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Der 30jährige 1.0

Der Dreißigjährige, der aus dem Fenster fiel und starb

 

 

Ein Lisa Becker Kurzkrimi

 

 

von Falko Rademacher

 

© 2014 by Falko Rademacher, 13597 Berlin

 

Personen und Handlung des Romans sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

 

 

Bisher erschienen von Falko Rademacher

 

 

Ein Wesley Tucker Thriller

 

Die Pergamon-Affäre (amazon publishing, 2015)

 

 

 

Ein Philip Eckstein Thriller

 

Ein Koffer voll Blut

Der Ami im Leichensack

 

 

 

Ein Lisa Becker Krimi

 

Halbe Leichen

Schöne Leichen

Der Vampir von Berlin

Schizo

 

 

 

Ein Lisa Becker Kurzkrimi

 

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Der Ruf der Katze

Russisch Roulette

 

 

Das Fenster zum Tod

 

14.30 Uhr an einem Dienstag war nicht die ideale Zeit, um tot auf der Straße rumzuliegen. Aber das kümmerte Durmus Durmus natürlich mal wieder einen Dreck. Typisch für ihn, würden alle über ihn sagen. Asozial und penetrant bis zuletzt.

Abgesehen davon, dass er abgeritten war zu seinen Ahnen, hätte er die Situation wahrscheinlich sehr genossen, denn schließlich befand er sich im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nicht einmal mit seinem weißen Mercedes-Cabrio, dass er noch vier weitere Jahre hätte abstottern müssen, hätte er so viele Augen in seine Richtung lenken können, selbst wenn er damit die ganze Samstagnacht den Ku’damm rauf und runter gefahren wäre – was er sehr, sehr oft getan hatte.

Durmus Durmus lag mit dem Kopf auf der Kante des großen Blumenbeets, das sich vor dem Haus befand, in dem er wohnte. Der Rest seines Körpers war – etwas abgewinkelt wegen des gebrochenen Genicks – über den Gehweg verteilt. Das Ganze war inzwischen freilich von einer Plane bedeckt, herbeigeschafft von den fleißigen Leuten der Kriminalpolizei. Es gab zwar keinen Anfangsverdacht auf ein Verbrechen, aber bei einem gewaltsamen Tod musste ermittelt werden, um Fremdverschulden auszuschließen; so war das Gesetz.

Das Haus lag in der Breiten Straße in der Altstadt Spandau. Das war eine Fußgängerzone, wofür die Beamten der Bereitschaftspolizei sehr dankbar waren, denn es gab keinen Verkehr umzuleiten. Eine Absperrung drum rum, zwei Wachen, und schon war der Drops gelutscht. Gleich neben dem toten Türken gab es eine SB-Bäckerei, wo sich die Mannschaft fröhlich mit Mini-Donuts und Mettbrötchen versorgte, und auf der anderen Seite, im Erdgeschoss des Hauses, ein italienisches Restaurant der gehobenen Klasse. Acht Tische standen draußen, und alle waren voll besetzt.

Ich lad‘ Liz nachher zu ’ner Pizza ein, nahm sich Hauptkommissar Fabian Zonk vor, während er die Arbeit der Spurensicherung beobachtete und auf seine Kollegin wartete. Er war als erster am „Tatort“ (falls es einer war), denn er wohnte keine dreihundert Meter weiter in der Altstadt. Hey, da kommt sie ja. Gott, sie sieht wieder dermaßen hammermäßig aus...

Hauptkommissarin Lisa Becker hatte ihren Polo auf dem Parkplatz am Lindenufer geparkt. Das tat sie fast immer so, denn sie besuchte Fabian mindestens einmal die Woche, und umgekehrt war es genau so oft. Sie staunte manchmal selbst darüber, dass sich aus dem anfänglich nur aus sarkastischen Sprüchen bestehenden Flirt mit ihrem Kollegen inzwischen eine langfristige Beziehung zu entwickeln schien. Und so strahlte sie ihn schon von weitem an – was der „Gesamtsituation“ wahrscheinlich „nicht gerecht“ wurde.

Oh, es ist direkt neben der geilen Pizzeria, freute sich Lisa. Hoffentlich lässt Zonk mal was springen, er ist schließlich dran. Gott, er sieht wieder dermaßen hammermäßig aus...

Während nur wenige die hammermäßige Beschaffenheit der Zonkschen Erscheinung in Frage gestellt hätten – groß, schlank und unwiderstehlich sexy in Jeans und Lederjacke -, war die Sachlage bei Frau Becker immer noch eine andere. Lisa konnte ihre 95 Kilo nicht verbergen und hatte es auch längst aufgegeben. Stattdessen kleidete sie sich so salopp wie möglich, ohne dass es nach Zwei-Mann-Zelt aussah, ließ ihre breiten Hüften, wo sie waren, und zeigte jetzt, wo der Frühling eingezogen hatte, auch gern mal wieder etwas mehr Decolleté. Wobei in ihrem Fall schon „etwas“ genug war, um ein breites, zufriedenes Grinsen in Fabians Gesicht zu zaubern.

Sie küssten sich nicht. Schließlich waren nicht nur fünf Kollegen verschiedener Abteilungen zugegen, sondern auch mindestens vierzig Schaulustige, die sich in angemessenem Abstand zu dem kaputt gegangenen Menschen aufhielten, andächtig mit ihren Handys Fotos machten und äußerst respektvoll miteinander darüber fachsimpelten, ...

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