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Der Bergdoktor - Folge 1675

Ein gefährlicher Weg

Packender Roman um ein sehr mutiges und tapferes Madel

Von Andreas Kufsteiner

Über ein Jahr ist es nun schon her, seit Anke ihre geliebte Großmutter zuletzt in St. Christoph besucht hat. Doch als sie von Dr. Burger die Nachricht erhält, dass die alte Dame einen Herzinfarkt erlitten hat und auf der Intensivstation liegt, lässt Anke alles stehen und liegen und fährt ins Zillertal. Sie will ihrer Großmutter beistehen und deren Hof versorgen!

Allerdings scheint das schon jemand anderes zu tun – ein Mann, der ebenso attraktiv wie unheimlich ist …

»Nun mach schon, Fanni!« Mahnend klatschte die Lehrerin in die Hände. »Wir haben net den ganzen Tag Zeit. Leg mal ein bisschen Tempo zu!«

Die Achtjährige, der dieser Ruf galt, stolperte vornübergebeugt über den Sportplatz der St. Christopher Schule.

Die anderen Kinder aus der Klasse standen bereits im Schatten der Kastanien, rangen nach Luft oder hielten einen Schwatz. Sie hatten Turnunterricht, und jetzt, kurz nach den Sommerferien, stand Ausdauerlauf auf dem Stundenplan.

Viele Kinder stöhnten, wenn sie fünfzehn Runden um den Sportplatz laufen sollten. Bei dieser Hitze war jeder Schritt zu viel! Am schwersten fiel das Laufen Fanni, die ein wenig rundlicher gebaut war als ihre Kameraden und lieber zeichnete, als zu rennen. Im Zeichenunterricht machte ihr niemand etwas vor, aber beim Sport hinkte sie regelmäßig hinterher.

Tim war froh, dass er die Runden hinter sich gebracht hatte, ohne der Lehrerin aufzufallen. Er warf Fanni einen mitleidigen Blick zu.

Frau Mangoldt erkannte jede Schwäche. Wer nicht mitkam, bekam das zu spüren. So wie Fanni, die gerade die letzten Meter hinter sich brachte. Einer ihrer Schnürsenkel war offen, aber sie schien zu erschöpft zu sein, um ihn zuzubinden. Ihr Gesicht war hochrot, und ihr Atem kam schnaufend wie bei einer Dampflokomotive.

»Was sollte denn das?«, rief die Lehrerin stirnrunzelnd. »Deine Kameraden sind längst fertig. Du hast dich net richtig angestrengt. Dafür läufst du noch eine Zusatzrunde.«

»Noch eine Runde? O nein! Bitte net!« Fanni riss die Augen auf.

»Wenn du noch länger diskutierst, kommt noch eine weitere Runde dazu.«

»Aber ich kann nimmer.«

»Das glaube ich net. Also los. Hopp! Hopp! Du läufst wie ein plattfüßiges Nilpferd! Das müssen wir ändern!«

Tränen glitzerten in Fannis Augen. Einige der anderen Kinder stießen sich an und kicherten, andere tauschten betretene Blicke.

»Nilpferd«, gluckste Gustl. »Das passt.«

Fanni zuckte zusammen wie unter einem Schlag.

Tim konnte es nicht mehr mit ansehen. Er zog sein Taschentuch aus der Turnhose und gab es ihr. Es war nicht mehr ganz sauber, aber ein anderes hatte er nicht.

»Mach dir nichts draus. Die eine Runde schaffen wir auch noch. Ich laufe mit.«

»Wirklich?« Fanni sah ihn unsicher an.

»Na klar«, erwiderte er zuversichtlicher, als ihm zumute war. Ihm zitterten die Knie, aber er mochte Fanni jetzt nicht im Stich lassen. Er deutete auf ihren Schuh und wartete, bis sie die Schnürsenkel wieder zugebunden hatte. Dann liefen sie los.

»Seht euch das an«, stichelte Gustl. »Ein verliebtes Paar!«

Zwei seiner Freunde lachten, aber die anderen Kinder sahen ihn vorwurfsvoll an. Tessa und Ulrike setzten sich sogar in Bewegung und liefen neben Tim und Fanni her.

