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Der Rächer von Carson City

Der Rächer von Carson City

 

 

Western von Thomas West

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author (T.West)

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

Für Sekunden sah Red Cloud keinen weißen Mann vor sich, sondern ein wildes Schwein. Ja - der blonde Mann mit dem grünen Seidenhemd, dem roten Halstuch und der braunen Weste erinnerte sie plötzlich an ein Wildschwein.

Sein breiter Schädel, sein stumpfes Gesicht, seine klobige Nase, seine kleinen, gierigen Augen, sein borstenartiges Haar - sahen die wilden Eber nicht so aus, die einem oben am Lake Tahoe von einem Augenblick zum anderen die schönste Hirschjagd versauen konnten? Sie sahen so aus, wenn sie angriffen, ganz bestimmt.

Vielleicht war es diese Fantasie, die Red Cloud aus ihrer Starre riss. Die einen Schacht durch ihre Panik trieb, hinab bis an die Stelle ihres Hirns, wo Wut brodelte und Ekel sich staute. Schlagartig beruhigte sich das Chaos unter ihrer Schädeldecke und und ihr Hirn wurde kühl.

Er kam auf sie zu, dieser Weiße. Schritt für Schritt. Er grinste, er hob seine Arme - Red Cloud konnte die feuchten Flecken unter seinen Achseln sehen, sie roch seinen Whiskyatem. "Zier dich nicht, Rothaut", sagte er und streckte die Hände nach ihr aus.

Sie stand ganz still. Das Abendlicht sickerte spärlich durch die schmalen Fenster unter der Decke. Ein dämmriges Licht, und die Wände des Kellergewölbes wirkten in diesem Licht, wie die schroffen Wände einer Höhle. Es roch nach Moder und Mäusekot, und Red Cloud spürte die Wärme, die der Körper des Mannes ausstrahlte.

Irgendwo schrie Magpie Feather, die Tochter des Häuptlings. Red Cloud hörte es, wie man in schlimmen Träumen manchmal die Schleiereule schreien hört - aus unbestimmter Richtung und von weit entfernt.

Der weiße Mann, der sie in jenen Augenblicken an einen wilden Eber erinnerte, berührte jetzt ihr schwarzes Haar. Sein Lächeln wurde breiter, seine Augen noch schmaler und gieriger. Plötzlich packte er ihren Nacken und zog sie an sich.

Red Cloud fühlte nicht seine Lippen auf ihrem Mund. Sie fühlte nichts außer Ekel und diese ungeheure Wut. Sie riss das Knie hoch, hörte ihn schreien, sah ihn gebückt und verkrümmt zur Seite torkeln und griff ins Halbdunkel neben der Tür, wo sie einen Stapel Dachlatten mehr ahnte als sah. Eine bekam sie zu fassen. Mit aller Kraft schlug sie zu.

Traf sie seinen Rücken, traf sie seinen Nacken oder traf sie seinen Hinterkopf? Red Cloud konnte es hinterher nicht mehr genau sagen. Sie hörte nur den dumpfen Schlag, und das Geschrei des Mannes wurde von jämmerlichem Seufzen erstickt. Red Cloud sah, wie er vornüberkippte und auf dem feuchten Boden aufschlug.

Dann zur Tür, in den Gang hinaus und die schmale Treppe hinauf. Zweimal, dreimal glitt sie auf den ausgetretenen Stufen aus. Daran erinnerte sie sich später noch. Wie sie aus der alten Poststation heraus und auf den Rücken ihres Pferdes gelangte, das wusste sie nicht mehr.

Sie hieb dem scheckigen Appaloosa die Fersen in die Flanken und jagte aus dem Innenhof der alten Poststation am Ortsrand von Silver City. Im Süden die Dächer des kleinen Bergarbeiter-Nestes, von Norden her, auf dem Reitweg, näherten sich ein Ochsenkarren und einige Reiter. Aus den Augenwinkeln sah Red Cloud, wie die Männer die Zügel ihrer Pferde anzogen und stehen blieben. Weiße - neugierig spähten sie nach ihr.

