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Der Glanz reinen Gewahrseins

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Mögliche Schlüssel zum Erwachen

Wie die Texte in die Welt kamen

Willkommen

Aufklang 1

Aufklang 2

Du

Im Rosengarten

Wer ist „Ich“?

Themen

  1.  Traumatisierung / „Ich!“. Eine wahre Geschichte

  2.  Klotz am Bein / Wehe mir

  3.  Pflichterfüllung / Ich bin’s, das Karlchen!“

  4.  Vertrauter Rest / Ach hätte ich nur

  5.  Bollwerk / Ich bin Totalsein

  6.  Hölle / Ich bin die Hölle

  7.  Leichtigkeit / Ich bin immer richtig

  8.  Entspannung in die Gegenwärtigkeit / Das bin ich ja gar nicht!

  9.  Krise / Ich bin blanko

10.  Entlastung / Mein Pfund Leben

11.  Sauwetter / Ich bin das Erfahren

12.  Mystik / Ich staune

13.  Gerne / Ich bin das Größere

14.  Jemand / Friede ist mit mir

15.  Sein und Haben / Wer bin ich im Angesicht des Todes?

16.  Portiönchen / Ich gleite

17.  Impulsgeber / Ich habe Feuer gemacht

18.  Scheinbar / Mein Standpunkt

19.  Froh und heiter / Ich bin die Sonne

20.  Wahrnehmungsfilter / Mein wacher Sportsgeist

21.  Da lass dich nieder / Mein Körper ist weise

22.  Bote der Wahrheit / Großer Klotz

23.  Mausefalle / Des Königs Zepter

24.  Egotod / Mein einziges Kapital

25.  Der Krug kann sich nicht leimen / Ich experimentierfreudiges Wesen

26.  Stausee / Ich bin schön

27.  Fassungslos / Ich bin

28.  Freiheit / Mein

29.  Sinn des Lebens / Die fabelhafte Welt der Formen und Farben

30.  Blüte / Ich Wirbelsturm

31.  Materie / Mein königliches Sein

32.  Natürliche Autorität / Ich bin der Zauber

Informationen zur Autorin

„Die haben mich reingelegt

Lebensdaten

Wo die Zitate zu finden sind/Quellenverzeichnis

Dieses Buch widme ich all den
sich verloren fühlenden
Kindern

Mögliche Schlüssel zum Erwachen

Ich wünschte mir Beliebtheit. Ruhm. Geld. Ehre. Dienstbare Zaubergeister.

Und erhielt stattdessen einen unbequemen unbestechlichen Meister.

Er reicht mir goldene Schlüssel. Ich nehme sie aus seiner Hand.

„Passt leider nicht!“, bekunde ich jedes Mal eifrig und gewandt.

Für mein persönliches Empfinden braucht es den nächsten Schlüssel … und den nächsten. Heimlich weiß ich indessen, dass die Schlüssel wahrhaft schön sind. Und dass sie alle passen. Jederzeit kann es also geschehen, dass einer sich im Türschloss dreht. Und das persönliche Ich im klaren Bewusstseinsraum endgültig vergeht.

Wer traut sich ins Glücklichsein?

Verbale Schlüssel können die Pforte zur Wahrnehmung der stillen reinen Präsenz öffnen. Dieses Buch verkörpert einen ausgewählten Schlüsselbund. Möglicherweise probieren Sie, ob einer von ihnen passt.

Wie die Texte in die Welt kamen

Ralf und Johanna Neukirch arbeiten seit fast zwei Jahrzehnten intensiv an der Ergründung des reinen Gewahrseins und seiner Gestaltwerdung im vielfältigen Personsein. Dabei durchliefen sie einen spannenden Prozess des Werdens und Vergehens ihrer eigenen psychischen Strukturen.

Aus den vielen Aufzeichnungen stellt die Autorin nun ihre erste Textsammlung über wesentliche Erfahrungsinhalte aus den Begegnungen mit dem klaren Bewusstsein, das sich im Zuge des therapeutisch spirituellen Entwicklungsprozesses offenbarte, zur Verfügung.

