Logo weiterlesen.de
Der Escortservice, Teil 2

Erotik vom Feinsten

 

Die Meinungsverschiedenheiten mit dem Chefredakteur darüber, worüber ich schreiben darf und kann oder nicht, hatten ein Stadium erreicht, bei dem der Deckel der Schachtel, in der er mich offenbar eingeordnet hat, einfach wegflog.

 

Also mit meiner Ausbildung als Journalistin und meinem Diplom als Dolmetscherin in Englisch und Französisch, meiner griechischen Muttersprache und meinen bisherigen Erfahrungen musste doch etwas zu machen sein!

Ich kenne genug Kollegen, die sich als selbständige Journalisten durch die Weltgeschichte bewegen und aufregende Artikel und Photomaterial an verschiedene Medien verkaufen. Freund Felix zum Beispiel hatte sogar seine eigene Privatmaschine mit der er in Afrika unterwegs ist und aufregende Bilder und Artikel verfasste.

Nur hatte ich keine Privatmaschine, auch keinen eigenen Kameramann und schon gar keine Fotoausrüstung, die dafür geeignet wäre. Der Tee war inzwischen auch kalt geworden.

Meine erste Aktion am nächsten Morgen war, mir einen Presseausweis für selbstständige Journalisten zu besorgen. Dann rief ich eine Zeitung nach der anderen an, um das Terrain zu erkunden. Sie waren alle nur an fertigen Reportagen interessiert, aufgearbeitet und zur sofortigen Verwendung geeignet, möglichst so fünf bis zehn fertige Manuskripte, um sich eine Thema aussuchen zu können. Der Grund lag natürlich auch daran, dass mich das als Journalistin ausweisen sollte. Studium alleine genügte da gar nicht. Und meine Tätigkeit bei meinem bisherigen Magazin war keine wirkliche Empfehlung. Da konnte ich nur vom Regen in die Traufe kommen. Eine Zeitung bot mir die Horoskop-Seite an, eine andere die Tierecke.

Das war nun einmal schon eine erste Hürde. Es mussten also einige aufregende Reportagen her, eine Mustermappe sozusagen.

Wie bereits in Band I meiner Aufzeichnungen beschrieben, traf ich in dieser Situation Lisa, eine langjährige Freundin, die dabei war, ein erotisches Magazin herauszugeben, in dem sie Geschichten aus ihrem gut florierenden, exklusiven Escortservice mit Klientel aus der gehobenen Gesellschaftsklasse, veröffentlichen wollte und so schlossen wir uns zusammen.

Der Escortservice und auch das Magazin liefen gut. Die Auflage des Magazins stieg ständig. Lisa achtete in allem was sie tat, sehr auf Seriosität, überprüfte die Kunden des Escortservices im Vorfeld, kümmerte sich um die Bedürfnisse ihrer Damen und beschützte sie auch.

Ich schrieb die Geschichten nieder, die mir die Frauen erzählten. Sie handelten immer wieder von vereinbarten Treffen mit exklusiv ausgewählten Klienten.

 

 

***********************

 

 

Er kam eines Tages ins Office und stellte sich als Mark Felder vor, seines Zeichens Hauptaktionär eines großen Konzerns in Argentinien, wohin er vor 20 Jahren ausgewandert war und sich dort ein Imperium geschaffen hatte

Er wollte eine unserer Damen für die Dauer von vierzehn Tagen als Begleitung engagieren um sie als seine Ehefrau auszugeben. Eine der Bedingungen war, dass sie spanisch sprach.

Sie sollte in die gemietete Villa vorübergehend einziehen und dort während der Dauer von vierzehn Tage die Dame des Hauses spielen. Als Begründung gab er an, dass seine argentinische Frau sehr menschenscheu war, ja sogar an einer Art Agoraphobie leide und sich nicht unter Menschen traue, bzw. das Haus niemals verließ. Er bräuchte jedoch aus geschäftlichen Gründen eine Ehefrau, die er als solche präsentieren konnte.

 

Lisa hörte interessiert zu und heuchelte großes Interesse. Normalerweise erzählten die Kunden nicht ihren ganzen Lebenslauf, wenn sie eine Begleiterin wollten, doch diesem war es offenbar ein Bedürfnis. Sie befragte ihren Computer und fand Margarita. Sie kam eigentlich aus Peru, hatte Germanistik an der hiesigen Universität inskribiert, es jedoch dann vorgezogen, als Escortbegleiterin zu arbeiten. Vorläufig zumindest.

Sie druckte das Bild von ihr aus und der Kunde fand sie sehr ansprechend. Lisa entschuldigte sich kurz von dem Kunden und ging ins Nebenzimmer, um bei Margarita telefonisch anzufragen und ihr die Bedingungen zu erklären. Nach kurzem Zögern war diese einverstanden. Zwei Wochen waren ja keine Ewigkeit und sie lebte alleine, also nahm sie an.

 

 

Im Gegensatz zu den meisten Geschichten war jene von Margarita eher ein unglaubliches Erlebnis. Es war leider der Anlass, dass sie uns danach verließ.