Red Cloud klammerte sich in der Mähne des Ponies fest und beugte sich tief über den Hals des Tieres. Nur weg von den Weißen, nur weg von ihrer Siedlung! In gestrecktem Galopp jagte sie über den Reitweg, lenkte das Pferd die Böschung hinauf und preschte in den Wald hinein.

Im Schutz der Douglasien riss sie an den Zügeln. Das Pony schnaubte und stieg hoch. Red Cloud blickte zurück.

Zwei Pfeilschüsse entfernt lag die Poststation auf der anderen Seite des Reitweges, halb verdeckt vom Gebüsch des Waldrandes. Sie hörte das Rattern des Ochsenkarrens, sie hörte Stimmen, und sie sah zwei Männer aus dem Hof der Poststation reiten: Der Weiße mit dem gelben Hemd und dem roten Halstuch und sein hünenhafter Kumpane! Das wilde Schwein.

Heißer Schreck durchzuckte sie. Für einen Moment wich ihr das Blut aus dem Kopf, und ihr Herz kam ins Stolpern - was, bei allen Geistern des Waldes, hatten diese verfluchten Weißen mit Magpie Feather getan...?

Red Cloud trieb ihr Pferd an. Hinein in den Wald! Das Unterholz brach unter den Hufen des wendigen Appaloosas, Äste peitschten Red Cloud ins Gesicht.

Fieberhaft überlegte sie: Auf welchem Weg konnte sie ihnen entkommen? Ihre Verfolger waren gute Reiter. Am Morgen hatten Red Cloud und Magpie Feather diese bittere Erfahrung machen müssen.

Am Grey Bear Creek hatten sie Beeren gesammelt, fünf Paiute-Frauen, zwei oder drei Reitstunden vom Sommerlager entfernt. Zwei junge Krieger hatten sie begleitet. Bevor sie die beiden Weißen überhaupt gesehen hatten, fielen Schüsse, und einer der Jungkrieger brach zusammen. Er fiel in den Grey Bear Creek, dessen Wasser färbte sich rot.

Sie waren zu den Appaloosas gerannt, schreiend und ohne sich nach den beiden Reitern umzusehen, die vom Waldrand aus die Flussböschung herabritten. Sie schossen aus Gewehren.

Der zweite Krieger konnte sie nicht lange aufhalten - er starb, bevor Red Cloud und ihre vier Stammesgenossinnen den Waldhang erreicht hatten, der zu dem Bergkamm hinaufführte, hinter dem der Lake Tahoe lag.

Aus irgendeinem Grund blieben Red Cloud und Magpie Feather hinter den anderen drei Frauen zurück. Die Weißen hängten sich an sie, drängten sie nach Osten ab und holten sie noch nicht einmal eine Stunde später in der Gegend von Silver City ein.

Was dann geschehen war, ahnte Red Cloud nur undeutlich: Ein Schatten war neben ihrem Pony aufgetaucht, hinter sich hörte sie die Häuptlingstochter schreien, dann riss sie jemand vom galoppierenden Pferd, und danach war alles dunkel.

Als sie wieder zu sich kam, lag sie auf dem feuchten Lehmboden im Keller der alten Poststation.

Die Erinnerung füllte Red Clouds Brust mit Wut und Scham. Sie stieß ein Zischen aus und blickte sich um. Noch kein Verfolger war zwischen den Stämmen der Douglasien zu erkennen. Aber sie hörte den Hufschlag ihrer schweren Wallache.

Instinktiv galoppierte sie nach Süden. Die verfluchten Weißen würden sich ausrechnen können, dass sie den Lake Tahoe ansteuerte. Wohin sonst sollte eine Indianerin in Todesangst reiten, als zu ihrem Lager, zu ihrem Stamm?

Die Wildschweine würden ihr den Weg abschneiden - ganz sicher, das würden sie tun. Dort oben, im Bergmassiv, gab es genug Hohlwege und Felshänge, wo ein Jäger sich auf die Lauer legen konnte.

Also galoppierte Red Cloud nach Süden. Sie wollte einen Bogen um den See schlagen. Das steile Gelände am Südufer war unwegsam und labyrinthisch. Wenn sie es vor den Weißen erreichte war sie gerettet.

