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Der Hauch der Veränderung

INHALT

EINLEITUNG

PSYCHOLOGISCHE GRÜNDE FÜR DIE VERÄNDERUNG

Kapitel 1 Die irrationale Angst

Kapitel 2 Die Kraft der negativen Emotionen

Kapitel 3 Der Schatten des positiven Denkens

Kapitel 4 Die Essenz der spirituellen Entwicklung

Kapitel 5 Rückblick auf die Vergangenheit

Kapitel 6 Streben nach dem Glück

DER WEG ZUR VERÄNDERUNG

Kapitel 1 Arten der Entspannung-allgemeine Charakteristik

Kapitel 2 Die Bücher

Kapitel 3 Das Gebirge

Kapitel 4 Die Reise

Kapitel 5 Der Sport

DIE ROLLE DER GESUNDEN ERNÄHRUNG

Kapitel 1 Ursachen für Krankheiten

Kapitel 2 Die nützlichen Eigenschaften der Säfte

KAROTTE

APFEL

KÜRBIS

SELLERIE

ROTE BETE

BIRNE

MANDARINE

ORANGE

KIWI

ANANAS

MANGO

INGWER

ZITRONE

MAULBEERE

Kapitel 3 Rezepte für eine gesunde Ernährung

SUPPEN

SALATE

HAUPTGERICHTE

I. Hauptgerichte mit Getreideprodukten

II. Hauptgerichte mit Fleisch und Gemüse

DESSERTS

SCHLUSS

EINLEITUNG

Ein ganz normaler Werktag. Ich nutze das gute Wetter und gehe ein bisschen spazieren. Ich gehe die Straße entlang und starre neugierig auf die Gesichter der Menschen. Im Allgemeinen bin ich eine Person, die es liebt, die Verhaltensweisen der Menschen in dieser so dynamischen und unvorhersehbaren modernen Welt zu analysieren. Mit Bitterkeit muss ich feststellen, dass in letzter Zeit nicht die ruhigen und lächelnden Gesichter überwiegen, sondern diejenigen mit Gleichgültigkeit und Angst in den Augen. Unwillkürlich beginne ich über dieses Thema nachzudenken.

Mit Unbehagen erkenne ich, dass die Angst, die uns in den letzten Jahren gepackt hat, nicht nur unseren Alltag kontrolliert, sondern auch unseren Durst nach Leben gleichsam eingedämmt hat. Wir streben nach einem komfortablen und vorhersehbaren Dasein und sind so sehr in Routinen verstrickt, dass alles, was nicht in unsere Pläne und Weltvorstellungen passt, uns entmutigt und hilflos macht. Ich frage mich, wie viele von den Menschen, die an mir vorbeilaufen, spüren, dass sie eine Veränderung brauchen? Sind sie darauf vorbereitet? In den meisten Fällen erfüllt uns schon der bloße Gedanke an eine solche Wendung in unserem Leben mit Angst vor dem Unbekannten und der damit verbundenen Unsicherheit. Haben wir eine klare Vorstellung davon, dass wir, wenn wir uns weigern, dieses Risiko einzugehen, der Unentschlossenheit und dem Defätismus nachgeben, was dazu führt, dass wir später einen hohen Preis zahlen müssen? Zum Beispiel geraten wir oft in einen Zustand der Depression und anderer psychischer Probleme, aus dem einfachen Grund, dass es eine Diskrepanz zwischen unseren Wünschen und unseren Handlungen gibt. Langsam aber sicher zerstören wir unseren Willen, die Herausforderungen des Lebens zu meistern und beginnen so, unser wahres Selbst zu verlieren, indem wir unweigerlich auf einen psychischen Zusammenbruch zusteuern.

Das war der Schluss aus meinem inneren Monolog. Ich gehe nach Hause und ganz spontan entsteht die Idee für dieses Buch. Ich erinnere mich daran, dass ich diese Gefühle persönlich erlebt habe. Tief in mir drängt sich der Wunsch auf, einige meiner eigenen Erfahrungen zu teilen, mit der geheimen Hoffnung, dass ich irgendwie jemand anderem helfen kann, sein seelisches Gleichgewicht wiederzugewinnen oder seine Gesundheit zu verbessern, wenn ich ihm mit praktischen Tipps dazu verhelfe, den richtigen Weg zu finden – DIE INNERE VERÄNDERUNG!

