riss er an den rauen Beschlägen seiner Stiefelspitzen an. Der Zigarettenrauch stieg in das Laubdach des Waldes.

"Aber warte nur ab, Queen - der Sommer ist vorbei, und je tiefer wir die Rockys hinaufsteigen, desto kälter wird es. Lausig kalt, glaub mir."

"Queen" - so nannte er das Pferd. Eigentlich hieß es "Queen Dublin". Sheridans Eltern stammten von dort. Sie waren vor fast vierzig Jahren mit einem Segler voller irischer Einwanderer in Baltimore gelandet. Da gab's ihn noch nicht, genauso wenig wie seine drei Schwestern.

Heute gab es seine Eltern nicht mehr. Und seine Schwestern gab es auch nicht mehr. Er allein war übriggeblieben - Joseph Boone Sheridan...

Er spähte nach oben. Milchiges Blau des Abendhimmels zwischen den Baumkronen. Als er vor zwei Stunden in den Wald eingedrungen war, standen die Sonnenstrahlen noch wie flimmernde Balken zwischen den Stämmen. Inzwischen hatte sich der Schatten des Gebirges auf den Hang gelegt. In zwei Stunden würde es dunkel sein. Vielleicht schon früher.

"Die Rothäute haben unseren Zeitplan über den Haufen geworfen." Sheridan drückte seine Zigarette im Waldboden aus. "Das Dach über dem Kopf können wir uns für heute Nacht abschminken. Wir schaffen es nicht mehr bis zu Kanes Hütte."

Sein Zeitplan war schon seit Tagen keinen Pfifferling mehr wert. Er wollte vor Wintereinbruch die Rockys hinter sich lassen und Sacramento erreichen. Sein alter Freund Virgil Potter hatte dort einen großen Claim. Und eine geräumige Hütte. Sheridan wollte bei Potter überwintern. Wie hätte er zu diesem Zeitpunkt ahnen können, dass er Sacramento vorläufig nicht zu Gesicht bekommen würde?

Er stand auf und stieg in den Sattel. Eine Stunde noch ritt er am Bachlauf entlang hangaufwärts.

Etwa zwanzig Meilen von hier, auf dem dichtbewaldeten Hochplateau, stand die Blockhütte seines Freundes Kane Finnigan. Oder eigentlich waren es zwei Blockhütten. Das letzte Mal, als Sheridan bei ihm vorbeigeschaut hatte, zimmerte Kane gerade an einem Gebäude für die Pferde und seine Waren. Aber das war anderthalb Jahre her.

"Weißt du, von was ich träumen will?", sagte Sheridan später, als die Dunkelheit durch den Wald kroch und er sich in Mantel und Decke gehüllt auf dem Moos ausgestreckt hatte. "Von einer Frau - du hast es erraten."

Die Queen stand mindestens zehn Schritte entfernt unter einer Eiche und weidete das spärliche Gras zwischen dem oberflächlichen Wurzelgeflecht ab. Nichts an ihrer Haltung sprach dafür, dass sie Sheridans Stimme überhaupt zur Kenntnis nahm.

"Sie darf nicht nackt sein", fuhr Sheridan fort. "Ich will sogar, dass sie eine hochgeschlossene Bluse trägt, eine Bluse mit Rüschenkragen. Wie Betty - genau. Ich will von Betty aus Council Grove träumen - der süßen kleinen Farmerstochter."

Er verschränkte die Arme unter seinem Kopf und schloss die Augen. "Und wenn ich ihr die Bluse aufknöpfe, sollen mir ihre Brüste entgegenspringen wie zwei neugeborene Ferkel. Und wenn ich ihr unter ihren langen Rock fasse und die Strumpfbänder löse, will ich schon die Nässe zwischen ihren Schenkeln fühlen. Genau davon will ich träumen..."

Die Queen stieß ein kurzes Gewieher aus und bleckte die Zähne. Als würde sie lachen.

"Weißt du was?", grinste Sheridan. "Du bist der unanständigste Gaul, der mir je begegnet ist..." Er zog sich die Decke über die Ohren. Keine zwei Minuten später rasselte sein Schnarchen durch das Unterholz.

Er träumte von einer Frau. Aber nicht von Betty aus Council Grove...

 

*

 

... er vergrub sein heißes Gesicht in ihrem Dekolleté. Eine Duftwolke aus Whisky und schwerem Parfüm umgab ihren festen, schlanken Körper. Sheridan saugte den Geruch in sich hinein. Seine gierigen Finger nestelten an der Verschnürung ihres Kleides herum. Der verdammte Knoten wollte sich nicht ums Verrecken lösen lassen.