Jeden Stein, jeden Hang, jeden Baum kannte sie dort - kaum anzunehmen, dass die Gegend diesen beiden Fremden auch nur annähernd so vertraut war wie ihr. Wenn sie ihre Verfolger irgendwo abschütteln konnte, dann dort.

Die Dämmerung sickerte aus den Baumwipfeln auf den Waldboden herunter. Bald verwischte ein grauer Schleier die Konturen von Baumstämmen und Büschen.

Red Cloud erreichte einen kleinen Bachlauf. Die Bäume standen hier nicht halb so dicht, wie im übrigen Wald. Bachaufwärts galoppierte sie immer weiter Richtung Süden. Manchmal am linken Bachufer, manchmal am rechten.

Hin und wieder, wenn der Bachlauf breit und das Wasser seicht wurde, trieb sie das Pony ins Wasser. Manchmal hielt sie das Tier an und lauschte in den abendlichen Wald. Deutlich hörte sie Hufschlag und das Brechen von Ästen, mal näher, mal weiter entfernt.

Red Cloud machte sich nichts vor: Ihre Verfolger waren ihr dicht auf den Fersen. Schweißnass und mit fliegendem Atem trieb sie das Pony vorwärts. Sie fühlte sich wie in einem dieser Träume, in denen man vor dem Silberlöwen davon rennen will und von einem Augenblick auf den anderen durch knietiefen Morast zu waten scheint.

Die Bäume rechts und links des Bachufers bildeten längst eine verschwommene, schwarze Mauer, als der Schuss fiel. Red Cloud hörte die Kugel heranjaulen und links vor sich im Gestein der Uferböschung einschlagen.

Sie warf sich in die Mähne des Pony und spähte zurück. Mündungsfeuer einen Pfeilschuss entfernt! Wieder das tödliche Gejaule, und diesmal pfiff die Kugeln dicht an Red Clouds Kopf vorbei.

"Lauf!", zischte sie dem Tier ins Ohr. Ihre Fersen hämmerten in seine Flanken, sie riss an den Zügeln, und das Pony setzte über den Bach und brach durch das Unterholz in den Wald hinein.

Noch ein Schuss peitschte durch die Dunkelheit, von irgendwoher drang ein Fluch an ihr Ohr. Die Schemen von Stämmen und Sträuchern flogen an ihr vorbei.

Plötzlich sackte das Pferd unter ihr weg. Red Cloud schoss über Mähne und Schädel kopfüber in die Dunkelheit, schlug im Gestrüpp auf und rollte haltlos einen Steilhang hinunter.

Das Pony wieherte und schnaubte, losgetretene Steine schlugen irgendwo im Wasser auf. Und dann tauchte auch Red Cloud ins Uferwasser eines seichten Gebirgsflusses ein.

Sie rollte sich ab und stemmte sich aus dem Wasser. Keuchend rang sie nach Luft. Neben sich die Umrisse des Ponies. Es richtete sich eben auf und schüttelte sich. Wasser spritzte Red Cloud ins Gesicht.

Wie aus dem Nichts tauchte der Schatten neben ihr auf. Eine kräftige Hand verschloss ihr den Mund. "Still", flüsterte eine Männerstimme. "Ich bin ein Freund..." Sie wurde ans andere Ufer geschoben. "Da hinauf." Jemand stieß sie ins Gestrüpp einer Böschung. "Los! Mach schon..."

Der Schatten löste sich von ihr, huschte zurück in die Flussmitte, klatschte dem Appaloosa auf die Flanken und trieb es Richtung Westen in die Nacht hinein.

Im nächsten Moment war der Mann wieder neben ihr. "Beeil dich!", zischte er. Sie rannten die steile Böschung hinauf. "Runter!", flüsterte die Männerstimme. Gleichzeitig spürte Red Cloud seine Hände auf ihren Schultern, an ihrem Handgelenk. Eh sie sich versah lag sie im feuchten Moos zwischen Buschwerk und Gestrüpp.

