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Der Marshal und das Hurenhaus: Zwei Western

Alfred Bekker

Der Marshal und das Hurenhaus: Zwei Western

Cassiopeiapress Spannung





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Alfred Bekker: Der Marshal und das Hurenhaus – Zwei Western

Ein CassiopeiaPress E-Book

© 2001-2014 by Alfred Bekker

© der Digitalausgabe 2014 Alfred Bekker/CassiopeiaPress

Alle Rehte vorbehalten.

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Dieses E-Book enthält die auch einzeln lieferbaren Romane:

Das harte Dutzend

Virginia City Showdown

DAS HARTE DUTZEND:

Ein pralles Sittengemälde aus der Zeit des Wilden Westens - von Erfolgsautor Alfred Bekker.

Zwei Dutzend Reiter kamen in langsamen Tempo die Main Street von Roswell entlang. Die Männer waren gut bewaffnet. Winchestergewehre steckten in den Scubbards,

Revolvergriffe ragten aus den tiefgeschnallten Holstern. Hier und da war zusätzlich noch eine Shotgun zu sehen. Einige der Reiter trugen Patronengurte um die Schultern. Staub bedeckte die Kleidung. An der Spitze dieser finsteren Meute ritt ein Mann mit schwarzem Bart. Er trug einen Anzug mit Schleife. An der Seite hing ein Colt, in dessen elfenbeinfarbenen Griff ein Name eingraviert war. DARREN McCALL - in großen Buchstaben.

McCall zügelte in der Nähe des McMillan-Stores die Zügel. Neben ihm ritt eine dunkelhaarige Schönheit - die einzige Frau in dem Pulk von Reitern. Sie trug ein Reitkleid und fächelte sich mit ihrem Hut Luft zu.

"Ist das dieses Nest namens Roswell?" fragte sie mit deutlicher Verachtung in der Stimme.

McCall lachte.

"Jetzt ist Roswell noch ein Rattenloch. Aber das wird sich bald ändern... Wenn hier erst einmal alles mir gehört!"

VIRGINIA CITY SHOWDOWN:

Männer im Kampf um Recht und Rache - und Frauen so heiß wie ein Vulkan.

Ein Marshal räumt auf und ein Saloon-Girl verdreht allen den Kopf...

Davon handelt dieser Western von Alfred Bekker.

Ein pralles Sittengemälde aus der Zeit des wilden Westens - knochenhart und tabulos...

Die Sonne stand im Zenit und brannte unbarmherzig auf das karge Land hernieder. Aileen ritt im Galopp. Vor ihr tauchte in der flirrenden Hitze eine Farm auf. Hier lebte schon lange niemand mehr. Der letzte Sturm hatte das halbe Dach weggerissen. Der Wind ließ die Fensterläden klappern.

Aileen erreichte die Farm, zügelte ihr Pferd.

Die junge Frau ließ den Blick schweifen und strich sich das Haar zurück. Sie war gekleidet wie ein Cowgirl, trug enge Jeans und ein dünnes Hemd, dass sie unter der Brust zusammengeknotet hatte. Den Hut hatte sie tief ins Gesicht gezogen. Die Sonne war verdammt grell.

Die junge Frau führte den Gaul zum Brunnen.

Ein Geräusch ließ sie erstarren.

Das Klicken eines Revolverhahns.

Sie blickte auf. Aus der Tür des Farmhauses war ein Mann mit dunklem Schnauzbart und einer hässlichen Narbe im Gesicht getreten. Der Colt in seiner rechten Hand blitzte im Sonnenlicht.

"Zieh dich aus!", presste der Narbige zwischen den Lippen hindurch.

Aileen begegnete seinem hungrigen Blick.

Sie schwieg, rührte sich nicht von der Stelle.

Er feuerte den Revolver ab.

Alfred Bekker: Das harte Dutzend

Western

 

 

Ein CassiopeiaPress Ebook

© 2010 by Author

All Rights reserved

© Digital Edition AlfredBekker/CassiopeiaPress 2013

www.AlfredBekker.de

Postmaster@AlfredBekker.de

 

 

 

Zwei Dutzend Reiter kamen in langsamen Tempo die Main Street von Roswell entlang. Die Männer waren gut bewaffnet. Winchestergewehre steckten in den Scubbards,

Revolvergriffe ragten aus den tiefgeschnallten Holstern. Hier und da war zusätzlich noch eine Shotgun zu sehen. Einige der Reiter trugen Patronengurte um die Schultern. Staub bedeckte die Kleidung. An der Spitze dieser finsteren Meute ritt ein Mann mit schwarzem Bart. Er trug einen Anzug mit Schleife. An der Seite hing ein Colt, in dessen elfenbeinfarbenen Griff ein Name eingraviert war. DARREN McCALL - in großen Buchstaben.

