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Der Gentleman aus Boston

1. KAPITEL

Eleanor hatte noch nie etwas so Schönes gesehen. In den Kristalltropfen des riesigen Kronleuchters spiegelten sich die Flammen der Kerzen wider. Ein Bild wie aus einem Märchenland …

„Eleanor, meine Liebe, Lady Dorothy und ihre Tochter wollen bestimmt mit dir sprechen.“ Die Stimme ihrer Tante rief sie in die Wirklichkeit zurück. Ohne auf ihre Nichte zu warten, ging Lady Walcot bereits zielstrebig auf eine arrogant wirkende Matrone zu, die einen imposanten Turban mit wippenden Federn trug.

Eleanor wurde plötzlich bewusst, dass ein hochgewachsener, breitschultriger Mann mit harten Gesichtszügen sie von der anderen Seite des Raumes her anblickte. Er wäre in jedem Fall eine beeindruckende Erscheinung gewesen, fiel aber vor allem auf, weil er inmitten der vielen Menschen ganz allein dastand.

Als sie zu ihm hinüber sah, lächelte er ironisch. Kein Wunder, dass er sie auslachte, sie hatte sich ja auch wie eine Landpomeranze benommen. Um ihm zu zeigen, dass er sie mit seiner Dreistigkeit nicht aus der Fassung bringen konnte, erwiderte sie kühl seinen Blick, bevor sie sich abwandte und sich ihrer Tante und Lady Dorothy zugesellte.

Nachdem sie mit Lady Walcot ein paar höfliche Worte ausgetauscht hatte, sagte Lady Dorothy: „Wie ich sehe, ist er wieder in London.“

„Ist er etwa hier?“, erkundigte sich Lady Walcot.

„Ja, er steht dort drüben – allein natürlich. Eine Frechheit, sich hier zu zeigen!“ Der hochgewachsene Mann spürte offenbar die eisigen Blicke der Damen und verbeugte sich spöttisch.

An Selbstsicherheit fehlt es ihm anscheinend nicht, dachte Eleanor amüsiert.

„Eine ausgesprochene Unverschämtheit“, sagte Lady Dorothy ärgerlich. „Mrs Anstey ist ebenfalls hier. Hoffentlich steht ihm die arme Frau nicht plötzlich Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ich denke, ich sollte sie warnen.“

Lady Dorothy vergaß nie, dass sie die Tochter eines Duke war und ihre Ehe mit Edwin Rushton, einem Bürgerlichen, keineswegs ihr Recht schmälerte, sich in das Leben anderer Leute einzumischen. Eleanor, die sie schon seinerzeit für eine schreckliche Wichtigtuerin gehalten hatte, stellte jetzt fest, dass sich die Dame im Laufe der Jahre nicht geändert hatte. Sie wartete geduldig, bis sich Lady Dorothy ihr zuwandte.

„Miss Southeran, wie nett, Sie in London zu sehen. Sind Sie zur Saison hergekommen?“

„Dafür bin ich ein bisschen zu alt, Lady Dorothy“, erwiderte Eleanor mit einem höflichen Lächeln. „Ich werde lediglich an den Hochzeitzeitsfeierlichkeiten meiner Cousine Bella teilnehmen und dann nach Hause zurückkehren.“

Lady Dorothys Tochter Maria, ein hübsches, blondes Mädchen mit einem Puppengesicht, rief: „Wie können Sie es ertragen, London zu Beginn der Saison wieder zu verlassen?“

„Miss Southeran tut nur ihre Pflicht“, erklärte ihre Mutter. „Sie ist ja auch keine Debütantin vor ihrer ersten Saison. Wenn ich mich recht erinnere, sind Sie im gleichen Jahr wie meine Charlotte in die Gesellschaft eingeführt worden“, sagte sie mit einem süßlichen Lächeln zu Eleanor. „Das muss vor sieben oder acht Jahren gewesen sein. Wie die Zeit vergeht! Hat Ihre Tante Ihnen erzählt, dass Charlotte inzwischen die Mutter von drei reizenden kleinen Töchtern ist?“

„Aber ja, und dass sie eine glückliche Ehe führt.“

„Ich hoffe, du folgst dem Beispiel deiner Schwester, Maria“, sagte Lady Dorothy zu ihrer jüngsten Tochter. „Miss Southeran hier hatte die gleichen Chancen wie Charlotte, ohne sie zu nutzen. Sogar dein Bruder Arthur hat sich eine Weile für sie interessiert. Ich wette, dass sie inzwischen ihre Dummheit bedauert und sich wünscht, dass sie ebenfalls Familie und Kinder hätte.“