PSYCHOLOGISCHE GRÜNDE

FÜR

DIE VERÄNDERUNG

Kapitel 1

Die irrationale Angst

Fast mein ganzes Leben lang hatte ich mit der Diagnose einer Panikstörung zu kämpfen, die auch als Angstneurose oder Panikattacke bekannt ist. Ich habe mich so sehr darauf spezialisiert, dass ich die ersten Anzeichen dafür in den Augen eines Menschen erkennen kann. Ich weiß wie schwierig es ist, allein zu bleiben, sich den Ängsten zu stellen und den eigenen Einschränkungen und Vorurteilen standzuhalten, die in den meisten Fällen auch das soziale Leben beeinträchtigen.

Ich stelle mir automatisch die Frage: Hat sich die Mehrheit unserer Gesellschaft letztendlich nicht dieser irrationalen Angst ergeben? Ich versuche mir diese Frage auf die logischste Weise zu beantworten. Ich beginne mit der Definition für Veränderung. Es ist allgemein bekannt, dass die Veränderung eine Handlung ist, die mit der Freiheit zu tun hat, etwas so zu erschaffen, wie wir es wollen. Eine neue Handlung führt jedoch zwangsläufig zur Übernahme der Verantwortung, für die damit verbundenen Konsequenzen. Vielleicht müssen wir uns aus diesem Grund zuerst unseren irrationalen Ängsten stellen, bevor wir einen so großen Schritt wagen. Ihre Annahme und ihre Überwindung werden uns den ersten Anstoß geben. Mit anderen Worten: Wir werden auf diese Weise den Mut und die Courage finden, mit der Vergangenheit zu brechen und in die Zukunft zu gehen.

Zu meinem großen Bedauern habe ich im Laufe der Zeit festgestellt, dass sich die meisten von uns schämen, ihre Angst als Schwäche anzuerkennen und unterdrücken sie fälschlicherweise – wieder aus Angst, aber diesmal fürchtet man sich davor, was die Leute sagen werden. So kommt es zu einer Vertiefung des Problems, was nicht selten zu Stimmungsschwankungen und schwereren psychischen Störungen führt. Wenn es zu einem emotionalen Zusammenbruch kommt, lehnen diese Menschen die Hilfe ihrer Familie und Freunde und sogar der Fachleute wie Psychotherapeuten oder Psychiater ab, wiederum wegen der Dogmen und Vorurteile, denen sie sich unterworfen haben. Sie nehmen die Situation, in die sie geraten sind, als Schicksal hin und ignorieren die Folgen. Aus meiner Sicht ist diese Denkweise nicht nur primitiv, sondern auch sehr gefährlich. Lassen Sie mich ein einfaches Beispiel geben: Wir bekommen eine Grippe oder andere körperliche Beschwerden. Wohin gehen wir? Zum Arzt. Warum schämen wir uns dann, unsere Seele zu kurieren? Je länger wir die Angst in uns unterdrücken, desto leichter entwickeln wir negative Gefühle auf mentaler Ebene, die sich immer mehr vertiefen, was sich wiederum auf unsere körperliche Verfassung auswirkt.

Es gibt kaum einen Menschen auf der Welt, der nicht mindestens einmal in seinem Leben ein Gefühl der Panik erlebt hat. Wegen der körperlichen Symptome der Panik gibt man dem Eindruck nach, dass alles verloren geht und etwas Fatales passieren wird. In diesem Augenblick ist der Mensch nicht in der Lage zu erkennen, wie sehr er seinen Zustand übertreibt, was deutlich zeigt, dass er dringend Hilfe benötigt, um etwas zu ändern und den Weg zu seiner Verbesserung einzuschlagen. In solchen Situationen erliegen wir der Aggression, der Empörung und der Wut…statt nach Wegen zu suchen, unser seelisches Gleichgewicht und unsere körperliche Gesundheit wiederherzustellen. Fragen wir uns, wen genau wir in diesem Moment anlügen – die Menschen, die uns als verrückt abstempeln würden oder uns selbst? Wer braucht das eigentlich?

Ich werde mich bemühen, am Ende jedes Kapitels in diesem Buch einige meiner Erfahrungen in Bezug auf das angesprochene Thema zu teilen. Daher werde ich nun meine Lösung für die oben genannten Probleme beschreiben. Kurz gefasst: Um diese Probleme zu meistern, habe ich ohne Zögern den Weg zur Veränderung gewählt. Zuerst habe ich die Panik angenommen und sie erlebt, und erst danach begann ich, gegen sie zu kämpfen. Ich war am Anfang meiner Lebensreise und hatte keine andere Alternative. Mein erster Schritt bestand darin, mich über dieses Thema zu informieren, da Informationen, meiner Meinung nach, die wertvollste Waffe für alle Situationen sind, in die uns das Leben bringt. Ich habe viel darüber gelesen und gewann allmählich meinen Mut und meinen Glauben zurück, dass ich damit zurechtkommen kann. Ich wusste, dass ich Geduld brauchen werde und habe mich darauf eingestellt, nichts als fatal anzunehmen, was während dieses Prozesses passieren könnte. Ich habe mich aufgemuntert, dass ich morgen weitermachen werde, auch wenn ich heute keinen Erfolg habe, wobei ich so eine eigene Immunität gegen die Herausforderungen des Lebens entwickeln werde. Besonders wichtig erwies sich die Tatsache, dass ich mich nicht mehr schuldig fühlte, wenn ich mit der Emotion Angst zu tun hatte. In den Augenblicken, wo ich mich nicht beherrschen konnte, pflegte ich nicht mehr, mir Labilität und mangelnden Willen vorzuwerfen. Ich nahm den Schmerz, der aus meinen Empfindungen entsprang, als einen Schrei meiner Seele nach Veränderung und Handeln an. Kurz gesagt – ich habe meinen Lebensstil verändert.

Ich fand es sinnvoll, ein Buch mit praktischen Tipps dazu zu schreiben, weil ich glaube, dass immer mehr von den Menschen, mit ausdruckslosen Gesichtern und Angst in den Augen, nach einem Neuanfang suchen, unabhängig davon, ob dieser Gedanke noch unterbewusst ist oder schon in Gang gebracht wurde.

Ich halte es für angebracht, die Einführung des ersten Kapitels mit der Theorie von Dr. Malidoma Patrice Some, einem nordafrikanischen Schamanen, abzuschließen, der glaubt, dass die psychischen Erkrankungen (wie Depressionen, Panik usw.) eine Transformation des Bewusstseins und somit ein unzertrennlicher Teil der menschlichen Evolution sind. Er ist der Meinung, dass der Betroffene ausgewählt wurde, um der Gesellschaft irgendeine Botschaft zu vermitteln. Dr. Some betrachtet diese Menschen als eine Brücke zwischen der spirituellen und der physischen Welt. Ich finde es sinnvoll seine Ansichten zu zitieren, denn es ist von erstrangiger Bedeutung, uns selbst bedingungslos zu akzeptieren, bevor wir den Weg zur Veränderung einschlagen. Auf diese Weise werden wir das Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten stärken und uns mutig auf den nicht einfachen, aber richtigen Weg zu unserer Vervollkommnung begeben. Ich hoffe aufrichtig, dass ich Ihre Neugier geweckt habe und dass jedes weitere Kapitel Ihnen Mut für einen positiven Schritt in die Zukunft einflößt.

 

„Mut ist, ganz allgemein gesagt, Gewohnheit und Selbstvertrauen… Jeder Mensch fürchtet sich, je intelligenter er ist, umso mehr. Tapfer ist, wer von seiner Furcht keine Notiz nimmt.“

General George Patton

„Die Angst liegt deinem Elend und deiner Krankheit zugrunde. Die Angst kann nur mit Liebe besiegt werden. Erfülle dich mit Liebe und es wird kein Platz für die Angst bleiben. Erfülle dich mit Liebe und es wird kein Platz für die Krankheit bleiben. Vergib anderen, vergib dir selbst und du wirst frei sein.“

Deepak Chopra

Kapitel 2

Die Kraft der negativen Emotionen

Im ersten Kapitel habe ich mich detailliert mit der Angst beschäftigt, weil sie die Geißel des 21. Jahrhunderts ist. Wie ich bereits erwähnt habe, war dies für mich auch der Hauptgrund, dieses Buch zu schreiben.

Die Angst ist ein normales menschliches Gefühl, wenn sie mit unserem Selbsterhaltungstrieb verbunden ist. Das Überschreiten dieser dünnen Grenze fügt uns jedoch erhebliche Schäden zu. Wenn wir dieses Gefühl als negative Emotion betrachten, sprechen wir von der sogenannten versteckten Angst. Die versteckte Angst löst versteckte Wut aus. Die versteckte Wut wiederum erzeugt eine negative Einstellung gegenüber unserer Umwelt. Dies führt unvermeidlich zu Depressionen. Oft hören wir oder verwenden selbst Ausdrücke wie: „Warum immer ich?“ „Ich mit meinem Glück“, „Was habe ich falsch gemacht?“, „Das Leben ist gemein“ usw. Wir sind davon überzeugt, dass alles, was in unserer Umwelt passiert, gezielt gegen uns gerichtet ist. Auf diese Weise lassen wir uns unbemerkt in die Opferrolle versetzen. Wir beginnen uns ziellos in einem Teufelskreis zu drehen und warten auf den perfekten Zeitpunkt, an dem eine Veränderung in unserem „elenden“ Leben eintreten wird. Die negativen Emotionen, die wir in diesem Moment erleben, belasten nicht nur unsere Psyche, sondern verschlechtern langsam auch den Zustand unseres Körpers – gemäß den Naturgesetzen sind der geistige und der körperliche Zustand des Menschen untrennbar miteinander verbunden. Wenn wir weiter nach diesem inerten Verhaltensmuster leben, wird uns das Leben unausweichlich aus der trägen Lebensphase mit einer Krankheit oder einer anderen realen Gefahr herausbringen, die von unserem eigenen Unterbewusstsein hervorgerufen wird. Ich frage mich, wieso wir von diesem ganz natürlichen Entwicklungsverlauf schockiert sind, der in der menschlichen Natur liegt?

Das Schwierigste in diesem Prozess ist, folgende Tatsache zu begreifen: Wenn wir die negativen Emotionen, die wir erleben (z. B. Wut, Neid, Eifersucht, Schuld, Hass, Beleidigung), nicht kontrollieren können, verlieren wir wertvolle Energie, die wir sonst für das richtige Funktionieren unseres Organismus brauchen würden. In diesem Fall wirken wir gegen uns selbst, indem wir uns selbst zerstören. Diesem Gedankengang folgend kommen wir unvermeidlich zum Schluss, dass gerade die negativen Gedanken, die Kritik und die ständige Unzufriedenheit unsere negativen Erlebnisse hervorrufen. Sie lösen wiederum einen unnötigen Stress für den Körper aus. Wenn der Stressreiz der in uns tobenden Emotionen und Gefühle länger anhält, gerät unser Körper in Disstress. Infolgedessen wird unser Immunsystem langsam abgeschwächt und unser Körper wird anfällig für alle Arten von Krankheiten. Deswegen wird gerade die Krankheit, die mit Leiden einhergeht, zum Hauptfaktor für unser Aufwachen. Da ich keine Ärztin bin, werde ich nicht auf die zahlreichen Krankheiten eingehen, denen der menschliche Körper ausgesetzt sein kann; ich bin aber fest davon überzeugt, dass jede Krankheit eine Warnung und ein Grund zur Veränderung unseres Denkens und Handelns ist. Sie markiert eine Phase, in der es erforderlich ist, unser Leben umzudenken und einen neuen Anfang zu setzen.

Ich versuche meine Theorie mit einer Geschichte aus meinem Leben zu veranschaulichen, die dazu beigetragen hat, dass ich Erfahrungen mit der überwältigenden Kraft der Emotionen gemacht habe.