Willkommen

Die kurzen Texte aus der Stille sind wie bunte Perlen,
aufgefädelt auf dem schimmernden Faden
wacher Konzentration.

Willkommen im Erkennen Ihres wahren Selbst.

Aufklang 1

Wie viel Wahrheit darf es denn sein?

Es gibt nichts außer Bewusstsein. Das ist alles.

Dieses Bewusstsein ist selbstverständlich da. Und im irdischen Dasein trifft es als Neugeborenes auf die, die vor ihm waren. Mit Selbstverständlich-da-Sein ist es alsdann vorbei. Körperlichkeit und die Botschaft der anderen reglementieren dieses eine Sein. Solange, bis es glaubt, eine Person zu sein.

Im Fühlen und Denken geht die wahre Natur in den Strukturen „Darf sein!“, „Darf nicht sein!“, „Darf nur sein, wenn … !“ verloren. Um daraus wieder zu erwachen, braucht es in aller Regel einen Schlüssel. Bisweilen geschieht es auch unvermittelt von ganz allein.

In diesem Buch gibt es viele Schlüssel. Ich wünsche Ihnen – der Sie nicht sind – dass einer in Ihnen passt.

Bad Münstereifel im Mai 2015

Ralf Neukirch

Aufklang 2

Das heilsame Voranschreiten in die wahre Identität verläuft immer einzigartig. In unserem Fall erfährt zunächst mein projektorientierter erfindungsreicher Mann die Auflösung seines vertrauten Personseins, indem er sein weltliches Streben in einer Melange aus kühlem Löwenmut und heißer Verzweiflung hingibt und sich als klarer Spiegel zur Verfügung stellt. Wird eine Frage zum therapeutisch spirituellen Entwicklungsweg an ihn herangetragen, dann findet sich die Antwort: Das Sprechen aus der Stille geschieht durch ihn.

Dagegen liefere ich Frau, die im eigenen Empfinden bislang keine feste Persönlichkeitsstruktur ausbildete und somit das eigene Personsein trickreich über die Negation definierte, das weltliche Auftreten. Ich nehme das intuitive mentale und emotionale Begreifen aus der Begegnung mit der Stille in mich und mein Schreiben auf und stehe mit dieser Erfahrungswirklichkeit in der Welt.

Hergabe der persönlichen Struktur des einen plus Neubildung des natürlichen Selbstverständnisses des andern: Diese transformierende Dynamik ist im gemeinsamen Entwicklungsprozess entstanden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg in die Erfahrung, das reine Gewahrsein zu sein,

Johanna Neukirch

Du

Während des Hinweisens auf die Wahrheit „Es gibt nichts außer klarem Bewusstsein!“ spricht das Sein zum Sein. Zu wem sonst? Weshalb Sie, verehrte Leserin und verehrter Leser, im Buchtext mit du angesprochen werden. Du Mensch auf Erden. Du waches wahrnehmungs- und empfindungsfähiges Wesen. Du reines Gewahrsein.

 

Bist du im Rosengarten geboren,
kannst du die Rose nicht erkennen.
Bist du im Wahnsinn geboren, …

* * * * *

Das Erwachen ins klare Bewusstsein geschieht in der Erfahrung des ewigen Augenblicks. Die Loslösung aus der altgewohnten Struktur erfolgt in der Zeit.

Das chronologische Erleben des individuellen Lösungsprozesses führt zu einem sich wiederholenden und vertiefenden Erkennen. Bis das endgültige Sichzurücklehnen in den reichen Urgrund geschieht.

Trau dich, wieder die Liebe zu sein.

Meister Otter

Wer ist „Ich“?

Meint „Ich“ ein gedemütigtes, ein gelobtes oder wie auch immer geformtes Einzelwesen, so kann diesem Wesen jederzeit eine Misslichkeit passieren. Die Demütigung könnte sich wiederholen. Und das Lob könnte ausbleiben. Dieses „Ich“ läuft immer Gefahr, ein Unglück zu erleiden.

Wenn „Ich“ hingegen das wache Dasein meint, welches all dem Geschehen zugrunde liegt, dann herrschen Reichtum und Einheit.

„Ich bin mir meines Gewahrseins gewahr!“ ist die letzte Erfahrung. Sie bedeutet klares immerwährendes Bewusstsein.

1

Es gibt nichts in dir und der Welt, was du fürchten müsstest: Alles kommt aus der einen reinen Quelle. Du bist aus ihr gekommen und wirst in sie zurückkehren. Die letzte Wahrheit freilich ist: Du bist nicht gekommen und du wirst nicht zurückkehren. Du warst und bist und wirst immer sein: jetzt und ewig. Du bist die Präsenz des einen Seins.

R.N.

 

Traumatisierung

Die Grundtraumatisierung geschieht bei Reiseantritt ins irdische Leben. Unweigerlich geraten wir Menschenkinder ins schreckliche Erleben „Hilfe, ich bin der Körper. Sterblich. Nichtsein ist möglich!“. Diese grundlegende traumatische Erfahrung ist die Mutter aller persönlichen Ängste.

Und die Folgetraumatisierung geschieht durch unser frühes Erleben mit den maßgeblichen Erwachsenen, mit denen wir in Berührung kommen. Sie leben in der Kompensation ihres eigenen angstvollen Erfahrens, nicht selbstverständlich und bedingungslos da sein zu dürfen. Verkennen uns. Und stehen unserem lebendigen Sein entgegen.

Die daraus entwickelte Angst, womöglich einen Fehler zu begehen, bei dem sich unweigerlich die Emotion einstellt, nun zunichte gemacht zu werden, begleitet uns durchs ganze persönliche Leben. Sie stellt eine tiefe Lötstelle im organischen Schaltplan des menschlichen Funktionsapparates dar.

Greift ein Kind bspw. spontan nach etwas Begehrtem und folgt auf diese lebendige Aktion eine erschreckende Reaktion der gewichtigen Erwachsenen, dann füllt diese Erfahrung das Kind aus.

Traumatisierende Erwachsene sind furchteinflößend. Deshalb bleibt dem heranwachsenden Kind das natürliche In-Besitz-Nehmen verschlossen. Nach seinem Rückschluss, im eigenen Verkehrtsein etwas Verkehrtes getan zu haben, ist nur noch ein Provisorium von Leben möglich.

Strafaktionen wie Beschämung, Demütigung, Ächtung, die dem Kind infolge seines lebendigen Verhaltens widerfahren, fühlen sich nach Ausgelöschtwerden an. Sie prägen es tief in seinem körperlich-seelisch-geistigen Selbstverständnis. Das Empfinden von Schuldigkeit legt sich wie ein kalter Schatten über die warme Lebendigkeit des jungen Wesens.

Die tiefe Programmierung gilt es wahr sein zu lassen, damit erfasst werden kann, dass wir als Erwachsene nicht real gefährdet sind, im Sinne unseres frühen prägenden Erlebens verfolgt und ausgelöscht zu werden. Wird unser Wohlgenährtsein und in relativ sicheren Lebensumständen Wohlbehütetsein wahrgenommen und begriffen, dann setzt sich diese Wirklichkeit durch. Die Gefahr ist ausgedacht. Nur in Zusammenhang mit dem alten Katastrophenalarm „Wenn dies auftritt, dann passiert jenes!“ können starke Angstgefühle auf den Plan treten.

Selbstverständlich da sein und etwas in Anspruch nehmen zu dürfen ist das angestammte Recht eines jeden Menschen und aller fühlenden Wesen. Es gilt, dieses Grundrecht zu erfahren und zu achten. Im Empfinden der eigenen Daseinsberechtigung geschieht natürliche Kontaktnahme. Zur konkreten Welt. Und zum reinen Wahrnehmen des eigenen Präsentseins.

„Ich bin berechtigt, meinen menschlichen Bedürfnissen zu folgen.“: In diesem Erkennen können wir bspw. ein anderes weltliches Geschöpf unbefangen umarmen. In Selbstverständlichkeit zu berühren und zu begreifen entspricht dem ruhigen Selbstverständnis, selbst berührt und begriffen zu sein.

* * * * *

„Ich!“
Eine wahre Geschichte

„Als kleiner Junge klingelte ich bei der direkten Nachbarin. Und fand auf deren Frage, wer denn da sei, die klare Antwort „Ich!“. Ich spürte ja ganz deutlich „Ich“: ein starkes Seinsfeld mit einem intensiven Anliegen. Und von hinter der Tür kam als zürnende Nachfrage „Ich? Wer „Ich“?“.

Es brauchte eine ganze Weile, bis ich begriff, dass dieses starke Ich, was ich empfand, keineswegs bei ihr angekommen war. Dass es also nicht um dieses intensive Erleben ging, sondern dass sie stattdessen den nichtssagenden Namen hören wollte, der in Bezug auf mein Ich-Empfinden gemeinhin benutzt wurde.

„Ich“ bedeutete für mich alles. Die ganze gefühlte Lebendigkeit. Das schöne Vorhaben. Der ungestüme Tatendrang. Die ganze wunderbare Welt. Ich war ganz erfüllt von meinem Sosein. Aber die Frau forderte die Reduzierung auf den Namen, um mit mir in Kontakt zu treten.

Ich besaß genug Intellekt, um darüber zu schmunzeln und den Tatbestand zu erfassen „Ah, so geht das jetzt!“. Faktisch war es aber so, dass ich als dieses totale Ich vor der Nachbarin Tür stand. Und mich auf den Namen reduzieren musste, um die Information erhalten zu können „Deine Freundin ist nicht zu Hause!“. So geschah mir in meiner frühen Erfahrungswelt.

Und so verlernen wir Menschenkinder nach und nach das wirkliche Ich und benutzen mehr und mehr das persönliche Ich mit dem entsprechenden Namen und den zugehörigen Daten.

Etwas später fuhr ich mit meinen Eltern über eine Landesgrenze. Am Grenzübergang lag eine seltsame Strenge – eine nervöse Spannung – in der Luft. Manche Leute wurden herausgewinkt und mussten ihr Auto komplett ausräumen. Und als dann schließlich wir an der Reihe waren, starrte der Grenzposten intensiv auf das Stück Papier, das ihm gereicht wurde. Er blickte konzentriert auf diesen sogenannten Pass, um mich zu erkennen. Um festzustellen, dass ich es war, ohne dass er mir begegnet wäre. Danach schaute er kurz auf und machte die Ansage „Alles okay!“. Und ließ uns die Grenze passieren.

So wurde ich immer mehr zu Namen und Daten. Und die Angst wuchs, dass daran etwas verkehrt sein könnte. Und dass irgendeiner die Rede führen könnte „Nein, das bist du nicht! Aber wenn du dies und das tust, dann schon!“. Und mein persönliches Schicksal nahm seinen Lauf.“

Wir alle wollen wieder das ganze Ich sein. Sonst nichts.

Bankdirektor oder Bürgermeister zu sein reicht also nicht. Im Verborgenen haben alle auch Angst, etwas zu verpassen. Verpassen kannst du aber nur eins: dein wahres Ich.

In eines Menschen Leben geht es immer ums klare wache „Ich bin’s!“. Also ums selbstverständliche selbstbewusste Dasein. Egal mit welchem Name. Welcher Form. Und welcher Farbe.

„Ich bin’s. Sind Sie es auch schon?“ ist mein wacher Gruß in die Welt.

* * * * *

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Viel Spaß!



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