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Der Bergdoktor - Folge 1754

Steine auf dem Weg ins Glück

Dr. Burger und eine riskante Entscheidung

Von Andreas Kufsteiner

Wenn eine Braut nicht zu ihrer eigenen Hochzeit erscheint, dann muss das einen wirklich schwerwiegenden Grund haben. In St. Christoph hat Lisa Steinbach vor fünf Jahren für solch einen Skandal gesorgt, als sie ihren Liebsten am Altar versetzt hat. Eine Erklärung dafür hat der verzweifelte Patrick nie bekommen. Kurz darauf hat er das Dorf verlassen, um irgendwo anders neu anzufangen und zu vergessen …

Tatsächlich hat er als Anwalt Karriere gemacht – doch die Erinnerungen an Lisa verfolgen ihn noch immer, fünf Jahre danach! Und so beschließt er, noch einmal ins Zillertal zu fahren. Er will endlich eine Antwort auf die Frage, warum Lisa ihn damals am Altar hat stehen lassen …

Dr. Martin Burger trat vor die Dorfkirche und schaute zum Feldkopf hinauf. Der Berg ragte wie eine weiße Pyramide in den eisblauen Winterhimmel. Die schroffen Hänge auf der Südwestseite waren berüchtigt unter Bergsteigern. Schon viele hatten sich daran versucht und waren gescheitert.

Ein bitterkalter Wind fauchte durch sein Heimatdorf. St. Christoph lag in einem Seitenarm des Zillertals. Nur eine steile Serpentinenstraße führte hier herauf. Im Winter war sie hin und wieder mit Schnee zugeweht, sodass das Dorf tagelang von der Außenwelt abgeschnitten war.

Die Menschen hatten sich daran gewöhnt und hielten genügend Vorräte und Brennholz für die Wintertage bereit. Es war ein bodenständiger Menschenschlag, der hier lebte – inmitten einer atemberaubend schönen, aber auch gefährlichen Natur.

Die Sonne ließ den Schnee glitzern, sodass die Umgebung aussah, als wäre sie mit winzigen Diamanten gesprenkelt. Der Tag war wie geschaffen für eine Hochzeit!

Samstags war die Praxis des Bergdoktors geschlossen, deshalb hatte er Zeit, um mit seiner Familie an der Feierlichkeit teilzunehmen.

Er ging wieder in die Kirche hinein. Seine Frau saß in der zweiten Reihe und hielt ihr wenige Wochen altes Baby auf dem Schoß. Neben ihr saß Tessa. Die Dreijährige ging nirgendwohin ohne das Pferdchen, das ihr Großvater für sie geschnitzt hatte. Sie drückte es fest an sich, strampelte mit den Beinen und schaute sich gespannt in der mit Blumen geschmückten Kirche um.

Das Herz des Bergdoktors wurde weit. Seine Familie war sein Ein und Alles. Nach einem schweren Schicksalsschlag hatte er lange Zeit geglaubt, nie wieder lieben zu können. Bis Sabine in sein Leben getreten war – und mit ihr das Glück.

Er setzte sich neben sie und legte einen Arm um sie. Wie bezaubernd sie aussah in ihrem himmelblauen Festtagsdirndl!

»Und?«, fragte sie lächelnd. »Ist der Schlitten mit der Braut schon zu sehen?«

»Noch net, aber es kann nimmer lange dauern.« Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr. In der Tat. Es wurde Zeit. Die Zeremonie würde in wenigen Augenblicken beginnen.

Die Dorfkirche war bis auf den letzten Platz besetzt. Jede Bank war festlich mit Blumen geschmückt. Vorne am Altar stand Pfarrer Roseder. Sein zufriedenes Lächeln verriet, dass er sich über die Gelegenheit freute, wieder ein Paar in den heiligen Stand der Ehe zu versetzen.

Neben ihm wartete Patrick Hofmann. Der Bräutigam trug Tracht: eine Lederhose und ein weißes Hemd, das am Kragen mit Edelweiß bestickt war. Sein Gürtel war mit Hirschhornknöpfen besetzt. Seine dunkelblonden Haare waren vorhin ordentlich gekämmt gewesen, inzwischen jedoch ein wenig zerzaust, weil er sich immer wieder mit einer Hand durchfuhr. Nervös trat er von einem Fuß auf den anderen.

»Schau nur, wie aufgeregt er ist, Martin«, flüsterte Sabine und schaukelte ihr Baby auf dem Arm.

»Kein Wunder. Heute ist ein wichtiger Tag für Lisa und ihn.«

»Ich freue mich so mit ihnen. Lisa hatte es net leicht in den vergangenen Jahren. Der Tod ihrer Eltern hat sie schwer getroffen. Es ist schön, dass sie jetzt Patrick hat und nimmer so allein ist.«

»Das ist wahr.« Martin Burger wollte noch etwas hinzufügen, aber dazu kam er nicht, weil eine Reihe weiter vorn der ältere Bruder des Bräutigams plötzlich lospolterte.