Aus heutiger Sicht betrachtet würde ich sagen, dass mein spirituelles Erwachen gerade in dieser Zeit begonnen hat.

Das war im Jahr 1989, im Monat März. Ich war Schülerin an einem Elite-Gymnasium, weit weg von meinen Eltern. Mein Telefon klingelte spät in der Nacht. Die Nachricht war der Tod einer mir sehr nahestehenden Person. Ich stand unter Schock und mir wurde wie im Halbschlaf klar, dass ich am nächsten Tag so früh wie möglich nach Hause musste. Meine erste Feuertaufe am Anfang meiner Lebensreise. Dasselbe Jahr, aber im September. Das Datum ist der achte – ich erinnere mich noch daran, weil sich mein Denken völlig verändert hat. Meine Freunde und ich beschlossen, uns vor dem Beginn des neuen Schuljahres ein bisschen zu amüsieren und wollten deswegen in die Natur fahren, weg vom lauten Hauptstadtleben. Das Schicksal hatte aber eine unangenehme Überraschung für uns vorbereitet. Auf dem Weg zurück in die Stadt erlitten wir einen Unfall. Ich werde kaum jemals die Gefühle und die Gedanken vergessen, die mit Lichtgeschwindigkeit durch meinem Kopf rasten, während wir in den tiefen Abgrund hinunterrollten. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, aber die nächsten 17 Tagen kamen mir surreal vor. Da ich mich in den nächsten Monaten körperlich erholen musste, habe ich das Schuljahr als Privatschülerin abgeschlossen und zusätzliche Prüfungen am Gymnasium abgelegt. Ich wage jedoch zu sagen, dass ich in dieser Zeit auch den Anfang eines großen psychologischen Kampfes mit mir selbst gesetzt habe. Das war die zweite große Herausforderung von mir in diesem Jahr, dass sich, wie ich behaupten würde, als ziemlich schwierig, aber entscheidend für mein spirituelles Erwachen erwies. Natürlich war ich am Anfang total verwirrt und wusste nicht, was los war. So sehr ich mich auch dagegen wehrte, ich habe mich letztendlich der Angst ergeben. Vier Jahre nach dem Vorfall spürte ich auch die ersten körperlichen Symptome der tiefsitzenden Angst.

Ich hatte eine extrem schwere Nierenkrise, die mich psychisch total niedergeschlagen hat. Zu dieser Zeit bekam ich meine erste Panikattacke. Ich begann über den Sinn des Lebens und unsere Präsenz in dieser Welt nachzudenken. Nachdem ich die Methoden der traditionellen Medizin angewendet hatte, beschloss ich, Lydia Kovacheva zu besuchen. Zu dieser Zeit gab es kaum jemanden, der nichts von ihrer Therapie gehört hatte, die auf der Reinigung des Körpers und der Beseitigung der Grundursache der Krankheit beruhte. Sie selbst war dem Griff des Todes entkommen, indem sie viele medizinische Bücher gelesen und eine Fülle an Informationen über die Funktionen unseres Körpers gesammelt hatte. Ihr Mentor war Paul Bragg. Lidia Kovacheva hatte sich bis ins Detail mit seiner Philosophie, der Fastentherapie beschäftigt und ihr eigenes Programm zur Entgiftung des Körpers entwickelt – 7 bis 21 Tage Fasten mit Tee und Obst. Sie sah mich kurz an und sagte: „Mein Mädchen, das Nervensystem steht in direktem Zusammenhang mit den Nieren.“ Ich unterzog mich einer strikten zweimonatigen Behandlung unter ihrer Aufsicht. Da die Ergebnisse einfach fantastisch waren, wurde ich neugierig auf diese Theorie. Ich habe viel über Naturheilkunde und Esoterik gelesen – sowohl Fachzeitschriften, als auch dicke Bücher. Ich suchte unersättlich nach Antworten, und auf diese Weise schlug ich unwissentlich meinen Weg zur Veränderung und zum Erwachen der Spiritualität ein. Ich weiß nicht ob das von besonderer Bedeutung ist, aber ich habe neulich ein abgegriffenes Tagebuch aus meinen Teenagerjahren entdeckt, in dem ich die Gemütsbewegungen und Emotionen meines Alltags beschrieben habe. Ich fand es spannend, einmal zurück in die Vergangenheit zu schauen und habe es wieder durchgelesen. Überrascht musste ich feststellen, dass ich wegen unerwiderter Liebe anderthalb Jahre vor den oben beschriebenen Ereignissen fast jeden Tag melancholisch mitgeteilt hatte, dass mein Leben keinen Sinn hat.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht: War es ein Zufall oder hatte ich meine Situation selbst verschlimmert, indem ich negative Emotionen angehäuft und so eine unnötige Spannung in mir ausgelöst hatte?

Kommen wir aber zurück zum schicksalhaften Jahr 1989. Dank der oben genannten Ereignisse begann ich in dieser Zeit allmählich eine klare Vorstellung davon zu bekommen, dass die Verantwortung für die Erhaltung der Fitness und der einwandfreien Gesundheit ganz bei mir lag. Mir wurde bewusst, dass ich meine Immunität gegen drohende Krankheiten und Probleme stärken kann, wenn ich versuche, die Lebenssituationen als Lehren und ohne unnötigen emotionalen Widerstand anzunehmen. Ich begriff, dass ich zur Steigerung meines Selbstwertgefühls und meiner Vitalität beitragen kann, indem ich mich meinen inneren Ängsten widersetze.

Das von mir angeführte Beispiel zeigt: Wenn ein 15-jähriges Teenager-Mädchen in der Lage war, die Notwendigkeit der Veränderung zu erkennen und nach Wegen zu suchen, um dies zu erreichen, dann können Sie absolut sicher sein, dass Sie es auch schaffen werden, wenn Sie wollen. Es liegt an Ihnen, diese Entscheidung zu treffen. Trauen Sie sich diesen Schritt zu! Sie haben nichts zu verlieren!

Kapitel 3

Der Schatten des positiven Denkens

Jeder von uns kennt die Vorteile des positiven Denkens, aber nicht jeder unterscheidet zwischen dem „positiven Realisten“, der die Probleme zu lösen versucht und dem „Optimisten“, der die Schwierigkeiten bewusst ignoriert. Da ich objektiv in Bezug auf die Emotionen und Gefühle sein möchte, halte ich es für notwendig, auch auf die Schattenseiten des sogenannten positiven Denkens einzugehen. Der größte Teil der Gesellschaft verbindet das positive Denken irgendwie ganz spontan mit der spirituellen Entwicklung. Im nächsten Kapitel werde ich das Konzept der spirituellen Entwicklung detailliert betrachten, aber hier möchte ich kurz erwähnen, dass die Spiritualität in meiner Weltanschauung eine Kraft ist, die uns hilft, die eigene Identität zu entdecken. Oder anders ausgedrückt: Dadurch stellen wir eine Verbindung mit dem Universum her und finden unseren Weg zu uns selbst, indem wir auf unser unterbewusstes ICH hören. In einigen Fällen kann die falsche Wahrnehmung des positiven Denkens uns unwiederbringlich vom Weg zur Spiritualität abbringen.

Die Fokussierung auf die Idee, unrealistisch positiv zu denken, wird vom Psychologen Dr. John Welwood einer spirituellen Abweichung gleichgesetzt. Er beschreibt dies als eine Methode, bei der die Menschen unterschiedliche spirituelle Praktiken und Überzeugungen einsetzen, um den Konflikt mit sich selbst zu vermeiden. Das kann mit unpassenden emotionalen Gefühlen, nicht geheilten Traumata oder Frustration im Hinblick auf die sentimentalen Bedürfnisse verbunden sein. Infolgedessen distanzieren wir uns von der Realität, wobei wir die reale Vorstellung davon verlieren und schaffen ganz bewusst eine illusorische Welt, die uns eine Komfortzone bietet, wodurch wir uns von unseren persönlichen Problemen distanzieren. Kurz gesagt, wir versuchen unbewusst den Schmerz zu vermeiden. Wenn wir uns nur auf das Positive konzentrieren, kommt es ganz natürlich dazu, dass wir beginnen, uns zu isolieren und unsere Gefühle zu ...

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