Am Rand des gegenüberliegenden Steilhanges raschelte Laub, krachten Äste unter Hufen, schnaubten Pferde. Undeutlich dann die Konturen der beiden Reiter. "Der Teufel soll sie holen!", fluchte eine gepresste Männerstimme. Red Cloud kannte die Stimme, o ja - und wie sie diese widerliche Stimme kannte...

"Ich hör den Hufschlag!", knurrte der zweite Reiter. "Sie reitet flussaufwärts zum See!"

"Los! Hinterher!" Die beiden Reiter trieben ihre Gäule schräg den Hang ins Wasser hinunter und verschwanden in der Dunkelheit. Langsam entfernten sich der Hufschlag ihrer Tiere.

Neben sich hörte Red Cloud die Atemzüge ihres Retters. Lange Zeit hörte sie weiter nichts. Bis der Mann sich aufrichtete. "Sie sind weg", sagte er leise. "Verfolgen ein reiterloses Pony."

Er lehnte gegen einen Baum. Red Cloud hörte Stoff rascheln, etwas knisterte, etwas scheuerte über eine raue Fläche - die Flamme eines Schwefelholzes flammte auf.

Im flackernden Licht sah sie das Gesicht ihres Retters: Große und eng zusammenstehende Schlitzaugen, schwarze, verwachsene Augenbrauen, eine plattgedrückte, breite Nase und dicke Lippen, zwischen denen eine Zigarette steckte.

Die Spitze der Zigarette glühte auf, Rauch stieg ins Geäst über dem fremden Gesicht. Es war kein schönes Gesicht. Im Gegenteil - es war ein Gesicht, vor dessen Anblick Red Cloud bei anderer Gelegenheit wahrscheinlich erschrocken wäre. Doch zuviel Schrecken lag hinter ihr - ein leichter Schauder, zu mehr reichte ihre Kraft nicht mehr.

Das Schwefelholz erlosch. "Wie heißt du?" Jetzt sprach sie der Mann in jenem aztekischen Dialekt an, wie ihn die Hopis, Shoshonen und Komanchen benutzten, und der auch unter ihrem Volk, den Paiute, gesprochen oder zumindest verstanden wurden.

"Red Cloud", antwortete sie heiser.

"Ich bin Chester Oaken", sagte er. "Du brauchst keine Angst vor mir haben, hörst du? Ich tu dir nichts."

Sie nickte, halb misstrauisch, halb überrascht. Der Mann stand auf, streckte ihr die Hand entgegen und zog sie hoch. "Komm mit mir. Sie werden bald merken, dass wir sie gelinkt haben. Ich bring dich in Sicherheit..."

 

*

 

"Verdammte Komanchen. Ich wollte weiter nichts, als meine Felle loswerden. Aber die Rothäute hatten damals Ärger mit Siedlern aus Tennessee. Und ich mich versah, hatten sie mich an ihrem verdammten Marterpfahl festgebunden..."

Henry Woodrock saß nicht einfach nur an der Theke wie die anderen - er thronte an der Theke. Ohne Übertreibung: Wie ein von seinen Wählern und seinem Beraterstab umgebener Gouverneur thronte er auf seinem Barhocker, spendierte hier einen Whisky, spendierte dort ein Bier, verteilte Zigarren, gab eine Anekdote nach der anderen zum Besten, und schlug sich alle paar Minuten auf die Schenkel, wenn das Gebrüll seines dröhnenden Bassgelächters alle anderen Lacher übertönte.

"Ich hatte nicht mal dreißig Sommer gesehen damals, hol's der Teufel und schloss mit dem Leben ab." Seine zahlreichen Zuhörer, lauter Bürger und Bürgerinnen Carson Cities, hingen an seinen Lippen. "Ich war nicht der einzige, aber das tröstete mich nicht. Die halbe Nacht spickten sie die anderen beiden mit Pfeilen, bis sie keinen Mucks mehr von sich gaben..."

Oft, auffällig oft, streiften Woodrocks listige, graue Augen die blonde Frau an der Schmalseite der Theke. Sie stritt dort mit einem Mann in schwarzem Frack und mit Zylinder.