"Ich helf dir", keuchte sie. Ihre Hände schoben sich unter seinen Oberkörper und entwirrten die Verknotung - ihre drallen Brüste quollen ihm entgegen. Mit beiden Händen griff er nach der weißen, samthäutigen Pracht, presste sie zusammen, saugte an einer der vorspringenden Warzen.

Sie kicherte, griff nach seiner Rechten und schob sie über ihre Taille und Hüfte hinunter bis zu ihrem Oberschenkel. Sheridan ertastete Haut zwischen Netzstrumpf und Hüfthalter; er erwischte das Strumpfband und knurrte, weil er das Ding nicht gleich lösen konnte.

Wieder kicherte sie und stieß ihm herausfordernd das Becken entgegen. Zorn mischte sich in seine Erregung - sie machte sich über seine Unerfahrenheit lustig. Er war doch erst siebzehn...

Er robbte nach unten, schob ihr Kleid hoch und hatte freie Sicht auf Rüschenhöschen, Hüfthalter und Netzstrümpfe. Ein paar Griffe, und die ganze Verkleidung rutschte herunter - er zog ihr Höschen, Hüfthalter und Strümpfe auf einmal über die Füße. Sie strampelte und kicherte. Er packte ihre Beine, spreizte sie auseinander und bohrte seine Zunge zwischen ihre Scham. Sie quietschte vor Vergnügen...

Und dann lag er zwischen ihren Schenkeln - die Mischung aus Gier nach ihrem Körper und Zorn auf ihren Spott steigerten sich zur Raserei. Er schälte sie so schnell aus ihrem Kleid, als hätte er das tausendmal zuvor getan. Ihr Kichern ging in wohliges Knurren über.

Er kniete in ihren gespreizten Beinen auf dem Bett, fasste ihre Hüften und zog ihren Unterleib auf seine Schenkel.

Sie presste die Handfläche auf ihren Mund, als er in sie eindrang und das Paradies sich öffnete. Wie von Sinnen tobten sie auf dem Bett herum...

Ein Schrei mischte sich in ihr Stöhnen. Der Schrei einer sich überschlagenden Frauenstimme. Von draußen kam er. Vom Flur vor der Zimmertür.

"Feuer!" Immer nur dieses eine Wort. "Feuer! Feuer! Feuer!"

Sie fuhren hoch. Hastig stiegen sie in ihre Kleider. Sheridan rannte zur Tür. Dichter Rauch quoll ihm entgegen, als er sie aufriss. Kein Durchkommen!

"Mom!", schrie er. "Dad!" Er hustete, seine Augen tränten.

Die Frau zog ihn zurück ins Zimmer und schlug die Tür zu.

"Durchs Fenster!", keuchte sie.

Sie schoben sich nacheinander durch die Öffnung. Zuerst Sheridan, dann die Frau. Er hielt sie am Arm fest, während sie auf den Knien über das Vordach des Hotels rutschten.

Unter ihnen, auf der Straße und im Eingangsbereich des Hotels, schrien Menschen. Schüsse fielen. Pferde wieherten.

An der Säule des Vordaches ließen sie sich herunter.

"Deckung!", schrie eine Männerstimme auf der anderen Straßenseite. Sheridan sah einen Mann aufgeregt winken, erkannte undeutlich den Stern auf seiner Lederweste - der Sheriff. Er zielte mit einem Gewehr auf den Eingangsbereich des Hotels.

Sheridan begriff nur, dass er und die Frau zwischen die Fronten geraten waren. Zwischen welche auch immer. Er stieß sie in den Straßenstaub und warf sich über sie. Sie lagen zwischen der Vortreppe und den unruhig tänzelnden Pferden.

Stiefel trampelten aus dem Eingangsbereich des Hotels. Wieder Schüsse. Männer rannten an ihnen vorbei, schossen aus Revolvern auf die andere Straßenseite, schwangen sich auf die scheuenden Pferde.

Sheridan blickte auf - und sah einen großen Mann auf den Apfelschimmel neben sich steigen. Ganz in Dunkelbraun gekleidet, Satteltaschen über der Schulter, ein schmutzig-weißes Tuch vor Mund und Nase.

Ihre Blicke begegneten sich – kalte wässrigblaue Augen bohrten sich in Sheridans Gesicht. Augen, die von dieser Stunde an durch Sheridans Alpträume geistern würden.

Der Apfelschimmel bäumte sich auf. Der Mann riss an den Zügeln, sein Tuch rutschte hoch, und Sheridan sah die blasse Narbe in der sonnenverbrannten Haut seines Halses. Sie zog sich vom linken Ohr fast bis zum Adamsapfel des Mannes hinunter. Auch sie würde Sheridan nie mehr vergessen.

Der Mann richtete seinen langläufigen Revolver auf den Jungen und drückte ab.

Sheridan barg den Kopf in seinen Armen. Heiß bohrte sich der Schmerz in seinen Rücken...