McCall zügelte in der Nähe des McMillan-Stores die Zügel. Neben ihm ritt eine dunkelhaarige Schönheit - die einzige Frau in dem Pulk von Reitern. Sie trug ein Reitkleid und fächelte sich mit ihrem Hut Luft zu.

"Ist das dieses Nest namens Roswell?" fragte sie mit deutlicher Verachtung in der Stimme.

McCall lachte.

"Jetzt ist Roswell noch ein Rattenloch. Aber das wird sich bald ändern... Wenn hier erst einmal alles mir gehört!"

Er trat seinem Gaul in die Weichen.

Die Meute bewegte sich weiter die Straße entlang. Die Passanten auf der Main Street blieben stehen, blickten teils neugierig, teils angstvoll zu den Fremden hinüber.

"Ich hoffe, es gibt hier auch 'ne Möglichkeit sich vollaufen zu lassen und preiswert ein paar nette Girls aufzugabeln!" meinte ein Rothaariger im langen Saddle Coat. Er trug statt eines Hutes eine staubbedeckte

Südstaatenmütze.

McCall lachte dreckig.

"Du kommst hier sicher auf deine Kosten, Mort! Das garantiere ich dir!"

"Darauf werde ich zurückkommen, Boß!" meinte Mort. Einige der anderen Männer lachten rau.

Schließlich erreichten sie das Hotel.

Es war das einzige in der Stadt und Abe Martinson, der Besitzer, hatte schon so manches Mal daran gedacht aufzugeben.

Die Männer stiegen ab, banden ihre Pferde an die Querstange vor dem Eingang.

"Ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Nest wohlfühlen werde", meinte die Dunkelhaarige.

McCall grinste schief. "Du kannst ja weiterreiten, Francine!"

Unter den Männern brandete Gelächter auf. Francine wurde dunkelrot. "Wie habe ich mich bloß je mit dir einlassen können, Darren!" zischte sie.

McCall tätschelte gönnerhaft ihr Hinterteil. "Bis jetzt ist es dir nicht schlecht bei mir gegangen. Besser jedenfalls, als in dem drittklassigen Bordell in Wichita, in dem ich dich aufgegabelt habe!" McCall machte seinen Männern ein Zeichen. "Mort, Bugley und Norman - ihr kommt mit. Und du natürlich auch, Francine..." Er grinste sie an. In seinen Augen blitzte es.

McCall und sein Gefolge betraten die Eingangshalle des Hotels.

Abe Martinson, ein kleiner, schmächtiger Mann mit grauen Haaren, stand hinter dem Tresen und sah die Ankömmlinge mit offenem Mund an.

McCall trat an ihn heran.

"Wohnt hier zur Zeit jemand im Hotel?" fragte er.

"Ja, ein Mann namens Smith. Er kam heute mit der Postkutsche."

"Schmeißen Sie ihn hinaus!" forderte McCall.

"Wie bitte?"

"Sie haben richtig verstanden. Werfen Sie diesen Smith aus seinem Zimmer. Ich brauche das ganze Hotel für meine Männer

- bis auf Weiteres."

Martinson starrte McCall an wie ein exotisches Tier. McCall lächelte zynisch. Er griff in das Innere seiner Jacke, holte ein Bündel mit Dollarscheinen heraus. "Im übrigen bezahle ich im Voraus", fügte er hinzu und knallte dem Hotelier das Geld auf den Tresen. Ein Ruck ging durch dessen schmächtigen Körper. Mit zitternden Fingern nahm er die Dollars, steckte sie ein.

"Brook!" rief er. "Brook, verdammt nochmal, wo steckst du?" Die Stimme des Hoteliers klang heiser. Einen Augenblick später kam der Gehilfe des Hoteliers durch eine Hintertür herein. Er war groß und kräftig. Sein Gesicht wirkte aufgeschwemmt. Die verwaschene Latzhose, die er trug, war von Flicken übersäet. Er musterte stirnrunzelnd McCall und sein Gefolge. Dann stierte er Francine an. Sie verzog nur das Gesicht.

"Geh nach oben und sag dem Gentleman von Nr. 5 Bescheid, daß wir ihm das Zimmer doch nicht geben können", befahl Martinson.

"Aber... ich habe doch gerade erst sein Gepäck hinaufgetragen!"

"Dann wirst du es jetzt wieder hinunterbringen und vor die Tür stellen, Brook."

"Wenn Sie meinen, Chef."

"Du siehst doch, daß die Gentlemen hier alle Räume brauchen. Wie lange werden Sie bleiben?"

"Mal sehen ", sagte McCall. "Eigentlich habe ich vor, länger hier zu bleiben..." Er grinste breit, entblößte dabei zwei Reihe blitzender Zähne. "Du wirst dir jedenfalls

'ne goldene Nase dabei verdienen!"