Schweigend brachten die Kinder die Extrarunde hinter sich.

Tim schnappte nach Luft, als er sich schließlich auf die Wiese fallen ließ. Sein Herz pochte wild gegen seine Rippen. Doch die Lehrerin ließ ihm keine Ruhe. Sie trat vor ihn hin und stemmte die Hände auf die Hüften.

»Die Runde war als Strafe für Fannis Trödeln gedacht. Es war net vorgesehen, dass du mitläufst. Legst du es auf weitere Strafarbeiten an, Tim?«

Er zuckte zusammen. »Nein.«

»Dann halt dich an die Regeln und hör auf, meine Autorität zu untergraben.« Die Lehrerin klatschte in die Hände. »Geht euch umziehen, Kinder. Die Turnstunde ist vorbei. Morgen wiederholen wir das Ganze. Und lasst euch net einfallen, wieder Kaugummipapier in der Umkleidekabine liegen zu lassen. Wenn ich auch nur einen Schnipsel finde, putzt morgen die ganze Klasse das Schulgebäude. Haben wir uns verstanden?«

Die Kinder drängten sich schweigend an der Lehrerin vorbei zur Turnhalle, um sich umzuziehen. Turnen war ihre letzte Stunde für diesen Tag gewesen, und sie konnten es kaum erwarten, nach Hause zu gehen.

Tim ließ sich jedoch Zeit. Er durfte noch nicht gehen, weil die Lehrerin ihm eine Stunde nachsitzen aufgebrummt hatte.

Als er an ihr vorbeiging, beäugte sie die Kinder wie eine Krähe, die in einem Baum sitzt und nur auf ein argloses Vogeljunges wartet, das in ihre Krallen gerät.

Frau Mangoldt war groß und hager und hatte ihre roten Haare zu einem kunstvollen Knoten aufgesteckt. Ihre Fingernägel und Lippen waren ebenfalls rot.

Der Vater seines Klassenkameraden Olli hatte behauptet, sie wäre ein heißer Feger. Tim wusste nicht genau, was ein brennendes Reinigungsinstrument mit seiner Lehrerin zu tun haben sollte, aber er hütete sich vorsichtshalber, diesen Ausdruck zu verwenden, um nicht noch eine weitere Stunde nachsitzen zu müssen.

Eine halbe Stunde später hockte Tim trübsinnig im Klassenzimmer über seinem Heft und schrieb: »Ich barf im Unterricht nicht stören.« Hundert Mal. Es war schrecklich fade. Außerdem tat ihm allmählich die Hand weh. Dabei hatte er erst gut die Hälfte der Strafarbeit geschafft.

In der Bank neben ihm saß Tessa. Sie musste ebenfalls länger bleiben. Frau Mangoldt hatte die beiden zunächst bewacht, war aber gerade hinausgegangen. Die Tür hatte sie hinter sich offen gelassen.

Tim seufzte leise und spähte zu Tessa hinüber.

»Warum musst du nachsitzen?«, fragte er im Flüsterton, für den Fall, dass die Lehrerin draußen im Gang stand und sie belauschte.

»Ich habe im Rechenunterricht heimlich gelesen, und Frau Mangoldt hat mich erwischt. Hast du das net mitbekommen?«

»Nö.«

»Meine Eltern werden sich Sorgen machen, wenn ich net pünktlich daheim bin.« Tessa rieb sich die Nase. Sie wohnte zusammen mit ihren Geschwistern, ihren Eltern, ihrem Großvater und einer Wirtschafterin im Doktorhaus am Waldrand.

»Meinem Papa fällt es gar net auf, wenn ich net da bin«, murmelte Tim niedergeschlagen. »Er arbeitet mittags.«

»Kocht er dir nichts?«

»Doch. Er stellt mein Mittagessen in die Mikrowelle. Ich muss es nur aufwärmen. Danach mache ich Hausaufgaben.«

Tim schürzte die Lippen. Früher hatte seine Mutter nach der Schule auf ihn gewartet, für ihn gekocht und mit ihm gespielt. Seitdem sie nicht mehr da war, war vieles anders geworden.