„Wenn ich sicher gewesen wäre, Ihren Sohn glücklich zu machen, hätte ich seinen schmeichelhaften Antrag angenommen, Lady Dorothy“, erwiderte Eleanor ruhig. „Ich bin aber überzeugt, dass seine zweite Wahl besser war. Im Übrigen erinnern Sie sich vielleicht daran, dass ich London mitten in der Saison verlassen musste, weil mein Bruder starb. Seitdem bin ich nicht wieder hier gewesen.“

Lady Walcot, der die leichte Röte in den Wangen ihrer Nichte nicht entging, versicherte hastig: „Keine Tochter könnte liebevoller und pflichtbewusster sein als Eleanor. So herzlich ich sie auch gebeten habe, mir noch eine Weile Gesellschaft zu leisten, nachdem Bella mich verlassen hat, beharrt sie darauf, dass ihre Mutter sie braucht.“

„Jedem, der lange Jahre auf dem tiefsten Land wohnt, muss London schrecklich laut erscheinen. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, so weit von der zivilisierten Welt entfernt zu leben. Arthur und seine Frau wohnen natürlich bei mir – mitten in der Stadt. Wenn Sie mich jetzt entschuldigen wollen, ich muss mich auf die Suche nach Mrs Anstey machen. Genießen Sie den Rest Ihres Aufenthaltes hier, Miss Southeran. Komm, Maria.“ Mit ihrer Tochter im Schlepptau entfernte sie sich.

Eleanor stieß einen Seufzer aus. „Diese abscheuliche Frau hat Arthur bestimmt noch genauso unter ihrer Fuchtel wie damals. Seine arme Frau tut mir leid.“

Lady Walcot, die mit ihrer Nichte übereinstimmte, äußerte nichts dergleichen, sondern wechselte das Thema. „Möchtest du, dass ich einen Tanzpartner für dich suche, Eleanor?“

„Glaubst du, du könntest jemanden finden – trotz meines hohen Alters? Lady Dorothy würde das für höchst unwahrscheinlich halten.“

„Eleanor, es steht dir nicht zu, dich über ältere Damen lustig zu machen, besonders nicht über Lady Dorothy“, mahnte ihre Tante. „Übrigens bist du so hübsch wie eh und je, und es dürfte genug Herren geben, die mit dir tanzen wollen.“ Während sie den Raum durchquerten, fuhr sie fort. „Ich gebe zu, dass mir deine Zukunft Sorgen bereitet. Da du nicht in London bleiben willst, musst du in Somerset nach einem Ehemann Ausschau halten.“ In ihrer Stimme schwang ein so zweifelnder Ton mit, dass Eleanor zu lachen begann.

„Du hast recht, meine Chancen sehr niedrig einzuschätzen, Tante Hetty. Die jungen Männer in Somerset machen jüngeren Mädchen den Hof, sofern sie sich nicht auf die Jagd begeben oder auf Tontauben schießen. Ehrlich gestanden finde ich sie schrecklich langweilig. Keine Sorge, Mama und ich führen ein recht angenehmes Leben. Und du weißt, dass ich Stanyards schon immer geliebt habe.“

Lady Walcot blieb vor einem ruhigen Alkoven stehen. „Die einzige Sicherheit für eine Frau bedeutet eine passende Ehe“, erwiderte sie in bestimmtem Ton.

„Zum Beispiel mit einem Mann wie Arthur Rushton?“, fragte Eleanor.

„Warum nicht? Er ist reich, oder wird es eines Tages sein. Die junge Mrs Rushton verfügt über viel Geld und eine ganze Anzahl von Dienstboten. Und sie hat ihre Kinder. Leider erlaubt es der Zustand ihrer Nerven häufig nicht, dass sie ihre Vergünstigungen genießt.“

„Da siehst du es. Nein, Tante Hetty, ich bin mit meinem braven Landleben glücklicher als ich es an Clara Rushtons Stelle jemals sein könnte.“

„Glücklichsein ist nicht der wichtigste Zweck einer Ehe.“

„Ich denke, es ist der einzige.“

„Bitte sei einen Augenblick lang ernst. Wenn du dein Schicksal in meine Hände legtest, würde ich mit Sicherheit hier in London einen geeigneten Ehemann für dich finden.“

„Falls ich jemals den Wunsch nach einer Ehe verspüren sollte, verspreche ich, zu dir zu kommen. Jetzt möchte ich mir gern anschauen, wie sich die Londoner Gesellschaft amüsiert.“

Lady Walcot schüttelte nur den Kopf, und die beiden setzten ihren Weg fort. Eleanor, die erneut zum Kronleuchter hochblickte, wäre fast gegen ihre Tante gestoßen, die plötzlich angehalten hatte. Vor ihnen stand der Fremde mit dem harten Gesicht.

„Lady Walcot, wir haben uns im Haus meines Cousins am Berkeley Square kennengelernt“, erklärte er. „Mein Name ist Guthrie. Ich würde Ihre Begleiterin gern um einen Tanz bitten.“

„Vielen Dank, Sir, aber meine Nichte beabsichtigt nicht zu tanzen – zumindest nicht in diesem Augenblick“, erwiderte Lady Walcot frostig.

Da der Gentleman Eleanors Überraschung gewahrte, wich er nicht von der Stelle. „Ich bitte um Verzeihung, aber wie können Sie das wissen? Sie haben sie ja gar nicht gefragt.“

„Wenn Sie uns jetzt entschuldigen wollen.“ Lady Walcot fasste ihre Nichte am Arm und zog sie mit sich. Eleanor warf noch einen Blick über ihre Schulter, um zu sehen, wie er auf diese massive Abfuhr reagierte. Er blickte ihnen mit einem ironischen Lächeln nach, zuckte mit den Schultern und ging langsam zur Tür des Salons mit den Kartentischen.

„Tante Hetty, wer ist dieser Mr Guthrie?“, fragte Eleanor. „Ihr habt über ihn geredet, du und Lady Dorothy, nicht wahr? Was hat er verbrochen, um sich eure Ungnade zuzuziehen?“

Lady Walcot und ihre Nichte setzten sich an einen der kleinen Tische, die im Wintergarten aufgestellt worden waren. Lord Walcot war gegangen, um Erfrischungen zu holen.

„Ich kann dir nur versichern, dass der Mann keine passende Bekanntschaft für dich ist.“

„Ich bin doch kein Schuldmädchen mehr. Du musst mir schon einen besseren Grund liefern, warum ich nicht mit ihm tanzen durfte.“

„Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass er die Familie Anstey abscheulich behandelt hat.“

„Und wer ist die Familie Anstey?“

„Mrs Anstey und ihre jüngere Tochter Marianne sitzen dort drüben in einer Ecke. Die arme Frau bemüht sich, so wenig wie möglich aufzufallen.“

Eleanor entdeckte eine schwarz gekleidete Frau mit blassem Gesicht, die beinahe hinter den herunterhängenden Wedeln einer eingetopften Palme verschwand. Neben ihr saß ein sehr hübsches Mädchen in einem blassblauen Kleid. „Marianne Anstey sieht wie eine Märchenprinzessin aus“, bemerkte sie.

„Ja, sie ist bezaubernd“, pflichtete ihre Tante ihr bei. „Seit ihrer Rückkehr aus Amerika hat sie viel Aufmerksamkeit erregt und wird sicher eine gute Partie machen, obwohl sie arm wie Kirchenmaus ist.“

„Und was hat Mr Guthrie angestellt?“

„Darüber kann ich jetzt nicht sprechen … Da kommt dein Onkel. Du musst nur wissen, dass der Mann ein Schurke ist.“

„Wer ist ein Schurke?“, fragte Lord Walcot. „Nein, lass mich raten … zweifellos Jonas Guthrie. Warum kannst du ihn nicht in Ruhe lassen, Hetty? Guthrie hat ohnehin beschlossen, sich aufs Land zurückzuziehen. Das kann ich ihm auch gar nicht übel nehmen. Ihr habt dem armen Teufel mit euren Skandalgeschichten über die Ansteys das Leben sehr schwer gemacht.“

Eleanor ergriff die Gelegenheit, um zu fragen: „Dann sind diese Geschichten also nicht wahr, Onkel?“

„Ich weiß nicht genug von der Angelegenheit, um mir ein Urteil zu bilden. Möglich, dass Guthrie ein Schurke ist – er ist kein Schwächling und ganz gewiss kein Narr – doch bei meinen Geschäften mit ihm habe ich ihn nur als offen und ehrlich kennengelernt.“

„Willst du etwa andeuten, dass diese reizende Frau sich nicht an die Wahrheit hält, wenn sie Jonas Guthrie als Ursache ihres Unglücks bezeichnet?“

„Ich bin sicher, dass Mrs Anstey jedes Wort glaubt, das sie äußert. Ob sie allerdings etwas von Geschäften versteht, ist eine andere Sache. Doch das sind müßige Spekulationen. Komm, Eleanor, nachdem deine Tante ihre Pflicht, dir einen Partner zu suchen, vernachlässigt, werde ich mit dir tanzen.“

Da Lord Walcot als einer der besten Walzertänzer Londons bekannt war, stand Eleanor voller Eifer auf und begleitete ihn in den Ballsaal. Mr Guthrie, nach dem sie sich nervös umschaute, war nirgends zu erblicken. Anscheinend hatte er keine andere Partnerin gefunden, falls er das überhaupt versucht hatte.