"Mich haben sie für den Höhepunkt ihre gottverdammten Festes aufgehoben. Ich hab mir ganz schön in die Hosen geschissen, das könnt ihr mir glauben." Die Männer und Frauen an der Theke schnalzten andächtig mit den Zungen oder nickten ergriffen. "Aber glücklicherweise hatten sie ein Fass billigen Whiskys aufgemacht. Irgendwann waren alle restlos besoffen, und der gute Henry Woodrock bekam eine Galgenfrist bis zum Sonnenaufgang..."

Es wäre gelogen Henry Woodrock als Paradebeispiel weiblichen Schönheitsideals zu bezeichnen. Graues, langes Haar hing ihm wirr ins Gesicht, tiefe Falten zerfurchten sein knochiges, wettergegerbtes Gesicht und einige Narben zierten Stirn, Kinn und Hals mit auffälligen Quasten - über drei Jahrzehnte in der Prärie und in den Wäldern der Rockies hatten ihre Spuren hinterlassen.

'Ein Mann muss nicht schön sein', pflegte Woodrock zu sagen. 'Ein Mann muss reich und interessant sein'. Der Erfolg gab ihm Recht.

"Was soll ich sagen? Die Sonne ging auf, die Rothäute schliefen ihren Rausch aus - bis auf einen: Ein junger Bursche mit dem Gesicht einer Kröte. Nie werd ich sein Gesicht vergessen, das könnte ihr mir glauben. Der Kerl band mich vom Pfahl, und ich verdrückte mich in die Wälder..."

Henry Woodrock war damals etwa sechsundfünfzig Jahre alt. Niemand konnte ihm etwas vormachen. Der Frau an der Schmalseite der Theke sah er an, wie sehr der Kerl mit dem Zylinder sie langweilte.

Die meisten Leute im Carson City Restroom wussten, dass Woodrock als der reichste Mann in Nevada galt. Und einige wussten auch, dass er hier saß, weil er schneller und schlauer war, als alle Grizzlies, Indianer und Wegelagerer, die im Laufe seines bewegten Lebens das Pech gehabt hatten, ihm über den Weg zu laufen.

Ersteres, also seinen Reichtum, sah man ihm nicht unmittelbar an. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick.

Sein Biberfellhut, zum Beispiel, glänzte speckig und hatte Woodrocks Schädel vermutlich schon bedeckt, als das Haar unter ihm noch dicht und schwarz, und Texas und Kalifornien mexikanische Provinzen gewesen waren. Abgewetzt auch seine schwarze Jacke aus Bärenleder und seine ehemals schwarzen Wildlederhosen.

Seine Stiefel allerding waren neu, und die Sporen daran aus reinem Silber. Die rote Samtweste, die er unter seiner alten Jacke über seinem weißen Seidenhemd trug, hatte er bei einem armenischen Schneider in New Orleans fertigen lassen.

Und bevor er im nächsten Winter auf seine Baumwoll-Plantage in Louisiana zurückkehren würde, wollte er einen Abstecher nach New Orleans machen, um bei eben jenem Schneider einen in Auftrag gegebenen Mantel aus Büffelpelz abzuholen.

Aus der Westentasche hing eine schwere Uhrenkette aus purem Gold. Jeder, der sie sah - und man sah sie sofort - fragte sich unwillkürlich, was das wohl für ein Prachtstück von Taschenuhr sein mochte, das in Woodrocks Westentasche steckte.

Nun gut, und dann war da noch die fabrikneue Winchester-Büchse mit dem elfenbeinbeschlagenem Kolben - das Profil eines Bören. Sie hing neben ihm unter der Thekenplatte.

Und nicht zu vergessen die beiden .44er Colt Walker Revolver in seinen Gürtelholstern, ebenfalls mit elfenbeinbeschlagenen Kolben.

Auf den zweiten Blick also sah man schon, dass Woodrock sich deutlich von den unzähligen Abenteurern unterschied, die in den fünfziger Jahren ihr Glück in den Rocky Mountains und noch weiter westlich ...

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