»Das ist blöd, oder?«

»Sehr sogar.«

»Und nun hat Frau Mangoldt dich auch noch auf dem Kieker. Ich frage mich, warum.«

»Keine Ahnung.« Er hob die Schultern und ließ sie wieder fallen. Im vergangenen Schuljahr war Herr Werth ihr Klassenlehrer gewesen. Er hatte eine strenge, aber gerechte Art gehabt und hatte viel mit seinen Schülern gelacht.

Doch mit Beginn des neuen Schuljahres war Frau Mangoldt zu ihnen gekommen und die neue Schulleiterin geworden. Sie hatte die zweite Klasse übernommen, und im Gegensatz zum ehemaligen Klassenlehrer verstand sie keinen Spaß. Bei ihr hagelte es Strafen und zusätzliche Hausaufgaben. In Tims Magen begann es zu grollen.

»Ich barf im Unterricht nicht stören.«

Wie oft musste er das eigentlich noch schreiben? Frustriert schob er sein Heft von sich. Streng genommen hatte er den Unterricht gar nicht gestört, sondern nur auf die Toilette gemusst. Frau Mangoldt hatte ihn jedoch nicht gehen lassen. Erst zur Pause hatte er hinausgedurft. Es war knapp geworden. Sehr knapp sogar.

»Ich mag nimmer.« Tessa legte ihren Federhalter zur Seite. »Das reicht für heute.«

»Bist du fertig?«

»Mehr oder weniger.«

»Also net? Mach lieber weiter. Frau Mangoldt wird schimpfen, wenn du die Aufgabe net erledigt hast.«

»Soll sie doch. Mir reicht es jedenfalls.« Tessa spähte in sein Heft und stutzte. »‚Darf’ schreibt man mit d und net mit b.«

»Hab ich das net?« Tim stutzte. Dann begann sein Gesicht zu glühen, und er verbesserte seinen Fehler hastig. Seine Klassenkameradin kritzelte unterdessen widerstrebend ihre Strafarbeit zu Ende, aber ihre sonst so weiche Mädchenschrift endete in unleserlichen Krakeln.

Erleichtert richteten sich die beiden Kinder schließlich auf.

»Fertig!«, sagte Tim.

»Fertig!«, echote Tessa. »Nix wie raus hier!«

Zusammen verließen die Kinder das Schulgebäude.

Als sie hinaus ins Freie traten, hatten sie das Gefühl, in einen Glutofen zu treten. Nach der Kühle im Inneren des roten Backsteingebäudes war die Hitze draußen beinahe ein Schock.

Der Schulhof lag verlassen im Sonnenschein. Nur ihre Lehrerin saß auf der Bank im Schatten und blätterte in einem Buch. Als sie die Kinder bemerkte, klappte sie es zu und stand auf.

»Wo wollt ihr denn hin?«

Tim zog unwillkürlich den Kopf ein.

Tessa jedoch erwiderte unerschrocken: »Wir sind fertig mit der Arbeit und wollen nach Hause.«

»Zeigt mal eure Hefte.« Die Schulleiterin nahm ihre Arbeiten entgegen und fuhr mit dem Finger über die Reihen. Zählte sie tatsächlich nach? Nach einer Weile gab sie ihnen die Hefte zurück. »In Ordnung. Ihr dürft gehen. Vergesst diese Lektion net wieder, Kinder. Disziplin ist das A und O im Leben. Ohne geht es net. Schreibt euch das hinter die Ohren!«

Die beiden Kinder stopften die Hefte zurück in ihre Ranzen und machten sich auf den Heimweg, ehe ihre Lehrerin es sich anders überlegen konnte. Die Sonne brannte auf sie herab, als sie die Dorfstraße hinunterliefen.

Tessa machte einen kleinen Hüpfer, sodass ihre Zöpfe wippten.

»Morgen noch, dann ist diese Woche herum. Dann haben wir schulfrei. Endlich!«

»Aber am Montag fängt eine neue Woche an. Und danach wieder eine«, seufzte Tim. Im vorigen Schuljahr war er gern zur Schule gegangen, aber seit Frau Mangoldt ihre Klassenlehrerin war, hatte er vor jedem neuen Schultag Bauchschmerzen.