Sie fuhren wieder nach Hause, ohne dass Mr Guthrie noch einmal erwähnt wurde. Nur hatte Lady Walcot Eleanors Neugier derart geweckt, dass sie mehr über ihn herausfinden wollte. Sie wartete, bis ihre Tante in ihrem Schlafzimmer war, um sie dann aufzusuchen. Nachdem sie sich kurz über den Abend unterhalten hatten, begann Eleanor: „Was Mr Guthrie betrifft, Tante …“

„Den solltest du vergessen. Er ist kein passendes Thema für ein Gespräch.“

„Da wir jetzt unter uns sind, kannst du mir endlich verraten, warum ich nicht mit ihm tanzen durfte, obwohl du eine Minute zuvor auf der Suche nach einem Partner für mich warst. Ich bin es nicht gewöhnt, wie ein Kind behandelt zu werden, Tante Hetty.“

„Meine liebe Eleanor, trotz deiner sechsundzwanzig Jahre bist du eine junge, unverheiratete Frau. Natürlich weiß ich, dass du schon als Mädchen die Verantwortung für Stanyards mehr oder weniger übernommen hast. Und jeder bewundert die Hingabe, mit der du deine Mutter umsorgst …“

„Zur Bewunderung besteht kein Anlass. Ich liebe meine Mutter.“

„Lass mich ausreden, Eleanor“, bat ihre Tante. „Ich habe schon geraume Zeit vor, mit dir zu reden, und dies scheint mir eine gute Gelegenheit zu sein.“ Sie dachte einen Augenblick nach und ergriff eine Hand ihrer Nichte. „Aufgrund der etwas ungewöhnlichen Umstände, unter denen du aufgewachsen bist, hast du dir eine Unabhängigkeit des Geistes erworben, die du kaum verbirgst. Leider schätzt weder ein eventueller Bewerber noch die Gesellschaft im Allgemeinen an einer jungen Frau diese Eigenschaft.“

„Vater hat mich selbstständiges Denken gelehrt, Tante Hetty.“

Lady Walcot seufzte. „Dein Vater lebte ständig mit dem Kopf in den Wolken. Ihm ist bestimmt nie in den Sinn gekommen, dass man ein junges Mädchen so etwas nicht lehren sollte. Er und deine Mutter hatten keine Ahnung, wie es in der wirklichen Welt zugeht.“

Eleanor entzog ihr ihre Hand. „Trotzdem waren wir sehr glücklich.“

„Warum haben deine Eltern die Verwaltung des Gutes nicht deinem Bruder übertragen, wenn dein Vater keine Lust dazu hatte? Warum ausgerechnet dir? Das ist doch keine Aufgabe für eine Frau.“

„Da mein Vater und mein Bruder tot sind, können sie darauf nicht antworten“, erwiderte Eleanor. „Ich liebte sie beide genau so, wie sie waren.“ Sie stand auf. „Außerdem wollte ich über Mr Guthrie und nicht über die Unzulänglichkeiten meiner Familie sprechen.“

Lady Walcot war sich im klaren, dass sie die Grenzen der erlaubten Kritik an ihrem Bruder überschritten hatte. „Ich wollte nur helfen“, sagte sie freundlich. „Du solltest über meine Worte nachzudenken, anstatt dir den Kopf über einen berüchtigten Schurken zu zerbrechen. Ich möchte dich verheiratet sehen, mit einer Familie und einer sicheren Zukunft, ohne dass du an ein herunter gewirtschaftetes Gut gekettet bist.“

„Was meinst du mit ‚herunter gewirtschaftet‘, Tante Hetty?“

Lady Walcot blickte ihre Nichte mitleidig an. „Es ist an der Zeit, den Tatsachen ins Auge zu blicken, Eleanor.“

„Mama und ich leben sehr angenehm in Stanyards. Ich brauche keinen Ehemann.“

„Dann gibt es für den Augenblick nichts mehr zu sagen. Ich hoffe nur, dass du die Dinge anders siehst, bevor es zu spät ist. Gute Nacht, Eleanor.“ Sie läutete nach ihrer Zofe.

Ihre Nichte kehrte nachdenklich in ihr Zimmer zurück. Wie konnte ihre Tante darauf hinweisen, dass Stanyards Zukunft nicht gesichert war. Das Gut war zwar nicht mehr so ertragreich wie zu Zeiten ihres Großvaters, aber immer noch ein ansehnlicher Besitz. Sie verbot sich jeden Gedanken an feuchte Wände und verfallende Scheunen. Das würde sich ändern, sobald das nötige Geld vorhanden war.

Den Vorwurf ihrer Tante, sie würde nicht verbergen, dass sie eine eigene Meinung hatte, empfand sie als unfair. Seit sie in London war, hatte sie versucht, sich anzupassen, obwohl das nicht immer leicht gewesen war. Bei unzähligen Besuchen hatte sie bescheiden dem Klatsch gelauscht, der in Lady Walcots Kreisen als Konversation galt. Auf vielen Veranstaltungen und Gesellschaften hatte sie lediglich konventionelle Bemerkungen geäußert und mit jungen Männern getanzt, die genau so hohlköpfig waren wie die in Somerset.