»Ich werde niemals heiraten! Lieber hab ich zwei Ringe unter den Augen als einen an der Hand!«

»Sei stad, Rupert«, mahnte sein Großvater.

»Warum denn? Ich meine es ernst. Das ist nix für mich. Nach fünfundzwanzig Jahren feiert man Silberhochzeit. Und fünf Jahre später? Den dreißigjährigen Krieg!«

Neben ihm lachte der Bürgermeister. Seine Frau stieß ihn in die Seite. Hastig tarnte der Dorfoberste sein Lachen mit einem Hüsteln.

Der Bergdoktor wunderte sich. Seit wann war Rupert gegen die Ehe? Und warum benahm er sich so ausfällig? War er etwa betrunken? So früh am Tag?

Es war kein Geheimnis, dass sein Großvater die anstehende Vermählung nicht billigte. Eine Künstlerin war in den Augen des alten Landwirts nicht die passende Frau für seinen Enkel. Aber Rupert? War er etwa auch gegen seine zukünftige Schwägerin?

Martin Burger rieb sich besorgt das Kinn. Wann immer er Lisa und Patrick zusammen sah, spürte er, wie innig sie einander verbunden waren. Die junge Künstlerin und der angehende Anwalt liebten sich von ganzem Herzen und planten eine gemeinsame Zukunft. Hoffentlich würde ihre Familie ihnen keine Steine in den Weg legen!

Der jüngere Bruder des Bräutigams war Trauzeuge. Felix stand neben Patrick und nestelte an seiner Brille. Er schien genauso aufgeregt wie der Bräutigam selbst zu sein.

Endlich läuteten die Kirchenglocken die elfte Stunde ein. Es war so weit!

Die Orgel brandete auf. Die Gäste erhoben sich und richteten den Blick erwartungsvoll auf das Kirchenportal. Patrick drückte das Rückgrat durch und ließ keinen Blick von der Tür. Der Pfarrer nickte bedächtig.

Gleich würde die Zeremonie beginnen …

»Was Lisa wohl anhaben wird?«, wisperte Sabine. »Hoffentlich ein Brautdirndl. Das würde gut zu ihr passen.«

»Wir werden es jeden Moment erfahren«, flüsterte Martin Burger zurück. Doch die Sekunden tröpfelten dahin und dehnten sich zu Minuten. Nichts geschah! Das Portal blieb geschlossen. Die Braut tauchte nicht auf.

»Was ist denn los?«, flüsterte Sabine. »Wo bleibt sie nur?«

»Ich weiß es net.« Ein ungutes Gefühl stieg in ihm auf. Er bemerkte, dass sich Patrick vorne am Altar versteifte. Der Blick des jungen Anwalts verdunkelte sich, als würde ein Schatten auf sein Gesicht fallen. Was stimmte nur nicht?

Die Gäste raunten sich Fragen und Mutmaßungen zu. Verwirrte Blicke streiften umher. Nach und nach wurde jedem Gast klar, dass etwas Unverzeihliches geschehen war.

Die Braut hatte ihren Bräutigam am Altar versetzt.

Lisa würde nicht mehr kommen.

***

Fünf Jahre später

Der Winter hatte das Zillertal fest im Griff. Die Berge waren tief verschneit, und zahlreiche Warnschilder wiesen auf die Lawinengefahr hin. Von Zeit zu Zeit donnerten Sprengladungen in den höheren Regionen, mit denen die Bergwacht kontrolliert Schneemassen abgehen ließ, um Lawinen vorzubeugen.

Am Waldrand duckte sich – ein wenig abseits vom Dorf – ein kleines Haus in den Schutz verschneiter Kiefern. Es gehörte Lisa Steinbach. Die Siebenundzwanzigjährige hatte sich mit Fleiß und Talent eine Existenz als Porträtmalerin aufgebaut. Ihr Atelier war im verglasten Anbau des Hauses untergebracht.

Lisa trug Pelzstiefel und eine wattierte Jacke, als sie frisches Heu in die Futterraufe hinter ihrem Haus legte. Der lange Winter zehrte an den Reserven der Waldtiere, deshalb fütterte Lisa sie täglich. Meistens kamen die scheuen Rehe abends mit der Dämmerung aus dem Wald, um sich zu stärken.

Der Schnee knirschte unter den Stiefeln der Malerin, als sie zu ihrem Haus zurückstapfte. Er reichte bis über ihre Waden, obwohl sie den Weg vor wenigen Stunden freigeschaufelt hatte. Der Neuschnee, der unablässig vom Himmel fiel, hatte den Pfad schon wieder verschwinden lassen.