Brook war inzwischen die Treppe hinaufgegangen. Wenig später kehrte er zurück.

"Was ist los?" fragte Martinson.

"Mr. Smith.... Er will das Zimmer nicht räumen!"

"Was?"

"Er sagt, er hätte ein Recht darauf!" Martinson begann zu schwitzen. Er wandte sich an McCall.

"Meinen Sie nicht, daß Sie vielleicht auf ein Zimmer verzichten könnten?"

McCall steckte sich eine Zigarre in den Mund, biss die Spitze ab und zündete sie sich an. Das Streichholz riß er dabei über das Holz des Tresens.

"Mal aus dem Fenster geschaut?" fragte er dann. "Für meine Männer wird es so schon eng genug." Er wandte sich an Mort. "Sieh zu, daß du das regelst, Mort!" Der Mann mit der Südstaatenmütze nickte.

"No Problome, jefe!" knurrte er, überprüfte kurz den Sitz seines Colts und stieg dann die Treppe hinauf.

"Er ist lange in Mexiko gewesen", murmelte McCall. "Mort spricht schon besser Spanisch als Englisch." Dann deutete McCall auf Francine. "Sagen Sie Ihrem Gehilfen, daß er für die Lady hier ein Bad bereiten soll."

In diesem Moment war ein Schuß aus dem Obergeschoß zu hören.

Francine zuckte zusammen. McCall lachte. "Auf Mort ist Verlaß!" grinste er.

Die anderen Männer lachten rau.

Aber ihr Lachen erstarb, als Augenblicke später ein Mann die Treppe hinunterschritt. Es war nicht Mort. Er war jung, etwa Mitte zwanzig. Er trug eine dunkle Lederweste und ein weißes Hemd. Der Revolver hing tiefgeschnallt an der linken Seite. Seine Hand berührte den Griff.

"Mr. Smith!" stieß Martinson hervor. Smith' Gesicht blieb unbewegt. Seine Lippen waren ein dünner Strich.

Die Augen wurden schmal, als er den Fuß der Treppe erreicht hatte. Er stand seitlich da, so daß sein Colt nicht zu sehen war. "Haben Sie den Kerl mit der komischen Mütze geschickt?" fragte er an McCall gewandt. Smith hatte gleich begriffen, wer hier der Boß war.

"Habe ich", knurrte McCall grimmig.

"Er war nicht schnell genug."

"Was Sie nicht sagen."

"Hat doch für Sie auch sein Gutes. So braucht zumindest schonmal einer Ihrer Männer kein Zimmer!"

"Ich stopf ihm das Maul, Boß!" meldete sich einer der anderen Männer aus McCalls Gefolge zu Wort.

"Versuch's ruhig, Norman!" ermunterte McCall ihn. Blitzartig riß Norman seinen Colt heraus. Genau damit hatte der Mann, der sich Smith nannte, früher oder später gerechnet. Er war schneller, vielleicht hatte er sogar schon vorher seinen Colt gezogen, so genau war das nicht zu sehen. Smith feuerte sofort. Norman hatte keine Chance. Der erste Schuß erwischte ihn, noch ehe er seinen Revolverhahn überhaupt gespannt hatte. Die Kugel drang in den Kopf ein, genau zwischen den Augen. Wie nach einem Faustschlag wurde der Kopf zurückgerissen. Norman taumelte rückwärts, ohne noch zum Schuß zu kommen. Smith' zweiter Schuß durchdrang seinen Oberkörper und nagelte ihn förmlich gegen die Holzwand. In der selben Sekunde hatte auch McCall seine Waffe gezogen und sofort abgefeuert. Der erste Treffer erwischte Smith am linken Arm. Smith wollte die Waffe herumreißen, aber der Arm gehorchte ihm nicht mehr. Entsetzen breitete sich in seinen Zügen aus, während McCall ihn dann mit dem zweiten Schuß in der Herzgegend erwischte. Sein weißes Hemd färbte sich rot. Die Waffe entfiel Smith. Er klammerte sich an das Treppengeländer. Der dritte Schuß

traf ihn im Gesicht. Smith rutschte am Geländer herunter. Dann wandte McCall sich dem Hotelier zu.

"Sie haben mitgekriegt, daß dieser Smith zuerst gezogen hat!"

Martinson nickte nur. Er war kreidebleich geworden.

*

"Nicht hier!"

Die Abwehr der blonden Dorothy Willard war nur gespielt. Clay Braden hatte von hinten die Arme um sie gelegt.

Sie befanden sich im McMillan-Store, um ein paar Besorgungen zu machen. Slim Davis, der Gehilfe, war soeben aus dem Raum gegangen - aber es konnte nur eine Frage von Augenblicken sein, daß der Junge zurückkehrte.