»Wer ist denn hinter euch her, Kinder?« Wally Härtl kam stand am Straßenrand, zwei große Einkaufstaschen neben sich, und ruhte sich aus. Sie wohnte schon länger im Dorf, als die Kinder zurückdenken konnten. Ihre Haare waren so weiß wie die wenigen Wolken, die über den Himmel zogen. Und ihre Augen blickten offen und freundlich in die Welt. »Ihr seid wohl sehr froh, dass Schulschluss ist?«

»Oh ja!«, erwiderten die Kinder wie aus einem Mund.

Tim stutzte plötzlich. Die Bäuerin hatte zwei prall gefüllte Einkaufstüten bei sich. Ihr Atem kam so schwer wie vorhin bei Fanni im Turnunterricht.

»Können wir dir beim Tragen helfen?«

»Das wäre schön, Kinder. Ich fürchte, ich habe mir zu viel zugemutet.« Wally rieb sich unbehaglich die Brust.

Daraufhin nahmen Tim und Tessa jeder einen Henkel der einen Tüte, und Wally griff sich die andere.

»Ich hätte net so viel einkaufen sollen«, schnaufte die alte Bäuerin.

Ihr Hof lag auf einer Anhöhe, deshalb mussten sie die Straße hinauflaufen. Als sie ihr Ziel erreichten, waren die Kinder ebenfalls außer Atem.

»Kommt herein«, lud Wally sie ein. »Ich habe frischen Apfelkuchen gebacken und gebe euch ein Stück davon.«

Da ließen sich die Kinder nicht zweimal bitten. Sie machten es sich auf der Eckbank am Küchentisch bequem, während Wally zwei Gläser Milch und zwei Teller mit Apfelkuchen vor sie hinstellte. Der Kuchen duftete herrlich nach frischen Äpfeln und einer Spur Zimt.

»Warum hattet ihr es denn vorhin so eilig, Kinder?«

»Wir mussten nachsitzen.« Tim verzog das Gesicht, als hätte er Zahnschmerzen. »Unsere Lehrerin ist wirklich streng.«

»Zu meiner Zeit war das auch so. Damals gab es etwas mit dem Lineal auf die Finger, wenn wir etwas angestellt hatten.«

»Ehrlich? Tat das net weh?«

»Und ob.« Wally nickte bekräftigend. »Außerdem wurden Buben und Madeln getrennt unterrichtet.«

»Das war bestimmt furchtbar langweilig, oder?«

»Wir waren es net anders gewöhnt.« Die Bäuerin lächelte versonnen. Plötzlich zuckte sie jedoch zusammen, als hätte sie eine Spinne an der Wand entdeckt. Ihre Hand fuhr an ihre linke Brustseite, und sie stöhnte. Ihr Blick wurde glasig. Dann gaben ihre Knie unter ihr nach, und sie stürzte auf den Dielenboden.

Tim sprang auf und tauschte einen erschrockenen Blick mit Tessa.

»Auweia«, flüsterte er. »Was ist denn mit ihr?«

***

»Ich weiß mir keinen Rat mehr, Herr Doktor.« Vroni Wildbacher legte einen Arm um ihre Tochter und seufzte hörbar. »Fanni nässt nachts wieder ein. Dabei ist sie schon acht. Das ist doch net richtig so.«

Martin Burger faltete die Hände vor sich auf der Schreibtischplatte.

»Wie lange geht das denn schon so?«

»Seit das Schuljahr angefangen hat. In den Ferien war noch alles in Ordnung. Sie hat seit Jahren nimmer ins Bett gemacht, deshalb mache ich mir Gedanken.«

»Hast du Schmerzen, Fanni?«, wandte sich der Arzt nun direkt an seine kleine Patientin.

Fanni schüttelte den Kopf. Sie hielt den Blick gesenkt und nestelte an ihrem dicken braunen Zopf.