Gerade, als Lisa die Haustür aufschloss, stoppte ein gelber Postwagen vor ihrem Haus, und Ben Wegener stieg aus. Der Student vertrat den Postboten, der nach einem Skiunfall mit einem gebrochenen Bein das Bett hüten musste. Ein breites Lächeln breitete sich auf seinem freundlichen Gesicht aus.

»Grüß dich, Lisa!«, rief er über den Zaun und schwenkte einen Stapel Briefe. »Deine Post ist da! Ein Paket für dich habe ich auch noch im Auto.«

»Danke, Ben.« Sie nahm den Stapel Briefe entgegen.

»Neue Farben für dich?« Er reichte ihr ein riesiges Paket aus seinem Wagen.

»Und Leinwände. Für meine nächsten Aufträge.«

»Deine Bilder sind wunderbar, weißt du? Die Porträts sehen so lebendig aus, als würden sie jeden Augenblick anfangen zu sprechen. Wen malst du denn als Nächstes?«

»Oh, einen Apotheker aus Mayrhofen. Er möchte das Bild in seiner neuen Filiale aufhängen. Und einen Geschäftsmann. Das Porträt hat seine Frau zu seinem fünfzigsten Geburtstag in Auftrag gegeben. Im Augenblick male ich gerade ein Baby. Das Bild soll ein Geschenk für seine Großeltern sein.«

»Darüber werden sie sich bestimmt freuen. Hält der kleine Racker denn still?«

»Das muss er gar net. Ich male den Buben nach Fotos. Das ist schwieriger, aber bei einem Baby besser. Es kann mir ja noch net Modell sitzen.« Lisa lächelte. Sie liebte ihre Arbeit und hätte sich keinen schöneren Beruf vorstellen können.

»Du bist eine Künstlerin«, versicherte Ben ihr, und seine Wangen röteten sich. »Du müsstest dich einmal selbst malen. Das Bild würde sicherlich wunderschön …« Er stockte, und das Rot in seinen Wangen vertiefte sich. »Du, sag mal, fürchtest du dich eigentlich nie, wenn du allein hier oben bist?«

Lisa versteifte sich kurz, ehe sie abwinkte.

»Aber nein. Zu mir herauf verirren sich bestimmt keine Bösewichte. Und wenn doch, hab ich jederzeit ein Pfefferspray bei mir.«

»Ich möchte nur net, dass dir etwas zustößt.«

»Keine Sorge, ich kann mich meiner Haut schon erwehren.«

»Na gut. Sag mir Bescheid, wenn du dich mal einsam fühlst, ja?« Seine Ohren begannen zu glühen. Bevor sie etwas erwidern konnte, hatte er sich verabschiedet und war wieder in seinen Wagen gestiegen. Kurz darauf brauste er davon.

Lisa brachte ihre Post ins Haus und beschloss, den Weg vor ihrem Haus gleich noch einmal zu schippen, ehe sie einschneite. Sie holte die Schaufel, die an der Hausmauer legte, und stemmte sie in die frisch gefallenen weißen Massen.

Plötzlich hörte sie es. Ein Winseln. Es kam von der anderen Seite des Gartenzauns!

Verwundert ließ Lisa die Schneeschaufel sinken. Sie spähte über den Zaun und stieß erschrocken den Atem aus. Ein kleiner Hund saß mitten auf der Straße und fiepte herzzerreißend. Er schien nicht zu wissen, wohin.

In diesem Augenblick wurden am anderen Ende der Straße die orangeroten Drehlichter des Schneepflugs sichtbar. Das massige Gefährt fuhr auf den kleinen Hund zu – doch er machte keinerlei Anstalten, wegzulaufen!

Lisa handelte, ohne nachzudenken. Sie ließ die Schaufel fallen, rannte zum Gartentor und hinaus auf die Straße. Sie hob den kleinen Hund auf und hetzte mit ihm auf dem Arm zurück auf den Gehsteig. In derselben Sekunde dröhnte der Schneepflug an ihr vorbei und schob eine weiße Wulst am Straßenrand auf.

Lisas Herz klopfte vor Schreck bis zum Hals.

»Jesses, das war knapp! Was machst du denn hier, Kleiner?«

Der Hund hatte rotbraunes, wuscheliges Fell, Schlappohren und schwarze Knopfaugen. Er wirkte wie eine Mischung aus einem Dackel und einem Wollknäuel. Fiepend vergrub er seine Nase in ihrer Armbeuge.