Ihre Gedanken kehrten zu Mr Guthrie zurück. Es war schmeichelhaft, dass er die unvermeidliche Abfuhr riskiert und sie um einen Tanz gebeten hatte. Seine Kühnheit hatte ihr imponiert. Andererseits hätte sich ihre Neugier vermutlich in Grenzen gehalten, wenn ihre Tante ihn nicht so strikt abgelehnt hätte.

Am nächsten Morgen stand Eleanor zu ihrer üblichen Zeit auf. Und da sie an ihren ländlichen Tagesablauf gewohnt war, war das früher als der Rest des Haushalts. Lady Walcot war es nicht gelungen, ihre Nichte davon zu überzeugen, dass es nicht den gesellschaftlichen Regeln entsprach, vor Mittag auf den Beinen zu sein. Daher hatte Eleanors duldsamer Onkel dafür gesorgt, dass ihr jeden Morgen ein Pferd sowie ein Reitknecht zur Verfügung standen. Lord Walcot, der sie manchmal begleitete, war an diesem Tag verhindert. Eleanor war daher, abgesehen von einem Reitknecht, allein unterwegs. Sie war froh darüber, weil sie noch gegen ihren rebellischen Geist ankämpfte, den ihre Tante in der vergangenen Nacht geweckt hatte.

Mr Guthrie würde sie wahrscheinlich nicht wiedersehen, und das war gut so. Eleanor nahm sich vor, ihn zu vergessen, und trieb ihr Pferd zu einem schnelleren Tempo an. Sie war daher ein wenig verwirrt, als Mr Guthrie plötzlich neben ihr ritt, den Hut lüftete und sie heiter begrüßte: „Guten Morgen, Miss Southeran. Wie ich sehe, sind Sie eine Frühaufsteherin.“

Eleanor stieg eine leichte Röte in die Wangen. „Ich bin nicht sicher, Sir, dass meine Tante es billigen würde …“ Sie verstummte, als sie den belustigten Ausdruck in seinen Augen gewahrte.

„Sie würde es nicht billigen, dass Sie einem absolut respektablen Bekannten einen guten Morgen wünschen? Es fällt mir schwer, das zu glauben. Ihre Tante ist dafür bekannt, dass sie die gesellschaftlichen Regeln strikt befolgt.“

Eleanor fühlte sich in die Verteidigung gedrängt. „Ich bezweifle sehr, dass meine Tante Sie als absolut respektabel bezeichnen würde, Mr Guthrie. Ich habe sie noch nie mit jemand so reden hören wie mit Ihnen. Dafür muss sie triftige Gründe gehabt haben. Guten Tag, Sir.“

„Dann sind Sie also eine Puppe ohne eigene Meinung. Ich hätte Sie höher eingeschätzt.“ Eleanor, die ärgerlich errötet war, ritt weiter. Mr Guthrie blieb an ihrer Seite. „Sie sollten in London nicht allein ausreiten, Miss Southeran. Es ist nicht sicher, besonders nicht für Puppen“, setzte er hinzu.

„Ich bin nicht allein, Mr Guthrie. Mein Reitknecht begleitet mich.“

„Ich stimme Ihnen zu, dass Sie nicht uns beide benötigen.“ Er drehte sich im Sattel um. „John, überbringen Sie Colonel Marjoribanks in der Kaserne eine Botschaft von mir. Ich sei aufgehalten worden und würde ihn später treffen. Warten Sie anschließend am Ende dieses Weges auf uns.“

Eleanor ärgerte sich, als sie feststellen musste, dass der Reitknecht sich tatsächlich entfernte. „Wie kann er das wagen? Er muss den Verstand verloren haben“, sagte sie zähneknirschend.

„Oh, nein, nichts dergleichen“, versicherte Mr Guthrie. „Da ich häufig mit Ihrem Onkel zusammen ausreite, kennt mich John und weiß, dass ich vertrauenswürdig bin, auch wenn andere Leute …“ Er sah sie wieder mit diesem seltsamen Ausdruck in den Augen an. „Aber lassen wir das, ich wollte mit Ihnen reden. Sind Sie wirklich eine hirnlose Puppe?“, fuhr er fort. „Sagen Sie mir, dass das nicht stimmt. Dass mein erster Eindruck von Ihnen korrekt war. Dass Sie eine junge Frau sind, die sich selbst eine Meinung bildet und einen Mann nicht nach Klatsch beurteilt.“

Eleanor versuchte noch einmal, sich nach den Wünschen ihrer Tante zu richten. „Mr Guthrie, ich muss Ihnen schwachsinnig erschienen sein, als ich vergangene Nacht den Kronleuchter bewunderte …“

„Nicht schwachsinnig, sondern ganz reizend. Der Ausdruck von Verwunderung in Ihrem Gesicht, die Art, wie sich das Licht in Ihren Augen widerspiegelte … Ich war verzaubert.“

Das kam so unerwartet, dass Eleanor ihn erstaunt ansah.