Dorothy hielt seine Hände fest. "Du wirst dich noch gedulden müssen, bis wir zurück auf der Sundance Ranch sind", hauchte sie.

Clay Braden grinste breit.

"Aber das wird mir schwerfallen..."

"Als Marshal und Barbesitzer in einer Person bist du für viele ja sowieso schon unmöglich, aber was meinst du, was die Leute von dir denken, wenn du jetzt anfängst, unschuldigen Frauen in aller Öffentlichkeit an die Wäsche zu gehen..."

"U n s c h u l d i g?" echote er. "Damit kannst du dann ja wohl kaum dich selbst meinen!"

"Ach, nein?"

"Ein Sundance Ranch-Girl und unschuldig!"

"Manche der Kerle, die mich besuchen, finden meine Art von Unschuld durchaus reizvoll!" lachte sie.

"Lass uns ins Marshal Office gehen."

"Und was ist mit Archie?"

"Meinen Assistant Marshal kann ich ja zu einer offiziellen Runde durch die Stadt verdonnern..."

In diesem Moment erstarrte Clay mitten in der Bewegung. Und das hatte weniger mit Slim Davis zu tun, der genau in diesem Moment wieder den Raum betrat, als mit den Schußgeräuschen.

"Das war hier ganz in der Nähe!" stellte Dorothy fest. Clay nickte. "Warte hier", wies er sie an. Dann lief er hinaus auf die Straße.

Weitere Schüsse waren zu hören. Die Geräusche kamen aus der Richtung von Martinsons Hotel, schräg gegenüber. Zwei Dutzend Pferde waren davor festgemacht worden. Die Reiter lungerten vor dem Hotel herum. Die Schüsse hatten sie elektrisiert. So viel Kundschaft dürfte Martinson seit einer Ewigkeit nicht gehabt haben! ging es Clay durch den Kopf. Er spurtete über die Main Street.

Die Männer erstarrten, als sie den Sternträger sahen. Sie waren verunsichert.

Clay ging zwischen ihnen hindurch. Keinen von ihnen hatte er schon einmal in Roswell gesehen.

Dann stieß er die Tür zur Eingangshalle des Hotels auf. Der Colt war schon in seiner Hand, der Hahn zurückgezogen... Zwei Tote lagen im Raum.

Alle Anwesenden erstarrten. Die Männer von draußen drängten ebenfalls ins Innere.

Clay sah sich die beiden Toten an.

Dann wandte er sich an Martinson. "Was war hier los?" fragte er den Hotelier. Alles in allem erschien ihm der als der unabhängigste Zeuge. Martinson schwieg. Seine Lippen waren aufeinander gepreßt.

"Sagen Sie es schon!" forderte McCall. "Sagen Sie, wie's war."

Martinson deutete auf den toten Smith. "Der Mann dort hat zuerst gezogen... Oben ist wohl noch ein Toter."

"Mein Name ist Darren McCall", riß der Anführer der Gruppe das Wort an sich. Er blies dem Sheriff Zigarrenrauch entgegen und deutete dann auf Smith' Leiche. "Dieser Mann dort hat auf meinen Kumpel geschossen. Leider war ich nicht schnell genug, um ihm das Leben zu retten." Einer der anderen Kerle grinste breit und häßlich.

"Wenn Sie wollen schwören wir das auch alle gerne vor einem Gericht!" lachte er.

"Es war Notwehr!" mischte sich einer der anderen ein.

"Für Notwehr haben Sie reichlich viele Kugeln verbraucht, McCall!" stellte Clay fest. "Ich möchte nicht, daß es weiteren Ärger gibt!"

"Das liegt auch nicht in meinem Interesse."

"Freut mich zu hören, Mr. McCall."

Clay stellte fest, daß die dunkelhaarige Schönheit in McCalls Schlepptau ihn unverhohlen musterte. Ihre Augen blitzten. "Willst du mich dem Marshal nicht vorstellen, Darren?" fragte sie.

McCall beachtete sie nicht weiter. "Ich werde mich hier in der Gegend niederlassen", verriet er an Clay gerichtet.

"Es wäre also nicht schlecht, wenn wir uns gut verstehen würden."

"Solange Sie sich an die Gesetze halten, sehe ich da kein Problem."

McCall lachte, blies Clay dann eine Rauchwolke entgegen.

"Klingt ziemlich kleinkariert, was Sie da sagen, Marshal. Gesetze sind für die Schwachen. Die Starken machen sich ihre Gesetze selber!"

Clay blieb gelassen. "Solange Sie hier in Roswell sind, werden Sie diesen Grundsatz vergessen müssen." In diesem Moment sprang die Tür auf.

Archie Wayne, der Assistant Marshal stürmte herein. Der alte Mann hielt eine Schrotflinte im Anschlag. Um mit einem Colt umzugehen, war er zu ungeschickt, aber mit seiner Schrotflinte war es für ihn fast unmöglich daneben zu treffen. Offenbar hatte auch er die Schüsse gehört, während er im Marshal Office gesessen und seine Zeitung gelesen hatte.

"Alles in Ordnung, Clay?" fragte er.

"Wie man's nimmt", erwiderte Clay mit Blick auf die Toten. Clay wandte sich zum Gehen.

"Vielleicht sieht man sich ja mal", hauchte ihm die schöne Dunkelhaarige zu.

Eine hübsche Frau! mußte Clay anerkennen.

Aber es war klar, daß sie zu McCall gehörte.

Und Clay dachte nicht im Traum daran, die Lage noch zusätzlich zu komplizieren.

*

Clay traf Dorothy vor dem McMillan-Store wieder. Sie deutete zu der McCall-Meute auf der anderen Straßenseite hinüber. "Diese Männer gefallen mir nicht", meinte sie.

"Mir auch nicht. Kaum in der Stadt und schon gibt's Tote."

"Das kann ja heiter werden..."

"Es hat diesen Smith erwischt", murmelte Clay nachdenklich.

"Diesen undurchsichtigen Gunslinger, von dem du mir erzählt hast?" vergewisserte sich Dorothy.

Clay nickte. "Ja, und ich bin nach wie vor überzeugt davon, daß sein wahrer Name nicht Smith ist..." Er faßte Dorothy bei den Schultern. "Ich werde erstmal in der Stadt bleiben müssen, um diese Meute zu beobachten..." Clay wandte sich an Archie Wayne, der der sich im McMillan-Store etwas Kautabak besorgt hatte und jetzt noch einmal mißtrauisch zum Hotel hinüberschaute, bevor er sich auf den Gaul schwang.

"Wie wär's, wenn du ein bißchen hier in der Nähe bleibst und diese Meute im Auge behältst, Archie?" meinte Clay.

"Genau das wollte ich dir auch schon vorschlagen", nickte Archie.

*

Eddie Cameron, der Besitzer des HAPPY SINNER Saloons, saß an einem der Spieltische und ließ die Karten knallen. Auf seine Schulter stützte sich eines der Saloongirls, dessen Ausschnitt so tief war, daß man sich nur wundern konnte, wie es Cameron gelang, sich trotzdem auf das Spiel zu konzentrieren.

Die Männer, mit denen Cameron spielte, waren Männer, die er zu seinem Schutz engagiert hatte. Das Geld für das Spiel, mußte er ihnen vorstrecken. Aber Cameron ging es nicht um das Geld. Davon hatte er selbst genug. Es ging ihm um das Gewinnen. Mit einem triumphierenden Lächeln sammelte der Mann das Geld ein, das auf dem Tisch lag.

"Jetzt haben Sie all Ihre Dollars wieder...", grinste einer der Männer. Er war dunkelhaarig und trug den Revolver sehr tiefgeschnallt. Seine Linke spielte mit dem Griff des langen Bowiemessers, daß er am Gürtel hängen hatte. Unter der häßlichen Messernarbe, die Camerons Gesicht entstellte, zuckte ein Muskel.

Er blickte den Sprecher auf eine Weise an, die selbst diesen harten Kerl erblassen ließ.

Es war besser, einem Mann wie Eddie Cameron nichts zu sagen, was diesen ärgerte.

"Spar dir deine dämlichen Bemerkungen, Reilly!" zischte er zwischen den Zähnen hindurch. "Ich habe dich schließlich nicht dafür engagiert, daß du dich als Klugscheißer betätigst..."

Reilly blickte sich unter den anderen Gunslingern um, die in Camerons Diensten standen. Aber von keinem der Männer hatte er Hilfe zu erwarten, das war dem Mann mit der Wildlederjacke sofort klar. Reilly gab also klein bei.

"Ist ja schon gut, Boß. War nicht so gemeint." In diesem Moment flogen die Schwingtüren des HAPPY SINNER

Saloons auseinander.

Der Bürgermeister trat ein, begleitet von Jeffrey Polland, seinem Beschützer.

Franklin J. Coldwater besaß eine Kette von Stores in dr Umgebung. Das Bürgermeisteramt von Roswell übte er lediglich ehrenamtlich aus, weil es seinen Geschäften diente. Mit Cameron hatte er gemeinsam, daß ihm der gegenwärtige Marshal nicht paßte. Außerdem pfiffen es die Spatzen von den Dächern, daß beide Männer in üble Geschäfte verwickelt waren. Aber solange ihnen persönlich niemand etwas nachweisen konnte, glaubten sie sich auf der sicheren Seite.

Coldwater war ziemlich aufgebracht.

Der nur etwa 1,60 Meter große Mann, den man selbst bei heißestem Wetter im Anzug und mit Melone auf dem Kopf in der Öffentlichkeit sah, trat mit weiten Schritten an den Tisch des Saloonbesitzers heran. Sonst befand sich kaum jemand im HAPPY SINNER Saloons. Für den eigentlichen Betrieb war es noch viel zu früh. Fast alle, die sich jetzt im Schankraum aufhielten, gehörten irgendwie zum Haus. Die Girls, die Bar-Keeper und die Männer, die Cameron zu seinem Schutz engagiert hatte...

Coldwater schnippste mit den Fingern.

Polland, sein Schatten, nahm einen Stuhl von einem der benachbarten Tische weg und stellte ihn so hin, daß

Coldwater sich setzen konnte.

Ein schiefes Grinsen erschien auf Eddie Camerons Gesicht.

"Franklin! Was verschafft mir die Ehre dieses hochoffziellen Besuchs!" lachte er.

Coldwaters Gesicht wurde dunkelrot.

Er legte den Hut auf den Spieltisch und wischte sich den Schweiß von der Stirn.

"Hast du schon gehört, was passiert ist? Im Hotel wurde jemand erschossen."

Cameron zuckte die Achseln. "Dies ist eine gesetzlose Stadt", meinte er. "Aber das Problem kennst du doch... Wir haben einen Marshal, der das Gesindel nicht in Schach hält..."

"Eddie, die Sache ist ernst! Da ist ein gewisser McCall aufgetaucht mit seiner Meute! Die haben Smith erschossen den Gunslinger, den du angeheuert hattest, um Clay Braden das Leben zur Hölle zu machen."

Camerons Gesicht veränderte sich.

"Die haben Smith umgelegt?"

"Ja, genau."

"Alle Achtung. Smith war ein erstklassiger Mann... und was sagt der Marshal?"

"Was soll er sagen? Smith hatte zuerst gezogen."

"Verdammt."

"Eddie, wir müssen etwas unternehmen. Ich kenne diesen McCall. Das ist ein schlimmer Finger."

Cameron verschluckte sich fast an dem Whisky, den er gerade leerte.

"Du kennst den Kerl?"

Coldwater nickte. "Ja. In Lordburg hatte ich einen Store... bis McCall sich dort breitmache. Wer nicht an ihn bezahlte, dem ging es schlecht. Er setzte die

Geschäftsleute unter Druck, so daß sie ihn zum Teilhaber ihrer Läden machen mußten. Bald gehörte ihm die halbe Stadt... selbst der Sheriff war nur eine Marionette..." Cameron bleckte die Zähne. "Was ist mit deinem Laden passiert?"

"Ich habe ihn verkauft. Natürlich mit Verlust." Cameron stand auf. Er schob das Girl, das ihm bis dahin an der Schulter gehangen hatte, grob weg. "Und du glaubst, er will hier dieselbe Nummer abziehen?"

"Ja. Ich schätze, man hat ihn aus Lordsburg vertrieben. Und jetzt versucht er sich, eine andere Stadt unter den Nagel zu reißen..."

"Und was schlägst du vor, Franklin? Soll er eine Kugel in den Kopf bekommen?"

Der Bürgermeister griff nach seiner Melone, preßte sie gegen die Brust.

"So etwas habe ich nie gesagt, Eddie!"

"Aber gedacht hast du an nichts anderes!" Ein teuflisches Grinsen erschien in Camerons Gesicht. "Ich schlage vor, wir versuchen uns mit diesem McCall zu einigen..."

"Das ist unmöglich, Eddie! Das haben schon andere versucht und dabei den Kürzeren gezogen!"

Cameron umrundete den Spieltisch. Coldwater stand auf. Cameron legte ihm gönnerhaft die Hand auf die Schulter. "Wir werden ihn benutzen, Eddie. Vielleicht tut McCall uns sogar, ohne daß er es eigentlich vorhatte einen Gefallen und beseitigt Clay Braden..."

Coldwater atmete tief durch.

"Es gibt wohl nichts, woraus du nicht einen Vorteil ziehen kannst, was Eddie?"

*

Es war früher Abend, als McCall und ein Teil seines Gefolges auf der Sundance Ranch auftauchten. In scharfem Galopp kamen sie über die Brücke geritten.

Wenig später erreichten sie den Vorplatz der Ranch. Kendra Lamont, die rothaarige Französin stand an einem der Fenster in der Bar, die sich zusammen mit den Geschäftszimmern im Haupthaus der Ranch befand.

"Sieht aus, als bekämen wir Kundschaft!" stieß sie hervor. "Mon Dieu! Und gleich so viele..." Marlène und Claire-Jo alberten an der Bar mit ein paar anderen Girls herum.