»Du gehörst dem Hofmann-Anselm, net wahr?« Lisa betrachtete ihn nachdenklich. Sein Fell war knotig und schmutzig. Schon länger schien sich niemand um ihn gekümmert oder ihn gestreichelt zu haben. Er zitterte und war auffallend dünn. »Was ist dir nur zugestoßen, Kleiner?«

Der Bauernhof von Anselm Hofmann war einen Fußweg von gut dreißig Minuten entfernt. Lisa mied ihn, denn sie wollte nicht mit der Vergangenheit oder mit dem Großvater ihres früheren Verlobten konfrontiert werden. Sie gingen einander, so gut es in einem kleinen Dorf eben ging, aus dem Weg.

Patricks Großvater lebte allein auf seinem Hof. Sein Sohn und seine drei Enkelsöhne besuchten ihn nur selten. Sie lebten ihr eigenes Leben in der Stadt. Nur Felix, der Jüngste der drei, kam hin und wieder zu Besuch. Aber auch er war schon längere Zeit nicht mehr da gewesen.

Lisa trug ihren Findling zu ihrem Auto, das unter dem Vordach parkte. Sie wickelte den Hund in eine Decke und setzte ihn auf die Rückbank. Dann schwang sie sich hinters Steuer und machte sich auf den Weg zum Hof von Anselm Hofmann.

Ich muss ihm seinen Hund bringen. Der Kleine findet bestimmt net allein zurück. Möchte nur mal wissen, warum er ausgerissen ist. Ob Anselm sein Fehlen schon bemerkt hat? Vermutlich ja. Immerhin ist der Weg bis zu mir ziemlich weit. Anselms Hund muss lange unterwegs gewesen sein.

Wenig später tauchte das Gehöft vor ihr auf. Es war ein Bauernhof mit mehreren Ställen und Wirtschaftsgebäuden, Feldern und einem Wohnhaus im Alpenstil. Das Anwesen wirkte seltsam verlassen. Das Stalldach bog sich unter der Schneelast. Kein Rauch stieg aus dem Schornstein auf. Im Hof war niemand zu sehen. Seltsam …

Lisa parkte vor dem Tor, holte ihren Findling vom Rücksitz und trug ihn zum Haus.

»Anselm?« Sie blieb im Hof stehen und drehte sich einmal um die eigene Achse. »Anselm? Bist du hier irgendwo?«

Nur das Lärmen einer Spatzenbande im verschneiten Apfelbaum antwortete ihr.

Auf dem Hof türmte sich der Schnee kniehoch. Hier schien schon lange niemand mehr geschippt zu haben. Der Stall war verschlossen, auch vor dem Stalltor lag der Schnee auffallend hoch.

Früher war der Hof voller Leben gewesen. Hühner hatten gescharrt und Kühe im Stroh gestampft. Nun waren die Ställe verwaist und die Tiere verkauft. Anselm lebte allein, aber warum war nichts zu hören? Es war … unheimlich.

Ein flaues Gefühl beschlich Lisa. Sie tastete in ihrer Jackentasche nach dem Pfefferspray und fühlte sich besser, als sie das kühle Metall der runden Dose fühlte.

»Hallo?«, rief sie. Wieder antwortete niemand ihr. »Anselm? Bist du daheim?«

Sie ging zum Wohnhaus und fand die Haustür nur angelehnt. Kein Wunder, dass der kleine Hund entwischt war! Sie klingelte, aber drinnen reagierte niemand.

Lisa zögerte kurz. Was sollte sie tun? Unverrichteter Dinge wieder gehen? Aber seit wann ließ der Bauer die Haustür offen stehen? So einladend war er sonst nie. Sein Auto stand im Hof. Ein blauer Lieferwagen, der schon Rost ansetzte wie ein alter Baum das Moos. Anselm musste also daheim sein. Warum meldete er sich dann nicht?

Das alles gefiel ihr nicht. Irgendetwas stimmte hier nicht!

Die Härchen in ihrem Nacken stellten sich auf. Sie stieß die Haustür ein wenig weiter auf. Sollte sie hineingehen? Oder lieber nicht?

Schließlich fasste sie sich ein Herz und trat ein – die Finger fest um die Dose mit Pfefferspray geschlungen.

Im Flur schlug Lisa der muffige Geruch ungelüfteter Zimmer und abgestandener Kohlsuppe entgegen. Unwillkürlich verzog sie das Gesicht. Staub lag auf den dunklen Holzmöbeln und dem Treppengeländer. Es war so still, dass das Ticken der Wanduhr in den Ohren dröhnte.

»Hallo? Anselm?« Lisa schluckte trocken. Die Stille im Haus war ihr nicht geheuer. Selbst der Hund auf ihrem Arm war jetzt ganz still, als würde er das Unheil ebenfalls spüren. Der alte Bauer hatte schon seit vielen Jahren Probleme mit seinem Herzen. Was, wenn ihm etwas zugestoßen war?

Das flaue Gefühl in ihrer Magengrube verstärkte sich.

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