 

 

Die Nymphomanin

Lisa vereinbart mit Mark Felder, dass er Margarita am Montagmorgen von zu Hause abholen wird, da sie ja sicher einen Koffer mit persönlichen Dingen mitnehmen wird wollen.

 

Als Margarita in aller Ruhe auf dem kleinen Balkon ihres Appartements das letzte Frühstück vor ihrem Einsatz einnahm und träumerisch die kleine ruhige Gasse hinunterblickte fuhr ein silberfarbenes Cabrio vor. Der Fahrer blickte suchend die Häuser nach der Hausnummer entlang und parkte sich dann exakt unter ihrem Balkon ein. Er blickte auf die Uhr, es waren noch einige Minuten Zeit, er lehnte sich zurück und nahm eine Zigarette. Das gab Margarita Zeit, ihn zu betrachten.

Er war ein gut aussehender, elegant wirkender Mann, wahrscheinlich Ende Vierzig. Er hatte dichtes dunkles Haar, das an den Schläfen stark angegraut waren. So auf den ersten Blick schien er ein kultivierter, angenehmer Mann zu sein.

Sie räumte in aller Ruhe das Frühstücksgeschirr weg, schloß die Balkontüre und

machte noch einmal einen Rundgang durch die Wohnung, die sie Dank ihres derzeitigen Einkommens sehr ansprechend und gemütlich eingerichtet hatte. Sie verdiente sehr gut durch ihre Tätigkeit beim Escortservice, doch legte sie das Meiste auf die Seite, sie wollte irgendwann wieder nach Peru zurück und sich dort dann eine seriöse Existenz aufbauen.

 

Der Koffer, wo sie einige wichtige Dinge sowie Kleidung und ein Buch bereits eingepackt hatte, stand griffbereit bei der Türe.

Gerade als sie noch einen prüfenden Blick in den Spiegel in der Diele warf, läutete es. Es war die Klingel von der Sprechanlage.

 

„Ich komme!“, rief sie gut gelaunt. Sie nahm ihren Koffer, versperrte die Wohnung und fuhr mit dem Lift nach unten. Er begrüßte sie mit einem dezenten Lächeln, nahm ihr den Koffer aus der Hand und legte ihn auf den Rücksitz.

 

„Ich darf mich vorstellen, mein Name ist Mark Felder! Für Sie natürlich Mark“, seine Stimme war angenehm und tief. Konnte man eine kleine Unsicherheit heraus hören? Sie schaute ihn prüfend von der Seite an.

 

„Mein Name ist Margarita und ich freue mich schon auf unser Zusammensein“, dabei lächelte sie ihn gewinnend an.

Das war ein Satz, der ihnen von Lisa eingebläut war, den sie zu jedem Kunden sagen sollten.

 

„Ich hoffe, es wird für uns beide eine schöne Zeit“, lächelte er zurück.

Sie merkte während der Fahrt, dass er offenbar einen anderen Weg einschlug, als sie annahm. Sie hatte von Lisa ja die Adresse bekommen und die lag in der entgegengesetzten Richtung.

Es war, als würde er ihre Gedanken erraten.

„Wir fahren zuvor noch in ein Modehaus, ich bin mit der Besitzerin befreundet, denn ich denke nicht, dass Sie die für meine Pläne erforderliche Garderobe in ihrem Koffer haben!“

Sie horchte in sich hinein. Irgendwie klang das schon ein wenig herblassend und geringschätzig, aber er war der Kunde und daher König!

Sie hatte natürlich einige sehr schöne, exklusive Stücke eingepackt, die er noch gar nicht gesehen hatte und sich daher gar keine Meinung darüber bilden konnte.

 

Der Einkauf war ein Erlebnis, ein Rausch der Sinne und des Luxus. Sie nahmen die Sachen nicht gleich mit, sie werden, nach erfolgten kleinen Änderungen, geliefert.

 

Sie nahmen nur eine Tragtasche mit einigen seidenen Burnussen und Dessous gleich mit, denn sie konnte ja schließlich nicht nackt im Haus herum laufen, wie er meinte.

Seine bevorzugten Farben waren offenbar eine Melange zwischen golden grün und blau, blumig, die Stoffe weich fließend und sehr teuer.

 

Das Haus lag in einem vornehmen Teil der Stadt, umgeben von einem großen Garten. Er lenkte den Wagen durch das sich selbständig öffnende Tor und hielt vor einer weißen Villa, die recht ansehnlich war.

 

Gleich in der Halle, die von einer breiten nach oben führenden Treppe beherrscht wurde, erwartete sie eine Frau.

Sie war eine dunkle Schönheit mit olivfarbener Haut, die durch ein fließendes weißes, langes Kleid noch zusätzlich betont wurde. Ihre schwere schwarze Haarpracht war rückwärts zu einem Knoten zusammen gerafft und ihre Füße steckten in flachen ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Der Escortservice, Teil 2" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen