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Der Sandkasten

Alfred J. Schindler

 

Der Sandkasten

 

Horrorthriller

 

von

 

Alfred J. Schindler

 

 

 

 

VORWORT

 

 

Wie fast jeden Tag geht Barbara mit ihrem vierjährigen Sohn Martin zu dem für die Kleinkinder heißgeliebten Spielplatz, der sich am Rande unseres kleinen Dorfes Glücksberg befindet. Rings um den Platz sind mehrere Holzbänke aufgestellt, auf denen sich die Mütter der spielenden Kinder ein wenig ausruhen können. Der gesamte Spielplatz ist von wunderschönem Mischwald umgeben. Ein niedriger Zaun umschließt den Platz. Vier kleine Schwenktürchen unterbrechen den Zaun in alle Himmelsrichtungen. Und es gibt einen äußerst beliebten Eismann mit seinem kleinen Wagen, der die Kinder beglückt.

 

Heute ist er nicht da.

 

Es ist heute überhaupt nichts los, der Spielplatz ist gähnend leer, keine Mutter mit ihrem Kind oder ihren Kindern ist anwesend, als ihn Barbara und Martin erreichen. Das Wetter ist bedeckt und das dürfte der Grund dafür sein, dass niemand hier ist. Der Wetterbericht sagte Regen an, aber Martin wollte unbedingt zu seinem heißgeliebten Sandkasten. Barbara ist etwas enttäuscht, denn sie hätte sich gerne mit einer der Mütter unterhalten, wie sie es sonst immer tut. Der Himmel zeigt düstere Wolken, aber es regnet glücklicherweise noch nicht. Und es ist windstill und etwas kühl heute, aber die frische Luft ist angenehm. Der Herbst hat sich in Glücksberg angemeldet.

 

Kapitel 01

 

Martin liebt den Sandkasten über alles. Wie gesagt. Es ist sein Sandkasten. Hier fühlt er sich wohl. Nur ungern teilt er ihn mit anderen Kindern. Er baut gerade eine wunderschöne Sandburg. Barbara lässt ihn natürlich nicht aus den Augen. Ihn, den einzigen Sohn. Ihr einziges Kind. Kein Zweig bewegt sich, es ist vollkommen ruhig. Ein Ort der Entspannung. Ein Ort der Ruhe und des Friedens. Barbara hat sich vorausschauend eine Modezeitschrift mitgenommen, in der sie liest. Auch ihren großen Regenschirm hat sie nicht vergessen. Jedoch wandert ihr Blick immer wieder zu Martin, wie gesagt. Man könnte nicht behaupten, dass sie unaufmerksam ist.

 

Nein, keinesfalls.

 

Urplötzlich ertönt aus dem Sandkasten ein heller, markerschütternder Schrei. Barbara stürzt hoch, wirft ihre Zeitschrift auf den Boden und rennt los. Es sind nur sechs oder sieben Schritte bis zum Sandkasten. Martin brüllt nun wie am Spieß. Seine Mutter hat den hölzernen Rand des Sandkastens fast erreicht. Und sie sieht etwas, was für sie unfassbar ist. Ihre Nackenhaare stellen sich auf. Eine Schockwelle rast durch ihren Körper. Ihr kleiner Sohn verschwindet langsam in dem Sand. Er versinkt darin. Genau in der Mitte des Sandkastens befindet er sich, und jetzt schaut nur noch sein schmaler Kopf heraus. Sein gesamter Körper, auch die Arme, sind in dem Sand verschwunden. Martins blaue Augen und sein Mund sind weit aufgerissen. Nackte, kalte Todesangst spiegelt sich in seinem Blick. Er brüllt und brüllt und brüllt. Barbara stürzt über den Sandkastenrand und fällt direkt neben Martins Kopf mit dem Gesicht in den Sand. Sie beginnt verzweifelt, mit beiden Händen, den verfluchten Sand rings um Martins Kopf zu entfernen. Aber sie ist nicht schnell genug. Ein letzter, gellender Schrei ertönt aus Martins Mund, dann verschwindet der Kopf des kleinen Mannes im Sand. Barbara schreit mörderisch, aber niemand kann sie hören. Sie ist dieser grauenhaften Situation völlig alleine ausgeliefert. Und sie wird von einer Sekunde auf die andere bewusstlos. Die Sinne schwinden ihr und sie bleibt im Sandkasten regungslos liegen.

 

Kapitel 02

 

Barbara sieht verschwommen einige Gesichter über sich. Ich halte ihre kalte Hand. Ich knie neben dem Sandkasten und rüttle meine Frau an den schmalen Schultern. Warum liegt sie hier? War sie bewusstlos? Wo ist unser Junge? Was ist passiert? Zwei junge Jogger stehen etwas ratlos daneben, denn sie wissen nicht, was geschehen ist. Sie waren, als das Unglück geschah, noch zu weit entfernt.

 

Ich frage die Beiden: „Was ist hier passiert?“

Er antwortet leise: „Keine Ahnung. Wir sind soeben hinzugekommen.“

„Haben Sie einen kleinen Jungen gesehen?“

Sie schütteln die Köpfe.

 

Ich wollte, als ich meine Arbeit heute im Außendienst etwas früher als sonst beendete, meine Frau und ...

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