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Der Freitagsmörder

Pete Hackett

Der Freitagsmörder

FBI Special Agent Owen Burke #2





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Der Freitagsmörder

F.B.I. Special Agent Owen Burke

 

Action Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author (Peter Haberl)

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

»Der Freitagsmörder hat wieder zugeschlagen«, sagte der Assistant Director und schaute von Special Agent Owen Burke auf dessen Partner Ron Harris. Schließlich kehrte sein Blick zu Burke zurück. »Am 13. Januar – einem Freitag – starb James Murphy. Am Freitag, dem 13. April Carter Hastings, und nun, am vergangenen Freitag, wurde Rodney Billinger ermordet.«

Die beiden Special Agents saßen dem Chef des FBI New York gegenüber. Zwischen ihnen befand sich der riesige Schreibtisch des Assistant Directors. Es war Montag, der 16. Juli.

»Warum immer an einem Freitag, und immer nur, wenn der Freitag auf einen 13. fällt?«, murmelte Ron Harris, ein dreiunddreißigjähriger, eins fünfundachtzig großer Mann mit brünetten Haaren, die leicht gewellt und streng nach hinten gekämmt waren. Bekleidet war Harris mit einer Kombination aus dunkelgrauer Hose und dunkelblauem Jackett, dazu trug er ein hellblaues Hemd und eine taubenblaue Krawatte.

»Die Antwort darauf kennt nur der Mörder«, gab Owen Burke zu verstehen.

»So ist es«, stimmte der AD zu. »Ihn zu fangen ist Ihre Aufgabe. Das Police Department hat den Fall an das FBI abgegeben. Fakt ist, dass es sich bei den Getöteten um drei der vier Gesellschafter der M.H.B.M.-Ltd. handelt. Das ist ein Softwareentwickler, der in Queens seinen Sitz hat. M steht für Murphy, H für Hastings, B für Billinger und M für McAllister.«

»Ich denke, wir müssen uns mal mit McAllister unterhalten«, knurrte Owen Burke. »Wann fällt eigentlich der nächste Freitag auf einen 13.?«

»Am 13. April des kommenden Jahres«, erklärte der AD, der sich diese Frage offensichtlich auch schon gestellt hatte.

»Das heißt, dass McAllister gegebenenfalls noch ein Dreivierteljahr zu leben hat«, konstatierte Ron Harris.

»Für den Fall, dass jemand die M.H.B.M.-Ltd. auslöschen möchte - ja«, stimmte Owen Burke zu.

»Nehmen Sie mit dem Police Department Verbindung auf, Gentlemen«, sagte der AD. »Die Kollegen haben die Spuren gesichert und möglicherweise liegen schon die ersten Ergebnisse vor. – Hier, die Akte, die mir vom Department überlassen wurde.«

Er nahm einen roten Schnellhefter vom Schreibtisch und reichte ihn Owen Burke.

Damit waren die beiden Agents entlassen.

Im Vorzimmer des Direktors roch es nach frischem Kaffee. Amalie Shepard saß vor ihrem Computer und tippte verbissen irgendeinen Schriftsatz. Eine Strähne ihrer grauen Haare hing ihr in die Stirn. Ihr Gesicht war knochig, ihre Lippen waren schmal und verrieten Strenge, ihre Nase war lang und gebogen. Amalie war alles andere als eine schöne Frau, man konnte sie nicht einmal als hübsch bezeichnen. Ihr Gesicht erinnerte Owen Burke immer an das eines jungen Geiers.

Harris versetzte seinem Kollegen einen leichten Stoß gegen die Rippen, grinste spitzbübisch und sagte: »Amalie hat frischen Kaffee. Ein Tässchen von ihrem edlen Gebräu würde uns schätzungsweise gut tun. Wie sieht es aus, Amalie? Treten Sie uns eine Tasse …«

»Wenn ihr Kaffee wollt, dann kocht euch gefälligst selber einen oder holt ihn euch aus dem Automaten!«

Ron Harris schnitt eine Grimasse. »Sie sind ja wieder ungemein entgegenkommend heute, Amalie. Vielen Dank. Wir wissen Ihre Freundlichkeit zu schätzen.«

Amalie drehte den Kopf, ihre blaugrauen Augen funkelten kriegerisch, sie schoss Ron Harris einen vernichtenden Blick zu. »Raus!«, stieß sie hervor. »Sie stören mich bei der Arbeit.«

»Vorwärts, Ron!«, knurrte Owen Burke. »Ich glaube, sie beißt gleich.«

Die beiden Agents drängten im gespielten Entsetzen zur Tür hinaus.

»Es kommt vielleicht daher, weil sie keinen Mann abgekriegt hat«, mutmaßte Ron Harris auf dem Flur.

»Du kannst dich ja mal zur Verfügung stellen«, meinte Burke grinsend. »Vielleicht hebt das ihre Stimmung und sie kocht dir dann auch Kaffee.«

»Ha, ha.«

Zurück in ihrem Büro rief Owen Burke bei der SRD an. Er erklärte sein Anliegen, der Mann am anderen Ende der Leitung bat um einen Augenblick Geduld. Sekundenlang war es still, dann meldete er sich wieder. »Wir haben einige Beweismittel sichergestellt, die genetisch ausgewertet werden können, und natürlich einige Fingerabdrücke. Auch dem Ermordeten haben wir die Fingerabdrücke abgenommen. Seine DNA wird ebenfalls analysiert.«

»Billinger wurde in seiner Wohnung erschossen«, sagte Burke. »Was ist mit dem Geschoss? Hat man es gefunden und ballistisch ausgewertet?«

»Man hat es sicherstellen können. Aber es liegt noch kein Ergebnis vor. Es wurde weder ein Abgleich bei den Fingerabdrücken vorgenommen, noch sind die DNA ausgewertet. Sie werden unterrichtet, sobald wir irgendwelche Erkenntnisse haben.«

»Danke.« Burke legte auf. »Sehen wir uns mal die Akte an«, schlug er an Harris gewandt vor. »Vielleicht bietet sie irgendwelche Anhaltspunkte.«

 

*

 

Die Wohnung Rodney Billingers befand sich in der 36th Street zwischen der Sixt und der Seventh Avenue, ganz in der Nähe des Broadway. Es handelte sich um ein Hochhaus, in dessen Halle ein Doorman residierte, der die Dienstausweise der beiden Agents eingehend studierte und sie dann in die 9. Etage schickte. Er nannte ihnen auch die Nummer des Apartments, in dem Billinger ermordet worden war.

Eine Frau von etwa dreißig Jahren öffnete die Tür, nachdem Ron Harris geklingelt und sich per Gegensprechanlage vorgestellt hatte. Sie war ausgesprochen hübsch, ihre langen Haare waren blond, die Kleidung, die sie trug, war schwarz. Den Agents entgingen nicht die geröteten Augen der Lady und beiden war klar, dass sie viel geweint hatte.

Special Agent Owen Burke stellte sich und seinen Partner vor und zeigte der Frau seine Dienstmarke, dann sagte er: »Das Police Department hat den Fall an das FBI abgegeben. Wir haben uns das zur Verfügung stehende Aktenmaterial angesehen, und nun möchten wir mit Ihnen über Ihren Mann sprechen. Sind Sie dazu in der Lage? Wir werden Sie nicht über Gebühr in Anspruch nehmen. Das versichere ich Ihnen.«

»Bitte«, murmelte Mrs. Cora Billinger und vollführte eine einladende Handbewegung.

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