„Da ist er wieder, dieser gewisse Gesichtsausdruck“, sagte er.

Eleanor fiel es schwer, ihre Fassung zu bewahren. „B…bitte“, stotterte sie.

Er lachte. „Es tut mir leid. Ich wollte Sie nicht in Verwirrung stürzen. Was wollten Sie gerade sagen?“

„Ich denke doch, dass ich eine eigene Meinung habe, richte mich aber nach Menschen, deren Urteil ich vertraue. Warum sollte ich meiner Tante nicht glauben, wenn sie mir sagt, dass Sie keine passende Gesellschaft für mich sind? Schließlich habe ich Sie in der vergangenen Nacht erst kennengelernt.“

„Sie haben natürlich recht“, gab er zu. „Es scheint, dass ich dem amerikanischen Laster erlegen bin, die Dinge übereilen zu wollen. Sie brauchen Zeit, um mich kennenzulernen. Nun, das lässt sich arrangieren. Darf ich Sie bitten, Ihr Urteil über mich erst zu fällen, wenn Sie mich besser kennen?“

„Das dürfte schwierig werden. Meine Tante wird Ihnen niemals Zutritt zu ihrem Haus gestatten.“

„Die meisten anderen Leute auch nicht, da muss ich Ihnen beipflichten. Bis zu diesem Augenblick war mir das ver…dam…“

„Mr Guthrie!“

„Ein Dam, Miss Southeran, ist eine kleine indische Münze, die so gut wie keinen Wert hat.“

Eleanor war davon zwar nicht überzeugt, ließ es aber durchgehen, da ihr Interesse anderweitig geweckt worden war. „Waren Sie schon in Indien?“, fragte sie eifrig. „Sie glücklicher Mensch! Geschichten über Indien und andere asiatische Länder finde ich faszinierend.“

Er lächelte. „Lassen Sie sich nicht zu sehr von der Romantik des Fernen Ostens beeindrucken, Miss Southeran. Natürlich gibt es eine Unzahl von Mythen und Legenden, und früher konnten die Leute dort ein Vermögen machen, oder vielmehr es sich erarbeiten. Doch schon aufgrund des Klimas ist das Leben dort hart. Wenn Sie gern mehr über das Land erfahren wollen, dann begleiten Sie mich heute Nachmittag auf einer Ausfahrt im Park. Falls Sie keine Angst haben“, setzte er hinzu.

„Angst?“

„Natürlich nicht vor mir. Von mir haben Sie nichts zu befürchten. Ich meine vor dem, was die Klatschtanten Londons sagen könnten. Eine Lady, die mit mir zusammen gesehen wird, ist in ihren Augen automatisch dem Untergang geweiht. Ich verstehe“, sagte er, als Eleanor zögerte. „Auch Sie verdammen mich, ohne mich anzuhören.“

Eleanor hörte auf, gegen ihr Gewissen anzukämpfen. „Was für einen Wagen fahren Sie, Mr Guthrie?“, fragte sie. „Besitzen Sie vielleicht einen sportlichen Phaeton?“

Mr Guthrie lächelte. „Eine Frau mit Temperament! Ich wusste es doch. Natürlich kann ich mir einen Phaeton beschaffen. Doch was wird Ihre Tante dazu sagen?“

„Meine Tante würde mich bestimmt lieber in einem Schinderkarren als in einem Phaeton zusammen mit Ihnen sehen, Mr Guthrie. Aber Sie haben recht. Ich bin weder eine Puppe noch ein Kind. Um wie viel Uhr pflegen Sie im Park auszufahren?“

„Gewöhnlich gegen fünf Uhr.“

„Wenn ich um diese Zeit zufällig dort spazieren gehe, würden Sir mir dann anbieten, mich mitzunehmen?“

„Mit dem größten Vergnügen. Also um fünf Uhr?“

Eleanor holte tief Luft. „Um fünf Uhr“, bestätigte sie.

Sie hatten das Ende des Weges erreicht, wo John auf sie wartete. Mr Guthrie lüftete erneut seinen Hut, nickte dem Reitknecht zu und ritt in Richtung Knightsbridge weiter. Eleanor, die sich insgeheim überlegte, ob sie wohl noch bei Sinnen war, kehrte in die South Audley Street zurück.

2. KAPITEL

Am Nachmittag wusste Eleanor mit Gewissheit, dass sie verrückt war. Im Hyde Park hatte sich der ganze ton eingefunden, sei es zu Fuß, zu Pferde oder im Wagen. Sie konnte sich des Gefühles nicht erwehren, dass sie die halbe Stadt herausforderte. Wenn sie Mr Guthrie nicht ihr Wort gegeben hätte, wäre sie sofort zum Haus ihrer Tante zurückgekehrt.