Cornelius O'Mahoney, der ehemalige Butler eines schottischen Lords und jetzt Barkeeper und Mädchen für alles auf der Sundance Ranch, stand hinter dem Schanktisch und verzog nicht einmal eine Miene dabei. Er blieb stets ernst und hatte ziemlich steife Umgangsformen. Er wußte genau, was die meisten Gäste auf der Sundance Ranch bevorzugten. Zumindest, was die Getränke anging. Und so stellte der alte Cornelius schon einmal ein Dutzend Whisky Gläser auf den Schanktisch. Die Gentlemen konnten sonst ein

bisschen ungeduldig werden, wenn es mit dem Einschenken nicht schnell genug ging. Augenblicke später waren Schritte zu hören. Die Schwingtürten der Bar flogen auseinander. Ein Mann mit schwarzem Bart und einem dunklen Anzug trat als Erster ein. Er war der Boss der Gruppe, das war sofort zu sehen.

Er blieb stehen, seine Männer blieben hinter ihm. Plötzlich sagte niemand im Raum ein Wort.

"Ich bin Darren McCall", sagte der Bärtige laut. "Und alles, was diese Männer verzehren oder sonstwie an Unkosten verursachen geht auf meine Rechnung."

"Habe ich verstanden, Mr. McCall", sagte Cornelius. McCall drehte sich kurz zu seinen Leuten um. "Benehmt euch wie Gentlemen. Ich will keine Klagen hören..."

"Klar Boß", meinte einer der Männer. Gemurmel entstand. McCall blickte sich um. "Schöner Laden", sagte er. "Schöner jedenfalls als der, den es in Lordsburg gibt..." Er ließ den Blick schweifen.

Seine Leute drängten sich inzwischen um die Whisky-Gläser. Die ersten waren schon schnell heruntergekippt. Die Girls begannen, die Männer zu umgarnen.

McCalls Augen blieben an Kendra Lamont haften, der rothaarigen Schönheit aus Frankreich. Die Sünde pur, wie sie mancher hinter vorgehaltener Hand in Roswell nannte.

"Mit wem habe ich die Ehre?" fragte er, nahm ihre Hand und vollführte einen formvollendeten Handkuß.

Kendra war davon derart überrascht, daß sie ins Französische verfiel. "Je m'apelle Kendra Lamont", murmelte sie. "Oh, excusez-moi!"

McCall lächelte. "Ein schöner Name", fand er.

"Wollen Sie etwas trinken, Monsieur McCall?"

"Mit Ihnen gerne, Madam. Aber nicht hier... Hier ist es mir zu laut."

"Dann gehen wir hinauf zu mir."

McCall bot ihr den Arm.

"Sie trinken wahrscheinlich Whisky, n'est-ce pas?" war Kendra überzeugt.

"Zu einer Lady wie Ihnen passt besser Wein. Wenn Sie so etwas dahaben..."

Kendra sah ihn mit ihren dunklen Augen erstaunt an - und er genoss diese Verblüffung. "Was ist los?" fragte McCall.

"Hat es Ihnen die Sprache verschlagen?"

"Mon dieu, es nur so, daß..." Sie brach ab und fuhr dann einen Augenblick später fort: "Es gibt nicht viele Männer mit Kultur in dieser Gegend. Sie scheinen da eine Ausnahme zu sein..."

Mit einer Flasche Wein und zwei Gläsern gingen sie aus der Bar. In der Eingangshalle des großen Ranchhauses führte eine Freitreppe hinauf zu den Geschäftszimmern der Girls, während sich deren Privaträume in einem Nebengebäude befanden.

*

Eine knappe Stunde später betraten McCall und Kendra wieder zusammen die Bar. Marshal Clay Braden saß dort an einem der Tische. Cornelius hatte ihm eine Mahlzeit serviert. Eier mit Speck. Clay stutzte kurz, als er McCall mit Kendra zusammen sah.

"Hallo, Marshal", begann McCall. "Wir müssen miteinander reden."

"Setzen Sie sich", bot Clay an.

McCall kam dieser Aufforderung nach. Er machte eine weit ausholende Handbewegung. "Was verlangen Sie für all das hier?"

"Wie bitte?" Clay glaubte sich verhört zu haben.

"Ich will Ihnen die Sundance Ranch abkaufen, Marshal. Sie haben schon richtig gehört. Nennen Sie mir Ihren Preis..." Clay Braden schüttelte den Kopf.

"Die Sundance Ranch steht derzeit nicht zum Verkauf", erklärte er.

In McCalls Augen blitzte es. Seine Stimme klirrte wie Eis, als er fortfuhr. "Das sagen Sie jetzt, Braden. Ich verstehe, daß Sie handeln wollen..."

"Ich will nicht handeln", widersprach Clay Braden.

"Ich zahle Ihnen genug, damit Sie sich eins der Girls hier aussuchen und damit irgendwo anders ein neues Leben beginnen können!" Er grinste. "Meinetwegen nehmen Sie zwei oder drei von den Frauen und gehen zu den Mormonen in Utah..."