»Könnte sie etwas an den Nieren haben, Herr Doktor?«, fragte ihre Mutter. »Mein Großvater hatte einen Tumor an den Nieren. Ob Fanni auch darunter leidet?«

»Wir sollten net gleich vom Schlimmsten ausgehen, Vroni. Hat Fanni manchmal Blut im Urin?«

»Nein, das zum Glück net.«

»Hat sie noch andere Beschwerden? Fieber zum Beispiel? Oder isst sie schlecht?«

Beides verneinte die Mutter. »Sie schläft allerdings net gut. Nachts wacht sie oft weinend auf. Die Schule …« Vroni Wildbacher zögerte. »Früher ist Fanni gern hingegangen, aber seitdem die neue Lehrerin da ist, fürchtet sie sich regelrecht vor dem Unterricht.«

»So, so.« Dr. Burger horchte auf. Fanni besuchte die zweite Klasse zusammen mit seiner Tochter Tessa. In diesem Alter sollten sich die Kinder noch auf die Schule freuen. »Was ist denn dein Lieblingsfach, Fanni?«

Die Achtjährige starrte auf ihre Knie und zog die Schultern hoch.

»Weiß net«, wisperte sie.

»In letzter Zeit geht sie morgens mit Tränen zur Schule«, berichtete ihre Mutter. »Im Sport ist sie net gut, und ihre Lehrerin macht sich darüber lustig. Seitdem traut sich Fanni auch in den anderen Fächern nimmer mitzumachen. Ich habe schon versucht, mit Frau Mangoldt darüber zu reden, aber sie hat mich nur abgekanzelt und gefragt, wer von uns beiden den Abschluss als Pädagogin hätte – sie oder ich.«

»Das klingt net gut.« Martin Burger führte seine Patientin zur Untersuchungsliege. Er tastete Fannis Bauch ab, machte einen Ultraschall von ihrer Blase und ihren Nieren und überprüfte ihren Allgemeinzustand. Schließlich nahm er ihr Blut ab und bat um eine Urinprobe.

Auf den ersten Blick schien Fanni gesund zu sein. War ihr Einnässen womöglich psychisch bedingt? War ihre Angst vor der Schule so groß, dass sie nicht damit fertig wurde?

»Wir müssen die Ergebnisse der Laboruntersuchung abwarten, aber wie es aussieht, fehlt Fanni körperlich nichts. Der Ärger in der Schule könnte der Auslöser für ihre Beschwerden sein. Stress kann genauso wie Angst zu Symptomen wie Einnässen und Schlafstörungen führen.«

»Sie glauben also, die Schule macht Fanni krank?«

»Das halte ich für möglich, ja. Ich rufe dich an, sobald die Ergebnisse aus dem Labor vorliegen, dann planen wir das weitere Vorgehen. Wenn die Werte keine Auffälligkeiten zeigen, würde ich dir empfehlen, Fanni einem Kinderpsychologen vorzustellen. Außerdem solltest du noch einmal mit ihrer Lehrerin sprechen. Sie darf den Kindern keine Angst machen.«

»Das habe ich schon versucht, ihr zu sagen, aber sie hört gar net zu. Kritik prallt einfach an ihr ab.«

»Versuch es noch einmal, ja?«

»Das kann ich tun. Ich hoffe nur, sie lässt es net an Fanni aus, wenn ich sie kritisiere.« Die Bäuerin seufzte hörbar.

Martin Burger machte sich Sorgen. War die Lehrerin wirklich so schlimm? Oder war Fanni nur besonders sensibel?

Vroni verabschiedete sich und verließ mit ihrer Tochter das Sprechzimmer. Er räumte unterdessen seinen Schreibtisch auf.

Es stellte ihn nicht zufrieden, dass er das Problem seiner Patientin vorerst noch nicht lösen konnte. Er hätte gern sofort etwas unternommen, um Fanni zu helfen, aber er musste die Testergebnisse abwarten. Außerdem brauchte er weitere Informationen.

Soweit er wusste, duldete die neue Lehrerin keine Störung ihres Unterrichts. Das war an sich nichts Schlechtes, aber vielleicht übertrieb sie es?

Fanni war seine letzte Patientin vor der Mittagspause gewesen.

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