Doch als der Gentleman neben ihr anhielt, akzeptierte sie seine Einladung. „Nur eine halbe Stunde, Tante Hetty“, erstickte sie den Protest Lady Walcots, bevor sie in den Phaeton stieg. Ungeachtet der Blicke, die sie trafen, trug sie eine heiter gelassene Miene zur Schau, die ihr wild klopfendes Herz Lügen strafte.

„Darf ich Ihnen zu Ihrem Mut gratulieren?“

„Ich bin nicht sicher, ob eine Gratulation angebracht ist. Schließlich riskiere ich, geschnitten zu werden. Doch da ich ohnehin nur noch kurze Zeit in London bleibe, kann mir das gleichgültig sein. Warum mögen die Leute Sie eigentlich nicht?“

„Sie halten mich fälschlicherweise für unehrlich und unehrenhaft. Doch die Dinge sind nicht immer so, wie sie zu sein scheinen, Miss Southeran.“

„Sie weichen mir aus“, stellte sie fest.

„Es gibt Gründe, warum ich nicht offen über meine Angelegenheiten sprechen kann, und mit Halbwahrheiten möchte ich Sie nicht abspeisen. Ich hoffte, dass Sie mich, wenn wir uns besser kennen, freundlicher beurteilen, als das die übrige Gesellschaft tut. Und jetzt erfahre ich, dass Sie London demnächst verlassen.“

„Ich fahre nächste Woche wieder nach Hause.“

„Zu Beginn der Saison? Tut Ihnen das nicht leid?“

„Nicht im Mindesten. Ich liebe mein Heim und kann es kaum erwarten, dorthin zurückzukehren.“

„Erzählen Sie mir davon.“

Eleanor brauchte nie viel Ermutigung, um über Stanyards zu sprechen. Die halbe Stunde verging für beide viel zu schnell. Nicht ohne Bedauern bemerkte Eleanor, dass sie den Park verließen und in Richtung South Audley Street fuhren.

„Werde ich Sie heute Abend irgendwo sehen?“, erkundigte sich Mr Guthrie, als sie Walcot House erreichten.

„Ich denke nicht. Meine Verwandten nehmen mich zu einem Ball beim französischen Botschafter mit.“ Eleanor machte eine Pause, doch dann gewann ihre Neugier die Oberhand. „Wie kommt es, dass Sie gestern in Carlton House waren? Ich dachte, alle Türen Londons wären Ihnen verschlossen?“

„Nicht alle, Miss Southeran. Es gibt einige furchtlose Menschen, die Lady Dorothy und ihre schrecklichen Freundinnen ignorieren. Der Prinzregent ist einer von ihnen – und wer weiß, vielleicht auch der französische Botschafter? Falls nicht, treffen wir uns dann morgen früh?“

„Ich bin mir nicht sicher. Zuerst muss ich mit meiner Tante Frieden schließen.“

„Ihre heutige Geste zugunsten eines Verfemten hat Sie viel Mut gekostet. Lassen Sie sie nicht vergeblich sein.“

Eleanor lächelte. „Nun gut, ich will sehen, was ich tun kann.“

Eleanor betrat mit einem gewissen Trotz das Haus. Mr Guthrie hatte sich als äußerst interessanter Begleiter erwiesen, und sie glaubte immer weniger, dass er wirklich ein Schurke war. Dass ihn Leute, die großen Wert auf geschliffene Manieren und höfliche Nichtigkeiten legten, nicht mochten, war klar. Um so mehr überraschte es sie, dass er Einlass in den Kreis um den Prinzregenten gefunden hatte. Sie selbst störte sich nicht an Mr Guthries offener Art – im Gegenteil, seine Direktheit gefiel ihr. Eleanor wollte ihn wiedersehen und beschloss, alles zu tun, um ihrer Tante die Einwilligung dazu abzuschmeicheln.

Lady Walcot erwartete sie in ihrem Salon. „Ich bin sehr erleichtert, dass du unversehrt wieder da bist“, sagte sie, als Eleanor eintrat.

„Tante Hetty, ich war nicht in Gefahr.“

„In einem Phaeton und in einem solchen Tempo! Das allein zeigt schon, wie wenig diesem Mann das Feingefühl einer Frau bedeutet.“

„So war es nicht, Tante Hetty. Ich habe Mr Guthrie um eine Fahrt im Phaeton gebeten. Und wir sind langsam gefahren.“ Eleanor setzte sich neben ihre Tante. „Mr Guthrie ist bestimmt kein Schurke. Er mag vielleicht nicht so vornehm sein wie einige deiner Bekannten, hat sich aber wie ein perfekter Gentleman benommen.“

„Tatsächlich?“ Lady Walcots Ärger war keineswegs verraucht. „Heute Nachmittag hast du der Welt ein schönes Schauspiel geboten, Eleanor. Ich weiß wirklich nicht, was Lady Dorothy dazu sagen wird.“