Clay blickte auf. "Ich habe den Eindruck, Sie wollen mich aus der Stadt haben!"

"Das wäre ein durchaus willkommener Nebeneffekt", gab McCall zu. "Wir könnten natürlich auch zu einer anderen Form der Zusammenarbeit kommen..."

"Bemühen Sie sich nicht", schnitt Clay ihm das Wort ab. McCall erhob sich. "Sie werden sich meinen Vorschlag noch durch den Kopf gehen lassen und schließlich feststellen, daß er vernünftig ist!" war er überzeugt. Mit diesen Worten ging er davon. Bei Kendra blieb er kurz stehen. "Bis bald, Darling", zischte er zwischen den Zähnen hindurch.

"Warum hast du ihn so schroff behandelt?" fragte Kendra, nachdem er gegangen war.

"Hast du denn nicht gehört, was er wollte?" fragte Clay.

"Meine Güte, es ist doch kein Verbrechen, ein Kaufangebot zu machen!"

"Nein, das nicht. Aber drüben in Lordsburg hat er seine Geschäfte auf ganz besondere Weise betrieben. Wer nicht spurte, den hat er über die Klinge springen lassen..."

"Wer sagt das?"

"Ein Frachtfahrer, den ich heute traf. Er fährt für McMillans Store Richtung Lordsburg."

Kendra machte eine wegwerfende Handbewegung. "Alles nur Gerede!" war sie überzeugt.

"Du bist ja ganz eingenommen von dem Kerl", meinte Clay.

"Unsinn. Aber er hat Manieren..."

Ein versonnenes Leuchten in ihren Augen strafte sie Lügen.

"Du täuschst dich in ihm", sagte Clay. "Glaub mir."

*

McCall kehrte mit einem Teil seiner Männer zum Hotel zurück. Die anderen waren noch auf den Zimmern der Sundance Ranch beschäftigt. Es war bereits dunkel. Die eine Hälfte der Mannschaft hatte es sich in der Sundance Ranch gutgehen lassen, während sich die anderen im HAPPY SINNER, dem Silvermoon oder einem der anderen Saloons in der Stadt austoben wollten.

Lediglich Francine war im Hotel geblieben.

Martinson nahm beinahe Haltung an, als McCall mit seinem Gefolge eintrat.

McCall grinste.

"Stehen Sie bequem, Martinson..." Seine Leute lachten grölend. McCall deutete auf seine Männer. "Versorgen Sie die Leute hier mit Whisky und allem, was sie sonst haben wollen...."

"Natürlich, Sir! Ich setze es dann auf Ihre Rechnung, wenn's recht ist..."

McCalls Gesicht veränderte sich. Plötzlich herrschte Stille. Keiner der Männer sagte einen Ton.

"Tun Sie das, Martinson", sagte McCall schließlich. "Was macht Miss Francine?"

"Ist hier im Haus." Martinson schluckte. "Auf ihrem Zimmer..."

"Okay..."

McCall musterte den Hotelier einen Augenblick lang nachdenklich, dann ging er die Treppe hinauf zu den Zimmern.

"Mr. McCall...", rief Martinson ihm nach. McCall blieb stehen, drehte sich halb herum.

"Was gibt's noch?"

"Ich weiß nicht, ob Sie da jetzt wirklich hinaufgehen sollten..."

"Wieso denn nicht?"

Martinson schluckte. Er wurde ganz blaß. Seine Haut wirkte fast so grau wie seine Haare.

McCall drehte sich jetzt ganz herum. Seine Hand griff zum Colt an der Seite. Er zog ihn blitzschnell heraus, ließ ihn einmal um den Zeigefinger herumdrehen. Dann glitt die Waffe wieder in das Lederholster hinein.

"Sie sollten sich eins merken, Martinson: Ich bin hier der maßgebliche Mann. Ich bezahle Sie, ich entscheide auch ich über Leben und Tod... Und ganz gleich, was Sie auch über andere große Haie in der Stadt gehört haben mögen - früher oder später werden sie alle vor die Wahl gestellt werden, sich mir unterzuordnen oder ins Gras zu beißen." McCall schob sich den Hut in den Nacken. Seine Augen wurden zu schmalen Schlitzen. Martinson wich unwillkürlich zurück, machte zwei Schritte nach hinten, bis er in seinem Rücken die Wand spürte.

McCall bleckte die Zähne wie ein Raubtier.

"Für manche stellt sich diese Frage eben etwas früher", zischte er.

Martinson atmete tief durch. Er lief rot an. "Es ist so... Miss Francine... Sie ist nicht allein..."

McCalls Gesicht veränderte sich zu einer steinernen Maske. Seine Hände ballten sich zu Fäusten.

M

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