 

*

 

... er schrie. Etwas Feuchtes strich über sein Gesicht. Er riss die Augen auf – und erkannte im Mondlicht die Konturen seines Pferdes. Queens Nüstern stupsten an seine Wange.

Sheridan wühlte sich aus Mantel und Decke. "Ist gut, altes Mädchen, schon gut..." Er stand auf und drehte sich eine Zigarette.

Rauchend lehnte er später gegen den Eichenstamm und starrte in den Vollmond. Noch immer stand das brennende Hotel vor seinem inneren Auge. Und dieses halbverhüllte Gesicht - die kalten, wässrigen Augen über dem schmutzigen Tuch, die verwachsene Narbe am Hals. So deutlich, als wäre es gestern gewesen.

Derselbe gottverdammte Traum - seit mehr als zwölf Jahren...

Hatte er den Namen der Frau vergessen? Oder waren sie damals gar nicht dazu gekommen, sich vorzustellen?

Sheridan wusste es nicht mehr. Er konnte sich nur noch erinnern, dass alles sehr schnell gegangen war.

Schon als er mit seinen Schwestern und seinen Eltern die Treppe vom Zimmertrakt in die Hotelbar hinuntergestiegen war, war ihm die Frau aufgefallen: Ihr blondes Haar offen auf ihren nackten Schultern wie ein glänzender Umhang, ihr großer dunkelrot geschminkter Mund, der spöttische Ausdruck in ihren grünen Augen, die zusammengepressten weißen Wölbungen im eng geschnürten Dekolleté ihres hellblauen Kleides...

Sie saß an der Bar und nippte an einem Glas. Der Mann neben ihr - ein feister Glatzkopf im großkarierten Dreiteiler - schien sie nicht zu interessieren.

Blicke flogen hin und her - anfangs verstohlen, fast scheu, und dann immer offener, herausfordernder. Besonders von ihrer Seite.

Sheridans Dad wählte einen runden Tisch in der Mitte der Hotelbar aus. Er bestellte Steaks, Bohnen und Bratkartoffeln. Sheridan konnte sich an jede Einzelheit erinnern. An das grüne Kleid seiner Mutter genauso wie an den Geruch der Zigarren, die sein Vater an jenem Abend rauchte.

Und drüben an der Theke diese Frau - immer wieder trafen sich ihre Blicke.

Sheridans Verstand sackte in seine Hoden ab. Er konnte kaum still sitzen. Die Blicke der Frau jagten sein Blut auf den Siedepunkt. Und sein Schwanz stand hart und pulsierend in der engen Hose.

Der Abend zog sich hin. Die Frau im hellblauen Kleid ging auf ihr Zimmer, kehrte zurück, und ihr Blick war eindeutig: Ich will dich.

Sheridan schwankte zwischen Euphorie und Beklemmung. Er hatte damals, mit siebzehn Jahren, noch nicht allzuviel Erfahrung. Okay - da waren ein paar wilde Mädchen auf der Überfahrt von Dublin nach Baltimore gewesen. Und die Tochter des Juden, der ihnen die kleine Wohnung im Hafenviertel vermietet hatte. Und da war Betty, die Farmerstochter aus Council Grove, seine erste große Liebe...

Seine Eltern und die drei Schwestern gingen irgendwann hoch auf ihre Zimmer. Zu diesem Zeitpunkt glaubten sie noch, ein anstrengender Tag würde ihnen bevorstehen.

Auf der Reise von Baltimore nach Kalifornien waren sie damals in Denver abgestiegen. In diesem Hotel, diesem gottverdammten Hotel! Am folgenden Tag sollte es mit der Postkutsche über die Rockys gehen.

Als wäre es gestern gewesen, sah Sheridan die Frau in Blau von ihrem Barhocker rutschen, zur Treppe gehen, ihr Kleid hochraffen und auf der ersten Stufe stehen bleiben.

Als wäre es gestern gewesen, sah er, wie sie sich umdrehte. Komm, sagte ihr Blick.

Seine Knie waren wie aus Teig, als er die Treppe hinauf hastete. Sie stand an der offenen Tür ihres Zimmers.

Merkwürdigerweise konnte er sich nicht mehr daran erinnern, wie sie in ihr Bett gekommen waren. Jedenfalls lag er irgendwann zwischen ihren Schenkeln...

Wie oft hatte er sich gewünscht, nach der ersten Hälfte des Traums aufzuwachen. Mit dem Geruch dieser Frau in der Nase, mit ihrem himmlischen Körper in seiner Erinnerung. Keine Chance. Jedesmal funkte dieser Schrei dazwischen - "Feuer!". Und statt aufzuwachen, durchlebte Sheridan das Inferno aufs Neue.

So war das nun mal. Hölle und Paradies schienen Nachbarn zu sein.

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