„Lady Dorothys Meinung kümmert mich wenig.“

„Sie hat Einfluss in London.“

„Nicht, was mich betrifft.“

„Natürlich mache ich mir jetzt Vorwürfe“, sagte Lady Walcot, ohne den Einwand ihrer Nichte zu beachten. „Da ich deine Halsstarrigkeit kenne, hätte ich dich besser über ihn informieren müssen. Wahrscheinlich hat er dir einen Haufen Lügen erzählt.“

„Wir haben nicht über Mrs Anstey gesprochen, wenn du das meinst.“

„Kein Wunder, sie wäre wohl die letzte Person, die er erwähnen würde. Nun, Eleanor, du zwingst mich dazu, dich über Mr Guthrie aufzuklären.“ Lady Walcot machte eine Pause, bevor sie begann: „Mrs Anstey ist Engländerin und Witwe. Sie heiratete einen Mann aus Boston, mit dem sie lange Zeit in Amerika lebte. Da die Familie vermögend war, glaubte sie, eine gesicherte Existenz zu haben. Doch vor einigen Jahren ging ihr Ehemann eine Geschäftspartnerschaft mit diesem Mann ein. Guthrie hat ihn ruiniert.“

„In welcher Weise?“

„Wie soll ich wissen, welche Tricks er benutzte“, erwiderte Lady Walcot ungeduldig. „Von Handelsgeschäften verstehe ich nichts. Jedenfalls hat er sie ruiniert, sodass Mrs Anstey und ihre Tochter keinen Penny besitzen. Jetzt kennst du die Wahrheit über deinen hochgeschätzten Mr Guthrie.“

„Woher weißt du das, Tante Hetty?“

„Das weiß jeder.“

„Klatsch, Gerüchte, Skandale! Es wundert mich, dass du diesen Dingen Glauben schenkst.“

„Lady Dorothy hat mir als erste die Geschichte erzählt, die sie von Mrs Anstey selbst kannte. Es gibt da noch etwas, worüber ich nicht sprechen darf, Eleanor. Und wenn das stimmt … dann ist der Mann tatsächlich ein ehrloser Schurke.“

„Mr Guthrie sagt, dass die Leute sich irren, die ihn für unehrenhaft halten.“

„Und du glaubst ihm das?“

„Warum nicht? Hast du einen Beweis für das Gegenteil?“

„Eleanor, die Tatsachen sind Beweis genug. Henry Anstey hat sich erschossen, als er bankrott war. Sein Geschäftspartner ist ein reicher Mann. Übrigens hat er nie etwas von dem bestritten, was über ihn geredet wird.“

„Das ist wohl kaum ein Beweis für seine Schuld. Ich gebe zu, dass es verführerisch ist, in Mr Guthrie den Schurken in diesem Melodrama zu sehen – er hat das Aussehen und Auftreten eines solchen. Im Gegensatz zu ihm wirkt die liebreizende Marianne Anstey wie die leibhaftige Unschuld. Nur dass Äußerlichkeiten häufig täuschen.“

„Es ist sinnlos, mit dir zu streiten. Du folgst stets deinem eigenen Kopf und ignorierst das Urteil von Menschen, die älter und erfahrener sind als du selbst. Im Augenblick bist du leider im Begriff, dich einem berüchtigten Schurken an den Hals zu werfen.“

Eleanor richtete sich voller Würde auf. „Tante Hetty, ich werfe mich niemand an den Hals, am wenigsten einem berüchtigten Schurken, wer immer das sein mag. Aber solange du mir keinen besseren Beweis für Mr Guthries Schuld lieferst, nehme ich mir die Freiheit, mit dem einzigen Mann in London zu reden, an dessen Gesellschaft mir etwas liegt – abgesehen von meinem Onkel. Ach ja, auch mein Onkel ist von Mr Guthries Schurkerei keineswegs überzeugt. Ich traue seinem Urteil eher als dem von Lady Dorothy.“

Lady Walcot stand auf und ging zur Tür, wo sie noch einmal stehen blieb. „Du willst Beweise haben, Eleanor. Nun, ich werde sehen, was ich tun kann.“ Nach diesen Worten rauschte sie aus dem Salon.

Eleanor blieb ziemlich verwirrt allein zurück. Möglicherweise hatte sich Mr Guthrie Lady Dorothys Feindschaft zugezogen, indem er sie nicht mit der Ehrerbietung behandelt hatte, die ihr ihrer Meinung nach ihrem Rang entsprechend zustand. Bei Lady Walcot war das etwas anderes. Da Eleanor die Schwester ihres Vaters sehr liebte, vermochte sie deren Meinung nicht so ohne Weiteres abzutun.

„Gütiger Himmel, Eleanor, mach’ kein so ...

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